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Freiheitsdrang - Trennungsgrund oder Chance für Beziehung?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Antony5, 7 Juli 2007.

Status des Themas:
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  1. Antony5
    Antony5 (35)
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    vergeben und glücklich
    Hi, ich habe mich heute hier in diesem Forum angemeldet und erhoffe mir einige Tipps für meine Beziehung.

    Zu unserer situation:

    Wir sind seit 8 Jahren zusammen und hatten vorher nie eine/n andere/n Freund/in.
    Vom ersten Kuss bis hin zum ersten Mal haben wir einfach alles zusammen erlebt und sind glücklich.

    Nun kam es leider dazu, daß ich Anfang der Jahres fremdgegangen bin und habe es ihr auch gebeichtet. Es ist durch nichts zu entschuldigen, aber es ist nunmal geschehen und sie weißt, daß es mir unendlich leid tut.

    Wir verstehen uns einfach blind und dies nicht nur aus einer Routine heraus, die eine solche lange Partnerschaft mit sich bringt.

    Wir haben beide konservative Einstellungen zum Leben an sich, allerdings nicht innerhalb der Partnerschaft. Das soll heißen wir sind nicht frivole Disko-ONS-Typen, sondern eher Menschen für eine Beziehung, was ja doch eher selten anzutreffen ist. Wir können Symphathie/Liebe und Sex nicht voneinander trennen.
    So kocht sie z.B. gerne für mich und macht dies absolut freiwillig. Ich meinerseits wollte auch nie einer Frau haben, die dies NICHT gerne macht.
    Es soll keine Beleidigung gegenüber emanzipierten Frauen sein, aber es gibt eben Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen und eben auch Frauen, die GERNE von sich aus kochen und andere Verwöhnen. Dies bedeutet ja nicht, daß man es nicht auf andere Arten auch zurückgeben kann :smile:

    Innerhalb der Beziehung sind wir jedoch sehr locker, wie auch sonst im Leben allgemein. Ich weiß es widerspricht sich, aber wir sind eigentlich genau das Gegenteil einer erzkatholischen, konservativen Beziehung, auch was den Sex betrifft ;-)


    Nun ist es bei uns wie in jeder Beziehung, die in die Jahre kommt. Es krieselt! Bei uns bedeutet das weniger Streitereien, als viel mehr einfach Ungewisstheit.

    Ist es nun der Partner, den ich liebe, oder ist es nur ein guter Kumpel, mit dem ich mich blind verstehe?
    Die Liebe verändert sich nunmal im Laufe der Jahre. Vielleicht ist sowas ganz normal.
    Für meine Person kann ich leider nur sagen, daß ich einen Freiheitsdrang verspüre, der kaum mehr auszuhalten ist.

    Ich möchte nicht in der gegend herumpoppen, der Typ bin ich nicht. Jedoch verspüre ich den Drang danach mich anderseitig auszuleben. Verbingen wir zusammen unsere Zeit möchte ich am liebsten wieder weg, bin unruhig, möchte etwas erleben. Es hat aber nichts mit einer Antipathie ihr gegenüber zu tun.

    Wir haben schon viele klärende Gespräche gehabt. Wir reden innerhalb der Beziehung einfach über ALLES. Wir sind der ganz festen Meinung nie wieder einen Partner wie den anderen zu finden. Nicht nur wir sind dieser Meinung, sondern einfach JEDER der uns kennt. Jeder sagt es gäbe wohl nie wieder so eine Konstellation wie uns, weil wir uns einfach in unseren Einstellungen dermaßen ähnlich sind. Diese Einstellungen und Denkweisen zu ALLEM sind einfach in gewisser Weise quer und passen nicht wirklich in unser heutiges Gesellschaftsbild.

    Wir waren Kinder als wir uns kennenlernten und sind zusammen groß geworden. Wir verstehen und einfach blind und sind wirklich Seelenpartner, nur dieses Wort beschreibt es am treffendsten.
    Wir lieben uns abgöttisch und können uns keine Zukunft mit einem anderen Menschen vorstellen.
    Wir haben auch schon oft darüber nachgedacht uns zu Trennen, jedoch ohne konkreten GRUND. Wir sind einfach nur unzufrieden, obwohl wir uns lieben!?
    Wie geht das? Klar nach der Geschichte mit dem Fremdgehen ist ohnehin ein Mißtrauen ihrerseits vorhanden, aber sie lässt es nicht wirklich raushängen und macht Anspielungen. Es kommt nur ganz ganz selten vor, aber im Grunde hat sie mir dieses EINE Mal verziehen, auch wenn es ihr unendlich schwer fällt.

    Sie sagte auch dies sei nur möglich, weil sie mich so liebe und sich keine Zukunft ohne mich vorstellen kann.

    Sie ist die frau mit der ich auch HEUTE das Gefühl habe alt werden zu wollen und ich bin für sie der Gegenpart.
    Und trotzdem fühlen wir uns unwohl. Wie geht das??

    Was meint ihr zu dieser Situation?
    Mein Freiheitsdrang ist aber unendlich groß, auch wenn ich gar nicht weiß was ich mit meiner Freiheit anfangen soll. Frauen kennenlernen?
    Vielleicht ist es noch erwähnenswert, daß wir beide Ausstrahlung haben, charismatisch sind und jeweils oft von anderen Männern/Frauen angesprochen werden. Im weitesten Sinne tageslichttauglich :-D

    D.h. wenn wir wollten hätten wir keine großen Probleme jemanden kennenzulernen.

    Mir persönlich fehlt einfach etwas und ich weiß nicht was. ONS sind einfach nicht mein Ding, wen überhaupt Affairen, in denen ich Frauen erobern könnte...wobei sich das so leicht sagt. Ich weiß ja gar nicht ob mir das wirklich liegt.

    Nur fällt es mir schwer mich für so eine Laufbahn zu entscheiden und dabei die "Homebase" zu verlassen, was dazu ja dringen notwendig ist.

    Eine bescheuerte Situation! Vielleicht ist man gerade im Begriff die Liebe seines Lebens für ein bischen Freiheit aufzugeben. Man würde es sich nie verzeihen können. Doch der Drang ist da und wächst von Woche zu Woche ohne konkrete Formen anzunehmen...
     
    #1
    Antony5, 7 Juli 2007
  2. Liza
    Liza (32)
    im Ruhestand
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    nicht angegeben
    Ich kann die Situation nachvollziehen, und es ist wirklich keine einfache. Jeder Mensch ist eben begierig, Erfahrungen zu machen - und für mich wäre die Erfahrung, einfach mal alleine klarzukommen, ebenfalls unverzichtbar gewesen. Bei sowas muss es ja wirklich nicht um andere Frauen oder Männer gehen... meine Mutter beispielsweise beneidet mich im Nachhinein ganz schrecklich darum, dass ich nicht direkt vom Elternhaus mit einem Partner zusammengezogen bin, sondern erstmal ein paar Jahre lang alleine gewohnt habe und mittlerweile in einer Wohngemeinschaft lebe. Sie ist der Ansicht, das verpasst zu haben. Und ich denke ähnlich - mittlerweile würde ich mit einem Partner auch zusammenziehen, aber ich wäre nicht klargekommen, wenn ich quasi von einer Familie in die nächste gezogen wäre.
    Anderen Leuten geht das anders, aber mir war es sehr wichtig, auch mal ganz allein klargekommen zu sein; das hat sehr zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen. Und ich denke, bei euch ist es etwas Ähnliches - der Wunsch, sich selbst ganz unabhängig vom Partner zu finden und einfach mal etwas Eigenes zu tun.

    Euch zu trennen wäre keine Lösung, das würdet ihr euer Leben lang bereuen. Bleibt also die Frage, was man sonst tun kann.
    Wenn einer von euch beruflich in der entsprechenden Situation ist, wäre es ja vielleicht eine Möglichkeit, dass derjenige einfach mal für ein paar Monate weiter weg geht. Dahin, wo er den Partner nicht täglich um sich hat, wo er sich ein eigenes Leben aufbauen kann. Natürlich nicht für immer, aber für 6 oder 12 Monate wäre das vielleicht machbar. So sieht jeder von euch mal, wie es ist, sein Leben größtenteils allein zu führen. Natürlich verschwindet der Partner nicht einfach und man besucht sich über's Wochenende und telefoniert oft, anders ist sowas ja schlecht machbar... aber nichtsdestotrotz ist man gezwungen, seinen Alltag erstmal allein zu bestreiten. Vielleicht genügt das eurem Freiheitsdrang. Und eine Beziehung, die schon acht Jahre andauert, sollte ein halbes oder ein Jahr ohne gemeinsamen Alltag eigentlich ziemlich problemlos überleben.

    Eine andere, nicht ganz so radikale Möglichkeit wäre, dass ihr euch mal ein bisschen voneinander emanzipiert. Nicht mehr soviel zusammen machen, eigene Hobbies suchen, mehr mit den jeweiligen Freunden weggehen. Einfach mal ohne den Anderen verreisen. Solche Dinge...
     
    #2
    Liza, 7 Juli 2007
  3. Antony5
    Antony5 (35)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Hallo Liza,

    wir lebennicht zusammen und sehen uns vielleicht 2-4x die Woche und dann meist auch nicht den ganzen Tag. Wir übernachten meist nur bei dem anderen und dnan trennen sich am nächsten Mittag wieder die Wege.
    Wir fahren auch mal getrennt in den Urlaub. Ich mit meinem Fussballkollegen und sie mit ihrer Familie.
    Freunde in dem Sinne hat sie nicht. Viele Bekannte, aber keine "echte" Freundinnen. Ihre Familie ist für sie alles. Sie geht auch nie alleine mit IHREN Bekannten weg, weil sie keine hat. Wir haben nur gemeinsame Freunde.

    Sie sagt immer, sie brauche keine Freundinnen, da sie keine Lust hat mit diesen die Zeit zu verbringen, wenn sie sie mit mir verbringen könnte. Ich bin für sie der Planet um den sie sich dreht.
    Umgekehrt ist es (leider) nicht ganz so, was nicht bedeutet, daß ich sie nicht liebe. Aber ganz sicher habe ich ein schlechtes Gewissen etwas alleine zu unternehmen, weil SIE es nie machen würde. Nach dem Fremdgehen ist alles komplizierter, da ich nun gar nicht mehr alleine Weg kann. Das Vertrauen ist verschwunden und Zweifeln und Unsicherheit gewichen.

    so.o. so ist die Situation ja im Moment


    Oft sagen wir, wir wären wahrscheinlich das Paar fürs Leben, wenn wir uns jetzt kennenlernen würden. Doch wir haben keine Erfahrungen vorher gesammelt. Wir kennen nur uns. Damit meine ich nicht nur sexuelle Dinge, sondern auch dieses typische Kennenlernen, das Kribbeln im Bauch, einfach in gewisser Wise Freiheit. Die Luft riecht ganz anders, wenn man als Single an sommerlichen Abenden an einem See die Zeit verbingt.
     
    #3
    Antony5, 7 Juli 2007
  4. Rhea
    Gast
    0
    wenns euch beiden so geht, vielleicht ist es dann besser sich zu trennen?! klingt jetzt sicher blöd eine 8 jährige Lebensbeziehung auf zu geben aber seht es so: wenn ihr wirklich füreinander bestimmt seid findet ihr auch zueinander zurück.
     
    #4
    Rhea, 7 Juli 2007
  5. Drachengirlie
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    vergeben und glücklich
    Ich bin der Meinung, dass die Trennung in so einem Fall so oder so kommen wird.

    Okay, ihr seid schon sehr lange zusammen, aber das heißt nicht, dass man deswegen für immer mit diesem Partner zusammen bleiben muss. Ihr kennt es nicht, mit anderen Menschen eine Beziehung zu führen, denn ihr kennt nur euch zwei und deswegen fällt es euch wohl auch nicht so schwer zusammen zu bleiben.

    Aber du bist schon fremdgegangen, dass ist für mich ein Zeichen dafür, dass du noch was Neues erleben willst und noch wissen willst, wie es ist mit anderen Frauen zusammen zu sein.

    Außerdem denkst du schon an eine Trennung und meine Meinung ist, wenn man einmal an Trennung denkt, dann wird es auch so kommen. So waren meine Erfahrungen jedenfalls bisher. Ich habe selber immer wieder an Trennung denken müssen, weil ich frei sein wollte und auch wissen wollte, wie es ist mit anderen Jungs zusammen zu sein. Ich war mit meinem Ex dato schon 21/2 Jahre zusammen und kannte keine andere Beziehungen. Mit 15 zusammengekommen und kurz bevor ich 18 wurde habe ich mich von ihm getrennt. Mein anderer Ex, also der der nach ihm kam, hat sich nach einem Jahr von mir getrennt, weil er frei sein wollte, also eigentlich aus dem selben Grunde wie du.

    Deswegen würde ich sagen, solltest du dich von ihr trennen, auch wenn du sie noch so liebst. Vielleicht ist das nur Einbildung und du stellst hinterher fest, dass du nur mit ihr befreundet sein möchtest. Mein 2. Ex hat sich genauso gefühlt. Er liebte mich über alles, aber immer wenn er mit mir zusammen war, wollte er was anderes machen, etwas erleben und so. Und wir haben uns auch nur 1x die Woche oder manchmal etwas mehr getroffen. Deswegen, ich denke, eine Trennung ist besser für dich.

    Man kann ja noch befreundet bleiben... Ich bin mit beiden Exen noch sehr gut befreundet, deswegen denke ich nicht, dass der Spruch "Lass uns Freunde bleiben" soooo blöd ist. Vielleicht am Anfang, aber nach 1-2 Monaten oder so, könnte es mit der Freundschaft tatsächlich klappen. Man sollte nur nichts überstürzen.

    Probiere noch andere Sachen aus, bevor du dich fest bindest...

    Lg,
    drache
     
    #5
    Drachengirlie, 7 Juli 2007
  6. User 77157
    User 77157 (28)
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    6
    vergeben und glücklich
    meiner meinung nach wäre eine richtige trennung auch das falsche. ihr scheint ja eigentlich schon ein traumpaar zu sein,auch wenn du/ihr das im moment etwas anders siehst/seht.
    wie wärs denn mal mit einer "trennung auf zeit",damit meine ich jetzt nicht einen festgesetzten zeitraum,denn dabei bestünde ja auch die gefahr,dass ihr euch auseinanderleben und einen anderen partner finden könntet.aber eine "trennung" z.b durch einen urlaub.hättest du die gelegenheit mal 2-3 wochen wieder mit deinen fussballkollegen wegzufahren?
    vllt würde euch das gerade jetzt in der schwierigen phase helfen,dass euch bewusst wird,wie sehr ihr den jeweils anderen braucht und ihn dann auch vermisst?
     
    #6
    User 77157, 7 Juli 2007
  7. Antony5
    Antony5 (35)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Das witzige ist, wir haben eine Trennung schon durchgesprochen und sie wollte auch schon Schluss machen. Ihr letzter Satz nach einem 2stündigen Gespräch, in dem sie mir klar machte, daß sie nicht mehr könne war:

    "...oder sage mir noch eine Sache die ich machen soll?!"

    Ich sagte: "Hör auf dein Herz!"

    Und alles was vorher gesagt wurde war vergessen!!

    Wir haben die Trennung ganz sachlich aufgeführt und wir wussten schon da ganz genau was wir in Zukunft vermissen werden. Wir würden nie glücklich werden, da wir unsere neuen Partner immer mit dem anderen vergleichen würden.

    Wir haben bisher in unserem Leben NIEMANDEN gefunden, bei dem wir sagen könnte, mit dem könne ich mir was vorstellen, wenn ich nicht vergeben wäre.

    Sowas gibt es nicht!

    Hi, bitte bitte bitte nicht falsch verstehen, wenn ich das sage ok? :smile:

    Aber erstens waren es "nur" 2,5 Jahre und eher eine Teeniebeziehung. Verstehst du was ich sagen möchte? Eine Trennung ist da schon ein bisserl was anderes, denke ich einfach mal aus der Erfahrung anderer heraus.

    Ich schreibe morgen nochmal mehr
     
    #7
    Antony5, 7 Juli 2007
  8. SierraTequila07
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    nicht angegeben
    Vielleicht liegt da das Problem?
    Das sie keine Freundinnen hat / braucht ist sehr schade.
    Mit denen kann man eine Menge Spaß haben.
    Aber wenn sie das nicht will, ist das ihre Sache.Allerdings geht es nichjt, dass du nicht mehr raus kannst.
    Ist doch klar, dass du dir da Gedanken machst.
    Ich würde an deiner Stelle nicht darauf verzichten mit Freunden rauszugehen. Freunde sind wichtig. Wenn sie das für sich nicht will ok.. aber lass dir das nicht verbieten. Ok du bist fremdgegangen, aber sie hat dir verziehen, und dann muss sie auch wieder lernen dir zu vertrauen..-
     
    #8
    SierraTequila07, 7 Juli 2007
  9. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Keine sorge, ich verstehe da schon nichts falsch.
    Aber du kannst das auch nicht einfach so abhaken, da du schon seit 8 Jahren mit ihr zusammen bist. Das heißt also, das eure beziehung am Anfang auch eine Teeniebeziehung war :smile:

    Und ich muss sagen, dass ich damals wirklich wirklich genauso gedacht habe wie ihr. Wir haben auch immer wieder über Trennung gesprochen und sind trotzdem zusammen geblieben, weil wir uns einfach keinen anderen Partner vorstellen konnten und uns geliebt haben. Letzendlich kam dann doch die Trennung.

    Nur weil man älter ist, heißt das nicht, dass man nicht dasselbe durchmacht wie die Jüngeren. Ich kenne da einige, in deinem Alter, die machen, meiner Meinung nach, noch komischere und dümmere Sachen. Da denke ich dann halt, dass wir dann doch reifer waren. Deswegen, bitte nicht falsch verstehen :zwinker:, aber für mich macht meine Beziehung nicht sooo einen riesigen Unterschied wie deine.

    lg,
    drache
     
    #9
    Drachengirlie, 7 Juli 2007
  10. Antony5
    Antony5 (35)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Hi, ich bin aber kein Unmensch und bestimmt nicht in der Position Forderungen zu stellen, vor allem nicht, wenn sie sie an das Fremdgehen erinnern!

    Najaaaa, ein bischen schon, aber wohl eher vernachlässigbar :smile:

    Sicher, nicht jeder ist gleich, aber das ist doch eher OT.
    Einigen wir uns einfach darauf, daß im ALLGEMEINEN Teeniebeziehungen doch nicht ganz so ernst zu nehmen sind, es aber keinesfalls immer der Fall sein muss.

    Aber iene Konstellation wie unsere: 1 Beziehung überhaupt, vorher KEINE Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht und 8 Jahre...wenn das nichts Besonderes ist, dann weiß ich auch nicht mehr.

    Außerdem lieben wir uns und können uns vorstellen gemeinsam alt zu werden, was wir uns bei keinem anderen Menschen vorstellen können. Wir wollen nichtmal jemand anderen als Partner haben.

    Auch wenn man vergeben ist trifft man ja andere Männer uns Frauen. Normalerweise sind da immer auch welche dabei, bei denen man sagt, wenn man nicht vergeben wäre, könnte man sich mit denen was vorstellen.

    Dies ist bei uns GAR nicht der Fall. Nicht vom Äußerlichen, sondern als Gesamtpaket. Man kann sich einfach bei keinem Vorstellen das könnte was werden.

    Wir lieben uns also und können uns vorstellen gemeinsam alt zu werden und sollen und trotzdem trennen? ....

    Aber wir langweilen uns einfach. Alles ist so abgedroschen und wir wollennichtmal nur zu zweit in eine Coktailbar. Wir haben uns einfach nichts abendfüllend interessantes zu sagen und wissen ohnehin was der andere sagen wird.

    Verzwickt...
     
    #10
    Antony5, 8 Juli 2007
  11. Sternschnuppe_x
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    Single
    Das kann's doch aber auch nicht sein! Ich bin der Meinung, WENN man in einer Beziehung nach einem Fremdgehen beschließt, weiterzumachen, dann sollte man diese Sache auch wirklich endgültig abhaken und nicht immer noch als "Joker" in der Hinterhand behalten.

    Ich rede insofern aus Erfahrung, mein erster Freund ist mir auch einmal fremdgegangen, nach fast 3 Jahren Beziehung, und ich kam damit klar, ich hab beschlossen, ihm zu verzeihen - da war aber auch von Anfang an GANZ klar, daß die Sache damit auch WIRKLICH abgeschlossen ist. Es bringt doch nichts, wenn einer wegen sowas dann ständig "kuschen" muß, immer in der "Büßerrolle" ist, keine Ansprüche mehr stellen darf und bei jedem kleinen Streit wieder die Vorhaltung kommt: "DU brauchst ja mal gar nichts sagen, DU bist ja fremdgegangen".

    Wenn man mit sowas nicht 100%ig umgehen und dem anderen wieder wirklich vertrauen kann, sollte man es besser gleich lassen, finde ich. Oder willst du für den Rest deines Lebens nicht mehr alleine weggehen, wegen dieser EINEN Sache? Für mich war das damals auch kein schönes Gefühl, zu wissen, daß er was mit einer anderen hatte (wenn auch kein Sex, aber trotzdem...) - aber mir war klar, wenn ich damit nicht richtig klarkomme, bringt das alles nichts mehr, und ich habe nach unserem klärenden Gespräch die Sache nie mehr auch nur erwähnt; nichtmal bei der Trennung von ihm. Es wäre leicht gewesen, bei der Frage nach dem "Warum" sein Fremdgehen als Vorwand zu nehmen, aber so war es eben nicht, also hab ich ihm das auch nie wieder vorgehalten.

    Und so wollt ihr gemeinsam alt werden? :schuechte_alt:

    Du hast geschrieben, es gäbe bei euch beiden sonst niemanden, mit dem ihr euch jemals was hättet vorstellen können, aber das heißt ja noch lange nicht, daß ihr deshalb zusammenbleiben müßt. Vielleicht ist für euch beide ja auch das Singleleben mal nicht verkehrt?

    Ich weiß nicht, es fällt mir schwer, mir vorzustellen, wie man sich nach 8 Jahren Beziehung fühlen muß. Meine beiden Beziehungen waren drei und zweieinhalb Jahre lang, für mein Alter auch nicht unbedingt kurz, aber das ist ja KEIN Vergleich zu seiner SO langen Zeit... ich frage mich, ob es in einem gewissen Rahmen nicht "normal" ist, sich nach so langer Zeit nicht mehr wirklich viel zu sagen zu haben... ich frage mich sowieso, wie es da manchen Ehepaaren nach Jahrzehnten geht... klar, jede Menge Liebe und Vertrautheit ist da, aber wo bleibt da die Spannung?!

    Ich glaube, bei Paaren, die sich später kennenlernen, bleibt die Spannung dadurch länger erhalten, daß da nach mehreren Jahren, wenn also diese "Gewohnheitsphase" kommt, nochmal eine Menge Neues kommt - Zusammenziehen, Heiraten, Kinder... wenn man sich mit Anfang 20 kennenlernt, kommt da nach einigen Jahren, wenn alles paßt, nochmal ganz viel Aufregendes, mit Ende 20. Lernt man sich schon mit 15/16 kennen, heiratet man logischerweise in der Regel nicht drei Jahre später, und wenn nicht viel "Neues" kommt, können da 8 Jahre eben schonmal verdammt lang werden...

    Wie sieht denn euer Leben derzeit aus? Plant ihr Heirat und Zusammenziehen, wohnt ihr beide alleine, studiert ihr oder arbeitet ihr?

    Und: Du hast geschrieben, du verspürst einen Freiheitsdrang - worauf genau bezieht der sich denn? Andere Frauen? Reisen? Beruflich oder auch sonst nicht ortsgebunden sein? Oder einfach nur ein Wunsch nach Unabhängigkeit und Freiheit und Tun-und-Lassen-Können-was-man-will?
     
    #11
    Sternschnuppe_x, 8 Juli 2007
  12. Antony5
    Antony5 (35)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Ein bischen auf alles!
    Andere Frauen kennenlernen, einfach wochenends etwas unternehmen. Mit single-Freunden kann man einfach andere Dinge unternehmen, als mit Paaren.
    Nicht besser oder schlechter, einfach ANDERS.

    Ich gebe es auch zu, ja auch irgendwo im Hinterstübchen sind sexuelle Wünsche vorhanden, wenn auch nicht der Hauptgrund. Ich möchte einfach die Welt kennenlernen. Neue Leute treffen, neue Inspirationen holen. Einfach bei einer andere Frau aufwachen und alle Nuancen, die von meinem Alltag abweichen genießen.

    Andererseit frage ich mich dann auch, ob es diese Nuancen wert sind alles aufzugeben.
    SIe fragte mich auch nach der Affaire: Und? War der Sex so gut, daß du das ALLES aufs Spiel gesetzt hast?
    Ich musste leider mit nein antworten, auch wenn jetzt nur auf den Sex bezogen alles perfekt war!
    Aber so gut kann kein Sex der Welt sein, dies alles zu riskieren.

    Und welcher Mann denkt nicht ab und zu mal daran wie es wäre mit der ein oder anderen etwas anzufangen (als Abenteuer). Aber es gleich machen? Nein!

    Dennoch erwische ich mich andauernd dabei, wie ich an die Affaire zurückdenke. Ich wollte mit ihr NIE etwas längeres eingehen, aber....ich schäme mich dafür! Aber die Gedanken kommen einfach automatisch und ich verdränge sie immer so schnell es geht.

    Wir wohnn nicht zusammen, sie forciert aber nach der Affaire sie Suche nach einer gemeinsamen Wohnung, da sie nicht mehr möchte, daß ich unkrontrolliert bin - verständlicherweise.
    Wir studieren beide noch, allerdings mit gutem finanziellen Background. Ich bin jetzt bald fertig.

    Doch, wir sind absolute Beziehungstypen und brauchen beide eine Homebase.

    Die Frage ist eben auch, wie sehr sich das dann auf eine Trennung auswirkt. Vielleicht ist die Trauer und die Sehnsucht nach dem anderen so groß, daß man sie Singlezeit jetzt gar nicht mehr genießen kann.
    Gibt da auch so schöne Vergleiche von Kumpels.
    Sie meinen, wenn man in einer Beziehung sei, spreche man Frauen ganz anders an, viel Selbstbewusster und käme besser an. Ich denke das kann man auf ALLE Lebenslagen übertragen.
     
    #12
    Antony5, 8 Juli 2007
  13. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    2
    Single
    Nach dem, was du schreibst, geht es dir ja aber bei deinem Freiheitsdrang primär ohnehin nicht um Sex.
    Ist das Sexleben mit deiner Freundin denn nicht so, wie du es dir wünschen würdest? Bzw. konntest du dir mit deiner Affäre Wünsche erfüllen, die du mit deiner Freundin nicht erfüllen kannst?

    Ich muß ganz ehrlich sein: So, wie ich dich einschätze und wie du hier schreibst, kann ich mir kaum vorstellen, daß du NUR des Sex wegen fremdgehst, daß da kein weitergehendes Interesse, keine Gefühle, kein "Kribbeln" dabei war. Denn wie du schon gesagt hast, so gut kann kein Sex der Welt sein. Das hast du dir bestimmt vorher auch schon denken können. Trotzdem hast du's riskiert. Daraus schließe ich mal, daß da doch noch "mehr" gewesen sein muß; auch weil du noch immer an deine Affäre denkst.

    Wie ist das denn alles zustande gekommen, woher kennst du sie, wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen? (das ist jetzt übrigens nicht vorwurfsvoll gemeint; ich frage nur aus Interesse) Ich würde von mir nämlich auch sagen, daß ich insgesamt eher der "Beziehungstyp" bin, hatte noch nie einen ONS oder kurze Affären/Beziehungen. Und das einzige Mal, daß ich einem Freund fremdgegangen bin, war zu einem Zeitpunkt, als ich wohl innerlich schon deutlich weniger Gefühle hatte und mir irgendwie auch schon fast klar war, daß die Beziehung am Ende war; ich hab mich dann auch bei der nächsten Gelegenheit sofort von ihm getrennt (als ich vom Ausland nach Hause kam) - und für den anderen hab ich dann auch ganz schön Gefühle entwickelt. Also selbst der "Versuch einer Affäre" ist bei mir damit quasi gründlich gescheitert. Und zu dir scheint so eine "nur-Sex-Sache" irgendwie auch nicht zu passen, deshalb frage ich.

    Ich kann da geradezu herauslesen, wie sich bei dir alles sträubt innerlich bei diesem Gedanken. Sie "forciert" die Suche nach der gemeinsamen Wohnung, will nicht, daß du "unkontrolliert" bist... willst du auf dieser Basis dein weiteres Leben verbringen? Daß man nach 8 Jahren zusammenzieht, halte ich für absolut verständlich, aber die Motive sollten doch eigentlich andere sein als bessere Kontrollmöglichkeiten! :eek_alt:

    Na ja, aber ALLES kann man eben manchmal im Leben nicht auf einmal haben. Sichere Beziehung UND die Aufregungen des unabhängigen Singlelebens, beides gleichzeitig geht eben einfach nicht.

    Ich hatte selbst schon diesen Freiheitsdrang (und hab ihn auch jetzt noch sehr stark), das kam bei mir mit meinem Auslandsaufenthalt, und obwohl mein damaliger Freund mir wirklich 100%ig vertraut und mir alle Freiheiten gelassen, mich in allem unterstützt hat usw..., hab ich mich in der Beziehung irgendwie "eingesperrt" gefühlt. Das war nichtmal seine Schuld, er war gut im "Loslassen" und hat seine Unterstützung auch ernst und ehrlich gemeint, mir nie ein schlechtes Gewissen gemacht oder so. TROTZDEM hatte ich dieses Gefühl - ich wollte einfach unabhängig sein, mich nicht festlegen müssen, weggehen mit wem ich will, verreisen mit wem ich will, ins Ausland gehen können wann ich will, mein weiteres Leben organisieren, wie ICH es will, einfach ungebunden sein. Und dieses Gefühl ließ sich einfach nicht mit einer Beziehung vereinbaren, egal wie wenig einengend diese rein faktisch eigentlich war, das Gefühl blieb trotzdem.

    Na ja, irgendwann kann man das auch wieder... und irgendwie finde ich, zur Persönlichkeitsentwicklung gehört auch, daß man mal eine Trennung mitmacht und auf EIGENEN Füßen steht - nicht beruflich, sondern gefühlsmäßig.

    Dann muß man vielleicht nur lernen, auch als Single selbstbewußt zu sein. :zwinker:
     
    #13
    Sternschnuppe_x, 8 Juli 2007
  14. Antony5
    Antony5 (35)
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    Ist das Sexleben mit deiner Freundin denn nicht so, wie du es dir wünschen würdest? Bzw. konntest du dir mit deiner Affäre Wünsche erfüllen, die du mit deiner Freundin nicht erfüllen kannst?


    Sagen wir es mal so...die Affaire hat den besseren Körper, aber das ist absolut vernachlässigbar! Nur war es einfach besser, da meine Freundin ohne Sex gut leben kann, bzw. nie von ihr aus anfängt. Außerdem kommt es kaum noch dazu 2-3x in 2 Monaten.
    Wir wissen eben ganz genau was der andere will und genau so läuft es dann auch immer ab. Schön, aber auch schön eintönig.

    Klar ist mit einer Affaire erstmal alles besser. Zumal ich vorher KEINERLEI körperkontakt zu anderen Frauen hatte. Die Haptik ist anders, das Stöhnen ist viel ausgeprägter da. Man merkt wie es ihr RICHTIG Spass macht. Der Sex war auch ein bischen ausgefallen...

    Das was MEHR war, war einfach die Kennenlernphase und das ganze drum herum. Klar war ein kribbeln vorhanden, aber eher ob der ganzen Neuen Situation. Man schaut sich einfach anders an. Wenn man durch die Stadt läuft sieht alles anders aus. Aber dies alles VOLLKOMMEN ohne verliebt zu sein oder sich jemals mehr vorstellen zu können. Klingt komisch, ist aber so! Symphatie ist auf jeden Fall mehr vorhanden, aber sie ist einfahc überhaupt nicht mein Typ. Äußerlich auf jeden Fall, aber es fehlt eben etwas. Muss man nicht verstehen.

    Das fatale ist einfach auch die Affaire hat sich richtig in mich verguckt, aber ich habe ihr ganz klar gesagt für mehr bin ich nicht zu haben und sie muss es akzeptieren. Außerdem habe ich selbstverständlich den Kontakt erstmal abgebrochen. Paar mal geschrieben, aber von meiner Seite aus sehr distanziert, es ist unfair meiner Freundin gegenüber. Gesehen habe ich sie danach übrigens NIE mehr.
    Wie ich sie kennengelernt habe? Über ein paar Ecken. Sie hat meine Adresse von Bekannten bekommen und hat mich angeschrieben (per IM) Naja ich habe gleich abgewiesen aber sie ließ nicht locker. Naja und dann ist passiert, was ich 26 jahre davor völlig ausgeschlossen hatte. Die Vernunft in Person ist zum Gegenteil mutiert und ein Schalter wurde im Kopf umgelegt. Ich habe gar nichts mehr gedacht und gefühlt, sondern nur noch gemacht....leider und ich bereue es bis zum geht nicht mehr.

    So eine "nur-Sex-Sache" wäre gar nichts für mich, das ist richtig. Ich könnte mit niemandem ins Bett, den ich nicht ganz ausführlich kennengelernt habe. Damit meine ich wer diese Person genau ist, mit der ich das intimste Teile, was es zu teilen gibt.
    Vorher "läuft" bei mir auch gar nichts. Man sagt immer man kann Liebe und Sex nicht trennen. Bei mir ist es eher sehr starke Symphatie, Vertrauen und Sex.

    So einen Seiten sprung finde ich eigentlich viel schlimmer, als nur ein kurzer F**K nach der Disse, aber so blöd es klingt...ich schäme mich dafür aber kann es nicht mehr rückgängig machen. Das mindeste war es ihr zu beichten. Sie hätte es niemals rausbekommen, trotzdem wollte und musste ich es ihr sagen.

    Ist doch alles Murks.

    OT: Sollte man einer neuen Beziehung eigentlich beichten, daß man früher mal fremdgegangen ist? Ich wollte sowas wissen.

    Sind es auch nicht nur, aber ein großer Teil. Das verrückte ist, daß wir uns vor einem halben Jahr schonmal darüber unterhalten haben, dass ich Angst habe etwas zu verpassen und ich mich eingeengt fühle. Ich wollte einfach mit Kumpels weggehen und auch mal WE was alleine unternehmen. Sie hatte Verständnis und ich habe ihr Vertrauen mißbraucht. Damals sagte ich die salles noch ohne konkreten Hintergedanken. Was aber daraus wurde...nunja..

    Jetzt fühle ich mich noch eingeengter als vorher auch. Aber was soll ich sagen? Zu Recht! So eine scheisse wie ich verbockt nicht jeder und jetzt ist das die gerechte Strafe dafür. Man kann ja keinen Bockmist bauen und dann erwarten, daß jeder sagt, er könne alles nachvollziehen und jetzt sei es eh nicht mehr zu ändern. Strafe muss sein!
     
    #14
    Antony5, 8 Juli 2007
  15. Sternschnuppe_x
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    Single
    Dann mach doch mit deiner Freundin auch mal (wieder) was Ausgefallenes! Ist das bei euch nur in letzter Zeit (in den letzten Jahren) etwas "eingeschlafen", oder war es schon immer so, daß sie nicht so wirklich viel/oft Lust hatte? Habt ihr viel miteinander ausprobiert und beruhte der Wunsch nach neuen Variationen im Bett auch auf Gegenseitigkeit, oder hat sie nur "mitgemacht"?

    Ich muß ehrlich sagen, ich könnte mir nicht vorstellen, mich für den Rest meines Lebens zu binden, wenn ich kein befriedigendes Sexleben mit diesem Mann hätte. :schuechte_alt:

    Daß ein "besserer Körper" da auch nur den geringsten Unterschied macht, halte ich irgendwie auch für Quatsch. Guter Sex hängt nicht am perfekten Körper, an ein paar Kilo mehr oder weniger oder Modelmaßen. Da geht's viel mehr um Gefühle, um Ausstrahlung, um Spaß an der Sache, Erregung, Lust und gegenseitiges Verwöhnen. ABER: Ich erkenne mich in manchem wieder, was du sagst, und wenn du da nur ein bißchen so bist wie ich, dann kommt für dich "gefühlte Attraktivität" auch automatisch mit Zuneigung und Vertrauen und Interesse. Findest du denn deine Freundin überhaupt noch attraktiv und aufregend? Hast du noch Lust auf sie? (und ich schreibe jetzt bewußt nicht "ihren Körper", sondern "sie", weil ich denke, daß das eine mit dem anderen ohnehin sehr eng zusammenhängt) Hat sie sich sehr verändert in der Zeit, in der ihr zusammen seid? Waren ja 8 Jahre von der Teeniezeit bis Mitte 20, wenn ich da mich selbst anschaue und alte Fotos von mir, da war das ein RIESIGER Sprung, auch vom Aussehen her.

    Meinst du denn, sie hätte auch wieder mehr Lust auf Sex, wenn ihr wieder mehr Abwechslung reinbringen würdet? Oder blockt sie da schon ab? Redet ihr überhaupt über das Thema? Weiß sie, daß du euer Sexleben etwas wenig und eintönig findest? Und hat sich euer Sexleben verändert, oder war es schon immer so und es hat dir früher auch gereicht und stört dich jetzt erst, weil du und deine Bedürfnisse sich verändert haben?

    Das Gefühl kenne ich auch von meiner "quasi-Affäre" damals, nur daß ich nichts davon bereue. :schuechte_alt: Ich fand, es war schon irgendwie mal eine Erfahrung wert, Sex außerhalb einer Beziehung zu haben, es war einfach kribbelig und aufregend, es war kein wahnsinnig toller Sex und ich wußte hinterher dann auch, daß Sex MIT Gefühlen in einer ganz anderen Liga spielt, aber es gab irgendwie einen ganz besonderen "Kick", war unheimlich spannend und ja... einfach anders!

    Das habe ich so ziemlich wortwörtlich auch schon geschrieben. :zwinker: Früher war das bei mir Liebe und Sex, was für mich zusammenhing. Nach meiner Sex-ohne-Beziehung-Erfahrung, wo ich zu Anfang übrigens auch nicht verliebt war, hab ich das ganze auch auf keinen Sex ohne Sympathie, starke Zuneigung und große Vertrautheit ausgedehnt.

    Ja, das finde ich auch. Deshalb konnte ich damals meinem Ex-ex-Freund wohl auch so relativ leicht verzeihen, es war bei ihm nämlich auch eine Sache völlig ohne Gefühle, mit einer Frau, die nichtmal sonderlich attraktiv war, das war so eine betrunkene Spontanaktion mit bösem Erwachen, na ja, da kamen bei mir ohnehin keine "Konkurrenzgefühle" auf.

    Was hat das mit "beichten" zu tun? Man hat in der neuen Beziehung ja nichts falsch gemacht. Ich denke, wenn das Thema darauf käme, würde ich da bestimmt nicht lügen. Fehltritte kommen immer mal vor, und ich würde meinen Freund bestimmt nicht verlassen oder ihm irgendwie plötzlich mit Mißtrauen begegnen, nur weil er in einer früheren Beziehung mal fremdgegangen ist.

    Aber das kann doch nicht die Grundlage für eine Beziehung sein! "Strafe muß sein" bis in alle Ewigkeit oder bis sie sich irgendwann bequemt, dir die Ketten wieder abzunehmen?! Das war genau das, was ich oben meinte. Entweder, BEIDE schaffen es, die Sache VOLLSTÄNDIG abzuhaken. Oder sie werden ihres Lebens in der Beziehung nicht mehr froh. Es geht doch in einer Beziehung nicht darum, wer recht hat, wer dem anderen etwas "schuldet", wer "bestraft" werden muß. Eine Beziehung soll doch was Schönes sein, mit Vertrauen, und Kontrolle ist absolut kein guter Ersatz für Vertrauen! Eine Beziehung funktioniert nur auf der Grundlage von Vertrauen, gegenseitigem Respekt und Verständnis, auch TROTZ Fehlern und Fehltritten. Will man Kontrolle, Strafe und "das hast du jetzt auch verdient" zur Grundlage der Beziehung machen, ist sie zum Scheitern verurteilt.
     
    #15
    Sternschnuppe_x, 8 Juli 2007
  16. Antony5
    Antony5 (35)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Mein Sexleben würde ich als sehr progressiv betrachten. Typischer Sex ist für mich so aufregend wie ne leere Tüte Chips. Es muss schon versauter sein (nein, kein Dirty Talk ;-) ). Aber nur rein, vor und zurück und wieder raus - nein Danke!

    Ich brauche schon mehr. Sie ist dafür schon zu haben, aber eher passiv, weil ich es mir wünsche. Selbstverständlich reden wir über solche Dinge, wir reden über alles, wie es sich in einer guten Beziehung gehört.

    Aber da ich ja nun weiß, sie braucht das alles gar nicht, ist die sfür mich eine schwere Situation. Ihr macht es zwar Spass mit mir zu schlafen, aber sie kann auch gut ohne das ganze Leben. Das liegt nicht an mir, sondern an ihr selbst. Sie verwöhnt sich auch übrigens NIE selbst und hat es noch nie getan. Eine Art Assexualität-light.

    Als wrdest du jemandem ein Geschenk machen, aber er sagt dir er macht sich da nichts draus...

    Und gerade Sex ist so eine Kopf und Gefühlssache. Bei der Affaire (sie ist ja der einzige Vergleich) war alles ganz anders. Ihr hat man die Geilheit auf den Akt mit jeder Faser des Körpers angesehen. Für uns Männer ist das eine Bestätigung, die uns dann auch mehr Spass haben lässt. Wenn man dann noch gesagt bekommt es wäre auch für sie der beste Sex überhaupt gewesen ist das im Nachhinein für die gesamte Situation nicht besonders förderlich gewesen. Zum Glück ist bei mir Sex wirklich zweitrangig, auch wenn es in dem Moment wirklich die schönste Nebensache der Welt ist. Sehr paradox, gelle? ;-)

    Bei mir war es einfach der beste Sex den ich je hatte. Von der Location, der Frau, der puren Lust, die ich von ihr zu spüren bekam, der Stellungen, der Länge des Aktes...das ist fatal gewesen :-(


    Nein nein, so ist das auch nicht zu verstehen. Sie hat mir glaube ich in der zeit, seitdem ich es gebeichtet habe drei Mal eine Anspielung gemacht, sonst ist sie still und schluckt alles in sich hinein. Sie erwartet auch nicht von mir besondere Dinge, daß ich sie bediene von vorne bis hinten, ihr Geschenke mache oder sonstwas. Nein! Sie verarbeitet alles perfekt.

    ICH könnte das umgekehrt nicht so, das sage ich ganz ehrlich. Ich hätte mich von ihr getrennt.

    Aber alles ist auch eine Frage der Zeit. Nur kann ich doch jetzt nicht ihr Vertrauen erwarten, wenn ich alleine wegziehe. Obwohl ich NIE was machen würde, wenn ich alleine mit Kumpels weggehe. Ich flirte nichtmal rum.
    Aber dann so was krasses abziehen wie ich es getan habe...das passt einfach nicht zusammen. WIe sagt man da immer? Wenn dann richtig? Sehr sarkastisch!
     
    #16
    Antony5, 8 Juli 2007
  17. Ostwestfale
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hey.
    Du hast mein Mitgefühl.
    Wir waren in einer ähnlichen Lage,
    nur sie wollte Freiheit.
    Einfach mal spontan weg gehen ohne Rücksicht nehmen zu müßen, Bier trinken zu können ohne Rücksicht und all sowas.
    Halt Entscheidungen alleine treffen und nicht absprechen.
    Zack, waren auch 2 Jahre vorbei.
    Bitter und doof alles,
    aber es ist leider so.
    Ich habe das Gefühl,
    dass bei euch nach 8 Jahren mehr Gewohnheit als alles andere ist.
    Du bist jung, willst andere Frauen kennenlernen, Saufabende mitmachen ohne Schuldgefühle und so weiter.
    Aber das geht halt irgendwo besser ohne Beziehung, denn die engt da zumindest gedanklich ein.
    Ist bei ihr leider auch so und tut auch gut weh, ganz ehrlich.
    Aber ich denke,
    euer Weg ist da nun zu Ende bzw. geht nun erstmal alleine weiter.
    Das sollte vielleicht auch so sein, denn wenn es so sein soll werdet ihr euch wiederfinden und mit mehr Erfahrung lebt ihr nochmal ganz anders denke ich.
    Ich denke, auch wenn es schwer fällt, solltet ihr euch nicht festklammern und diesen Zustand ein Leben lang behalten.
    Du fühlst dich nicht wohl und sie macht auch keinen glücklichen Eindruck von deinem Schreiben her.
    Denk drüber nach und trennt euch vielleicht erstmal.
    Aber ohne Zeitaussage.
    Bleibt danach befreundet und wenn es in 1 Jahr oder mehr nochmal funkt könnt ihr es nochmal probieren.
    Aber bis dahin lebt euer Leben für euch und genießt die Erfahrungen,
    denn die kann später nichts und niemand ersetzen.


    Gruß
     
    #17
    Ostwestfale, 8 Juli 2007
  18. Chimaira25w
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hmm kann ich alles sehr gut nachvollziehen, was der TS dort schreibt. Mir geht auch nicht primär um Sex. Im Gegenteil, ich bin mit meinem Sexleben zufrieden. Doch der Reiz fehlt...Ich weiß aber aus Erfahrung, dass wenn man das Verlangen ausgelebt hat, man froh ist jemanden zu haben der einen so gut kennt wie kein anderer. Wo man sein kann wie man ist, wo man sich geborgen fühlt. Allerdings kommt früher oder später wieder der Teufel auf der linken Schulter zum Vorschein, der einen alles anders wahrnehmen lässt. Man ist auf einmal wieder neidisch auf die Singles, die am Wochenende die Sau raus lassen können und sowieso viel glücklicher sind (was natürlich nicht stimmt, wie wir an den vielen anderen threads hier erkennen können). Das perfide an der Sache ist, dass man sich darauf fixiert und denkt nichts könne einen glücklicher machen, als endlich wieder das tun zu können was man möchte...ohne Rücksicht auf Verluste.

    Was ich dem TS raten würde, wäre eine Trennung auf Zeit. Erst dann lässt sich erkennen, wie wichtig ihm seine Freiheit ist.
     
    #18
    Chimaira25w, 8 Juli 2007
  19. Antony5
    Antony5 (35)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Eine Trennung auf Zeit ist genauso schlimm wie eine normale Trennung.

    Und keiner von uns hat die Kraft sich zu trennen. Keiner will derjenige sein, der alles zerstört!

    @Chimaira25w: genau davor habe ich Angst. Ich laufe ja auch nicht blind durch die Welt un höre singles zu. Es dreht sich ständig im Kreis. Ist man single beneidet man Paare, ist man vergeben beneidet man Singles.
    Insofern müsste ich eigentlich sagen es wird nicht besser und mich zusammenraffen mit ihr zusammen zu bleiben.
     
    #19
    Antony5, 8 Juli 2007
  20. Ostwestfale
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hey antony.
    Du solltest es nicht immer so negativ sehen (sagt sich so leicht, ich weiß).
    Derjenige macht ja nichts kaputt.
    Er verändert es, weil es so ja kein Zustand ist.
    Oder möchtest du diesen Zustand bis ans Ende erhalten?
    Stell dir vor, es wird schlimmer und du gehst irgendwann echt fremd.
    Dann würdest du sie mächtig verletzen und es wäre schlimmer.
    Da ist doch eine gute Trennung um Welten besser bzw. sauberer.
    Und es muß nicht für immer sein,
    vielleicht merkt ihr auch beide was ihr da habt bzw. tobt euch aus und findet wieder zusammen.


    Gruß
     
    #20
    Ostwestfale, 8 Juli 2007

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