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Freund hat Depressionen

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von FraeuleinWunder, 5 Mai 2010.

  1. FraeuleinWunder
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    0
    vergeben und glücklich
    Ich hab ja schonmal einen Beitrag geschrieben, weil mein Freund keinen Oralsex mag - ich denke, weil er sich nicht richtig fallenlassen kann. Eigentlich wollte ich vor eineinhalb Wochen, als ich übers WE bei ihm war, mit ihm darüber reden aber seine Depressionen haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir sind seit etwa einem Jahr zusammen und ich weiß, daß er ab und an eine depressive Phase hat - also er ist nicht einfach nur schlecht drauf, er hat Depressionen und bekam auch früher schonmal Antidepressiva. Einen Burn-Out hatte er auch schon. Seit wir zusammen sind, habe ich zweimal bemerkt, daß er etwas anders ist, in sich gekehrt und voller Selbstzweifel. Für mich ist das nicht tragisch, ich will keine Schönwetter-Beziehung und bin gerne für ihn da, wenn er mich braucht. Jetzt ist es aber so, daß er seit eineinhalb Wochen, als ich bei ihm war, völlig in den Seilen hängt. Sein Job kotzt ihn an und er macht sich Gedanken um seine Eltern, sein Vater ist schwer krank. Ich weiß, daß er mich liebt und daß das alles nichts mit mir oder uns zu tun hat - und trotzdem beziehe ich es doch manchmal auf mich. Einfach, weil er mir in solchen Phasen (natürlich) nicht so oft sagt, daß er mich liebt oder sich auf mich freut. Ich habe einfach überhaupt keine Ahnung, wie man mit depressiven Menschen umgeht und er selbst hat Angst, daß das unsere Beziehung belastet. Hat jemand von Euch Erfahrung mit Depressionen und kann mir einen Tipp geben, wie ich damit umgehen soll? Ich mache ihm keine Vorwürfe, wenn er schlecht drauf ist und ich sage ihm ganz oft, daß es mich nicht stört und daß ich ihn liebe. Und wenn er sich selbst mal wieder nicht leiden kann dann sage ich ihm, was ich so toll an ihm finde und daß es nicht schlimm ist, wenn er sich manchmal nicht liebt weil ich ihn genug für uns beide liebe. Und doch habe ich Angst, daß das alles wirklich irgendwann zu einer Belastung wird - weil er Angst hat, daß er mir damit zu viel zumutet...
     
    #1
    FraeuleinWunder, 5 Mai 2010
  2. MyOwn
    MyOwn (31)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    0
    Single
    HI du, ich denke du solltest ihm immer wieder sagen das du ihn so annimmst wie er ist. Ich kenne Depressionen und wenn wirklich starke hat dann kann man oft selbst das nicht glauben. Aber es ist wichtig das du ihm zeigst das du für ihn da bist und ihm viele kleine Aufmerksamkeiten schenkst die er vielleicht auch gar nicht verdient hat. Es kann sein das er dich manchmal verletzt ohne das er das merkt, das darfst du dann wirklich nicht auf dich beziehen. Wie du schon gesagt hast kann jemand der sich selbst nicht liebt auch keine Liebe weitergeben deshalb denke ich ist es das beste wenn du ihm gerade in solchen phasen ganz viel Liebe schenkst. Versuch mit ihm darüber zu reden und sag ihm das er dich in solchen zeiten nicht enttäuschen kann weil du weiß woran es liegt. Ich denke er macht sich dann auch selbst für sein verhalten verantwortlich und mag sich noch weniger. Deshalb ist es wichtig das du ihm gerade in solchen zeiten mehr gibst als normal.
    Hoffe ich konnte dir etwas helfen.
     
    #2
    MyOwn, 5 Mai 2010
  3. User 95608
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.715
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    3.949
    vergeben und glücklich
    Hallo Fräulein Wunder, ich würde Dir ja aus dem Bauch raus raten, schnellstmöglich Land zu gewinnen und die Beziehung zu beenden. Mit einem von Grund auf depressiven Menschen bist Du immer der Geber, niemals der Nehmer. Ähnlich wie mit einem Alkoholkranken zusammen zu sein ...

    Aber natürlich lässt man jemanden nicht im Stich, wenn man ihn liebt. Und lieben sollte man jemanden wirklich, der in seiner Depression gefangen ist, sonst ist man immer nur unglücklich ... Will man also riskieren an der Partnerschaft festzuhalten, sollte man sich gründlich informieren (Selbsthilfegruppe, Bücher), um nicht an sich selbst zu zweifeln.

    Um Depressionen geht es auch in diesem Therad - vielleicht schaust Du einfach mal rein:
    jegliches interesse an frauen verloren
     
    #3
    User 95608, 5 Mai 2010
  4. User 78196
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Beziehe seine Probleme auf keinen Fall auf dich! Wenn du das nicht in den Griff bekommst, würde ich dir auch eher zur Trennung raten.

    Wenn er nichts psychisches hätte, sondern eine Grippe: Würdest du sein Fieber dann auch auf dich beziehen?
    Ich gehe mal davon aus, dass es nicht so wäre. :zwinker:
    Psychische Krankheiten und physische haben eins gemeinsam: Du kannst nichts dafür. - Du kannst ihn allerdings auch nicht da rausholen.

    Es ist zwar schön, dass du "für ihn da" bist, wenns ihm schlecht geht, aber bilde dir bitte nicht ein, dass du an seiner Laune großartig was ändern kannst. Ich würde sagen, du solltest dich nur um ihn kümmern, wenn er das wirklich will. Wenn nicht, mach dir einen schönen Tag (oder versuchs zumindest) und lenk dich ab, damit du dich nicht von ihm runterziehen lässt.
    Stell dir vor, er merkt, dass er dich mit seinen Problemen runterreißt: Das würde seine Laune auch nicht heben - im Gegenteil. Das könnte ihn tiefer reinziehen und damit dich auch wieder trauriger machen. Und schon befindet ihr euch in einem Teufelskreis, in dem auch irgendwann die Liebe kaputt geht.

    Das Einzige, was du mMn wirklich tun solltest, ist ihn dazu zu bringen, sich einen Therapeuten zu suchen. Oder sich zumindest für den Anfang erstmal Medikamente verschreiben zu lassen.
    Sollte er das auf längere Zeit ablehnen: Trennung.
    Was du auch bedenken solltest: Depressionen sind nicht nicht immer die Ursache, sondern meistens ein Symptom. Da muss noch etwas anderes dahinter stecken. Und -was immer es ist- es kann sich im Laufe der Zeit noch verschlimmern.
    Deswegen nochmal: Er braucht Hilfe! Nicht von dir, sondern von einem Profi!

    Off-Topic:
    Diese Infos beruhen auf Erfahrung.
     
    #4
    User 78196, 5 Mai 2010
  5. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Leider kannst du einem depressiven Menschen gar nicht helfen!
    Damit musst du dich zuallererst mal abfinden.
    Selbst ausgebildeten Leuten sind da oft die Hände gebunden. Ist dein Freund denn in Behandlung? Denn nur mit Antidepressiva ändert man da nichts. Es braucht eine Therapie, Gespräche u.ä. und selbst dann gibts keine Erfolgsgarantie. Leider. :geknickt:

    Dir kann ich wirklcih nur raten: Pass auf dich auf!
    Seine depressiven Phasen machen dich letztlich kaputt. Dass du das alles letztlich auf dich beziehst, ist logisch und das würde wohl jeder machen. Und hilflos daneben stehen zu müssen, macht einen ebenfalls kaputt.
    Dein Freund kapselt sich ab, vielleicht auch, weil er weiß, dass du ihm nicht helfen kannst.
    So groß deine Liebe auch sein mag, aber Liebe allein reicht nicht aus, um Depressionen zu heilen. Und grade das wird dich letztlich auch kaputt machen und du musst da wirklcih auch an deinen eigenen Schutz denken!!!
    So egoistisch darfst und musst du sein, denn deinem Freund ist nicht geholfen, wenn du dich aufopferst und mit runterziehen lässt.

    Er muss sich in Therapie begeben, wenn er das nicht schon ist. Die Therapie muss er machen, auch mit vollem Einsatz. Er muss willig sein, seine Probleme in den Griff zu bekommen, dann schafft er es vielleicht.
    Auf gefühlstechnischer Ebene ist er im Moment sicherlich nicht 100%ig "einsatzfähig", deswegen solltest du dir schon ernsthaft überlegen, ob du mit seinem Problem auf DAuer klar kommen kannst und willst. Es ist eine starke Belastung. Du kannst dich nur raushalten. DAs ist das einzig richtige, was du tun kannst. Wenn du das schaffst, bitte, aber unterschätz die Belastung nicht! Leider weiß ich wovon ich rede. :geknickt:

    Alles Gute!
     
    #5
    krava, 5 Mai 2010
  6. FraeuleinWunder
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Erstmal danke für Eure Antworten :smile:

    @ MyOwn: ich schenke ihm genug Aufmerksamkeit, wir telefonieren täglich mindestens 2 Stunden und sehen uns im Moment alle 2 Wochen. Ich zeige und sage ihm, daß ich ihn liebe und daß ich für ihn da bin und es kommt auch oft vor, daß ich mir eine Stunde lang anhöre, wenn er von der Arbeit und seinen Problemen erzählt. Ich sage ihm immer wieder, daß ich ihm nicht helfen kann aber daß ich ihm immer zuhöre(n werde). Natürlich ist das ein Teufelskreis, wir sehen uns nur alle zwei Wochen und dann schlägt das alles noch auf unser Sexualleben... und natürlich baut er jetzt auch Druck auf und denkt, daß wir ja am WE unbedingt miteinander schlafen müssen weil wir das beim letzten mal nicht getan haben. Dabei ist mir das garnicht so wichtig und ich sage ihm immer wieder, daß er sich deswegen keinen Stress machen muß.

    @ Trouserbond: ich kann ihn doch nicht einfach so deswegen verlassen. Ich bin 30, ich war verheiratet und hatte 2 lange Beziehungen und keinen der Männer habe ich so geliebt wie ihn. Es ist wunderschön mit ihm - wieso sollte ich das alles wegwerfen? Ich weiß, daß ich ihm nicht helfen kann aber ich muß versuchen, mir selbst zu helfen. Ich muß lernen, wie ich damit umgehen kann. Ich weiß, daß das alles nicht leicht ist - aber mit einem Menschen zusammen zu sein, der perfekt ist, das kann jeder, oder? :zwinker: Iich bin selbst aus anderen Gründen in der Therapie und werde mit meiner Therapeutin darüber reden, sie kann mir vielleicht helfen oder Bücher empfehlen.

    @ Kuroi: ich beziehe es nicht direkt auf mich. Ich weiß, daß er es mir sagen würde, wenn etwas wäre. Es ist eben einfach nur komisch, wenn wir normalerweise die Tage zählen, bis wir uns sehen und jetzt habe ich das Gefühl, daß er sich nicht auf mich freut. Ich weiß, daß das Quatsch ist, ich habe ihn auch darauf angesprochen und er sagte, daß er sich natürlich auf mich freut aber mir das im Moment nicht so zeigen kann. Als ich ihn kennenlernte, ging es ihm richtig schlecht und er hat mir auch schon mehrmals gesagt, daß unsere Liebe ihm hilft und daß es ihm ohne mich viel schlechter gehen würde. Ich muß einfach nur versuchen zu verstehen, daß es nichts mit mir zu tun hat. Vielleicht hast Du recht und ich sollte es einfach mit einer Grippe vergleichen :zwinker:

    @ krava: im Moment ist er nicht in Behandlung, aber er war früher bei einem Therapeuten. Ich denke, ich werde ihm sagen, daß ich für ihn da bin aber er sich helfen lassen muß. Natürlich zieht es mich mit runter, wenn es ihm schlecht geht. Aber es ist dann so, daß ich für ihn die Starke bin und mir dann eben meine Gedanken mache, wenn ich abends im Bett liege. Wenn wir zusammen sind und er durchhängt, dann gibt er sich sehr goße Mühe, mich das nicht merken zu lassen. Aber natürlich merke ich das doch - aber was bringt es mir, wenn wir uns nur alle zwei Wochen sehen und ich dann sage 'Ich lass dich lieber mal alleine.'? Dann hätte er ein schlechtes Gewissen, weil ich den weiten Weg gefahren bin um dann wieder nach Hause zu fahren. Ich bin gerne bei ihm - auch, wenn es ihm schlecht geht. Vielleicht sollte ich mir wirklich nur alle seine Sorgen und Probleme anhören und mich ansonsten raushalten...
     
    #6
    FraeuleinWunder, 5 Mai 2010
  7. User 87573
    User 87573 (28)
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Ja, es ist schwer einen depressiven Menschen als Partner zu haben- aber ich denke wenn das jemand ist, bei dem man sich sonst wirklich wohlfühlt dann sollte man das Risiko einer solchen Beziehung schon eingehen.
    Man würde ja auch niemanden verlassen, der zB Epileptiker ist und ab und an Anfälle hat, nur weil er krank ist.

    Wichtig ist allerdings immer, sich bewusst zu machen, dass man selbst an der Siutation NICHT SCHULD ist, und dass die Depresiion nichts mit der Beziehung zu tun haben muss.
    Gerade wenn man vom Partner dann keine lieben Worte mehr hört, eventuell auch angeschnauzt wird, wenn man ihm in den Allerwertesten tritt, damit er wieder ein bisschen was macht und sich nicht hängenlässt dann ist das schwer das nicht auf sich selbst zu beziehen (und das sag ich dir aus eigener Erfahrung, und ich kenne (leider) beide Kehrseiten der Medaille), aber das MUSS man können. Sonst kannst du das auf Dauer nicht durchhalten. Ich weiß, gerade Frauen neigen dazu, alles auf sich zu beziehen, aber man muss da mal loslassen können und sich ganz rational sagen, dass die Depression nichts mit einem selbst zu tun hat und dass der Partner auch aus Selbstschutz oder weil er während der Depression mit allem überfordert ist so handelt.
     
    #7
    User 87573, 5 Mai 2010
  8. krava
    krava (35)
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    Sorry, aber den Vergleich finde ich denkbar schlecht. Epilepsie wirkt sich normalerweise nicht groß auf die Psyche aus und verändert einen Menschen bestenfalls indirekt.
    Depressionen verändern einen Menschen aber direkt, erst recht, wenn er nicht in Behandlung ist und keine ADs nimmt.
    Mir wäre jeder Epileptiker als Partner lieber als jemand mit Depressionen!
     
    #8
    krava, 5 Mai 2010
  9. User 87573
    User 87573 (28)
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    nicht angegeben
    Ich gehe schon davon aus, dass der Freund der TS wegen der Depressionen in Behandlung ist, sonst hätte er wohl nicht schon Antidepressiva bekommen. Das sind ja keine Gummibärchen aus der Drogerie an der Ecke :zwinker:

    Und wenn das unter Beobachtung/Behandlung ist dann ist das meiner Meinung nach schon eine Krankheit wie jede andere. Egal ob körperlich oder geistig- hab ich eine Krankheit gehts mir eben schlecht, egal in welcher Form. So muss man eben auch Depressionen sehen, denn sonst kann man ja gleich mit der Diagnose Depression eine Beziehung aufgeben nur weil derjenige sich verändern könnte oder man selbst es nicht ertragen könnte. Und ich finde es schon besorgniserregend, wenn hier die Mehrheit in einer bereits einjährigen Beziehung in der sonst eigentlich alles gut läuft deshalb gleich die Trennung vorschlägt.

    Ich denke, die Frage hier ist eher: mit welcher Krankheit des Partners kann die TS umgehen?
    Viele Leute hätten zB kein Problem damit, mit einem Epileptiker, Diabetiker oder Asthmatiker zusammen zu sein, da hätte (bzw hatte ich bei einem Exfreund mit Diabetis) ich immer ein ungutes Gefühl ob ihm jetzt doch nichts passiert und würde mir Sorgen machen. Depressionen sind zwar auch nicht schön, aber für mich persönlich erträglicher.

    Da ich selbst betroffen bin, sowohl was die eine Seite (Depressionen beim Partner), als auch was die andere Seite (selbst Depressionen) angeht kann ich nur sagen: die meisten Menschen wissen nicht, wie sie mit einem Menschen mit Depressionen umgehen sollen, sie verstehen das nicht, das ist nicht Gesellschaftstauglich und es ist leichter, dem Ganzen einfach aus dem Weg zu gehen und es totzuschweigen.

    Die einen halten einen für einen Hypochonder und sagen dass es jedem mal schlecht geht, man solle sich nicht so anstellen. Die nächsten sind hypervorsichtig in deiner Gegenwart und man merkt geradezu, dass sie einen für nicht voll zurechnungsfähig und unmündig halten.
    Und selbst wenn man es schafft, den Anderen ganz normal zu behandeln bleibt eben immer dieses Problem, das ganze auf die Beziehung oder auf sich selbst als Person zu beziehen, was man aber nicht darf, weil es einen sonst mit runterzieht und auf Dauer kaputt macht.

    Wenn mein Freund mir erzählt, dass es ihm wieder schlecht geht, er nur noch müde ist, sich überfordert fühlt, ihm alles zu viel wird und er den ganzen Tag am liebsten im Bett bleiben würde dann bleibt mir nicht viel, was ich tun kann. Aber dass man nicht viel tun kann und auch nicht viel helfen kann ist eben NICHT die eigene SCHULD ODER das VERSAGEN als Partner, das ist schlicht und einfach die Krankheit.
    Das einzige was man tun kann ist denjenigen im Arm halten und ab und zu mal durch kleine liebgemeinte Arschtritte das alltägliche Leben erleichtern, wenn derjenige das in dem Moment zulässt oder von einem einfordert.
     
    #9
    User 87573, 5 Mai 2010
  10. krava
    krava (35)
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    Die kriegt man normalerweise vom Neurologen und das heißt nicht zwangsläufig, dass man auch ein Psychotherapie macht.
     
    #10
    krava, 5 Mai 2010
  11. User 87573
    User 87573 (28)
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Ich hab mit in Behandlung auch nicht unbedingt (nur) an eine Psychotherapie gedacht:smile:.

    Allerdings arbeitet ein guter Neurologe denke ich doch eng mit Psychotherapeuten zusammen (also kenne ich das bei meiner Psychotherapeutin und Neurologin so und auch bei der einer Freundin) bzw kann entscheiden ob eine Therapie neben der Medikation angebracht ist.
     
    #11
    User 87573, 5 Mai 2010
  12. FraeuleinWunder
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    @ Caelyn: natürlich will ich das mit ihm zusammen durchstehen. Ich liebe ihn und es ist alles wirklich wunderschön. Wir kennen uns zwar schon fast ein Jahr aber dadurch, daß wir eine Fernbeziehung führen ist es klar, daß wir uns noch nicht so gut kennen wie ein Paar, das sich mehrmals die Woche sieht. Deshalb bin ich manchmal etwas unsicher weil ich nicht weiß, ob er mir wirklich sagen würde, wenn ihn etwas stört. Den Fall hatten wir nämlich noch nicht, wir haben uns noch nie gestritten. Aber ich werde mir zu Herzen nehmen, daß ich nicht schuld daran bin und auch nicht mehr danach frage, das zieht ihn sicher noch mehr runter sonst.

    Er ist im Moment nicht in Behandlung, er war früher bei einem Therapeuten aber ich werde mit ihm darüber sprechen, daß das sicher die beste Lösung wäre, wenn er da wieder hingeht.
     
    #12
    FraeuleinWunder, 5 Mai 2010
  13. User 87573
    User 87573 (28)
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Ich hoffe sehr, dass ihr beiden das zusammen hinbekommt und dass bald zwischen euch auch die nötige Offenheit herrscht, um das zusammen durchzustehen.
    Ich weiß, dass das sehr schwer werden kann, aber für die richtige Person lohnt sich das definitiv.
    Wenn man auch manchmal das Gefühl hat schuldig zu sein oder zu wenig getan zu haben oder ähnliches dann muss man sich sagen, dass in dem Moment einfach nicht stimmt und muss rational rangehen. Und wenn der Partner einen sonst in 1000 anderen Situationen glücklich macht, dann weiß man was man aneinander hat und wofür es sicht lohnt, auch mal schlechtere Tage zusammen durchzustehen:smile:
    Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg bei der Unterstützung deines Freundes und hoffe ihr bleibt noch lange (glücklich) zusammen :smile: !
     
    #13
    User 87573, 5 Mai 2010
  14. Aily
    Benutzer gesperrt
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    Verliebt
    @FraeuleinWunder:
    hier sind je schon eine Menge Beiträge verfasst worden und vielleicht auch schon alles gesagt, aber ich will doch noch meinen Senf dazugeben.

    Depressive Menschen haben (meist) ein riesiges Problem mit Gefühlen. Gefühle zeigen, Gefühle wahrnehmen etc. also alles, was irgendwie damit zu tun hat. Und ihre Welt ist voller (Selbst-)zweifel und Negativität... aber viel mehr auszuführen hätte wohl keinen Sinn, da selbst Fachleute sagen, dass man sich nicht in einen Depressiven hineinversetzen kann, wenn man es nicht irgendwann mal selbst erlebt hat.
    Ich glaube der einzige Rat, den ich dir geben kann, ist zu schauen, dass du versuchst, einfach da zu sein für ihn und ihn nicht irgendwie dazu zwingst, die Welt doch mal positiver zu sehen, denn daraus wird nichts, wenn er selbst nicht dazu bereit ist.
    Dass das eine Belastung für eine Beziehung ist, muss man wohl nicht mehr dazu sagen.
     
    #14
    Aily, 5 Mai 2010
  15. grisu"w"
    grisu"w" (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    93
    1
    nicht angegeben
    hallo!

    das allerwichtigste ist das du für ihn da bist wenn er dich braucht, aber auch das du dir hin und wieder mal zeit für dich nimmst. wie schon die anderen gesagt haben du kannst nichts dafür, und noch weniger dagegen machen.
    wenn er noch nicht in therapeutischer behandlung ist, ermutige ihn dazu. Tabletten helfen oft nur kunzfristig weiter und haben oft auch erhebliche nebenwirkungen. insofern er keine stoffwechselstörung im gehirn hat bringen antidepresiva sowieso nichts.
    wenn du ihn wirklich liebst werdet ihr das durchstehen.

    lg
    grisu"w"
     
    #15
    grisu"w", 6 Mai 2010
  16. FraeuleinWunder
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    0
    vergeben und glücklich
    @ Caelyn: Dankeschön :smile: Ja, er macht mich sehr glücklich und er hat mir auch noch nie irgendwelche Vorwürfe gemacht und ist auch sonst nicht 'gemein' zu mir, wenn er eine depressive Phase hat. Als ich bei ihm war und er in ein kleines Loch fiel, da war er sogar eher noch kuschelbedürftiger :zwinker:

    @ Aily: Er ist allgemein jemand, der nicht so gut über Gefühle sprechen kann, das stimmt. Es kommt eher vor, daß er mir einen Brief schreibt, in dem steht, daß er mich liebt. Aber er zeigt mir, daß er mich liebt. Und Selbstzweifel hat er auch, keine Frage. Als wir uns zum ersten mal trafen da hatte er wochenlang vorher Angst, daß ich schreiend weglaufe, wenn ich ihn sehe - obwohl ich ein Bild von ihm gesehen hatte und gesagt habe, daß ich ihn sehr attraktiv finde... also zumindest das, was ich auf dem Bild gesehen habe :zwinker: nein, ich versuche nicht ihm zu sagen, daß er alles positiv sehen soll. Da weiß ich selbst, daß es Quatsch ist. Er ist ein kleiner Pessimist und damit muß ich leben - da ich aber die wahrscheinlich größte Optimistin unter der Sonne bin, gleiche ich seinen Pessimismus wieder aus *ggg*

    @ grisu"w": ich habe gestern abend mit ihm geredet und er sagte mir, daß er von den ADs sehr starke Nebenwirkungen hatte und sie deswegen abgesetzt hat. Aber eine Therapie wäre sicher hilfreich und ich werde wie gesagt auch mal mit meiner Therapeutin darübersprechen. Sie kann mir sicher zumindest ein bißchen helfen und mir Tipps geben, wie ich damit umgehen soll.
     
    #16
    FraeuleinWunder, 6 Mai 2010
  17. User 78196
    Meistens hier zu finden
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    189
    nicht angegeben
    Diesen Satz halte ich für gefährlich.
    Liebe kann ihn leider auch nicht heilen und die TS hat keinen Einfluss auf seinen Zustand. Selbst die stärkste Liebe der Welt kann an soetwas kaputt gehen. Besonders wenn der Kranke sich keine Hilfe holt und immer tiefer hineinschlittert (was ich nicht hoffe).
     
    #17
    User 78196, 6 Mai 2010
  18. User 95608
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    3.949
    vergeben und glücklich
    Wir Frauen neigen leicht dazu, bei "bedauernswerten" Partnern in eine Art "Mutterrolle" zu schlüpfen. Liegt ja in unserer Natur behüten zu können und eigene Ansprüche komplett zurückzustellen. Frau wächst an ihren Aufgaben ... bla bla bla. Jaaa, wir Mädels können ganz schön auffahren und echt lange durchhalten.

    Allerdings kann das in einer Beziehung, bei dem Frau ja eigentlich Geborgenheit und Schutz bei ihrem Gefährten sucht, auch irgendwann in Frust umschlagen.

    Von daher sollte man gut überlegen, was man von einer Partnerschaft erwartet, bevor man das "Schutzobjekt" irgendwann verlässt, weil man sich was ganz anderes wünscht. Dann tut man dem Menschen viel schlimmeres an, als hätte man ihn gleich verlassen und ihm damit vielleicht eher die Möglichkeit gegeben, von alleine wieder hochzukommen.

    Viel Glück für die TS
     
    #18
    User 95608, 6 Mai 2010
  19. FraeuleinWunder
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    34
    31
    0
    vergeben und glücklich
    @ Trouserbond: er ist kein Schutzobjekt. Normalerweise ist er sehr selbstbewusst, frech und tritt mir in den Hintern, wenn ich etwas schleifen lasse. Manchmal kann er auch ganz schön arrogant sein :zwinker: Selbstzweifel hat er nur, wenn er depressiv ist.
     
    #19
    FraeuleinWunder, 6 Mai 2010
  20. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
    42.913
    898
    9.083
    Verliebt
    Was heißt nur?
    Das ist doch ganz logisch. Jeder Mensch hat nur dann Selbstzweifel, wenn die Stimmung im Keller ist. Wer obenauf ist, der zweifelt auch nicht.
    Die Frage ist nur, wie oft solche Tiefs bei deinem Freund vorkommen und wie ausgeprägt sie sind.
     
    #20
    krava, 6 Mai 2010

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