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  • Recon
    Recon (36)
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    vergeben und glücklich
    10 Oktober 2007
    #1

    Freundin hat Probleme im Job

    Hallo zusammen,

    vor einiger Zeit habe ich hier geschrieben, dass meine Freundin einen Job sucht. Nach langer schwieriger Suche hat sie nun seit fast sechs Wochen einen.
    Leider hat sie in diesem aber ein großes Problem - und das ist ihr Chef. Er ist ein Choleriker, der immer aus einer Mücke einen Elefanten macht. Dazu kommt noch, dass er praktisch ständig unverschämte Bemerkungen über seine Mitarbeiter macht, so z. B. "Sind denn hier alle blöd? Sie denken ja alle nur an den Feierabend!" usw.

    Meine Freundin ist deswegen natürlich sehr angefressen und zu dieser enormen nervlichen Belastung kommt nun noch, dass sie seit Montag stark erkältet ist. Trotz Erkältung geht sie zur Arbeit und als Dank dafür, bekam sie heute gewissermaßen die Mittagspause gestrichen, weil ihr Chef Kundenbesuch hatte und sie dann zur Verfügung stehen muss! Das ist natürlich eine bodenlose Frechheit!

    Aufgrund dieser und einiger anderer Vorfällle will sie natürlich nicht mehr bei der Firma bleiben. Dummerweise hat sie aber keine Aussicht auf eine andere Arbeitsstelle und aufgrund der Tatsache, dass sie im Februar ihr Referendariat beginnen wird, wird sie wohl auch kein anderes Unternehmen für 3-4 Monate einstellen. :-( Es war schon ein Problem diesen Job zu bekommen.

    Ich verstehe meine Freundin nur zu gut. Schließlich hatte ich vor ein paar Wochen ähnliche Probleme auf der Arbeit, die ich aber klären konnte. Bei ihr ist dies, da ihr Chef ja ein Choleriker ist, nicht so einfach möglich.
    Auf der anderen Seite muss ich sagen, wäre es nun unter finanziellen Gesichtspunkten fatal, wenn sie kündigen würde! Arbeitlosengeld I bekäme sie keins. Somit bliebe nur Hartz IV und das ist, aus meiner Sicht, keine Alternative.

    Jetzt rede ich ihr schon seit Tagen gut zu, in der Hoffnung, dass sie bis Februar durchhält. Doch mittlerweile gehen mir die Ideen aus und die Situation wird für sie auch immer belastender.
    Habt ihr noch eine Idee, was ich bzw. sie tun könnte?

    Danke schonmal!
     
  • Mona89
    Mona89 (28)
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    nicht angegeben
    10 Oktober 2007
    #2
    Hier wird es wieder einmal klar: Keiner dankt es dir, wenn du krank zur arbeit gehst. Warum geht sie denn in die Arbeit wenn sie krank ist? Hat diese Firma keinen Betriebsrat, mit dem sie reden könnte? Irgendwas sollte sie sich aber einfallen lassen, weil unter diesen Umständen, ist normal arbeiten praktisch unmöglich. Ich würde sowieso nicht arbeiten, wenn ich krank wäre - ich habe aber auch keinen solchen chef.

    Ich an ihrer stelle würde mal mit dem betriebsrat oder mit einem kollegen darüber sprechen, denn zu zweit kann man mehr ausrichten als alleine!!
     
  • Recon
    Recon (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    10 Oktober 2007
    #3
    Betriebsrat gibt es meines Wissens nicht, was sicher an dem Chef liegt, der mit seinem Verhalten die Gründung eines solchen verhindert.
    In der Firma herrscht auch eine hohe Fluktuation: Bis auf 3 Leute ist niemand länger als 5 Jahre in der Firma. Erst kürzlich haben zwei Leute die Firma nach 2 bzw. 3 Jahren Zugehörigkeit verlassen.
    Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

    Ja, grundsätzlich schon. Allerdings wird das in der Firma wohl nicht funktionieren. Ihr wurde geraten, den Chef einfach brüllen zu lassen und es nicht persönlich zu nehmen. Ist natürlich auch ein Weg, aber auf Dauer sicher keine zufriedenstellende Lösung.
    Dieses Prinzip wenden dort aber wohl alle an.
     
  • User 48403
    User 48403 (48)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    10 Oktober 2007
    #4
    Der Fall erinner mich ein wenig daran, als ich vor einigen Jahren an meinem Job angefangen hatte, nur um einiges heftiger:
    - Mein Chef hatte an allem was auszusetzen
    - Der Direktor war ein Choleriker, der nur rumschreite und niemanden zu Wort kommen liess
    - Mein Mitarbeiter hatte mich 3 Jahre lang gemobbt
    - Wenn ich krank war, wurde mir vorgeworfen, ich hätte keine Lust zum Arbeiten (Trotz Krankenschein!)

    Die Folgen: Ich war nervlich und physisch ein Wrack und war drauf und dran, alles hinzuschmeissen.
    Aber das konnte ich nicht tun, denn ich hatte eine Familie zu ernähren, ich konnte es mir also nicht leisten, auf der Strasse zu sitzen.

    Glücklicherweise ist es heute besser, da wir jetzt in der Chefetagen anderes Personal haben, das sind wenigstens halbwegs normale Leute.

    Was Deine Freundin betrifft, ist das für sie auch schwierig. Aber ich denk mal, dass sie Ausschau danach halten soll, ob sich in naher Zukunft ein anderer Job anbietet. Und sich ein dickes Fell anlegen, auch von Chefs braucht man sich nicht alles gefallen zu lassen. Ist sie denn in einer Gewerkschaft, an die sie sich wenden könnte?
    Was Krankheit betrifft, solange sie ein ärtzliches Attest aufweisen kann, ist sie nicht verpfichtet, am Arbeitsplatz zu erscheinen. Ich war damals auch oft arbeiten gegangen, obwohl ich krank war. Aber ich hatte mir das auch schnell abgewöhnt. Wenn ich erkältet bin, ab zum Arzt, und er schreibt mich - sofern nötig - krank.

    Kein Job der Welt ist es wert, dass man sich seine Gesundheit ruiniert.
     
  • Recon
    Recon (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    10 Oktober 2007
    #5
    In einer Gewerkschaft ist sie nicht. Das käme wohl genauso schlecht wie Betriebsrat.
    Ich denke, sie wird morgen auch zum Arzt gehen und der wird sie dann wohl krank schreiben. In dem momentanen Zustand kann sie sowieso nicht wirklich arbeiten.

    Aber das Grundproblem bleibt: Sie wird wohl für die kurze Zeit von 3-4 Monaten keinen vernünftig bezahlten Job finden. Vor diesem Job hat sie zwei Wochen als Produktionshelfer bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet - zum Hungerlohn.
    Das ist auch keine Alternative, denn was man da verdient ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.
     
  • ~Ella~
    ~Ella~ (33)
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    nicht angegeben
    10 Oktober 2007
    #6
    ....
     
  • Recon
    Recon (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    10 Oktober 2007
    #7
    Ja, das sehe ich auch so. Nur sie beharrt darauf, dass sie es nicht so lange aushält. Das Thema ist natürlich eine Kopf- bzw. Einstellungssache.
    Ich denke schon, dass sie - den Willen dazu vorausgesetzt - es schaffen kann.
     
  • tomas
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    10 Oktober 2007
    #8
    bevor sie wirklich gesundheitlich noch grösseren schaden nimmt, sollte sie sich wirklich krankschreiben lassen.
    das problem ist das man nie weiß, wie es in der nächsten firma ist.
    ich habe da in der vergangenheit schon einige dinge erlebt.
    so hart es ist, wird sie sich die paar monate wohl durchbeissen müssen und ihr ohr auf durchzug schalten.
    natürlich sollte sie sich parallel bei anderen firmen bewerben.
    viel glück !
     
  • nestea
    nestea (31)
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    Verheiratet
    10 Oktober 2007
    #9
    das is eine schwierige situation. was du selber ja weißt und die anderen schon gesagt haben, sie sollte die zähne zusammenbeißen. wenn sie immer wieder davon redet, dass es einfach nur scheisse ist, dann geht das sowieso nicht. kann sie vielleicht in eine andere abteilung? bei nem anderen chef?
    ich hatte auch 3 jahre einen job, bei dem ich am liebsten mal mit einer kettensäge vorbeigekommen wäre. aber ich hab mir fest vorgenommen (und auch eingehalten), nach den 8 stunden rauszugehen und einfach nicht mehr dran zu denken. die 8 stunden hab ich dann einfach runtergespult.

    wenn sie sowieso keine anerkennung bekommt für gute arbeit und eigentlich immer behandelt wird, als ob sie fehler mache, dann soll sie einfach ihre arbeit erledigen und sonst nichts. wenn es nicht in ihr arbeitsgebiet fällt, dann hat sies nicht zu machen. sie sollte sich vielleicht doch einer gewerkschaft anschließen (vielleicht nur mal erkundigen)...
     
  • Monster Funk
    Benutzer gesperrt
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    in einer Beziehung
    12 Oktober 2007
    #10
    Also ich würde Harz 4 mitnehmen wenn ich sie wär.
    Gibt glaub 360 € im Monat und die Wohnung wird vom Staat bezahlt. Besser kann es doch nicht sein. Würde ich gleich machen wenn wir arm wären...
     
  • Recon
    Recon (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    13 Oktober 2007
    #11
    Tut mit Leid, aber das ist nicht ihre und aucht nicht meine Einstellung. Sich auf Kosten der Solidargemeinschaft ausruhen.:kopfsch_alt: :mad_alt:
     
  • feivel70
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    Verheiratet
    13 Oktober 2007
    #12
    Erst mal krank schreiben lassen, wurde ja schon gesagt. Die Gesundheit geht vor... Als Aufbauhilfe für Deine Freundin: In der Firma auf Durchzug schalten oder es zumindest versuchen. Ich kenne auch eine Firma mit einem solchen Chef. Eine Mitarbeiterin kommt damit klar, alle anderen wechseln ständig. Wenn man sich mit Ihr unterhält, sagt sie auch, dass sie einfach versucht die ganzen Beschimpfungen etc. zu überhören bzw. sie weiß es mittlerweile einzuordnen. Ich weiß natürlich, dass es einfach gesagt, als getan ist :ratlos:

    Bezüglich Krankschreiben evtl. aufpassen. War da nicht ne Grenze von 6 Wochen?
     
  • Lysanne
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    Verheiratet
    13 Oktober 2007
    #13
    Sage mal, was ist das denn für eine Einstellung? Es gibt Leute, die wollen sich nicht auf den Staat ausruhen... 345 (!!!) € können doch keine Erfüllung sein? :kopfschue Ätzend solch eine Schmarotzer-Einstellung. Kein Wunder, dass der Sozialstaat den Bach runter geht.

    @Threadstarter
    Was macht deine Freundin denn beruflich?
    Grundsätzlich würde ich sagen, dass sie da durch muss. Bekommt sie wenigstens einen vernünftigen Stundenlohn? Bei meinem Arbeitgeber schlagen alle die Hände über den Kopf :zwinker:, aber ich bekomm richtig gutes Geld. Ich denke, man geht selten mit weniger als einem Halbtagsjob mit einem 4stelligen Betrag nach Hause. :grin: Allerdings wenn sie krank ist, ist sie krank, dann sollte sie auch zu Hause bleiben. Sie ist jedoch noch in der Probezeit oder? Nicht selten nutzt man eine Krankheit gleich zur Kündigung, das sollte auch gut überlegt sein. :frown:

    LG
     
  • Knuddeline
    Knuddeline (38)
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    nicht angegeben
    13 Oktober 2007
    #14
    Chefs

    Hallo,
    ich hatte leider auch mal so einen Chef, habs da nur 4 Monate ausgehalten, war aber erst 23 Jahre alt, damals ... hab mich wegbeworben aber die Zeit war damals noch anders und auf dem Arbeitsmarkt konnte man noch was finden.
    Ich kann Dir und damit Deiner Freundin nur raten, dass sie das "überhören" muss, denn auch dieser Chef meint das nicht so ... denn wie Du schon erkannt hast ist er ein Choleriker. Leicht ist das nicht. Aber er sieht auch, was sie leistet, aber das ist quasi ne Krankheit. Er kann sich eben nicht beherrschen. Die paar Monate muss sie da noch durchhalten. Sie hat doch noch ihre Kollegen. Denen geht es doch auch nicht anders. Das einzige, was sie machen kann, ist, dem Choleriker keinen Grund geben, etwas an IHR zu finden, denn bisher hat er wohl nur allgemein "gemotzt", dann will ich gar nicht wissen, was in Deiner Freundin abgeht, wenn der Die mal zur Sau macht. Also, gewissenhaft Arbeiten uns sich selber "hochhalten" und ruhig auch mal wenn man dem Chef was "abliefert" sich selber loben, mit nem lockeren Spruch, wie "hab ich doch flott hingekriegt Chef" und wenn dann irgend ne scheiß Bemerkung kommt, dass das selbstverständlich wäre, dann einfach sagen "sicher, deshalb hab ich ja auch alles gegeben, weil es selbstverständlich ist, werd ja auch dafür bezahlt" ... glaube mir, mit so was kann man punkten. Aber die Zeit wird ja auch mal rumgehen ... ich drücke die Daumen ... sie soll durchhalten.
    Liebe Grüße Knuddeline
     
  • Recon
    Recon (36)
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    vergeben und glücklich
    15 Oktober 2007
    #15
    Hallo zusammen,

    erstmal vielen Dank für eure Antworten!!!

    Leider hat sich die Situation nicht zum Guten verändert: Meine Freundin steht mittlerweile jeden Morgen mit Bauschmerzen auf und würde am liebsten sofort hinschmeißen. Alles gute zu reden, auch mit dem was ihr geschrieben hat, hat bisher nicht geholfen und wird, fürchte ich, auch zukünftig nicht helfen. :-(

    Ihre Erkältung ist übers Wochenende deutlich besser geworden. Mit dem Krankenschein ist das in der Probezeit immer so eine Sache. Da sie fürchtete, dass er ihr bei "zuviel krank sein" kündigt, ist sie ja letzte Woche immer hingegangen.

    Das "Überhören" dieser Wutanfälle und des weiteren unsinnigen Gesprächs schafft sie nicht. Sie nimmt sich das alles sehr zu Herzen.
    Da sie im Vorzimmer des Chefs alleine sitzt, muss sie das auch immer alleine aushalten. Die anderen Kollegen sitzen eine Etage tiefer und bekommen vom Chef nicht so viel mit wie sie. :-(
     
  • User 48403
    User 48403 (48)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    15 Oktober 2007
    #16
    Mir war es nach 3 Monaten genauso gegangen - wollte auch alles hinschmeissen, zudem war ich noch viel krank, weil das sehr an meine Psyche gegangen war - schliesslich hatte ich es aber doch 3 Jahre ausgehalten, bis ich irgendwann völlig zusammengebrochen bin. Man hält letztendlich doch mehr aus, als man glaubt, deshalb bin ich der Meinung, dass sie die 4 nächsten Monate überstehen wird. Zumindest hat sie die Gewissheit, dass es dann vorbei ist - ich hatte diese nicht:geknickt:

    Ich hatte auch ständig den Chef im Nacken. Und Bemerkungen überhören, damit tu ich mich auch schwer. Aber inzwischen fällt es mir leichter. Ich mache Dienst nach Vorschrift und damit hat sichs, nach Feierabend sorg ich dafür, dass ich nicht mehr an Scheissarbeit und Idiotenchefs denken muss *Schalter im Hirn umleg*:tongue:
    So müsste sie es auch machen. Natürlich ist das bei einer Auszubildenden nicht so einfach als bei jem, der schon viele Jahre im Berufsleben ist....
     
  • Recon
    Recon (36)
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    vergeben und glücklich
    16 Oktober 2007
    #17
    Sie ist nicht in der Ausbildung. Sie hat ihre Ausbildung in diesem Beruf vor Aufnahme ihres Studiums gemacht. Um die Zeit bis zum Referendariat finanziell zu überbrücken, arbeitet sie wieder in ihrem "alten" Beruf.

    Übrigens gabs gestern kein Gemecker vom Chef. Der hatte wohl einen "guten" Tag.
    Ist also klar, dass der total launisch und cholerisch ist.
     
  • Druss
    Druss (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    16 Oktober 2007
    #18
    nur mal nebenbei...

     
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    vergeben und glücklich
    16 Oktober 2007
    #19
    Kein Problem! Ich sehe das nicht als Vorwurf. Ganz im Gegenteil: Wir verstehen uns. Denn Du bist ja auch der Meinung, dass der Ton die Musik macht.
    Des Weiteren ist es ja so, dass sie kein Problem mit Überstunden hat und zur Zeit sowieso jeden Tag mindestens eine Überstunden pro Tag macht. Vielmehr hat sie ja aufgeregt, dass er so undankbar ist. Und das auch noch, wenn sie krank ist.
     

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