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  • Bärchen72
    Bärchen72 (45)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    30 September 2008
    #1

    Freundin Sozialschmarotzerin?

    Meine neue Freundin bezieht - völlig zu Recht - Hartz4. Wenn sie alle Möglichkeiten ausschöpfen würde, die ihr zustehen, könnte sie vermutlich für sich und ihre beiden Kinder noch deutlich mehr rausholen, das tut sie aber nicht.

    Jetzt ist vor einem Monat ihre Mutter ziemlich plötzlich gestorben, und sie wird eine gewisse Summe erben, vielleicht so 30.000,-€ und noch ein paar Sachwerte. Dieses Geld will sie auf einem Konto ihres Bruders anlegen, damit es ihr bei Hartz4 nicht angerechnet wird. Sie will es auch nicht für sich verwenden, sondern später mal für ihre Töchter.

    Ich habe das natürlich mitbekommen und habe da jetzt so meine Probleme mit, denn es geht völlig gegen meine Einstellung. Ich finde staatliche Unterstützung eine gute Sache, aber nur für die, die auch wirklich bedürftig sind. Wer Vermögen hat, sollte keine Gelder der Allgemeinheit beanspruchen.

    So bitter es auch klingt, das wortwörtlich vom Munde abgesparte Geld der Mutter zu verbrauchen und stattdessen auf Hartz4 zu verzichten, ich fände es richtig. Ich will keine Sozialschmarotzerin als Freundin. Meine Freundin sieht das natürlich anders, und wir haben eine ziemlich kontroverse Auseinandersetzung darüber.

    Wie seht ihr das?
     
  • dummdidumm
    dummdidumm (55)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    30 September 2008
    #2
    Es ist einfach unehrlich und bei 30.000,- ist das auch nicht mehr als Schummelei zu rechtfertigen.
     
  • Koyote
    Koyote (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    30 September 2008
    #3
    Genauso wie Du!

    Sie hat einen ihrem Alter entsprechenden Freibetrag, den Rest muss sie verbrauchen, dass ist so gewollt und durchaus sinnvoll!

    In Ihrem Fall finde ich auch die Höhe des Freibetrages völlig angemessen und ausreichend.
    Wäre deine Freundin jetzt jenseits der 50 und soll plötzlich ihre Lebenslang erarbeiteten Ersparnisse aufbrauchen wäre ich anderer Meinung...

    Nebenbei kann sie das Geld jetzt schon für ihre Töchter anlegen, schließlich haben auch diese einen Freibetrag, und das Einkommen muss sie maximal für 12 Monate zum Leben aufwenden, danach gilt es als Vermögen, ist es dann geringer als das zulässige Schonvermögen dann kann sie alles behalten.

    Was sie vorhat nennt sich übrigens Betrug und ist eine Straftat... macht sich gut wenn man denn irgendwann mal wieder Erwerbstätig sein möchte und seinem Arbeitgeber offenbaren muss dass man wegen Betrugs vorbestaft ist.

    Gruß
     
  • User 48403
    User 48403 (48)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    30 September 2008
    #4
    Aus welchen Gründen bezieht sie eigentlich Hartz4?

    Ansonsten zur Story: das ist mir nix Neues, könnte Dir da noch andere nennen, die auf so ne Art dem Staat auf der Tasche liegen.
     
  • Habbi
    Gast
    0
    30 September 2008
    #5
    Einerseits versteh ich schon, das sie das vielleicht mal für ihre Töchter verwenden will. Aber naja...wenn man Hartz4 kriegt ist sowas halt einfach nicht in Ordnung. 30.000€ sind verdammt viel Geld und ich finde nicht, dass man das einfach verschweigen sollte nur um mehr zu bekommen. Das ist echt nicht fair. Solche Sachen wie Geld für die Kinder auf die Seite legen kann man machen wenn man die Mittel hat um ohne staatliche Hilfe durchs Leben zu kommen.
    Ich würde ihr einfach mal klar machen, dass es so viele Menschen gibt, die staatliche Hilfe bitter nötig haben und das Geld besser brauchen als jemand der 30.000 geerbt hat, dass wegen Leuten, die von irgendwoher Geld kriegen und das verschweigen der Ruf der Hartz4 Empfänger so schlecht ist und dass das was sie vorhat evtl. sogar noch strafbar ist. Wenn das rauskommt gibts sicherlich ganz schön Ärger^^
     
  • User 18780
    User 18780 (35)
    Meistens hier zu finden
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    Verheiratet
    30 September 2008
    #6
    Es stellt sich die frage, wie sie das geld auf einem konto des bruders parken will, ohne dass es jemand mitbekommt. schließlich erbt sie das geld, es geht also in ihren besitz über, was sicher irgendwo geregelt ist, oder? es gibt ämter, die da misstrauisch werden, wenn man anderen einfach so große mengen überweist.

    mal ein ganz anderer ansatz, der vielleicht für euch beide ein weg ist mit dem ihr einverstanden sein könnt: gibt es noch weitere erben? der bruder zum beispiel? sie kann doch auf ihren anteil verzichten (ob das als harz-empfänger geht weis ich nicht), dann wird dieser unter den verbleibenden erben aufgeteilt. somit hat sie kein geld, dass sie deiner meinung nach verleben sollte. der bruder oder sonstwer kann ja mal konfirmationspate oder sowas werden und der tochter auf diesem weg zum richtigen zeitpunkt mal etwas gutes tun.

    das geld ist dann zwar wieder nicht an den staat geflossen, aber ehrlich gesagt finde ich an dieser variante nichts verwerfliches. auf ein erbe verzichten ist ein recht das man für gewöhnlich hat (man muss ja keine schulden erben!). wenn man nur erbt ohne einen vorteil daraus zu ziehen, kann man auf das erbe auch verzichten.
     
  • CharlySchneider
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    30 September 2008
    #7
    Ich findes es legitim, daß sie ihrer Tochter keine Hartz4-Karriere vererben will.
     
  • Kaya3
    Kaya3 (34)
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    30 September 2008
    #8
    Hallo,

    also 30 000 Euro sind jetzt auch nicht sooo viel Geld. Ich sag mal, da kann man drei Jahre von Leben, wenn man spart und dann ist das auch weg.
    Müßte sie jetzt nur die Zeit überbrücken, bis sie wieder einen Job hat, würd ich auch sagen, sie sollte das Geld anzapfen.
    Aber wenn sie dauerhaft arbeitslos ist, vielleicht weil sie krank ist oder so, dann fände ich es schon okay, wenn sie das Geld für die Töchter und für Notfälle aufhebt. Denn in so einem Falle wärs ja eh nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Allerdings, wenn sie krank wär, würde sie auch andere Unterstützung bekommen....
    Ich kann es nachvollziehen, ich würd mir auch Geld für den Notfall aufheben wollen. Moralische Bedenken hätt ich da nur begrenzt, schließlich hab ich auch (Arbeitslosen-)Steuern bezahlt.
    Kommt halt drauf an, wie hoch der Freibetrag wäre. Ich würd mich aber hüten, so eine Summe zu verheimlichen, wenn das rauskommt, hat man eh nichts davon.
    (Darf man sowas überhaupt öffentlich schreiben oder wird man dann vom BND überwacht? :grin: )


    Gruß,
    Kaya
     
  • Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    30 September 2008
    #9
    Alleine aus Vorsicht sollte sie es sein lassen, das Geld wird äußerst schwer zu verbergen sein und bei 30k ist schon ne ordentliche Geldstrafe fällig, wenn sie einen erwischen. Die Ämter bekommen ziemlich sicher mit, das sie geerbt hat und dann kommen auch schneller als sie denkt nachfragen, wo das Geld geblieben ist.
     
  • Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    30 September 2008
    #10
    Mh, es ist schon schwierig. Einerseits hast du natürlich recht und es ist falsch, Geld dem Staat verheimlichen zu wollen ... wobei ich mich auch frage, wie sie das machen will.
    Andererseits sind 30.000€ im Endeffekt nicht so viel, v.a. wenn sie noch Kinder hat. Ich kann verstehen, dass sie das Geld gerne irgendwo anlegen möchte, damit ihre Kinder davon später z.B. ihr Studium zahlen können (wird ja heute nichts billiger und in manchen Städten reicht manchmal trotz Höchstsatz BaföG nicht aus).

    Es ist kompliziert. Ich verurteile sie nicht, aber was sie bedenken muss: Wenn es rauskommt, wird der Staat nicht sagen "Sie hat es doch für ihre Kinder getan" sondern er will nur sein Geld sehen und wird ihr eine Strafe geben. Klar, es ist ungerecht, aber sie wird wohl die nächste Zeit auf Hartz 4 verzichten müssen und von dem geerbten Geld leben müssen.
     
  • creed87
    creed87 (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    1
    nicht angegeben
    30 September 2008
    #11
    Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass nur "bedürftige" Leute Hartz IV beanspruchen sollten. Aber alleine aufgrund der Tatsache, dass dem nicht so ist, gestehe ich einer 2fachen Mutter eine solche Überlegung zu.

    Denn welche Perspektiven hat sie denn sonst? Die Kinder werden spätestens im Schulalter für Hartz IV zu teuer und welches Amt, oder welche Gesellschaft interessiert das dann? Wenn es für sie gut läuft, hat bis dahin einen Kerl an ihrer Seite, der sie finanziell unterstützen kann, was ihr dann aber auch nicht unbedingt angenehm ist.

    Zudem gibt es derart viele Menschen, die Hartz IV beziehen, obwohl sie arbeiten gehen könnten. Da dabei dann finanziell jedoch nicht mehr bei rauskommen würde, lassen sie es und machen sich n bequemen. Solange es alleine sowas gibt kann ich deiner Freundin nichts übel nehmen.
     
  • Habbi
    Gast
    0
    30 September 2008
    #12
    Kann man sich das reguläre Einkommen nicht mit Hart4 aufstocken lassen, wenn es so gering ist dass man weniger als ein Empfänger kriegt? Ich weiß das ich genau, habs nur mal irgendwo gehört und mich würd das mal interessieren^^
     
  • glashaus
    Gast
    0
    30 September 2008
    #13
    Ich kann wirklich verstehen, dass sie das Geld zu ihrer Verfügung haben möchte, um ihren Kindern etwas Gutes zu tun. Allerdings ist es schlichtweg Betrug und unfair gegenüber denjenigen, die ihr Sozialgeld finanzieren und denjenigen, die ehrlich sind und ihr Vermögen angeben. Ich hätte auch ein Gewissensproblem, wenn mein Freund so etwas in Erwägung ziehen würde.
     
  • waschbär2
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    30 September 2008
    #14
    Ich hätte da keine Probleme mit.

    Denn es ist IHR Gewissen, womit sie leben muss.
    Und sie muss auch mit den Folgen leben, wenn es rauskommt (und das wird es bestimmt).

    Der Gedanke ist wohl gut, aber die Umsetzung ist be*****.
    Da gibt es auch legale Wege, aber die muss sie selbst finden.
     
  • creed87
    creed87 (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    30 September 2008
    #15
    Off-Topic:
    Ja, davon hab ich auch gehört. Aber ich denke nicht, dass man dort Unmengen an Zuzahlungen erhält und am Ende wesentlich mehr hat, als ein Hartz IV Empfänger.
    Aber vielen reicht ja auch das nicht als Motivation aus, ihren Hintern in Bewegung zu setzen :kopfschue
     
  • Süßejana
    Benutzer gesperrt
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    Single
    30 September 2008
    #16
    wenn sie das geld behalten will muss sie wohl arbeiten. alles andere wäre unfair. wenn sie sagt das sie wegen den kindern nich arbeiten kann muss sie eben ne möglichkeit finden so zu arbeiten das sie trotzdem zeit für die kinder hat.
     
  • Dr-Love
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    30 September 2008
    #17
    Off-Topic:
    ich hoffe, sie kann dem Bruder trauen :zwinker:


    Ich bin hin- und hergerissen. Ich kann es auf einer Seite nicht gutheißen den Staat und das Vaterland zu betrügen, andererseits - solange sich das System aushebeln läßt ...
     
  • schokobonbon
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    30 September 2008
    #18
    Ich sehe das wie einige andere. 30 000 ist zwar recht viel, aber nicht unvorstellbar viel Geld. Es ist ja nicht so, dass sie sich jetzt eine Villa leisten könnte und trotzdem Harz 4 bezieht oder so. Wenn sie das für ihre Tochter anlegen will und es wirklich nicht selbst benutzt spricht das doch für sie.

    Kinder und Harz 4 ist nicht einfach. Ist doch gut, wenn die es mal etwas einfacher haben sollen...

    Sie sollte es dann aber wirklich clever anstellen.
     
  • User 18780
    User 18780 (35)
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    Verheiratet
    30 September 2008
    #19
    es ist keine rechtfertigung aber dennoch - in meinen augen - erwähnenswert:

    für die 30 000 € wurden von der mutter schonmal abgaben an den staat bezahlt, und wenn sie vererbt werden fallen nochmal steuern an.
    da stellt sich schon die frage, ob man da nicht ein drittes mal "gestraft" wird, wenn man jahrelang zusammengespartes geld einer anderen person zum verleben ausgeben muss.
     
  • Hase2008
    Hase2008 (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    30 September 2008
    #20
    Jetzt ohne ihr Verhalten zu bewerten und zu sagen ob das gut oder schlecht ist.
    Was willst du amchen? Sie verpetzen?
    Ich denke sie hat dir das im Vertrauen gesagt, und geht davon aus, dass du das natürlich keinem erzählst.
    Wenn du sie verpetzt, wird sie wohl längste Zeit deine Freundin gewesen sein.
    Du kannst ihr deine Meinung und Bedenken narürlich sagen..
     

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