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  • Theresamaus
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    3 August 2010
    #1

    Gäbe es weniger Morde, wenn es die Todesstrafe gäbe?

    Befürworter der Todesstrafe etwa in den USA sagen, dass die Todesstrafe Menschen von den schlimmsten Verbrechen abhalte. Trotzdem gibt es Morde und einige von ihnen werden hingerichtet. Glaubt ihr an diese Logik?
    Wenn es bei uns die Todesstrafe gäbe, gäbe es weniger Morde als jetzt?
     
  • BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    3 August 2010
    #2
    Der Staat mordet mehr, damit die Menschen weniger morden... ich glaube nicht, dass die Rechnung aufgeht. Davon abgesehen finde ich die Todesstrafe einfach barbarisch. Und im Falle eines Justizirrtums führt sie den Gerechtigkeitsgedanken ad absurdum.

     
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  • Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
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    3 August 2010
    #3
    Glaube nicht dass das viel Einfluss hat. Die meisten Verbrechen werden nicht begangen weil man potentielle Strafe und Nutzen aus dem Verbrechen gegeneinander abwägt. Zudem gehen viele Verbrecher davon aus, nicht erwischt zu werden.
     
  • develon
    develon (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    3 August 2010
    #4
    Unwahrscheinlich aber möglich. Wohl aber gerechter. Wenn ein Mensch einen anderen ermordet, wieso sollte er dann noch leben dürfen? Wieso sollte die Gesellschaft für die Haft und "Genesung" aufkommen? ? ?
     
  • Oliver_Bj
    Oliver_Bj (34)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    3 August 2010
    #5
    Da kann ich nur zustimmen. Ein Einbrecher begeht ja das Verbrechen trotz der Möglichkeit der Verurteilung.
    Und außerdem passieren viele Morde im Affekt bzw. als Folge von Körperverletzung und sind nicht primär Mordversuche.
     
  • Jessy666
    Jessy666 (32)
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    3 August 2010
    #6
    Hm.
    Muss man wieder unterscheiden zwischen vorsätzliche Morde und Mord aus Leidenschaft, Exzess.
    Letzter würden denk ich sicherlich zurückgehen...
     
  • BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    3 August 2010
    #7
    Aus Leidenschaft und Exzess? Ich glaube gerade die würden eher weniger zurückgehen, weil da ja weniger Planung hintersteckt. Im Übrigen wäre das zweite eher Totschlag oder nicht?
     
  • develon
    develon (29)
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    3 August 2010
    #8
    Mord setzt immer die Tötungsabsicht vorraus und geschieht deshalb nie aus einer Laune heraus!
    Oftmals wird das Wort aber irrtümlich für Totschlag angewandt. . .
     
  • Jessy666
    Jessy666 (32)
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    3 August 2010
    #9
    Hossa, gut aufgepasst. Etwas verwechselt :smile:

    Also die vorsätzliches Morde, die mit wirklicher Planung und Absicht geschehen würden leicht zurückgehen denke ich, die wo als Toschlag, oder "im Eifer des Gefechts" entstehen würden antürlich so bleiben...
     
  • DarkSilver
    Gast
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    3 August 2010
    #10
    Wie Schweinebacke schon gesagt hat... der Täter geht davon aus, dass er nicht erwischt wird... (mal abgesehen von einem Vater der den Mörder seiner Tochter umbringt und dann zur Polizei geht und sich mit den Worten "ich hab das Schwein umgebracht, macht jetzt, was ihr machen müsst" stellt...)

    Ich glaube nicht, dass die Todesstrafe die Zahl der Morde senken würde. Ein Mörder hätte nach der ersten Tat auch keinerlei Hemmungen mehr, andere Zeugen, Mitwisser, Mittäter o. ä. zu töten. Was sollte ihm denn noch passieren??? dreimal oder viermal die Todesstrafe?

    Ich denke, wir sind da auf dem richtigen Weg.... ob unser Weg bei der Sicherungsverwahrung richtig ist, wage ich zu bezweifeln. Müssen wir 10.000 Kinder in der Wohnung einsperren, damit der eine pädophile Täter nach seiner Haftstrafe ungestört draußen spielen kann?
     
  • Endivie
    Endivie (48)
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    3 August 2010
    #11
    Weiss ich nicht. Aber es gäbe zumindest keine Wiederholungstäter.
     
  • ProxySurfer
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    3 August 2010
    #12
    Es wird sich nicht viel ändern, wie das Beispiel USA zeigt. Also genau so viel Morde.
     
  • Garcon79
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    3 August 2010
    #13
    Das ist juristisch gesehen absoluter Unsinn!
    Mord und Totschlag setzen beide Vorsatz voraus. Der Unterschied liegt darin, daß zum Totschlag gewisse objektive oder subjektive Merkmale hinzukommen müssen, damit aus dem Totschlag ein Mord wird, wie z.B. Habgier, Grausamkeit, Verdeckung einer anderen Straftat etc.
     
  • Dark84
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    3 August 2010
    #14
    @ProxySurfer:

    In Amerika ist es gar so, dass die "Pro-Kopf"-Mordrate in den USA höher liegt, als bei uns. Ob das jetzt noch zusätzlich mit dem freizügigen Umgang mit Schusswaffen zu tun hat? Gut möglich. Aber das geht in ein andere Thema über :smile:
     
  • User 40590
    User 40590 (39)
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    4 August 2010
    #15
    Ich glaube nicht das die Zahl zurückgeht.

    Affektttaten bleiben unberührt - derjenige denkt nicht über Strafe nach.
    geplante Morde - der Killer geht davon aus nicht erwischt zu werden
    Es wird also wohl kaum jemanden wirklich abschrecken. Dazu kommt es vermutlich eher daz, das ein eventuelle belastender Zeuge oder Mitwisser gleich mal mit aus den Weg geräumt wird - denn nen Zeuge weniger senkt die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden. Das werden dann auch evtl Affekttäter machen - tot ist tot, die können einen nur einmal hängen.

    Außerdem gibt es in den USA mehr Tötungen/Einwohner als hier - scheint also nicht so viel zu bringen.
     
  • develon
    develon (29)
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    4 August 2010
    #16
    Bleibt der Faktor der Gerechtigkeit. . .
     
  • Schweinebacke
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    4 August 2010
    #17
    Unser Rechtssystem basiert nicht auf ausgleichender Gerechtigkeit und Rache der Art "Auge um Auge". Zum Glück. Wir bestrafen Leute zum einen aus erzieherischem Gedanken und zum anderen zum Schutz der Allgemeinheit. Rache ist kein Element des deutschen Rechtssystems.

    Hast du eine andere Begründung für die Todesstrafe außer Rachegedanken?

    Oder um es mal weiter zu denken: Wieso lassen wir einem Dieb die Hände dran und hacken sie nicht einfach ab? Wäre doch nur gerecht und würde dazu führen, dass er wahrscheinlich nie wieder was klaut. Oder wieso lassen wir jemanden, der jemand anderen zum Krüppel gemacht hat nicht selbst auch verstümmeln?

    So ein krankes Rechtssystem gibt es in einigem islamischen Ländern. Geh doch da hin, wenn du sowas gut findest.
     
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  • SouthernSun
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    4 August 2010
    #18
    Wahrscheinlich hätte die Todesstrafe keine Auswirkung auf die Zahl der Morde.
     
  • User 29377
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    4 August 2010
    #19
    Mal ganz abgesehen davon, dass ich generell ein Gegner der Todesstrafe bin, zweifle ich auch daran, dass die Zahl der Morde nennenswert zurückgehen würde.
    Vor allem mal deswegen, weil die wenigsten davon ausgehen, erwischt zu werden. Oder aber impulsiv und ohne übermäßige Planung handeln. Oder aber ein derart großes Problem mit der zu ermordenden Person haben, dass sie auf mögliche Konsequenzen pfeifen.
    Es wurden ja auch schon einige Argumente in die Richtung genannt.
     
  • User 76250
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    4 August 2010
    #20

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