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ganz wichtige frage... ex drogenabhängiger

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Sugar1987, 1 Mai 2006.

  1. Sugar1987
    Sugar1987 (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    ich habe heute einen jungen kennen gelernt ...
    er wohnt im moment in so einem haus von ex drogenabhängigen..
    Er hat mir erzählt dass er jahre lang gekifft hat und letzendlich auch extasy genommen hat... seit 8 monaten ist er vollkommen clean und ist auch von den früheren freunden weg...
    ich kenne mich damit nicht aus...
    mich würde interessieren wie wahrscheinlich es ist, dass er für immer clean bleibt?
    sollte ich besser aufpassen bei ihm bzw besteht die gefahr irgendwo tief reinzurutschen? bitte ist wichtig...
     
    #1
    Sugar1987, 1 Mai 2006
  2. büschel
    Gast
    0
    das hängt vom fall ab würd ich sagen..

    ich hab mal mit 15,16 so sachen genommen ein bisschen.. dann aufgehört.. und seitdem clean..
    ausser mal mary-j, dass gabs ganz selten mal zwischendurch mal wieder aber schon seit jahren nicht mehr...

    kannst ja mal schauen, wie er sich so entwickelt..

    andere bleiben ewig dabei.. auch wenn nur mit "nur" kiffen und saufen...

    ich denke das ist wirklich frustrierend für ein partner dann...
     
    #2
    büschel, 1 Mai 2006
  3. bLACKdEVIL
    bLACKdEVIL (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    naja kommt auf den typ an, aber ich selbst habe 3 jahre crystal genommen, habe dann ein 3/4 jahr nix angerührt und jetzt nehme ich auch ab und zu wieder was...also ehrlich gesagt kenne ich keinen der damit so richtig aufhört hat, aber das muss ja bei ihm net so sein.
     
    #3
    bLACKdEVIL, 1 Mai 2006
  4. User 43919
    User 43919 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    9
    Single
    Solange du ihn von den "schlechten" Freunden fernhalten kannst, ist es realtiv wahrscheinlich dsa er clean bleibt. Also das ist zumindest meine erfahrung mit leuten die viel gekifft haben und auch andere sachen zu sich genommen haben. Aber so ganz genau kannste das nicht sagen....
     
    #4
    User 43919, 1 Mai 2006
  5. Sunny81
    Sunny81 (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Ich denke mal die Gefahr zurückzufallen, wird ein Ex-Drogenabhängiger nie ganz los, weil es ja nicht nur das Nehmen der Drogen ist, sondern ja auch eher ein Muster, wie er eine Zeit lang mit seinen Problemen usw. umgegangen ist. Soll heißen, es kann passieren, daß er irgendwann wieder in die alten Muster zurückfallen kann (aber nicht muss!), wenn entsprechende Situationen auftreten. Sollte er aber mittlerweile stark genug sein und seine Schwächen kennen, dann wird er hoffentlich damit umgehen können und clean bleiben.
     
    #5
    Sunny81, 2 Mai 2006
  6. büschel
    Gast
    0
    es sei denn man hat wirklich !kapiert!
    was anden drogen nicht stimmt :zwinker:
     
    #6
    büschel, 2 Mai 2006
  7. LiebesPessimist
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    121
    0
    Single

    können wir dir nicht sagen.
    Kommt auf die Umgebung, die Pardeys, die Leute an.
    Und vor allem kommts auf ihn an.
    Wenn er schmeissen will, findet er schon was und schwups die wups is er wieder dabei.
    Je nach stärke seines Charakters...
    Wenns nen weichei ist, solltest ihm niemals die Wahl zwischen dir und den Pillen stellen, wenn er denn wieder drauf sein sollte, was ich für dich nicht hoffe.

    Naja.. viel Glück sag ich mal... Und lass die Finger davon... Ist für manche ne Nummer zu Groß
     
    #7
    LiebesPessimist, 2 Mai 2006
  8. Wowbagger
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ganz ehrliche Meinung?

    Warum schaust du dich nicht nach vernünftigeren Leuten um, die nicht schon drogenabhängig und auf Entzug waren?
     
    #8
    Wowbagger, 2 Mai 2006
  9. Blindfisch
    Blindfisch (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Also ich habe gut 4 Jahre was genommen und bin sit etwa 3 Jahren "clean". Hab fast alles genommen. Hat mit XTC und kiffen angefangen und dann auch Pepp, Aphetermine, Koks genommen.
    Ich muß dazu aber sagen, daß mir ab und zu immernoch die Gedanken kommen was zu nehem, zwar nicht alles von dem was ich genommen habe. Aber einige Sachen halt. XTC z.B. nicht.
    Also würde ich sagen, daß jeder der "clean" ist immer die Drogen im Kopf hat. Kann aber nicht sagen, wie das in 10 oder 20 jahren ist.
    Also wenn du was mit ihm anfängst, sprich mit ihm drüber und wenn er das Verlangen hat soll er es dir sagen und dann müßt ihr gucken wie ihr damit umgeht.
     
    #9
    Blindfisch, 2 Mai 2006
  10. FreeMind
    Gast
    0
    Moin,

    Ich würde sagen, nachdem was er dir erzählt hat (wenn das alles war) ist es egal. Es besteht eigentlich wenig Gefahr, dass du da irgendwo tiefer in Sachen reinrutsch mit dem du nichts zu tuen haben willst. Weder Kiffen noch XTC erzeugen einen dauerhafte körperliche Abhängigkeit, somit liegt es nur am eigenen Willen und Stärke davon abhängig zu werden und zu bleiben.
    Somit sollte für dich keine Gefahr ;-) bestehen.

    Als Tipp kann ich dir empfehlen mal sich bei wikipedia.de über diese Drogen genauer zu informieren, damit du etwas mehr darüber Bescheid weist.

    "Drogenabhängiger" ist ein echt hartes Wort und trifft selten genau das was es eigentlich aussagt. Es ist eigentlich in den meisten Fällen ein Schimpfwort um denjenige herunterzuziehen damit sich der "Drogenfreie" besser und überlegen fühlen kann.

    Darüber sollte man mal nachdenken.

    Gruss
    AleX

    PS Wenn du irgendwas genauer wissen möchtest, schreib mich ruhig per PN an.
     
    #10
    FreeMind, 2 Mai 2006
  11. DerKönig
    DerKönig (35)
    Benutzer gesperrt
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    0
    Single
    Is klar. Drogenabhängiger trifft es eigentlich ganz genau.
    Damit zieht man keinen runter, das machen die Leute höchstens selber durch ihren Drogenkonsum. Und ja, ich fühl mich als "Drogenfreier" durchaus besser.
     
    #11
    DerKönig, 2 Mai 2006
  12. Kuri
    Kuri (26)
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    2
    vergeben und glücklich
    Naja, schwierig... das hängt sehr vom einzelnen Menschen ab. Ich kann da selbst aus Erfahrung sprechen.
    Eine Quote, ob jemand für immer clean bleibt, kann dir niemand geben. Es gibt solche, die nie wieder rückfällig werden, und andere, die immer wieder den Kampf erneut antreten. Es hat auch viel damit zu tun, in welcher Umgebung er sich befindet und vor allem ist das Risiko in einer schwierigen Lebenssituation erhöht, besonders, wenn eine solche wieder eintritt, die dem Grund für den eigentlichen Drogenkonsum ähnelt. Sprich, wenn er was zur Problemverdrängung genommen hat und noch immer nicht damit klar kommt, dann kann es schnell passieren, dass er in ein altes Muster zurückfällt. Da ich ihn aber nicht kenne und du auch nicht viel über ihn geschrieben hast, außer die Tatsache, dass er clean ist, kann man darüber keine genaue Aussage treffen...

    Unsinn. Was willst du denn denen erzählen, die auch körperlich und nicht nur psychisch (obwohl psychisch eigentlich das Schlimmere ist) abhängig sind? Er kann nun mal nicht ohne, bzw. dreht dann durch, auch sein Körper reagiert dann auf den Entzug... was ist er, wenn nicht abhängig?? Der Begriff trifft es sehr genau, da ein Abhängiger nicht mehr in der Lage ist, sein Leben ohne die Droge richtig zu führen.

    Das eigentliche Problem ist doch die psychische Abhängigkeit! Die körperliche kann man durch einen Entzug überwinden, aber der Drang nach Drogen verschwindet nicht einfach so! Das hat auch nicht ausschließlich was mit Willen zu tun. Es gibt ja Gründe, warum jemand anfängt, Drogen zu nehmen, und viele tun es, weil sie nicht klarkommen, sich betäuben wollen o.ä. (nicht unbedingt die, die auf Partys gut drauf kommen wollen, aber die fallen dennoch später in dasselbe Verhaltensmuster, es immer und immer wieder zu tun und dann ohne nicht mehr gut drauf kommen!) Es müsste erst mal das Grundproblem ausgeschaltet werden, wenn man beispielsweise dazu neigt, Problemen auszuweichen, indem man sich betäubt, dann sollte man dort auch anfangen, was zu ändern! Tut man das nicht, so fällt man doch im Grunde immer wieder zurück. Es ist schließlich nicht so, dass man aus heiterem Himmel abhängig wird bzw. überhaupt erst anfängt, regelmäßig Drogen zu konsumieren...

    Übrigens, es kommt extrem schlecht, einem Drogenabhängigen zu sagen: "Reiß dich zusammen, du brauchst einfach nix zu nehmen, dann klappt das schon." Das ist in etwa so, wie einem Depressiven zu erzählen, er soll sich mal nicht so haben und hätte doch gar keinen Grund, sich schlecht zu fühlen. Der negative Effekt ist auch in etwa derselbe.
     
    #12
    Kuri, 2 Mai 2006
  13. Wowbagger
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Wie soll man Drogenabhängige denn dann nennen? "Konsumenten nicht vollständig anerkannter Substanzen, wobei sie jederzeit aufhören können"?
    Sorry, ich hab für Drogen und deren Konsumenten 0 Verständnis und wer von Drogen abhängig ist und in nem Entzugsheim ist, wird wohl nen Drogenabhängiger sein. Aber diese bösen harten Worte in unserer Sprache, die stören das schöne Bild.....

    Manchmal glaube ich, Drogen werden viel zu stark toleriert.
     
    #13
    Wowbagger, 2 Mai 2006
  14. FreeMind
    Gast
    0
    Hoi,

    im Sinne irgendeiner Sucht ist jeder von uns ein Drogenabhängiger sei es mit legalen Substanzen oder Verhalten oder den Illegalen. Das Wort finde ich deshalb so hart, weil es keine Differenzierungen erlaubt und somit nichtssagend ist.
    Es ist eine Abwertung für einen Menschen, nicht in seiner eigentlichen Bedeutung, sondern darin wie es heutzutage genutzt werden.
    Ein Mensch der Drogen nimmt ist nicht weniger Wert als jemand der keine nimmt, in der Verwendung das Wortes klingt solch eine Abwertung aber meist mit.

    Ich denke nicht das hier irgendjemand eine Abgrenzung von dem Wort gelingen wird, aber es sollte einige Leute ihre Toleranzgrenze mal überdenken.
    Ich stelle mich auf den Standpunkt, das ein jeder selbst verantwortlich ist für sein Leben und seiner Körper.

    Kuri, genau deswegen sprach ich nur von einer psychischen Abhängigkeit und nicht von einer körperlichen in diesem Fall. Eine psychische Abhängigkeit ist (meist) ohne Gefahr mit dem Absetzen der Droge beendet. Einige Zeit später läßt das Verlangen von alleine nach und der Mensch ist "clean" (über die Bezeichnung läßt sich auch wunderbar streiten).
    Bei körperlicher Abhängigkeit sollte man den Leute nicht zu sowas raten. Insofern ist die psychische Abhängigkeit maßgeblich mit dem eigenen Willen oder einem äußeren Zwang "bekämpfbar". Die aufgezählten Drogen hier erzeugen keine erkennbaren körperliche Abhängigkeitsmerkmale.

    Doch genau so ist es in vielen Fällen (es sage bewußt nicht in allen). Es ist vergleichbar mit dem Aufhören von Rauchen, zuerst hilft man sich mit Einschränkungen und Vermeiden von Situationen wo man zum Rauchen kommt und dann hört man ganz auf. Aber nur wenn der innere Wille auch zu der Entscheidung steht. Frag mal nen paar Leute die vorher starke Raucher waren und jetzt seit mehreren Jahren nicht mehr rauchen, viele von denen sagen sie haben einfach mit Willenstärke von einem auf den anderen Tag aufgehört zu rauchen. (Und dabei erzeugt Rauchen auch eine körperliche Abhängigkeit über das Nikotin).
    Ich habe ähnliche Gespräche mit Leute geführt die mit Drogen aufgehört haben. Das erste ist es aus der Situation rauszukommen wo der Drogengebrauch üblich ist und gedultet wird. Dann wird die Beschaffung aufgegeben und dann der Konsum.

    Wenn du zu jemand sagst "Reiß dich zusammen und hör auf" bringt das tatsächlich nichts. Auch sämtliche Therapien wo der Patient nicht gewillt ist aufzuhören bringen nichts. Man kann den Leute damit einfach nicht kommen wenn sie es selber nicht wollen. Der angesprochen "innere Wille" aufzuhören fehlt. Diesen Menschen kann und sollte man einfach nur helfen nicht in schlimmere Sachen abzugleiten.
    Ich habe Bekannte die oft "härtere" Drogen nehmen, aber deswegen halte ich sie nicht für schlechtere Menschen oder versuche zu verändern. Wer bin ich den ihnen vorzuschreiben wie sie ihr Leben zu leben haben. Die Leute nehmen teilweise schon länger Drogen als ich auf der Welt bin. Wenn sie mich um Hilfe bitte, bin ich der letzte der sie ihnen verweigern würde, aber ich würde ihnen die Hilfe nie aufzwingen wollen. Einen "inneren Willen" sollte man auch wenn er schwach ist natürlich immer positiv unterstützen.

    Du siehst es ist auch immer eine Sache wie der Konsument selber damit umgehen kann. Die Leute die ich kenne haben da sehr viel Erfahrung mit und wissen was sie wirklich tuen. Wenn nun da Jemand ist der keine Kontrolle über irgendwas mehr hat ist die Situation natürlich ganz anderes. Das ist hier aber wohl nicht der Fall.

    Eine Depression ist hier etwas total anderes und passt nicht wirklich in den Zusammenhang.

    Es geht nicht um schöne Bilder aber es geht um Toleranz. Das Ausgrenzen dieser Menschen mit Worten, Einstellungen und Taten ("lass die Finger von dem, such dir einen der noch nie damit was zu tuen hatte") schaft eine viel problematischere Umgebung als das offene tolerante Umgang damit.
    Du bist jung, deine Einstellung zu Drogen ist für dich selbst gesehen vollkommen in Ordnung, aber vielleicht solltest du deine Lebensmassstäbe nicht auf alle anderen übertragen. In deinem Alter glaubt man das vielleicht noch nicht so, aber es gibt tatsächlich Leute die von vielen Sachen deutlich mehr verstehen als man selbst ;-). Ich habe mir schon länger abgewöhnt das Wort "nie" und "gibts nicht" zu verwenden.
    Drogen gibt es überall, legale und illegale. Fast alle warern mal legal und wurde nur durch die Gesetzgebung und die Politik in unserer heutigen Neuzeit verboten. Für mich ist das vielfach eine staatliche Bevormundung und nicht ein Schutz. Denn viele Pauschal als Drogen verteufelte Substanzen sind hervorragende Heilmittel die vielfach besser verträglich sind als die teueren Produkte der lieben Pharamakonzerne. Es waren schon Heilmittel als es diesen und die vorherigen Staaten noch nicht gegeben hat und wenn das Wissen überlegt werden es auch noch welche sein, wenn diese Staaten schon längst nicht mehr sind.

    Das größte Problem bei der Abgrenzung zu diesem Wort ist das es nichts mit dem einzelnen Betroffenden zu tuen hat. Man kann eigentlich nie von einem Drogenabhängigen sprechen, sondern nur von einem Menschen der Drogen nimmt. Das ganze ist in Analogie zu einem Raucher zu sehen, die gibt es auch nicht es gibt nur Menschen die rauchen. Und es ist immer die Frage:
    Was, Wann, Wieviel und aus welchen Gründen.

    Gruss
    AleX
     
    #14
    FreeMind, 2 Mai 2006
  15. Kuri
    Kuri (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    vergeben und glücklich
    Natürlich ist ein Mensch, der Drogen nimmt, nicht weniger wert. Hat doch niemand behauptet? Aber wenn er von einer Droge abhängig ist (seis körperlich, psychisch), dann ist er ein Drogenabhängiger! Das hat nichts mit Abwertung zu tun. Und mit Toleranz nur dann, wenn es um die Einstellung gegenüber Drogenabhängigen geht. An dem Begriff an sich ist doch nichts schlimm...

    Da lebst du aber in einer schönen Traumwelt... wär toll, wenns so einfach wär! Dass das Verlangen irgendwann plötzlich weg ist. Warum werden Menschen, die Jahre lang clean sind, plötzlich rückfällig? Der Drogenmissbrauch ist doch meist eine Kompensation von etwas, von irgendeinem Problem (außer bei Neugierde). Und hört man mit den Drogen auf, verschwindet das Problem doch nicht automatisch. Da ist es, wo angesetzt werden muss. Bleibt das Problem bestehen, ist es wahrscheinlich, dass man in alte Verhaltensmuster zurückfällt und wieder dort ist, wo man früher war!

    Ich finde es erschreckend, dass du eine Drogenabhängigkeit (von beispielsweise Opiaten) mit dem Rauchen gleichsetzt? Natürlich, Nikotin ist eine Volksdroge und ich bestreite nicht, dass das Aufhören Probleme bereitet. Doch würde ich das nie miteinander vergleichen... weil ich finde, dass das einfach nicht angebracht ist. Ich habe früher auch mal geraucht, auch wenn nicht über ewig lange Zeiträume hinweg. Und ich habe vor drei Jahren mit Drogenkonsum wegen Problemen angefangen, phasenweise wurde es schlimmer und momentan häng ich gedanklich sehr fest daran (auch dadurch, dass ich zwischenzeitlich den Verstand verlor und es doch wieder getan habe...) und es ist extrem schwer, nicht rückfällig zu werden und weiterzukämpfen! Man rauch doch normalerweise nicht, um irgendwas zu verdrängen oder nichts mehr zu spüren... sprich, es existiert nicht unbedingt ein Problem, wieso man mit dem rauchen anfängt. Vielleicht schmeckt es einfach. Und deswegen reicht auch Willensstärke, um letztendlich aufzuhören. Wenn man aber beispielsweise von einem Opiat abhängig ist, dann wegen der Wirkung, die das Leben und die vorhandenen Probleme irgendwie beeinflusst. Es ist immer irgendwie ein Davonrennen. Also ist das absolut kein Vergleich, wie kommst du auf so was?!

    Damit gebe ich dir Recht. Das hat aber nichts mit Rauchen zu tun, auch wenn der Prozess des Aufhörens sicherlich ähnlich ist.

    Innerer Wille ist schön und gut, aber ich weise noch mal auf den ursprünglichen Grund des Drogenkonsums ist, der ja bei jedem anders ist. Außerdem, es ist doch umsonst keine Sucht, man sagt doch nicht zum Spaß, jemand ist abhängig... weil es ohne nicht geht, weil es so schwer ist, aufzuhören! Das klappt nicht von einem Tag auf den anderen. Man kämpft jeden Tag erneut, und wenn es dann Rückschläge in anderen Gebieten gibt, stürzt man sehr schnell ab. Auch wenn man eigentlich aufhören will.

    Dann sind die aber nicht ernsthaft abhängig...

    Und davon ist die Rede! Keine Kontrolle mehr über den Konsum, Abhängigkeit. Es wird nicht von Leuten gesprochen, die hin und wieder, wenn auch vielleicht über Jahre hinweg etwas nehmen, aber dennoch aufhören und ein normales Leben fühlen können... die auch klarkommen, wenn sie nichts nehmen. Aber ich spreche von Abhängigen, und die haben keine Kontrolle.
     
    #15
    Kuri, 2 Mai 2006
  16. FreeMind
    Gast
    0
    Richtig, es ist kein schlimmer Begriff selbst, der Kontext ist entscheident.

    Die Traumwelt macht es ja aus ;-) Spass beiseite, wenn der Gebrauch von Drogen als Kompensation für irgendetwas herhalten muss ist es tatsächlich schwierig. Aber das ist bei weitem nicht immer der Fall. Es gibt Drogen die einfach zu bestimmte äußeren Anlässen passen und sonst zu nix, das hat dann nicht mit irgendwelchen verdrängten Probleme zu tuen, sondern ist ein "natürlicher" Umgang mit diesen Substanzen.

    Insofern sprechen wir hier von unterschiedlichen Arten der Abhängigkeit, bzw. den Gründen.

    Ich setze die Substanzen ja keine direkten Vergleich aus, sondern das Konsumieren der unterschiedlichen Substanzen und das Verhalten wie diese Leute aufgehört haben. Das die Substanzen nicht vergleichbar sind ist mir bekannt und sollte so von mir auch nicht dargestellt werden.
    Der Vergleich soll Leute mit fehlender Drogenerfahrung begreiflicher machen wovon ich reden, indem ich eine Parallelität zu Bekanntem aufgreife.

    Das ist aus meinem Erfahrungsschatz bemessen deutlich zu früh, da ist das Risiko ein Abhängigkeit deutlich größerer. Und es ist aus den falschen Gründen.
    Dein Fall, wenn ich ihn so nennen darf, ist nicht direkt mit dem vergleichbar was ich versuche anzusprechen. Die vom Gesetzgeber vorgebebene alterlichen Grenze für legal Drogen ist nicht willkürlich gesetzt, sondern hat in diesem Fall ihren Sinn und ist aus guten medizinischen Gründen gerechtfertigt. Das man somit in dem ergebenden Zeitraum auch nicht mit illegalen Substanzen spielen sollte erschliesst sich dann von selbst.

    Glaube mir, ich weiss wovon du sprichst. Es ist der Wille und die Stärke die es einen möglich macht eine Abhängigkeit zu etwas zu durchbrechen. Jedoch je früher man damit zu tuen hatte umso eher "prägt" sich eine Abhängigkeit auch ein und es ist deutlich schwerer, vorallem wenn die äußere Situation sich wenig geändert hat.

    Da kommt die Frage auf, wann ist jemand abhängig? Ich sprechen hier von Leuten die z.b. seit 30Jahren regelmäßig einen bunten Mixcocktail aus chemischen und biologischen (vorallem psychedelischen wirkenden) Substanzen zu sich nimmt. Bestimmte Substanzen täglich, andere wöchentlich und diese Person hat es in der Zwischenzeit zu einen respektablen Handwerksbetrieb mit mehren Angestellt gebracht, nur um mal die weltliche Seite zu beleuchten.
    Wer ist abhängig? Der, der die Drogen regelmäßig nimmt? Wie regelmäßig ist abhängig? Wer sie nur einmal genommen hat? Das sind die Differenzierungen der der Begriff Abhängiger so nicht erlaubt. Aber das ist bei psychischen Begriffe eh immer so. Mal als stark vereinfachtes Beispiel:
    Bei einem Beinbruch sagt man ja auch nicht nur der hat nen Bruch, sondern spezifiert wo und was und damit auch die Intensität der Verletzung.

    Nicht unbedingt eine Kontrolle über die Drogen selbst, aber z.b. über die Menge das Konsums und was viel wichtiger ist über sich selbst. Jemand der einfach irgendwas regelmäßig konsumiert und damit die Kriterien eines Abhängigen erfüllt, aber keinerlei Probleme damit verdrängt oder erzeugt ist nicht gleichzusetzen mit jemanden der sich wie von die beschrieben verhält.
    Vielleicht möchte derjenige der damit klarkommt garnicht aufhören? Warum sollte man ihn dann dazu zwingen?

    Gruss
    AleX
     
    #16
    FreeMind, 2 Mai 2006
  17. Kuri
    Kuri (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    4.774
    123
    2
    vergeben und glücklich
    Ja, natürlich. Ich habe ja oben schon mal gesagt, dass ich nicht von denen spreche, die beispielsweise auf Partys was nehmen, um gut drauf zu sein. Natürlich kann sich so was alles vermischen... es gibt sicher verschiedene Gründe für eine Abhängigkeit. Aber letztendlich führt sie doch immer dazu, dass es einem nicht mehr gut geht, es ohne die Droge nicht mehr geht, man sich damit selbst die Probleme schafft.

    Und genau das finde ich schwierig und bedenklich. Das verherrlicht ja beinahe, denn natürlich weiß jeder, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, aber wer hat nicht schon mal einfach eine geraucht und sich dabei keinen großen Kopf gemacht. Wenn du hier den Vergleich aufstellst, könnten manche Leute doch wirklich auf den irrtümlichen Gedanken kommen, dass das Suchtpotential von härteren Drogen (ich schließe damit jetzt mal grob Chemie und Co. mit ein) allgemein zu hoch eingeschätzt wird und man demnach doch einfach mal probieren könnte, wie das ist, wenn es ja doch nicht so dramatisch ist. Ich denke zwar schon, dass die meisten hier soweit rational denken können, dass sie das erstens für sich entscheiden können und ihnen zweitens bewusst ist, dass Drogen je nach dem schnell abhängig machen können, trotzdem grenzt das schon fast an Verherrlichung...

    Na klar, das bestreite ich auch nicht. Es geht eigentlich auch nicht um mich ist, und nicht darum, was du davon denkst, denn das ist deine Sache. Und was geschehen ist, ist geschehen. Abgesehen davon - wer Drogen nehmen will, den interessiert sicherlich nicht eine gesetzliche Altersvorschrift (für legale).

    Jetzt hast du verstanden, was ich meinte, mit dem letzten Satz. Und häufig - natürlich nicht immer, will ich gar nicht behaupten - ist es eben auch der Fall, dass die Situation so eintritt.

    Für mich bedeutet abhängig einfach schlicht, was ich bereits schon erklärt hatte, bezüglich psychische und physische Abhängigkeit. Jemand, der regelmäßig Drogen nimmt, ist nicht automatisch abhängig, kann es aber durchaus sein, wenn er sich daran bindet und ohne nicht mehr kann bzw. sich dadurch extrem schlecht und nicht mehr in der Lage fühlt, sein Leben zu meistern. Und da gibt es meines Erachtens nach nicht allzu viel zu differenzieren. Es ist ja nicht wichtig, wie oft jemand Drogen genommen hat oder noch nimmt, in welcher Regelmäßigkeit o.ä., sondern, wie er dazu steht, wie er damit leben kann, ob es auch nüchtern noch funktioniert, wie es sollte und ähnliches.

    Versteh ich jetzt nicht ganz. Das Kriterium heißt ja nicht unbedingt "regelmäßiger Konsum", das ist nicht allzu wichtig... man kann auch über einen längeren Zeitraum Drogen konsumieren und auch dadurch eine psychische Abhängigkeit entwickeln. Klar, das Konsummuster kann auf eine Abhängigkeit hinweisen, ist aber kein allgemeingültiger Beweis dafür.
     
    #17
    Kuri, 3 Mai 2006

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