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Gebärmutterhalskrebs: Ärzte klären Irrtümer auf

Dieses Thema im Forum "News zu Liebe, Erotik und Sexualität" wurde erstellt von User 20345, 4 September 2007.

  1. User 20345
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    vergeben und glücklich
    HPV-Impfung kann 75 Prozent der Erkrankungen verhindern

    Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste Todesursache junger Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Ein Impfstoff, mit dem 75 Prozent der Erkrankungen verhindert werden könnten ist bereits vorhanden, wird jedoch nicht flächendeckend eingesetzt. Bislang müssen sich Frauen die 600 Euro teure Imfpung selbst finanzieren. "Wir haben alle Fakten, die wir brauchen", sagt Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe http://www.krebshilfe.net und verweist damit auf die Ergebnisse einer an mehr als 20.000 Frauen durchgeführten Studie, die die Wirksamkeit der Impfung beweist. Aufgrund falscher Ängste und Vorurteile komme das Mittel jedoch noch nicht zum Einsatz.

    Weit verbreitet sei die Meinung, dass die Impfung nur gegen eine von mehreren Ursachen von Gebärmutterhalskrebs wirksam sei. "Das ist insofern richtig, dass der Impfstoff nicht die Krebserkrankung selbst, sondern bestimmte Stämme der humanen Papillomviren (HPV) bekämpft. HPV konnte allerdings bei 99,7 Prozent aller Gebärmutterhalskrebsfälle nachgewiesen werden", so Sevelda. "Durch die betreffenden Stämme werden drei Viertel der Krebserkrankungen ausgelöst." Es gäbe demnach keine anderen Ursachen, sondern nur zusätzliche Co-Faktoren. HP-Viren werden zum größten Teil durch Hautkontakt beim Geschlechtsverkehr übertragen. Kondome schützen nicht zu 100 Prozent vor der Infektion.

    Kritiker verweisen ebenfalls auf die Tatsache, dass die Kontrollgruppe der Studie nicht bis zum Ausbruch des Gebärmutterhalskrebses beobachtet wurde - demnach könne nicht mit Sicherheit behauptet werden, dass die Impfung wirksam sei. "Nach der Besiedelung durch HPV dauert es über zehn Jahre bis Gebärmutterhalskrebs ausbricht, alleine deshalb sind Langzeitstudien schwierig. Die Wirksamkeit auf die Vorstufen der Krankheit konnte allerdings zweifelsfrei nachgewiesen werden", so Sevelda, der es für verantwortungslos hält, den Impfstoff noch Jahre zurückzuhalten. In Bezug auf die Studie stelle sich ein moralische Frage, so Sevelda: "Lässt man Probanden wissentlich an einer lebensgefährlichen Krebsart erkranken?" Deshalb habe man rechtzeitig damit begonnen, auch die Placebogruppe zu behandeln.

    "Mädchen im Alter von elf bis zwölf Jahren haben bei der Impfung oberste Priorität", so Reinhard Kirnbauer, Erfinder und Patentinhaber des Wirkstoffes. Rund drei Viertel der österreichischen Bevölkerung kommen im Laufe ihres Lebens mit HP-Viren in Kontakt - die Infektionen passieren unbemerkt und bleiben zum größten Teil ohne Folgen. "Ist ein Mensch jedoch bereits mit einem oder mehreren Stämmen des Virus infiziert, sinkt die Schutzwirkung der Impfung", so Kirnbauer. "Deshalb sollten wir Vorsorge treffen, bevor Frauen ihre ersten sexuellen Erfahrungen machen." Optimal wäre jedoch eine flächendeckende Durchimpfung, so Wolfgang Maurer von der Universitätsklinik Wien. "Die Maßnahme ist kosteneffizient - wir würden uns in Zukunft Geld ersparen." Männer können durch HP-Viren Genitalwarzen sowie in sehr seltenen Fällen Krebs bekommen und sollten ebenfalls geimpft werden. Um eine sogenannte Herdenimmunität zu erzeugen und den Virus damit zurückzudrängen, müssten auch sie als Überträger immun sein.

    "Wir raten Frauen grundsätzlich davon ab, sich auf HPV testen zu lassen", so Sevelda. Es gäbe keine wirksame Therapie gegen eine Infektion, deshalb führe eine positive Diagnose lediglich zu Verunsicherung. Die Impfung führe hingegen in jedem Fall zu einer Verbesserung der Chancen der Patienten. "Die Behandlung ersetzt jedoch nicht die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen", betont Sevelda. Kritiker befürchten, dass sich Frauen durch den Impfstoff in falscher Sicherheit wiegen und deshalb die Vorsorge vernachlässigen würden. "Beide Instrumente führen zur optimalen Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs", so Sevelda.


    Quelle: pressetext.austria - Redakteur: Georg Eckelsberger
     
    #1
    User 20345, 4 September 2007
  2. Schweinebacke
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    Schweinebacke, 12 September 2007
  3. User 32843
    User 32843 (29)
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    So... die Zahlen haben mich doch etwas verblüfft, ich hab mal woanders nachgesehen (onmeda.de):

    Im Gegensatz zum Corpuskarzinom ist das Zervixkarzinom am scheidennahen Ende der Gebärmutter lokalisiert und dadurch bei frauenärztlichen Untersuchungen frühzeitig erkennbar. Im Frühstadium (Carcinoma in situ) ist der Krebs zu 100% heilbar. In Deutschland erkranken jährlich 12 von 100.000 Frauen. Weltweit steht das Zervixkarzinom bei den Krebserkrankungen der Frau an 2. Stelle, in Deutschland dank seit 1971 durchgeführter Früherkennung auf Rang 11.


    Also nichts von zweithäufigster Todesursache, würde ich schätzen...


    Hier noch eine Quelle (Deutsche Krebshilfe e.V.)

    Häufigste Krebsarten der Frau

    Häufigste Krebsart der Frau ist Brustkrebs. Jährlich erkranken über 55.150 Frauen in Deutschland neu daran. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren. Über 40 Prozent der betroffenen Frauen sind jünger als 60 Jahre. An zweiter Stelle steht bei den Frauen Darmkrebs mit 35.800 Neuerkrankungen. Auch bei den Frauen steht Lungenkrebs mit 12.450 mittlerweile auf Platz drei. Die Ursache: Immer mehr Frauen rauchen!
     
    #3
    User 32843, 12 September 2007
  4. Shiny Flame
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    Also, nach diesen kritischeren Stimmen im Link vom zweiten Beitrag würde ich mich selbst bzw. meine Tochter lieber nicht impfen lassen, ehrlich gesagt...
     
    #4
    Shiny Flame, 4 Oktober 2007
  5. SexySellerie
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    Impfen schön und gut. Ist bestimmt eine Maßnahme,die nicht unbedingt schaden kann. Aber wer hat denn mal eben so 600€ dafür auf der hohen Kante?
    Ich nicht....
     
    #5
    SexySellerie, 13 Oktober 2007
  6. User 48246
    User 48246 (30)
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    vergeben und glücklich
    Manche Krankenkassen bezahlen es länger als bis 18... manche bis 26 / 27... also wenn man sich impfen lassen möchte, einfach mal bei der KK nachfragen!
     
    #6
    User 48246, 13 Oktober 2007

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