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Gebärmutterhalskrebsimpfung gefährlich ?

Dieses Thema im Forum "Aufklärung & Verhütung" wurde erstellt von LaCoer, 7 Januar 2008.

  1. pappydee
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    nicht angegeben
    grippale, leicht fieberhafte infekte sind keine kontraindikationen für impfungen mit totimpfstoffen. die immunreaktion auf den impfstoff ist dadurch nicht herabgesetzt, die wirkung der impfung also nicht beeinträchtigt. genausowenig kann etwas passieren wie zum beispiel eine verschlimmerung des infektes.

    dennoch impfen viele ärzte deshalb nicht, weil man früher davon ausging, dass das nicht gut ist - heute weiß man das besser.

    impfungen sind heutzutage praktisch nebenwirkungsfrei (von einem 2 tage lang dicken arm mal abgesehen) - da beißt die maus keinen faden ab. die ganzen horrorgeschichten sind erstunken und erlogen. fast jedes medikament (und die pille sowieso!!) macht mehr und häufiger nebenwirkungen als eine impfung.

    darüber hinaus ist diese ganze impfdiskussion eine große scheiße. die leute, die da so haltlos daherschreiben und agitieren, haben leider samt und sonders keine medizinische ausbildung - und ich diskutiere ja auch nicht mit meinem statiker, ob da noch ein balken hin muss oder nicht, damit das haus stabil wird.

    die ständige impfkommission am robert-koch-institut besteht aus lauter hochqualifizierten fachleuten, die die studienlage sehr genau erörtern, bevor sie eine empfehlung für eine impfung abgeben - ganz nebenbei sitzt da auch kein vertreter der pharmaindustrie drin, wie immer wieder gern behauptet wird. insofern sind solche empfehlungen unbedingt ein zu halten, besonders bei kindern.

    ich kenne ärzte, und ich selbst werde es mal genauso handhaben, die kinder, die nicht geimpft sind, nicht betreuen. das soll dann doch der bescheuerte heilpraktiker machen, der den eltern das impfen ausgeredet hat - ich würde diese verantwortung nicht auf mich nehmen.
     
    #61
    pappydee, 9 Januar 2008
  2. LaCoer
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    danke dir
    ja keine ahnung sie meinte sie wollen das nicht verantworten was solls es eilt ja auch nicht...nur blöd da ich heute frei hatte aber was solls..
    bin froh, dass meine kasse das zahlt und deswegen hab ich mich nun dafür entschieden
     
    #62
    LaCoer, 9 Januar 2008
  3. pappydee
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    nicht angegeben
    sagen wirs mal so - es macht ja wirklich nix, wenn man da lieber ein paar tage wartet - deshalb machen das viele ärzte halt so, gerade weil man früher nicht so recht wusste, ob man impfen kann oder nicht. heute weiß man das besser, aber trotzdem wartet man oft, weil ja durch ein paar tage verzögerung nix verloren geht.
     
    #63
    pappydee, 10 Januar 2008
  4. Wombat86
    Wombat86 (31)
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    vergeben und glücklich
    also ich hab mir das nu hier nicht alles durchgelesen, weil ich hab grad ne bestimmte frage:smile:

    ich hab heute meine erste impfung bekommen. nun meine frage: was ist mit sex ? hab gelesen, dass man möglichst keinen haben soll, bzw wenn dann mit kondom. nun bin ich schon 2 Jahre mit meinem Freund zusammen und mittlerweile schlafen wir auch ohne kondom miteinander, weil ich auch eine latexallergie habe...lieber mit kondom oder is es egal, solange ich den partner nicht wechsel ?
     
    #64
    Wombat86, 10 Januar 2008
  5. User 52655
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Wenn du ohnehin schon mit ihm Sex hattest, ist es egal.
    Im Zweifelsfalle hätte er dich dann ja schon angesteckt.
    Mit einem anderen Partner solltest du aber halt nicht schlafen, bis die Impfung durch ist (aber das hast du wohl erstmal eh nicht vor :zwinker:)
     
    #65
    User 52655, 10 Januar 2008
  6. Doc Magoos
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    nicht angegeben
    Da lohnt es sich nicht, drauf zu verzichten. Wenn du es von ihm hättest, hätte sich die Sache eh erledigt. Und einen Ping-Pong-Effekt gibt es ja nicht. Und da man sich HPV ja nicht nur sexuell, sondern auch von anderen holen kann, brauchst du eigentlich nicht auf Sex mit deinem Freund verzichten. Ein halbes Jahr Abstinenz ist in so einem Fall echt unnötig. Und Kondome bieten eh keinen ausreichenden, sondern nur einen besseren Schutz.
     
    #66
    Doc Magoos, 10 Januar 2008
  7. Wombat86
    Wombat86 (31)
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    vergeben und glücklich
    ne hab ich nich vor :smile:

    super danke für die schnelle antwort!
     
    #67
    Wombat86, 10 Januar 2008
  8. [w]hy
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    Ich bin mir da nicht ganz sicher wegen dem Sex. Mein Arzt hat mir erkälrt, dass die Keime, welche ja auch der haut sin (Penis) in die Scheide rein kommen, aber wieder z.b. durch die Mens "rausgespült" werden. Wenn dann aber immer wieder und wieder diese Keime hineingelangen kann es zu einer infizierung kommen...
     
    #68
    [w]hy, 11 Januar 2008
  9. User 69081
    User 69081 (31)
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    hmmm? Du meinst mit PingPong-Effekt, das gegenseitige immer wieder anstecken? Also mal so: Ich habe Condylome und meinen Mann angesteckt (wer den Anfang gemacht hat, wissen wir nicht) und nun hat er noch eins und kann mir die damit wieder verpassen. Das verstehe ich unter PingPong-Effekt und den gibts sehr wohl.


    @why: das halte ich für totalen Quatsch! Aber vielleicht kann sich ja da noch ein Mediziner zu äußern.
     
    #69
    User 69081, 11 Januar 2008
  10. Doc Magoos
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    Eben nicht. Wenn du eine aktive Infektion hast, kannst du natürlich andere anstecken. Überhaupt keine Frage. Wenn du aber den Infekt überstanden hast, hast du natürlich auch die guten B-Gedächtniszellen. Und die werden ja sofort wieder aktiv. Wenn dein Mann also die gleiche Infektion hat, du sie aber nicht mehr, bist du ja immun. Damit auch keine rückwirkende Ansteckung. So verheissen es zumindest die letzten Studien die ich gelesen hab. Und damit kein Ping-Pong-Effekt. Wie gesagt, gilt das nur für die selbe Virusgruppe.

    Man kann es sich ja wie bei einer Erkältung vorstellen. Bei einer viralen Erkältung steckt man sich an, überwindet sie, und ist damit geschützt. Der gleiche Erreger wird einen nicht noch ein zweites mal hinraffen. Dumm halt nur, dass es über 100 verschiedene Erreger gibt. Sonst wäre man mit der viralen Erkältung ja irgendwann durch.

    @[w]hy: was dein Arzt da so sagt, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Erstens werden nicht alle Erreger mit der Menstruation rausgespült, zweitens gäbe es dann ja nie Infektionen wenn es so leicht wäre. Was da ist, ist da.
     
    #70
    Doc Magoos, 11 Januar 2008
  11. Gazalia
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    siehe Thread "HPV Impfung tödlich?"
     
    #71
    Gazalia, 15 Januar 2008
  12. Q-Fireball
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    Was soll der doppel Post, wenn nicht Panikmache und dann irgendwas aus der Zeitung, dem jeglichen wissenschaftlichen Hintergrund fehlt.
    Da könnte ich hier auch paar Motorradunfälle herein schreiben? Und hört man deswegen mit Motorradfahren auf? Und sag nicht das den Frauen oder Mädchen was verheimlicht wurde, denn die Risiken sollten jedem klar sein und davon wird man vor der Impfung auch aufgeklärt. Und ja es gibt keine Langzeitstudien aber wie bitte soll man die bekommen, wenn sich niemand wegen sowas Impfen lässt (wobei solche Vorfälle, wie schon gesagt, extremst selten sind). Und sag jetzt nicht das du kein Versuchskaninchen sein willst, dass bist du immer und wirst du leider auch sein müssen, bei jeglichen Weiterentwicklungen. z.B. Handys nutzt du auch, da gab es auch keine Langzeitstudien und den verdacht das die Strahlung krebserregend ist und das kann man mit zich anderen Sachen auch machen...

    Das einzig gute ist das eine Debatte und ein weiter Untersuchung daraus entstehen und das halt ich für sehr Sinnvoll...

    P.S.: Und gleich im Vorfeld möchte ich klar stellen, dass mir es lieber ist, wenn man darüber diskutiert, anstatt mir jetzt dafür eine negative Bewertung, ala ich bin andere Meinung, reindrückt. Aber dafür hast du ja DEIN Thread eröffnet...
     
    #72
    Q-Fireball, 16 Januar 2008
  13. Gazalia
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    meinst du jetzt dass ich dich schlecht bewertet habe oder bewerten werde? Kannst dir sicher sein dass ich das nicht mache nur weil du eine andere Meinung hast.

    Mir war es einfach wichtig, ein Thema dazu zu eröffnen, da die Impfung von allen immer hochgejubelt wird - und die negativen Berichte lässt man schön unter den Tisch fallen.

    und meinen Thread habe ich erst danach eröffnet - weil ich nicht will dass das ev. gelöscht wird, weils nichts mit der Frage der TS zu tun hat. (?)
    Gestattest du mir das freundlicherweise?

    EDIT: aber ich sehe gerade, dass du mich anscheinend negativ bewertet hast. Sehr schön, sehr reif, sehr scheinheilig. Und warum das nichts mit Panikmache zu tun hat, habe ich oben erklärt. Aber wenn du dich dann besser fühlst, dann lösche ich es halt oben raus.:rolleyes:
     
    #73
    Gazalia, 16 Januar 2008
  14. Q-Fireball
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    Na dann kannst du bei mir genauso sicher sein!

    Na klar du kommt es komisch wenn du in zwei Threads sowas postest....

    Ich war das nicht, ich weis nicht wer es war aber ich hätte eben nicht scheinheilig jemanden ne schlechte Bewertung gegeben. Ich finde es auch viel Interessanter wenn man darüber redet als irgendwelche unsinnigen Bewertungen abzugeben.
     
    #74
    Q-Fireball, 16 Januar 2008
  15. Gazalia
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    ich auch:zwinker:

    und das mit den 2 Threads hab ich doch gerade erklärt oder? Es ist ja nicht so als hätte ich den Artikel geschrieben und will dafür jetzt die Lorbeeren einheimsen:-D
    und ich weiss ja selbst dass die Artikel auf Panikmache abzielen, aber trotzdem finde ich es wichtig, darüber mal nachzudenken und sich nicht blindlings impfen zu lassen nur weil es jetzt (angeblich) das tollste, neueste auf dem Gebiet der Forschung ist und viel Werbung dafür gemacht wird.
    Und praktisch dass die Impfung auch gleich so teuer ist...
     
    #75
    Gazalia, 16 Januar 2008
  16. User 29904
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    #76
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 16 Januar 2008
  17. Gazalia
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    reißerische Artikel....das ist nun mal ein Artikel aus einer Tageszeitung. Die ist jetzt weder als Klatschblatt noch als wissenschaftliches Magazin verschrien, es ist einfach nur eine Tageszeitung!
    Wer nichts dazu schreiben will, muss auch nicht. Oder kann ja alternativ einen besseren, hochwertigeren Artikel suchen.
    Tatasache ist, dass dieses Mädchen gestorben ist und dass andere Mädchen auch Nebenwirkungen hatten die in Verbindung mit der Impfung stehen könnten.
    Beweise gibts (noch) keine - wer bei diesem Status dann nicht über mögliche Todesfolgen der Impfung "diskutieren" will, bitte.

    Was wäre denn in deinen Augen eine "sichere Quelle" in Österreich?

    Quelle: derStandard.at

    eine seriöse Tageszeitung.

    Krank nach HPV-Impfung
    Abstriche sind laut Mediziner eine bessere Vorsorge gegen Krebs - die Bundes*gesundheits*kommission wird erst Ende Jänner eine Empfehlung abgeben
    Wien - "Der Impfstoff ist zugelassen und gilt damit als sicher", stellt das Gesundheitsministerium klar. Dennoch, die Zahl der Meldungen über Erkrankungen nach einer Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) - Verursacher von Gebärmutterhalskrebs - nehmen zu.

    Mehrere Impfvorfälle

    Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits nach einem Todesfall. Eine 19-jährige Oberösterreicherin war voriges Jahr drei Wochen nach der ersten von drei Teilimpfungen in ihrer Wiener Studentenwohnung an Atemlähmung gestorben. Und eine 15-jährige Oberösterreicherin wurde mit einer Gehirnhautentzündung ins Krankenhaus eingeliefert, wie der Standard.at gestern berichtete.

    Landesrätin rät von der Impfung ab

    Für Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger Grund genug, jetzt jenen Oberösterreicherinnen, die aufgrund der Meldungen an der Unbedenklichkeit der Impfung zu zweifeln begonnen haben, von einer solchen abzuraten. Zumindest so lange, bis die Bundesgesundheitskommission ihre Empfehlung abgeben hat. Das soll am 28. Jänner geschehen.

    Regelmäßiger Abstrich zu 99 Prozent sicher

    Dann wird den Sozialversicherungsträgern und den Ländern der Endbericht zur Evaluierung vorgelegt. Experten haben geprüft, welche Alternativen es zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge bereits gibt und wie effizient deren Wirkungsweise sei. So garantiere etwa ein regelmäßiger Abstrich ein 99 prozentige Sicherheit, meint das Gesundheitsministerium. Von dem Endbericht werde es auch abhängen, ob die rund 500 Euro teure HPV-Impfung in den nationalen Impfplan aufgenommen wird.

    Sicherheit des Impfstoffes nicht bewertet

    Die "Sicherheit des Impfstoffes", so stellt das Ministerium klar, wurde jedoch nicht bewertet, auch wenn die Anzahl der Nebenwirkungen steige. Grundsätzlich sind die Ärzte verpflichtet, jegliche Beschwerden, die nach Impfungen oder Medikamenteneinnahmen aufgetreten sind, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit zu melden.

    Bekannte Beschwerden

    Dort gingen voriges Jahr sieben Mitteilungen über einen zeitlichen Zusammenhang von HPV-Impfung und Nebenwirkungen ein. Patientinnen litten unter starken Kopfschmerzen oder hohem Fieber. Weitere Nebenwirkung: Regelblutungen blieben aus.

    Pro-Impfprojekt in Niederösterreich

    Das niederösterreichische Landeskrankenhaus Korneuburg stellte noch weitere Reaktionen direkt nach den Spritzen fest: Immer wieder seine junge Mädchen kollabiert, bestätigt Gynäkologieprimar Peter Safar. Doch trotz der nun bekannt gewordenen Zwischenfälle hält das Land an seinem Pilotprojekt fest. Als einziges Bundesland hat es im Mai 2007 eine Impfaktion an Landeskrankenhäusern gestartet. 500 statt 270 Euro kosten den Frauen die drei Teilimpfungen, den Restbetrag übernimmt das Land. 20.000 Frauen, in Durchschnitt zwischen 16 und 20 Jahren, haben sich bereits impfen lassen.

    Abstrich wesentlich erfolgreiche Prophylaxe

    "Gestern haben wird vom Land die Mitteilung erhalten, es sei keine Gefahr im Verzug und die Aktion ist auf unbestimmte Dauer fortgesetzt," sagt Safar. Das begrüßt der Mediziner nicht. Denn er hält einen österreichweit organisierten Aufbau von Abstrichen für eine wesentlich erfolgversprechendere Prophylaxe als die Impfung mit einem Stoff, der in einem beschleunigten Verfahren zugelassen wurde und über dessen Wirksamkeit es noch keine Langzeitstudien gebe. Aus diesem Grund rät auch das Grazer Frauengesundheitszentrum weiterhin vor übereilten Impfungen ab. (Kerstin Scheller, STANDARD, Printausgabe, 17.01.2007


    Pro": "Wirksamkeit ist abgesichert"
    Krebshilfepräsident Paul Sevelda plädiert im derStandard.at-Interview für die Aufnahme der HPV-Impfung ins Kinderimpfprogramm - Pro
    derStandard.at: Seit ein paar Wochen gibt es einen zweiten Impfstoff gegen Gebährmutterhalskrebs. Können Sie die Impfung empfehlen?

    Sevelda: Ja, auch der zweite Impfstoff hat bezüglich der HPV Stämme 16 und 18, die für 70 Prozent der Gebärmutterhalskrebsfälle verantwortlich sind, eine praktisch 100-prozentige Wirksamkeit in Bezug auf Vermeidung von Krebs-Vorstufen bedingt durch diese beiden onkogenen (krebserregenden) Virusstämme.

    derStandard.at: Gebärmutterhalskrebs wird zu rund 75 Prozent durch die Humanen Papillomavirenstämme (HPV) 16 und 18 verursacht. Wie viel Prozent der Männer und Frauen sind oder werden in Europa durchschnittlich im Laufe ihres Lebens mit den Viren infiziert?

    Sevelda: Innerhalb eines Lebens kommen 60 bis 80 Prozent aller Männer und Frauen mit diesen beiden Virusstämmen in Kontakt. Zum Glück wird bei den allermeisten Menschen der Körper selbst mit einer solchen Besiedelung fertig und scheidet das Virus aus. Nur die persistierende (fortbestehende, Anm.) Besiedelung über mehrere Jahre kann zu Gebärmutterhalskrebs Vorstufen und letzten Endes auch zum Gebärmutterhalskrebs führen. In Österreich betrifft das pro Jahr insgesamt 500 Frauen mit Gebärmutterhalskrebs und etwa 5.000 Frauen mit Vorstufen.

    derStandard.at: Kritische Stimmen sagen, dass es bis jetzt keine publizierten Phase III Studien, also klinischen Studien gibt. Ohne diese werden Medikamente aber kaum zugelassen. Warum dann die HPV-Impfstoffe? Ist die Studienlage ausreichend?

    Sevelda: Diese Darstellung ist definitiv falsch. Für beide Impfstoffe gibt es prospektiv randomisierte placebokontrollierte Phase III Studien, die alle ein signifikantes Studienergebnis bezüglich der Wirksamkeit des Impfstoffes gezeigt haben. Damit ist der höchste Level an Evidenz gegeben. Bezüglich der Wirksamkeit und auch der Sicherheit ist die Studienlage nicht nur ausreichend, sondern im Vergleich zu allen anderen Impfstoffen mehr als abgesichert.

    derStandard.at: Gebärmutterhalskrebs hat gegenüber anderen Krebsarten in den Industrieländern eine geringe Erkrankungs- und Sterblichkeitsrate. Durch jährliche Vorsorgeuntersuchungen (PAP Abstrich) und durch die häufigere Verwendung von Kondomen (HIV, HepatitisC) ist zusätzlich ein Rückgang zu beobachten. Warum reichen diese einfachen und sicheren präventiven Maßnahmen nicht aus?

    Sevelda: Diese Maßnahmen sind eben nicht präventiv, der Krebsabstrich entdeckt zum Glück bei den allermeisten Frauen, die regelmäßig jährlich zum Krebsabstrich gehen, die Frühformen der Erkrankung. Diese können mit einer kleinen Operation zumeist geheilt werden, dennoch bedeutet ein auffälliger Krebsabstrich oder auch eine "sogenannte kleine Operation" eine enorme Belastung für die Frau.

    Die Impfung verhindert die Entstehung der Vorstufen der Gebärmutterhalskrebserkrankung und ist daher tatsächlich präventiv. Das Kondom kann wohl dazu beitragen, dass die Übertragung von Humanen Papillomaviren reduziert wird, aber sie können die Übertragung nicht verhindern.

    derStandard.at: Sollte jedes Mädchen bis zum 26. Lebensjahr geimpft werden?

    Sevelda: Ein klares ja, es gibt derzeit nur zwei Ausnahmen: Jene Frauen, die gerade schwanger sind, sollten nach der Schwangerschaft geimpft werden und jene Frauen, die derzeit bereits einen auffälligen Krebsabstrich haben oder an Gebärmutterhalskrebs erkrankt sind, benötigen eine wirksame Therapie dieser Erkrankung. Beide Impfstoffe sind rein präventiv und nicht therapeutisch wirksam.

    derStandard.at: Sollten auch Buben oder Männer geimpft werden?

    Sevelda: Grundsätzlich wäre das zu empfehlen, wenn man das Ziel hat die HPV Besiedelung gänzlich auszurotten. Die Männer sind auch Überträger und daher wäre es wünschenswert, wenn durch die Impfung die Übertragungsrate reduziert werden könnte.

    Realistischerweise erscheinen diese Idealvorstellung derzeit aus Kostengründen nicht realisierbar. Der individuelle Vorteil einer Impfung ist ungleich größer für die Frau und die Mädchen als für die Knaben, denn die HPV bedingten Krebserkrankungen der Männer beschränken sich auf die sehr seltenen Penis- Anal- und HNO Karzinome. Der Vierfachimpfstoff bietet wenigstens zusätzlichen Schutz vor Genitalwarzen, die bei Männern sogar häufiger vorkommen als bei Frauen.

    derStandard.at: Warum ist eine Aufnahme ins Kinderimpfprogramm (kostenlose Impfung aller Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren) sinnvoll?

    Sevelda: Erstens können in diesem Alter alle in der Schule erfasst werden. Zweitens ist die Immunantwort in diesem Alter am besten, das heißt dass in diesem Alter Geimpfte den höchsten Antikörperspiegel erzielen und drittens sind in diesem Alter praktisch alle Kindern frei von HPV und damit die ideale Zielgruppe mit der am höchsten zu erwartenden Erfolgsrate.

    derStandard.at: Was spricht dagegen Langzeitstudien abzuwarten, bevor eine Durchimpfung aller Mädchen gefordert wird?

    Sevelda: Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich aus den Vorstufen innerhalb von zehn Jahren zur invasiven Krebserkrankung (in das Gewebe hineinwuchernd, Anm.). Ohne diese Vorstufen gibt es keinen Gebärmutterhalskrebs. Es wäre nicht gerechtfertigt, dass wir in den Placebogruppen nun zusehen, wie diese Frauen über die Vorstufen innerhalb von zehn Jahren die invasiven Gebärmutterhalskrebserkrankung entwickeln, wenn wir heute schon wissen, dass die Impfung diese Vorstufen zu praktisch 100 Prozent verhindern kann.

    Je länger wir warten, desto mehr Frauen und Mädchen können sich in dieser Zeit mit HPV infizieren und setzen sich damit diesem potenziellen Risiko aus. Auch die Sicherheit der Impfung ist innerhalb der Studien überprüft worden und es zeigt sich im Vergleich zur Placebogruppe keinerlei Unterschied, da es sich auch bei der Impfung um keinen Lebendimpfstoff handelt.

    derStandard.at: Macht die Impfung bei Frauen nach dem ersten Geschlechtsverkehr Sinn? Die klinische Wirksamkeit der Impfungen bei Frauen über 26 Jahre ist noch nicht erwiesen.

    Sevelda: Die Impfung ist unabhängig vom Geschlechtsverkehr zu sehen. Selbstverständlich macht die Impfung auch für jene Frauen Sinn, die bereits Geschlechtsverkehr gehabt haben. Wir wissen heute, dass die Wahrscheinlichkeit einer Frau, gerade zum Zeitpunkt der Impfung mit HPV 16 oder 18 infiziert zu sein, bei ein bis zwei Prozent liegt. Da wir allerdings heute keinerlei Therapien für die Behandlung der HPV Infektion haben, raten wir nicht zu einer Testung ob man HPV infiziert ist. Dadurch würden wir viele Frauen verunsichern und in Schrecken versetzen ohne daraus klinische Konsequenzen ziehen zu können.

    derStandard.at: Die Kosten für den Impfstoff sind relativ hoch. Der Nutzen der Impfung wird vor allem in der dritten Welt gesehen. Geht es da nicht offensichtlich um verkaufsfördernde Maßnahmen der Herstellerseite in den Industriestaaten?

    Sevelda: Es ist richtig, dass die Impfung vor allem in jenen Ländern einen noch größeren Effekt erzielen könnte, in denen die Gebärmutterhalskrebserkrankung immer noch die häufigste Krebserkrankung der jungen Frau darstellt wie zum Beispiel in Indien und in weiten Teilen Afrikas. Dies bedeutet aber keinesfalls dass es nicht auch in einem Land wie Österreich Sinn macht, etwas zu verhindern, was immerhin jährlich in Österreich 5 000 Frauen betrifft, nämlich Frauen mit Gebärmutterhalskrebs Vorstufen und auch 500 Frauen mit invasiven Krebserkrankungen.

    Kosten-Nutzenanalysen zeigen auch, dass durch den präventiven Charakter der Impfung ein hohes Einsparungspotenzial gegeben ist neben der Vermeidung des individuellen Leidens der betroffenen Frau. (Das Interview führte Marietta Türk, derStandard.at, 24.10.2007)


    "Contra": "Grundsätzliches noch nicht beantwortet"
    Der Gynäkologe Christian Fiala gibt im derStandard.at-Interview zu bedenken, dass nicht geklärt ist, ob die Impfung vor Gebärmutterhalskrebs schützt - Contra
    derStandard.at: Seit ein paar Wochen gibt es einen zweiten Impfstoff gegen Gebährmutterhalskrebs. Können Sie die Impfung empfehlen?

    Fiala: Die grundsätzlichen Fragen zur Sinnhaftigkeit der HPV Impfung sind noch nicht beantwortet: schützt die Impfung wirklich vor Gebärmutterhalskrebs, wenn ja in welchem Ausmaß und wie groß ist das Risiko von langfristigen Nebenwirkungen. Derzeit sprechen die Fakten dafür, die Vorsorgeuntersuchungen (PAP/Muttermundabstrich) regelmäßig durchzuführen und mit der Impfung abzuwarten, bis bessere Daten vorliegen.

    derStandard.at: Gebärmutterhalskrebs wird zu rund 75 Prozent durch die Humanen Papillomavirenstämme (HPV) 16 und 18 verursacht. Wie viel Prozent der Männer und Frauen sind oder werden in Europa durchschnittlich im Laufe ihres Lebens mit den Viren infiziert?

    Fiala: Gebärmutterhalskrebs ist mit HPV "assoziiert". Ob er auch durch HPV verursacht wird ist noch nicht klar. Dies ist einer der Gründe mit der Impfung abzuwarten, bis bessere Daten vorliegen.

    Eine Studie aus Deutschland belegt bei 20 Prozent der untersuchten Frauen eine HPV Infektion, allerdings hatten nur 5 Prozent der Frauen eine Infektion mit dem HPV Virusstamm 16, der als High-risk-Typ eingestuft wird.

    In einer Untersuchung aus den USA fanden sich die HPV Stämme 16 und 18, auf die der Impfstoff "Gardasil" u.a. abzielt nur bei einem sehr geringen Prozentsatz der Frauen: Typ 16 bei 1,5 Prozent und Typ 18 bei lediglich 0,8 Prozent der untersuchten Frauen. In Österreich liegen keine Daten zum Vorkommen von HPV-Infektionen bei Frauen/Mädchen vor.

    derStandard.at: Kritische Stimmen sagen, dass es bis jetzt keine publizierten Phase III Studien (zum klinischen Nutzen), also klinische Studien gibt. Ohne diese werden Medikamente aber kaum zugelassen. Warum dann die HPV-Impfstoffe? Ist die Studienlage ausreichend?

    Fiala: Die Impfung wurde mit beispiellosem Werbeaufwand eingeführt. Dabei kamen bisher kritische Aspekte viel zu kurz. So fehlen zum Beispiel Studien darüber ob auch tatsächlich die Häufigkeit von Krebs verringert wird, oder lediglich die Häufigkeit von Virusinfektionen.

    derStandard.at: Gebärmutterhalskrebs hat gegenüber anderer Krebsarten in den Industrieländern eine geringe Erkrankungs- und Sterblichkeitsrate. Durch jährliche Vorsorgeuntersuchungen (PAP Abstrich) und durch die häufigere Verwendung von Kondomen (HIV, HepatitisC) ist zusätzlich ein Rückgang zu beobachten. Warum reichen diese einfachen und sicheren präventiven Maßnahmen nicht aus?

    Fiala: Die Häufigkeit ist in den letzten 20 Jahren sehr stark zurückgegangen. Das Risiko für eine Frau, vor dem 75. Lebensjahr an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken liegt derzeit bei einem Prozent und könnte noch weiter reduziert werden, wenn die bekannten Früherkennungsmaßnahmen mehr in Anspruch genommen werden.

    Auch die Vorbeugung durch Änderungen des Lebensstils sollte gefördert werden, da insbesondere Rauchen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs verdoppelt. Es ist deshalb bedauerlich, dass die Einschränkung von Rauchen auf dermaßen viele gesellschaftliche Widerstände stößt, wie die Diskussion über Rauchverbot in Lokalen gezeigt hat. Deshalb hat die Impfung keine Priorität im Gesundheitswesen.

    derStandard.at: Sollte jedes Mädchen bis zum 26. Lebensjahr geimpft werden?

    Fiala: Eine kritische Beurteilung der Fakten führt zu der Empfehlung abzuwarten bis bessere Daten vorliegen. Eine generelle Empfehlung für alle Mädchen ist derzeit nicht gerechtfertigt. Es ist jedoch wichtig interessierten Frauen und Mädchen Entscheidungshilfen in Form von sachlicher Aufklärung über Risiko und Nutzen der Impfung zu geben.

    derStandard.at: Sollten auch Buben, oder Männer geimpft werden?

    Fiala: Hier liegen noch viel weniger Daten vor. Der gesundheitliche Nutzen einer generellen Durchimpfung bestimmter Jahrgänge ist wissenschaftlich nicht belegt.

    derStandard.at: Warum ist eine Aufnahme ins Kinderimpfprogramm (kostenlose Impfung aller Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren) sinnvoll?

    Fiala: Dies ist derzeit, wegen der unvollständigen Datenlage nicht sinnvoll. Angesichts der hohen Kosten stellt sich auch die Frage, ob mit derart großem Aufwand nicht bessere Initiativen gefördert werden sollen. Ferner heilt eine Infektion mit HPV in den allermeisten Fällen ohne Therapie.

    derStandard.at: Was spricht dagegen Langzeitstudien abzuwarten, bevor eine Durchimpfung aller Mädchen gefordert wird?

    Fiala: Es gibt keinen Grund für ein schnelles Handeln. Die Häufigkeit des Gebärmutterhalskrebses ist stark zurückgegangen und wir haben eine bewährte Früherkennungsmaßnahme, den Muttermundabstrich, der noch häufiger angewendet werden sollte. Es gibt in der Medizin genügend Beispiele wo eine Maßnahme verfrüht eingeführt wurde und sich die negativen Auswirkungen erst später gezeigt haben. Es gibt keinen Grund hier ein Risiko einzugehen.

    derStandard.at: Macht die Impfung bei Frauen nach dem ersten Geschlechtsverkehr Sinn?

    Fiala: Die klinische Wirksamkeit der Impfungen bei Frauen über 26 Jahre ist noch nicht erwiesen. Die veröffentlichten Daten lassen die Impfung bei bereits sexuell aktiven Frauen/Mädchen wenig sinnvoll erscheinen.

    derStandard.at: Die Kosten für den Impfstoff sind relativ hoch. Der Nutzen der Impfung wird vor allem in der dritten Welt gesehen. Geht es da nicht offensichtlich um verkaufsfördernde Maßnahmen der Herstellerseite in den Industriestaaten?

    Fiala: Die Kosten für die Impfung stehen in keinen vernünftigem Verhältnis zum unsicheren Nutzen und der geringen Häufigkeit des Gebärmutterhalskrebs. Dies gilt sowohl für die Industrieländer, als auch für Entwicklungsländer.

    So sind die Menschen in Afrika so arm, das nur etwa 60 Prozent aller Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, mit den entsprechend großen Gesundheitsproblemen. Folglich hat eine HPV Impfung dort ebenfalls keine Priorität. (Das Interview führte Andrea Niemann, derStandard.at, 24.10.2007)
     
    #77
    Gazalia, 17 Januar 2008
  18. Party_Girl
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Hab jetzt dann auch meine 2. Impfung und ich bekam nur Rückenschmerzen links unten. Tut zwar schon sehr weh, aber lieber das als Krebs.
     
    #78
    Party_Girl, 17 Januar 2008
  19. Q-Fireball
    Q-Fireball (36)
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    in einer Beziehung
    Wichtig bei dem ganzen ist das man die Nebenwirkungen nicht mit den Wort ist doch nur eine Impfung abtut. Sollten sich also weitere und schwerwiegender Symptome auftreten gehe bitte zum Arzt. Das mit den Rückenschmerzen allein kennt man ja schon bei Erkältung, wenn das Immunsystem was zu tun hat...
     
    #79
    Q-Fireball, 17 Januar 2008
  20. Daichi
    Daichi (25)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    ich kreig etz dann ende januar bzw anfang februar auch meine dritte und letzte spritze da..
    und bis etz sin bei mir da keinerlei nebenwirkungen aufgetreten.. is auch gut so ^^
     
    #80
    Daichi, 17 Januar 2008

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