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"Geburtsplan"

Dieses Thema im Forum "Schwangerschaft, Geburt & Erziehung" wurde erstellt von Miss_Marple, 11 Juni 2009.

  1. Miss_Marple
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    Meine Mutter hat mir vor ein paar Wochen ein Buch in die Hand gedrückt: "Die natürliche Geburt" von Sheila Kitzinger. Ist schon was älter, aber sie meinte, das habe ihr damals so gut gefallen und ich solle das unbedingt lesen.
    Na gut, hab ich inzwischen auch teilweise getan.

    Die Autorin empfiehlt werdenen Müttern, ihre Wünsche für Kreißsaal und Wochenbett unbedingt schriftlich in Form eines "Geburtsplans" festzuhalten. Also aufzuschreiben, was man sich wie wünscht, wie man entbinden möchte, ob und was man für Schmerzmittel haben möchte, in welcher Position, Wasser oder nicht, PDA ja/nein, Schnitt oder Riss usw.

    Mich hat das beim ersten Lesen sehr irritiert - als ob man eine Geburt planen könnte... Kommt doch eh immer alles anders und wie soll ich bitte vorher wissen, wie ich entbinden will? Ich war noch nie schwanger, ich hab keinen Plan wie sich Wehen anfühlen und wie ich in der Situation damit klar komme. Was soll also so ein Plan?
    Mit meiner Schwester, die ja selbst Hebamme ist, hatte ichs mal kurz davon. Die meinte, diese "Pläne" hätten schon gewisse Vorteile, weil es eine Leitlinie gibt für den Fall, dass die Frau nicht mehr so kommunizieren kann, wie es vielleicht optimal wäre. Der Schuss könne aber genauso gut nach hinten losgehen, weil sich die Frau zu sehr auf ihren Plan versteift und total toxisch wird, wenn davon abgewichen werden muss.

    Wie seht ihr das?
    Habt oder hattet ihr konkrete Vorstellungen von eurer Entbindung? Habt ihr das schriftlich fixiert oder nur mit dem Partner/der Hebamme abgesprochen? Hat das dann auch so geklappt? Wie haben die GEburtshelfer auf diesen "Plan" reagiert?
     
    #1
    Miss_Marple, 11 Juni 2009
  2. User 71335
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    Das war mal eine zeitlang sehr modern einen Geburtsplan aufzustellen und bei der Geburt bereitzuhalten, also der Mann, der Frau ist das eh in dem Moment egal.:grin:

    Das haben wohl sehr viele gemacht, da aber das medizinische Personal in Notfällen und wenn bestimmte Sachen gemacht werden liegen nunmal Notfälle vor, diese Dinge durchführen muss, kam es unter der Entbindung zu streitigkeiten (meist zwischen den begleitetnden Männern die den Wunsch der Frau unbedingt durchsetzten wollten) und dem Personal und zu Misstimmungen.
    Wer schon mit einem solchen Plan ankam, bekamm gleich mal ein :rolleyes: zu sehen und oftmals gleich einen Vermerk im Geburtsprotokoll (schwierige Patientin), so dass man sich mit einem Geburtsplan schonmal in eigene Fleisch schnitt.

    Wie das Personal heute auf sowas reagiert weiss ich aber nicht, vermutlich nostalgisch amüsiert (die wissen natürlich sofort wo das herstammt).

    In dem Moment, wo man sich vertrauenvoll in die Hände eines Krankenhauses begibt, dass man sich ja hoffentlich vorher kritisch angesehen und infomiert hat (wobei das auch nix heißt), lässt man sich wohl auch auf dessen medizinische Empfehlungen und Ratschläge ein, man ist auch selber Laie und hat nicht ständig Einblick in alle medizinischen Infos die dem Personal vorliegen, von den Fachkenntnissen mal ganz abgesehen.

    Man kann das vielleicht mal mit der vertraueten Begleitperson absprechen, was man lieber vermeiden oder umbedingt machen möchte, vielleicht auch als Gedächtnisstütze, weil man in dem Moment vielleicht nicht mehr dran denkt oder in Ruhe gelassen werden will oder nicht mehr sprechen kann (am besten auch Zeichen ausmachen), aber man sollte sich auf gar keinen Fall darauf versteifen.:zwinker:

    Viele Hebammen raten von solchen Plänen auch total ab weil sie die Mütter völlig blockieren und verunsichern sobald etwas nicht nach Plan läuft und sie nach der Geburt evt. schlimme Versagensängste haben, wenn sie ihrer Traumgeburt nicht nahe kommen konnten.:cry:
     
    #2
    User 71335, 11 Juni 2009
  3. hatschii
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    meine fresse an was man alles denken soll^^
    ich war aufm weg ins kkh froh wenigstens den klinikkoffer mit im auto zu haben

    wollte nur dass es problemlos abläuft und der kleine gesund und munter auf die welt kommt, der rest war mir eher mal scheißegal.
    im kreißsaal angekommen waren die hebi und der dok die einzigen die noch den kopf angeknippst hatten. sie haben entschieden und

    ich habe als einzige vorbereitung den papierkram vorweg erledigt (risiko-belehrung unterschreiben bei der anmeldung) sowie deutlich gemacht dass ich im zweifelsfall einer PDA freundlich gesonnen bin und im notfall eine vollnarkose auch ne super idee finde...
    alles weitere haben die dann vor ort gedeichselt - und es auch verdammt gut gemacht, waren sehr professionell und sind auf mich sehr gut eingegangen.

    also: geburtsplan?? 1. kommts immer anders und 2. als man denkt :grin:
     
    #3
    hatschii, 12 Juni 2009
  4. User 85905
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    Hallo,

    ich habe meinem Schatzi - weil wir ja nicht verheiratet sind - eine Vollmacht geschrieben, dass er, falls ich das aus irgendeinem Grund nicht (mehr) kann, für mich medizinische Entscheidungen treffen darf.
    Ich muss allerdings zugeben, dass die einzige "Entscheidung", die ich mir da - auch bis jetzt - vorstellen kann, die ist, ob das Kind Vitamin K bekommt und ähnliches. Dennoch wollte ich für den Fall der Fälle gewappnet sein.

    Ich glaube, ich bin da auch ziemlich... komisch und habe mit Schatzi vorher darüber gesprochen, was bei der Geburt alles schief gehen kann. Das ging bis zu Themen, dass ich Blutungen hätte, die nicht mehr gestoppt werden können und die Gebärmutter entfernt werden müsste :cry:

    Das ein Plan bezüglich Position, Schmerzmittel, Kaiserschnitt nicht immer verfolgt werden kann, hab ich ja dann auch selbst erlebt ^^

    Off-Topic:

    Manche Pläne gehen auch aufgrund von Schwierigkeiten schief, auf die kommt man gar nicht! In "meinem" Krankenhaus wurden genau in der Woche, in der ich entbunden hatte, erhöhte Mengen von Legionellen in den Leitungsrohren gefunden. Die Entbindungsbadewanne hatte einen extra Filter, wenn es den nicht gegeben hätte, hätte man dort nicht entbinden können - auch wenn man es vorher so geplant hätte.
     
    #4
    User 85905, 12 Juni 2009
  5. User 67627
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    Ich hatte nichts dergeichen. Ich hatte noch nichtmal meine Tasche komplett gepackt, obwohl ich 10 Tage drüber war. :schuechte

    wozu hat man einen mann, der einem alles bringen kann. :smile:

    ich hatte auch nicht wirklich einen plan, wie die geburt ablaufen soll, allerdings hatten wir in dem (wirklich mistigen krankenhaus auf westerland :geknickt: ) auch keine grossen möglichkeiten. da gabs ausser dem etwas grösseren bett keine alternative.

    aber dafür war der amnestisist wirklich grosse klasse - der hat mich trotz schmerzen ohne ende noch zum lachen gebracht :grin:
     
    #5
    User 67627, 12 Juni 2009
  6. *Kürsche*
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    Ich hab das mit so einem Geburtsplan auch schon gelesen, aber hab für mich entschieden, sowas nicht zu machen. Find es eigentlich wirklich Quatsch.
    Wie ihr alle schon gesagt habt, man kann eine Geburt eh nicht planen, und versteift sich somit vielleicht wirklich zu sehr auf diesen Plan.
    Ich will einfach nur das unser Baby gesund auf die Welt kommt :smile:
    Und das es solche Komplikationen geben könnte, das ich selbst nicht mehr entscheiden kann was mit mir passiert, davon geh ich jetzt einfach mal nicht aus, wenn ich mir auch darüber noch Gedanken machen würde, könnte ich gar nicht schlafen :zwinker:
     
    #6
    *Kürsche*, 12 Juni 2009
  7. Beastie
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    ich habe das buch auch.. und trotzdem keinen plan gehabt :tongue:
     
    #7
    Beastie, 12 Juni 2009
  8. User 69081
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    Ich habe keinen schriftlichen Plan gehabt. Ich habe meinem Mann vorher gesagt, dass er dafür Sorgen soll, dass meine Wünsche nicht ignoriert werden.
    Ansonsten habe ich mich einfach mal überraschen lassen. :smile:
     
    #8
    User 69081, 12 Juni 2009
  9. Patrima
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    ich halt das für unsinn, du kannst deine geburt eh net planen. wollte zb keine pda und meine meinung hat sich während der geburt dann auch geändert. und du kannst den plan ja net jede stunde deinen momentanen bedürfnissen anpassen :tongue:

    meine hebamme war für mich eine absolute vertrauensperson und sie wusste ziemlich genau, wies mir im moment ging, was ich brauchte, und hat mir dann zb auch zur pda geraten, weil ich mich einfach nur verkrampfte. sie hat die geburt zu einem schönen erlebnis gemacht, weils einfach flexibel war.

    @mariab: ich wollte so eine vollmacht auch schreiben, mir hat die hebamme aber gesagt, dass es nix bringt. dringende entscheidungen werden nach medizinischen gesichtspunkten von den ärzten getroffen, wenn die zeit da ist, wird dein schatzi noch aufgeklärt. und wenn ihr nicht verheiratet seid, darf dien schatzi auch trotz vollmacht keine entscheidung treffen. so wurde mir das mitgeteilt.
     
    #9
    Patrima, 12 Juni 2009
  10. User 85905
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    Deshalb habe ich ja selbst geschrieben, dass mir kaum Fälle einfallen (was für ein Wortspiel -.-), in denen es was gebracht hätte. Was mir maximal einfällt, ist halt die Sache mit dem Vitamin K oder den Augentropfen für das Kind im Nachhinein (oder noch Stoffwechselscreening und andere Untersuchungen, wer weiß, wie lange ich "außer Gefecht" sein kann :ratlos: ). Das sind Sachen, über die wir uns im Vornherein informieren konnten und die den Eltern "freigestellt" werden. Ich habe meinem Schatzi aber auch gesagt (und da hat er mir zugestimmt), dass er ein Laie auf dem Gebiet "Geburten" ist und dass er da dem Rat der Ärzte vertrauen soll. Welche "Macht" die Vollmacht ohne Trauschein gehabt hätte, weiß ich nicht...
     
    #10
    User 85905, 12 Juni 2009
  11. suziana
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    ich hatte keinen plan..und selbst wenn ich ihn mir im kopf zusammen gebastelt hätte,hätte er sich während der entbindung in luft aufgelöst
    weiss gar nicht mehr was oder ob ich in diesen momenten überhaupt irgendwas gedacht habe
    viel zeit hatte ich ja nicht :zwinker:
    eins stand nur klar,ich bekomme mein baby ohne pda
     
    #11
    suziana, 12 Juni 2009
  12. Aurinia
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    was ist denn ein amnestisist? :ratlos:
     
    #12
    Aurinia, 14 Juni 2009
  13. Patrima
    Gast
    0
    damit ist wohl der ANÄSTHESIST gemeint, aber wirklich gut dürfte der ja net gewesen sein, wenn sie schmerzen ohne ende hatte... da kann er sich sein zum lachen bringen sonstwohin stecken :tongue:
     
    #13
    Patrima, 14 Juni 2009
  14. Miss_Marple
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    Einer, der alle Schmerzen vergessen lässt vielleicht... von Amnesie? Schöner Verschreiber :-D

    Was ist denn bitte an diesem Text zu kurz?!
     
    #14
    Miss_Marple, 14 Juni 2009
  15. Patrima
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    was is zu kurz?
     
    #15
    Patrima, 14 Juni 2009
  16. User 51829
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    Also ich hab so nen Plan nicht, werd ich auch nicht schreiben.
    Ich hab eh keine Ahnung was auf mich zukommen wird, ich werd mich da einfach überraschen lassen und das beste hoffen :smile:

    Denke sowieso auch das man da noch so viel planen kann wie man will, wahrscheinlich läuft in Endeffekt trotzdem alles ganz anders
     
    #16
    User 51829, 14 Juni 2009
  17. Miss_Marple
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    Off-Topic:
    Ich konnte den Beitrag erst nicht posten, weil er angeblich zu kruz war. War wohl ein Fehler im System :zwinker:
     
    #17
    Miss_Marple, 14 Juni 2009
  18. SandraChristina
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    ich bin generell auf die schulmedizin nicht gut zu sprechen.

    in notfällen, können sie gerne ihren job machen, aber in einem regulären geburtsverlauf hat die schulmedizin meiner meinung nach nichts verloren.

    wozu auch, das ist das normalste auf der welt.

    ich bin mir hundert pro sicher, ich werde so einen schriftlichen plan verfassen, wenn ich schwanger bin.

    im kopf steht er ja eh schon fest.

    ich plane mein ganzes leben, bisher hat das gut funktioniert. ich bin klar strukturiert, in allem was ich tue.

    es wäre unnormal für mich, würde ich die geburt: "nur auf mich zukommen lassen, und dem gequatsche der ärzte und hebammen vertrauen".

    ich halte mich an alternative und selbstbestimmte prinzipien.

    man hat mir gesagt, eine geburt sei mit nieren-koliken zu vergleichen. wunderbar, die hatt ich schon, das ist gut auszuhalten. da geht sogar noch mehr, schließlich bekommt man ja auch was dafür.

    ich kann diese panik-mache nicht verstehen. seit zig tausenden von jahren bekommen frauen kinder, plötzlich bräuchts eine einleitung, einen wehenschreiber und einen wunschkaiserschnitt dazu.
    ach ja: die hohe sterblichkeitsrate führe ich auf schlechte grundversorgung und hygiene zurück.

    sollte es doch zum worst-case kommen, bin ich selbstverständlich bereit, mir und dem kind medizinisch helfen zu lassen. auch darüber informiere ich mich.


    aber bis dahin, plane ich meine selbstbestimmte, natürliche, bindungsorientierte, öko-geburt.
    niemand kennt meinen körper besser, als ich selbst.
     
    #18
    SandraChristina, 14 Juni 2009
  19. Patrima
    Gast
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    hui, was mir dazu alles gleich einfällt, aber ich lass es lieber :tongue:
    ich freu mich aber schon auf dein tagebuch und den geburtsbericht, wenn es denn so weit ist :tongue:
     
    #19
    Patrima, 14 Juni 2009
  20. User 67627
    User 67627 (46)
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    vergeben und glücklich
    zu geil :grin: was hatte ich da denn im kopf? :tongue:
     
    #20
    User 67627, 14 Juni 2009

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