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Gedanken-Thesen der Liebe

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von RevolutionNeo, 4 Januar 2009.

  1. RevolutionNeo
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Gedanken

    Ist es schlimm wenn ich kein großer Autor bin, wenn ich keine Romane oder sonstige geschichten schreiben kann? Ich denke nicht, denn das heißt nicht das ich keine Fantasie habe oder nicht kreativ bin. Eher liegt es daran das mir ab einem bestimmten Punkt einfach die Worte nicht einfallen um die Spannung zu halten und der Story treu zu bleiben. Meist mach ich einen guten Anfang aber dann endet es im Chaos, weil mir nichts mehr einfällt oder ich zu schnell fertig werden will. Aber was soll´s, ich kann auch einfach meine Gedanken so aufschreiben wie sie mir gerade im Kopf schwirren und vielleicht wird daraus ja etwas halbwegs lesbares.
    Es sind Gedanken die jeder sicher hat, darum sollte ich mir nichts heraus nehmen, aber manchmal zweifle ich daran das noch andere sie so vertiefen wie ich und dann genauso kümmerlich und traurig dasitzen wie ich es oft tu.
    Sind es doch so “einfache” Gedanken wie um die Liebe und den Sinn des Lebens, jedoch scheinen sie nur einfach, sind es aber nicht im geringsten, denn sie lasten ewig auf mich und geben mir wohl niemals ruhe.
    Natürlich bin ich noch jung und kann kaum was wissen, so sagen es die mir bei den ich mir rat suche, ich muss alles erst entdecken und anfangen zu leben, doch ich frag mich wie alt ich wohl dafür sein muss um endlich dahinter zu kommen, zu wissen wie man Liebt und lebt, oft gab es Momente an denen glaubte ich es zu wissen, doch jedes mal wurde ich bis jetzt enttäuscht und genau dann kommen wieder die stunden der Gedanken, Gedanken die quälen und beißen.
    In diesen Gedanken verliert man Hoffnung und alles andere, sogar sich selbst wenn man nicht aufpasst. Doch wer ist da? Niemand? Niemand der dir hilft dich wieder zu finden, der dir hilft die Welt und dich selbst zu entdecken. Was ist wenn dir dieser jemand fehlt?
    Dann fühlst du dich allein, einsam und falsch auf dieser Welt.
    Das heißt jetzt nicht das man sich umbringen will oder so, aber man fühlt sich doch sehr verloren und fehl am Platz, auch wenn man das nicht ist wie es man dann eingetrichtert bekommt, von denen mit denen man darüber spricht, aber dann kommt sich unverstanden vor und spricht immer weniger darüber und zieht sich wieder allein zurück und beschäftigt sich allein damit, wie immer allein. Menschen denen es nicht so geht, den es nie so ging, können oder wollen es nicht verstehen, wohl eher weisen sie dich ein oder schicken dich zum Doktor. Vielleicht liegen sie damit richtig das der ein oder andere von uns eine Behandlung braucht, aber in der Art irren sie sich, denn sie brauchen eine liebevolle und Verständnisvolle Behandlung, in denen ihnen gezeigt wird, was Liebe ist. Das man sie befreit aus der Stille die sie sonst umgibt, zu hause in ihrem kühlen und stillen Zimmer, und damit ist sicher nicht die Temperatur gemeint, wie spöttische jetzt annehmen oder gar scherzen würden.
    Doch wollen wir mal etwas genauer auf diese Gedanken eingehen, was sind es für welche und was genau denkt man darüber und was genau tut dabei so weh.
    Sind es doch, wie schon gesagt, Themen wie Liebe, Leben, Tot, ja und sogar um die Religion, an die sich einige binden um zu versuchen sich zu retten, ihre Gedanken täuschen und sich einreden das alles so ist wie es sein sollte, im Sinne von “Gott will es”, oh ja da merkt man schon meine Abneigung gegen Religionen, die ich aber noch offen begründen und anklagen werde.
    Doch mit welchen dieser Themen fängt man da an? Wie sollte man es Gliedern, hat es überhaupt einen sinn das eine dem anderen unter zu ordnen? Oder sind es eigenständige Themen, die getrennt geklärt werden müssen?
    Fakt ist, für mich, das sie alle zusammen gehören und ihre zusammenhänge untereinander haben. Vielleicht könnte der Oberbegriff “Welt” oder “Dasein” sein.
    Setzen wir uns doch einmal anfänglich mit dem Thema Liebe auseinander, weil es doch mit am schwersten auf mich lastet und ich es überhaupt nicht verstehe und auch noch nicht für mich entdeckt habe, auch wenn ich oft daran glaubte und oft die Worte benutzte “Ich liebe dich”, doch weiß ich heute, das was ich an diesen Zeitpunkten mit diesen Worten verband, konnte unmöglich das sein, wofür die Worte eigentlich gedacht sind. Kurz gesagt, ich verwendete sie leichtfertig, ohne zu wissen ob sie passten oder es richtig ist sie auszusprechen. Aber so gesehen, sind es einfach nur Worte nichts Weiter und jeder Mensch auf dieser Erde, muss selbst wissen was er damit verbindet. Für mich bedeutet es nur schmerz und Enttäuschung, darum werde ich mich hüten sie noch einmal leicht fertig zu verwenden, es gibt ja auch noch andere Wege zu zeigen was man fühlt, was nicht immer unbedingt Wort und Sprache sein muss.
    Man kann dem anderen ja auch fühlen lassen was man selbst fühlt, es ihm zeigen. Aber gehen wir mal ab von meiner eigenen Erfahrung und Einstellung bei diesen Worten.
    Sondern betrachten wir es mal so, wie ich früher und so wie die meisten. Liebe, es ist ein Gefühl, ein Gefühl was beschreibt und ausdrückt was für eine Bindung zu einem anderem Menschen hat. Normal ist es ein schönes Gefühl, so meint man es ist das schönste Gefühl auf erden, einfach die Nähe, Zärtlichkeit, Wärme, Leidenschaft eines anderen zu erfahren und ebenfalls abzugeben.
    Ist es nicht schön geliebt zu werden? So sagt man, doch wie fühlt sich das eigentlich an, man fühlt sich wohl, ist glücklich, man muss ständig an den anderen denken, vermisst ihn wenn er nicht da ist, sehnt sich nach seiner nähe, man kann einfach nicht mehr ohne ihn, grob gesagt, so würden die meisten wohl ungefähr die Liebe und was sie dabei fühlen beschreiben. Aber was hält sie zusammen? Was bindet sie aneinander? Und genau das lässt mich an daran zweifeln, das Liebe ein Seelisches Gefühl ist, das man mit den Gedanken liebt und geliebt wird. Wie sonst? Na körperlich. Woher kommt dieser Zweifel? Das ist die richtige Frage, schauen wir doch einmal. Wir beschreiben die Liebe wie noch mal? Ah ja, ungefähr so: ein schönes Gefühl, Nähe, Zärtlichkeit, Wärme, Leidenschaft und so weiter.
    Und was merkt man wenn man sich diese Worte anschaut, sie beschreiben Gefühle, die man mit dem Köper wahrnimmt und daraus entspringt mein Zweifel. Und das bringt mich dazu, zu glauben das Liebe nur eine Bindung zweier Körper ist. Liebe ist in dem Sinne also nur unser Instinkt oder anderes gesagt unser natürlicher Trieb? So denke ich es mittlerweile nur noch und hab es auch so erlebt. Liebe ist einfach nur der drang und schrei nach sexuellen bzw. körperlichen Kontakt. Sind wir also nicht nur Tiere, die sich indirekt fortpflanzen und befriedigen wollen, aber schmücken es mit dem Wort Liebe aus? So gesehen nehme ich es an, lassen wir das Wort und die Gedanken weg und sehen den Mensch, er sucht sich einen Partner, ist zärtlich mit ihm und hat Sex mit ihm, nehmen wir dazu einfach ein wenig angst in Zukunft nicht mehr befriedigt zu werden, schon hat man das Gefühl wo man sagt man vermisst ihn oder wenn man eifersüchtig ist und angst hat seinen Partner zu verlieren. Also ist Einsamkeit nur ein Gefühl eines Unbefriedigten und die liebe das Gefühl eines Befriedigten? Und das einfach mal so daher Gedacht, ganz simple und ohne der schlauste zu sein. Ein Körper will einen anderen und will ihn den Rest seines Lebens zur Verfügung haben. Das klingt dumm und idiotisch und zeugt nicht von Weißheit aber was soll man sonst denken wenn man es nicht versteht und auch nicht anders erlebt hat. Um das zu verdeutlich bin ich das Beste Beispiel und das soll nicht heißen das ich jemand bin der sich durchs leben “poppt” oder die Frauen verarscht und nur das eine will. Doch musste ich feststellen, das für mich liebe nicht mehr als Körperkontakt war. Sprich gefällt mir eine Frau, liebe ich sie bzw. empfinde das was ihr mit dem Wort Liebe verbindet. Das heißt ich muss ja wirklich viele Frauen lieben und das ist der Punkt, mehrere Frauen geben mir genau die selben Gefühle die andere als Liebe bezeichnen, aber wenn es mir so viele geben können, kann es doch nicht ernsthaft eure so genannte Liebe sein.
    Zurück zu meinem Beispiel, ich hatte ein Freundin, die konnte ich nicht jeden Tag sehen und ich fühlte mich so wohl bei ihr, sprich ich “liebte” sie von ganzem herzen, ich vermisste sie und all diese Gefühle, doch lernte ich noch jemand kennen, verbrachte auch viel Zeit mit ihr, sie war da wenn meine Freundin es nicht war, so hatte ich zu ihr genau die selben Gefühle. Es war also das, was andere eine Affäre nannten, aber sie gab mir einfach das was mir fehlte wenn meine Freundin nicht bei mir. Und an diesem Punkt wurde mir klar
    Das ich also für leine der beiden wirklich liebe empfinde bzw. ich einfach nicht verstanden habe was das für ein Gefühl ist, es war so gesehen die nähe und die Zärtlichkeit zu beiden die mich an sie gebunden haben. Beide wollte ich nicht verlieren, denn sie gaben mir das was ich brauchte, nähe, wärme, Zärtlichkeit und alles was dazu gehörte. Doch so konnte das ja nicht weiter gehen, ich musste beide ziehen lassen und nahm mir zeit für mich um über das nachzudenken, doch ich bin bis heute nicht schlau daraus geworden. Ich wünschte ich könnte den “trieb” ausstellen um zu erfahren was diese so genannte Liebe ist. Ist das aber nicht einberechtigter Zweifel? Kann irgendjemand eine Antwort geben?
    Nur das kann ich zu diesem Thema sagen, für mich ist es der Körperliche Kontakt der mich bis jetzt an die Frauen gebunden hat. Nichts weiter, leider. Man sollte mich nicht falsch verstehen, ich bin kein Gefühlsloser Mistkerl, nein im Gegenteil, ich bin ein sehr Gefühlsvoller und Emotionaler Mensch, der jedoch so viele nicht versteht und Antworten sucht.
    Versteht mich oder nicht. Aber denkt mal darüber nach, seit glücklich wenn ihr mehr wisst als ich und geht sachte damit um.
    Und was kann ich zum Thema Leben sagen? Es ist ein großes und bedeutsames Wort und soviel kann ich darüber auch nicht sagen, denn wann habe ich schon mal richtig gelebt? Außer vielleicht wenn man noch klein ist und man sich über nichts Gedanken macht und machen muss, man nimmt einfach alles hin. Das schlimme am Leben ist der Tot, weil so gesehen doch eigentlich alles umsonst ist was man tut, denn irgendwann gehen die Lichter aus und alles ist vorbei. Davor habe ich, wie viele andere auch, ungeheuere Angst, zu wissen dann man nichts ist, im nichts, keine Gedanken, gar nichts. Wir leben um zu sterben, das ist ein ziemlich entmutigender Grund zu leben. So bald wir auf die Welt kommen, sind wir auch schon zum sterben verdammt, es ist unaufhaltsam und unausweichlich.
    “Unsere Körper sind zum Versagen verdammt, leider sind einige dazu verdammt früher als andere zu sagen. Jeder hat nur ein Leben, wenn überhaupt, wenn überhaupt.” Ein wohl treffendes Zitat oder auch dieses “Der Tot, ist die unausweichliche Sequenz des Lebens.”
    Aber gehen wir mal weg von Tot und verderben.
    Schauen wir uns mal eins an, so ein “Leben”. Es gibt das Leben das gemeint ist , wenn man von dem Fluss spricht, der sich von der Geburt eines Menschen bis zu seinem Tode erstreckt. Aber auch das was man empfindet, ob man glücklich ist , fühlt das man Lebt und so weiter. Manchmal denk ich, man weiß ob man wirklich lebt oder nicht, wenn darüber nachdenkt ob man sich jetzt mit dem tot abfinden würde oder nicht. Wenn du voll im Leben bist, du hast was du brauchst und sehr glücklich bist , dann ist es doch ein Moment wo du sagst, gib mir noch Zeit, später kommt meine Zeit, aber jetzt lebe ich. Doch wenn du sagen kannst, es gibt nicht was mich hält, niemand würde um mich weinen, es macht mir keinen spaß morgens aufzuwachen und zu wissen es verändert sich nichts, das ist der Punkt wo man weiß man lebt nicht, zumindest nicht im Geiste.
    Also so gesehen, kann man das Leben, am tot abwiegen.
    Zurück zu einem Leben woraus besteht es?. Es besteht aus einem Alltag, dieser kann geordnet aber auch und kontrolliert sein. Also als Kleinkind kann man nicht wirklich viel machen, etwas älter geht man in die Schule, ein ganzes Jahrzehnt, viele Stunden am Tag, dann kommt man nach hause hat vielleicht einige wenige stunden Freizeit und dann ist es aber auch schon wieder Zeit für das bett. Und die Nacht ist so schnell vorbei, kaum macht man die Augen, geht auch schon wieder das Licht an und man muss wieder in die Schule und das geht wirklich Zehn Jahre deines Lebens so. Ich finde es echt traurig wenn junge Menschen unter 20 sterben, die verbrachten ihr Leben in der schule und haben sonst nichts anderes gesehen. Ich hatte einen Freund den es so ergangen ist, in der 7. Klasse verstarb er, er war sehr gut in der schule, wir waren auch im Gymnasium. Jedenfalls gönnte er sich auch kaum Freizeit und nutze die Zeit zum Lernen, neben dem Fußballtraining war er so gut wie nie draußen und nur selten am Wochenende, wenn man ihn mal überreden konnte, das lag nicht daran das er schüchtern oder gar unbeliebt war, er wollte einfach nur die Schule gut schaffen und ein guter Schüler sein, so lernte er Tag für Tag. Aber dafür hatte er sonst nichts, die hälfte seines Lebens mit lernen verbracht, die andere mit schlafen. Und so starb er ohne jede Ahnung von Leben und hätte noch große Zukunft gehabt, doch ihm wurde es vergönnt. Wir haben schrecklich um ihn geweint. Das schlimmste was ihm jetzt noch passieren könnte, das man ihn vergisst, aber so lange es mich gibt, wirt es ihn auch geben. Denn ich sage immer, schlimmer als der tot, ist vergessen zu werden. Drum hoffe ich darauf zu jemandem zu werden von dem man auch noch nach seinem tot lange spricht, ob ich in gute oder schlechte Erinnerung bleibe, wird sich noch zeigen.
    Und so schnell bin ich davon abgedriftet vom eigentlich Thema.
    Sollte man die Schulzeit überstehen und mit einem hohen Alter gesegnet sein, heißt es aber auch nicht gleich das es besser wird, nein.
    Denn dann kommt die Arbeit, man geht Arbeiten, einige sehr sehr hart und sind danach zu erschöpft um irgend etwas in ihrer so genannten Freizeit zu machen. Das Leben ist ein Kampf, kämpft man nicht landet man am Rande der Gesellschaft. Aber ist das der Sinn, man kommt auf die Welt und muss darum kämpfen zu überleben.
    “Sich seinen Lebensunterhalt verdienen” heißt es. Also man muss sich sein Leben verdienen? Wir werden geboren um dann zu beweißen das man zu Recht geboren wurde? Ist das die Logik des Lebens? Wir leben um unser Leben zu verdienen könnte man sagen, das klingt verrückt und irre, so ist es doch. Und das bringt mich weiter an das Thema Religion.
    Wenn uns Gott geschaffen und wir seine Kinder sind, haben wir dann nicht das Recht aufs Leben schon erworben bzw. schenkte er es uns nicht? Aber es ist doch kein Geschenk, denn wir müssen Tag für Tag beweisen das wir es würdig sind zu Leben. Ein Geschenk? Wir arbeiten uns durchs Leben um dann einfach zu sterben? Um einfach ins nichts zu stürzen? Das ist kein Geschenk, das ist ein Fluch.
    Wir sind eine Show für ihn, die ihn unterhält und da sterben halt ab und zu ein paar Menschen das es nicht Langweilig wird, könnte man meinen. Und das und noch viel mehr lässt mich an so was wie ein Gott zweifeln. Manchmal da sage ich einfach ich glaube nicht an Gott und all den Unfug. Manchmal sage ich, es gibt ihn vielleicht, aber ich verachte ihn, denn hat er uns nicht im Stich gelassen?
    Wir kämpfen hier alleine ohne ihn. Wie kann es unser “Vater” sein wenn er uns doch so schreckliches antut. Es gibt so viel leid und verderben und viele müssen das erleben obwohl sie nur Kinder sind und so rein wie der erste Mensch auf Erden sind. Lässt das nicht an diesen “Herren” zweifeln oder uns zumindest dazu bringen ihn zu verachten. Aber denken wir einfach mal ganz simpel wie ein Mensch.
    Wer hat dicke Bäuche, Kleidung und viel Besitz? So weit wir auch in der Geschichte zurückdenken können, ist immer dieses Bild der Kirche zu sehen. Sie hatten immer genug zu Essen, eine Unterkunft, Kleidung. Und von wem? Von denen die nichts haben, sie sind die Vertreter Gottes, also gebt ihnen euer Geld und finanziert ihr Leben, so ungefähr? Eine tolle Geschäftsidee diese Kirche möchte man meinen. Sie hatten immer Einfluss auf das Weltliche leben, früher ganz besonders, warst du in der Kirche ging es dir nie schlecht. Es mangelte ihnen an nichts. Steuern und “Spenden” und “Opfergaben” was auch immer, ging direkt in ihre Kasse.
    Wie dem auch sei, ist es für mich Unfug an etwas zu glauben, das dir nicht hilft und dich im Gegensatz sogar noch enttäuscht. Man sollte lieber die Kraft verwenden und an sich selbst Glauben.

    Jeder muss für sich herausfinden, wo sein Sinn liegt, wie man liebt, wie man lebt und wie man Stirbt.
    Letztlich stirbt jeder allein, egal wer du bist und warst.

    Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts Mangeln.
    Er weidet mich auf einer grünen Aue und führt mich zu frischem Wasser.
    Er erquicket meine Seele, er führet mich auf rechte Straße um meines Namens Willen.
    Und ob ich schon wanderte im finsteren Tale, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
    Und breitest vor mir ein Tisch im Angesicht Meiner feinde, du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
    Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Lebenlang und ich werde bleiben im Hause des Herrn immer da.

    Sagt mir Eure Meinung? Vieleicht wisst ihr mehr wie ich, vorallem in Sachen liebe...
     
    #1
    RevolutionNeo, 4 Januar 2009
  2. *Sawya*
    *Sawya* (25)
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    vergeben und glücklich
    Hey

    Also, erstmal, ich finde, du hast wirklich einen wunderschönen Text geschrieben, der zwar sehr melancholisch und mutlos auf mich wirkt, aber deine Nachdenklichkeit gefällt mir. Auch ich habe oft Phasen, in denen ich grüble, auch über die Themen, die dich beschäftigen. Manche Gedankengänge kann ich sehr gut nachvollziehen, da ich selbst ihnen schon in ihre Abgründe gefolgt bin. Letztendlich ist alles eine Betrachtungssache, und je positiver man eingestellt ist, desto optimistischer ist auch die eigene Perspektive.

    Nun erstmal zum Thema Leben und Tod: Besonders hier kann ich ganz gut mit dir fühlen, man sieht es nur schon in der Tierwelt: Gewisse Insekten scheinen nur zu leben, um sich fortzupflanzen und dann zu sterben, und ihre Nachkommen machen genau dasselbe. Doch später kam ich zu neuen Wegen, mit diesen Gedanken umzugehen: Das Universum ist riesig, und es gibt viele Dinge, die wir nie verstehen werden. Welcher "Sinn" könnte dem gerecht werden? Und braucht nicht auch ein Sinn immer wieder einen Sinn? Damit meine ich, wäre der Sinn z.B. dass die Menschen immer klüger werden und irgendwann die Welt verbessern, stellten sich doch schon die nächsten Fragen: Was bedeutet besser? Warum gerade die Menschen? Für was überhaupt eine Erde und Leben? Deshalb bin ich der Meinung, dass grosse Chaos lässt sich nicht mit einem Sinn begreifen.

    Trotzdem, sag mir nun: Warst du nie in deinem Leben glücklich? Und du fühlst, wenn es auch nur Schmerz ist. Das ist das Leben in dir. Wie in einem Fluss (wie du es auch ausgedrückt hast) bewegt es sich fort, zieht vorbei an neuen Landschaften, wird erwärmt, fliesst über neuen Untergrund, wird wieder eiskalt, wie in den hoffnungslosen Zeiten. Und Trotzdem fliesst es noch immer weiter, bis es in einem Meer endet, der Tod. Die Reise ist beendet. Aber dein Leben ist nicht weg. Es war da, es hat existiert, wer kann dir das nehmen? Und vielleicht wird ein Durstiger von deinem Leben trinken, z.B. wenn er einen Text von dir liest, oder einfach nur an dich denkt.

    Ein weiterer Gedanke: Durch den Tod erst wird das Leben lebenswert. Es strebt auf einen Punkt zu, ein Ziel, an dem es abgeschlossen wird. Erst dadurch erhält es Bewegung. Wäre es nicht deprimierend, unendlich, würde man sich nicht wie in einem Kreis gefangen fühlen?

    Nun zur Freundschaft und Liebe: Oftmals wünscht man sich, das eigene Leben mit jemandem teilen zu können. Es ist manchmal, als würde es erst dadurch "real". Alleine hast du keine Vergleichsmöglichkeiten, alles ist subjektiv. Deshalb bereichern andere Menschen das eigene Dasein. In einer Freundschaft hält man zusammen, man hat gemeinsam Spass, man kann reden, lachen, sich aufeinander verlassen. Doch jeder lebt das eigene Leben.

    Und irgendwann triffst du einen Menschen, der dich über das hinaus gut versteht, dich manchmal auch ergänzt, bei dem du dich so wohl fühlst, dass du mindestens eine gewisse Zeit deines Lebens mit ihm verbringen möchtest. Du empfindest Zärtlichkeit, Zuneigung, und auch sexuelles Begehren diesem Menschen gegenüber. Er macht dich glücklich. Diesen Menschen möchtest du immer an deiner Seite haben, du lässt ihn sehr nahe an dich heran. Und so wird ein grösserer Teil von dir, als bei einer Freundschaft, "real". Durch den anderen Menschen spürst du dich auch selbst intensiver. Das ist für mich Liebe. Mag sein, dass du sie noch nie empfunden hast.

    In einer gewissen Hinsicht magst du auch Recht haben. Der Wunsch nach Fortpflanzung liegt in uns. Aber wir wollen unsere Nachkommen auch nicht alleine aufziehen. Wir sehnen uns auch nach Familie. Dafür ist die Liebe da.

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas Licht in deine Perspektive bringe, eine etwas positivere Betrachtung des Lebens. Mir ist klar, dass du vielleicht nicht mit allem einverstanden sein wirst, aber möglicherweise hilft es dir nur schon, zu wissen, dass man es auch anders sehen kann.

    Und wenn du glaubst, in der Schule und beim Arbeiten, vergeudet man das Leben, solltest du dich einfach bemühen, die kleinen Freuden wahrzunehmen. Einfach nur zu spüren, dass du lebst. Dass du etwas lernst, etwas erfährst, andere Leute triffst, denkst, etwas schaffst. Das ist nicht nichts. Und wenn das nicht reicht, dann brich halt aus dem Alltag aus. Es ist dein Leben, und es wird nicht ewig dauern, du entscheidest, was du damit machst!
     
    #2
    *Sawya*, 6 Januar 2009
  3. RevolutionNeo
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    0
    Single
    Danke

    HEy ich danke dir das du es auf dich genommen hast einmal alles zu lesen, dich damit zu beschäftigen und zu antworten.
    Ich werde mir deine worte gut durch den kopf gehen lassen, du hast dich wirklich damit auseinander gesetzt.
    Das tun und können nicht viele.

    Die Menschen meinen zu sehen, doch haben noch nie gesehen.
     
    #3
    RevolutionNeo, 7 Januar 2009

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