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Gedichte um vergangenes Glück zu ertragen

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von dreadie, 22 Januar 2004.

  1. dreadie
    Gast
    0
    Diese Gedichte habe ich geschrieben, nachdem sich meine Ex-Freundin von mir getrennt hat...
    Das Schreiben hat mir sehr dabei geholfen, nicht verrückt vor Schmerz zu werden und meine Gefühle aus mir heraus zu lassen bevor ich zu platzen drohte...
    inzwischen habe ich eine neue Freundin die ich sehr lieb habe und mit der ich sehr glücklich bin :smile: man glaubt es kaum aber selbst der schrecklichste Liebeskummer geht vorbei...


    17.Juni, 2003
    Aufwärts krabbeln - Abwärts rutschen

    Schreiend liegen
    Tief im Traum
    Rückwärts erwachen
    Froh zu leben
    Auch mit Schmerz

    Rosen duften
    Weisen hin auf Glück
    Das vorher lag
    Und kehrt zurück

    Ein Sonnenstrahl
    Durch dunkle Wolken
    Wird zunichte
    Durch ein Wort

    Wilde Kreise
    Wogen auf und nieder
    Der Versuch zu ordnen
    Scheitert zart

    Auwärts krabbeln
    Auf glattem Weg
    Abwärts rutschen
    Stück für Stück

    Vorbei an Rosen
    Duftend nach Glück
    Das vorher lag
    Und kehrt zurück...


    21.Juni,03
    Ein Wesen I

    Auf der Schwelle
    Zwischen Traum und Wirklichkeit
    Zwischen Erinnerung,
    So schmerzlich
    Doch so wohlbekannt
    Und dem Jetzt und Hier
    Steht ein stuhl der leise wippt.

    In diesem Stuhl verweilt ein Wesen
    In sich gesunken
    Der Funke schläft.

    Von weit her hörtes ein lachen
    Tröstende Worte
    Es sieht nur Schatten

    Ab und an ein Farbenblitz
    Schnell verschwindend
    Dröhnend laut.
    Der Ton verebbt.

    In sich gesunken
    Lacht das Wesen
    Sieht sich um
    Und schließt die Augen...


    21.Juni,03
    Ein Wesen II

    Weit entfernt ein anderes Wesen
    Klein und zart
    Die Augen strahlend
    Genießt es das Leben,
    Das so neu und leuchtend ist.

    Wenn es sich streckt
    Und sich bemüht
    kann es den Stuhl erahnen
    Der leise wippend auf der Schwelle steht,
    Kann das versunkene Wesen sehen,
    Dem die Freude wurd genommen.

    Doch wer würde sich das Glück vergiften,
    Das eben erst wurde erlangt?
    Das aus einem größeren Glück entstanden
    Und allein nur existieren kann.

    Das Wesen in dem Stuhl versucht zu leben,
    Ein Leben, dass es gerade hat verschenkt.
    Das andere Wesen fängt nun an zu leben,
    Freut sich über das Geschenk
    Und möchte es aleine schaffen...



    21.juni,03
    Ein Baum der beim Ergrünen stirbt

    In meinem Innern
    Tiefe Nacht
    Nach außen grau,
    Der Tag bricht an.

    Manchmal leuchtend,
    Meistens trübe
    Brennt der Schmerz in meiner Seele.

    So manch ein Tag
    Ist schon vorbei
    Bevor er begann
    Ist schon gelöscht,
    Bevor er auch nur die Chance bekam
    Sich zu entfalten.

    Ein anderer Tag
    Ist schmerzlich lang,
    Voll von Hoffnung,
    Die sich selber frisst.

    Ein Baum der beim Ergrünen stirbt,
    Lang vermodert
    Und verzweifelt neue Sprossen treibt...



    22.Juni,03
    Stille

    Banges Warten
    Auf ein Klingeln
    Stumme Botschaft
    Desinteresse

    Vielleicht gleich
    In ein paar Stunden
    Morgen oder Übermorgen

    Stille kann bedrohlich wirken
    Wenn sie nicht verwertbar ist

    Zeit verrinnt
    Ist unbenutzt
    Kommt nicht wieder
    Doch verschwendet ist sie nicht...


    24.Juni,03
    Ein Stückchen Glück, das nicht wagt sich klar zu zeigen

    Ein ausgesetzter Hund
    Auf weitem Feld
    Ein Kind,
    Das nach seiner Mutter schreit
    Ein letzter Baum
    In einem Wald aus Stümpfen

    Winzig klein
    Unter dem Gewicht der Welt
    Versuch ich mich emporzurecken
    Schaffe es
    Und falle nieder
    Wachse für ein Stückchen Glück
    Das als solches gut versteckt
    Und nicht wagt sich klar zu zeigen...



    5.Juni,03
    Ein warmer Sonnenstrahl

    Sonnenstrahlen
    Fallen glitzernd
    Auf die Blüten einer Lilie
    Ein Vogel singt
    Und weit entfernt
    Hört man das fröhliche Geschrei von Kindern

    Ein Sommertag
    Der sich weigert
    Auch für mich zu existieren

    Nach dem Winter
    Kam erneut der Winter.
    Ich erfriere
    Während meine Haut verbrennt.

    Im ersten Winter
    War es warm im Herzen
    Strahlte auch nach außen.
    Im zweiten Winter,
    Kalt wie Eis.
    Nichts droht es zu zerschmelzen.

    Die Gedanken
    Fühlen noch den Sommer
    Riechen Schweiß
    Und spüren Atem
    Feine Haut
    Im Sonnenschein

    Ein fröhliches Gelächter
    Droht schnell
    Den Kopf zu zersprengen

    Ein Sonnenstrahl
    Trifft meine Haut
    Beginnt sie zu erwärmen
    In meinem Innern
    Tut sich nichts

    Aus meinen Augen
    Quellen Tränen...



    29.Juli,03
    Ruhe

    Neu definiert
    Sind meine Wege

    Ich gehe nicht zu dir
    Nicht mit dir
    Und nicht für dich

    Ich kann wieder lachen
    Dich vergessen
    Für bestimmte Zeit
    In der ich nicht an dich denke
    Und du keine Rolle spielst

    Mir fehlt meine Ruhe
    In der ich an nichts denken muss
    Als an den Menschen den ich liebe
    Ich liebe dich
    Und wenn ich an dich denke
    Habe ich keine Ruhe

    Du bist zu wichtig
    Die Erinnerung zu schön
    Sie frisst alles Schöne
    Das ich versuche zu erleben

    Hättest du gedacht,
    Dass du die Sonne ausschalten kannst?


    19.August, 2003
    Engel der Nacht

    Völlig versunken
    Trunken
    Vom Anblick
    Deiner Gestalt

    Du warst für mich Leben
    Und hast mich genährt
    Ich habe gegeben
    Jetzt bin ich leer

    Verzerrte Gedanken
    Trüben das Auge
    Dämpfen den Ton

    Du bist gewachsen
    Bist nun stärker als ich

    Wenn ich ruhe
    Kommst du des Nachts
    Landest auf meinen Träumen
    Verdunkelst mein Bett

    Wenn ich erwache
    Bist du schon fort
    Das leise schlagen deiner Flügel
    Berührt meinen Schmerz
    Ich lausche
    Und erhoffe vergebens ein Wort


    31.August, 2003
    Leben üben

    Der schlimmste Fall
    Ist eingetreten
    Den Grund berührt
    Ich falle noch
    Bald werde ich mich halten
    An das Leben
    Dass die Menschen führen
    Die nicht mehr auf der Suche sind
    Es war perfekt
    Jetzt bist du glücklich
    Alles neu
    Genau wie ich
    Leben üben!
    Wie das geht?
    Meine Leiter wird nicht fallen
    Morsche Sprosse
    Wird ersetzt
    Ich springe
    Lerne fliegen
    Knalle auf den Boden
    Wische Blut
    Und sehe dort geschrieben:
    Bei dir habe ich nichts mehr zu verlieren
    Die Tür ist zu
    Es wird jetzt heller
    Ist das Licht?
    Ich stehe auf
    Und gehe Leben

    Stolpern erlaubt!


    15.September, 2003
    Herbst

    Mir geht es gut
    Mein Körper
    Hat sich von dem Schmerz erholt
    Der mich lähmend überfallen hatte
    Nun hab ich Energie
    Und weiß nichts damit anzufangen

    Der Schmerz in meiner Seele stirbt
    Erst fand ich es schade
    Wollte ihn noch bei mir halten
    Um dich nicht gänzlich zu verlieren
    Und um andere Sorgen fern zu halten

    Den Rest vom Schmerz
    Den gibt es nicht
    Hat aufgehört zu existieren
    Ich kann ihn ganz gut leugnen

    Nur ich selber trau mir nicht
    Ich weiß doch das ich lüge
    Und in mancher stillen Nacht
    Ja auch im hellen Sonnenschein
    Riecht es nach Herbst
    Es riecht nach dir
    Das macht die Sache schwierig

    ******************************************************
    so ich hoffe die gedichte sind bei euch angekommen und der eine oder andere kann nachvollziehen was ich beim schreiben dieser worte gefühlt habe ...
    ich weiß nun dass es vorbei geht und dass man wieder so richtig super glücklich werden kann und sich wieder richtig schön heftig verlieben kann ... :smile:
     
    #1
    dreadie, 22 Januar 2004
  2. dreadie
    Gast
    0
    würd mich echt freuen wenn einer was zu schreiben würde :smile:
     
    #2
    dreadie, 22 Januar 2004
  3. dreadie
    Gast
    0
    wir waren 9 monate zusammen ...
    ich kann dir leider nur sagen dass es bei mir sehr lange gedauert hat bis ich drüber hinweg war... ich habe mir immer versucht die erinnerungen an die zeit als etwas schönes zu verwahren die mir niemand mehr nehmen kann... bis man ohne negative gefühle an einen ex-partner zurückdebnken kann dauert es sehr lange...
    2 1/2 jahre sind natürlich ein ganzes stück länger als die Beziehung mit meiner ex-freundin gedauert hat aber ich glaube das hat nichts mit der intensität der gefühle zu tun...
     
    #3
    dreadie, 23 Januar 2004

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