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Gedichtinterpretation

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von SwEaThEaRt, 24 Februar 2008.

  1. SwEaThEaRt
    SwEaThEaRt (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo, ich soll ein Gedicht interpretieren, mir kommen aber irgendwie nicht so die richtigen gedanken dazu.

    hier erstmal das gedicht von gryphius

    Ein anders

    [109⇒] Geh! Liebes Kind/ geh hin! und schwere zu der Fahn

    Des Königs/ der für dich sich in den Tod verschworen:

    Geh! liebes Kind/ geh hin! itzt wirst du neu gebohren/

    Und setzest deinen Fuß auf Gottes Ehren-Bahn.

    Ach schwer' und bleib getreu/ wie Jesus selbst gethan/

    Der dich zu seinem Glied hat durch sein Blut erkohren/

    Er ists der dich erhöht/ durch mich bist du verlohren.

    Wie sicher schifft wer schifft in dieses Noæ Kahn.

    Gott müsse mehr dich sein/ als ich dich mein/ erkennen/

    Laß dich von deinem Haupt/ von diesem Herren nennen/

    Dem dich dein Vater gantz zu eigen übergiebt.

    Laß andern hohe Wort und grosse Nahmen bleiben/

    Für mich und dich sey groß wenn du dich so machst schreiben/

    Wie die berühmte Schaar/ die ihren Christus liebt


    wäre nett, wenn ihr mir ien wenig hilfreich sein könntet :zwinker:
     
    #1
    SwEaThEaRt, 24 Februar 2008
  2. User 4590
    User 4590 (33)
    Planet-Liebe ist Startseite
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    nicht angegeben
    Bei Gryphius immer wichtig: Memento mori und Vanitas-Gedanke. :zwinker: Hier geht es mehr um letzteres, darum, dass man nicht nach vergänglichen irdischen Dingen streben (z.B. "hohe Wort und grosse Nahmen"), sondern sich ganz auf das Jenseits und die Erlösung durch Gott konzentrieren sollte.
     
    #2
    User 4590, 24 Februar 2008
  3. many--
    many-- (32)
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    Verheiratet
    Pfui, der Vanitas-Gedanke :zwinker: der Über-Topos der Barockliteratur. Ich erinnere mich an gewisse Seminare in neuerer Literatur, schrecklich eintönig...
    ...
    Aber das ist hier natürlich absolut korrekt. Noch ein paar Anstöße: --Das Gedicht ist in Sonettform (Reimschema ist ja wohl eindeutig, Versfuß dito).
    -Gryphius schreibt oft in Bezug auf seine Kriegserfahrungen (lebte zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges) [Fahnen-Motiv in der ersten Zeile].
    -der "König, der sich für dich in den Tod verschworen hat", dürfte wohl Jesus sein, aber die Sprache lässt auch wieder an Kriegsbeschreibung denken.
    -es wäre wichtig, zu klären, wer der Sprecher in diesem Gedicht ist, und wer das "Liebe Kind" (da föllt mir jetzt spontan nix schlaues ein).
     
    #3
    many--, 24 Februar 2008
  4. SwEaThEaRt
    SwEaThEaRt (28)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    danke schonmal für eure ansätze


    wie ist denn hier überhaupt die stropheneinteilung, das ist ja alles ein wenig wirr.
     
    #4
    SwEaThEaRt, 24 Februar 2008
  5. Liza
    Liza (32)
    im Ruhestand
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    133
    47
    nicht angegeben
    Es ist ein Sonett, wie eigentlich das meiste von Gryphius... dementsprechend hat es auch die ganz gewöhnliche Stropheneinteilung von Sonetten.
     
    #5
    Liza, 24 Februar 2008

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