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Gefühlsschwankungen

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von feline_soul, 21 September 2009.

  1. feline_soul
    Verbringt hier viel Zeit
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    23
    vergeben und glücklich
    Ich sehe gerade, ich haben einen rechten Roman zusammen geschrieben. Ich hoffe, dass es trotzdem jemand durchliest, die Kernaussage(n) habe ich trotzdem mal fett markiert :zwinker:

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    Hallo zusammen,

    Heute sind es auf den Tag genau 11 Monate, an denen mein Freund (23) und ich (19) miteinander zusammen sind. Der 11. Monatstag ist auch genau der Tag, an dem ich den "Beziehungsdauerrekord" meines Freundes breche, was war nichts zur Sache tut, aber irgendwie ist es etwas ironisch, dass ich gerade heute etwas jammere^^'

    Mein Freund und ich..nun, wir hatten unsere anfänglichen Beziehungsprobleme. Er hatte die vorherige Trennung von seiner Ex noch nicht wirklich überwunden und aufgrund meiner mangelnden Beziehugnserfahrung (er ist mein erster Freund) überdauerten wir die ersten etwa 3 Monate mehr oder weniger in einem sehr instabilen Zweckzustand, der hauptsächlich deswegen nicht auseinanderfiel, weil ich es nicht wollte, an die Zukunft glaubte und wir uns halt doch sehr gerne mochten. Aber ja, rückblickend hätten wir wohl noch wenige Monate mit der Beziehung warten sollen.

    Diese Probleme sind nun vorbei, doch es war ein ständiger zustand von Trennungsangst (von meiner Seite her) und Furcht vor seinen Stimmungsschwankungen. Vielleicht beeinflusst mich das bis heute, ich weiss es selbst nicht.

    Nun, fertig der Einleitung, ich möchte euch von meinem (nicht mal unserem!) Problem erzählen.

    Und zwar bin ich sehr, sehr unstet, was meine Beziehung anbelangt. Nicht, dass ich generell unglücklich bin, nein, im Gegenteil. Meistens bin ich glücklich mit ihm, ich vermisse ihn, wenn ich ihn nicht sehe und freue mich immer(!) darauf ihn zu sehen. Der Gesprächsstoff geht uns nie aus, es ist niemals langweilig, ich verstehe mich mit seinen Freunden und umgekehrt. An unserem Sexleben kanns auch nicht liegen, da liegt auch alles im grünen Bereich. Wir sind wie gute Freunde, allerdings auch mit sexueller Anziehungskraft. Wir haben ein ähnliches intellektuelles Niveau, etc.

    Aber manchmal kommt es vor - gerade diesen Samstag wieder - dass ich neben ihm im Bett liege und einfach das Gefühl habe, dass ich nicht glücklich bin. Ich weiss nicht , woran es liegt und am darauffolgenden Tag waren diese Zweifel wieder weg und wir verbrachten einen wunderschönen Tag. Auch jetzt sind diese Ängst nicht sehr akut, ich schreibe hauptsächlich darüber, weil ich es einfach mal möchte..

    Obwohl die Beziehung wie oben beschrieben sehr schön ist, bin ich nie wirklich lange ohne Zweifel glücklich. Ich weiss nicht, woran es liegt, vielleicht liegt es auch hauptsächlich an meiner krankhaften Art zu Grübeleien.

    Vor 2 Wochen waren wir z.B. in London und es waren wunderschöne Tage. Doch kaum waren wir wieder zuhause litt ich während 1-2 Tagen an halben Depressionen, weil ich ständig daran dachte, dass eine Beziehung vergänglich ist und das unsere ersten und letzten gemeinsamen Ferien gewesen sein könnten und das ertrage ich einfach nicht.

    Oder kurz gesagt:
    Manchmal zweifle ich daran, ob ich wirklich bedingungslos glücklich bin, doch wenn ich ihn dann sehe, will ich niemanden anders und wenn ich an eine Trennung denke, dann zerreisst es mich innerlich. Obwohl ich nicht glaube, dass ich von ihm "abhängig" bin, es ist nicht so, dass ich mich fürchte, alleine zu sein.



    Manchmal denke ich, dass es auch an den Anfängen unserer Beziehung liegt und machmal glaube ich, dass das ganze auf Verlustsängsten beruht. Wieso?
    Ich fürchte mich so sehr vor dem Ende der Beziehung, so sehr, dass er mich irgendwann nicht mehr lieben könnte (auch wenn ich weiss, dass er es zumindest im Moment tut), dass ich mich emotional regelrecht distanziere und mich nicht richtig fallen lassen kann.


    Ich weiss auch nicht. Es kommt so phasenweise. Es wird wieder vergehen, denke ich, aber warum bin ich so? Gibt es hier noch andere, die unter diesen Problemen leide?

    Diesen Zweifeln, ob man wirklich glücklich ist, obwohl man es eigentlihc meistens auch ist?

    Diesen Zukunftsängsten, obwohl man die Beziehung im Jetzt leben sollte und man einfach nicht uneingeschränkt glücklich sein kann?

    Dieser Panik, dass zu einer Beziehung immer zwei gehören und es von beiden Seiten her aufhören könnte - und ich dann möglicherweise diejenige bin, die nichts mehr unter Kontrolle hat...
     
    #1
    feline_soul, 21 September 2009
  2. lady-crazy
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    vergeben und glücklich
    Naja, mittlerweile habe ich mein Problem einigermaßen behoben aber ich "litt" auch mal an einem ähnlichen Problem... Hatte ständig Angst, dass es vorbei sein könnte oder das irgendetwas sein könnte (nur wenn er mal schlechte Laune hatte) oder sonstiges... Allerdings wusste ich, dass es einfach daran liegt, das ich so sehr an ihm hänge und es das Schlimmste für mich wäre, wenn diese Beziehung scheitern würde! Naja, muss dazu sagen, dass er damals schonmal Schluss machte, zwar machte er vorher gewisse Anzeichen zeigte mir aber nie irgendetwas in die Richtung bzw deutete nie etwas mit Worten an,dass er den Gedanken damals gefasst hat, Schluss zu machen... das war/ist (auch heute zugegebenermaßen manchmal noch so) das Problem weswegen ich größtenteils so gedacht habe. Und dieses Gefühl verschwand SOFORT sobald ich bei ihm war... es taucht nur wieder auf sobald ich alleine war.

    Mittlerweile denke ich, dass es unnötig ist so gedacht zu haben... jeder (auch ICH!) hat mal schlechte Laune - warum sollte er das nicht dürfen? Da muss nicht immer ein Grund dahinter stecken. Hab ihm auch schon desöfteren gesagt, dass er mir bitte sofort sagen soll falls ihm etwas nicht passt o.ä. Ich denke mir einfach "er liebt dich und will niemand anders" und dann ist gut. Dann mach ich mir da keine weitern Gedanken mehr...und wenn doch, frag ich nach! Und sage mittlerweile auch was mir nicht passt oder was er ändern soll was ich damals nicht machte.
     
    #2
    lady-crazy, 21 September 2009
  3. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    398
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    Single
    Hallo!

    Ich weiß nicht, ob ich dir helfen kann, aber ich versuch es mal. :zwinker:

    Du bist mit 19 noch relativ jung und es ist deine erste Beziehung. Ich gehe davon aus, dass du noch nie richtigen Liebeskummer hattest. Zudem schreibst du äußerst akkurat, redest über Dinge wie intellektuelles Niveau und bezeichnest dich selbst als "Grüblerin".

    Das lässt Rückschlüsse auf deinen Charakter zu... und ich denke, dass es nichts außergewöhnliches, dass sich so jemand wie du gerade solche Gedanken macht. :zwinker:

    Denn du hast natürlich recht: Beziehungen kommen und gehen und es ist entscheidend, sie im "Jetzt" zu leben, anstatt ewig einer vermeintlichen schönen Vergangenheit hinterherzuhängen oder einer Zukunft, die nie eintreten wird. Du solltest diesen Gefühlsschwankungen etwas positives abgewinnen, denn was du ja machst, ist dir deinen Partner wegdenken - den Schmerz spüren, der kommt, wenn die Trennung eintritt. Und das ist ein positives Zeichen dafür, wieviel er dir bedeutet. Wenn dieser Schmerz irgendwann ausbleibt, weisst du, dass deine Gefühle auch für ihn gegangen sind. :frown:

    Niemand gibt dir eine Garantie dafür, dass eure Beziehung noch weitere 11 Monate funktionieren wird. Das kann keiner absehen, egal wie besonnen und klug er ist. Es geht einfach nicht, es ist immer ungewiss und wird immer ungewiss bleiben. Aber dieser Blick in die Zukunft ist auch nicht wichtig! Wichtig ist nur, dass ihr euch beide jeden Tag aufs Neue vorstellen könnt, dass sie potenziell ewig halten könnte, weil ihr mit euch zufrieden seid. Das ist alles, was du erwarten kannst! Du willst aber mehr Sicherheit als geht, denn der anfängliche harte Start hat dich wohl hart getroffen und Emotionen in dir wach gerufen, die es dir nun unmöglich machen, diese völlig natürliche Unsicherheit, unter der jede Beziehung steht, für dich zu akzeptieren. Wenn du also etwas daran ändern willst, musst du gegen diese Verlustängste vorgehen - gegen Emotionen, die tief sitzen und sich schwer beseitigen lassen. Vielleicht wirst du sie nie ganz beseitigen können und es ist schwerer und harter Weg. Gerade, dass sie dich bereits daran hindern, dich fallen zu lassen, würde ich aber als Signal dafür sehen, dass sie langsam ein bedrohliches Ausmaß gewinnen könnten. Weil so kann es in der Tat sein, dass die Unsicherheit auch auf deinen Partner überspringt, weil er denkt, es würde etwas nicht stimmen.

    Dagegen etwas zu tun ist wie gesagt sehr schwierig. Weiß jetzt auch nicht genau, wodurch diese Verlustängste bei dir genau zustande kommen und kann daher nur allgemeine Ratschläge geben. Ich würde vermutlich versuchen, mit meinen Kopf die Gefühle zu entkräften. Niemals mit Gewalt blockieren, sondern die Angst ruhig spüren und an dir selbst beobachten. Hinterfrage deine Handlungen und merke, wann du etwas tust (wie ihn bspw. abweisen) weil diese Ängste Kontrolle über dich gewinnen. In diesen Momenten musst du ganz schnell handeln und diese Ängsten die Kontrolle entziehen. Du musst dich genau entgegengesetzt verhalten, auch wenn es sich "falsch" anfühlt. Das muss so sein, da du ja in dem Moment auch "falschen" Gefühlen folgst. Wenn du das eine Weile machst, wirkst du diesen Kräften entgegen und es sollte dir im Idealfall immer einfacher fallen.

    Das ganze läuft natürlich unter der Prämisse, dass dir dein Partner auch wirklich keinen Grund für die Ängste gibt! Sonst ist es nämlich schwer, sich rational davon zu überzeugen, dass man sich hier gerade in etwas reinstürzt, was zu nichts führt... :zwinker:

    Aber ich hoffe mal, dass du das hinbekommst. Zum Thema reden: Scheut nicht davor, die Sache ab und mal anzusprechen. Sowas ist gut, wenn man es hin und wieder macht und nicht übertreibt. Prinzipiell würde ich an deiner Stelle diese Gefühlsschwankungen jedoch primär als mein persönliches Problem und weniger als ein Problem der Beziehung ansehen und dies daher mit mir selbst ausmachen.

    Hoffe, das ergibt ein wenig Sinn für dich und du bekommst deine Stimmungsschwankungen unter Kontrolle. Viel Erfolg! :smile:
     
    #3
    Fuchs, 22 September 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  4. Tschulii
    Tschulii (25)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    0
    Single
    Danke, diese Beiträge haben mir auch sehr geholfen, denn mir gehts genauso... nur mal nebenbei :zwinker: :smile:
     
    #4
    Tschulii, 22 September 2009
  5. feline_soul
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    240
    113
    23
    vergeben und glücklich
    Danke für eure Beiträge, ich werde sie heute Abend nach der Arbeit noch etwas genauer kommentieren :smile:
     
    #5
    feline_soul, 22 September 2009

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