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Gefangen in der Kummerfalle

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Berufspenner, 12 August 2007.

  1. Berufspenner
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Ich habe ein Problem (ich weiß, ein toller Anfang für einen Satz ;-) ). Aber es ist halt eine Tatsache. Nur ist es eben so, dass es ein großes Problem ist, dass sich aus vielen kleinen aber schwerwiegenden Problemen zusammensetzt und nun leider schon über einen Zeitraum von gut zwei Jahren, wenn nicht noch länger, anhält.

    Momentan bedrücken mich aber zwei Dinge ganz besonders.

    1.
    Vor gut einem Jahr habe ich ein Mädchen kennen gelernt. Die Umstände waren nicht wirklich toll, aber wir haben doch recht viel Zeit für einander investiert, genossen alle Intimitäten und auch wenn die Gegebenheiten nicht wirklich prall waren, ich hab mich einfach in dieses Mädchen verliebt. Doch irgendwann brach alles zusammen. Von heute auf morgen sollte alles anders sein. Da lagen leider ein paar Leichen im Keller. Wo sie begonnen hat ihre Fehler zu erkennen und die Notbremse zu ziehen, habe ich angefangen meine zu machen. Ich bin total aus den Rudern geraten, weil ich nicht akzeptieren konnte, dass das, was zwar nicht ganz leicht war, aber mir so verdammt viel bedeutet hat, mir nichts dir nichts aus sein sollte. Nach einigen erneuten Annährungsversuchen folgte wieder ein großes Desaster und mittlerweile vermute ich, dass sie mich einfach nur noch hasst.

    Das erste Problem daran ist, dass ich an dieser Situation leider wohl nichts mehr ändern kann, weil bis jetzt alles, was ich versucht habe, nicht wirklich zum Erfolg des ganzen beigetragen hat.

    Das zweite Problem daran ist, dass ich nun mit allen Hoffnungen, allem Kummer und Herzschmerz da hocke und bei mir alles blockiert. Ich finde schon seit Wochen, ja sogar seit Monaten kaum einen klaren Gedanken, weil mir das ganze immer noch nachhängt. Mittlerweile habe ich auch schon zu einschlägigen Lektüren zum Thema Liebeskummerbewältigung, Lösung aus der Abhängigkeit, etc. pp. gelesen. Doch läßt sich sowas ja nicht von jetzt auf gleich verdrängen. Das will ich auch gar nicht und darin liegt wohl auch ein weiteres Problem. Ich kann irgendwie nicht gegen meinen Willen arbeiten. Auf lange Sicht wäre das wohl am gesündesten, aber damit müsste ich mir selber eingestehen, dass die ganzen Gefühle, der ganze Kummer, Stress und der Kampf um sie es nicht Wert war.

    2.
    Das zweite akute Problem ist mein "beruflicher" Werdegang. Mein Wunsch war es, nach dem Abi Physik zu studieren. Diesem Wunsch bin ich auch nachgegangen und habe Ende 2005 das Studium aufgenommen. Naja, kaum war das Semester vorbei, meldete sich auf liebenswürdige Art und Weise mein zuständiges Kreiswehrersatzamt mit der Aufforderung, mich doch zum Beginn des Aprils letzten Jahres in Nienburg an der Weser zu melden. Damit brach dann endgültig alles, was nicht vorher schon in die Brüche ging (kurz zuvor hatte meine damalige Freundin mit mir Schluss gemacht bzw. mich schamlos durch einen anderen ersetzt). Die Folge aus allem war, dass die beiden anstehenden Klausuren, sowie deren Wiederholungen elegant mit einem "nicht bestanden" endeten. Naja, ich habe dann die AGA (im Nachhinein meine kopfmäßig beste Zeit seit Jahren) und 9 weitere Monate an mir vorbeiziehen lassen, um dann dieses Jahr das Studium wieder aufzunehmen. Und an dem Punkt begann der ganze Mist von vorne: im Kopf die ganze Zeit Dinge, die mein Herz beschäftigten und meinen Geist blockierten, schreckliche Prüfungsangst und überhaupt keinen Antrieb mehr. Ergo, Prüfung verhauen und damit die letzte Chance verpatzt. Nun steh ich da, zu den Gefühlsscherben gesellen sich die Scherben meiner "Wunschzukunft". Die möglichen weiteren Wege liegen auf dem Tisch: Studiengang wechseln (E-Technik oder Maschinenbau), doch den Wunsch streichen und eine Ausbildung beginnen, anstatt zu studieren oder die radikalste Entscheidung, mich für mindestens 12 Jahr bei der Bundeswehr verpflichten und dort Offizier werden.

    Diesen beiden Hauptproblemen schließt sich eine allgemeine Unzufriedenheit, die sich durch eine andauernde schlechte Laune äußert, ein schlechtes Selbstwertgefühl und eine Menge Enttäuschung an. Das ganze geht soweit, dass mir eine Freundin letztens doch nahe gelegt hat, mal einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Sie meinte es nur gut, aber so etwas zu hören baut einen nicht wirklich auf.

    Ich stehe also nun an einem Punkt, an dem ich mich irgendwie immer im Kreis drehe, nicht weiß, wie es wirklich weiter gehen soll und mich von Enttäuschungen komplett aus der Bahn werfen lasse. Klar, Schritt eins das zu ändern wäre es einfach, mit allem abzuschließen, neuen Mut zu fassen, jedem Rückschlag zu trotzen und mich gezielt ablenken. Aber mal ehrlich, wenn es so einfach wäre, dann würde ich mich hier wohl kaum auskotzen...
     
    #1
    Berufspenner, 12 August 2007
  2. User 35148
    User 35148 (43)
    Beiträge füllen Bücher
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    218
    295
    nicht angegeben
    Sich auskotzen tut auch mal gut.
    Eigentlich weisst Du ja was Du tun müsstest,
    doch Du willst es nicht, entweder weil Du zu bequem dafür bist,
    oder das Risiko weiterer Enttäuschungen scheust.

    Denk nicht zuviel über Vergangenheit nach.
    Lerne daraus, aber lass Dich nicht zu wehmütigen Gedanken hinreissen. Das ist vorbei!

    Denk auch nicht über die vielen Probleme oder "das Problem" nach...
    Siehe sie als Herausforderungen oder als zu überwindende Hindernisse an.
    Überleg Dir, wie Du jedes Hindernis am besten umgehst oder denk Dir Strategien und Hilfsmittel aus.
    Schau nach vorne, denk positiv und überleg Dich gut, was Du machen willst.
    Mach eine Liste, mit positiven und negativen Punkten, auch mit einer gefühlsmäßigen Bewertung.
    Niemand kann Dir die Entscheidung abnehmen.

    :engel_alt:
     
    #2
    User 35148, 15 August 2007
  3. Bancer
    Bancer (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    99
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Für mich klingt die Sache ganz einfach. Deine Ex hat einen neuen. Einen besseren Beweis gibt es nicht, dass die Sache gelaufen ist. Aus dem Studium bist du auch geflogen, das kannst du also auch getrost abhaken.

    Du hattest eine Freundin, du wirst wieder eine finden, mit der du völlig zufrieden bist. Auch, wenn es nicht so aussieht.

    Ich würde wahrscheinlich eine Lehre beginnen, aber was du machen sollst, weiß ich nicht. Zwei Jahre für eine Lehre zu investieren ist keine vergeudete Zeit, danach kannst du dich neu entscheiden. Schaue dir die Möglichkeiten in Ausbildung, Studium und Bund genauer an, ehrgeizig bist du ja, bestimmt sagt dir etwas zu.
     
    #3
    Bancer, 18 August 2007
  4. Berufspenner
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    vergeben und glücklich
    Sind wohl die ersten, aber nicht unbedingt besten und aufbauensten Sätze, die man sagen kann ;-)

    Zu ihr..naja, was soll ich sagen. Hat halt Klick bei mir gemacht. Aber zusammen waren wir leider nie. War immer ne sehr obskure Sache und ich hab wohl vieles einfach nicht sehen wollen. Liebe macht ja soooo blind...aber mal ehrlich. Ich würds wohl nochmal tun. Naja, läßt sich halt leider nichts mehr machen.

    Klar, das Leben geht weiter und irgendwann werd ich über all das hier nur noch lachen, aber im Moment beiß ich mir da halt noch die Zähne dran aus. Sowohl auf zwischenmenschlicher- wie auch auf beruflicher Ebene.

    Zeig mir einen Menschen, der nach einer Enttäuschung keine Angst hat vor neuen Rückschlägen ;-)
     
    #4
    Berufspenner, 18 August 2007
  5. bengeltiger
    Verbringt hier viel Zeit
    3
    86
    0
    nicht angegeben
    oje - also ich war mal mit einer auch nie zusammen aber ich liebte sie... naja... ich stecke gerade in nem Liebeskummer, was mir hilft:

    - viel lesen
    - meditieren
    - kein hass entwickeln, die person so akzeptieren wie sie ist. möge sie. auch wenn sie nicht für dich da ist.
    - danke ihr (in gedanken) für die erfahrung
    - sie verdient dich nicht und das hat sie erkannt
    - dvds, kino
    - fahrrad, sport allgemein...
    - selbsthypnose (sich eine schöne zeit in der zukunft vorstellen = visualisieren, natürlich ohne freundin, aber mit einer _anderen_ person mit der du deine liebe teilst.., spüre die liebe)
    - akzeptiere es, lasse los.
    - freue dich und sei gespannt auf deine neue freundin (versuche das gefühl der vorfreude zu entwickeln)

    wenn das alles wenig hilft..:
    - sich vorstellen die freundin sei tot (jaja.. hilft aber gut bei mir :zwinker: )

    und wegen dem studium und so,
    tja - darum versuche ich solange ich noch studiere und so keine freundin zu haben... meine leistungen sind auch unten und die liebe ist der grund dafür, ergo keine freundin = bessere leistung = bessere zukunft = mehr geld = freundin die dich nicht liebt und nur dein geld will ... :/ :zwinker: naja. ok, der letzte teil istn joke. aber irgendwie wahr.
     
    #5
    bengeltiger, 18 August 2007
  6. Princesa
    Verbringt hier viel Zeit
    205
    101
    0
    nicht angegeben
    Diesen fatalen Kausalzusammenhang zwischen Uni und mißglückter Liebe kenne ich auch. Ich stecke immer noch in der Falle, dass ich mich nicht konzentrieren kann und denjenigen trotz allen Missverständnissen innerlich nicht loslassen kann. Solche charmanten Kommentare wie "Sache abhaken und gut ist ´s" bringen da bei mir nur das Gegenteil. Man kann nicht einfach so einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen, wenn man selber innerlich noch nicht bereit dazu ist. Vielmehr sollte man vielleicht versuchen, die momentane Situation so anzunehmen wie sie ist, und sich Lösungen (gerade im Hinblick auf deine Ausbildungs-/Studiumsituation) überlegen.
    Ich rate deinem Gefühl zu folgen. Es bringt nichts, wenn du irgendeine x-beliebige Ausbildung anfängst, nur um schnell einen Abschluss in der Tasche zu haben. Andererseits solltest du dich fragen, ob ein Studium geeignet für dich ist (ich meine damit nicht, dass du es nicht schaffen könntest, sondern vom doch bestehenden Lerndruck im Zusammenhang mit privaten oder finanziellen Problemen). Stell dir vielleicht vor du würdest in einer Zeitmaschine in die Zukunft katapuliert werden, und wie du dich in 5-10 Jahren sehen möchtest (berufstechnisch zumindest). Ich persönlich denke, dass man nicht wegen Kummer und Sorgen zu einem Psychologen gehen muss, aber das liegt natürlich daran wie schwerwiegend du das empfindest. So viel ich weiß, gibt es auch an den Unis solche Beratungsstellen. Vielleicht können die dir ja weiterhelfen.
    Kopf hoch, das wird schon wieder :zwinker:
     
    #6
    Princesa, 19 August 2007

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