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Gefrustet in einer lanjährigen Beziehung

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Shaelyn, 7 Mai 2008.

  1. Shaelyn
    Shaelyn (39)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    hi all

    bin mit meiner Freundin oder doch eher Lebensgefährtin jetzt seit knapp 10 Jahren zusammen und dieses Gefühl/Leben in einer langjährigen Beziehung frustriert mich nur noch. Wer kennt dieses Gefühl?

    Alles aufzuzählen würde einen Forenbeitrag sprengen,
    jeden Abend dieses zähe Rumgehänge nach der Arbeit,
    Sex praktisch nur noch auf Bestellung 1x die Woche,
    Styling nur am Samstag, jegliche Spontanität ist dahin, man reibt sich an Kleinigkeiten manchmal auf,....
    und dabei haben wir noch nicht mal Kinder

    Das ist jetzt alles sehr sehr oberflächlich, ich gehe ja auch hierbei nicht auf die positiven Charaktereigentschaften ein die ich an ihr liebe aber beschreibt wahrscheinlich es auf einen Punkt genau.

    Kennt jemand dieses Gefühl? Ist das die Quarterlife Crisis um die 30 rum? Hab das jetzt selbst erlebt im Bekanntenkreis wie dann auf Teufelkommraus Beziheungen beendet wurden und mit Schnelligkeit sich in neue Abenteuer gestürzt. (nicht unbedingt positiv)

    Hat jemand ein paar brauchbare Tips auf Lager für solche Situationen? War schon mal jemand bei einer "Ehe"beratung?
     
    #1
    Shaelyn, 7 Mai 2008
  2. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    Ich frage mich gerade, wieso du anscheinend gleich über eine Eheberatung nachdenkst? Sowas kommt doch eigentlich nur in Frage wenn man richtige Probleme miteinander hat.
    Bei euch scheint das ja eher so zu sein, als sei einfach die Luft draußen!

    Hast du mal mit deiner Partnerin darüber gesprochen? Ihr solltet womöglich einfach mal wieder etwas Spontanität in eure Beziehung bringen, z.b. eben nicht nur samstags abends weggehen, sondern auch mal unter der Woche, mal wieder Theater, Kino, Schwimmen, etwas ganz Besonderes machen... das kann schon aufpeppen :zwinker: und wenn ihr zu sehr aufeinanderhockt, dann kannst du ja auch einfach mal abends mit Kumpels weggehen oder sie mit ihren Freundinnen, dadurch gewinnt ihr etwas Abstand und dann kommt "die Luft" auch automatisch wieder rein.
     
    #2
    User 37284, 8 Mai 2008
  3. osmu
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Oh wei! Etwa in dem Alter war´s bei mir auch so. Schein ne normale Krise zu sein.:ratlos:

    Und wie ich das kenne! Bei uns war derart die Luft raus, dass ich ernsthaft Schluss machen wollte. Obendrein habe ich mich in eine Arbeitskollegin verliebt, die nicht nur äußerlich ein Knaller, sondern obendrein auch noch mich(!) gut fand.
    Was ganz was neues in dem Moment. Ich kann also doch nicht nur Luft sein, dachte ich. Es gab eines das andere, aber außer suuuuuper langen und wunderbaren Zeiten mit Reden und in den Arm genommen (das hatte ich zu dem Zeitpunkt schon ewig nicht mehr) werden, war da nicht viel mehr. Kein Sex oder so....
    Aber das alleine eine Frau mich als Mann gut finden könnte war mir damals nach 10 Jahren Beziehung total abgegangen. Also bin ich zu meiner "Erstbeziehung" (blödes Wort- aber wie soll ich´s anders ausdrücken) und habe ihr alles gebeichtet, bzw. erzählt. Was mich stört, was mir fehlt und Gott-weiß-was-noch-alles.

    Ergebnis: 10 Jahre wirft man nicht weg, sondern kämpft drum, also Arbeitskolleging als "Freundin" (im Sinne von Bekannte) behalten, und mit gaaanz viel Zeit in eine neue Zukunft steuern - unter anderem mit

    Ergebnis Nr 2: Heute ist unser Sohn 6 Jahre alt und wir haben eine gute Beziehung. Auch wenn hier und da was fehlt oder zickt - Wir sind wieder voll und ganz auf einer Welle.

    Fazit: Natürlich gibt es Streit und viele schlechte Zeiten. Es stimmt nicht alles in der Beziehung - in KEINER Beziehung. "Man muss halt zu leben wissen, mit Kompromissen" (Roger Cicero). Wenn Du weißt was Du willst und dein Partner (Partnerin) kommt schon ganz nah an diese Vorgaben ran, dann halte ihn und versuche Dich auch ein wenig auf ihn/sie einzustellen. Ganz blöde isses, wenn Du versuchst Dich oder Sie zu verbiegen - so hinzudengeln, dass es wieder passt. Das funktioniert nicht.

    Es gibt ein Zitat von 18hundert Zwiebelbrot: "Freundschaft ist 90% geben und 10% nehmen"

    Etwas übertrieben, aber ich denke die Richtung stimmt. Ich wünsche Dir und deiner Freundin die richtigen Entscheidungen und alles Gute.
     
    #3
    osmu, 8 Mai 2008
  4. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Wie lange dauert dieser Zustand denn schon an? Wir haben ähnliche Flauten, die aber bisher nur vorübergehend waren (1-2 Wochen)
    Im Moment ist wieder so ne Phase, aber wir haben demnächst Urlaub, und ich bin überzeugt, dass sich das wieder von selbst einpendelt. Ist halt immer so ein Auf und Ab. Ich denk mal, ist wohl in jeder Beziehung so, wenn man über mehrere Jahre zusammen ist.

    Und fast hätte ich mich auch mal dazu verleiten lassen, mich in ne Arbeitskollegin zu vergucken. Hatte aber intensiv dagegen angekämpft, denn immerhin hab ich Familie, also ein NoGo, wenn ich für ein Abenteuer alles hinschmeissen würde. Da investier ich meine Energie lieber darin, unsere Ehe aufrecht zu erhalten, denn für jedes Problem gibt es eine Lösung.

    Quarterlife Crises? Ist das was anderes als Midlife Crisis? Ich hab bisher weder das eine noch das andere gehabt....:ratlos:
     
    #4
    User 48403, 8 Mai 2008
  5. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Oh ja – kenne ich nur all zu gut. Was ich dagegen tue – nichts – oder besser gesagt nichts mehr. Ich habe mich in meiner Beziehung jetzt vier Jahre lang eingesetzt ihre psychischen Probleme und ständigen Abneigungen gegen tausenden von Dingen ihrerseits abzugewöhnen. Ich habe mit Engelszungen geredet, sie nicht bedrängt ihr Freiräume gegeben – ach, weis der Geier was ich alles versucht habe. Mich guckt trotzdem noch immer das selbe demotivierte Gesicht an – es hat sich nichts geändert.... Doch, eines hat sich geändert, ich habe mir Magengeschwüre geärgert weil kein Reden geholfen hat --- nun habe ich resigniert und habe das Handtuch in den Ring geschmissen. Warum soll ich für etwas kämpfen, wenn das Ende bereits feststeht – und sie in all den vier Jahren sich nur statisch verhalten hat. Ich persönlich sehe es nicht ein und gehe nun wieder meinen eigene Weg durchs Leben. Wir leben zwar noch zusammen, aber ich bezeichne es nur noch als Wohngemeinschaft da uns noch ein gemeinsames Haus „verbindet“ – sagen wir lieber den Kreditvertrag.

    Letztendlich kann es, wie ein Vorredner schon sagt, gut gehen – aber ich sehe keine Zukunft mehr und daher setzte ich mich in meiner Ehe auch nicht mehr für weites ein. Ich bin schon lange nicht mehr frustriert – frustriert war ich vor langer Zeit, heute bin ich soweit, dass es mir so was von egal ist was in der Zukunft passiert --- diese von mir gefühlte Gleichgültigkeit kann nicht mal ich mehr beschreiben.


    Ich kann Dir nur folgendes Raten – sprich mit Ihr über die Dinge die Du vermisst. Sollte Sie Dir zuhören (was zu wünschen wäre) dann versuche es weiterhin, bleibe am Ball und versuche wieder Schwung in die Beziehung einzubringen. Sollte sie Dir nicht wirklich zuhören (wie z.B. meine Frau) dann warte nicht zu lange und kratz die Kurve – Selbst wenn dann 10 Jahre Beziehung aufgegeben werden müssen – alle mal besser als ständig und permanent unzufrieden zu sein oder sich gesundheitlich aufzureiben.

    Meine Beziehung lief 8 Jahre lang „gut“, aber ich bin nicht doof und merke sehr schnell wenn ich verarscht werden. Daher ist für mich der Drops bereits gelutscht – ich hoffe inständig, dass es bei Dir ein anderes Ende nimmt.
     
    #5
    Trauerklops, 8 Mai 2008
  6. osmu
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
     
    #6
    osmu, 8 Mai 2008
  7. Shaelyn
    Shaelyn (39)
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Quarterlife Crisis, ähnlich der Midlife Crisis aber mit Ende 20. Mal bei Wikipedia gucken.

    Tja anscheinend ist das ja fast normal nach 10 Jahren.

    Unter der Woche weggehen ist nicht drin, da sie dazu immer zu müde ist wegen Job.
    Natürlich haben wir die Themen schon oft diskutiert, vielleicht zu oft ausdiskutiert. Endet des öfteren auch in Tränen.
    Ergebnis: Paar Tage wieder besser, dann wieder der alte Trott.

    Hab auch schon mal Überlegt ob vielleicht mal so eine kurze Auszeit von ein paar Tagen eine Idee wäre?

    Wahrscheinlich endet das ganze dann auch so dass ich freiwillig Überstunden mache und erst um 20.00 aus dem Büro komme.
     
    #7
    Shaelyn, 12 Mai 2008
  8. osmu
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Oh Oh!
    Hat sie denn nicht auch das Gefühl, dass da etwas nicht stimmt? Ich meine Tränen nach einer wiederholten Diskussion besagen ja nunmal auch, dass da von beiden "Herz" dranhängt. Hast Du das Gefühl alle Problme gehen von Dir aus? Oder kommen sie von Ihr?
    Ich hatte immer das Gefühl, dass meine Freundin die Probleme machte. Letztlich waren wir es aber beide. Ich hatte ihr durch meine Frustration an anderer Stelle keine genügende Zuneigung entgegengebracht. Sie fühlte sich von mir teils im Stich gelassen. (Damals noch im Referendariat) So schaukelte es sich schließlich hoch bis zum Knall.

    Wenn´s nur der Job wäre, könnte man bestimmt trotzdem mit gutem Willen etwas erreichen. Wenn Du dir aber sagst: "Schon wieder nach Hause? Oh Je!" oder "Hoffendlich schläft sie schon", dann ist evtl. wirklich die Zeit gekommen über eine vernünftige Lösung zu reden.

    Freunde von mir haben das unglaublich vorbildlich geschafft. Haus gebaut, verheiratet, nicht verstanden, getrennt, geschieden, neuen Freund / neue Freundin kennengelernt und seither eine sehr gut funktionierende Clique aus zwei Paaren (ohne Hausverkauf- Betonung auf zwei befreundete Paare, nicht swingermäßig gemeint)

    Was ich damit meine ist, dass es funktionieren kann eine Freundschaft zu behalten und kein Haus verkaufen zu müssen wenn man sich noch versteht, aber sich ansonsten einig darüber ist, dass eine Beziehung in der Form nicht mehr möglich ist. Ein Rosenkrieg ist für euch beide das Allerletzte!

    Habt ihr schon einmal versucht etwas total Abnormes, Unnatürliches, Abenteuerliches und Bescheuertes zu unternehmen?
    z.B.
    Romantisch: Frühstück in Paris (Autofahrt für ein echtes Kennenlernen nutzen)
    Abenteuerlich: Paar-Bungee-Jumping (extreme Situationen schweißen zusammen)
    Sportlich: Tango oder Latin-Tanzkurs (für Nicht-Tänzer eine echte Herausforderung - Zeit zu Zweit)
    Abenteuerurlaub: Rafting-Tour / Kajak-Tour anstatt Malle-Urlaub. Wahlweise auch Kamelkaravane durch Tounesien.

    Das sind natürlich alles nur Beispiele. Jenachdem wie ihr Euer Leben normaler Weise bestreitet, solltet ihr einmal genau das Gegenteil tun. Wenn ihr also beruflich Kameltreiber seid, dann ist eine Karavane natürlich nicht das Richtige :grin:
     
    #8
    osmu, 14 Mai 2008

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