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  • User 129180
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    18 Juni 2014
    #1

    Gehaltsgespräche

    Hallo,

    hab auch mal eine Frage an alle hier. Da ich in der letzten Firma nie die Chance hatte Gehalt zu verhandeln da es der Firma schlecht ging und jeder froh war noch einen Job zu haben kam ich noch nie in den "Genuss" ein Gehaltsgespräch zu führen. Nun bin ich seit knapp über einem Jahr in einer neuen erfolgreichen Firma.

    Am Anfang des Jahres gab es für alle Mitarbeiter 2% Gehaltserhöhung welches ja gerade mal die Inflation ausgleicht. Ich würde mich gehaltstechnisch aber gern weiterentwickeln.

    Ich würde gerne mal von eurer Erfahrung profitieren wie man so ein Gespräch einleitet, für sich gewinnt und vor allem: wieviel kann man verlangen und was ist zu dreist?

    Vielen Dank schon mal
     
  • User 121794
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    18 Juni 2014
    #2
    Das würd ich auch mal interessieren, zumal wir in der Firma ein total lockeres und freundschaftliches Verhältnis mit unserem Chef haben. Da find ich das noch viel schwieriger. :cautious:

    Prinzipiell soll man in solchen Gesprächen eben seinen Mehrwert für das Unternehmen unterstreichen und damit argumentieren, aber keine Ahnung wie das funktioniert, wenn man nicht gerade nen erfolgreichen Projektabschluss oder sonstige Landmarken hinter sich hat.
     
  • SnakePlisken
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    18 Juni 2014
    #3
    Bekommste ein Feedbackgespräch nach einem Jahr? Ist oft üblich in vielen Firmen, dass nach Ende der Probezeit oder eines Jahres nochmal ein Feedbackgespräch geführt wird. Das ist auch i.d.R. die Gelegenheit nach einer Gehaltsanpassung zu fragen.

    Wichtig bei sowas ist, dass Du zeigen musst wieso Du mehr Geld verdienst. Wenn Du gute oder herausragende Arbeit vorlegen kannst ist das schonmal ein gutes Argument, besonders wenn Du Arbeit erledigen kannst die sonst nur wenige in der Firma beherrschen. Auch solltest Du dich mal informieren wie viel Gehalt üblich ist in der Branche sind für erfahrenen Angestellte, die keine Berufseinsteiger mehr sind und dir eine Grundlage verschaffen. In der Regel wirste diesen Betrag nicht erhalten aber du hast damit eine Grundlage und kannst dann wie folgt vorgehen:

    Dein Gehalt pro Monat sind 2300€ brutto, branchenüblich müsste das Gehalt für erfahrenes Personal aber eher bei 2800€ brutto liegen. Oft trifft man sich dann in der Mitte und würde in dem Beispiel 2500-2600€ brutto verlangen. Aber man muss sich klar sein nächste Gehaltanpassung erfolgt oftmals erst wieder in 2 Jahren.

    Wichtig bei sowas darf man nicht auftreten als ob man einen Anspruch darauf hat und wenn die Gehaltsanpassung abgelehnt wurde, darf man nicht patzig werden oder den Eindruck vermitteln, dass man die Arbeit schleifen lässt als so ne Art Retourkutsche, gibt leider Chefs die schnell sowas behaupten.
     
  • User 38570
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    18 Juni 2014
    #4
    Ist relativ einfach... Welche Leistungen bringst Du, die kein anderer ebenso gut erbringen kann, auch nicht, wenn man den anderen in diese Richtung qualifiziert. Sprich: Was macht Dich nicht so leicht auswechselbar?

    Wenn Du das eruiert hast, mach einfach einen Termin und argumentiere Deinen Gehaltswunsch so. Die Höhe ist pauschal nicht zu beziffern, 4% mehr stellen eine gute Verhandlungsbasis dar.

    So Dinge wie Inflation, studierende Kinder oder sowas haben in einer Gehaltsverhandlung nichts verloren.
     
  • Subway
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    18 Juni 2014
    #5
    Wie ich theoretisch dran gehen würde:
    Erst einmal würde ich schauen, was man in meinem Berufszweig und mit meiner Erfahrung so im Durchschnitt verdient. Gerade wenn man unter dem Durchschnitt liegt kann man das sicherlich für sich benutzen.
    Danach würde ich noch zusammenfassen was ich für die Firma geleistet habe, vor allem wenn es über das normale hinaus geht.

    Mit diesen Informationen würde ich dann entweder die nächste Gehaltsverhandlung abwarten (falls diese regelmäßig kommen) oder eben ein Personalgespräch mit meinem Vorgesetzten abmachen.

    Wie ich praktisch dran gegangen bin:
    Wir haben hier regelmäßige Personalgespräche, das sind eigentlich nur sehr lockere 1:1 Gespräche mit dem Vorgesetzten in dem man sich über das aktuelle Empfinden unterhält. Da kam es eher zufällig zum Thema Gehalt. Da ich erst ein Jahr in der Firma war, hatte ich eigentlich noch keine konkreten Absichten über mein Gehalt zu diskutieren. Als das Thema aber da war, haben wir uns kurz über die Vorgehensweise der Firma unterhalten, die beim Eintritt das Wunschgehalt durch 13 geteilt hat und den 13. Teil dann als Weihnachtsgeld ausbezahlt. Damit war ich eigentlich nicht sonderlich zufrieden, wegen besonderer Umstände war ich aber nicht in der Position das noch einmal neu zu verhandeln.

    Meinem Chef hab ich dann gesagt, dass mein mittelfristiges Gehaltsziel eigentlich 50k (exklusive Weihnachtsgeld) im Jahr sind, das wären zu dem Zeitpunkt glaub 8k mehr gewesen. Zu meiner Verwunderung hat er einfach nur gesagt: "Ok, ich schau mal was ich machen kann." und zwei Tage später hatte ich zumindest eine Gehaltserhöhung von 6k im Jahr.

    Da muss ich allerdings dazu sagen, dass mein Chef wirklich locker ist. Er trägt zwar Anzug und Krawatte, ist aber in meinem Alter, es gibt hier kein "Sie" und man kann mit ihm halt wie mit einem Kumpel sprechen.
     
  • Ritter Lanze
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    18 Juni 2014
    #6
    Dann kann man's auch gleich lassen.
     
  • User 129180
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    18 Juni 2014
    #7
    Ich versuch hier mal auf alles zu antworten, bin ja auch gerade auf der Arbeit und da ist es nicht immer so einfach ;-)


    Also ich habe nächsten Monat ein Personalgespräch und würde da eben gern gut vorbereitet rein gehen.

    Vergleiche zu anderen Firmen sind verdammt schwierig zu finden, ich bin in der IT-Branche und da gibt es himmelgroße Unterschiede. Auch deshalb hab ich hier nach Meinungen und Erfahrungen gefragt.

    Ich dachte auch erst an ca 4% aber frag mich natürlich trotzdem ob noch mehr geht.

    @Ritter Lanze: Was würdest du verlangen? Wieviel kann man denn verlangen ohne dass es frech wirkt?


    Ich werde natürlich emotionale und private Dinge komplett aus dem Gespräch draußen lassen. Ich dachte ich gehe darauf ein dass ich mich in der Firma gut eingearbeitet habe, die Prozesse und Arbeitsweisen kenne, ich immer pünktlich, zuverlässig bin und mich freiwillig und proaktiv umschaue ob es etwas zu tun gibt was auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten zu tun gibt ohne dass man mich darum bitten muss. Außerdem komme ich bei den Mitarbeitern die ich in ihrer Arbeit unterstütze sehr gut an und mein Chef hat auch schon Lob bekommen den er mir ausrichten sollte. Außerdem suchen wir seit Monaten noch einen weiteren Mitarbeiter und finden keinen geeigneten. Das werde ich aber eher nicht erwähnen, denke ich, da es ja eine Art von Druck ausüben ist.

    Danke Subway, so eine Info ist sehr hilfreich. Ich bin in ähnlicher Gehaltsklasse und will halt schon rausholen was geht :zwinker:
     
  • User 38570
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    18 Juni 2014
    #8
    Hast Du dort irgendwelche Führungsaufgaben, Personalverantwortung oder sowas?
     
  • Ritter Lanze
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    18 Juni 2014
    #9
    Das kommt natürlich darauf an in wieweit sich deine Aufgaben seit Eintritt verändert haben, ob du mehr Verantwortung hast oder besondere Projekte abgeschlossen hast. Ich persönlich finde es ein bisschen früh jetzt schon ein Gehaltsgespräch zu führen nachdem du erst ein Jahr dort bist. Und dass es erst Anfang des Jahres ne Gehaltserhöhung gab, wird wahrscheinlich als Punkt aufkommen im Gespräch. Aber normalerweise würde ich sagen, wenn Du 4% willst dann fang mit 8% an.
     
  • User 129180
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    18 Juni 2014
    #10
    Meine Aufgaben haben sich nur geringfügig geändert aber ich mache meine Arbeit gut und setz mich immer für die Firma ein. Ich könnte ja auch sagen dass ich nur das tue was in meinem Tätigkeitsprofil steht. Solche Mitarbeiter gibt es schließlich auch. Ich hab keine Personalverantwortung aber eben Verantwortung über die IT. Da hat man von Grund auf schon Verantwortung um den sensibelsten Teil der Infrastruktur in einer Firma.

    Außerdem spricht die Tatsache dass es auf dem Markt keine geeigneten Fachkräfte gibt ja auch für mich. Oder sehe ich das falsch?
     
  • Subway
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    18 Juni 2014
    #11
    Für dich sprechen ja, ich würde es aber nicht erwähnen. Das klingt für mich so ein wenig nach Drohung.
     
  • User 129180
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    18 Juni 2014
    #12
    Ok danke für deine Meinung, ich dachte auch dass ich das zwar denken kann aber besser nicht sage :zwinker:
     
  • Ritter Lanze
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    24 Juni 2014
    #13
    Falls Du das Gespräch noch nicht geführt hast, hier noch ein paar Tipps
     
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  • User 110662
    Sehr bekannt hier
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    24 Juni 2014
    #14
    Ist halt auch die Frage, inwieweit die Firma ihre Umsätze und Gewinne transparent macht. Wenn Du eigentlich nicht weißt, wie es tatsächlich aussieht, hast Du ja keine Möglichkeit, Dein Gehalt angemessen einzuschätzen - außer branchenübliche Vergleichszahlen halt. Wenn ihr plötzlich deutlich mehr Gewinn erwirtschaftet, habt ihr als Angestellte auch einen Anteil am Erfolg, denn ihr erwirtschaftet den ja schließlich mit.
    Deine Kompetenzen steigen, weil Du längere Zeit dabei bist; ein neuer Mitarbeiter muss erstmal gefunden werden, dann eingearbeitet - der Zeitfaktor alleine macht Dich wertvoller und steigert Deine Leistung.
    Eine Gehaltserhöhung um den Inflationssatz ist keine Gehaltserhöhung :smile:
     

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