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Genervt von optimistischen Gutmenschen

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Halcyon Days, 23 Juli 2009.

  1. Halcyon Days
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Ums vorne weg zu sagen: Ja, ich bin ein pessimistischer Mensch. Schon immer gewesen aufgrund meiner Erfahrungen seit frühester Kindheit. Und seit einigen Jahren depressiv.

    Daher fühle ich mich von anderen Menschen mit ihrer "Das Leben ist so toll"-Einstellung so unglaublich genervt. Womit ich nicht sagen will, dass auch sie alles scheiße finden sollen. Mich regt eher diese Mentalität auf, dass diese Menschen es einem so richtig unter die Nase reiben und einen blöd anblöken, wenn man nicht im Gute-Laune-die-Welt-ist-Sonnenschein-Tenor mitstimmt.

    Ich dagegen fand das Leben schon mit 10 Jahren beschissen, weil mir schon recht früh vermittelt wurde, dass mein Äußeres mich zu einem minderwertigen Menschen macht. Ich konnte damals schnell 1 und 1 zusammenzählen und erkennen, dass hübschere Jungen und Mädchen mehr vom Leben bekommen ohne dafür eine Gegenleistung bringen zu müssen. Und genau diese Menschen wachsen dann im Glauben auf, dass weil sie so gut behandelt werden automatisch alle anderen auch dasselbe Menschenbild haben müssen.

    In der Schule musste ich immer mehr Leistung bringen als ein Mädchen mit toller Oberweite, die schon für dumme Fragen stellen eine mündliche 1 bekam, ich für gute Antworten aber eine 2. Beim Sportunterricht wurde ich anfangs wegen meinem Aussehens immer für schlechter gehalten als gutaussehende Jungs.

    Wie es bei der Liebe ausschaut, habe ich schon in anderen Threads genug erläutert.

    Sprich: Ich muss immer mehr Leistung bringen bis sie anerkannt wird als Menschen, die von Natur aus einfach mehr Glück hatten. Und von solchen Leuten muss ich mir immer anhören, dass ich optimistischer werden soll oder "es komme nur auf die Ausstrahlung an". Wenn sie nur eine Woche in meinem Körper verbringen müssten, würden sie feststellen, was für ein Bullshit dieses Gequatsche ist. Aber anstatt sich darüber zu freuen, dass sie Glück bei der Genverteilung hatten, missionieren sie auch noch. Wollen mir was davon erzählen, wie das mit der Partnersuche läuft, obwohl sie selbst dafür keinen Strich dafür tun müssen. Während mir die Sonne aus dem Arsch scheinen kann, aber mich trotzdem jede Frau nur als einen guten Kumpel betrachtet.

    Ich frage mich jeden Tag, wofür es sich überhaupt aufzustehen lohnt, wofür sich ein Studium oder ein Arbeitsleben lohnt. Wenn alles so weitergeht wie bisher, werde ich später mal einen Beruf haben, mein eigenes Geld, Wohnung, Auto, etc. pp.
    Aber ich habe nur die Aussicht darauf die nächsten 50 Jahre immer nur alleine aufzuwachen, ohne Familie, ohne gar nix. Komplett blutleer.

    Und wenn ich nun so ein Leben nicht haben will und offen ausspreche, dass ich beispielsweise immer auf eine Diagnose vom Arzt hoffe, dass ich nur noch 3 Monate zu leben hätte oder so, dann empören sich alle darüber, die in ihrem Leben soviel in den A**** geschoben bekommen. Stattdessen wollen mich alle Leute zu einem Leben zwingen, gegen das ich mich wehre. Hauptsache, deren Gewissen ist beruhigt und das heile Weltbild steht, dass alle Menschen gleich sind und jeder alles erreichen kann... "man muss ja nur wollen". Und dann erzählen mir diese Leute, die sovieles im Leben haben und nicht dankbar dafür sind, von ihren "Problemen", über die ich nur lachen kann.
    Es kann mich ein Rollstuhlfahrer, ein Gehörloser oder ein Blinder davon überzeugen, dass ihr Leben beschissener ist als meins (also jene Menschengruppen, die ebenso tendenziell zu einem einsamen Leben gezwungen werden), aber nicht normale Menschen mit Kindergarten-Storys.

    Nun ja, nach einer gescheiterten Therapie bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass mein Weltbild näher an der Realität ist, als das der meisten Menschen, die in ihrer Seifenblase leben. Das sollen sie auch ruhig weiterhin, aber ich bin schlicht genervt von ihrem Missionierungszwang, dass das Leben ja ach so toll sei. Wenn ich Therapeut bin und mir die Natur kein Strich durch die Rechnung gemacht hat, hätte ich gegenüber Patienten auch leicht reden, das alles ja nur vom Inneren abhängt.

    Und nur mal theoretisch angenommen, ich würde doch noch dank eines Wunders auf eine Frau treffen, die mich so akzeptiert wie ich geschaffen wurde: Mir wäre absolut klar, dass das ein absoluter Ausnahme- und Glücksfall wäre, auf die ich nie eine Garantie hatte. So eine Frau wäre eine Anomalie, eine Ausnahme von der Regel. Ich würde trotzdem nicht auf die Idee kommen, depressiven Menschen zu sagen, das Leben ist uneingeschränkt lebenswert. Oder angenommen, ich würde Jahre und viel Geld in Sport und Schönheitsoperationen investieren und werde von Frauen DANN als Mann wahrgenommen - da würde sich mein Weltbild erst recht bestätigen, dass nur die Oberfläche zählt und das ganze Gedöns von inneren Werten nur heiße Luft ist. Beziehungen würde ich dann nie mehr ernst nehmen können.

    Wenn man das Leben scheiße findet (und ich rede hier von jahrzehntelangem Scheißefinden, nicht 2 Wochen Liebeskummer Drama), dann soll einem das doch bitte gelassen werden. Aber in der Hinsicht kotzt mich die Gesellschaft sowas von an, dass jeder noch so kümmerliche menschliche Organismus für lebenswert erachtet wird. Und das wollen Menschen beurteilen, die von Haus aus begünstigt sind, deswegen fröhlich durchs Leben laufen und fälschlicherweise annehmen, dass ihr Optimismus aus dem Nichts käme.

    Richtig ist aber: Optimismus und Pessimismus hängen von den gemachten Erfahrungen ab. Wer gute Erfahrungen macht, antizipiert in Zukunft weiterhin gute Erfahrungen. Wer schlechte macht, wird pessimistisch. Aber letzteres wird einem zum Vorwurf gemacht und man ist ja einfach selber Schuld daran...
     
    #1
    Halcyon Days, 23 Juli 2009
  2. User 53338
    Meistens hier zu finden
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    offene Beziehung
    Oh man sorry, aber dieses Selbstmitleidgekotze ist ja kaum zu ertragen. Du hast schlechte Erfahrungen gemacht. So what? Die habe ich auch und glaub mir mal, dass waren keine Teenagerliebesdramen. Mein Leben war bisher alles andere als leicht. Sicherlich koennte ich nun mich in Foren anmelden und jede Menge Threads dazu eroeffnen, warum ausgerechnet mein Leben so erbaermlich ist und niemand das verstehen kann... so ein Bloedsinn.

    Es kommt immer darauf an, was man mit dem macht, was einem gegeben wird. Das Leben ist keine gerade Linie. Wenn du weiterhin herum heulen willst, klar, dann mach das. Aber du darfst nicht erwarten, dass dir andere Leute das Mitleid in den Arsch blasen werden. Denn genau das Gefuehl habe ich hier, wenn ich deinen Text lese. Du willst einfach nur das jeder sieht was fuer ein armes kleines Wuerstchen du bist - und weil man dir das nicht gibt, gehen dir diese Leute dann auf den Sack.

    Was fuer eine Therapie hast du gemacht, wenn ich fragen darf und wie lange? Wenn diese gescheitert ist, dann vielleicht weil es die falsche Form war? Oder das Zusammenspiel zum Therapeuten vielleicht nicht gestimmt hat? Aber sicher, das unterstuetzt dich ja nur in deinem Glauben, dass ausgerechnet DU dieser unheilbare Fall bist...

    Ne, sorry. Warum du keinen Erfolg bei Frauen hast? Weil keine Frau der Welt einen solchen Jammerlappen zum Freund haben will.
     
    #2
    User 53338, 23 Juli 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. Halcyon Days
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    Single
    Es ist eine Sache,wenn man "mal" schlechte Erfahrungen macht oder "immer".

    Ich sehs an deinem Profilfoto und an deinem Beziehungsstatus.

    Ich habe mehr aus dem Leben herausgeholt als viele andere, ich habe mich in allem immer angestrengt, egal in welcher Sache. Es macht aber irgendwann keinen Spaß das hundertste Mal mit dem Kopf gegen die Wand gestoßen zu werden, während allen anderen einfach die Tür gezeigt wird.

    Verhaltens- und Gesprächstherapie mit Antidepressiva, 1 Jahr.
    Soll ich eine Delfintherapie machen?

    Ja, die Antwort zeigt, dass du zu 100% zu den Menschen gehörst, von denen im Text die Rede war... und achja, die Standardantwort schlechthin ists auch nebenbei. Nur weils 1000x wiederholt wird, wird sie dadurch nicht wahrer.
    Ich kenne genug Jammerlappen mit Freundinnen - die haben aber den richtigen Körper dazu.

    Aber wenn dich das Jammern und das Selbstmitleidgekotze so ankotzt, dann kannst du das hier alles einfach ignorieren :smile:
     
    #3
    Halcyon Days, 23 Juli 2009
  4. Maxx
    Sehr bekannt hier
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    Ich kann einerseits sehr gut nachvollziehen, warum der TS von optimistischen Gutmenschen genervt ist, die missionieren und glauben ihre Meinung von einem normalen und richtigen Leben hätten sie alleine für sich gepachtet. Spätestens dann lässt sich vermuten, dass die Leute in ihrer Plastikwelt leben, wenn sie ungerechtfertigterweise mit Begriffen wie "Selbstmitleid" um sich werfen.

    Andererseits finde ich allerdings, dass du das Leben sehr düster siehst und dein Glück allein von einer Beziehung zu einer Frau abhängig machst. Mag ja sein, dass dein Äusseres die Partnerfindung sehr erschwert, vor allem dann, wenn du deinerseits eben auch Ansprüche und Vorstellungen von einer halbwegs passablen Frau hast. Dennoch stimme ich Aussagen zu, die bestimmt bald folgen werden, dass sich deine Verzweiflung und vielleicht sogar deine Todessehnsüchte vermutlich auf deine Ausstrahlung abfärben und die Partnerfindung zusätzlich noch erschweren, da dies eine nicht unerhebliche Anzahl von Frauen abschreckt. Es sei denn du triffst zufällig auf eine Frau, die sich in einer ähnlichen Situation befindet und die ihrerseits eben auch keine zu hohen Ansprüche an einen potentiellen Partner stellen kann.

    Haha, schon kommt die erste Normalo-Standpauke. Ich würde gerne wissen wo der TS explizit behauptet hat, dass er sich selbst leid tut. Er spricht zwar sein unschönes Leben an, das von Verzweiflung und Düsterkeit geprägt ist, aber er hat mit keinem Wort erwähnt, dass er sich selbst leid tut. Falls ich dir Unrecht tu, ich etwas Entscheidendes übersehen habe und der TS hier dein in die Welt posauntes Vorurteil bestätigt, dass er sich selbst leid tut, dann werde ich mein Statement hier vielleicht noch mal überdenken. Aber bis dahin bleibe ich dabei, dass es sich einfach um ein blödes Vorurteil handelt.

    Dann tu es doch, wenn du denkst dass es dir weiterhilft, statt dich darum zu kümmern was andere darüber denken. Dass Schreiben und sich Ausschreiben auch eine Art selbsttherapeutische Wirkung haben kann, ist uns doch allen bekannt. Ehrlich gesagt sind doch die Leute viel erbärmlicher und blöder, die dann anschliessend in oberflächlicher Manier verkünden, dass du jammern würdest.

    Erster Punkt Zustimmung: Das Leben ist keine gerade Linie und man weiss nicht was kommt. Zweitens wieder das übliche Vorurteil: Der TS kommt weder weinerlich noch heulend daher, benutzt keine Heulsmilies. Er sieht das Leben düster und negativ und hält sein Weltbild auch für das Richtige, aber er schreibt hier dennoch nüchtern genug, dass zumindest keine Anzeichen vorhanden sind, dass er heult. Und wenn dann wäre es seine Sache. Was ist verwerflich daran, wenn jemand weint oder weinerlich ist? Warum soll Starksein die Norm darstellen?

    Noch ein Vorurteil: Der TS schreibt nichts davon, dass er erwartet, dass ihm andere Leute Mitleid in den Arsch blasen. Aber selbst wenn er es erwarten würde, dann könnte er wohl davon ausgehen, dass manche mit ihm Mitleid haben oder mitfühlen und andere wiederum nicht. Ob aber jemand Mitleid aufbringt, das wird sich zeigen und entscheidest nicht du im Vorfeld. Ob er sich als armes Würstchen sieht weiss ich nicht. Er scheint andererseits ja ins Leben integriert zu sein. Er empfindet sich in manchen Bereichen als benachteiligt und ist sehr pessimistisch. Aber darauf gleich auf "armes Würstchen" zu schliessen??

    Ich will hier nicht für den TS sprechen, aber ich glaube eher, dass ihm nicht die Leute auf den Sack gehen, die kein Mitleid für seine Situation empfinden, sondern die Leute, die genau diese üblichen dummen Vorurteile ins Spiel bringen. Jemand der kein Mitleid aufbringt, der sich nicht für seine Situation interessiert, der wird gewiss völlig neutral bleiben und zwar deswegen, weil er sich erst gar nicht zu seiner Lebensgeschichte äussert. Weder positiv noch negativ.

    Hui, gleich zwei Normalourteile in einem Satz vereint. Nehmen wir also an, dass die Bezeichnung des Jammerlappens der Darstellung seiner selbst gerecht wird. Wie kommst du dann bitte schön zu dem Pauschalurteil, dass keine Frau der Welt einen solchen "Jammerlappen" haben will?? Dieser Pessimismus und die Weltfremdheit übertrifft ja noch diejenige des düsteren TS: Als ob es keine Frau auf dieser Welt gäbe, die genau so einen Mann sucht, der die Welt negativ sieht. Als ob es keine Frau auf der Welt geben würde die selbst ebenfalls pessimistisch veranlagt ist und diese Haltung auch weiterhin vertritt. Als ob keine Frau auf der Welt existieren würde, die genauso wie der TS auch nicht mit einem vorteilhaften Aussehen gesegnet ist. Also bei sowas fehlen mir echt die Worte.:rolleyes:
     
    #4
    Maxx, 23 Juli 2009
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  5. lui-et-moi
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Ja, es kann gut sein, dass es für manche Menschen echt schwer ist wegen dem "schlechteren" Äußeren Erfolg im Leben zu haben - sei es in der Liebe, mit Freundschaften, im Beruf. Ich weiß ja jetzt nicht wie du aussiehst, was genau das Problem ist, welche Erfahrungen du gemacht hast.... ich habe selbst ein Problem, dass mir den Umgang mit Menschen schwer macht, und bisher habe ich negative UND positive Erfahrungen gemacht. Menschen, die einen blöd angucken und ablehnen, und wieder andere, die einen annehmen...

    Es ist eine gesellschaftliche Lücke, in der depressive Menschen leben, das wird gerne ignoriert, einfach weil es unangenehm ist. Und wenn Menschen dann mit sowas konfrontiert werden, die es selbst nicht kennen, zeigt dieses "Es wird schon wieder, Kopf hoch" eigentlich nur Hilflosigkeit - die Leute wissen nicht wie sie damit umgehen sollen, ihnen fehlen die Worte also kommen Floskeln raus... Willst du lieber hören "Ja, dein Leben ist echt scheiße, so wie du aussiehst wirst du nie eine Frau finden" ?! Das wäre ja mal ganz grausam.

    Ich verstehe dich insoweit, dass es nervt, wenn man sich in einem Loch befindet und Leute versuchen einen aufzumuntern, ohne dass sie wissen WIE schlecht es einem grade geht, ohne dass sie einen verstehen. Man möchte manchmal nur jemandem erzählen, wie es einem wirklich geht und Trost finden, aber keinen falschen, unangebrachten Optimismus. Aber du musst nunmal akzeptieren, dass dein Leben so ist - andere haben es in manchen Hinsichten leichter (vielleicht aber wieder in anderen schwerer?!), aber nur gutes Aussehen bringt einem auch nur oberflächlichen Erfolg, bedenke das mal. Wenn eine gut aussieht, aber strohdumm ist, bekommt sie vielleicht viele ins Bett, aber finde so mal jemanden, der dich deines Charakters wegen liebt...

    Du kannst auch jetzt diesen Kommentar wieder auseinander nehmen, wenn du meinst. Du scheinst ja sowieso ein festgefahrenes Bild dieser Welt zu haben und gar nicht offen für Ratschläge zu sein - das ist jedenfalls mein Eindruck. Zu starker Pessimismus ist genauso kontraproduktiv wie zu starker Optismismus.
     
    #5
    lui-et-moi, 23 Juli 2009
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  6. Halcyon Days
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    @Maxx
    Danke. Du hast gut rausgeschrieben, dass es eben einen Unterschied zwischen Pessimismus und Selbstmitleid gibt.

    Selbstmitleidig wäre es nur, wenn ich hier jammere und gleichzeitig nicht den Arsch hochbekomme, um an der Situation etwas zu ändern. Ich kann allerdings behaupten, ich strenge mich mehr im Leben an als die meisten anderen Menschen - in vielen Bereichen komme ich trotz des Äußeren damit weiter, aber gerade bei der Liebe stoße ich auf eine Barriere, die ich bisher nie überwinden konnte - obwohl ich mich mMn und der vieler anderer wirklich nicht anders verhalte als jeder Normalo auch. Ich mache in dem Sinne nichts falsch und versuche es immer wieder, aber ich bekomme trotzden nie den Erfolg, den ich mir wünsche - natürlich frustriert das.

    Und ich erwarte tatsächlich kein Mitleid. Ich würde mir nur mehr Verständnis von den anderen Leuten wünschen für meine Situation (und ja, Mitleid und Verständnis sind ebenso zwei verschiedene Dinge).
    Es wäre grausam, aber zumindest an der Wahrheit näher dran.
    Versetz dich in meine Lage: Mit 16,17,18 kriegst du ständig nur von Frauen gesagt, dass es auf die inneren Werte viel mehr ankommt, die Frauen werden diese Werte später mehr zu schätzen wissen, das sind ja alles noch Teenie-Phasen usw. ... kurz gesagt, mir wurden ständig nur Hoffnungen auf "später" geweckt und ich wurde immer nur vertröstet.
    Heute wünschte ich mir, man hätte mir viel früher klar gemacht, dass Aussehen unglaublich wichtig, wenn nicht sogar das wichtigste Kriterium für alles ist, anstatt mich mit blumigen Worten abserviert zu haben aus falscher Rücksicht. Jetzt bin ich fast 24 und ich sehe nur, dass die Frauen heute nicht anders sind als die Mädchen damals. Es gelten immer noch dieselben Kriterien...

    Halte ich ehrlich gesagt für die beste Kombination, die einem widerfahren kann. Ganz ohne Ironie.

    Heute bin ich soweit zu sagen, dass die wenigsten Menschen wegen ihres Charakters geliebt werden, sondern eher wegen ihrer Oberfläche... natürlich bestreiten das die meisten Paare von sich, aber da steckt mMn viel Political Correctness dahinter...
    Aber zumindest wäre ein so oberflächlicher Erfolg allemal besser als gar kein Erfolg.

    Übrigens hat mir dein Beitrag gefallen :zwinker:
    Die Sache mit den Ratschlägen halt... ich habe schon soviele Ratschläge in die Tat umgesetzt und es ist dabei nichts bei herumgekommen. Natürlich resigniert man dann bzw. denkt irgendwann "diese Ratschläge helfen nur einem Menschen mit einem normalen Aussehen".
     
    #6
    Halcyon Days, 23 Juli 2009
  7. klatschmohn
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    Mmmm...ich weiß nicht so Recht wo ich anfangen soll, ob ich es lieber lassen sollte, weil du dich von meinem Beitrag vielleicht ebenso angenervt fühlst wie von den Menschen, die dir jeden Tag einreden wollen wie toll das Leben ist. Aber ich denke ich sehe das vielleicht auch von einer anderen Seite.

    Also- ich hatte auch eine ziemlich schwere Kindheit- meine Eltern haben sich scheiden lassen, meine Mutter hatte dann aller 3 Monate nen neuen Freund, der Vater meines Bruders hat mich jahrelang mißbraucht und meine Mutter hat zugesehen- dann hat sie mich schließlich mit 16 vor die Tür gesetzt weil sie nicht damit umgehen konnte, dass ich mich selbst verletzt habe und mich runtergehungert habe um ihre Aufmerksamkeit zu erregen^^voller Erfolg *Ironie aus*

    Ich war immer ein kleines undscheinbares Mädchen, nicht unbedingt hübsch sondern eher mitleiderregend weil ich kaum was zum anziehen hatte und meine Mutter es nicht mal gebacken bekommen hat uns was zu essen zu besorgen^^

    Dann habe ich mit 20 meine erste Stationäre Therapie gemacht und bin mit den Diagnosen Borderline und depressive Störung nach Hause gegangen- hab auch über einen ziemlich langen Zeitraum Antidepressiva genommen (und nicht niur eins)..hab eine lange ambulante Therapie gemacht und eine weitere stationäre, war auch einige Zeit in der Pschiatrie....hab aber nebenbei auch mein Studium erfolgreich abgeschlossen...

    Vor vier Jahren hatte ich meiner erste erntshafte Beziehung- ich war fett, mein Selbstbewusstsein lag bei null, ich hatte null Motivation irgendwas zu ändern oder sonst irgendwas zu tun....

    Und dann---haben verschiede Dinge eine Wende in mir bewirkt...dieser Mensch hat mich geliebt, wie mich noch nie vorher jmd geliebt hat-vielleicht auch nie wieder lieben wird. Er hat meine Seele geliebt, mich immer wieder darin bestärkt wie toll und stark ich bin. Auch er- war und ist kein Mensch, der das Leben bejaht und jedem Sonnenstrahl begeitert entgegen rennt....aber er hat etwas in mir angeschubst, er war der erste Mensch in meinem Leben der mich wirklich berührt hat, der mich vollkommen angenommen hat- trotz meines nicht gerade ansprechenden Äußeren.

    Dann habe ich angefangen abzunehmen- hab so 20 Kilo abgespeckt...bin zum Kieferorthopäden gegangen, bekomme jetzt bald meine Spange und bewege mich immer mehr zu dem, was ich sein will. was dich nun wieder darin bestärken wird zu denken, dass allle Menschen oberflächlich sind....aber für mich bedeutet diese äußere Veränderung auch eine große innere, ein abstreifen der Folgen meiner Kindheit. Klar ist das Leben immer noch doof- ich bekomme meine sozialen Kontakte nicht geregelt, bin ziemlich einsam, igle mich in in meiner Wohnung ein und freue mich wenn es regnet weil ich dann keine gute Laune vortäuschen muss....Ich wage zu behaupten, dass ich viele deiner Punkte sehr gut nachvollziehen kann..und dennoch..weiß ich, dass das Leben etwas sehr schönes sein kann, wenn man es in kleinen Augenblicken sucht. In einem Lächeln..oder einer Geste. In einer kleinen Selbstbestätigung....

    Mein Ziel ist es auch nicht, das Leben toll zu finden..mein Ziel ist es, mich okay zu finden..an mir zu arbeiten und mich immer weiter zu entwickeln und ich weiß, dass da immer wieder etwas kommen wird, auf das ich mich freuen werde- egal wie lang die Strecken dazwischen sind....was ich eigentlich sagen will...klar ist das Leben scheiße...aber es gibt immer wieder besondere Momente, besondere Menschen- wenn man es sehen und fühlen will...

    Und wg deiner gescheiterten Therapie. Ich halte zum Beispiel gar nichts von Verhaltenstherapie- weil sie nur versucht die Symptome zu bekämpfen aber nicht an der Ursache arbeitet. Vielleicht wäre eine stationäre Therapie auch ganz gut für dich- dort kannst du dich einige Zeit intensiv mit dir auseinandersetzen und an den Wurzeln arbeiten....nicht an der Oberfläche. Ist ganz schön lang geworden..sorry....
     
    #7
    klatschmohn, 23 Juli 2009
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  8. Piratin
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    Verheiratet
    Ich trau mich schon gar nicht, hier was zu schreiben, aber von mir aus kannst du meinen Beitrag nehmen und gegen die nächste Wand pfeffern, ich schreib`s trotzdem. Eine uralte schwarze Collegeprofessorin, die sich ihr ganzes Leben lang wegen ihrer Hautfarbe und ihres Geschlechtes durchbeissen musste, hat, nachdem sie gefragt wurde, welche Erkenntnis sie aus diesem Leben mitgenommen hat, gesagt: "Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen, jeder. Es kommt nur darauf an, wie man es trägt."

    Nimm Paul Potts. Vor und nach seiner Entdeckung bei "Britain`s got talent" war und ist er ein kleiner hässlicher Mann mit starkem Übergewicht, einem Dackelgrinsen, null Selbstbewusstsein und einer zerbrochenen Brücke im Mund (gut, die Zähne hat er jetzt richten lassen, der Rest ist geblieben). Die Leute haben ihn so hämisch ausgelacht, als er bei der Show auf die Bühne getreten ist, dass O2 einen Werbespot daraus gedreht hat. Und? Schon lange glücklich verheiratet, mit seinem Leben zufrieden, nur singen wollte er unbedingt.

    Nimm Danny de Vito. So klein, dass er schon als behindert gilt, mit Haarkranz und einem Gesicht das alles andere als schön ist. Und? Schon lange glücklich verheiratet, noch vor seinem Erfolg, mit einer kleinen bescheidenen Frau, eine der wenigen glücklichen Langzeitehen in Hollywood.

    Nimm Chad Kroeger, Sänger der Band Nickelback. 2006 vom People Magazine zum "hässlichsten Rocksänger der Welt" gewählt, eine Demütigung ohnegleichen. Und? Schon lange glücklich verheiratet, ohne den üblichen Drogen/Groupies/Alkohol Mix.

    Ich kenne geistig Behinderte, die glücklich vergeben sind, ich kenne alte, kranke Menschen, die glücklich vergeben sind, Stephen Hawking hat trotz extremer und entstellender Behinderungen was wahnsinnig Tolles aus seinem Leben gemacht und die Welt ein Stück voran gebracht (und war schon vor seinem Weltruhm übrigens verheiratet!). Das sind alles Menschen, die wesentlich mehr Handicaps haben als du und sich vermutlich alle 10 Finger lecken würden, gesund zu sein oder normal auszusehen, und trotzdem haben sie in sich eine Kraft und eine Stärke gefunden, die sie zum Teil weit über junge, gesunde, wohlgestaltete Menschen erhebt (von denen etliche eine Tendenz dazu haben, sich mit Drogen weichzukloppen oder ihrem Körper Schreckliches anzu tun, weil sie mit dem Leben überfordert sind. Nimm Lindsey Lohan, ein Alkohol- und Kokswrack, Mary Kate und Ashley Olson, lebensbedrohlich magersüchtig, Peaches Geldof, Spitzname "Dyson", was eine Staubsaugermarke ist, weil sie soviel kokst, mit 19 am Ende, Amy Winehouse, kein Kommentar; ich persönlich kenne im normalen Leben drei junge Frauen, die sich ihr Leben mit Drogen und Alkohol riuiniert haben und eine von ihnen ist mit 27 ins Koma gefallen und in einem Pflegeheim gestorben - das Leben bei den Hörnern packen wollten und/oder konnten sie nicht, sie sind daran gescheitert. Schöne Menschen mit glücklicher KIndheit sind nicht automatisch erfolgreich und glücklich, vielleichst bedenkst du das mal wenn du die Ratschläge anderer so verachtest..

    Schau nicht nach unten, zu Leuten die sich noch mieser machen als du, davon gibt es genug. Suich dir lieber positive Rollenvorbilder, die dich überzeugen, und entdecke deine inneren Energiequellen.

    Duz weisst ja nicht, was du sprichst. Du möchtest gerne dumm sein? Dann kannst du dir ein schönes Familienleben asber abschmatzen. Um mit einem Partner dauerhaft glücklich zu sein, Kinder gescheit zu erziehen, ein erfülltes Leben zu führen und sich selber ein guter Freund zu sein braucht man Grips. Meine Meinung.
     
    #8
    Piratin, 23 Juli 2009
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  9. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo,

    ich gehöre zwar nicht zu den Menschen, die die schlimmsten Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben.
    Aber ich möchte doch gerne ein paar Anmerkungen zu diesem Thema machen, auch wenn du mich vielleicht als zu optimistisch abstempeln wirst:

    1. Es gibt viele verschiedene Arten von Therapien. Nicht nur die Verhaltenstherapie. Wenn du wirklich depressiv bist, dann kann man diese Depression auch anders als mit Medikamenten behandeln. Vielleicht solltest du mal zu einem anderen Therapeuten mit einem anderen Konzept gehen. Nicht jede Therapie schlägt bei jedem Menschen gut an!

    2. Du hast in deinem Text die Gehörlosen, Rollstuhlfahrer etc. erwähnt. Das deren Leben schwer seie und sie vereinsamen würden. Ich bin hochgradig schwerhörig und kenne somit viele Schwerhörige und Gehörlose. Und ich kann dir sagen: Die vereinsamen nicht! Die haben auch super viele Freunde und sind glücklich mit derem Leben. Klar findet man immer wieder Personen darunter, die noch keinen Partner haben und verzweifelt auf der Suche sind - so wie du! Das ist aber die Ausnahmen und nicht die Regel. Warum denkst du, dass behinderte Menschen sich total einsam und schrecklich fühlen? Nur weil sie behindert sind? Glaubst du nicht, dass man sich auch mit der Behinderung "vertragen" kann? Sich an die Behinderung gewöhnen kann und auch damit glücklich leben kann?

    Ich hatte keine schwierige Kindheit, auch wenn ich hörbehindert bin. Ich sehe nicht schlecht aus. Ich wurde von den Jungs umschwärmt. Dennoch hatte ich auch mal eine Phase, wo ich mich sehr ungeliebt gefühlt habe. Ich habe es zwar einfacher als andere, aber auch ich habe meinen Pessimismus, weil ich nur eine bestimmte Person geliebt habe, aber diese mich für eine Zeit lang nicht. Ich bin mit diesem Jungen aber inzwischen zusammen und da bin ich auch froh drüber! :smile:

    Aber da ich hörbehindert bin, fliegt mir im beruflichen Leben nicht alles einfach zu. Ich studiere zur Zeit und ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir das Studium sehr viel schwerer fällt als meinen Mitstudenten. Das mag man kaum glauben, musste ich mir doch mal anhören, dass ich mich nicht so anstellen solle und woher ich denn wissen wolle, dass die anderen es nicht genauso schwer hätten. Tja - da sieht man wieder, dass hörende Menschen nicht immer die richtige Vorstellung von Hörbehinderten haben! :zwinker: Oftmals kommt ein "Verständnis" und eine Art "Mitleid" rüber, wenn sie erfahren, dass ich hörbehindert bin. Aber sie können kein Verständnis haben, weil sie wirklich null Ahnung über Hörbehinderung haben, aber so tun, als ob und zweitens will ich kein Mitleid weil ich meine Hörbehinderung nicht immer als Behinderung sehe, sondern mich damit arrangiert habe und die Hörbehinderung für mich kein Problem ist. Zwar sind Situationen unausweichlich, in denen ich nichts verstehe, aber deswegen bin ich doch nicht unglücklich! Ich finde es immer lustig, wenn die Leute von meiner Hörbehinderung erfahren und aber nichts an ihrem Verhalten ändern, obwohl sie ja so viel Verständnis zeigen und auf mich Rücksicht nehmen wollen! :zwinker: Wo bleibt denn die Rücksicht, wenn sie weiterhin so (undeutlich und schnell) sprechen und in Gruppen durcheinander reden? :zwinker: Ich hab damit kein Problem, das Leben ist nun mal so und ich hab mich damit abgefunden.

    Was dein Problem mit der Partnerfindung angeht, da will ich nicht sagen, es kommt nur auf die Ausstrahlung und auf das Äußere an. Es gibt genügend Menschen, die mir sympathisch sind, aber einfach kein Glück in der Liebe habe. Aber ich möchte doch trotzdem sagen, dass diese Menschen, die ewig single sind, irgendeine bestimmte Eigenschaft haben, die diese Menschen dafür bestimmt, keinen Partner zu finden. Mir ist aufgefallen, dass die meisten single-Menschen entweder,
    1. sich sehr anders verhalten als die Mitmenschen
    2. eine sehr negative Einstellung zu den Mitmenschen haben
    3. keinen besonders klugen Eindruck machen (ohne arrogant klingen zu wollen).

    Da ich ersteres nicht wissen kann und letzters zumindest hier nicht bestätigen kann und du zweiteres ervorgehoben hast, vermute ich einfach, dass es ein wenig (viel) an deiner Einstellung liegt. Du hast die Einstellung, dass du keinen Partner findest, wegen deinem Äußeren. Diese Einstellung überträgst du unbewusst auf die Frauen. Du lernst sie kennen, unterhälst dich mit ihnen und deine Ausstrahlung hat aber was negatives an sich... Vielleicht bewusst, vielleicht auch unbewusst. Das schreckt die Frauen ab. Nicht immer, aber sehr oft. Natürlich gibt es auch Frauen, die sich von dieser Ausstrahlung nicht verjagen lassen und dir die Chance geben mit ihnen zusammen zu kommen. Nur hast du sie noch nicht gefunden.

    Ich finde, dass der Partner gut aussehen und einen guten Charakter haben muss. Ich leugne nicht, dass mir das Aussehen wichtig ist. Schließlich muss ich meinen Partner ja auch attraktiv finden, das liegt auch in unseren Genen. Ich kenne keinen Menschen, der seinen Partner nicht attraktiv findet und das fände ich auch komisch, wenn man sagen würde: "Ich liebe meinen Partner, er ist zwar hässlich, hat aber einen tollen Charakter."
    Natürlich spielt das Aussehen eine Rolle. Aber der Charakter spielt genauso gut eine Rolle. Man muss mit diesem Menschen lange klar kommen, also muss dieser Mensch auch halbwegs zu mir passen. Und diesen Menschen habe ich inzwischen gefunden. Er sieht gut aus und passt charakterlich gut zu mir. Ich liebe ihn wegen seines Aussehens, aber auch wegen seinem Charakter! :smile:
    Die Mischung machts!

    Es klingt zwar blöd, aber - wie kümmerst du dich um dein Aussehen?
    Ich finde schon, dass das Aussehen eine Rolle spielt. Man sollte sich nicht zu sehr gehen lassen, das schreckt einen Menschen auch wieder ab. Aber da ich nicht weiß, wie du dich anziehst und pflegst, kann ich hierzu nichts sagen.

    Ich möchte dich jetzt nur noch bitten, die behinderten Menschen, egal welcher Art, nicht in eine Schublade zu stecken. Die behinderten Menschen sind alle genauso individuell wie die hörenden Menschen. Sie haben alle genauso ihre Erfolge und Probleme wie die hörenden Menschen. Vielleicht in etwas anderer Art, aber sie haben diese!

    Gruß,
    Drache
     
    #9
    Drachengirlie, 23 Juli 2009
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  10. squarepusher
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    Single
    es ist ein "physiologischer" teil von depressionen, sich selbst zu bemitleiden, zum opfer zu machen - irgendwo muss man die gefühlte ausweglosigkeit ja einordnen - jemanden finden, der "einem das antut".

    ich bin auch sicher, dass dir den therapeut mehr gesagt hat als nur "puh, na die therapie hat ihnen scheinbar ja nicht geholfen". - aber das hast du vielleicht schon gar nicht mehr gehört. es klingt einfach viel "besser", wenn man von sich behaupten kann, dass "die therapie gescheitert ist". bzw. der therapeut an deinen problemen gescheitert ist. bzw. deine probleme super hardcore sind. bzw. du ein beeindruckender mensch bist, weil du diesen problemen trotzt.

    ich glaube dass deine probleme gewöhnlich sind, und schwerwiegend. und dass harte arbeit nötig ist, um ihnen die maske vom kopf zu reißen - um sie als das zu sehen, was sie sind: lösbar. dafür ist es nötig, aus dieser "schale" des "meine probleme sind unlösbar, und ich bin toll, weil ich ihnen trotz" ein bisschen herauszukommen und dir selber zu erlauben, auch einmal dich selbst keinesfalls als schuld, aber als an einer möglichen lösung beteiligt zu sehen. die welt ist, wie sie ist - und du bist, wie du bist. du musst dich keinem system unterordnen, das dich nicht schätzt, niemand zwingt dich dazu. der welt bist du als einzelner mensch egal, genauso wie jeder einzelne mensch der welt als ganzen egal ist. also musst du dich auch nicht der welt als ganzen gegeüber sehen, sondern einzelnen menschen. und es gibt so viele von denen!
    du bist alleine verantwortlich dafür, dass es dir gut geht. dass die welt dir glück nicht einprügeln oder am silbertablett servieren kann, weil du ihr als einzelner mensch nicht greifbar bist, bedeutet auch, dass sie dir das leben nicht vermiesen kann. sie ist nicht für dich verantwortlich, im guten wie im schlechten sinn. wenn du das eingesehen hast, ist das eine wahrhaft beeindruckende leistung. dann hast du wirklich etwas geschafft, auf das du stolz sein kannst, und musst nicht ständig vermeintlich unlösbare probleme mit dir herumtragen, damit du dir selber wertvoll vorkommen kannst. das hilft dir vielleicht, dir nicht so schlecht vorzukommen (quasi die probleme sind so groß, davon wird noch der beste mensch verschlungen), raubt dir aber gleichzeitig deine chance, diese probleme als lösbar und "packbar" anzusehen.

    mir scheint als hätte dein therapeut dich nur in deinen schuldkreisläufen bestätigt, anstatt dich davon zu befreien. vielleicht solltest du es zur abwechslung mal mit einem *guten* therapeuten versuchen ;o. ich hab mir sagen lassen, dass man z.b. bei niedergelassenen ärzten oft eine recht fundierte meinung über die psychotherapeuten im näheren umkreis kriegen kann. und dass eine therapie, die ein problem nicht zu 100% trifft, es schnell verschlimmern kann. therapeuten müssen patienten oft genug vor sich selber schützen, z.b. vor einem zur gewohnheit gewordenen mechanismus, die eigenen leistungen schlechtzureden und die eigenen chancen krankhaft zu unterschätzen. sowas ist ein teil des patienten, und dementsprechend wird der patient versuchen, das schema aufrecht zu erhalten (zumindest vorerst). wenn dein therapeut nun nicht sonderlich gut war, und es übersehen hat, dass du diesen "schadhaften code" behalten hast, kann das deine ganze therapie ad absurdum geführt haben, ohne dass dein therapeut das gemerkt hat. er kann dir dabei geholfen haben, deine krankhafte unterlegenheitssucht nur noch auszuformulieren und zu festigen.
     
    #10
    squarepusher, 23 Juli 2009
  11. metamorphosen
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Depression ist eine ernsthafte und schwerwiegende Erkrankung. Punkt.

    Nicht nur das, sie zeichnet sich ja gerade dadurch aus dass derjenige das Leben als nicht lebenswert empfindet.

    Was sollte man also hier diskutieren? Über "Normalos" und die Schönheit oder die Häßlichkeit der Welt, Selbstmitleid oder quasi "Anspruch" auf schlechte Pessimismus, über schwere Kindheiten und leichte, über Oberflächlichkeit und Aussehen? Sorry, aber mir erscheint das als unsinnig.

    Es geht nicht um gute Argumente und Meinungen, sondern um eine Krankheit.
     
    #11
    metamorphosen, 23 Juli 2009
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  12. squarepusher
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    klinische depressionen können nicht mit verhaltenstherapie behandelt werden. noch kann mit überhaupt irgendeiner psychotherapie ein physisches problem gelöst werden. klingt seltsam, dass man hier verhaltenstherapie gemacht hat. es dürfte doch nicht ganz "klinisch" sein.
     
    #12
    squarepusher, 23 Juli 2009
  13. Sueddeutsche
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    vergeben und glücklich
    Ich bin selbst depressiv. Bis vor einer Weile (v.a. in der Pubertät) ging es mir ähnlich wie dir. Habe nicht mehr gegessen bis ins kritische Untergewicht (ich wollte nicht mehr leben), bin nicht mehr zur Schule gegangen (dementsprechend 2 Jahre verbockt und wiederholt), habe zu viele Drogen genommen und bin nach einem Selbstmordversuch ins Krankenhaus und danach in die stationäre Therapie gekommen.
    Hatte auch nie ein Selbstwertgefühl. Ich hielt mich wirklich für hässlich, dachte, mich würde nie jemand lieben/mögen können, dachte, ich würde nie etwas erreichen und ich wäre unnormal. Das schlimmste ist, dass ich wirklich daran geglaubt habe! Ich habe mich anders im Spiegel gesehen, als ich bin, einfach alles völlig verzerrt wahrgenommen.
    Depressionen sind schließlich eine Krankheit, die die Wahrnehmung verzerrt bzw. filtert. Man sieht alles negativ. Wäre mir damals jemand mit Argumenten von wegen "Das Leben ist schön" gekommen, hätte ich wohl auch nur gelacht. :rolleyes:
    Andere Sichtweisen konnte ich gar nicht annehmen. Depressionen sind etwas anderes als schlechte Erfahrungen im Leben. Schlechte Erfahrungen sind "echte" Ereignisse (Todesfälle, Missbrauch etc.), Depressionen lassen die meisten Erfahrungen einfach schlecht erscheinen.
    Außerdem hemmen sie soziale Kontakte. Ein Teufelskreis. Natürlich wirken Depressive weniger attraktiv, ziehen sich zurück, sind manchmal lustlos, oft lieber allein usw.. Dadurch fühlt man sich noch einsamer, unattraktiver, das Selbstwertgefühl schwindet weiter.

    Therapie bringt da nur bedingt etwas und, ehrlich gesagt, ein Jahr Therapie sind ein Witz. Gesprächs- und Verhaltenstherapie hat mir bezüglich des Selbstwertgefühls, der Lebenseinstellung und der Essstörung geholfen, aber Depressionen können, je nach Art und Ausprägung, nicht immer vollkommen geheilt werden. Stimmungsaufheller und Antidepressiva sind da ein weiterer Ansatzpunkt, aber nicht jedes wirkt bei jedem auf die gleiche Weise oder macht den Konsumenten auf einmal zur Stimmungsbombe. :zwinker: Das Problem muss von mehreren Seiten angegangen werden, um nennenswerte Erfolge zu erzielen. Achja, noch was: Wenn man als Patient nicht 100%ig zu seiner Psychotherapie steht, ist der Miserfolg vorprogrammiert. Therapie (v.a. Verhaltenstherapie) ist eine Eigenleistung und nicht die Leistung des Therapeuten.

    Im Übrigen weiß ich jetzt, dass meine Lebenseinstellung und mein Selbstbild während der Depression völlig falsch waren. Die Welt ist längst nicht so oberflächlich, wie man denkt. Ich bin zwar nicht wunderschön, aber beim besten Willen auch nicht abgrundtief häßlich. Natürlich mögen es besonders attraktive Menschen im Leben leichter haben, aber der Effekt hält sich echt in Grenzen.
     
    #13
    Sueddeutsche, 23 Juli 2009
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  14. metamorphosen
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    Verstehe ich nicht so recht warum das seltsam ist. Kognitive Verhaltenstherapie + Pharmakotherapie ist doch eine recht übliche Vorgehensweise, die doch auch durch eine Vielzahl von Studien hinreichend belegt ist.

    Ist aber sowieso eine Sache der behandelnden Ärzte und Therapeuten in Zusammenarbeit mit dem Betroffenen die ihnen richtig erscheinenden Behandlungsmethoden auszuwählen.
     
    #14
    metamorphosen, 23 Juli 2009
  15. SidewalkPlayer
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Dir ist aber schon klar, dass es nicht an deinem Aussehen liegt dass du "aussen vor" bleibst,
    sondern daran dass du permanent nur nörgelst, meckerst, und irgendwelche depris schiebst!
    Du hast so eine unangenehme ausstrahlung dass du genau DESWEGEN es schwer hast im Leben!

    Die anderen haben es nicht leichter im Leben weil sie toll aussehen, sondern weil sie auf eine angenehme Art und Weise mit ihrer Umwelt in Einklang sind! Du bist ständig nur auf Konfrontationskurs und findest alles Scheisse.

    Das einzige was scheisse ist, ist deine Einstellung und dein Weltbild! So wird das nie was mein lieber!
     
    #15
    SidewalkPlayer, 23 Juli 2009
  16. User 77547
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Metamorphosen trifft wieder mal den Nagel auf den Kopf. Das, was der TS hier kundtut sind die Symptome einer Krankheit. Da hilft es ihm absolut nichts, wenn man ihm irgendwelche Vorwürfe, gutgemeinte Verhaltensratschläge oder gar den Tipp "Denk positiver" entgegenschmettert. Das wäre das gleiche als wenn ich jemandem mit gebrochenem Bein, der berichtet, dass er Schmerzen hat und nicht laufen kann, entgegne "Jammer nicht und lauf los!"

    Insofern habe ich eigentlich nur einen banalen Rat: Probiers weiter mit Therapie.

    "kognitive Verhaltenstherapie" z.B. nach Beck ist m.E. aber üblicherweise schon eine wirksame Methode bei Depressionen. Sie setzt ja gerade an einer Veränderung der stabilen "kognitiven Schemata". Hier ein kleiner Auszug aus der Wikipedia-Darstellung, erkennt Ihr da was wieder?

    "Beck beschreibt das kognitive Modell am Beispiel der Depression und geht dabei von folgenden Annahmen aus:

    1. kognitive Triade: Die Gedankeninhalte betreffen das Selbst, die Welt und die Zukunft. Der Patient hat ein negatives Selbstbild, er beurteilt sich selbst als fehlerhaft, unzulänglich, wertlos und nicht begehrenswert. Diese Gedanken gehen so weit, dass der Betroffene denkt, ihm fehlen Eigenschaften, um glücklich zu sein. Außerdem neigt er dazu, sich zu unterschätzen und zu kritisieren. Erfahrungen werden in der Regel negativ interpretiert, subjektiv werden überwiegend Enttäuschungen und Niederlagen empfunden und auch die Zukunftserwartung ist negativ geprägt. Eine Veränderung der gegenwärtig empfundenen Situation wird ebenso wenig als möglich angenommen, wie eine eigene Beteiligung an dieser.
    2. Schemata: Die genannten Kognitionen gehen auf Schemata zurück, die aus vergangenen Erfahrungen entstanden sind. Mit diesem Konzept wird erklärt, warum ein depressiver Patient trotz objektiver Belege für positive Faktoren in seinem Leben seine schmerzverursachende und selbstverletzende Haltung beibehält. Schemata sind hier stabile kognitive Verarbeitungsmuster, die sich in der Kindheit und Jugend herausgebildet haben. Sie können für längere Zeit inaktiv sein, aber durch bestimmte Umweltereignisse (z.B. Stresssituationen) reaktiviert werden.
    3. kognitive Fehler: Aufgrund der in der Kindheit gelernten Schemata findet laut Beck bei Depressiven eine fehlerhafte Informationsverarbeitung statt, die dem von Piaget beschriebenen kindlichen Denken ähnelt. Die Annahmen sind eindimensional, global, invariabel, verabsolutierend, irreversibel.

    Zu diesen Kognitionen führen u. a. folgende "Denkfehler"

    1. Willkürliche Schlussfolgerungen: ohne sichtbaren Beweis oder sogar trotz Gegenbeweisen werden willkürlich Schlussfolgerungen gezogen.
    2. Übergeneralisierung nach dem Muster: aufgrund eines Vorfalls wird eine allgemeine Regel aufgestellt, die unterschiedslos auf ähnliche und unähnliche Situationen angewendet wird.
    3. Dichotomes Denken: Denken in Alles oder Nichts-Kategorien.
    4. Personalisierung: Ereignisse werden ohne klaren Grund auf sich selbst bezogen.
    5. Selektive Abstraktion: Einige Einzelinformationen werden verwendet und überbetont, um eine Situation zu interpretieren. Damit werden bestimmte Informationen auf Kosten anderer überbewertet. Zum Beispiel wenn jemand, der von allen gegrüßt wird, von jemandem nicht beachtet wird und denkt, dass ihn keiner mag.
    6. Maximieren und Minimieren: Negative Ereignisse werden übertrieben und positive Ereignisse untertrieben. Zum Beispiel: "Dass ich einen bestimmten Abschluss hinbekommen habe, ist nichts wert. Aber, dass der Kunde heute noch nicht zurück gerufen hat, zeigt, dass ich ein schlechter Verkäufer bin!"
    7. Katastrophisieren: Das Eintreffen oder die Bedeutung von negativen Ereignissen wird stark überbewertet. "Meinen Kindern wird bestimmt etwas Schlimmes passieren!"
    8. Emotionale Beweisführung: Das Gefühl wird als Beweis für die Richtigkeit der Gedanken genommen. "Ich fühle, dass ich nichts wert bin, also ist das auch so!"
    9. Etikettierung: Aus einer Handlung wird ein umfassender Sachverhalt gemacht, z.B. "Ich habe verloren - ich bin ein absoluter Verlierer!"
    10. Gedankenlesen: Man meint ohne nachzufragen, die Gedanken der anderen zu kennen. "Die anderen denken, ich bin ein Versager!"
    11. Tunnelblick (selektive Aufmerksamkeit): Jemand sieht nur einen bestimmten Aspekt seines gegenwärtigen Lebens. "Wenn ich Stress auf der Arbeit habe, dann ist mein Leben verpfuscht!" "


    Sowas zu verändern ist für jeden Patienten und Therapeuten harter Tobak und gelingt sicherlich nicht durch ein hingerotztes "Denk positiver" in einem Internetforum.
     
    #16
    User 77547, 23 Juli 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  17. lui-et-moi
    Sorgt für Gesprächsstoff
    28
    28
    1
    nicht angegeben
    ich will dir nur eins sagen: habe mich in einen schon wesentlich älteren Mann verliebt, dessen Aussehen, Art und Bildungsstand nicht den Vorstellungen entsprechen, die man als Studentin mit Anfang 20 vom anderen Geschlecht hat. Meine Freundinnen verstehen mich nicht, meine Mutter war zuerst schockiert.... aber sowas gibt es, wenn auch nicht besonders oft. Ich habe mich in ihn verliebt weil er mich zum lachen gebracht und weil mich seine Weltanschauung fasziniert hat.

    Und strohdumm und gutaussehend ist hoffentlich nicht das, was du anstrebst. So wie du schreibst, magst du vielleicht nicht die perfekte Einstellung zum Leben haben (doch sowas ist eh subjektiv), aber du bist auch nicht unintelligent. Schlag dich ja nicht mit einem Paris Hilton Abklatsch herum :zwinker:

    Freut mich jedenfalls, dass dir mein Kommentar gefallen hat. Das hätte ich mal gar nicht erwartert - eine positive Rückmeldung vom Pessimisten :smile: Weiter so ^^


    metamorphosen hat übrigens sehr recht. Solche Krankheiten sollte man weder schön reden, noch verurteilen, noch sonstwas. Vielleicht tut es so jemandem aber auch mal ganz gut, in einem Forum offen über seine Gefühle schreiben zu können...
     
    #17
    lui-et-moi, 23 Juli 2009
  18. Nevery
    Nevery (30)
    Planet-Liebe ist Startseite
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    in einer Beziehung
    dein leben kann ich jetzt nicht beurteilen - genausowenig wie dein aussehen - ich kenn dich schliesslich nicht.

    aber in einem kann ich dir zustimmen: dieses ewig naive "das leben ist soooo toll", das nervt mich auch oft genug. ich mein, ich beglückwünsche da einige menschen zu ihrer gelungenen selbstverarschung, aber mir persönlich wärs peinlich mich so dumm zu benehmen.
    aber hey: es sind nicht alle menschen so. es gibt realisten, menschen, die ehrlich zu sich selber sind. und bevor da jetz wieder einige angeheult kommen: nein, das hat mit selbstmitleid nichts zu tun. das ist ein schlichtes "das leben ist NICHT toll und super und schön und perfekt und eitel sonnenschein - ich bin realistisch genug das zu sehen und stark genug die wirklichkeit zu ertragen - aber man macht das beste draus.

    klar, es gibt auch die deren leben eben toll ist, die nie mit problemen zu kämpfen haben. aber beneiden tue ich die nicht, die kriegen nämlich kaum gelegenheit einen echten charakter zu entwickeln. sie mögen damit glücklich sein, ist ja auch gut so - aber ich finds schwach.

    aber mal echt, hier sind einige schon wieder der meinung das leben, das aussehen und die erfahrungen des TS be- und verurteilen zu können. glaubt ihr den scheiss selber den ihr erzählt? seid ihr so verdammt gut im selbstverarschen - oder einfach nur so dumm?
    sorry, wenn das nen bisschen hart rüberkommt, aber wir hatten doch grade erst die threads der no-gos - und es gibt tatsächlich menschen die so aussehen, dass sie deswegen aus der partnerwahl nahezu ausgeschlossen sind. die mögen nen ganz tollen charakter haben, aber sie bekommen einfach keine gelegenheit, den zu beweisen. und nun zeigt mir den menschen, der trotzdem heiter und gelassen bleibt... sowas nimmt man sich eben zu herzen und wird verbittert. wen wunderts?



    grade zu dir, sidewalk-player. du schaffst es, hier im forum ewig deine unvergleichliche naivität breitzutreten, ignorierst die realität so gut wies nur möglich ist - und meinst jetzt hier weise lehren erteilen zu können? hallo? also das hat mir eben doch einen recht ungläubigen lachanfall bereitet.
     
    #18
    Nevery, 23 Juli 2009
  19. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Jammerthread.

    Du machst es dir immer so verdammt einfach, indem du alles auf andere Menschen und äußere Umstände schiebst. Ich habe wie viele andere Menschen auch Scheiße im Leben mitmachen müssen und bin nicht dieser pessimistische Mensch geworden, den ich nach deiner Theorie hätte abgeben müssen.

    Hässliche Menschen haben es manchmal schwer, weil sie hässlich sind. Hübsche Menschen haben es manchmal schwer, weil sie hübsch sind. Kluge und dumme Menschen haben es manchmal schwer, weil sie klug oder dumm sind.

    Get over it.
     
    #19
    xoxo, 23 Juli 2009
  20. Reliant
    Reliant (35)
    Sehr bekannt hier
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    604
    vergeben und glücklich
    Du armer fatalistischer Mensch.
    Der letzte Absatz stimmt nur dann, wenn man davon ausgeht, das man nicht selbst Herr über sein Leben ist. Ja deine Erfahrungen haben dich dahin gebracht wo du heute stehst. Das heißt aber noch lange nicht, das es dich von der Verantwortung losspricht selbst zu entscheiden, ob du damit zufrieden bist.
    Anders gesagt, wer schlechte Erfahrungen macht, und daran verzweifelt wird pessimistisch. Im Grunde hat der Mensch aber eine Wahl getroffen, eine Wahl die sein Weltbild bestätigt, und eine Änderung verhindert.
    Ich kann mir da auch gut vorstellen, wieso eine Therapie nicht funktioniert hat. Therapeuten sind darauf angewiesen, das ihr Klient bereit ist mitzuarbeiten, und sein Leben ändern zu wollen. Wie aber soll jemand sein Leben ändern, der es gar nicht bestimmt, sondern von seinen Erfahrungen bestimmt wird?
    Du solltest erstmal lernen im jetzt zu leben. Was zählen deine Erfahrungen aus der Kindheit, wenn sie nur dazu führen das du depressiv und fertig bist? Vergiss was war, und fang an zu leben.
     
    #20
    Reliant, 23 Juli 2009

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