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Geoökologie

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Sahneschnitte1985, 4 Dezember 2004.

  1. Sahneschnitte1985
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Also, der oben genannte Begriff, ist u.a. auch ein Studienfach. Momentan bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich Geoökologie studieren möchte.
    Allerdings hab ich momentan Sorge, dass ich keinen Studienplatz bekomme bzw. dass es schwer ist genommen zu werden, da es nur wenige Plätze gibt. Mein Abizeugnis ist nicht das beste, dh es wird letztendlich ein Schnitt iwo zwischen 2,5-3,0 sein.
    In den für den Studiengang relevanten Fächern (Mathe, Erdkunde, Bio, Chemie, Physik, Deutsch) bin ich eher so der Durschnitt. Besonders meine Chemienote macht mir Sorgen, da ich mit der Lehrerin nicht zurechtkomme und ich froh bin wenn ich eine 4 bekomme. Es liegt nicht daran dass ich zu doof für dieses Fach bin (Hatte die 3 Jahre davor immer 2 gestanden), aber letztendlich hab ich Angst, dass ich wegen dieser Benotung keinen Platz bekomme.
    Mir würde das Studium viel bedeuten, da ich ein unheimliches Interesse an sämtlichen natürlichen Vorgängen hab, und auch Fächer wie Mathe, Erdkunde, Bio, Chemie gern mag.
    Allerdings hatte ich schon seit der 11. Klasse kein Physik mehr, war darin zwar nicht schlecht, aber ich hab da so meine Zweifel.
    Wie wird das eigentlich ausgewählt, wer bewirbt sich für solch ein Außenseiterstudiengang?
    Es ist so schwierig nicht zu wissen, was einen erwarten wird. Studiert von euch jemand Geoökologie oder etwas ähnliches wie Geologie oder so?

    LG Sara
     
    #1
    Sahneschnitte1985, 4 Dezember 2004
  2. Lisa
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hi!

    Also ich studiere Geowissenschaften, 5. Semester und ich breche das Studium jetzt ab.
    Die von Dir genannten Fächer haben wir u.a. auch, und ich war ebenfalls in der Schule in Chemie nicht gut und Physik hab ich nach der 10.ten abgewählt...

    Meine Meinung ist, dass so ein Studiengang nur was für Leute ist die richtige Leuchten in diesen Fächern sind. Das Niveau an der Uni (zumindest bei diesen naturwissenschaftlichen Fächern) ist deutlich höher als Leistungskursniveau in der Schule und imho nur schaffbar, wenn man extrem viel büffelt und schuftet.
    Ich finde es sehr schwer. Das ist aber nicht der eigentliche Grund, dass ich abbreche, sondern weil es meine Erwartungen nicht erfüllt hat. Das erste Semester war wie eine "Welt der Wunder"- Sendung, aber von da an gings nur noch bergab und war unerträglich uninteressant.
    Habe mich dann für meine berufliche Zukunft umorientiert. :zwinker:

    Ach ja, und hier in Hannover ist Geowissenschaften ohne NC! Kann mir auch gar nicht vorstellen, dass es woanders mit NC ist - weil, wer studiert sowas schon? *gg* Die Hälfte meiner Kommilitonen tun es jedenfalls aus dem gleichen Grund wie ich - weil ohne NC :grin:

    Probier es einfach aus, wenn es Dich tatsächlich sooooo sehr interessiert. "Einfach so" sowas zu studieren ist auf jeden Fall ein fataler Fehler.
    Ich wünsch Dir viel Glück!

    Lisa
     
    #2
    Lisa, 5 Dezember 2004
  3. SunsetLover
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    Hallo,

    also ich studiere im 7. Semester Geographie.
    Aber als Gesamt-Wissenschaft kommen da natürlich auch andere Bereiche zusammen, nämlich.
    a) Physische Geographie: Geomorpholohie, Klimageographie, Kartographie und eben Geoökologie
    b) Anthropo-Geographie: Stadtgeographie (städtische/ nicht-städtische Siedlungen), Wirtschaftsgeogrphie (Agarageographie/ Industriegeographie/ Geographie des Tertiären Sektors), Bevölkerungsgeographie, sowie eben kleine Nachbarbereiche (Verkehrsgeographie, Tourismusgeographie...)
    Nebenbei eben Nachbarwissenschaften wie Geologie, Klimatologie, Chemie, Mathematik, Sozialwissenschaften usw.

    => Fazit: Ist zwar manchmal ziemlich anstrengend, aber gerade diese Vielfältigkeit macht das Studium des Gesamt Geopraphiestudiums ziemlich interessant find ich und zu einem der interessantesten Studienfächer überhaupt. Nur ein Bereich (wie eben Geoöko) würd ich wahrscheinlich auch nich so prickelnd finden.

    Wenn du mehr Infos willst, kannst du dich ja gern mal melden.
    Liebe Grüße,
    Sl
     
    #3
    SunsetLover, 5 Dezember 2004
  4. Sahneschnitte1985
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben

    Inwiefern findest du Geoöko uninteressant?
    Welche Fächer sind eigentlich am wichtigsten? Ist es viel Lernarbeit oder liegt es an logischer Denkarbeit?

    LG Sara


    Huhu, naja ich bin in Chemie nicht grottenschlecht, bzw. denke ich dass es an der Lehrerin liegt. Ansonsten steht für mich eben auch im Vordergrund, dass mich das unheimlich interessiert.
    Warum fandest du die letzten Semester langweillig?
    Darf ich fragen was du machst wenn du dein Studium abbrichst? Studierst du etwas ähnliches oder machst du ganz was anderes?

    LG Sara
     
    #4
    Sahneschnitte1985, 5 Dezember 2004
  5. SunsetLover
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Geoökologie find ich nicht uninteressant, aber wenn es NUR Geoökologie wäre, dann wäre es mir zu einseitig- das habe ich damit sagen wollen. Mir gefällt einfach eher der Reiz des Gesamtstudiums. Da kommt alles, angefangen von dem Stil und Bau Alter Bauernhäuser (=> nichtstädtische Siedlungen) über Gletscher und Karstgebiete (=> Geomorphologie) über Innenstädte und ihre ganzen Funktionen (=> Wirtschaftsgeographie 1./2./3. Sektor, Stadtgeographie) über Bevölkerungsentwicklungen (=> Bevölkerungsgeographie) dann mal wieder über Wolkenbildung und Geländeklima (=> Klimageographie) und Böden (=> Geokökologie) dann mal noch über..... (wird mir jetzt zu lang, sind eh nur alles kleine Beispiele :zwinker: )
    Und aus diesen viiiielen interessanten wär mir eben nur eins zu langweilig :smile:

    Welches Fach ist am wichtigsten?

    Meinst du jetzt innerhalb von Geo oder eine Nachbarwissenschaft?
    Also man kann schwer eins rauspicken. In der physischen Geo hängen eben Geoöko, Klimageo und Geomorpho schon sehr eng zusammen; am schwersten sind hierbei aber meiner Meinung nach Geoöko und Klimageo.
    Als wichtigste Nachbarwissenschaft ist hier aber eindeutig Chemie zu nennen.

    In der Kulturgeographie würd ich als "Knotenpunkt" zwischen Siedlungsgeographie einerseits und Bevölkerungsgeographie andererseits die Wirtschaftsgeographie mit allen 3 Sektoren sehen. Weil "die Bevölkerung wirtschaftet in dafür angepaßten Siedlungsformen", so würd ichms mal auf den Punkt bringen. Deswegen kommen z.B. in Agrargeographie (= Wirtschaftsgeo, 1. Sektor) auch Bauernhof-Formen usw. (= Geo der nichtstädtischen Siedlungen) zur Sprache genauso wie die Bevölkerungsentwicklung (= Bevölkerungsgeo) ja auch zusammenhängt mit dem Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft (= Wirtschaftsgeo, 3. Sektor).
    Als wichtigste Nachbarwissenschaft hier würd ich Sozialkunde/ Soziologie nennen.

    Lernarbeit oder Denkarbeit
    Auch das kann man so nicht genau sagen. Es hängt von den Bereichen ab. Klimageographe (Hoch-/ Tiefdruckgebiete, Zirkulationssysteme, Wolken-/ Wetterentwicklung usw.) hängt z.B. auch viel mit Verstehen zusammen; hier kann man nicht so viel nur rein kognitiv "auswendig" lernen. Geomorphologie sind dagegen nach meiner Meinung z.B. fast nur Begriffe, Prozesse und Prozessgruppen, die man sehr wohl als Lernarbeit verstehen kann.
    Kartographie ist auch ein gutes Beispiel für Denkarbeit (Kartennetzentwürfe, Koordinatensysteme usw. => Mathe!!).
    Lernarbeit findet man eher fast nur im Bereich der Antropogeographie. Hier gibts eigentlich nich viel zu verstehen, sondern nur "zu wissen".
    Alles in allem kein leichtes Studium aber sicher eines der interessantesten! Ich würds nimmer tauschen wollen (außer höchstens vielleicht die Uni).

    Lg

    SunsetLover

    Super, dann wirst du in Geoökologie, Klimageographie und Geomorphologie gute Voraussetzungen haben (Bodenbildungsprozesse, Ozon-Thematik, Kohlesäureverwitterung usw.).
    Ich war/ bin in Chemie nicht unbedingt eine große Leuchte und das stößt mir hier ab und zu immer wieder auf.

    P.S.: Was mich mal noch generell interssieren würde: mit welchem Berufsziel willst du Geoökologie studieren?
     
    #5
    SunsetLover, 5 Dezember 2004
  6. Sahneschnitte1985
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Huia, gleich weiß ich gar nicht mehr was ich studieren soll :grin:
    Ich kann mich nicht zwischen diesem gesamten Geo- zeugs entscheiden, weil ich auch nicht weiß was mich im jeweiligen Studiengang erwartet.
    Ich weiß auch noch nicht genau, was ich später mal werden möchte, vermutlich würde ich gerne für Unternehmen arbeiten die zb einen geeigneten Standort suchen. Ach keine Ahnung es gibt so viel was ich machen würde... mich könnte man zb auch zur Gletscherbeobachtung in die Berge schicken fänd ich alles iwie toll.
    Was ich nicht so gerne mag ist Karten erstellen, Vermessungstechnik...das ist einfach nur langweillig.

    LG Sara
     
    #6
    Sahneschnitte1985, 5 Dezember 2004
  7. SunsetLover
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Also Standortbewertung usw. ist eindeutig was, was Diplom-Geographen machen können- was damit Geoökologie damit zu tun hat, wär mir dann erst mal etwas schleierhaft :gluecklic
    Natürlich, auch Gletscherforschung, Gewässer-Renaturisierung usw. können Diplom-Geographen machen- da gibt es wirklich sehr sehr interessante Dinge. Ich hab auch zuerst überlegt auf Diplom zu gehen, hab aber dann doch Lehramt gemacht. Aber dann kann man später eventuell immer mal noch das Diplom dranhängen.
    Naja, Karten usw.- kommt immer drauf an, was man damit macht. Ich bin jetzt z.B. im Hauptstudium in einem Kurs "Karten- und Lutfbildinterpretation", das hört sich zwar langweilig an ist aber eigentlich ziemlich interessant. Vermessungstechnik kam mir jetzt so explizit noch nicht unter, aber Karten erstellen bzw. thematische Karten aus anderen erstellen gehört schon dazu (z.B. beim Geländepraktikum).
     
    #7
    SunsetLover, 5 Dezember 2004

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