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  • Ronfley
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    26 November 2007
    #1

    Gereitzte Schleimhaut durch Antibiotika

    Hallo,
    ich hatte vor kurzen ne Nierenbeckenentzündung und musste 3 wochen antibiotika nehmen. dadurch ist meine scheide ordentlich angegriffen worden. als sie sich langsam wieder erholt hat habe ich jetzt pfeiffersches drüsenfieber und muss auch wieder antibio nehmen. jetzt habe ich so ein starkes jucken im intimbereich aber nicht so eins wie bei nem pilz sondern einfach weils gereitzt und trocken ist udn so. ist auch ziemiich rot.
    soll ich ne pilzbehandlung machen oder erstmal milchsäurezäpfchen??
    kann im moment nicht zum arzt weil ich bettruhe halten muss.
    das ist echt ne nervige angelegeneit.
     
  • Nat-
    Nat- (32)
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    vergeben und glücklich
    26 November 2007
    #2
    Kannst du dort nicht morgen einfach anrufen? Zumindest bei "uns" in der Praxis rufen öfter mal Leute an, die solche kleineren Dinge fragen. Das ist eigentlich immer schnell geklärt und dann hast du auch die Sicherheit, das Richtige zu tun.
     
  • pappydee
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    26 November 2007
    #3
    Du hast Pfeiffersches Drüsenfieber und kriegst dagegen ein Antibiotikum? Hm...wo hat denn dein Arzt studiert? :zwinker:

    Ich würde mal mit Milchsäurezäpfchen anfangen. Wenn du selbst sagst, es fühlt sich nicht wie ein Pilz an, wäre eine Pilzbehandlung doch etwas verfrüht...:smile:
     
  • Dunsti
    Dunsti (40)
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    vergeben und glücklich
    27 November 2007
    #4
    Off-Topic:
    Jedenfalls nicht in Holland.
     
  • pappydee
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    nicht angegeben
    27 November 2007
    #5
    Off-Topic:
    Bei uns auch nicht :zwinker:
     
  • Nat-
    Nat- (32)
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    vergeben und glücklich
    27 November 2007
    #6
    Off-Topic:
    Hab grade mal bissel nachgelesen, in Münch, Reitz: "Grundlagen der Krankheitslehre", de Gruyter steht was von ner (selten indizierten) AB-Therapie mit Doxycyclin oder Erythromycin aufgrund bakt. Superinfektionen. Könnte mir das als Grund nach der durchgemachten Nierenbeckenentzündung vorstellen. Hab da aber im Studium direkt noch nichts zu gehört, ihr wisst da eher Bescheid. Nur so als Denkansatz :smile:
     
  • pappydee
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    28 November 2007
    #7
    Die primäre Therapie der Mononukleose ist keine antibakterielle.

    Natürlich kann man bei bakteriellen Superinfektionen immer Antibiose draufgeben. Das geht aber auch beim offenen Knochenbruch. Das auch nur als Denkansatz. :zwinker: Kam außerdem das Nierenbecken nicht vor dem Pfeiffer?

    Und bitte bei Mononukleose keine Aminopenicilline.
     
  • Dunsti
    Dunsti (40)
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    vergeben und glücklich
    28 November 2007
    #8
    Wenn ich es richtig verstanden hab, gab es für das Nierenbecken schon Antibiose und wurde auch schon lange wieder abgesetzt. Aber vielleicht hat ihr Doc zusätzlich ein paar Kokken auf den Mandeln gesichtet...

    Nee, dann juckts mitunter richtig und dann nicht nur da unten.
     
  • sternschnuppe83
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    Verheiratet
    28 November 2007
    #9
    Off-Topic:
    Äh, und jetzt nochmal für Laien, bitte. :zwinker:
     
  • Dunsti
    Dunsti (40)
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    vergeben und glücklich
    29 November 2007
    #10
    Was verstehst Du denn nicht? Infektiöse Mononukleose oder Pfeiffersches Drüsenfieber, auf englisch Kissing Disease, ist eine durch ein Virus aus der Herpes-Gruppe hervorgerufene Erkrankung, die oft grippeähnliche Symptome macht. Das Virus wurde nicht von Katja Ebstein und Max Bahr entdeckt und die Krankheit von Schööler Johannes Pfeiffer (mit drei "F") beschrieben, sondern die Entdecker des Virus waren Michael Epstein und Yvonne Barr (Epstein-Barr-Virus, EBV) und der Kinderarzt, der es als erstes beschrieb, hieß Emil - aber das nur am Rande.

    Weil es ein Virus ist und Antibiotika nur gegen Bakterien etwas ausrichten, ist ein Antibiotikum nur sinnvoll, wenn gleichzeitig auch eine bakterielle (Sekundär-) Infektion vorliegt. Gegen die Viren, die die Mononukleose ausgelöst haben, bringt kein einziges auf dem Markt befindliches Antibiotikum auch nur irgendwas. Es ist aber bekannt, dass sich Streptokokken (das sind Bakterien) während der Mononukleose gerne ein wenig mit den Rachenmandeln beschäftigten - parallel dazu. Da die dort normalerweise nicht hingehören, könnte das der Grund für ein Antibiotikum gewesen sein.

    Wenn man bei Mononukleose wegen einer Sekundärinfektion (zum Beispiel die Kokken an den Mandeln) ein Antibiotikum gibt, sollte man kein Ampicillin nehmen, weil Ampicillin bei einigen Leuten einen heftigen Hautausschlag macht, der aussieht, als wenn man Masern hat. Normalerweise tritt das etwa bei jedem 10. Patienten auf (10%), der mit Ampicillin behandelt wird; sofern der Patient aber gerade akut an Mononucleose erkrankt ist, steigt die Wahrscheinlichkeit eines solchen heftigen Hautausschlags auf über 70%. Deswegen lässt man von Ampicillinen bei Pfeifferschem Drüsenfieber lieber die Flossen, wobei man noch dazu erwähnen muss, dass es für die Kokken, die häufigste Sekundärinfektion bei Pfeiffer sind, eh nicht wirken würde, weil Streptokokken grampositiv sind und Ampicillin gegen gramnegative Erreger wirkt.

    Alles klar? :zwinker:
     
  • pappydee
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    29 November 2007
    #11
    Ich hatte den Ampicillin-plus-EBV-Ausschlag mal. Hatte ich einen Spaß, ich kann dir sagen...:zwinker:

    Die HNOler bei uns haben erzählt, dass es den Ausschlag wohl generell bei allen Aminopenicillinen geben kann, besonders halt bei Ampicillin. Aber ist ja wurscht - bei EBV braucht man das ja nicht. Es sei denn wie gesagt, man hat noch ein paar Stippchen auf den Mandeln :zwinker:
     

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