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Gericht verpflichtet zur WLAN-Verschlüsselung

Dieses Thema im Forum "Musik, Filme, Computer und andere Medien" wurde erstellt von Dr-Love, 27 Februar 2008.

  1. Dr-Love
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ein Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf stellt klar, dass jeder für die Sicherheit seines WLANs selbst verantwortlich ist und auch für mögliche Konsequenzen aus einem Missbrauch gerade stehen muss, wenn es unzureichend abgesichert ist.

    Wenn sich Dritte unbefugt eines ungesicherten Funknetzwerks (WLAN) bedienen und darüber Rechtsverstöße begehen, kann der Betreiber des WLAN dafür haftbar gemacht werden. So urteilte das Oberlandesgericht Düsseldorf in einem Fall, in dem sich ein PC-Besitzer gegen eine Klage wegen Urheberrechtsverletzungen zur Wehr gesetzt hatte. Er habe es versäumt zumutbare Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen und müsse daher die Konsequenzen tragen, befanden die Richter.

    Der PC-Besitzer nutzte für seinen Internet-Zugang einen WLAN-Router, der nicht durch Verschlüsselung gegen die Nutzung durch andere gesichert war. Von seinem Anschluss aus wurden Urheberrechtsverletzungen begangen, etwa die Verbreitung von Musik- oder Filmdateien über Tauschbörsen. Er sollte eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben, wogegen er sich zur Wehr setzte. Das OLG Düsseldorf wies seinen Antrag jedoch ab.
    Nach Auffassung des Gerichts ist es unerheblich, ob die Urheberrechtsverletzungen von seinem Computer aus oder über sein ungeschütztes WLAN erfolgten. Er habe "zumutbare Sicherungsmaßnahmen unterlassen" und es so "Dritten ermöglicht, sich hinter seiner Person zu verstecken und im Schutze der von ihm geschaffenen Anonymität [...] ungestraft Urheberrechtsverletzungen begehen zu können", heißt es in der Beschlussfassung (Az. I-20 W 157/07). Er habe für die Rechtsverletzungen nach den Regeln der Störerhaftung einzustehen.
    Das Gericht verlangt, dass auf einem PC, der von mehreren Personen genutzt wird, für diese auch Benutzerkonten mit eigenem Passwort eingerichtet werden. Dies sei mit Standard-Software (etwa Windows) möglich. Verschlüsselung sei bei marktüblichen WLAN-Routern vorgesehen und daher sei beides zumutbar.

    Die Moral von der Geschichte ist eindeutig: Wer seinen WLAN und seinen PC nicht absichert, haftet neuerdings für die Taten Dritter, auch wenn er von diesen keine Kenntnis hat :kopfschue .

    Quelle: PC-Welt
     
    #1
    Dr-Love, 27 Februar 2008
  2. Novalis
    Novalis (35)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Das ist bereits das x-te Urteil zu dieser Thematik und damit ist das nicht neuerdings so, sondern schon eine ganze Weile.
    Warum Du darüber den Kopf schüttelst, ist mir unbegreiflich.

    Wenn ich mein Fahrzeug unverschlossen mit Schlüssel drinne irgendwo herumstehen lasse, bin ich ebenso haftungspflichtig.
     
    #2
    Novalis, 27 Februar 2008
  3. BenNation
    BenNation (33)
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    vergeben und glücklich
    Sorry, ist echt nix neues....


    Was mich nur wundert: Im Hotel damals hatten wir auch WLAN in der Haupthalle. Ich meine, mit Verschlüsseln ist da ja dann nix, weil es soll ja jeder Gast von da aus ins Netz kommen.
    Aber wie sieht es da wohl mit der Haftbarkeit aus?
     
    #3
    BenNation, 27 Februar 2008
  4. davinci
    davinci (30)
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    nicht angegeben
    Das Hotel kann das WLAN verschlüsseln, die Schlüssel den Gästen bekanntgeben, diese alle paar Tage wechseln. Oder in eine andere Lösung investieren, die jedem Gast bei der Buchung einen eigenen Zugangsschlüssel bereitstellt etc. Ansonsten wüsste ich nicht, wieso das Hotel nicht haftbar gemacht werden könnte.
     
    #4
    davinci, 27 Februar 2008
  5. Berufspenner
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    vergeben und glücklich
    Oder sowas wie WebVPN
     
    #5
    Berufspenner, 27 Februar 2008
  6. User 64931
    User 64931 (34)
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    Verheiratet
    Die Hotels können den ganzen Datenstream loggen. Aber ich gehe davon aus, dass die Leitungen begrenzt sind, so dass eh keiner richtig saugen kann.
    Aber oftmals (so kenn ich das) haben Hotels nur eine Seite freigeschaltet und für den Rest muss man sich dann ein Login anlegen (kostenlos oder kostenpflichtig, je nach Hotel). Dann ist das noch weniger ein Problem.

    @Topic: Zum einen gilt das ja schon länger und zum anderen ist das auch gut so, ansonsten hätte man ja illegal saugen können und sich nachher rausreden, dass das jemand anderes war...
     
    #6
    User 64931, 27 Februar 2008
  7. User 631
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    nicht angegeben
    Andere Hotels scheinen da schon weiter zu sein. Das geläufige Prinzip ist wie das der T-Online Hotspots: keine WLAN Verschlüsselung, aber die Anmeldung über eine Webseite ist danach zwingend.
     
    #7
    User 631, 27 Februar 2008
  8. Flatsch
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    Die Tonline hotspots sind zwar praktisch, aber teuer!
    Wer sein wlan mit web verschlüsselt hat aber schon das nötigste getan und kann dann nichtmehr haftbar gemacht werden, da eine verschlüsselung vorhanden war. Da finde ich eher das Ding der unmöglichkeit. Wenn lücken bekannt sind, sollte sich der betreiber des Wlan auch informieren oder die Finger von lassen.
    Oder zumindest eine mac adressen Filterung machen... mac adresse unbekannt=keinen zugriff aufs inet... fertig!
     
    #8
    Flatsch, 27 Februar 2008
  9. Event Horizon
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    vergeben und glücklich
    Naja, es geht ja nicht um den Preis, sondern um die Funktionalität, sich ohne Verschlüsselung einklinken zu können.

    So ne home-Lösung mit einem einzigen, festen Schlüssel ist nix für ein Netz mit vielen, oft und schnell wechselnden Benutzern. Da ist dieses Modell mit dem "Einloggen nach dem Einloggen" schon besser. Sicher, es gibt auch noch bessere lösungen, bei denen jeder seinen eigenen Key bekommt, aber hey, man kann dem durchschnittlichen User auch nicht zu viel zumuten. Oder wer will sich wegen 2 Tagen Hotel mit WPA-AES und wer weiß was auseinandersetzen?


    Allerdings, ein wenig Schutz zu Hause ist schon angebracht, schließlich läßt auch keiner die Tür offen stehen.

    Daß jemand, der sein WLAN ungeschützt läßt, auch haftbar gemacht werden kann, ist schon seit langem bekannt. Ich weiß noch von einer uralten Ausnahme, wo ein unerfahrener Benutzer einen Telekomiker zum Einrichten des WLANs bestellt hat. Dieser hatte keine Verschlüsselung aktiviert, und da war der Benutzer dann mal nicht schuld.
     
    #9
    Event Horizon, 27 Februar 2008
  10. derunglückliche
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    Single
    Ich hatte als ich mein dsl bekam auch wlan an und nicht gesichert. Zum glück blieb ich verschont. Seitdem ich weis wie man das alles einstellen kann mache ich das auch, aber zurzeit gehe ich nicht über WLan ins netz.
     
    #10
    derunglückliche, 28 Februar 2008

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