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Geschichte ohne Titel

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von AvA, 18 Oktober 2002.

  1. AvA
    AvA
    Gast
    0
    Leider habe ich noch keinen Titel für diese Geschichte.
    Ich habe sie geschrieben, weil ich zur Zeit in einer sehr unglücklichen Situation bin. :flennen:
    Das interpretieren überlasse ich euch...



    Es war ein kühler, aber sonniger Herbstmorgen.

    Ich saß auf einer Straße, eine Straße die scheinbar geradlinig bis ans Ende des Horizonts führte. Die Straße war lang und holprig, doch obwohl ich nicht wusste, was mich am Ende der Straße erwartet, machte ich mich guten Mutes auf den Weg, um herauszufinden, was sich wohl am Ende dieser Straße auf mich wartet. Es war frisch, mir war kalt und ich fühlte mich nicht gut. Während ich so vor mich hin schlenderte schaute ich immer wieder nach links und rechts in die Gegend. Doch da war nichts. Lange, ausgedehnte Wiesen erblickte ich. Sonst nichts. Es war trostlos. Die Situation gefiel mir nicht. Ich wollte weg. Ich bin nun scheinbar schon so lange gelaufen, doch in Wirklichkeit habe ich nur ein paar Schritte gemacht. Doch schon von diesen war ich erschöpft. Ich konnte nicht mehr. Ich wollte nicht mehr. Mein Verstand meldete sich, und fragte leise an, wozu ich die Strapazen überhaupt über mich ergehen lasse. Doch ich war so unzufrieden mit meiner Position, dass ich beschloss weiterzugehen. Doch ändern tat sich nichts. Ich war allein. Niemand konnte mir hier draußen helfen. Ich lief weiter und dachte dabei immer noch darüber nach, warum ich mich so anstrenge ein Ziel zu erreichen, obwohl ich doch gar nicht wissen konnte was mein Ziel überhaupt sein würde. In Gedanken verloren ging ich Schritt für Schritt weiter. Doch als auch nach einer scheinbar endlosen Zeit alles noch genauso aussah wie in dem Augenblick als ich losging, entschied ich mich kurz stehen zu bleiben. Ich sah keinen Ausweg. Der Weg zum Ziel ist unendlich weit. Immer nur der Straße zu folgen würde wohl nichts bringen, dachte ich mir. Vielleicht gibt es ja einen anderen Weg. Ich blickte nach hinten um zu schauen, wie weit es zurück wäre. Doch es gab kein Zurück. Ich befand mich in einer scheinbar ausweglosen Situation: Ginge ich nach vorn, würde die lange Straße mir die letzten Kräfte rauben, weil ich ja nicht wusste wie weit der Weg war. Würde ich stehen bleiben, so ginge es nicht vorwärts, und ich könnte diese verdammte Trostlosigkeit nicht loswerden.

    Also entschied ich mich, den Pfad, auf den mich mein Verstand leitete zu verlassen, und betrat die große Wiese. Ich schöpfte neuen Mut. Würde der neue Weg auch ein Ausweg sein? Hoffnung keimte auf, und das Ziel näher vor Augen als jemals zuvor machte ich mich auf den Weg über die Wiese. Wind kam auf. Er blies mir mitten ins Gesicht. Meine Schritte wurden schwerer. Es schien mir fast so als wollte mich der Wind wieder dahin wehen, von wo ich gekommen war. Mit jedem Meter den ich lief, wurde der Wind stärker, das Ziel jedoch kam nicht näher. Ich zweifelte. Die Hoffnung wich der Ratlosigkeit. Es gab scheinbar keinen Ausweg aus dieser endlosen Gegend.

    Es wurde finster. Ich sah die Sonne untergehen. Ich fragte mich, ob sie denn jemals wieder aufgeht. Ein Tag war vorüber. Ich habe sehr gelitten.

    Ich wachte auf und sah, dass die Sonne schon hoch oben im Zenit stand. Ich wollte es kaum wahr haben. Gerade eben war es noch dunkel und ich sah nichts und einen kurzen Moment später schien mir die Sonne ins Gesicht. Die Sonne entlockte mir ein Lächeln und ich war froh, neuen Mut gefunden zu haben. Ich ging weiter. Doch schon bald sah ich ein, dass dieser Tag genauso zu verlaufen schien, wie der vorherige. Doch eine Winzigkeit war anders: Die Wiese, auf der ich gestern noch lief, war auf einmal mit herrlich blühenden Blumen verschiedenster Arten bewachsen. Es ist kaum zu fassen, war es doch gestern noch zum Verzweifeln tot, ist es heute schon viel freundlicher. Ich lief weiter, der festen Überzeugung, auf dem richtigen Pfad zu sein. Ich sah die Sonne untergehen – welch wunderschöner Anblick. Doch eins störte mich noch immer an dieser Idylle. Ich war allein. Niemand war in der Gegend, der mir das Gefühl der Einsamkeit nehmen konnte. Niemand war da, der mir vielleicht den Weg hätte weisen können.

    So schlief ich ein, mit dem guten Gewissen auf dem richtigen Weg zu sein, aber mit den erdrückenden Gefühlen die sich durch meinen Kopf bewegten.

    Plötzlich rissen mich laute Stimmen aus meinem Schlaf. Ich öffnete meine Augen und stellte überrascht fest, das auf der Wiese auf der ich gestern einschlief unzählbar viele Menschen unkoordiniert umher liefen. Ich sah, dass die Blumen zertrampelt worden waren und dass die Straße, die ich schon lange verlassen hatte, plötzlich wieder neben mir verlief. Und überall Menschen. Nur die Straße die war leer und verlassen.

    Der Weg über die Wiese schien also auch nicht der richtige zu sein. Anders konnte ich es mir nicht erklären, warum da so viele Menschen umherirrten. Ich tippte einem Kind auf die Schulter um es zu fragen, was denn hier los sei. Das Kind sprach zu mir. Doch ich verstand es nicht. Enttäuscht davon, dass ich nichts und niemanden verstand, machte ich einen Schritt auf die Straße.

    Plötzlich packte mich eine Hand und zog mich wieder auf die Wiese zurück. „Hey, wo willst du hin?“, sprach eine zarte Stimme. Und bevor ich überhaupt merkte, das ich die Stimme verstehen konnte, fing ich an mich loszureißen. Ich drehte mich um und blickte in dein Gesicht. Ich kam mir auf einmal nicht mehr allein vor.

    Ich zog dich zu mir auf die Straße und schrie laut in die Umgebung: „Schaut her! Seht ihr die Straße? Warum benutzt ihr sie nicht? Weil ihr nicht seht wo sie hinführt? Sucht ihr nach anderen Wegen ans Ziel? Wie? Ihr habt keine gefunden? Und genau deswegen gehe ich jetzt auf die Straße zurück und werde Stück für Stück vorwärts laufen. Auch wenn ich jetzt noch nicht sehe, wohin mich das bringt. Aber bevor ich hier ewig hin- und herirre, verfolge ich lieber nur einen Weg. Denn diese Straße muss irgendwo enden. Jede Straße hat ein Ende. Und wenn ich Wochen brauche, um es zu finden. Es wird da sein…"

    :eek4:
     
    #1
    AvA, 18 Oktober 2002
  2. ich halt
    Gast
    0
    also mal respekt die geschichte is von der message her gut geschriebn!!!! eigntlich sehr gut.
    was ich nich peil er läuft auf dem weg (aber warum hat er den kein ziel??) aber is sehr realitätsgetreu manchmal kommt es einem wirklich so vor als würde die straße nie enden und es gibt keine auswege (aber im grunde ist es doch egal welchen weg er einschlägt!!!) wo ist für dich das ziel des lebens??

    die is au cool:
    Ein Krieger des Lichts glaubt. Weil er an Wunder glaubt, geschehen auch Wunder.
    weil er sich sicher ist, daß seine Gedanken sein Leben verändern können, verändert
    sich sein Leben. Weil er sicher ist, daß er der Liebe begegnen wird, begegnet
    ihm diese Liebe auch. Manchmal wird er enttäuscht, manchmal verletzt. Aber
    der Krieger weiß, daß es sich lohnt. Für jede Niederlage gibt es zwei Siege.
    Alle, die glauben, wissen das....
     
    #2
    ich halt, 19 Oktober 2002

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