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Geschichte - Total verhauen ...

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Linguist, 13 März 2008.

  1. Linguist
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    Oh man, bin ein wenig betrübt :geknickt:

    Heute stand eine Geschichtsklausur an. Eigentlich bin ich in Geschichte leistungsstark, im mündlichen steh ich immer zwischen 1-2, außerdem liegen dort auch Interessen, also macht mir die Mitarbeit auch richtig Spaß.

    In der Annahme, dass meine Affinität zu Geschichte ja nur super Klausuren ergeben kann, hab ich mich entschieden Geschichte schriftlich zu wählen. Im ersten Halbjahr hab ich eine 3 geschrieben, stand im mündlichen 2 und auf dem Zeugnis hab ich dann auch meine 2 bekommen.

    Ich komm einfach nicht mit Quellanalyse klar. Wenn ich mich einen Nachmittag intensivst damit beschäftige, z.B. als Hausaufgabe, kommt am Ende auch ein ordentliches Ergebnis dabei heraus. Aber in der Klausur oder im Unterricht unter Zeitdruck verbock ich's immer.

    Konkret zur Klausur:

    Der Quelltext stammte von Alfred Krupp, verfasst 1879, gerichtet an seine Belegschaft. Ich finde im Internet keinen entsprechenden Text, also fass ich mal kurz zusammen. Krupp diffamiert Sozialdemokraten und Gewerkschaftler indem er deren Ideologie als "verderblich" und "sich einschleichend" darstellt, die zwingende Konsequenz eine bröckelnde Wirtschaft wäre und jeder Arbeiter mit aller Kraft gegen diese Einflüsse vorgehen müsse. Auf der anderen Seite führt er auf, was er alles für seine Belegschaft tut, also Errichtung von Wohnungen, Schulen etc.

    1) Eine gewöhnliche Quelltextanalyse, unter besonderer Berücksichtigung des historischen Kontext.

    2) Darlegen welche Sozialmaßnahmen Krupp ergriff.

    3) Kritisch mit der Quelle auseinandersetzen.


    Aufgabe 1 hab ich total verhauen. Eigentlich hab ich recht wortgewand die einzelnen Punkte einer Analyse abgearbeitet. Titel, Autor, Addressat, Textsorte, historischer Kontext, Kernaussage und Analyse. Zum historischen Kontext hab ich nur einige Punkte genannt, gefordert war aber eine ausführliche Beschreibung... Textsorte ging gerade so. Hatte einen Blackout, mir fiel partout nicht ein was eine Primärquelle nochmal ausmachte. Dementsprechend hab ich da auch wenig stehen. Inhaltsangabe hatte ich auch richtige Probleme... Erstmal hab ich 10-15 Minuten darauf verwendet wichtige Punkte zu unterstreichen. Trotzdem hab ich's nicht hinbekommen wichtige von weniger wichtigen Punkten zu filtern, im Prinzip hatte ich am Ende eine Nacherzählung da stehen. Meiner Meinung nach war da jeder Satz wichtig...

    Aufgabe 2 war im Prinzip nur die von Krupp genannten Sozialmaßnahmen herauszuschreiben. Easy, ging gut.

    Aufgabe 3 lief super. Leider zu super... Fast in jedem Satz lieferte der Text mir Angriffsfläche zur kritischen Auseinandersetzung. Ich kam aus dem Geschreibsel garnicht mehr raus. Jeder Punkt erschien mir wichtig genug um's nochmal aufzuschreiben. Ordentlich zitiert, etc. am Ende gut zwei Seiten, aber gerade mal die Hälfte des Textes durchgearbeitet!

    Oh man, ich kann mir einfach meine Zeit nicht einteilen. Ich brauch meine Zeit um eine ordentliche Quellenanalyse zu erstellen. Wichtige Punkte unterstreichen, herausschreiben, ausführliche Beschreibungen, Belege, Zitate bringen etc.. Selbst wenn ich mich zwinge, ich schaff's einfach nicht im Zeitrahmen zu bleiben.

    Am Ende kommt dann ein unbefriedigendes Ergebnis heraus, das meine Fähigkeiten garnicht korrekt widerspiegelt :geknickt:

    Bitte um Tipps, bin ein wenig enttäuscht von mir selber :kopfschue
     
    #1
    Linguist, 13 März 2008
  2. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
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    vergeben und glücklich
    Nunja, was für einen Tipp kann man da geben...Vielleicht hilft es ja, wenn du dir vorher selbst einen Zeitrahmen für die einzelnen Aufgaben setzt (geht ja immer nach demselben Prinzip) und dann zuhause an diversen Beispielen übst, diesen Rahmen nicht zu üverschreiten?
    Ich weiß selbst, wie sehr man sich selbst in seinen eigenen Ideen verfangen kann, darum ist es wichtig, dass man übt, das Wesentliche vom weniger Wichtigen zu unterscheiden und in wenigen Sätzen wiederzugeben. Ist nicht leicht, darum schadet Übung nicht. Vielleicht einfach bei Hausaufgaben nicht den ganzen Nachmittag dran sitzen, sondern versuchen, es in kürzerer Zeit zu schaffen.

    Undich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber wir durften immer auf unsere eigenen Blätter schreiben, zumindest aber durften wir eigene Schmierzettel benutzen. Da hab ich immer vor der Klausur ganz dünn mit Bleistift einige Stichpunkte drauf geschrieben. Hat mir oft geholfen :cool1:
     
    #2
    LiLaLotta, 13 März 2008
  3. many--
    many-- (32)
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    Lustig, dieselbe Quelle haben wir auch mal in einer Klausur bekommen. Ist wohl aus dem 08/15 Standardwerk für Klausuren in der Oberstufe ^^


    Zur Sache. Das wichtigste bei der Bearbeitung einer historischen Quelle ist: das Erfassen und Strukturieren. - Sicher kann jeder einzelne Satz interessant sein; hier ein Stichwort, aus dem man einen Absatz über dasunddas historische Phänomen rausholen kann, da eine Stelle, zu der man etwas schlaues sagen kann...
    So geht`s nicht. - So geht`s:

    Quelle lesen. Quelle strukturieren (wo sagt der Autor was?), Kernaussagen (!) des Autors finden und zusammenfassen (der Autor sagt 1), 2), 3)...), für jede Aussage 1-3 Textstellen als Belege suchen. Dann das Ganze gliedern (die Aussagen dem Textverlauf folgend wiedergeben, oder der Argumentationsstruktur folgend, oder einer eigenen Hierarchie?) und aufschreiben.

    Du darfst dich nicht in Details verlieren, egal, wie viel du weisst! Du musst die wichtigsten Punkte finden und diese gut belegt und gegliedert wiedergeben. Sonst kommst du natürlich nicht mit der Zeit klar und gerätst auch in die Gefahr, nur eine Nacherzählung der Quelle zu bringen.

    Also, wenn du dich verbessern willst:
    1) trainiere dir ein Auge für Kernaussagen an. Arbeite dazu in der Klausur mit Textmarkern, um die gefundenen Kernaussagen festzuhalten und nicht beim lesen der nächsten interessanten Sätze wieder aus dem Auge zu verlieren.
    2) übe, sinnvoll zu gliedern und zu strukturieren. Arbeite in der Klausur mit einem Schmierpapier, auf dem du deine Gliederung in groben Zügen skizzierst, sonst wirst du beim Schreiben wieder aus der Spur kommen und interessante Gedanken weiterverfolgen, anstatt dein Muster durchzubringen.
     
    #3
    many--, 13 März 2008

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