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Geschichtshausaufgaben - HILFE gesucht

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Chacaline, 20 Januar 2007.

  1. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    meine Aufgabe zu Montag ist folgende...

    Aufgaben jeweils zur Quelle:
    1. Geben Sie die Thesen der Quellenverfasser wieder!
    2. Beleuchten Sie den jeweiligen historischen Hintergrund!

    Napoleon als Feldherr und als Staatsmann

    a) Aufruf Napoelons an seine Soldaten in Mailand am 26. April 1796:

    Soldaten, in 14 Tagen habt ich 10 Siege davongetragen, 21 fahnen, 55Kanonen, mehrere befestigte Orte gewonnen, den reichsten Teil von Piemont erobert; ihr habt 15000 Gefangene gemacht, an die 10000 Mann getötet oder verwundet.
    Bisher hattet ihr um kahle Felsen gekämpft. Erst bar aller Mittel, seid ihr jetzt mit allem versorgt. Ihr habt Schlachten ohne Kanonen gewonnen, Flüsse ohne Brücken überquert, Gewaltmärsche ohne Schuhe zurückgelegt, ohne Schnaps und oft ohne Brot biwakiert. Nur die republikanischen Heerscharen, die Soldaten der Freiheit, waren fähig das zu erdulden, was ihr erduldet habt.
    Aber Soldaten, ... ihr müsst noch Schlachten schlagen, Städte einnehmen, Flüsse überqueren. ... Ihr alle wollt ... mit Stolz sagen können: „Ich gehöre zu der Eroberungsarmee Italiens!“ Freunde, ich verspreche euch diese Eroberung: aber ihr müsst schwören ... die Völker, die ihr befreit, zu achten ... Plünderer werden unerbittlich erschossen werden ... Völker Italiens, die französische Armee kommt um eure Ketten zu zerbrechen ... Unser Hass gilt nur den Tyrannen.

    Zit. nach: O. Aubry, Napoleon als Schriftsteller. Freudenstadt 1948, S. 51


    b) Im Juli 1797 erklärte Bonaparte dem französischen Gesandten in der Toskana vertraulich:

    Glauben Sie, dass ich in Italien Siege erfechte um damit das Ansehen ... des Direktoriums zu erhöhen? ... Glauben Sie vielleicht, dass ich eine Republik begründen will? Welcher Gedanke! ... Das ist eine Wahnvorstellung, in die die Franzosen vernarrt sind ... Was sie brauchen, ist Ruhm, die Befriedigung ihrer Eitelkeit, aber von der Freiheit verstehen sie nichts. Blicken Sie auf die Armee! Die Erfolge und die Triumphe ... haben den wahren Charakter des französischen Soldaten wieder hervortreten lassen. Für ihn bin ich alles. Das Direktorium soll es sich nur einfallen lassen, mir das Kommando über die Armee wegzunehmen! Dann wird man sehen, wer der Herr ist. Die Nation braucht einen Führer, ... aber keine Theorien über Regierung, keine großen Worte, keine Reden von Ideologien, die die Franzosen nicht verstehen ... Ich bin am Frieden nicht interessiert ... Wenn Frieden geschlossen ist, wenn ich nicht mehr an der Spitze dieses mir ergebenen Heeres stehe, muss ich auf diese Macht, auf diese hohe stellung, die ich mir verschafft habe, verzichten und im Luxemburg-Palast Advokaten den Hof machen. Ich möchte Italien nur verlassen um in Frankreich eine Rolle zu spielen ...

    Zit. Nach: Irmgard und Paul Hartig, Die Französische Revolution, Quellen zur Geschichte und Politik, Stuttgart 1985, S. 112f.


    Mit der ersten Aufgabe habe ich überhaupt keine Probleme, jedoch macht mir die zweite Aufgabe schwer zu schaffen, da ich kaum geschichtliches Grundwissen besitze und mir das Inet nicht wirklich weiter hilft =(

    ich wäre über ein paar Hilfestellungen oder Anhaltspunkte sehr dankbar...

    liebe Grüßles eure Chacaline
     
    #1
    Chacaline, 20 Januar 2007
  2. GreenEyedSoul
    0
    Ich muss sagen, dass ich damit auch nicht viel anfangen kann.

    An welcher Stelle stehen die Texte denn im Geschichtsbuch?
    Kann es sein, dass sie auf die Folgen der Französischen Revolution bezogen werden sollen?
    Oder evlt. Staatsstreich von Napoleon?
    Neue Verfassung? :ratlos:

    Welches Geschichtsbuch habt ihr? Vielleicht haben wir dasselbe und ich kann dir helfen.
     
    #2
    GreenEyedSoul, 20 Januar 2007
  3. Pushy
    Pushy (28)
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    vergeben und glücklich
    http://de.wikipedia.org/wiki/1796

    http://de.wikipedia.org/wiki/1797

    Das ist auf die Kriege Napoleons bezogen.
    Wenn die Uafgaben aus einem Geschichtsbuch sein sollten, solltest Du dort auch etwas über Napoleon lesen können..

    1. Koalitionskrieg von 1792 bis 1797 gegen England, Österreich und Preußen
    oder
    Feldzug in Oberitalien 1796/97
     
    #3
    Pushy, 20 Januar 2007
  4. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    das ist das problem... mein Geschichtsbuch ist in Sachen Napoleon spärlich bestückt und die Quellen sind auch nicht daraus...
     
    #4
    Chacaline, 20 Januar 2007
  5. Packset
    Gast
    0
    wir sind hier im internet!
    du sollst dich ja auch bei anderen quellen nach zeitgleichen geschichtlichen ereignissen informieren und sie ausarbeiten.
     
    #5
    Packset, 20 Januar 2007
  6. Pushy
    Pushy (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Gerade bei Geschichte aber auch in allen andern Fächern (so habe ich es gemacht) würde ich mir Bücher kaufen wie beispielweise von Cornelsen oder dtv wo die wichtigsten Dinge drin stehen die man für das Fach in der Oberstufe braucht.
     
    #6
    Pushy, 20 Januar 2007
  7. Novalis
    Novalis (35)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Das problem liegt ehrlich gesagt primär nicht am Geschichtsbuch, sondern in Deiner Fähigkeit, selbstständig einen Textzusammenzufassen und eine Hauptaussage herauszuarbeiten.

    Und dann im nächsten Schritt darin, diese Aussage vor den historischen kontext zu stellen.

    Ohne Großartig nachzuschauen, sollte man ja schonmal Wissen, daß Napoleon im Anschluß der französischen Revolution sein Geschichtswerk vollbringt und das auch auf militärische Weise tut.

    Vielleicht weiß man ja auch noch, daß im Anschluß an die Revolution nahezu alle wichtigen Monarchien Europas den franzosen den Krieg erklärt haben, da sie die ideen der Revolution als Gefahr für ihre eigene Herrschaft sahen.

    ---> Koalitionskriege.

    Genau mit den Idealen der Revolution und der Person Napoleon muß man Text 1 vergleichen.
    "Unser Hass gilt nur den Tyrannen."

    Text 2 ist an Einfachheit nichtmehr zu überbieten.
    "Glauben Sie, dass ich in Italien Siege erfechte um damit das Ansehen ... des Direktoriums zu erhöhen? ."
    "Die Nation braucht einen Führer"
    "Ich bin am Frieden nicht interessiert ... Wenn Frieden geschlossen ist, wenn ich nicht mehr an der Spitze dieses mir ergebenen Heeres stehe, muss ich auf diese Macht, auf diese hohe Stellung, die ich mir verschafft habe, verzichten und im Luxemburg-Palast Advokaten den Hof machen."


    Man sollte doch zumindest wissen, daß er sich hat zum Kaiser krönen lassen und danach fast ganz Europa unterwarf....
    Genau das kündigt er da schon an.
     
    #7
    Novalis, 20 Januar 2007
  8. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    mein geschichtliches Grundwissen ist erschreckend... jahrlang bestand es daraus irgendetwas auswendig zu lernen, für die Arbeit aufzuschreiben und dann wieder aus dem Gehrin rauszuschmeißen...
    nun dreht sich das Blatt mit einem neuen Lehrer... sicher sinnvoll und schön!!! Aber für mich ist es einfach sehr schwer die Bezüge zu finden...
     
    #8
    Chacaline, 20 Januar 2007
  9. Packset
    Gast
    0
    dtv atlas zur geschichte ist sehr zu empfehlen... es gbt 2 teile soweit ich weiß.
     
    #9
    Packset, 20 Januar 2007
  10. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Danke für den Tipp :smile2:
     
    #10
    Chacaline, 20 Januar 2007
  11. Packset
    Gast
    0
    das hat man uns in der ersten geschichtsstunde der oberstufe gesagt und empfohlen.. hatte ihn aber schon. und wenn du den geschichte lk nehmen willst ist das echt ne tolle anschaffung.
     
    #11
    Packset, 20 Januar 2007
  12. Novalis
    Novalis (35)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Ja der dtv Atlas ist klasse, gerade wenn man absolut keinen Hintergrund hat.
    Er hilft halt beim Nachschlagen.
    Aber so richtig den Hintergrund erwerben kann man damit nicht. Dafür braucht es mehr.

    Daß der neue lehrer gut ist, emrkt man schon an der Aufgabenstellung und der Quellenarbeit.
     
    #12
    Novalis, 20 Januar 2007
  13. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    ein geschichtsLK wäre wohl für mich ein genickbruch... ich bin sehr uninteressiert in diesem Fach und kämpfe mich so gut es geht durch den Unterricht... irgednwie schaffe ich es dann doch immer :smile:
     
    #13
    Chacaline, 20 Januar 2007
  14. Packset
    Gast
    0
    ....
     
    #14
    Packset, 20 Januar 2007
  15. candyfloss
    candyfloss (27)
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    vergeben und glücklich
    Ich kapiere garnicht was man zu diesem kurzen Auszug für einen historischen Kontext heranziehen soll. Napoleon war eben Oberbefehlshaber der französischen Italienarmee. Dort hat er die Österreicher besiegt und ist in Ägypten einmarschiert. Als er nach Frankreich zurückkehrte hat er sich an einem Putsch beteiligt, das Direktorium abgelöst und sich selbst zum 1. Konsul gemacht.
     
    #15
    candyfloss, 20 Januar 2007
  16. Santa
    Santa (37)
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    Single
    Text 1 zeigt, wie sich Napoleon seinen Truppen und dem französischen Volk präsentiert hat: als Retter der Republik; als derjenige, der dem Volk die Freiheit bringt. Alles, was das Volk und die Armee für Napoleon tut, tut es für die Freiheit. Alles, was Napoleon tut, tut er für das französische Volk, und für die unterdrückten Völker Europas. Unklar bleibt, ob er sich selbst tatsächlich so sieht.

    Text 2 steht vor dem historischen Kontext seines Sieges gegen Österreich. Österreich war vor dem Krieg die stärkste Macht Europas. Nachdem Napoleon es besiegt hat, ist seine Machtposition gefestigt. Er ist de facto der Herrscher über Europa (außer Großbritannien).
    Hier offenbart sich sein (nunmehr) wahrer Charakter. Worum es ihm geht, ist nicht primär die Freiheit der Völker. Das französische Volk und seine Armee sind für ihn nur Mittel zum Zweck. Was er will ist Macht - sein Feind ist das Direktorium, und mit ihm die Republik, da sie bedeutet, dass er seine Macht teilen muss. Freiheit bedeutet ihm nichts - im Gegenteil: Er denkt, dass das Volk einen Führer braucht (und der ist natürlich er selbst).

    Beide Texte bilden das Porträt eines Menschen in zwei Zeitpunkten seines Lebens: Im ersten steht er an einem Wendepunkt, und ist sich dessen bewusst; er hat bereits etwas Macht, aber sie könnte wenig später zu Nichts zerfallen.
    Im zweiten ist seine Position gefestigt, und er hat im Wesentlichen sein Ziel erreicht. Er hat sich verändert: Mag es ihm zunächst um das Wohl des Volkes gegangen sein und er sich als dessen Diener oder Werkzeug gesehen haben, ist er nun ganz auf sich selbst fixiert. Was auch immer geschehen ist, hat seinen Blickwinkel auf sein eigenes Wohlergehen eingeengt, und das, was Macht erhält, bestimmt sein Denken. Andere Menschen sind nur noch Mittel zum Zweck, was auch immer vormals Ziel seines Handelns gewesen sein mag.
     
    #16
    Santa, 21 Januar 2007
  17. candyfloss
    candyfloss (27)
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    vergeben und glücklich
    Mich würde mal die historische Quelle für den zweiten Text interessieren. Da steht:"Im Juli 1797 erklärte Bonaparte dem französischen Gesandten in der Toskana vertraulich". Gibt es da ein Schriftstück oder basiert der ganze Text auf Erinnerungen des Gesandten?

    Napoleon hat jedenfalls in Frankreich die Ideale der französischen Revolution praktisch umgesetzt und durch seine Kriege auf viel Freiheit nach Europa gebracht. Im Code Civil sind ja Dinge wie Gleichheit vor dem Gesetz, Freiheit für jeden Bürger, Trennung von Kirche und Staat, Schutz des Privateigentums etc. zusammengefasst. In ganz Europa gab es seit dem Mittelalter Feudalismus, Leibeigenschaft, religiöse Herrschaft etc. Napoleon hat zwar blutige Kriege geführt, vielleicht wollte er auch Macht, aber er hat den Europäern die neue Freiheit gebracht und uralte, verkrustete Strukturen zerschlagen.
     
    #17
    candyfloss, 21 Januar 2007

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