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"Gesundheitlich angeschlagen"

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Schlittenfahrer, 7 Juli 2006.

  1. Schlittenfahrer
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo Forum,
    ich bin neu als "Schreiber", ein stiller Leser bin ich schon häufiger gewesen.
    Jetzt muss ich mich einmal auskotzen: Ich habe ein kleines gesundheitliches Problem, ich bin nicht schwer krank , nein. Jedoch war ich vor allem in den letzten Tagen nicht mehr in der Lage meinen Alltag normal zu leben. Ich habe Probleme mit der oberen Halswirbelsäule/Kopfelenke. Das äußert sich einerseits durch Nackenverspannungen und leichten Schmerzen. Was jedoch die eigentlichen Probleme macht, ist der Kopfdruck, der Schwindel, Erschöpfung und die teilweise Benommenheit die daraus resultiert. Und das nun seit Monaten, mal vermehrt, phasenweise auch ganz weg. Vor einiger Zeit war ich beim Orthopäden, der eine Röntgenaufnahme gemacht hat, daraus jedoch keine Diagnose stellen konnte. Er hat mich einerenkt und Spritzen in den Nacken gegeben, mit der Folge, dass die Beschwerden sich gar verstärkten. Nach Recherchen im Internet habe ich nun einen Termin bei einem Osteopathen vereinbart. Allerdings ist der Termin erst Ende des Monats, da es sehr wenige gibt und Termine knapp sind.. ja ich dachte mir einfach, die Zeit bis dahin werde ich schon irgendwie überstehen. Es ist ja nicht so, dass die Beschwerden nicht auszuhalten wären. Es ist jedoch so, dass in den letzten Tagen die Erschöpfung und die Benommenheit zunehmen und ich meinen Alltag nicht vernünftig schaffe. Z.B. Uni, ich krieg wenig mit, da ich dort völlig erschöpft/müde bin, zu Hause müsste ich viel dafür tun, da demnächst die Klausurphase ansteht. Mein Tagesablauf sieht im Moment so aus: Ich schlafe lange, bin fühle mich morgens besonders benommen, danach versuche ich mich mit TV gucken/Kaffee trinken auf "Betriebstemperatur" zu bringen. Dann setze ich mich hin, jedoch nach kurzer Zeit kann ich mich überhaupt nicht mehr konzentrieren und mach eine Pause. Nach kurzer Pause setz ich mich wieder hin, schaff nix, Pause und so weiter, so geht es quasi den ganzen Tag. Das ist dermaßen frustrierend, wenn das so weitergeht, werde ich die Klausurphase nicht heil überstehen, 2 Mathe-Scheine hab ich dieses Semester schon versemmelt...
    Dann ist der Tag irendwann vorüber, ich habe nichts geschafft und könnte kotzen, wohin soll ich mit meinem Frust?? Normalerweise würde ich Sport machen, aber das geht schon länger nicht mehr, da die Erschöpfung zu groß ist, da fehlt die Energie. (Herz-Kreislauf, Blut, Schilddrüsen sind aber alle ok) Jegliche Freizeitbeschäftigungen fallen prakitsch momentan auch ins Wasser, da mir die Lust und Motivation aufrund der Erschöpung und Benommenheit einfach fehlt. Freunden hab ich schon häufiger wegen "Kopfschmerzen" abgesagt, neulich ist es vorgekommen, jemand hat mich gefragt "Hast du Lust auf XYZ, oder wieder Kopfschmerzen?"- Ich hab das Gefühl diesbezüglich nicht mehr erst genommen zu werden. Jeder ist ja mal krank, aber bei mir ist es mittlerweile ein Dauerzustand, das kennen andere wohl nicht, bzw glauben, ich würde aus anderen Gründen absagen. Nun, das alles macht schon depressiv, wenn ich nur irgendwie Luft rauslassen könnte, so ist der Frust irgendwie angestaut und kann nicht raus.. naja ich habs ja jetzt mal hier aufgeschrieben. VL hat jemand schonmal ähnliches gehabt, ähnliche Sypthome sollen auch bei einem Schleudertrauma auftreten..
     
    #1
    Schlittenfahrer, 7 Juli 2006
  2. Frischverliebt
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Burn-out-Syndrom

    Tut mir echt leid für dich, aber vielleicht/hoffentlich kann ich dir ein paar Tipps geben.

    1. Find ich gut, dass du mal zum Arzt gegangen bist, auch wenn der erste nichts feststellen konnte. Immerhin hast du etz nen Termin bei einem anderen, der dir evtl. helfen kann.

    2. Dieser total Null-Bock-Erschöpfungszustand macht mir mehr Sorgen. Könnte es denn sein dass du vorher immer 100 % überall gegeben hast und etz einfach nur unter dem Burn-out-Syndrom leidest? Es ist halt merkwürdig, dass du dich auf gar nichts konzentrieren kannst, nichts mehr auf die Reihe kriegst und keine Lust zu gar nichts mehr hast.

    3. Das mit deinen Klausuren ist auch so happig. Schließlich studierst du bestimmt scho etwas länger und müsstest das Semester wiederholen, wenn du dich nicht aufraffen könntest und deine Scheine net schaffst. Tipp: Geh es langsam an! Besorg dir vielleicht ein Kirschkernkissen (oder so in der Art heißt das) und leg es als Nackenstütze hinter den Kopf, wenn du dich ausruhst. Du kannst ja beim Ausruhen auch etwas lernen, vielleicht klappt es ja.

    Auf jeden Fall wünsch ich dir viel Glück, für die Klausuren und deine Gesundheit!
     
    #2
    Frischverliebt, 8 Juli 2006
  3. sky_chaser
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Hi,

    ich schließe mich da mal so ganz spontan meiner Vorrednerin an und meine auch, dass sich Deine Symptome nach Burnout anhören.

    Ich kenn` dieses Gefühl, einfach Null Bock zu haben, so dass man sich schon beim kleinsten Gedanken an Beruf, Schule, Uni etc. innerlich "sträubt". Wikipedia hat zum Thema Burnout auch einen tollen Artikel.

    Nun, was dagegen tun? Was mir immer hilft ist, dass ich mir im Klaren darüber werde, warum ich aktuell so demotiviert bin, was die Ursache für meine Situation ist. Dann mache ich mir klar, dass ich manchmal auf gewisse Situationen überreagiere und das ich mir manchmal selber viel zu viel Druck mache. Ist das vielleicht bei Dir auch so, glaubst Du, vor einem Berg von Aufgaben zu stehen, die Du nicht schaffen kannst?? Und genau hier muss ich immer wieder innerlich "runter" kommen. Ich sage mir: Okay, es gibt viel zu tun, aber einmal tief durchatmen und versuchen, rational für Probleme Lösungen zu suchen.
    Beispiel: Ich hatte mörder Angst, meine Diplomarbeit zu schreiben und war fast schon panisch bei dem Gedanken, dass ich 100 Seiten zu einem unbekannten Thema schreiben soll. Dann habe ich versucht, zu strukturien, mir einen Zeitplan zu machen für mein Aufgabe und mit der Zeit wusste ich, dass ich mir vielleicht zuviel Druck gemacht hatte.

    Und was ganz wichtig für mich war und ist. Wenn Du in's Bett gehst, versuche nicht an Uni, Prüfungen etc. zu denken. Das hat mir nämlich keine guten Nächte bereitet und meine Probleme haben sich auch nicht gelöst. Ich sag' mir immer: Der Morgen ist klüger als der Abend und so schlimm alles auch ist, die Nacht gehört mir!!

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein klein wenig helfen oder den ein oder anderen Tip geben.

    Gruß
    Sky
     
    #3
    sky_chaser, 8 Juli 2006

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