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Gesundheits/Krankenpflegerin - Pro Kontra

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Grenzwellen, 25 Februar 2009.

  1. Grenzwellen
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo :smile:

    Ich habe seit einige Zeit einen Konflikt mit mir selber.
    Und zwar habe ich den Wunsch eine Ausbildung als Gesundheits und Krankenpfelgerin zu machen, also Krankenschwester.

    Die Nachteile sind klar - Kot, Urin, Erbrochenes ...
    Ich weiss leider auch nicht wie ich reagieren werde, wenn jm stirbt.
    Ich habe noch nie eine Leiche gesehen und in meinem Umfeld ist bisher auch noch niemand gestorben.
    Sowas kann man ja leider vorher nicht üben.

    Is vll jm von euch Krankenschwester und kann mir etwas über die anfänglichen Berührungsängste erzählen?

    Oder fällt euch vll noch ein anderer Beruf ein, der evtl weniger mit Fäkalien und Tod zutun hat, aber dennoch pflegend :what: ist...
    Ich hoffe ihr versteht was ich meine.
     
    #1
    Grenzwellen, 25 Februar 2009
  2. Sonata Arctica
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    vergeben und glücklich
    ich bin zur zeit pta und suche auch grad nach nem ausbildungsplatz als krankenpflegerin. hab in meiner zeit als pta ein altenheim und ein hospiz beliefert und bin auch mit den menschen dort in kontakt gekommen. am anfang ist es schon komisch wenn ein patient stirbt, aber mir war ja von vorn herein klar, dass es eher unwahrscheinlich ist dass jemand lebend aus einem altersheim oder gerade aus dem hospiz wieder herauskommt.

    als krankenpfleger hat man wenigstens noch die positiven erfahrungen und kann vor allem auch durch taten helfen, was mir in meinem alten beruf etwas fehlt.

    ich würde dir vorschlage ein praktikum zu machen, um zu sehen wie du damit klarkommst.
    man kann ja später in die verschiedensten stationen geraten, da muss nicht unbedingt der tod die größte rolle spielen.

    mit körperflüssigkeiten hab ich kein problem, weiß selber nicht warum, aber da bin ich halt nicht pingelig.
     
    #2
    Sonata Arctica, 25 Februar 2009
  3. User 53463
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    vergeben und glücklich
    Ich schließe mich Sonata an, ein Praktikum kann wohl am ehesten darüber Aufschluss geben, ob du mit den Situationen klar kommst. Viele Schulen nehmen ohnehin nur Schüler auf, die bereits ein Praktikum gemacht haben.

    Bezüglich Ausscheidungen etc. fand ich es alleine dadurch nicht mehr schlimm, dass man ja Handschuhe an hat. Mit bloßen Händen wäre das für mich irgendwie etwas ganz anderes.

    Bezüglich weiterer Berufe in diesem Sektor könntest du dich zu folgenden Berufen informieren: Physiotherapeut, Hebamme, Kinderkrankenschwester, Ergotherapeut, Logopäde, MTA, medizinische Fachangestellte, Rettungsassistent, oder Diätassisten. Das sind sehr unterschiedliche Berufsfelder aber vielleicht klingt das ein oder andere ja für dich interessant, so dass du dann weitere Informationen einholen kannst.

    Darf man fragen, was du bisher gemacht hast/ jetzt machst?
     
    #3
    User 53463, 25 Februar 2009
  4. Grenzwellen
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    vergeben und glücklich
    Ich habe für Mai bereits ein Praktikum in der mobilen krankenpfelge.
    leider erst im Mai ...
    Die Schulen hier nehmen tatsächlich nur Leute die ein mindestens 3 wöchiges Praktikum gemacht haben ...

    Ich habe Fachabitur und habe seitdem nichts anständiges gemacht.
    Heisst gekellnert, verkauft, verräumt, vieles und nichts ...
    Mein Ziel ist es mit psychisch erkrankten Menschen zu arbeiten ...
    Ich habe mich reichlich informiert.
    Der beste Weg ist also eine Ausbildung als Krankenschwester zu machen und dann steht der Weg realtiv offen , entweder kann man direkt als Betruungskraft in solchen Institutionen anfangen , oder eben den Weg mit einer Fortbildung machen ...
     
    #4
    Grenzwellen, 25 Februar 2009
  5. User 53463
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    vergeben und glücklich
    Dann ruf doch einfach mal bei der Pflegedienstleitung eines Krankenhauses bei dir in der Nähe an. Normal nehmen die kostenlose Praktikanten doch mit Kusshand. Habe für mein Studium drei Monate Praktikum gemacht und war nie ein Problem auch noch relativ kurzfristig etwas zu bekommen.

    Ich denke es ist sicher auch nicht verkehrt, wenn du beide Bereiche, also mobile Pflege und Station kennen lernst.

    Wegen der anderen Berufe kannst du ja mal die für dich interessanteren herausfiltern und dir dann dazu beim Arbeitsamt o.ä. genauere Infos besorgen. Denke bei einigen davon würdest du auch in Bereiche kommen können bei denen du mit psychisch Kranken zutun hättest.

    Ich kenne mich mit Ausbildungen etc. nicht so gut aus. Aber wärst du für Ausbildungsbeginn September nicht auch schon etwas spät dran? Oder hast du schon Bewerbungen am Laufen?
     
    #5
    User 53463, 25 Februar 2009
  6. capricorn84
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    Verheiratet
    Also ich muss sagen ich bewundere die Menschen die es durchziehen Krankenschwester zu werden. Ich war selber in der Krankenschwesternschule auf Wunsch meiner Eltern. Es hat mich überhaupt nicht interessiert. Ich habe die Schule vorm Praktikum abgebrochen. Viele aus meiner klasse wollten aufgeben einige haben es auch gemacht und die Schule abgebrochen und es so wie ich nicht bereut! ;-)

    Ich denke man sollte sich wirklich sicher sein ob man das alles will oder nicht.

    Ich habe einige Freundinnen die die Schule fertig gemacht haben und voll im Beruf stehen. Und denen gefällt es! Ich würd sagen wenn es dich interessiert dann tu es!
     
    #6
    capricorn84, 25 Februar 2009
  7. Emilia16
    Emilia16 (29)
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    nicht angegeben
    Pflege ist nicht das was du dir anscheinend im Moment vorstellst, es ist noch viel mehr! Ich würde an deiner Stelle direkt ein Praktikum an deinem zukünftigen Ausbildungsplatz machen, dann weißt du was dich erwartet. Mobile Krankenpflege zeigt dir auch nur einen kleinen Teilbereich. Such dir lieber ein anderes Praktikum, das geht sicherlich auch kurzfristig.

    Pro:
    Medizinisch Interessant
    Befriedigendes Gefühl bei erfolgreichen Pflegemaßnahmen
    Viel Menschenkontakt (Interessante Menschen)
    Gewährleistung der Würde des Menschen in allen Lebensphasen

    Kontra:
    Anstrengend, Körperlich wie auch Seelisch
    Hohe Verantwortung -> verlangt ständige Aufmerksamkeit
    (irgendwann macht man (kleine) Fehler, kannst du damit leben oder machst du dir ewig Vorwürfe?)
    Stress, wegen hoher Zahl an Patienten pro PP -> keine Zeit für Gespräche (psychosoziale Ebene)



    Körperflüssigkeiten sind wirklich das kleinste Problem, man schützt sich ja mit Handschuhen und kommt bei richtigem Arbeiten damit nicht in Kontakt. Gerüche sind ziemlich oft eklig, aber damit kann man leben, man muss es sich nur eingestehen, dass es eben eklig ist. (es aber dem Patienten nicht so vermitteln)
     
    #7
    Emilia16, 25 Februar 2009
  8. User 53338
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    offene Beziehung
    Hi,

    also ich finde drei Wochen sehr, sehr kurz fuer ein Praktikum - ich glaube, dass das wohl eher negativ sein wird. Ich kann da nur von den Erfahrungen einer Freundin berichten, die ausgebildete Krankenschwester ist. Bei ihr hat es schon einige Zeit in Anspruch genommen, bis sie mit allem klar kam, vorallem auch, weil bei ihr direkt in der ersten Woche 5 Patienten gestorben sind, was nach Aussagen ihrer Kolleginen fuer einen Neuling auch echt hart und ungewoehnlich ist. Dazu kommt dann natuerlich auch die harte, koerperliche Arbeit, die emotionale Belastung etc. - wie gesagt, fuer mich waeren drei Wochen viel zu kurz um in dem Beruf richtig einsteigen zu koennen. :smile:

    Ich mache jetzt gerade mein Praktikum von drei Monaten, arbeite mit behinderten Kindern, deren Behinderung verschiedene Grade haben, aber auch teils Schwerstbehindert sind, dass heisst, sie tragen Windeln, muessen gewechselt, gefuettert, gewaschen werden. Das ist am Anfang einfach erstmal neu, ungewohnt und befremdlich und drei Wochen haetten mir persoenlich nicht ausgereicht, um einen richtigen Einblick in einen solchen Beruf zu bekommen. :smile:

    Also wenn dann wuerde ich dir empfehlen das schon laenger laufen zu lassen - du musst dich an die Mindestangabe ja nicht halten.
     
    #8
    User 53338, 26 Februar 2009
  9. User 75021
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    Verheiratet
    :herz: Mein Thema-in einem Monat mache ich eine Ausbildung zur Altenpflegerin.
    Ich hab damals was ganz anderes gelernt und hätte diesen Beruf mit 20 nicht ausüben können, hat mich damals auch nie interessiert.
    Wahrscheinlich bin ich durch die Kinder reifer und selbstsicherer geworden. Wenn man 2 Kinder alleine groß zieht, dann steht man oft alleine vor einem Kind mit Magen-Darm-Grippe-unten läufts raus und oben eh und im schlimmsten Fall ist man grad auch noch selber krank :grin: Die lieben Mütter kennen das.
    So etwas macht mir überhaupt nichts mehr aus.

    Ich hatte dann 2007 die Möglichkeit für ein Jahr ins Altenheim reinzuschnuppern und ich muss sagen, ich bin froh das es ein Jahr war und nicht nur 3-4 Wochen denn ich habe sehr viel gesehen und erlebt.
    Natürlich ist das ein harter Job, körperlich wie auch seelisch.
    Man muss sensibel genug sein um auf jeden Menschen individuell einzugehen, aber hart genug das alles nach Feierabend auch im Altenheim zu lassen und es nicht mit sich rumzuschleppen.
    Man sieht viele unangenehme Dinge. Wir hatten eine Bewohnerin, die sich und das ganze Zimmer jede nacht vollgekotet hat.
    Wenn man ins Zimmer kam, dann war echt alles voll, ihr Bett, sie, der Weg zum Bad und das ganze Bad.
    Damit muss man umgehen können.
    Viele alte Menschen sind dement oder haben eine andere psychische Krankheit...manche werden aggressiv, hauen und spucken und beschimpfen die Pfleger.
    Am nächsten Tag wissen die Leute aber nichts mehr davon-da darf man niemals nachtragend sein.
    Man sitzt mit gewissen Bewohnern stundenlang um ihnen das Essen anzureichen...viel Geduld ist hier angesagt.
    Und du wirst hautnah mit dem Tod konfrontiert. Ich habe meinen ersten toten Menschen im Altenheim gesehen...es war seltsam, aber nicht schlimm. Es ist ja eigentlich etwas ganz natürliches...ein Alter Mensch, der stirbt. Damit sollte man umgehen können.

    Jedoch hat der Beruf auch ganz tolle Seiten vor allem für Leute die ein Helfersyndrom haben :smile:
    Es ist so schön wenn eine verwirrte Dame, die nie spricht dir auf einmal einen Kuss auf die Wange drückt und sagt "Kind, du machst das hier am besten. Ich mag dich so gern" :cry: :herz:
    Solche Situationen gab es auch sehr oft und ich musste mich dann immer zusammenreißen um nicht loszuheulen.
    Es gibt so viele alte Leute, die keinen mehr haben der sich kümmertdie einfach ins Altenheim abgeschoben und vergessen werden.
    Ich finde diese Menschen haben ein Recht auf eine liebevolle Pflege und einen schönen letzten Weg.
    Mir macht das Spaß und es befriedigt mein Herz und mein Helfersyndrom, wenn ich sehe das ein Bewohner sich freut mich zu sehen, wenn ich angelächelt oder geknuddelt werde :herz:
    Es gibt wirklich nichts schöneres, denn es kommt direkt vom Herzen der alten Leute :herz:

    Natürlich ist es auch sehr interessant vieles über Medizin zu lernen, über die Krankheiten und Massnahmen.
    Finde ich unheimlich spannend.
    Es ist wirklich interessant zu sehen, das viele alte Menschen irgendwann wieder total kindlich werden.
    Sie entwickeln sich plötzlich wieder zurück.
    Das ist natürlich sehr schwierig für alle Beteiligten, aber auch der Grund warum ich solche Liebesbeweise am liebsten von alten Menschen und Kindern bekomme-die sind ehrlich, direkt und ganz echt!
     
    #9
    User 75021, 26 Februar 2009
  10. DerRabauke
    DerRabauke (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    6
    Single
    Im Endeffekt wirst nur du alleine merken können ob das ganze Berufsfeld etwas für dich ist.
    Ich habe zB eine Freundin die in diesem Bereich gelernt hat und dafür wie geschaffen schien. Ich habe schon vor Jahren immer gesagt "die wird Pflegerin"!
    Dann ging sie arbeiten, hatte viele nette Menschen um sich herum und plötzlich nach ein paar Wochen stirbt eine alte Dame die sie sehr gemocht hat. Sie ist daran kaput gegangen und hat das irgendwie nicht verkraften können.
    Mittlerweile bildet sie sich irgendwie fort und geht nun mehr in die "Verwaltung" weil sie den Tod einfach nicht abkann.
    Kann also alles anders kommen als man denkt...
     
    #10
    DerRabauke, 26 Februar 2009
  11. User 27629
    User 27629 (33)
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Wenn du in der (psychosozialen) Betreuung psychisch kranker Menschen arbeiten willst, wäre dann nicht eher ein Studium sinnvoll? Zwischen Pflege und Betreuung besteht leider in der Praxis ein heftiger Unterschied. Habe selbst einen Pflegeberuf gelernt. In der Ausbildung gab es bei uns noch extra Fächer, wie wir die alten Menschen anregend beschäftigen können. In der Praxis waren wir dafür gar nicht zuständig, sondern einzig für die Körperpflege. Gespräche konnten höchstens nebenbei laufen. Ist sehr unbefriedigend, wenn man hohe Anforderungen an eine gute / ganzheitliche Pflege stellt. Deshalb habe ich anschließend in der Richtung weiter studiert und kann es nur empfehlen. Du hast doch Abi, also wäre es eine Überlegung wert, oder?

    In der Pflege zu arbeiten, ist wahnsinnig belastend, sowohl körperlich als auch psychisch. Die Rahmenbedingungen sind oft sehr schlecht. Die Belastungen am Arbeitsplatz zu lassen und nach Feierabend einfach abschalten, das ist nicht so leicht wie es klingt. Also Ausscheidungen sind wirklich das kleinste Problem. Umgang mit Sterben und Tod ist durchaus ein schwieriges Thema. Das zu verkraften lernt man auch nicht von heute auf morgen. Von daher, versuche wirklich mal schnellstmöglich ein Praktikum zu machen. Aber stell dir auch vor, wie es wäre, viele Jahre in dem Bereich zu arbeiten. Die ersten 2 Jahre hab ich es auch noch gern gemacht, aber auf Dauer kann es richtig frustrierend sein. Kommt natürlich auch auf die jeweilige Einrichtung an, aber es gibt sicher nicht umsonst so viele Pfleger/innen, die den Beruf nach einigen Jahren wechseln.
     
    #11
    User 27629, 26 Februar 2009

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