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Gesundheitsfalle Verhütung?

Dieses Thema im Forum "Aufklärung & Verhütung" wurde erstellt von Teufelsbraut, 15 März 2004.

  1. Teufelsbraut
    teuflisch gute Beiträge
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    vergeben und glücklich
    Für mich gerade ein aktuelles Thema. Ich verfolge ja schon längere Zeit bei diversen Verhütungsmittel, wie mögliche Folgeerscheinungen totgeschwiegen werden.
    Aber was ich heute mitbekommen hab, schlägt der Sache fast den Boden aus.

    Eine gute Freundin von mir (und Schulkollegin) hat mir heute erzählt, dass ihre Mutter am WE fast verblutet wär ... wegen der Spirale. Sie mußte notoperiert werden und hat auch 2 od. 3 Blutkonserven bekommen (stellt euch vor, soviel rausbluten!). Die Spirale ist teilweise mit dem Körper verwachsen und Gewebe hat sich darin gestaut und schließlich entzündet. Was dann irgendwann eine starke Blutung hervorgerufen hat.
    Der zuständige Arzt (wir waren sie heute Mittag schon besuchen) meinte, dass sowas häufiger passiert, als man annimmt, nur redet halt niemand drüber und die FA's lassens auch oft bei der Beratung unterm Tisch fallen, über dieses Risiko aufzuklären. Ich find sowas nur ne riesengroße Schweinerei, um ehrlich zu sein. Und seiner Ansicht nach mangelts nicht nur bei der Spirale an nötiger Aufklärung der Nebenerscheinungen, sondern ebenso bei der Pille und dem Implanon (schönes Beispiel zb die Gewebeablagerungen bei Regelunterdrückung).

    Wie seht ihr das? Sollte es für die FA's (und die produzierenden Firmen) nicht selbstverständlich sein, dass man auch über ALLE negativen Aspekte aufgeklärt wird (vor allem, wenn sie häufig vorkommen)?
    Ich finde die Vorstellung nämlich nicht gerade berauschend, vllt. eines Tages im Krankenhaus aufzuwachen ohne zu wissen, wieso.
     
    #1
    Teufelsbraut, 15 März 2004
  2. Sunshine007
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    oha, das is ja mal echt der hammer, sowas sollte verboten werden.

    ich finde es echt total scheiße von den frauenärzten dass sie einen über die nebenwirkungen der Pille und der spirale usw. nicht richtig aufklären. aber ich denke sie machen das, weil wenn jeder wüsste was wirklich passieren kann, keiner mehr die pille und die anderen sachen wahrscheinlich nehmen würden oder so. weiß auch ncih warum, aber kann mir das nur so erklären.
    aber das ist echt total scheiße.
     
    #2
    Sunshine007, 15 März 2004
  3. Zero86
    Gast
    0
    Also ich finde, dass die Frauenärzte auf jeden Fall ihre Patientinnen aufklären sollten!! Damit man sich wirklich bewusst ist, dass nicht alles Gold ist, was glänzt!!
    Ich bin super froh, dass mein Frauenarzt mich über alle Folgen der Pille aufgeklärt hat. Zwar saß ich danach dann da und dachte mir:"Na, ganz toll...", aber ich bin mir wenigstens bewusst, dass ich ein Medikament nehme und man damit nicht spielen sollte.

    Daher...alle Ärzte und Firmen sollten Gefahren sehr deutlich machen. Besonders auch in Packungsbeilagen sollten die Nebenwirkungen deutlicher aufgezeigt werden...is meine Meinung.
     
    #3
    Zero86, 15 März 2004
  4. Sunshine007
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    die ärzte sollen einem ja schließlich helfen und einem nicht nur das geld aus den taschen ziehen.
     
    #4
    Sunshine007, 15 März 2004
  5. Drago
    Gast
    0
    Ich denke mal das hängt aber auch zum Teil von dem Frauenarzt ab und wie ernst er seinen Job nimmt bzw ob er seinem Job nur für das Geld tut oder eben um zu helfen.

    Habe solche Erfahrungen aber auch schon wo anders gemacht.

    Da merkt man halt immer wieder das die 'Allegmeinheit' verdammt wenig Rechte hat. Würde ein Arzt die Pflicht haben die Wahrheit zusagen und über alles aufklären zu müssen, da er sonst gerichtlich verfolgt werden könnte, würden viele Ärzte mit Sicherheit anders handeln.

    Doch leider bekommen in diesem Land immer die falschen mehr Rechte.
     
    #5
    Drago, 15 März 2004
  6. Yana
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Autsch, die Story hört sich ja echt mies an :-(. Da kann man nur hoffen, dass sowas einem selbst nicht irgendwann mal zustösst, mangelnde Aufklärung der Ärzte im Bezug auf bestimmte Arzneimittel ist ja nichts neues..
     
    #6
    Yana, 15 März 2004
  7. Carry
    Gast
    0
    Aber es gibt für jedes Arzneimitel eine Packungsbeilage!!!!
     
    #7
    Carry, 15 März 2004
  8. Teufelsbraut
    teuflisch gute Beiträge Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    In der aber oft net alles drinnen steht, was drinnen stehen sollte. Weils dann entweder ein halbes Buch wäre, oder niemand das Zeug mehr nehmen würde. Und bei der Spirale zb ist man absolut auf das angewiesen, was einem vom FA gesagt wird (oder man aus sonstigen Quellen erfährt - was erst recht nicht alles ist)
     
    #8
    Teufelsbraut, 15 März 2004
  9. Zero86
    Gast
    0
    ja, natürlich gibt es für jedes Arzneitmittel Packungsbeilagen, aber nicht alle lesen sich das durch, sondern sehen es nur als überflüssiges Zettelchen an, das nur bei wieder einpacken in die Packung stört!
    Und auch sonst sind die Nebenwirkungen nicht gut genug gekennzeichnet, find ich. Also ich hab immer das Gefühl, die werden versteckt *ggg*
     
    #9
    Zero86, 15 März 2004
  10. madison
    madison (45)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    ich denke mal, das Problem ist auch, dass Verhütungsmittel eben keine notwendingen Medikamente sind, sondern quasi LivestyleProdukte zum Vergnügen der Patientin. Und da viele Frauen auch echt nichts drauf geben, was der FA rät, sondern einfach z.B. die Pille haben wollen und darauf bestehen. Wenn's ein FA nicht verschreibt, dann gehen sie halt zum nächsten und da der FA seine Kundin behalten möchte, wird er ihr auch das verschreiben, was sie will.

    Heutzutage, wo sogut wie jeder Zugriff auf's Internet hat, finde ich es fast schon eine Verpflichtung, dass man sich selbst vorher informiert.
    Meine Frauenärztin ist immer begeistert, wieviel ich selbst weiss und freut sich, dass sie sich sachkundig mit mir unterhalten kann.
     
    #10
    madison, 15 März 2004
  11. Carry
    Gast
    0
    Wenn die Leute, die die Mittel nehmen, die Packungsbeilage nicht lesen, können sie sich auch nicht beschweren. :kopfschue

    Ansonsten den Apotheker fragen, wofür wird der denn sonst bezahlt?

    Wenn Ärzte alles aufzählen würden, hätten sie keine Zeit mehr für den Rest wie Anamnese und Untersuchung.

    Im übrigen steht auf dem Bepackzettel alles, was auftreten kann. Sogar wenn es total seltene NW sind.
     
    #11
    Carry, 15 März 2004
  12. Zero86
    Gast
    0
    Also ich finde, dass der Arzt sich zumindest mehr Zeit dafür nehmen sollte, aber nun ja, du hast auch recht...wer die Packungsbeilage nicht liest, der ist teilweise auch selbst schuld, aber eben nur teilweise, da der Arzt auch aufklären sollte!! Und das zum größten Teil, finde ich.
    Und dass alle Nebenwirkungen auf der Packungsbeilade stehen, das glaube ich nicht unbedingt.
     
    #12
    Zero86, 15 März 2004
  13. Teufelsbraut
    teuflisch gute Beiträge Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Nur ein Beispiel: bei vielen Antibiotika steht nicht dabei, dass sie die Pille beeinflussen können - obwohl FA's generell raten, bei ALLEN Antibiotika zusätzlich zu verhüten (und net erst ein Arzt hat mich net drauf hingewiesen *g*) ... und es steht meistens auch net dabei, wie lange sie sich auf den Zyklus auswirken (von 3 Tagen bis 2 Wochen hatten wir ja schon alles mögliche an Ratschlägen).
    Und das is noch das "harmloseste" was mir einfällt.
     
    #13
    Teufelsbraut, 15 März 2004
  14. Carry
    Gast
    0
    Ich verstehe Euch schon.

    Aber zum Beispiel muß eigentlich der Apotheker über solche Risiken wie AB und Pille aufklären !!

    Also immer den Apotheker fragen, was es für NW gibt und was zu beachten ist.

    Macht doch nächstes Mal einen Test. So könnt ihr dann herausfnden, ob ihr in einer guten Apotheke seid und gut beraten werdet oder nicht. Dann würde ich mir schnellstens eine neue suchen.

    Grüße Carry
     
    #14
    Carry, 15 März 2004
  15. Teufelsbraut
    teuflisch gute Beiträge Themenstarter
    4.742
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    vergeben und glücklich
    Allerdings ändert das immer noch nix an dem Umstand, bei Dingen nicht richtig aufgeklärt zu werden, die nicht apothekenpflichtig sind oder Packungsbeilagen haben. Wie Spirale ... oder Implanon (oder hat das eine? Benutz es ja net *g*) ... oder die 3-Monats-Spritze. Wo man halt auf den Rat und das Urteil des FA's angewiesen ist. Und wenn der nur "Fließbandabfertigung" macht, na Mahlzeit.
     
    #15
    Teufelsbraut, 15 März 2004
  16. User 9364
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Naja, wie schon gesagt, hängt das sicher stark vom Arzt ab. Da ich in verschiedenen Städten gleichzeitig wohne, bin ich auch öfters bei verschiedenen Ärzten. Einer von denen hat mich allen möglichen Allergien und Medikamenten ausgequetscht und mir die Nebenwirkungen von dem Zeug genau beschrieben, das er mir ins Ohr geschmiert hat, der andere hat mir zwei Packungen Tabletten in die Hand gedrückt und mich noch drei Packungen in der Apotheke holen lassen, ohne auch nur eine Frage gestellt oder eine Erklärung getan zu haben.
    Aber dafür gibts ja bei Tabletten den Beipackzettel. Ansonsten wäre mir bis heute nicht klar, dass man mit bestimmten Schmerztabletten nicht autofahren sollte.
     
    #16
    User 9364, 15 März 2004
  17. Carry
    Gast
    0
    Daran sind aber nicht nur die Ärzte beteiligt, daß liegt zum großen Teil an unserem "tollen" Gesundheitssystem.

    Was meinst Du denn, was ein Arzt für ein Beratungsgespräch bekommt?

    Wenn die Ärzte mehr Geld für jede einzelne Beratung bekommen würden, könnten sie sich auch mehr Zeit lassen und dann gebe es keine "Fliesbandabfertigung" Die arbeiten ja auch nicht nur aus reiner Nächstenliebe.

    Aber vielleicht könnte man die Ärzte dazu anregen, zum Beispiel ein Hinweisblatt anzufertigen, wie:

    Ich habe die Pille verschrieben bekommen, was habe ich zu beachten? Nebenwirkungen, Interaktionen mit anderen Medikamenten, Rauchen+Pilleeinnahme....

    Solche Aufklärungsbögen gibt es ja auch für Operationen und müssen vom Patienten unterschrieben werden. Dort müssen übrigens auch Risiken angegeben werden, die mit einer Häufigkeit von 1:1000 eintreffen können.

    Ich gebe ja zu, daß Packungsbeilagen meist nicht Verbraucherfreundlich geschrieben sind, und schwer verständlich sind, wenn man nicht gerade persönlich aus diesem Bereich kommt.
     
    #17
    Carry, 15 März 2004
  18. Fame
    Gast
    0
    Nope. Passt jetzt zwar nicht ganz zum Thema Pille - aber mir sind schon Medikamente untergekommen, bei denen auf der Packungsbeilage nicht draufstand, dass sich bei manchen Anwendern die Suizidgefahr erhöht bzw. es aufgrund dieses Medikaments zu Selbstmorden gekommen ist, obwohl diese Tatsache längst in Studien nachgewiesen wurde.

    Klar, wer nimmt auch ein Medikament, bei dem er verstärkt selbstmordgefährdet ist?
     
    #18
    Fame, 16 März 2004
  19. Carry
    Gast
    0
    Was meinst Du für Medikamente ??

    Antidepressiva?? Das weiß aber jeder Psychiater, daß man in den ersten Wochen der Einnahme mit so etwas zu rechnen hat. Deshalb gibt man dann noch zusätzlich Benzodiazipine in der ersten Zeit.
     
    #19
    Carry, 16 März 2004
  20. lin
    lin
    Gast
    0
    also ich wurde von meiner FA genug aufgeklärt über die nebenwirkungen... auch deshalb habe ich kein implanon!!

    ich sehe bei meiner freundin, die auf ihre ärztin nicht hören wollte und unbedingt ein implanon wollte genau diese wirkungen auftreten!

    zur spirale wollte ich sagen, dass eine freundin von mir, 24, die reinmachen liess. es tat ihr von anfang an weh und sie fragte die ärztin, die meinte dass sei normal. auch ein und zwei tage später fand die ärztin das am telefon normal.

    in der nacht darauf fuhr ihr freund sie ins spital, weil er davon überzogen war, dass das net normal sein konnte.


    die spirale hat sich irgendwie verhakt oder (sie konnte es mir net genau erklären, sie spricht net so gut medizinisches deutsch, ist ned aus der deutschschweiz) blieb einfach net wo es sollte.

    sie lag zwei wochen im spital und hatte glück dass sie ihre gebärmutter behalten konnte.
     
    #20
    lin, 16 März 2004

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