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Internet Gratis - oder: Wer bezahlt Kreativität?

Dieses Thema im Forum "Musik, Filme, Computer und andere Medien" wurde erstellt von ProxySurfer, 18 September 2013.

  1. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Immer weniger Leute kaufen eine Zeitung, weil immer mehr Leute ihre Informationen heute gratis oder für sehr geringes Geld aus dem Internet kriegen. Wer aber bezahlt die vielen hochqualifizierten Redakteure und Autoren, wenn kein Geld mehr dafür eingenommen wird? Wer bezahlt ihre kreativen Gedanken? Wer bezahlt die Fotografen?
    Ähnlich bei der Musik. Warum eine teure CD oder DVD kaufen, wenn es von nahezu allen Bands und Sängern bei Youtube o.ä. Seiten Musik massenweise kostenlos verfügbar ist? Wer aber bezahlt den Bands ihre Kreativität, ihre Arbeit, ihre Technik, ihren Aufwand, wenn keiner mehr ihre Tonträger kauft?
    Oder Pornos. Die kaufte man früher teuer im Sexshop - heute ist das Netz voll von hunderttausenden Gratisseiten aller Genres. Wer bezahlt die Produktion der Videos?
    So ist es auf allen Gebieten, auf denen einst Kunst, Information usw. gekauft wurde und nun durch das Internet frei verfügbar ist. Und ich gebe zu, ich profitiere auch davon, für vieles nichts mehr zu bezahlen. Ich finde das einerseits erfeulich, sehe es aber auch skeptisch, auch was das Urheberrecht betrifft.
    Wohin wird diese Gratis-Entwicklung führen? :unsure:
     
    #1
    ProxySurfer, 18 September 2013
  2. User 113006
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Ab und an lese ich natürlich auch im Internet. Allerdings merkt man an der Qualität der Artikel, dass es ein Gratisangebot ist. Zum Beispiel hat die Zeit beim Hoeneß-Interview auch wirklich nur Bruchstücke im Internet veröffentlicht und damit meine ich wirklich Bruchstücke. Die Printausgabe war dann doch etwas anderes.

    Ich lege wert auf eine gute Berichterstattung und Qualität der Zeitung, deswegen kaufe ich mir am Wochenende die Wochenendausgabe der SZ, da diese auch noch ein paar Beilagen und Teile mehr hat, als unter der Woche.

    Es kommt eben auch immer auf den Benutzer/Konsumenten der Zeitungen, Pornos oder Musik an. Würden mehr Leute für die Leistung zahlen, hätten es die o.g. Branchen sicher einfacher.
     
    #2
    User 113006, 18 September 2013
  3. User 123649
    Planet-Liebe ist Startseite
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    nicht angegeben
    Bei der Musik und beim Film wurde ja durch die Möglichkeit des Online-Kaufs schon entgegengewirkt. Mehr Menschen als man denkt machen von diesem Angebot Gebrauch und sicherlich kaufen auch noch viele CDs und DVDs (ich z.B.).
    Beim Journalismus ist da eher das Problem, dass die Menschen sofort informiert sein möchten. Das hat zur Folge, dass online nicht nur Artikel ohne Wahrheitsgehalt gepostet werden, selbst Rechtschreib- und Grammatikfehler findet man in ihnen zuhauf. Bei der Musik hat das Onlineangebot ja keine Auswirkung auf die Qualität.
    Ich bevorzuge deshalb immer noch die echte Zeitung, auch wenn ich tatsächlich auch oft online einfach gratis lese. Viele Zeitungen haben dafür Apps ins Leben gerufen, aber selbstverständlich zahlen die wenigsten dafür, wenn man die selbe Information auch gratis erhält - das ist verständlich.
    Ich denke, dass die Journalisten- und Nachrichtenwelt sich da noch etwas einfallen lassen muss. Die BILD versuchte es mit Bild plus, ein Ansatz, allerdings im Angebot schwachsinnig, da kaum ein Leser sich für den bezahlbaren Müll interessiert. Und ich denke, dass sich einfacher keiner trauen wird, alles kostenpflichtig zu machen, schließlich will man Leserschaft nicht verlieren (wenn auch nur Online). Ich finde das Thema sehr schwer und kompliziert und gerade in der Journalismusbranche sehe ich diesen "Rückgang" als sehr bedenklich an.
     
    #3
    User 123649, 18 September 2013
  4. octopus_95
    octopus_95 (22)
    Klickt sich gerne rein
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    in einer Beziehung
    Mit den "hochqualifizierten" Redakteuren ist das immer so eine Sache. Viele Berichterstattungen sind sehr tendenziös und alles andere als unabhängig. Ich habe ein Spiegel-Abo, das reicht mir eigentlich für Infos zu aktuellen Entwicklungen.
    Was die Musik angeht, wären die Verkäufe von CDs und Co. sicherlich nicht wesentlich höher, wenn Youtube sowie illegale Möglichkeiten zur Beschaffung wegfallen würden. Ich habe ein Abo bei Napster, da kann ich für 9,99 Euro im Monat Musik hören und auf den MP3-Player übertragen. Mehr könnte und wollte ich derzeit aber nicht für Musik ausgeben. Es ist auch eher selten der Fall, dass man durch den Kauf einer CD wirklich einen Mehrwert erhält wie ein gut designtes Booklet mit Zusatzinfos, Poster etc.
    Ich sehe die Entwicklung nicht tragisch, diese Panikmache beruht doch hauptsächlich auf den unrealistischen Darstellungen der Industrie. Qualität wird sich immer durchsetzen und auch für den Künstler rechnen. Bloß wird es eben immer schwieriger, die Qualität vom Müll zu trennen, weil man heutzutage mit Neuerscheinungen jeglicher Art überschwemmt wird.
     
    #4
    octopus_95, 18 September 2013
  5. User 135918
    Meistens hier zu finden
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    Verliebt

    Na ja bei uns war die Regionalzeitung mal wirklich gut aber mittlerweile, findest du dort wegen Kostendrucks nur noch Rechtschreibfehler, Sinn freie Texte mit zu vielen Fremdwörtern und widersprüchlichen Infos.

    Der Knaller dabei war , dass ein Artikel über ein Erdbeben in Bolivien unter der Ortsangabe Mexiko-City durch kam oder das Seebeben in Japan mit Peking betitelt wurde . Ich spreche hier von der Saarbrücker Zeitung .
     
    #5
    User 135918, 18 September 2013
  6. User 134118
    Öfters im Forum
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    Single
    Also da muss ich Widersprechen.
    Eine Gedruckte Zeitung bekommt nur einen Bruchteil ihrer einnahmen, durch den Verkaufspreis. Alles andere kommt durch die geschalteten Anzeigen und Werbung.
    Diese Werbung ist auch in der Onlineausgabe zu finden, und außerdem entfallen hier alle kosten für Druck und Transport.

    Nehmen wir an, ein Zeitungsartikel erhält pro Aufruf durch passende Werbung 1 cent je Click, was in etwa die richtige Relation darstellen könnte. Dann kommt man schon bei gerade einmal 100.000 Aufrufen auf 1000 Euro pro Artikel.
    Große Zeitungen wie The Economics haben über 200 Millionen Aufrufe je Artikel. Damit lassen sich locker Serverkosten und Reportergehälter zahlen.

    Das gleiche gilt für Musikdienste wie Spotify oder Youtube. Bei jedem Aufruf werden werbe gedeckte Gebühren gezahlt.

    Bei den Pornos ist das so eine Sache. Viele professionelle Pornos gibt es nicht kostenlos im Internet. Ich könnte dir hier jetzt links zeigen, aber die würden eh gelöscht werden. Hingegen der Trend zu "homemade" und "Amateurpornos" geht.
    Aber lass dir eins sagen. Der unterschied zwischen gratis und exklusiven Pornos ist deutlich spürbar.
     
    #6
    User 134118, 18 September 2013
  7. User 113006
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    und was ist mit AdBlockern?
     
    #7
    User 113006, 18 September 2013
  8. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Gewisse Geschäftsmodelle überleben sich auch einfach oder müssen sich mal gesund schrumpfen. Dill with it.

    Die Musikindustrie ist sicherlich völlig überbläht und wird die nächsten Jahrzehnte nie mehr diese Einnahmen machen, die früher mal mögich waren.

    Bei den Zeitungen gibt es ja beleibe noch andere Probleme. Meine Lust, die regionale Tageszeitung zu kaufen schwand immer mehr, je mehr eh nur noch mehr oder weniger die Artikel der Agenturen gedruckt werden. Das schrumpfen der Redaktionen begann damit doch schon vor der großen Zeit des Internets.
     
    #8
    Schweinebacke, 18 September 2013
  9. User 134118
    Öfters im Forum
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    Der AdBlocker ist in der tat ein Problem, aber nur etwa 10% der User nutzen ihn.
    Der Trend geht sowieso in Richtung Mobiles Internet, und weder IOS noch Andriod erlauben AddOns dieser Art.
     
    #9
    User 134118, 18 September 2013
  10. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Bin mir nicht so sicher, aber ich glaube, die Addblocker hat sich die Contentindustrie durch penetrante und wirklich störende Werbung (Pop Ups! Lay Overs! mit Sound! :hmpf: ) auch zu einem guten Teil selbst eingebrockt.
     
    #10
    Schweinebacke, 18 September 2013
  11. User 106548
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Interessant, dass Deine Frage gerade jetzt kommt. Es scheint sich nämlich ein neuer Trend abzuzeichnen: die Zeitungen machen ihre Online-Ausgaben auch kostenpflichtig.
    Die Lokalzeitungen hier in Aachen bieten seit letzter Woche online nur noch Teaser an, für die Artikel selber muss bezahlt werden. Und sie scheint nicht die einzige Zeitung zu sein/zu bleiben, siehe z.B. hier.

    Ob sich dieses Modell durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Denn es bedeutet auch eine größere Erwartungshaltung des Lesers, wenn er bezahlen muss. Und gerade da haben die Zeitungen stark an Qualität eingebüßt, das, was Schweinebacke oben sagt, ist leider Realität, journalistisch hochwertige Presse muss man aktuell mit der Lupe suchen.
     
    #11
    User 106548, 18 September 2013
  12. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Hat irgendjemand die Verlage mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen, irgendwelche Nachrichten etc. kostenlos online zu verteilen? Irgendwer? Zwingt sie ein Gesetz dazu? Nein, es ist allein die Entscheidung der Verlage, überhaupt eine Internetseite zu betreiben und dort Inhalte kostenlos anzubieten. Sie müssen es nicht tun. Sie tun es von sich aus. Und sind auch noch dreist genug, sich darüber zu beschweren.

    SpOn gehörte zu den ersten, die das getan haben und versuchten, mit Werbung darüber Einnahmen zu erzielen. Okay. Dann kamen andere dazu, und der Werbetopf wurde kleiner, weil sich die Werbung auf mehr Anbieter verteilte. So isses eben. Also wurde sie mit Techniken wie Animated GIF und später Flash aufdringlicher (wie aufdringlich, erfahren dem Vernehmen nach PL-User auf dem iPad... :rolleyes:). Als sie immer aufdringlicher wurde, wehrten sich die User mit Adblockern (die ihre Existenz nur überbordender, aufdringlicher Werbung verdanken).

    Und immer noch trauen sich die Verlage nicht richtig an Paywalls ran (die Inhalte von BILD+ richten sich an die Dümmsten der Dummen, bei welt.de ersetzt man das "www" durch ein "m" und bei abendblatt.de durch ein "mobil"... :rolleyes:), weil sie denken, dass es immer einen gibt, der Inhalte kostenlos anbietet - und dass die Benutzer nicht ausreichend dafür zu zahlen bereit sind. Wobei in der Slowakei u.a. vorgemacht wird, wie es geht: Mit einer verlagsübergreifenden Paywall, wo der User einmal im Monat einen bestimmten Betrag zahlt und nicht bei jedem Medium wieder und wieder und wieder.
    Aber dass die User das nicht mitmachen, das ist auch kein Wunder, denn im Verlauf dieser ganzen knapp 15, 20 Jahre ist eine Entwicklung den Verlagen auf die Füße gefallen: Der Qualitätsabbau. Warum sollte ein Online-Leser für drei verschiedene Medien aus dem gleichen Verlagshaus zahlen, die bis aufs Wort die gleichen Inhalte haben, weil sie entweder von einer Agentur per Copy&Paste übernommen wurden oder aus einem zentralen Newsroom stammen? Das kann nicht funktionieren.

    Abgesehen davon, dass es in der Natur der Sache liegt, dass manche Unternehmen - denn das sind Verlage - sich einfach nicht mehr am Markt behaupten können, wenn ihre Zeit rum ist. Und wenn man ein Medium immer weiter entkernt, bis die Fassade einstürzt, dann ist die Zeit rum. Kaputtsparen. Braucht der ASV wirklich die B. Z., die Berliner Woche, die Berliner Morgenpost und eine BILD mit Regionalteil Berlin? Braucht der ASV Funk Uhr, Hörzu, tv digital und TV NEU?
    Die Frankfurter Rundschau hat das zu spüren bekommen. Warum sollte man die auch kaufen, nachdem DuMont Schauberg deren Nachrichten auch in der Berliner Zeitung, KSTA und Mitteldeutsche Zeitung gepackt hat, die aus der gleichen Zentrale kamen? Wo ist da das Unterscheidungsmerkmal? Zumal das politische Unterscheidungsmerkmal mit der Austauschbarkeit von SPD und CDU ohnehin erledigt war.

    Der Großteil geht auf unternehmerische Fehlentscheidungen zurück. Unternehmer, die es nicht verstanden haben, dass mit dem Einzug des Internets bestimmte Dinge anders laufen. Dass Internetuser nicht unterscheiden zwischen Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau, wenn in beiden gleiche Artikel erscheinen. Es spräche ja theoretisch nichts dagegen, für bestimmte Regionen einen Batch an Inhalten (Politik Deutschland und international, Wirtschaft, Feuilleton, Sport) in Zeitungen gleich zu haben und Regionalteile (Regionalnachrichten, Lokalsport, regionale Wirtschaft) individuell zu bestücken. Nur muss man das offen machen und nicht so tun, als würden die sich unterscheiden. Vor allem nicht online. Da reicht ein Auftritt mit regionalen Unterschieden. Und ein digitaler Abonnent kann beides lesen.

    Ja, warum eigentlich? Warum sollte man Musik kaufen, wenn's die Hits kostenlos im Radio gibt...? Und Videos auf MTV und Viva und VH-1 (ja, damals, als auf diesen Sendern noch Musikvideos liefen, hab ich schon gelebt...)?
    Nullargument.

    Auch hier wird wieder so getan, als hätte es nie Wettbewerb gegeben... Die einen Bands und Musiker werden gehört, die anderen nicht. Die, die gehört werden, verdienen Geld, die anderen nicht. Keiner hat einen Anspruch darauf, Geld zu verdienen, nur weil er irgendetwas macht. Er hat einen Anspruch darauf, wenn er etwas gut macht, und zwar so gut, dass die Menschen bereit sind, dafür zu zahlen.

    Aber "Bezahl mich!" schreit fast jeder. Nur stellt keiner die Frage: Wovon?
    Und wieder: Es ist niemand gezwungen, seine Werke von seinem Label kostenlos bei Youtube einzustellen. Keiner. Und gegen Uploads von Dritten lässt sich trefflich vorgehen. Man müsste nur Youtube auffordern, sämtliche Videos mit den eigenen Inhalten zu filtern und zu löschen. Thema erledigt. Nur: Dann hat man auch - und das wird gern vergessen - keine kostenlose Werbung. Denn das ist die andere Seite der vermeintlichen "Kostenlos-Mentalität": Die Labels und Publisher wollen Youtube für die Unterhaltung ihrer Kanäle auch kein Geld bezahlen. Würde Google das einführen, gäbe es einen Label-Exodus... nur sagt das kein Unternehmer laut, denn sonst könnte man nicht über die böse, böse Kostenlos-Mentalität meckern, derer man sich selbst bedient...

    Ganz ehrlich? Vielleicht in eine bessere Welt. Muss Geld denn über allem stehen? Leben wir nicht in einer Überflussgesellschaft? Was spricht eigentlich dagegen, jeden zur Arbeit zu verpflichten und ihn im Gegenzug mit allem zu versorgen, das ihm ein glückliches und gesundes Leben ermöglicht? Ohne Geld. Jeder arbeitet für die Gesellschaft. Jeder ist versorgt. Keine Patente. Keine Unterschiede. Keine Klassen - nur Dienstränge anhand von Fähigkeiten wie Führung, Wissen, Talent, Geschick und Arbeitsqualität. Freie Information. Freie Bildung. Freie Entwicklung. Kein Geiz. Keine Gier (höchstens nach gesellschaftlichem und wissenschaftlichem Fortkommen). Roddenberry in Reinkultur.
    (Jaja, ich hör schon wieder die "Kommunismus"-Schreie... :rolleyes:)

    Ich gehöre übrigens zu denen, die Inhalte kostenlos anbieten. Im Internet. Ohne Werbung. Ich stecke da mein eigenes Geld rein, für ein höheres Ziel. Und ich investiere Arbeit - vom Zeitaufwand her könnte ich das locker hauptberuflich machen. Nur gibt es damit kein Geld zu verdienen. Ich tue es trotzdem. Was muss ich bloß für ein verkommenes Individuum sein... :rolleyes:
     
    #12
    User 76250, 18 September 2013
    • Danke (import) Danke (import) x 4
  13. User 135968
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    nicht angegeben
    Fotografie + Redakteure + Nachrichten
    • Fotografieren kann heute jeder, es ist realitv billig und da müssen sich die Fotografen Heute viel mehr anstrengen als damals, die professionell rüber kommen wollen. Meißtens erkennt man eher nur noch professionelle Fotografen an ihrem teuren Equipment und wenn sie ein Studio haben. Bezahlt werden sie von den Kunden.
    • Redakture sind dann heute nur so gut, wie schnell sie an Informationen kommen. Indem wie die Zeitschriften kaufen, werden die davon denke ich, bezahlt.
    • Nachrichten lese ich zwar generell selten, aber auch gerne im Internet, weil man oft auch seine Meinung kund tuen kann. Was man mit einer Zeitung nicht so kann, außer die Leute damit nerven, die um einen rum stehen. Bezahlt werden die Leute halt auch durch uns.
    Kreativität + ?Apple-Produkte?
    • Was ist kreativ? Wer bestimmt was kreativ ist? Einfach, je mehr Leute ein Werk gut finden um so "kreativer" ist es (meinen die Leute). Dazu zählt aber auch noch die Marketingstrategie. Und bei Bildern, welche Geschichte dahinter steckt. Da gibt es so einen kleinen Test. Jemand hat ein Bild in eine Galerie gestellt und das waren einfach nur Farbkleckse ohne sinn drauf geklatscht. Die meißten gingen einfach nur dran vorbei. Dann kam der "Künstler" der eine Geschichte dazu erzählt hat und promt, gab es schnell welche die das Bild dann viel besser fanden... Für mich ist Kerativität nur das, was von der Masse raussticht. Wie bei Salvador Dali, er wollte nicht mit dem Strom schwimmen, seiner Zeit, sonder dagegen und das hat ihn berühmt gemacht und auch durch sein Image.
    • Sind sie Kreativ? Ehrlich? Sie unterscheiden sich optisch kaum von allen anderen anbietern. Die meißten die jetzt sofort Ja gedacht haben, sind der Marketingstradgie auf dem Leim gegangen. Apple wurde nur durch Marketing/Werbung groß und nicht durch Innovation und Kreativität. Zudem ihr auch sehr viel für das Logo mit bezahlt.
    Pornovideos in Sexshops + Pornos aus dem Internet
    • Pornos im Sexshops sind meines erachtens eh bald Geschichte, diek aufen nur Leute die nicht auf Pornoseiten wollen, oder kein Internet haben. Oder was im Regal stehen haben wollen. Die Pornoporduktionen werden vom Kunden bezahlt und ich meine auch, dass sich die meißten Pornostars mittlerweile auch im Internet noch was dazu verdienen.
    • Pornos im Internet sind einfach zu bekommen. Es ist von allem was da. Und wieso kaufen, wenn sich Milliarden Hobbybumser filmen lassen und sich im Internet zeigen wollen? Es kostet den Hobbyfilmern auch nicht viel, bis meißtens garnix. Siehe Webcam usw. Da kann die Pornoindustrie nur noch mit sehr hoher Qualität punkten und richtigen Pornostars. Aber die meißten Pornos im Internet, die man auf gewissen Seiten streamen kann, sind meißtens nicht 30+ Minuten lang, sondern viel kürzer. Und ich würde auch mal sagen, wer lädt sich denn noch Porno-DVDs runter?
    Musik + Hobbykünstler der Musikwelt
    • Die Musikindustrie... Verhasst von vielen. Da sie nie lernt, nur wenn man ihr ans Bein pinkelt. Was viele getan haben und nur deswegen gibt es vermehrt Seiten, die Musik auch online anbieten und einen probehören lassen. Die Musikindustrie hat sich stur gegen Musik im Internet gestellt. Heute ist das natürlich anders geworden, mittlerweile. Doch hat sie immer noch nicht gelernt, dass CDs und DVDs nicht mehr lange da sein werven, als Datenträger für Musik. Also bleiben die CDs DVDs weiterhin teurer als sie sein müssten. Künstlich hochgetriebene Preise durch "Bonus-Musik" teuren Covers und Inlays usw. Und manche Preise sind echt gepfeffert im Internet, da fragt man sich, wieso ein Song 1 Euro kostet, und man dann mal mehr, oder genau so viel zahlt für die ganzen Songs, als wenn man eine CD kauft... Jedenfalls war das einst so, wo die Musikindustrie das Internet entdeckte. Seitdem, ist schon eine weile her, hab ich mich auch nicht mehr für interessiert.
    • Dann gibt es noch die Hobbykünstler, die höre ich mir nun am ehsten an und sie sind meißt Kostenlos. Und auch nicht schlechter als die "Profis" die vermarktet wurden. Zumal die meißten "Profis" eh das meißte Geld mit öffentlichen Auftritten bekommen.
    Und allgemein zu der Lage, wie ich finde, wie sich alles entwickelt. Du Musikindustrie wird endlich ihr Machtmonopol verlieren und das Internet wird mehr an Bedeutung gewinnen. Zudem gibt es immer mehr Websites wo man Musik kaufen kann, Videos kaufen kann usw. und es kaufen wirklich viele. Und es werden immer mehr. Und es waren nie wirklich sehr viele, die alles gesaugt haben. Es waren aber sicher schon einige, aber so viel wie die Musik- und Filminustrie meint, warens auf keinem Fall. Und zu Fotografien die man ins Internet stellt, oder allgemein Bilder - es ist verboten, sie zu nehmen, ohne zu fragen, man darf sie nicht als seine ausgeben. Da kann man angeklagt werden. Wenn man jemanden trifft, der sowas vor hat.

    Urheberrecht, schön und Gut, aber so knall hart, sollte man das nicht sehen wie die Musikindustrie z.B.!
     
    #13
    User 135968, 19 September 2013
  14. GreenEyedSoul
    0
    Das gehört aber doch alles zusammen. Die Artikel sind nur selten qualitativ hochwertig, weil eine aufwändige Recherche viel kostet. Das Geld haben die Tageszeitungen nicht. Daher leidet die Qualität.

    Die taz hat es ja auch mal mit Social Payment versucht und ein freiwilliges Bezahlsystem online eingeführt, aber so er Reißer war das wohl offenbar auch nicht, da es wieder abgeschafft wurde.

    Für die Verlagsbranche ist auf lange Sicht wohl auch Crowdfunding eine geeignete Alternative. Aber was bei den Tageszeitungen passieren soll, damit es wieder läuft, ist mir auch völlig schleierhaft.

    Ich lese meine regionale Tageszeitung täglich und auch sehr gern und kann nicht so wirklich nachvollziehen, warum man darauf verzichtet. Gerade die regionalen Neuigkeiten interessieren mich schon sehr, dafür bin ich viel zu neugierig. :zwinker:
     
    #14
    GreenEyedSoul, 19 September 2013
  15. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    348
    4.726
    nicht angegeben
    Da muss man aber auch ein bißchen die Henne-Ei Frage stellen. Die Qualität der Zeitungen läßt ja nicht erst seit gestern nach. Man muss sich doch fragen, warum Geld für die Inhalte fehlt. Und da ist es eben nicht nur mangelnder Umsatz, sondern auch, dass die Medien heute mehr denn je in großen Konzernen gebündelt sind und viel renditeorientierter als noch vor ein paar Jahrzehnten wirtschaften müssen.

    Fakt ist auch: Die ganze Medienbranche ist, was Geschäftsmodelle angeht extrem unkreativ. Fast alles, was jetzt im Internet so geht, wurde doch erst von kleinen und oder freien Anbietern vorgelebt, die großen der Branche sind da beileibe keine Vorreiter oder gar Ideengeber.
    Alleine schon, dass man ewig gebraucht hat, Musik kostenpflichtig im Internet anzubieten und dann noch fast dasselbe Geld haben wollte wie für eine CD :rolleyes:
    Oder das die Verlage ihre Zeitungen zuerst mal 1:1 als starre Inhalte umgesetzt haben, anstatt die Möglichkeit zu nutzen, ihr Sortiment irgendwie als eine Art interaktives Portal zu bündeln.

    Kommunikation und eben auch Verbreitung von Medien läuft heute im Internet einfach zu einem ganz großen Teil über Google, Twitter, Youtube, Facebook usw.
    Ist da eine Ressource eines großen Medienimperiums dabei - Fehlanzeige; wenn überhaupt wurde nur zugekauft. Das sagt imho schon viel über die Unkreativität der Medienbranche aus. Sie haben schlicht gepennt und jetzt gibt es ZURECHT die Quitting.
     
    #15
    Schweinebacke, 19 September 2013
  16. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    3.050
    Single
    Du findest es also in Ordnung, wenn der Produzent einer Gratiszeitung sich darüber beschwert, dass die Menschen dafür nichts zahlen? Ist das Deine Logik?
    Denn nichts anderes passiert auf den Webseiten von SpOn, Stern, Zeit, Süddeutsche oder taz.

    Im Gegenteil - eigentlich war das ein Erfolg. Denn: Das ökonomische Prinzip der heutigen Marktwirtschaft strebt eben nicht nach einem der beiden Ideale der Lehre: a) Gleicher Ertrag bei niedrigeren Kosten, oder b) Höherer Ertrag bei gleichbleibenden Kosten. Was heute betriebswirtschaftlich versucht wird, ist das in der Lehre als utopisch bezeichnete Optimum-Prinzip: Höherer Ertrag bei niedrigeren Kosten.

    Das bedeutet auch, dass - unterstellt man, dass alle Akteure in einem Markt wirtschaftlich vernünftig denken, was ja immer wieder Grundlage theoretischer Modelle und daraus resultierender politischer Forderungen ist (vor allem bei AfD-Lucke) - ein Akteur kein Geld zahlt, zu dessen Zahlung er nicht verpflichtet ist, denn sonst macht er Verlust. Dennoch haben sich bei der taz einige Leser gefunden, die trotzdem dafür bezahlt haben, obwohl keine Pflicht dafür bestand. Dieser Umstand war ein Erfolg und hätte den Verlag durchaus zu einer Paywall inspirieren können. Dass diese ausbleibt, hat lediglich politische Gründe (denn dann gäbe es gar kein frei zu lesendes linkes Medium mehr).

    Muss es denn zwanghaft laufen? Mit derart vielen Blättern? Warum müssen ausgerechnet Verlagsprodukte, von denen es nun wahrlich eine Vielzahl gleichartiger gibt, eine Bestandsgarantie haben? Warum gilt nicht das gleiche für sie wie für den x-ten Hersteller von Tomatensuppe, der auch keine Garantie dafür verlangen kann, dass ihn eine Menge von x Menschen kaufen bzw. kaufen können? Wir zwingen doch keinen Supermarkt, jedes Tomatensuppenprodukt eines jeden Herstellers im Regal stehen zu haben, warum soll das für Zeitungen gelten? Und vor allem: Warum schreien vor allem die Medien am lautesten nach marktwirtschaftswidrigen Bestandsgarantien, die am lautesten gegen vermeintlich marktwirtschaftswidrige Mindestlöhne poltern?

    Aber ein Ansatz wäre beispielsweise die Rückkehr zum kompetenten Qualitätsjournalismus anstelle billiger PR und noch billigerem Boulevard. Damit meine ich beispielsweise wieder das eigene Link wurde entfernt und nicht das Outsourcen an externe "Experten". Und natürlich Abkehr von der Gleichschaltung - siehe die Snowden-Geschichte.

    Zitat aus dem obigen Link:
    Das gilt 1:1 auch für die deutsche Journaille.
     
    #16
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31 August 2017
    User 76250, 19 September 2013
  17. User 4590
    User 4590 (33)
    Planet-Liebe ist Startseite
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    9.731
    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Ich surfe auf dem iPad mit einem Browser mit AdBlock - geht also durchaus.
     
    #17
    User 4590, 19 September 2013
  18. JohnCDenton
    Öfters im Forum
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    119
    vergeben und glücklich
    Ehrlich gesagt: Wenn ich mir anschaue wie viel Werbung auf den meisten dieser Seiten integriert ist, und wie viel Scripte darüber hinaus im Hintergrund laufen und für alle möglichen anderen Seiten (wie Facebook und Google) Daten sammeln ohne Ende, frage ich mich nicht mehr, wie die Seiten mit ihrem "kostenlosen" Angebot Geld verdienen.
     
    #18
    JohnCDenton, 24 September 2013
  19. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Ist das nicht ein Widerspruch? Einerseits über die tendenziöse Berichterstattung klagen, andererseits lediglich eine Quelle für deine Nachrichten zu beziehen?
     
    #19
    BrooklynBridge, 24 September 2013

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