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Großes Problem - sehr lang.

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Grönlandhai, 5 August 2007.

  1. Grönlandhai
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo Leute,

    ich habe schon sehr, sehr lange ein großes Problem... vielleicht kann mir einer der Hobbypsychologen :zwinker: hier weiterhelfen.

    Das GAnze ist eine lange und recht wirre Geschichte, ich versuche mal, sie so einigermaßen in eine verständliche Reihenfolge zu bringen.

    Ich bin mit meiner Freundin seit fast zweieinhalb Jahren zusammen, zwischendurch waren wir mal zwei Monate getrennt - warum, folgt später, ist Teil (oder eher eine Folge) des Problems. Sie ist meine erste richtige Freundin - ich war ein typischer Spätstarter, sie hatte schon ein paar Freunde vor mir.
    Wir sind die allermeiste Zeit sehr glücklich miteinander, können uns beide vorstellen, noch seeeeehr lange und vielleicht sogar für immer zusammen zu bleiben, wobei man mit letzterem natürlich vorsichtig sein sollte - wir sind ja beide "erst" 20. Wir haben aber viele Interessen gemeinsam, unternehmen viel zusammen, verstehen uns halt und können uns im Ernstfall auch mal richtig fetzen und wieder versöhnen.

    Leider Gottes hatten wir bis jetzt keinen Geschlechtsverkehr, obwohl wir beide wollen, warum, ist eine lange und andere Geschichte in der vor allem lange Krankheit, Schmerzen und strenge Eltern eine Rolle spielen. Ansonsten aber Petting, OV usw... halt kein richtiger Sex, aber das dürfte bald soweit sein, die Zeichen stehen gut. :zwinker: Ich schreibe das nur, weil es vielleicht später wichtig sein könnte, bin mir aber nicht sicher.

    Jetzt zu meinem Problem: Ich bin drei, vier, sechs Wochen froh und glücklich mit ihr, habe absolut keine Zweifel an meiner und ihrer Liebe und unserer Zukunft. Und dann kommt wieder eine oder zwei Wochen, die für mich die Hölle sind. Plötzlich zweifele ich, ob ich sie überhaupt liebe und mit ihr zusammen bleiben will... oder viel eher: Ich bin abwechselnd deprimiert, wo es sich so anfühlt, als ob meine Gefühle unter einem Panzer liegen und nicht raus können, und dann wieder einfach von allem inklusive ihr genervt und fühle mich irgendwie gefühlskalt. Die Gefühle sind so schwer zu beschreiben... manchmal habe ich solche Sehnsucht nach ihr, dass ich mitten in der Nacht noch spontan zu ihr fahre, kriege dann aber wieder eine halbe Krise und bin nur noch traurig, wenn ich bei ihr bin und sehne mich danach, einfach wieder so glücklich mit ihr zu sein wie vielleicht noch zwei Tage zuvor. Manchmal habe ich auch das Gefühl, sie sei jemand völlig Fremdes, obwohl ich sie wirklich so gut kennen wie kaum jemanden (ach was...). Ich weiß, dass es jedes Mal wieder vorbei geht, und doch habe ich jedes Mal Angst, dass es für immer so bleibt.
    Das Ganze kommt völlig unberechenbar und geht genau so unberechenbar wieder... manchmal kommt es nach einem heftigen Streit, manchmal aber auch nach einem gemütlichen Knuddelabend, und einmal sogar, als ich mit meinem Saxophon auf der Bühne stand und sie weit und breit nicht in Sicht war!
    Manchmal geht es mir nach einem gemütlichen Abend mit ihr wieder gut, manchmal nach gemeinsamen Unternehmungen und manchmal auch, wenn ich sie einfach ein paar Tage nicht gesehen habe und nur täglich kurz mit ihr telefoniert habe.
    Wenn ich in so einer Phase stecke, geht es mir auch seltsamerweise oft (wenn auch nicht wirklich lange) ein wenig besser, wenn ich mich irgendwie entspanne - nach einer Dusche, nach einem der berühmten gemütlichen Abende, oder wenn ich einfach schön müde bin.
    Ich bin in diesen Phasen auch allgemein oft gefühlsmäßig seltsam drauf - wenn ich zum Beispiel Lieder höre, die sonst bei mir sehr positive Emotionen auslösen, kommen mir plötzlich die Tränen, weil's sich alles so seltsam anfühlt.

    Soweit das Problem... halt hin und wieder mal ein paar Tage bis ein, eineinhalb Wochen (einmal hat's drei Wochen gedauert - aber da war ich im Abistress), dann bin ich wieder so glücklich, als ob nichts gewesen wäre.

    Unsere Trennung damals (nach einem halben Jahr ungefähr) hing halt damit zusammen - ich dachte, als das anfing, dass ich sie nicht mehr liebe, und habe nach der Trennung erst gemerkt, wie wichtig sie mir war.
    Sie weiß einigermaßen, was los ist, und ist in den Phasen auch sehr verständnisvoll und immer für mich da, was zwar, wenn ich dann gerade so alles anzweifele, für mich nicht einfach ist, aber im Endeffekt doch immer sehr gut tut.

    Was vielleicht noch interessant ist - sie hat im April angefangen, 350 km von hier zu studieren, und es hat halt anfänglich in unserer Beziehung eine massive Krise gegeben, das übliche halt, wenn einer anfängt zu studieren und der Partner noch im Zivildienst verrottet. Jedenfalls hätten wir uns fast getrennt (sie sich von mir bzw. ich mich von ihr weil sie fast fremd gegangen wäre...). Tatsache ist, dass mir in dieser Zeit wieder einmal klar geworden ist, wie viel sie mir bedeutet und wie wenig ich sie verlieren möchte.

    Soweit so gut... ich hab das Gefühl, dass sich das einfach nur krank anhört. Ich habe einfach Angst, dass ich es irgendwann einfach nicht mehr aushalte, sie verlasse, obwohl ich sie eigentlich liebe, und das unter Umständen in der nächsten Beziehung, die ja zwangsläufig irgendwann käme, genau so laufen würde.
    Inzwischen hab ich teilweise in meinen guten Phasen schon Bauchschmerzen, weil ich Angst habe, dass es mir morgen wieder scheiße gehen könnte... die gehen dann zwar weg, wenn ich bei ihr bin, kommen aber irgendwann wieder...

    Hat irgendeiner irgendeine Idee, was das sein kann?
    Bin ich einfach beziehungsunerfahren und mache mich zu sehr verrückt?
    Stimmt irgendwas in meinem Kopf nicht, sollte cih mich vielleicht mal zum Psychotherapeuten bewegen?
    Oder was sonst?
    Ich hab mir auch schon mal gedacht, dass ich mir die Liebe vielleicht nur eingebildet habe... aber kann man aus Einbildung so oft, so lange so glücklich sein? Ich bin mir die meiste Zeit sowas von sicher, dass ich sie über alles liebe, trotz des Wissens um meine Phasen...

    Kann mir jemand helfen? Ich hab das Gefühl, vollkommen abzudrehen...
     
    #1
    Grönlandhai, 5 August 2007
  2. Flocke81
    Flocke81 (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo

    ich denke du machst dich einfach zu sehr verrückt. Vielleicht auch weil es deine erste richtige freundin ist.
    Vielleicht solltest du etwas gelassener sehen und nicht zu verkrampft. Du machst dir zu viele gedanken wo wahrscheinlich unnötig sind und deshalb hast du diese momente.

    Gedanken sind ja nicht schlecht aber sollten an der richtigen stelle sein. Du machst dir ja beii schönen momenten schon sorgen wann die negativen kommen.

    Also höre auf damit und versuche dich auf das schöne zu konzentrieren.

    Gruß Flocke81
     
    #2
    Flocke81, 5 August 2007
  3. Grönlandhai
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Danke erst mal für die schnelle erste Antwort...

    Ich hab das Problem schon seit fast zwei Jahren, und darauf bin ich auch schon gekommen... aber mich einfach nicht verrückt machen funktioniert einfach nicht. Seltsamerweise - ich mache mich sonst eher selten verrückt und bin eigentlich gnadenloser Optimist, wenn ich nicht gerade wieder wegend es Beschriebenen so mies drauf bin.

    Gibt's irgendeinen Tipp, wie man sowas in den Griff bekommt?
    (Außer "Alkohol trinken" vielleicht... nach ein, zwei Weinchen geht's mir auch meist wieder gut, weil ich einfach schön entspannt bin, aber 'ne Lösung ist das ja auch nicht...)
     
    #3
    Grönlandhai, 5 August 2007
  4. Aquariuslove
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hey,
    ich kenne deine Gefühle gut. Von mir selber. Meine längste Beziehung ging 2 Jahre und in dieser Zeit kamen bei mir auch mehrere seelische Hochs und Tiefs.

    Ich weiß, dass das bei mir mit einem großen Freiheitsdrang zusammenhängt. Fühle mich schnell eingeengt. Trotzdem habe ich meinen Freund über alles geliebt! Aber in schlechten Momenten (Tagen/Wochen) habe ich über Trennung nachgedacht und hatte keine Lust auf Sexualität mit ihm.

    Besonders stark waren aber meine negativen Phasen, wenn ich das Gefühl hatte, mein Ex-Partner klammere dolle. Z.B. wenn er jeden Tag um die gleiche Zeit telefonieren wollte oder das mehrmals am Tag und sich das über eine längere Zeitspanne hinzog (z.B. mehrere Tage hintereinander), mich jeden Tag sehen wollte... immer diese festen Zeitabmachungen... und dazu dann noch Routine! Dann bekomme ich das Gefühl, "ausbrechen" zu wollen.

    Ich bin ein Mensch, der auch genügend Zeit für sich selbst braucht und wenn ich die habe, abschalten kann von allem, mich ausruhen kann, in Ruhe nachdenken kann oder was auch immer, dann fühle ich mich seelisch ausgeglichener und dann bin ich auch positiver meinem Partner eingestellt. Ich kann ja nichts dafür, ich bin eben so. Hatte immer schon dieses große Bedürfnis danach, auch mal meine Ruhe zu bekommen. Wenn ich aber länger starkem Druck oder viel Stress ausgeliefert bin, bin ich innerlich sehr angespannt, reagiere gereizt auf die Umwelt und eben leider auch schnell genervt oder zickig auf meinen Partner.

    Vielleicht sollte man in diesem Fall lernen, wie man seine innere Ruhe finden kann. Innere Kraft oder so.. Vielleicht Yoga oder andere Entspannungsübungen um wieder zu sich selbst zu finden. Habe ich aber noch nicht ausprobiert, da ich derzeit keinen Partner habe und ich auch etwas Angst habe eine neue Partnerschaft einzugehen, da ich ja weiß, dass ich nicht immer einfach bin...

    Liebe Grüße.
     
    #4
    Aquariuslove, 5 August 2007
  5. Cloud
    Verbringt hier viel Zeit
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    offene Beziehung
    Zunächst mal, wenn du dich mit deinen momentanen Gefühlsumbrüchen wirklich nicht zufrieden bist, dann hilft ein gang zum Therapeuten sicherlich, schliesslich sind die dafür ja da..

    Ich will mal, ganz wertefrei und nicht direkt auf dich bezogen, anmerken, dass die Schleife der Gefühlsachterbahn (glücksgefühl: max.7 Wochen -> stressgefühl 1 Woche, max. 3-4) anzeichen für ein psychisches Problem ist (welchen Grades auch immer, Borderline..) und sich daraus eine Senkung der eigenen Psyche und Selbstwertgefühls und Steigerung des Suchtgefahr ergibt (alkohol).

    Ich kann nur den Tip geben, die Selbstliebe zu finden, sich nicht abhängig machen von seiner Freundin und in erster Linie versuchen, ein eigenes, selbstständiges und erfolgreiches Leben aufzubauen.
    Das Glück in seinen Hobbys zu finden und sich emotional nicht von Menschen abhängig machen.
    Dieser Tip ist die Lösung für 90% aller Probleme.
     
    #5
    Cloud, 5 August 2007
  6. Grönlandhai
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    22
    86
    0
    vergeben und glücklich
    Freiheitsdrang ist ein gutes Wort... ja, der ist bei mir zum Beispiel sehr ausgeprägt. Und Zeit für mich selbst brauche ich definitiv, einfach zum Ausruhen und meinen Kopf entrümpeln.

    Selbstwertgefühl ist auch sowas... ich war halt früher so ein schüchterner kleiner Streber (nicht wirklich Streber... aber halt Klassenbester und von allen gehasst :angryfire ), der in der Schule gehänselt wurde und sich bei Mädels ungeschickt angestellt hat... dann war ich ein Jahr in den USA und habe quasi "zu mir" gefunden, alles gemacht, was ich schon immer mal machen wollte (weil mich ja keiner von vorher kannte und ich endlich raus aus meiner Haut konnte), mich äußerlich völlig verändert und ganz gut Selbstbewusstsein aufgebaut. Aber 'ne gewisse Portion Unsicherheit ist natürlich geblieben, die hier denke ich auch 'ne Rolle spielt.

    Suchtgefährdet bin ich definitiv... aber nach einer Phase echt exzessiven Alkoholkonsums geht's jetzt seit einiger Zeit wieder, und ich hab auch nicht vor, es wieder so zu übertreiben.
    Borderline halte ich aber auch für'n Gerücht... nicht, dass es mir peinlich wäre, aber ich hab mir die Symptomatik noch mal durchgelesen, und nach der international üblichen Definition hab ich das nicht (nach dieser Definition gibt es auch keine "leichten Fälle", sowas nennt man dann anders.)

    Hobbies hab ich genug... nein, quasi nur eins, ich bin Musiker... aber dafür geht bei mir so viel Zeit drauf, dass meine Freundin auch schon mal gemeckert hat. Aber inzwischen krieg ich das ganz gut unter einen Hut.

    Meine Freundin hat mir übrigens autogenes Training empfohlen... mal sehen, irgendwas werde ich jedenfalls tun, so wie's jetzt ist gefällt's mir nicht besonders.

    Vielen Dank für eure Antworten... hat mir auf jeden Fall weiter geholfen. Wenn noch einer 'ne Idee hat, kann er natürlich noch weiter posten...
     
    #6
    Grönlandhai, 6 August 2007

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