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Freundschaft Gute Freundin ist magersüchtig

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Lorca, 1 September 2009.

  1. Lorca
    Sorgt für Gesprächsstoff
    55
    33
    2
    nicht angegeben
    ----
     
    #1
    Lorca, 1 September 2009
  2. der_eine
    der_eine (35)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    0
    Single
    Hm, das ganze klingt echt schlimm und viel kann ich auch nicht, dazu sagen, aber vielleicht kannst du ja versuchen, dass sie sich nicht mehr so auf die Menge beim Essen konzentriert sondern auf den Genuss des Essens.

    Ganz konkret: Wenn ihr ne Pizza essen wollt macht doch einfach eine selbst, belegt sie so wie es euch gefällt usw. Sie muss ja nicht viel davon essen, aber sie sollte es möglichst genießen können finde ich.

    gruß
     
    #2
    der_eine, 1 September 2009
  3. unskill3d
    unskill3d (24)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    187
    43
    7
    Single
    Diesmal muss ich ausnahmsweise der_eine mal voll und ganz Zustimmen! Die Idee ist sehr gut. Die andere frage ist ob sie darauf Lust hat!
     
    #3
    unskill3d, 1 September 2009
  4. Lorca
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    55
    33
    2
    nicht angegeben
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    #4
    Lorca, 1 September 2009
  5. der_eine
    der_eine (35)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    9
    26
    0
    Single
    Ja, vllt kannst du den Genuss ja irgendwie aus ihr rauskitzeln. Du weißt doch sicher was sie zumindest früher gerne gegessen hat? Vllt auf diesem Weg?

    Wahrscheinlich wirst du nicht viel machen können als hoffen, dass die Therapie bei ihr wirkt...

    Aber hast du ihr irgendwie schonmal versucht bewusst zu machen, dass es ungesund ist oder sie mal mit anderen verglichen? So dass ihr irgendwie klar wird, dass das nicht gut für sie ist?

    Wenn du den Grund kennst warum sie abnehmen will, könnte dir das vllt helfen ihr zu helfen?
    lebt sie eigtl noch bei ihren eltern?
     
    #5
    der_eine, 1 September 2009
  6. Miss_Marple
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Du kannst ihr nicht helfen. Du kannst für sie da sein und ihr eine Stütze sein, wenn sie bereit ist die anzunehmen, aber mehr auch nicht. Eine essgestörte Person auf ihrem Weg zu begleiten, ist auch für Angehörige und Freunde verdammt anstrengend und nervenaufreibend. Unterschätz das nicht.

    Deine Freundin braucht professionelle Hilfe, keine gut gemeinten Tipps und Bemühungen von Dritten, die es zwar lieb meinen und echt besorgt sind, aber im Grunde doch auch völlig hilflos und überfordert angesichts der Krankheit.
    Mit ihr essen ist schön und gut, aber das Risiko ist groß, dass sie eine Show für dich abzieht. Sie isst und kotzt (kann man lernen) oder sie isst und treibt hinterher exzessiv Sport oder sie tut als würde sie essen, aber in Wirklichkeit verschwindet die gute selbstgemachte Pizza sonst wo. Du machst dir keine Vorstellung davon, was es für Tricks gibt...
    Die Bereitschaft zu einer Therapie muss von ihr selbst kommen. Solange sie nicht zusammenbricht und ihr Leben akut in Gefahr ist, gibt es keinen Grund, sie gegen ihren Willen in eine Klinik einweisen zu lassen.

    Hier, aber auch auf magersucht.de und magersucht-online.de findest du Informationen und Tipps für Angehörige.
     
    #6
    Miss_Marple, 1 September 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 2
  7. coconut.
    coconut. (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    2
    vergeben und glücklich
    Ich kenne das Problem. Eine Freundin von mir ist ebenfalls auf dem besten Weg magersüchtig zu werden.
    Ihre Arme und Beine sind total dünn, schaut einfach schrecklich aus (v.a. im Bikini...!)

    Sie ist die Freundin des besten Kumpels meines Freundes... hab dem gesagt er soll sie zum essen motivieren aber das klappt nicht. Früher war sie eher mollig.

    Nun treibt sie Sport (jeden Abend fast 2h!! auf dem Hometrainer), isst nichts, bzw. nur Magerjogurts, Früchte und Cola Zero...

    Ich glaub ich werd demnächst nochmal mit ihr darüber reden und ihr die Risiken einger Magersucht aufzeigen.
     
    #7
    coconut., 1 September 2009
  8. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier
    6.476
    183
    26
    Verheiratet
    Eine sehr gute frühere Freundin von mir wurde zu Schulzeiten auch magersüchtig. Neulich fiel mir ein Bild von ihr in die Hände - man sah ihr die Magersucht schon an, wenn sie komplett angezogen war. Da war nur noch Haut und Knochen. Sie erzählte mir auch mal, dass sie ihre Tage schon nicht mehr bekommen hätte und einfach aufgehört hat zu essen. Wollte ihr jemand was geben, nahm sie es dankend und lieb lächelnd an und warf es in den nächsten Mülleimer. So merkte auch keiner, dass sie magersüchtig war - bis sie im Sportunterricht in der Schule einfach mal umkippte und sich dort dann sogar weigerte, den Zuckerwürfel zum Pushen des Kreislaufs zu lutschen, den unsere Sportlehrerin ihr geben wollte.

    Jedes Gespräch war damals komplett sinnlos - sie hat da nicht mal drüber geredet. Bis wir im Freundeskreis irgendwann einen Ausraster bekommen haben und sie zu mehreren in die Mangel genommen haben. Da hat sie es dann zugegeben. Da gleichzeitig auch ihre Eltern es herausfanden, wurde sie praktisch gezwungen, wieder mit Essen anzufangen. Zuerst klappte das auch, aber ihr Verhältnis zum Essen war total gestört und so entwickelte sich dann später eine Ess-Brech-Störung (also weitgehend normal leben, dann irgendwann kam der totale Fressanfall und direkt danach hat sie sich total vor sich geekelt und alles wieder erbrochen).

    Es hat Jahre gedauert, ehe sie das im Griff hatte. Inzwischen geht es, aber da war auch ein stationärer Aufenthalt in der Klinik dabei.

    Ich stimme Miss Marple in allen Punkten zu. Jemanden mit einer Essstörung zu begleiten, kostet unendlich Nerven und Kraft. Weil es einfach nicht zu verstehen IST - und man gar nichts machen kann. Wichtig wäre ja auch herauszufinden, WARUM sie so eine Essstörung hat, und das kannst nicht Du leisten, dafür benötigt die Freundin von Dir professionelle Hilfe! Und die nützt ihr nur etwas, wenn das nicht gegen ihren Willen geschieht...
     
    #8
    SottoVoce, 1 September 2009
  9. Lysanne
    Verbringt hier viel Zeit
    3.353
    123
    3
    Verheiratet
    Hallo!

    Auch ich muss dir leider sagen, dass du für deine Freundin nichts tun kannst. Das kann nur professionelle Hilfe! Und dazu muss sie aus freien Stücken bereit zu sein. Klar wissen wir, dass Essen wichtig ist, um am Leben zu bleiben, aber deine Freundin hat eine Krankheit, sie sieht nicht, wie dünn sie schon ist. Du kannst als Freundin nur für sie dasein und ihr deine Hand anbieten. Ich kenn mich leider damit nicht aus, aber vielleicht könnt ihr ja mal zusammen zu einem Therapiegespräch gehen. Du solltest ihr das anbieten, damit sie weiß, dass wenn sie bereit dazu ist, sie eine helfende Hand hat.

    Mehr geht wirklich nicht, du siehst ja selbst, du gehst daran kaputt. Du hast deine Freundin lieb, willst nur das Beste für sie, aber das ist ihr eigenes Leben. Und bevor sie sich nicht selbst eingesteht, dass sie ein Problem hat, dass ihr geholfen werden muss, kann man sie noch so doll zum Essen überreden, sie ist nur genervt und macht dicht.

    Was ist denn ihr Lieblingsessen? Eventuell kannst du sie ja damit zum Essen "überreden"?!

    Ich wünsche euch Beiden viel Kraft und hoffe, dass sich alles zum Guten wendet.

    LG
     
    #9
    Lysanne, 2 September 2009
  10. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    2.618
    Verheiratet
    Es bringt ja nichts, wenn du ab und an mit ihr etwas kochst oder essen gehst. Du kannst sie fragen, ob ihre Eltern davon wissen, du kannst sie fragen, ob sie noch in Therapie ist, du kannst mit ihr zu einer Selbsthilfegruppe gehen, du kannst mit ihr im Internet über Magersucht lesen, ihr Fotos zeigen, Bücher kaufen, Filme angucken ... alles zu dem Thema, von Menschen, die es geschafft haben, wieder einen halbwegs geregelten Tagesablauf zu haben, der sich nicht um's Essen dreht.
     
    #10
    xoxo, 2 September 2009
  11. User 65149
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Magersüchtige kann man nicht zwingen, wieder zu Essen. Schließlich ist es eine Sucht. Der/die Betroffene muss in den meisten Fällen leider von selbst einsehen, dass er sich sonst zu Grunde richtet. Zwang kann oftmals das Gegenteil bewirken und Bilder von extrem Magersüchtigen würde ich mir jetzt auch nicht unbedingt gemeinsam mit ihr angucken, da besteht Triggergefahr.
     
    #11
    User 65149, 2 September 2009
  12. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    598
    5.380
    nicht angegeben
    Es bringt nichts, auf sie einzureden, wütend auf sie zu sein oder auf ihre Einsicht zu hoffen.
    Ein Teil deiner Freundin weiß ganz genau, dass das, was sie tut, nicht richtig ist. Magersucht ist eine Krankheit, und da kannst du mit Worten nicht viel ausrichten, deine Freundin braucht professionelle Hilfe.
    Sie zum Essen "zwingen" wird vermutlich auch nicht viel nützen, wenn du zu sehr auf dem Thema rumreitest wirst du sie möglicherweise sogar eher verschrecken, dass sie sich von dir zurückzieht. Sei für sie da, sei eine Freundin, äußere zurückhaltend deine Sorgen und versuche vom Sinn einer Therapie zu überzeugen.
     
    #12
    BrooklynBridge, 2 September 2009
  13. Lorca
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    55
    33
    2
    nicht angegeben
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    #13
    Lorca, 2 September 2009

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