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wie würdet ihr reagieren??

  1. ich würde ihn sofort anzeigen!

    5 Stimme(n)
    17,9%
  2. er wäre für mich gestorben

    1 Stimme(n)
    3,6%
  3. ich würde dieses Wissen ignorieren und in weiter als Freund akzeptieren

    16 Stimme(n)
    57,1%
  4. ich würde mich wohl langsam ohne großem Aufsehen von ihm entfernen

    6 Stimme(n)
    21,4%
  • Mena
    Verbringt hier viel Zeit
    77
    91
    0
    nicht angegeben
    19 Februar 2006
    #1

    Guter Freund outet sich - Exibitionist, wie würdet ihr reagieren???

    Hallo :zwinker:

    Ich hab folgendes Problem das mich sehr beschäftigt!
    Ein sehr guter Freund und Kollege hat sich gestern bei mir "ausgeweint, geoutet"
    Er lebt seine Sexualität anders aus, ja, er ist seit je her Exibitionist.
    Ich bin die Einzige, der er es anvertraut hat.
    Die Angst seinerseits verstoßen zu werden ist groß...
    Ich bin ziemlich geschockt! Nackt im Wald herumzulaufen und Frauen zu "erschrecken" ??? Wie soll ich jetzt mit diesem Wissen umgehen??
    Ihn verstoßen, ignorieren`?
    Oder so tun, als wüsste ich nichts...

    wie würdet ihr reagieren, wenn euch ein wichtiger Mensch so etwas anvertraut?? :ratlos:
     
  • Numina
    Numina (31)
    ...!
    8.812
    198
    96
    Verheiratet
    19 Februar 2006
    #2
    Das wäre für mich kein Grund eine Freundschaft zu beenden, es sei denn er zeigt sich auch Kinder, da wäre bei mir Schluss.
    Ich würde ihm allerdings raten professionelle Hilfe aufzusuchen und ihn fragen wie er das ganze aus der Sicht seiner "Opfer" sieht.
    An sich ist Exhibitionismus ja nicht gefährlich, es geht ums Zeigen, nicht um mehr.
     
  • Mena
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    77
    91
    0
    nicht angegeben
    19 Februar 2006
    #3
    er zeigt sich vor keinen Kindern,
    er will auch niemanden erschrecken oder angst einjagen...
    ob es da professionell Hilfe gibt wage ich zu bezweifeln?
    es ist eine sexuelle Veranlagung...
    er schämt sich auch dafür, ist nach so einer Begegnung oftmals sehr traurig....es ist ein "Zwang"
     
  • Numina
    Numina (31)
    ...!
    8.812
    198
    96
    Verheiratet
    19 Februar 2006
    #4
    Lies dir das mal durch.
    Es ist durchaus behandelbar und keine Veranlagung, sondern zwanghaftes Verhalten, eine Sexualstörung, die sich behandeln lässt.
     
  • *soulfly*
    Gast
    0
    19 Februar 2006
    #5
    ich denke, der link den marzina gepostet hat, kann dir weiterhelfen :smile:
    ich würde es auch mal bei solch einer beratungsstelle versuchen.
     
  • Numina
    Numina (31)
    ...!
    8.812
    198
    96
    Verheiratet
    19 Februar 2006
    #6
    Es kann ja nicht schaden.
    Auch wenn Exhibitionismus an sich harmlos ist, muss man auch an diejenigen denken, die genötigt werden den Exhibitionisten anzusehen. Ist nicht umsonst strafbar.
     
  • Kuri
    Kuri (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    4.777
    123
    2
    vergeben und glücklich
    19 Februar 2006
    #7
    Und genau der Zwang ist das an der Sache, was es krankhaft macht... er kann nicht anders und so sollte das nicht sein. Daher würde ich ihm auch professionelle Hilfe empfehlen, die Freundschaft kündigen würde ich ihm nicht. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es fallen muss, sich zu outen und Angst haben zu müssen, dass man von seiner Umgebung dann "ausgestoßen" wird.
     
  • einTil
    einTil (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    2.889
    123
    2
    vergeben und glücklich
    19 Februar 2006
    #8
    Eben, und für manche ist so eine Begegnung durchaus traumatich. Ich würde auch darauf hinwirken, das er in Behandlung geht (und wenns dirselber zu viel Druck wird auch selber z.B. mal in der psychosozialen Beratung an der Uni vorbeigehen, und fragen was die so raten).
     
  • büschel
    Gast
    0
    19 Februar 2006
    #9
    naj; wenn er es dir sagt; und erklärt..
    kannste ja an der erklärung sehen, dass du evtl die "heilung" bist..

    kannst ja sagen, dass es dir schon unangenehm wäre, wenn sich fremde frauen bei beschweren würden.. und falls er nicht so schlecht aussieht, dass er sich keine sorgen machen braucht..
     
  • Witwe
    Witwe (36)
    Benutzer gesperrt
    1.985
    0
    3
    nicht angegeben
    19 Februar 2006
    #10
    Ich hätte jetzt nichts gesagt, wenn er bei der Aktion passiv beobachten würde, aber er verschreckt andere damit und das ist nicht gut.
    Dafür gibt es professionelle Hilfen, die ihm einen Weg in eine andere Richtung zeigen können, wie er vielleicht angemessener seine Sexualität ausleben kann und du kannst ihm dabei helfen, wenn du bei ihm bist und ihn nicht abweist.
     
  • Dreamerin
    Gast
    0
    19 Februar 2006
    #11
    ich würde dieses Wissen ignorieren und in weiter als Freund akzeptieren

    Vielleicht nicht direkt ignorieren, sondern schon mit ihm drüber reden. Aber ein Grund, die Freundschaft zu beenden, wäre das nicht. Nie und nimmer, wär mir egal!
     
  • BloodY_CJ
    Verbringt hier viel Zeit
    2.662
    123
    2
    nicht angegeben
    19 Februar 2006
    #12
    Wenn er ein wirklicher Freund von dir ist, dann solltest du es einfach hinnehmen, mit ihm umgehen wie zuvor und ihm vielleicht mit seinen Problemen helfen, soweit du kannst. Jeder hat irgendwo eine Eigenart und solange er damit niemanden gefährdet o.ä. ist das doch auch nicht schlimm oder?!
     
  • Wolf50
    nur 1-Satz Beiträge
    699
    103
    3
    vergeben und glücklich
    19 Februar 2006
    #13
    würde ihm dringend empfehlen, eine Therapie zu machen - es besteht sonst die Gefahr, dass er mal angezeigt wird und größere Probleme bekommt
     
  • Mena
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    77
    91
    0
    nicht angegeben
    20 Februar 2006
    #14
    Ich danke euch für eure Antworten!
    Werde euren Rat befolgen und mit ihm über eine Therapie reden.
    "Fallen lassen" könnte ich ihn ohnehin nicht, dazu ist mir die Freundschaft zu wertvoll.
    Es ist für mich sehr schwierig mit dieser Situation umzugehen :ratlos:
    Merke aber wie er selber leidet, er weiß ja, dass es nicht richtig ist, hat vor allem Angst, dass ihn seine Familie verstößt, da diese streng gläubig ist und für so ein Handeln niemals Verständis hätte.
    Dass er mir sein "Geheimnis" anvertraut hat zeigt von sehr viel Vertrauen und ich werde es nicht missbrauchen.

    L.G. Mena
     
  • Kronos
    Kronos (39)
    Verbringt hier viel Zeit
    818
    103
    16
    Single
    22 Februar 2006
    #15
    Hmm...

    Das ist in der Tat ein nicht unbedingt alltägliches Geständniss...
    Die "Beziehung", die Vertrauensbasis zwischen euch muß wirklich sehr groß sein,
    denn guter (sehr guter) Freund und Kollege hin oder her, die Reaktionen sind ja selten immer Einwandfrei einschätzbar;
    du hättest ihn ja auch melden können...

    Daß er sich von Kindern fernhält ist ihm aber schon einmal hoch anzurechnen.
    Wie genau müßen wir uns das "schämen" und "traurig sein" eigentlich vorstellen (nur so aus Neugier)?

    Ist es ihm (im nachhinein) peinlich, sich so zu präsentieren/präsentieren zu müßen?
    Hat er doch schon einmal jemand "erschreckt" und wird davon belastet/hat Angst vor Konsequenzen?
    War er schon einmal in doch eher gefährlichen oder höchst peinlichen Situationen?

    Hat er noch irgendetwas von "sich" erzählt...? Wie ist er denn sonst so als Mensch...?


    [Nachtrag]
    Übrigens bemerkenswert, wie vielen es im Prinzip so quasi "egal" ist, wenn sich ein Freund/Bekannter so offenbart,
    obwohl er im Prinzip ein Straftäter ist... Freundschaft wird offenbar doch höher als eigentlich angenommen bewertet...
    [/Nachtrag]
     
  • birdie
    birdie (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.938
    121
    0
    vergeben und glücklich
    22 Februar 2006
    #16
    Also verstoßen würd ich ihn mal nicht. Es kommt aber drauf an, wie er seine Sexualität auslebt. Professionelle Hilfe würd ich ihm auf jeden Fall anraten, wenn man zu einem Spezialisten geht können die einem sicherlich helfen, seine Gelüste auf andere Art zu kanalisieren.
     
  • 22 Februar 2006
    #17
    Da kann man doch gut Geld mit verdienen!

    Mach ihm doch mal den Vorschlag, professionell strippen zu lernen oder in Pornos mitzuspielen?
     
  • Kronos
    Kronos (39)
    Verbringt hier viel Zeit
    818
    103
    16
    Single
    22 Februar 2006
    #18
    Die Frage ist nur, ob und - wenn ja - was es ihm bringt/bringen könnte...
    Wenn er den "Kick" als "Stimulanz" braucht beziehungsweise brauchen sollte,
    das Wissen daß seine Aktionen - so quasi - gegen geltendes Recht verstoßen könnten,
    wird er wohl beim Strippen nicht auf seine Kosten kommen...

    Und beim Porno... vielleicht ist er nicht der richtige "Typ" dafür;
    zuwenig Selbstbewußtsein, zu kleines Geschlechtsteil, unvorteilhaftes Äußeres, kein Standvermögen...
    da gibts ja tausend Gründe... und es wäre auch da nichts "besonderes" mehr, da erlaubt...

    Hmm...
     
  • Mena
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    77
    91
    0
    nicht angegeben
    26 Februar 2006
    #19
    Stimmt, wir haben ein wirklich gutes Verhältniss zueinander. Und ich hätte ihn nie "gemeldet",
    und ich denke genau deshalb hat er sich mir anvertraut...
    Nun, er schämt sich etwas, weil er sich (seinen nackten Anblick) den Frauen ja aufdrängt, aufnötigt, wie er es nennt,
    um sexuell erregt zu werden - er meinte, es sei ja eigentlich schon so was wie "sexueller Mißbrauch".
    Er hat zwar auch "richtigen" Sex, aber der ist für ihn nicht so befriedigend als wenn er sich "zeigt" und anschließend selbst befriedigt...
    Über mögliche Konsequenzen macht er sich öfter Gedanken, obwohl noch niemand von ihm geschockt wurde.
    Und gefährliche oder peinliche Situationen gabs auch schon öfter, wie er mir anvertraute...

    Eine frühere Klassenkameradin, die ihn nackt aus dem Unterholz im Wald kommen sah, nachdem er mit der Sb fertig war,
    eine Anzeige (gegen Unbekannt) von einer Gruppe junger Frauen, obwohl die sich - nach seiner Aussage - kaputtgelacht hatten,
    als sie ihn sahen, und gar nicht erschrocken/peinlich berührt oder gar belästigt aussahen.
    Ein anderes mal wurde er von einigen Frauen "verfolgt", die zufällig sahen wie er im Gebüsch onanierte -
    anders als manch andere Exis macht er es nicht vor Publikum - und die wollten wissen, wer das war.
    Mit am peinlichsten war es für ihn, als ihm einmal die Sachen geklaut wurden, die er im Wald versteckt hat, und bei der Polizei abgegeben wurden. Er mußte dann am hellen Tag völlig nackt nach Hause, wurde aber von niemand gesehen - zumindest glaubt er das.
    Oh, erzählt hat er viel, wir haben an dem Abend über zwei Stunden geredet... als Mensch ist er...sehr nett und freundlich,
    Vorurteilsfrei, geduldig, mitfühlend, sensibel... zu deinem Nachtrag:
    ich finde es auch bemerkenswert, daß einige ihn sofort anzeigen würden, obwohl er ein Freund ist und denjenigen vertraut... :rolleyes:
     
  • Piratin
    Piratin (40)
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    Verheiratet
    26 Februar 2006
    #20
    Ich find die ganze Sache schrecklich!

    Es ist tatsächlich sexueller Missbrauch! Es gibt nämlich auch sehr leicht zu erschreckende Frauen und solche die schnell Angst haben und auch solche, die Angst vor einer Vergewaltigung haben (z.B. ne gute Freundin von mir) und sich im Moment des Schreckens die schlimmsten Sachen zusammenreimen und ganz, ganz furchtbare Angst haben (auch wenn Exhibitionisten ja sich fast nur zeigen).

    Manche müssen da auch später immer wieder zwanghaft dran denken und ekeln sich zu Tode und schämen sich und haben Angst, dass das wieder passiert.

    Ich finde das furchtbar und würde den Kontakt zu ihm einschränken oder erst nach der Therapie wieder aufnehmen. Ganz ehrlich.
     

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