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Freundschaft Guter Freund und Drogen :(

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Ai20, 8 Dezember 2009.

  1. Ai20
    Ai20 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hi,

    ich weis echt nicht mit wem ich da drüber reden soll.

    Mein bester Freund hat Angefangen Drogen zu nehmen.

    Er war früher, bevor ich ihn kannte ein Junkie, hat Mist gebaut, die Schule nicht geschafft und mit der Polizei Probleme.

    Seit ich ihn kenne war nix, zumindest hat er mir das so gesagt. jetzt hat er Stress in der Familie und auf der Arbeit, einige Schicksalsschläge hinter sich und denkt er hält das ohne Drogen nicht mehr aus und konsumiert wieder.

    Es sind keine harten Drogen aber trotzdem Drogen (Hasch und chemische Tabletten, keine Ahnung wie die heißen), die lassen ihn halt Nachts schlafen und er denkt nicht mehr drüber nach über seine Probleme, aber der Konsum wird mehr und er wird zum Arschloch dadurch.

    Er weiß das auch und weiß dass er andere Leute damit verletzt und viel auf dem Spiel steht (auch was seine Ausbildung betrifft) aber er macht’s nichts dagegen.

    Er will es auch nicht aber er sagt er kann’s nicht sein lassen.

    Ich weis echt nicht mehr was ich tun soll, ich steh da echt alleine da im Moment. Meine Kumpels sagen "Lass ihn doch soll dir egal sein" und seinen anderen Kumpels ist es egal.

    Ich will ihn nicht hängen lassen!

    Was soll ich nur machen?

    Er will jetzt doch mal zu einem Beratungsgespräch aber sagt jetzt schon dass es nix bringen wird.
     
    #1
    Ai20, 8 Dezember 2009
  2. Luc
    Luc (29)
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Das ist immer schwierig. Es ist gut, dass du ihm zur Seite stehst. Doch wenn er durch die Drogen positiven Gefühle erreicht und er kein anderen Weg findet, als wieder was zu konsumieren, dann wirds schwierig.

    Er kann nur aus der Sucht rauskommen, wenn er es selber wirklich will. Bei meinem Praktikum im Drogenentzug hielten diejenigen, die den Entzug nur für jemand anderes machen und gar nicht für sich nicht lange durch. Es muss also sein Ziel sein aufzuhören. Dazu gehört, dass er seine Ausreden hinterfragt. Du kannst ihm zur Seite stehen. Das ist mehr als nur hilfreich. :zwinker: Aber eben, damit aufhören muss er.
    Oft wollen solche Menschen dann etwas verändern, wenn sie am tiefsten Punkt angelangt sind. Also er muss sich selbst sehen können und denken: "So kanns nicht mehr weitergehen". Dann sollte er eine Entgiftung machen. Das kann in einer Klinik sein oder er kann auch so einen Monat nicts mehr konsumieren. Zum stabilisieren sollte er eine Therapie machen, aber nur wenn er 100% clean ist. :zwinker:

    Ich wünsche euch viel Kraft.
     
    #2
    Luc, 8 Dezember 2009
  3. User 44981
    User 44981 (29)
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    Single
    So lange er selbst nicht den Willen hat, mit dem Drogenkonsum aufzuhören, ist leider jeder Versuch, ihm zu helfen, völlig sinnlos.

    So lange er nicht aus der Sache raus will, solltest du erst mal auf dich achten und z.B. aufpassen, dass du ihm ja kein Geld leihst, o.Ä., um seinen Drogenkonsum auch noch mit zu finanzieren.

    Aber wenn er selbst wieder aus der Sache raus will, kann er sicherlich jede Unterstützung gebrauchen.

    Ich kenne jemanden, bei dem es ganz ähnlich lief wie bei deinem Freund:
    Langsamer Abstieg immer tiefer in den Drogensumpf (vom Gras bis hin zu richtig harten Sachen inkl. Beschaffungskriminalität und folgendem Gefängnisaufenthalt). Und erst als er richtig tief unten war und es nicht mehr weiter ging, wollte er selbst wieder aus der Sache raus kommen und hat es auch erst mal geschafft (und erst danach habe ich ihn kennengelernt) - und es sah wirklich so aus, als ob er es wirklich gepackt hat und von den Drogen weg ist und bleibt.
    Aber in Folge persönlicher Enttäuschungen, usw. wurde er wieder rückfällig und musst erst ein zweites mal sehr tief fallen (wieder Gefängnisaufenthalt), um wieder den Willen zu entwickeln, dass er da raus will. - Und er hat es noch mal geschafft und jetzt hoffe ich natürlich, dass das auch so bleibt... aber ich glaube nicht mehr daran, dass er es auf jeden Fall geschafft hat.
     
    #3
    User 44981, 8 Dezember 2009
  4. ülpentülp
    0
    Ich kann meinen Vorschreibern eigentlich nur zustimmen - viel machen kannst du eigentlich nicht.

    Dann sind es eben tatsächlich nur "Kumpels" und keine Freunde - Freunde erkennt man daran, das sie einem auch dann helfen, wenn alle anderen schon ein Kreuzchen auf der *Abgeschrieben_liste* gemacht haben.

    Du kannst ihm beistehen, ihm zuhören - du kannst versuchen ihm zu zeigen (begreiflich zu machen), das du für ihn da bist, aber das du ihn im Konsum nicht unterstützen wirst.
    Vorwürfe oder Mitleid werden ihm weder nützen noch weiterhelfen - im günstigsten Fall erwischst du ihn in einer "Down-Phase", wo er mit sich reden lässt und Hilfsangeboten zugänglich isst...

    Ich selbst war einmal in der Situation, einem sehr nahen Freund nach vielen Jahren des Konmtaktverlustes helfen zu wollen. Hab mich sofort in nen Euro-Night gesetzt, bin zu ihm usw usv. Erfolglos.
    Letztes Jahr hiess es im ehemaligen Freundeskreis, er sei tot.

    Du kannst nur versuchen zu helfen ... mehr leider nicht.

    Aber es ist schön, das du dich um ihn sorgst und ihn nicht hängen lässt. Bleib dran, unbedingt!

    Gruß
     
    #4
    ülpentülp, 8 Dezember 2009

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