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Hab ihn im Stich gelassen...

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Shiny Flame, 2 März 2009.

  1. Shiny Flame
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    ... oder habe zumindest das Gefühl...

    Am WE war mein Freund (Fernbeziehung, wir sehen uns alle zwei Wochen) bei mir. Samstag abend wollten wir ausgehen, ich legte letzte Hand an mein Make-up, als plötzlich sein Handy klingelte. Er wurde sehr, sehr ernst, ich hörte Schmerz in seiner Stimme und eine Träne floss seine Wange runter... Vor lauter Schreck schminkte ich mir noch mechanisch die Lippen rot (klingt jetzt saublöd, aber ich hab irgendwie gar nicht gedacht und meine Hände haben einfach weiter gemacht, voll dämlich...).

    Es war seine Mutter. Seine Großmutter war plötzlich ganz schwer und lebensbedrohlich erkrankt. Natürlich war ihm dann nicht mehr nach feiern und er wollte runter zu seiner Familie fahren. Mein erster Impuls war natürlich, unbedingt mitzufahren. Ich mochte ihn nicht alleine lassen, jetzt, wo es ihm so schlecht ging, er so traurig und fertig war. Wofür haben wir denn sonst eine Partnerschaft?

    Aber ich bin im Moment in der zweiten Ausbildungsphase (Sonderschullehrerin), in der ich beruflich sehr stark eingebunden bin... D.h. auch am WE muss ich jeden Tag mindestens 5 Stunden zu Hause arbeiten, und dafür brauche ich auch meinen Arbeitsplatz, meinen Rechner und meine Bastelecke. Unterrichtsvorbereitung und Entwürfe schreiben. Heute hatte ich eine wichtige Besprechung mit meiner Mentorin, für die ich gestern noch mindestens zwei Stunden gestern am Rechner vorarbeiten musste, und brauchte dafür wirklich Zeit, um in Ruhe zu arbeiten... Ganz abgesehen von den Unterrichtsvorbereitungen für heute, mit denen ich auch noch nicht fertig war. Das klingt jetzt sau egoistisch, aber so war es...

    Kurz und gut, ich habe ihn alleine fahren lassen. Habe ihm noch mein getragenes Lieblings-T-Shirt mitgegeben, ihm ein paar nette SMS den Abend geschrieben... Gefragt, wann ich anrufen kann, ohne zu stören, ob ich ihm irgendwas Gutes noch tun kann... Aber ich habe den Abend einfach gemerkt, dass es mir zu viel werden würde. Ich brauchte den Tag gestern zu Hause für meine Arbeit. Er hätte mich auch nicht im Auto zurückfahren können, ich hätte gestern über 5 Stunden Zug fahren müssen - und das hätte auch wieder Geld gekostet, dass ich eigentlich nicht über habe...

    Aber jetzt schäme ich mich trotzdem so sehr, ihn alleine gelassen zu haben. Wir haben gestern noch zwei Mal kurz telefoniert, heute morgen einmal kurz... Zu allem Überfluss ist auch noch mein FN kaputt, so dass wir nur teuer über Handy telefonieren können...

    In Anbetracht der Situation ist es wahrscheinlich auch natürlich, dass er am Telefon ziemlich kurz angebunden war. Er meinte auch gestern, ich solle mir unbedingt ganz schnell ein neues Telefon kaufen, damit wir mal wieder länger reden können... Habe ich heute auch.

    ***

    Aber was soll ich sagen? In mir ist so viel Durcheinander.
    • Ich möchte ihm irgendwie Trost zu sprechen (gestern Abend lebte die Oma noch und er ist auch wieder zu seinem Ausbildungsort zurückgefahren)
    • Irgendwie bin ich traurig und gefrustet, weil unser gemeinsames WE so kurz war (er ist auch erst Samstag morgen gekommen, weil er Freitag Spätdienst hatte und erst kurz vor zehn zu Hause war).
    • Irgendwie schäme ich mich so sehr, weil ich ihn habe alleine fahren lassen, obwohl ich gesehen habe, dass es ihm schlecht ging. Ich hatte den Abend alleine zu Hause noch einen heftigen Panikschub (habe ich manchmal), und bin dann mit einer Freundin noch einen Rotwein trinken gegangen, um nicht die Stille in meiner Wohnung ertragen zu müssen...
    • Und ich sehne mich nach ihm und möchte gerne kuscheln, weil mein Arbeitstag heute auch wieder ziemlich hart war und ich im Moment auch durch ne verdammt harte Phase gehe...

    Was kann/soll ich denn tun und sagen, wenn wir heute Abend telefonieren?
     
    #1
    Shiny Flame, 2 März 2009
  2. objekt.f
    objekt.f (26)
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    mh also das klingt jetzt vlt blöd, aber ich würde ihm zeigen dass es dir nicht übermäßig leid tut weil du gar nicht anders handeln konntest.
    Verständnis zeigen für ihn und seine Situation, ist klar.
    Aber nicht allzu unterwürfig sein, immerhin kannst du genausowenig dafür wie er und du konntest nunmal ganz einfach nicht weg.
     
    #2
    objekt.f, 2 März 2009
  3. Grottenolmin
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    Mach da doch nicht so ein Drama draus. Was hättest du denn bei ihm zu Hause machen sollen? Dasitzen und ihm die Hand halten? :ratlos:

    Ich finde es relativ normal, dass man den Partner "Familienangelegenheiten" alleine regeln lässt und sich da eher raushält - nicht aus Egoismus und weil man nicht für den anderen da sein will, sondern schlicht deshalb, weil es einen nichts angeht und weil es vielleicht etwas ist, wo die Familie unter sich sein will. Auch wenn der Freund einen vielleicht sogar gerne dabei hätte, muss für den Rest der Familie, z.B. seine Eltern, nicht unbedingt dasselbe gelten.

    Dass euer Wochenende dadurch so kurz war, ist schade, aber da solltest du nicht weiter drauf rumreiten, sondern eben wirklich zurückstecken. Die schwer erkrankte Oma war in dem Fall eben nunmal einfach wichtiger.

    Wenn ihr telefoniert, kannst du ihn ja fragen, wie es seiner Oma geht, ob es ihr besser geht und ob er sie die Tage nochmal besuchen fährt (ich weiß ja nicht, ob sie im Krankenhaus oder zu Hause ist und wo er ist), und vielleicht einfach sagen, dass du für ihn da bist, wenn er jemanden zum Reden braucht. Und ansonsten würde ich auf dem Thema bzw. dem Wochenende generell gar nicht weiter rumreiten.

    Ich finde nicht, dass du irgendwas falsch gemacht hast oder dass etwas passiert wäre, wofür es zwischen euch "Klärungsbedarf" gäbe.
     
    #3
    Grottenolmin, 2 März 2009
  4. Shiny Flame
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    Danke, ihr helft mir gerade, wieder runter zu kommen. Vielleicht musste ich mir das alles auch einfach mal von der Seele schreiben - weil er eben logischerweise am Tel auch immer ziemlich kurz angebunden war und ich mich deswegen so hilflos fühle... Aber im Grunde gibt es ja auch nichts, was ich für ihn tun kann.

    Es war wohl einfach, dass ich mich Samstag saudoof gefühlt habe, ihn so ins Auto zu setzen für ne knapp vierstündige Fahrt ganz alleine durch die Nacht... Ging gar nicht um die Oma selbst für mich (ich hab sie nie kennengelernt - auch ein Grund, besser zu Hause geblieben zu sein), sondern halt um diese lange Autofahrt...

    Na ja, letztlich hat er die ja auch ohne mich überstanden. Außerdem hab ich jetzt wieder FN, so dass wir nachher länger telefonieren können.
     
    #4
    Shiny Flame, 2 März 2009
  5. helfende_Hand
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    Frag ihn lieber, ob er dich grade wirklich bei sich haben will.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass er dich nicht belasten will (auch, wenn du es anders siehst) und erst mal mit sich selbst und der Situation klarzukommen versucht.
     
    #5
    helfende_Hand, 2 März 2009
  6. Shiny Flame
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    Na ja, er meinte gestern ja noch, ich solle endlich mal wieder für Festnetz bei mir sorgen...

    Ich wart einfach ab, ob er mich anruft, aber wir telefonieren eigentlich jeden Abend. Dann merk ich schon, ob er reden will oder eher Zeit für sich braucht...
     
    #6
    Shiny Flame, 2 März 2009
  7. Lysanne
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    Hallo liebe Flame!

    Ist die Oma verstorben, weil du so in der Vergangenheit sprichst? :geknickt:

    Ich denke, du hättest nichts anderes machen können und im Grunde wird er das auch wissen. Du hast zu Hause deine Verpflichtungen, musst dich um deinen Job kümmern, und momentan kannst du dich einfach nicht frei machen. Ich bin mir sicher, dass er dir keine Vorwürfe mache wird, und das solltest du auch nicht tun. Ihr führt eine Fernbeziehung, ihr habt sicher auch schon andere Sachen von der Entfernung gemeistert. Männer sind da eh immer ein wenig anders und ziehen sich zurück. Ihr könnt telefonieren und simsen, das wird ihn schon genug ablenken. Er weiß, dass er in deinem Herzen ist und du ihn jederzeit unterstützen würdest.

    Mach dir keinen Kopf. Er hat seine Mutter, Freunde und dich in der Ferne, die ihm viel Kraft geben können. Auch wenn du derzeit nicht mehr tun kannst, glaube mir, das reicht aus. Vorwürfe brauchst du dir nicht machen.

    LG
     
    #7
    Lysanne, 2 März 2009
  8. quicky
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    Hallo Flame,

    möchte Dir ein bisschen Trost spenden und Dir sagen, dass Du in meinen Augen nichts falsch gemacht hast. Sicherlich wäre es für ihn eine bessere Stütze gewesen, wenn Du bei ihm gewesen wärst. Aber in Anbetracht der vielen Unwegbarkeiten, ist das, was Du gemacht hast in Ordnung. Du bist eben für ihn da, auch wenn es aus der Ferne ist. Wenn wir immer so könnten, wie wir wollten, dann wäre das Leben etwas einfacher. Wenn Du aber das Gefühl hast, dass das, was Du tun konntest nicht reicht, dann zeig ihm doch einfach diesen Thread. Spätestens dann weiß er doch, was Du Dir für Gedanken um ihn machst. Das sind halt die negativen Aspekte einer Fernbeziehung, nimm es einfach so hin.

    Liebe Grüße
     
    #8
    quicky, 2 März 2009
  9. Shiny Flame
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    Die Oma ist inzwischen tot... Ja.

    Es muss ziemlich hart für meinen Freund gewesen sein... Er war wohl Samstag nacht teilweise über Stunden alleine im Krankenzimmer und hat an ihrem Bett gesessen, während seine Mutter sich etwas ausgeruht hat... Ich war schon mal im Krankenhaus und habe auch im Studium eine Zeitlang in der Pflege gejobbt - ich weiß, wie gruselig und beängstigend die Hilflosigkeit am Bett eines Menschen sein kann... Und dann noch in der Nacht...

    Wenn ich mir vorstelle, dass es für meinen Freund die erste Konfrontation mit so etwas war - verdammt heftig. Da fühl ich mich dann wieder so hilflos.

    Gestern hatten wir telefoniert. Menschen gehen auf verschiedene Arten mit Trauer, Tod und Hilflosigkeit um, das lernt jede Krankenschwester in der Ausbildung... Es war richtig stereotyp, er erzählte erst, dass er noch mal in ihrer Wohnung gewesen war und da irgendwas kleines (Parfumfläschchen) die Traurigkeit ausgelöst hätte - und dann hat er sie weggeschoben mit dem Gedanken daran, dass es ihr jetzt besser gehen würde und überhaupt...

    Und in dem Moment kam die Wut über die verdrängte Hilflosigkeit bei ihm - so hat mir das zumindest ne Freundin, die Krankenschwester ist, erklärt, als damals nach dem Tod meiner Oma das gleiche mit mir passierte. Mein Freund fing an, ganz wütend darüber zu reden, dass man alte Menschen sterben lassen sollte, wenn sie das wollen (seine Oma hatte offenbar am Samstag noch so was gesagt), darüber, wie leicht es gewesen wäre, in der Nacht einfach eine Spritze aufzuziehen mit Luft drinne und ihr den Wunsch zu erfüllen, statt sie mit Sauerstoffmaske und Infusionen gegen ihren Willen am Leben zu halten, nur um der Selbstliebe der Ärzte zu schmeicheln... Er erzählte wütend von dahinvegetierenden Menschen im Altersheim, und wie viel besser es doch wäre, einfach irgendwann ein Ende zu machen, so lange man noch stark wäre...

    Obwohl ich ja objektiv wusste, dass es "nur" verdrängte Hilflosigkeit war, ein Phänomen, über das jede Krankeschwester in ihrer Ausbildung lernt, wurde es mir zu viel an der Stelle. Leben ist kostbar! Das Ende eines Lebens darf nicht mit Gewalt herbeigeführt werden! Wie soll ein anderer Mensch damit leben, dass ein anderer in seiner Gegenwart sein Todesröcheln ausgestoßen hat und man selbst die Verantwortung trägt, dass ein vorher warmer, lebendiger Körper jetzt kalt und leer ist?

    Ich hab angefangen zu weinen und davon erzählt, wie ich damals dabei war, als meine Katze unter dem Sofa gestorben ist, wie ich mitgekriegt habe, wie sie ganz grauenvoll röchelte und die Pausen dazwischen immer länger wurden, während meine Schwester und ich vor dem Sofa knieten und sie nicht mehr streicheln durften, weil sie uns dann mit letzter Kraft anfauchte, kratzte und biss... Bis wir ihren toten Körper dann in unsere liebsten Seidentücher wickelten und sie heulend im Garten begruben...

    Es war für mich besonders hart, weil... meine Tage überfällig sind... Und wenn man vielleicht Mutter wird und noch mitten in der Ausbildung ist und sich tatsächlich fragen muss, ob man ein Kind jetzt bekommen darf - und sich beim Gedanken daran die Hände vor den Bauch liegen und man ahnt, man würde nie, nie, nie werdendes Leben im eigenen Schoß töten können - wenn in so einer Situation der Freund davon spricht, dass er eine Spritze mit Luft drin hätte nehmen sollen...

    Na ja, ich hab gestern am Telefon dann losgeheult, statt für ihn da zu sein - und er meinte dann nach einer längeren Pause des Schweigens abrupt, er würde jetzt duschen gehen...

    ***

    Heute ein paar Mal hin und her gesimst. Er schrieb, dass er sich gestern abend noch innerlich auf seine eigene Art von seiner Oma verabschiedet hätte und es ihm jetzt besser ginge - und eine Stunde später kam eine SMS, ob ich jetzt nicht mehr mit ihm sprechen würde? Dabei war ich auf der Arbeit und außerdem ziemlich eingespannt und hab erst beide SMS zusammen entdeckt und lesen können...

    Nachher telefonieren wir. Aber ich habe jetzt erst mal nicht bescheid gesagt, dass ich schon wieder zu Hause bin. Ich brauche jetzt selber erst mal Zeit, um meine Gedanken zu ordnen.
     
    #9
    Shiny Flame, 3 März 2009
  10. quicky
    quicky (42)
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    nicht angegeben
    Hallo liebe Flame,

    das ist natürlich alles sehr traurig und bringt Dich unter einen sehr hohen emotionellen Druck. Daher wahrscheinlich auch der etwas verworrene Schreibstil. Wenn ein geliebter Mensch geht und man ganz hilflos davor steht, wie Dein Freund jetzt, dann kommen einem die abstrusesten Gedanken. Ich weiß ja nicht, woran die Oma gelitten hat. War es den ein schnelles Ende oder war sie vorher Krank? Wenn es das erste mal für Deinen Freund war, ein Familienmitglied zu verlieren, dann wird er wohl noch eine ganze Weile daran knabbern. Da kannst Du nur einfach daneben stehen und bei ihm sein. Das geht auch über die Ferne, in dem Du ihm einfach zuhörst und bei solchen Kommentaren wie die, die Du hier geschrieben hast, ihn einfach gewähren lässt. In seinem Schmerz sagt man manchmal so was. Er hatte aber die Möglichkeit, sich noch von ihr zu verabschieden und so was ist letztendlich tröstlich. Das ist jetzt eine Sache, die nur die Zeit wieder bereinigen kann. Denk aber auch an Dich, wenn Du wirklich schwanger bist, dann ist das doch eigentlich genau das Gegenteil von diesem traurigen Ereignis. Also etwas fröhliches. Naja, dass Du ja noch in der Ausbildung bist mag zwar nicht besonders günstig sein, aber es ist alles machbar. Ich denke mal, dass solltest Du Deinem Freund jetzt noch nicht erzählen. Warte erst mal ab, ob es den wirklich so ist. Ansonsten kann ich Dir nur raten, so oft wie möglich mit Deinem Freund zu telefonieren, er braucht jetzt Deine Stimme und jemandem, dem er ungefiltert das sagen kann, was im durch den Kopf geht. Kannst Du vielleicht für ein, zwei Tage frei machen und mal zu ihm fahren? Da ist schließlich ein Notfall.

    Ich drück' Dir ganz fest die Daumen, dass sich alles zum Guten wendet und diese Situation euch nur weiter zusammenschweißt:herz:.
     
    #10
    quicky, 3 März 2009
  11. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Hm... ich sehe das so:
    Du hast ihn sicherlich nicht im Stich gelassen.

    Du hast ihm nur auf Grund anderer für dich sehr wichtiger Dinge nicht das theoretisch mögliche Maximum an Zuwendung und Unterstützung zukommen lassen.

    Von daher:
    Du musst akzeptieren, dass derzeit seine schwerkranke Oma höchste Priorität für ihn hat und musst deshalb gewisse Einschränkungen im Kontakt mit ihm hinnehmen und akzeptieren.
    Aber er muss auch akzeptieren, dass es für dich eine weitere Sache mit extrem hoher Priorität (deinen beruflichen Werdegang) gibt und du auch diese Sache weiter verfolgen musst.

    Also: Gib Vollgas! - Versuche, neben der Arbeit für deine Ausbildung noch möglichst viel Zeit und Energie zu haben, um deinen Freund zu unterstützen und falls es ohne erhebliche Konsequenzen machbar ist, schränke deine Arbeit für die Ausbildung etwas ein, um ihn besser unterstützen zu können.
    Aber setze deine Ausbildung nicht aufs Spiel, um ihn zu unterstützen.
     
    #11
    User 44981, 4 März 2009
  12. SandraChristina
    Verbringt hier viel Zeit
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    Off-Topic:
    solltest du wirklich mama werden, bekommt deine signatur eine ganz andere bedeutung


    flame, ich versteh den ganzen wirbel schon. meine oma ist vor drei jahren gestorben und die hat mich zu einem großteil sogar großgezogen.
    man muss nur wissen, dass die anderen für einen im hintergrund da sind.
    mir wars wichtig erzählen zu dürfen, wie sie gestorben ist. das an sich war sehr schlimm, sie hatte krebs, zu letzt in 90% der organe. wir haben sie zu hause beim sterben begleitet. das war eine furchtbare nacht. sterben kann richtig grausam sein, vor allem weil in deutschland das erleichtern sehr sehr eingeschränkt ist. nich alle schlafen friedlich ein.
    aber jeder hat da eigene bedürfnisse.

    mehr als zuhören, und ihm zeigen dass du ihn liebst kannst und sollst du nicht.

    in einem schlauen buch steht drin, menschen sind oft besonders mütterlich, weil sie sich so von ihrer eigenen mutter abnabeln wollen.....
    ich zumindest, fühle mich da ertappt :engel:

    alles liebe, und konzentrier dich wieder ein wenig mehr auf dich... könnte auch ein grund sein, warum die tage ausbleiben....
     
    #12
    SandraChristina, 4 März 2009
  13. Grottenolmin
    Benutzer gesperrt
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    Irgendwann hat jeder die erste Konfrontation mit dem Tod, und er muss seinen eigenen Weg finden, damit umzugehen, da kannst du nichts machen, außer für ihn da zu sein, wenn er über seine Oma reden möchte.

    Warum habt ihr dann nicht (richtig) verhütet? :ratlos:

    Na ja, das eine hat mit dem anderen ja nichts zu tun. Nur weil man aktive Sterbehilfe befürwortet (oder vielleicht nichtmal generell befürwortet, aber sich im konkreten Fall gewünscht hätte, man hätte das Leiden schneller beenden können, damit ein geliebter Mensch von seinen Schmerzen erlöst wird), heißt das noch längst nicht, dass man auch Abtreibung (generell oder im konkreten Fall) befürwortet.

    Weiß dein Freund denn, dass du überfällig bist?

    Lass ihm einfach ein bisschen Zeit für sich, das alles zu verarbeiten.

    Kleines Missverständnis, das man problemlos ausräumen kann.

    Schön, dass er sich von seiner Oma richtig verabschieden konnte, das hilft ihm bestimmt, damit klarzukommen.
     
    #13
    Grottenolmin, 4 März 2009

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