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Haben eure Eltern 5 Jahre vor der Einheit mit der Dt. Einheit gerechnet?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 3 Januar 2010.

Status des Themas:
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  1. Theresamaus
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    nicht angegeben
    Die meisten von uns sind wohl zu jung, um sagen zu können, ob wir mit der Deutschen Einheit im Vorfeld gerechnet haben oder nicht. Aber eure Eltern vielleicht. Wisst ihr zufällig, ob eure Eltern 5 Jahre vor der Einheit, also 1985 oder so, damit gerechnet haben, dass Deutschland sich in absehbarer Zeit wiedervereinen wird? Wenn ihr selber der Generation angehört, die den gesamten Einigungsprozess und Glasnost usw. mitverfolgt haben, könnt ihr auch sagen, ob ihr selber damit gerechnet habt oder nicht.
     
    #1
    Theresamaus, 3 Januar 2010
  2. User 12216
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    ganz ehrlich hat keiner damit gerechnet das es zu einer einer wiedervereinigung kommen würde.
     
    #2
    User 12216, 3 Januar 2010
  3. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Meine Eltern machten sich kaum Gedanken darüber. Es war für sie wohl doch eine dicke Überraschung :eek:
     
    #3
    Theresamaus, 3 Januar 2010
  4. User 12216
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    wie gesagt das war es für alle!
     
    #4
    User 12216, 3 Januar 2010
  5. User 20976
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    vergeben und glücklich
    1989 war ich 13 - da ich keine Verwandten in der DDR hatte, aber zumindest zwei Jahre zuvor nach Ostberlin gereist war, war die DDR für mich eben "da" - irritierend, dass es zwei deutsche Staaten gibt, aber so war es für mich nun mal.

    Ich kenne keinen, der mit Mauerfall und/oder Wiedervereinigung gerechnet hätte.

    Mein Freund war unzählige Male im Osten der Stadt und hatte dort viele Kontakte. Er erzählt, dass er Jahre vor der Wende mit seinen Freunden aus Ost und West fantasierte und herumträumte, wie ein Berlin ohne Mauer wäre. Wie sie nicht die Grenzerschikanen ertragen müssten, um sich zu treffen. Wie es ohne Angst wäre - Angst, an der Grenze wieder einmal stundenlang festgehalten zu werden - wegen nix. Wirklich vorstellen konnte sich aber keiner, dass die Mauer eines Tages nur noch Erinnerung ist...

    Keiner hat erwartet, dass die Freunde aus dem Osten nicht bis zur Rente warten müssen sollten, um ihre Westfreunde besuchen zu können.
     
    #5
    User 20976, 3 Januar 2010
  6. donmartin
    Gast
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    Nein, weder meine Eltern noch ich selber haben damit gerechnet.
     
    #6
    donmartin, 3 Januar 2010
  7. brainforce
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    leider bin ich etwas jung - mich würde mal interessieren ab wann man im Vorfeld zumindest Zweifel am Fortbestand haben konnte - der "Aufweichprozess" in den Ostblockstaaten begann ja doch schon "etwas zuvor"; auch die bayerischen Milliardenkredite von Franz-Josef Strauß sprechen zumindest in meinen Augen Bände - das so etwa angenommen wurde bzw. überhaupt zustanden kommen konnte... das war ja bereits ein deutliches Eingeständnis der Unterlegenheit der DDR gegenüber einem "Erzkonservativen"...
     
    #7
    brainforce, 3 Januar 2010
  8. donmartin
    Gast
    1.903
    So genau kann ich es garnicht mehr nachvollziehen.

    Zum einen war die Hoffnung da, dass sich etwas ändern müsse.
    Garnicht mal wegen unseres Kanzlers damals ( er war nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort, in den 70ern hat er Brandt noch beschimpft und gesagt, das er ein Träumer sei, es wird NIE mehr einenGesamt deutschen Staat geben...) sondern weil es einigen Umbruch in Ungarn und der SowjetUnion mit Gorbatschow gab.

    Es war aber auch sehr, sehr große Angst da. Vor den Machthabern, davor, dass wieder Soldaten aufmaschieren würden.

    Es hat gekribbelt, weil man gerne unterstützen wollte, aber nichts tun konnte.

    Das ging dann auf einmal sowas von schnell......
     
    #8
    donmartin, 3 Januar 2010
  9. User 20976
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    vergeben und glücklich
    Klar war Veränderung spürbar, aber wohin das führen sollte, war nicht absehar. Es führte zur Wende - aber es hätte auch anders kommen können. Dass die Wende so friedlich verlief, ist alles andere als selbstverständlich.
    Freunde meines Freundes landeten aus politischen Gründen im Gefängnis in jener Zeit des Umbruchs, es war durchaus nicht unrealistisch anzunehmen, dass sie dort die nächsten Jahre hätten fristen müssen.
     
    #9
    User 20976, 3 Januar 2010
  10. ülpentülp
    0
    ich bin einer von diesen eltern. und: ja, es gab durchaus schon tendenzen, die zumindest auf eine notwendige radikale veränderung schliessen liessen - und es gab reichlich aktionen ab 1982, die auf diese veränderungen hinarbeiteten.
    so zum beispiel in berlin im rahmen der umweltbibliothek oder in der gethsemanekirche, in halle (umweltkongress), in jena (studentenaktionen) und in leipzig z.b. in der nikolaikirche oder durch sit-ins auf dem markt (1983) oder ähnliche aktivitäten vorzugsweise zu den messen oder zu der damaligen dokumentar- und kurzfilmwoche.
    ich möchte behaupten, ab 1984 schrie es regelrecht nach veränderung ... und nicht wenige wussten auch noch den text der ddr-nationalhymne, der ja nicht mehr gesungen/gespielt wurde: [.. laß uns dir zum guten dienen, deutschland, einig vaterland...]
    auch wenn diese friedliche revolution nicht die einheit zum ziel hatte, sondern zunächst die befreiung und selbstverwirklichung ...
    es war absehbar.


    das ist richtig.
    und ich war einer von denen, die damals so richtig mut und so richtig schiss gleichzeitig hatten: einer von denen, die die stasi so richtig ins herz geschlossen hatte :zwinker:.
     
    #10
    ülpentülp, 3 Januar 2010
  11. ProxySurfer
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    Nein. Man hätte jemanden für einen Spinner gehalten, der sowas 5 Jahre zuvor vorausgesagt hätte. Seit Gorbatschow hatte man wenigstens die Hoffnung, dass es etwas freier zugeht, z.B. Pressefreiheit, mehr Westreisen usw. Aber die deutsche Einheit war unvorstellbar, und wollten viele auch gar nicht, weil sie nicht wussten, was dann aus ihrem Job werden würde.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 22:28 -----------

    Stimmt. Das war auch eine Dummheit der DDR-Führung: Sie haben immer auf Kultur und hohe Bildung des Volkes, besonders der Arbeiter, gesetzt. Dadurch war das Volk 1989 klug genug, nicht wie in anderen Ländern mit Molotovcocktails und Pflastersteinen auf Barrikaden, sondern mit Kultur und Kerzen die Revolution zu machen. Damit hatten die Herrschenden nicht gerechnet.
     
    #11
    ProxySurfer, 3 Januar 2010
  12. simon1986
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    Meine Eltern haben sich aus Familiengründen immer auf die Vorgänge in Ungarn konzentriert.
    Ob es ein Deutschland gibt oder zwei, und was besser sei, hat sie bestimmt weniger interessiert.

    Ich war damals 4 Jahre alt, ich kenne ihre Ansicht darum nicht aus der Zeit.
     
    #12
    simon1986, 3 Januar 2010

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