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Habt ihr schon mal mit Eurer Geschlechterrolle gehadert?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von User 162883, 20 August 2017.

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Habt Ihr schon mal mit Eurer Geschlechterrolle gehadert?

  1. w: Ja, schon öfter.

    6 Stimme(n)
    10,0%
  2. w: Ja, gelegentlich.

    5 Stimme(n)
    8,3%
  3. w: Nein, noch nie.

    19 Stimme(n)
    31,7%
  4. m: Ja, schon öfter.

    6 Stimme(n)
    10,0%
  5. m: Ja, gelegentlich.

    9 Stimme(n)
    15,0%
  6. m: Nein, noch nie.

    15 Stimme(n)
    25,0%
  1. User 162883
    Öfters im Forum
    123
    63
    427
    Single
    Habt ihr schonmal mit Eurer Geschlechterrolle gehadert?
     
    #1
    Zuletzt bearbeitet: 16 September 2017
    User 162883, 20 August 2017
    • Lieb Lieb x 3
    • Interessant Interessant x 3
  2. VersatileGuy
    Sorgt für Gesprächsstoff
    166
    43
    12
    Single
    Wenn ich ehrlich bin, habe ich den letzten Teil deines Beitrages nicht gelesen, möchte aber trotzdem meinen Senf dazugeben:

    Ab und zu frage ich mich tatsächlich, ob ich der Rolle "Mann" in einer bestimmten Situation gerecht werde. Ich wurde von Kindesbeinen an von meinen Eltern und Großeltern in die Richtung "Indianer kennen keinen Schmerz" erzogen, wenn ich beispielsweise beim Fussball oder Fahrradfahren hingefallen bin. Manchmal denke ich mir, dass das vielleicht auch beeinflusst hat, wie ich mit anderen umgehe. Mir fällt es öfters schwer, Gefühle von anderen wirklich gut nachzuempfinden. Deswegen bin ich da auch teilweise recht schmerzfrei und direkt in der Art, wie ich kommuniziere.

    Einerseits hat man mir aber genauso beigebracht (besonders mein Vater ironischerweise) höflich und zuvorkommend gegenüber anderen zu sein, und vor allem Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit waren da Werte, die mir primär mein Vater anerzogen hat. Andererseits wurde von mir erwartet, tapfer und mutig zu sein, und dass ich viele verschiedene, auch handwerkliche Fertigkeiten beherrsche.

    Die Kombination daraus bemerke ich seit einigen Jahren erst wirklich: Wenn (vor allem Jungs) in der Schule sich nicht getraut haben, ihre eigentliche Meinung bei einer Diskussion zu vertreten, war (und bin) ich immer der last man standing gewesen, der dabei auch das ein oder andere mal jemandem vor den Kopf stoßen konnte, ohne von seiner Position zu weichen. Deswegen hatte ich teils in der Schule etwas einen Ruf als unflexibler Stinkstiefel, und stellenweise auch schlicht als Arschloch.
    Andererseits gab es in der Schule auch die, die mir nachgesagt haben, ich sei immer höflich, man könne gut mit mir reden, und ich wäre immer für sie (und generell alles) zu haben.
    Damit war bzw. bin ich eigentlich auch sehr zufrieden, da letztere meist die waren, die mich besser kannten als der Rest. Wobei das sich nicht nur auf meine Freunde bezieht.

    In der Schule hatte ich manchmal wirklich etwas das Gefühl, nicht so sehr Mann oder Junge zu sein wie andere. Beispielsweise im Sportunterricht. Wo andere teilweise schon recht stark behaart waren und langsam ausgeprägtere Muskeln hatten, blieb ich halt schlank und relativ Haarfrei.
    Aber mich mit meinem Geschlecht oder der mir zugeteilten Rolle die damit eventuell einhergeht habe ich zum Glück noch nie wirklich Probleme oder Sorgen gehabt. Das beschränkte sich immer nur auf Gedanken um das Thema, ob man irgendwie aus dem Raster fällt, oder nicht. Von Dauer waren die auch selten. Bis auf meine Statur, da bekomme ich manchmal trotzdem noch Sprüche zu hören, weiss inzwischen aber, sie gut einzusortieren und gegebenenfalls zu überhören.
     
    #2
    VersatileGuy, 20 August 2017
    • Interessant Interessant x 2
  3. DannyMirow
    DannyMirow (30)
    Meistens hier zu finden
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    112
    Verheiratet
    Ja, wobei das eher aus der Kinder- und Jugendzeit stammt. Ein Junge hat halt Fußball zu spielen und nicht zum Ballett zu gehen. Frieren statt langer Unterwäsche oder schlimmer noch Strumpfhosen. Gegen die Eltern aufbegehren anstatt gut mit ihnen klarzukommen (wobei das wohl eher ein Alters- denn ein Genderstereotyp ist).
     
    #3
    DannyMirow, 20 August 2017
    • Interessant Interessant x 1
  4. User 162883
    Öfters im Forum Themenstarter
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    Single
    Danke für Deinen Beitrag, trotz:
    :tongue:

    Im Moment bin ich noch überrascht. Wenn, dann hätte ich mit weiblicher Resonanz gerechnet. Aber vielleicht kommt ja diesbezüglich noch was. :grin:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 20 August 2017 ---
    Off-Topic:

    :realmad::realmad::realmad:
    Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen Metallspäne in Kinderstrumpfhosen zu verarbeiten?
     
    #4
    User 162883, 20 August 2017
  5. YellowDragon
    0
    Nein, noch nie.
     
    #5
    YellowDragon, 20 August 2017
  6. Pantoffel1
    Pantoffel1 (16)
    Klickt sich gerne rein
    170
    18
    23
    nicht angegeben
    Ich auch noch nicht, aber ich habe ja noch nicht so viel vom Leben gesehen :tongue:
     
    #6
    Pantoffel1, 20 August 2017
    • Lieb Lieb x 2
    • Interessant Interessant x 1
  7. User 162883
    Öfters im Forum Themenstarter
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    Single
    Du hast recht und Du hast unrecht. Tatsächlich ist mir vieles auch erst später bewusst geworden und ja, natürlich vieles kam erst mit Kind und dann mit Altwerden, aber dennoch, vieles hätte Dir auch schon jetzt begegnen können, wenn es Dir denn unangenehm wäre, also z.B. dass Du mit den Spielsachen oder Deiner Kleidung unzufrieden warst.
     
    #7
    User 162883, 20 August 2017
  8. Pantoffel1
    Pantoffel1 (16)
    Klickt sich gerne rein
    170
    18
    23
    nicht angegeben
    Ne hatte ich garnicht. Bin bis jetzt 100%ig zufrieden das ich Junge bin :smile:
     
    #8
    Pantoffel1, 20 August 2017
  9. YellowDragon
    0
    Noch nie.
     
    #9
    YellowDragon, 20 August 2017
  10. User 162883
    Öfters im Forum Themenstarter
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    427
    Single
    Zählt aber nur einmal
    :grin:
     
    #10
    User 162883, 20 August 2017
    • Witzig Witzig x 4
  11. User 104021
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Mir ist seit meiner Kindheit klar, dass ich keine "typische" Frau bin - welches kleine Mädchen veranstaltet schließlich mit ihren Barbie-Puppen lieber gliedmaßenabtrennende Kämpfe als klassisch Modeschau zu spielen? :rolleyes: Das hat sich, je älter ich wurde, immer klarer herauskristallisiert. Ich schminke mich nicht, mache mir generell wenig aus "typisch weiblichen" Aktivitäten, kann mit der Mutterrolle so gar nichts anfangen und sogar mein Körperbau ist eher schlank als feminin - außer der Arsch. Der ist geil. :grin:

    Aber tatsächlich habe ich mich deswegen nie weniger als Frau gefühlt oder mir großartig Gedanken darüber gemacht, ob ich in der Gesellschaft jetzt eine bestimmte Rolle "gut" ausfülle oder nicht. Ja, mit meinen Verhaltensweisen ecke ich hin und wieder an und sorge für (sorgenvoll?) erhobene Augenbrauen, aber meistens lebe ich ganz gut damit. Zum Glück bin ich ja mit einer bahnbrechenden Sturheit gesegnet. Ich sehe mich selbst schon seit langem eher als Individuum mit biologisch weiblichem Geschlecht. Einige meiner Macken sind ja so richtig typisch Frau, andere würde man an einem Kerl wahrscheinlich eher erwarten. Generell stehe ich auf Männer, aber ich finde auch viele weiblichen Geschöpfe so richtig heiß.
    Irgendwie kann ich nicht mit der Vorstellung, dass ich mich selbst in eine Schublade stecken soll, die mit rosa Seidenpapier ausgelegt ist und auf der vorne in knallpink "FRAU" drauf steht. Und ob andere versuchen, mich sperrigen Klotz da hinein zu stecken oder ob sie schon bei der Vorstellung des Versuchs die weiße Fahne hissen... kann mir ja egal sein.

    Hoffe, meine ganz persönliche Meinung und Erfahrung hilft dir irgendwie weiter, liebe TS :winkwink:
     
    #11
    User 104021, 20 August 2017
    • Lieb Lieb x 1
  12. User 162883
    Öfters im Forum Themenstarter
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    Single
    Aber es kostet Dich schon auch eine Menge Energie, z.B. der fehlende Kinderwunsch und die deshalb anstehenden Diskussionen gehen Dir ja schon auch gepflegt aufs Nervenkostüm, oder?
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 20 August 2017 ---
    Also der fehlende Kinderwunsch geht Dir nicht auf die Nerven, aber die Erwartungen, die an Dich geknüpft sind Lanni !?
     
    #12
    User 162883, 20 August 2017
  13. User 104021
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Tatsächlich mal mehr, mal weniger. Als ich hier den entsprechenden Forenpost geschrieben hab, war ich mal wieder bis aufs Blut gereizt deswegen. Andere Male kann ich darüber lachen und Witze reißen, ohne das es mich wirklich berührt.
    ja, es wäre besser, wenn es keine solche Erwartungen geben würde, aber dann müsste ich mich vermutlich in einem ganz anderen Gesellschaftsfeld bewegen. Meine Familie ist da halt sehr ... eigen. Und einige Leute ausm Bekanntenkreis eben auch. Ich werde nach knapp 14 Jahren des Vegetarier-Seins ja auch noch immer gefragt, ob ich nicht dieses eine Mal eine Ausnahme machen könnte :kopfwand: manche Leute geben halt nicht auf
     
    #13
    User 104021, 20 August 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1
    • Interessant Interessant x 1
  14. User 162883
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    Off-Topic:

    Es ist doch nur ein bisschen. :rolleyes:
    (Ein bisschen tot?)
     
    #14
    User 162883, 20 August 2017
    • Witzig Witzig x 2
  15. User 104021
    Sehr bekannt hier
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    Off-Topic:
    Entweder das, oder der Klassiker: Wir haben das Fleisch extra am Bauernmarkt gekauft. Du sagst doch, dass du vor allem mit Massentierhaltung ein Problem hast! Nun das Tier hat gut gelebt! (kombiniert mit einem so richtig überlegenen Blick, als ob die Schlacht nun gewonnen wäre)
    :rolleyes:
    Ich hatte aber auch schon: Putenfleisch (und natürlich Fisch) ist doch kein richtiges Fleisch.
     
    #15
    User 104021, 20 August 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  16. YellowDragon
    0
    Pfft, dann zählt das nur einmal.
     
    #16
    YellowDragon, 20 August 2017
  17. User 44981
    User 44981 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Ich glaube, ich bin das männliche Pendant zu Lanni :zwinker:

    Bisher gab es für mich keinen Anlass, irgendwie mit meiner Geschlechterrolle zu hadern.
    Ich bin zwar sicherlich nicht der Bilderbuch-Mann, der alle männlichen Klischees und Rollenbilder komplett erfüllt. Aber ich habe auch nie irgendeine Veranlassung gesehen, das zu tun, da mich diese Rollenbilder noch nie wirklich interessiert haben.
    Wieso sollte mich das auch interessieren? Mehr, als ein Paar Gedanken in den Köpfen anderer Menschen, oder vielleicht auch mal den einen oder anderen dummen Spruch haben meine Abweichungen von männlichen Rollenbildern bisher nicht ausgelöst.
    Und Sätze, wie "Stell dich nicht so an, wie ein Mädchen!", "Das ist aber nicht männlich!", o.Ä. tangieren mich nicht mal peripher, weil ich mich einfach nicht über mein Geschlecht definiere, sondern das Geschlecht für eine rein biologische Zustandsbeschreibung halte.

    Dass ich als Kind nicht nur begeisterter Lego-Baumeister, sondern auch Plüschtier-Arzt und Chefkoch in der Spielzeugküche war, dass ich Mädchen nie so richtig doof fand, aber dafür Fußball nie leiden konnte, usw. hat mich nie an meiner Männlichkeit zweifeln lassen - eben, weil ich das Geschlecht nur als biologische Kategorie sehe.
    Und obwohl ich doch ziemlich heftig von meinen Mitschülern gehänselt wurde, waren meine Abweichungen vom männlichen Rollenbild auch nicht der entscheidende Faktor, der zu diesen Hänseleien geführt hat.

    Problematisch wird es erst dann, wenn diese Rollenbilder zu äußeren Umständen führen, die mich einschränken. Derzeit ist das nur bei einer Sache der Fall:
    Als Mann, der ehrenamtlich mit Kindern arbeitet, werde ich viel stärker als potentieller Kinderschänder wahrgenommen, als eine Frau, die der gleichen Tätigkeit nachgeht. Da muss ich mir immer wieder überlegen, wie ich mich verhalten darf, ohne mich verdächtig zu machen und ob ich es überhaupt noch verantworten kann, meiner Tätigkeit nachzugehen.
    Bisher verzichte ich nur darauf, die kleinen Kinder (ca. 5-7 Jahre alt) zu betreuen (obwohl mir diese Altersklass eigentlich großen Spaß macht), da es bei dieser Altersklasse noch Probleme in Sachen Klogang, bzw. in die Hose machen geben kann, mit denen ich wohl kaum irgendwie umgehen könnte, ohne gleich mit einem Fuß im Gefängnis zu stehen. - Also ungefähr das gleiche Problem, wie bei Erzeihern, bei denen das Windelwechseln eine Hochrisiko-Tätigkeit ist, die nur unter Aufsicht stattfinden darf :realmad:.
    Aber gerade steht die ganze Geschichte bei mir mal wieder auf dem Prüfstand und ich überlege mir ernsthaft, mein Engagement komplett aufzugeben, da das Misstrauen inzwischen so groß ist, dass von allen Ehrenamtlichen die Vorlage des polizeilichen Führungszeugnisses verlangt wird. (Nicht dass es ein großes Problem wäre, ein Blatt Papier mit dem Inhalt "Die Banane hat sich nichts zu Schulden kommen lassen" vorzulegen... aber diese Pervertierung der Unschuldsvermutung kotzt mich einfach extrem an und zeigt mir, wie sehr ich bei dieser Tätigkeit offensichtlich unter einem Generalverdacht und unter kritischer Beobachtung stehe.)
    Aber auch da hadere ich nicht mit meiner Geschlechterrolle, sondern mit dem bescheuerten Rollenbild, das offensichtlich in einigen Köpfen vorhanden ist.

    Noch problematischer wird es wohl erst, wenn ich vielleicht mal Vater bin.
    Ich könnte mich z.B. viel besser mit der schwedischen Vaterrolle aus diesem Beitrag von Tahini anfreunden, als mit der Rolle als Ernährer der Familie, der sich großteils aus der Erziehung, Kinderbetreuung, usw. raus hält.
    Ich fände es z.B. schön, mehr, als die üblichen zwei Papa-Monate an Elternzeit zu nehmen. Bei meinem aktuellen Arbeitgeber dürfte das kein großes Problem sein, weil ich damit nicht der erste Mitarbeiter wäre. Aber ich habe keine Ahnung, ob ich in ein paar Jahren noch dort arbeite und wie das in anderen Firmen funktioniert.
    Und ich kann auch nicht einschätzen, wie es mit der gesellschaftlichen Anerkennung meiner aktiveren Vaterrolle, meiner Präsenz auf dem Spielplatz zwischen vielen Müttern, usw. aussieht. Und vor allem kann ich auch hoffen, dass die längst stattfindenden Entwicklungen bis dahin noch weiter gegangen sind und die ganze Sache für mich damit noch unproblematischer wird.
     
    #17
    User 44981, 20 August 2017
    • Interessant Interessant x 2
  18. MrShelby
    Sehr bekannt hier
    1.459
    198
    853
    Single
    Nein, nie.
     
    #18
    MrShelby, 20 August 2017
  19. User 162883
    Öfters im Forum Themenstarter
    123
    63
    427
    Single
    Wird dieses Führungszeugnis nur von den männlichen Ehrenamtlichen gefordert oder von allen? Oder gibt es nur männliche?

    Es ist, glaube ich, schon ein paar Jahre her, jedoch, ich meine mich zu erinnern, dass es einmal einen Missbrauchsfall in einem Verein gab und hinterher wurde medial ausgeschlachtet, dass das nicht passiert wäre, WENN der Verein ein solches Zeugnis generell verlangt hätte. Ich fand das nicht komplett von der Hand zu weisen im Sinne von "lieber oft umsonst nachgeschaut, als EIN Missbrauchsfall". Wie siehst Du das?
     
    #19
    User 162883, 20 August 2017
  20. User 44981
    User 44981 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Off-Topic:
    Es wird von allen verlangt.
    Aber trotzdem ist "der Kinderschänder" in den Köpfen vieler Menschen einfach ein Mann, weshalb Männer, die beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern umgehen, kritisch beäugt werden, während Frauen in der gleichen Tätigkeit deutlich größeres Vertrauen genießen.

    Natürlich verstehe ich es, dass sich der Vereins-Vorstand möglichst gut absichern will, obwohl die Maßnahme eher ein trügerisches Sicherheitsgefühl schafft, als echte Sicherheit. Aber letztendlich ist diese Maßnahme eben vor allem eine Sache, die mir zeigt, dass die Angst und die kritische Beobachtung offensichtlich immer größer wird (sonst müssten ja keine neuen Maßnahmen ergriffen werden).
    Und darüber hinaus widerstrebt mir diese ganze Sache auch, weil ich die Unschuldsvermutung nicht nur für eine rechtsstaatliche, sondern auch für eine gesellschaftliche Errungenschaft halte, die man nicht leichtfertig einer großteils irrationalen Angst opfern darf. (Irrational, weil der Großteil der Missbrauchsfälle im Familienkreis und persönlichen Umfeld stattfindet, sowie teilweise auch noch in kirchlichen Einrichtungen, in denen lange alles vertuscht wurde, aber eben nur zu einem ganz kleinen Teil in Sportvereinen.)
     
    #20
    User 44981, 20 August 2017

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