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Hat jemand gute Erfahrungen mit Psychotherapeuten gegen Depressionen?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Renner, 11 Oktober 2007.

  1. Renner
    Gast
    0
    Hi,

    kann mir jemand seine Erfahrungen und Erfahrungswerte mit Psychotherapeuten/Psychologen mitteilen,welche euere Depressionen behandelt haben?

    Hab vor mich mal in die Obhut eines Arztes zu begeben,da ich
    wohl "objektiv betrachtet" darunter leide.

    Gruß
     
    #1
    Renner, 11 Oktober 2007
  2. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    474
    vergeben und glücklich
    was heißt, du leidest objektiv betrachtet darunter?

    Ich habe zwar keine Depressionen aber ein Bekannter, der ist zuerst von seinem Hausarzt zu einem Neurologen überwiesen worden, dort wurden dann verschiedene Tests gemacht und er bekam Medikamente:zwinker: Scheint auf jeden Fall zu helfen! Man muss nicht immer ne Therapie deswegen machen, aber sollte vorher abchecken lassen, was die Ursachen sind.
     
    #2
    User 37284, 11 Oktober 2007
  3. Renner
    Gast
    0
    "Objektiv" in der Form,das ich versuche es so zusehen.Also eher subjektiv.
    Ich brauch keine Tabletten oder sowas.Ich brauch einen kompetenten Arzt,der mir hilft.

    Ich bin mir sicher,dass das Depressionen sind,auch ohne das ich mir absichtlich sowas einreden würde.

    Mein Problem liegt darin,dass ich so extrem wechselhaft bin,von absolut zufrieden bis total niedergeschlagen und unsicher im eigenen Tun und Handeln auf der anderen Seite.Und diese Schwankungen innerhalb von Minuten.Nur,dass die depressiven Phasen einfach nicht mit mir selbst gut zureden verschwinden.Mal klappt´s,aber dann sind sie auch bald wieder trotz allem positiven Denken da.
    Brauch einfach mal jemand der mein Selbstwertgefühl,Selbstbewußtsein und auch meine Lust am Leben weckt.

    Zum Teil meine ich Einflussfaktoren hierfür zu kennen,zum anderen gibt ein paar Punkte wo ich mal den Kopf gewaschen brauche um den richtigen Dreh zu finden.

    Gruß Renner
     
    #3
    Renner, 11 Oktober 2007
  4. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
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    474
    vergeben und glücklich
    Naja, dass du keine Tabletten sondern einen Arzt brauchst ist so nicht ganz richtig. Oftmals kann man das selbst ja nicht richtig einschätzen.

    Fakt ist, dass du dir einen Arzt suchen solltest, egal ob Psychologe oder Neurologe um erstmal herauszufinden, ob die Ursachen psychisch oder körperlich bedingt sind. Gibt ja auch Depressionen, die vererbt wurden oder bei denen eben hauptsächlich die Neurotransmitter verantwortlich sind. In solchen Fällen werden wohl oft Medikamente verschrieben.

    Ich glaube das zumindest aber richtig auskennen tu ich mich in diesem Gebiet nicht.

    Wenn du wirklich darunter leidest, solltest du mal mit einem Arzt deines Vertrauens darüber sprechen :smile:
     
    #4
    User 37284, 11 Oktober 2007
  5. Renner
    Gast
    0
    Sogesehen,hast du natürlich recht mit den Medikamenten.

    Jetzt geht es nur darum:welcher Arzt.Wollte deswegen eigentlich den Hausarzt auslassen und mir lieber gleich einen Facharzt suchen.

    Nur welche Berufsgruppe ist jetzt die Richtige(Psychotherapeut,Nervenheilpraktiker,...) und wie sieht es mit Kosten aus usw. (auch wenn Kosten Nebensache sind)
     
    #5
    Renner, 11 Oktober 2007
  6. Amian
    Amian (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    815
    103
    3
    Single
    ich habe von meinem berufsberater die tel. nr. einer seiner sicht nach geeigneten psychotherapeutin erhalten. danach habe ich einen termin abgemacht. es lief nicht via hausarzt. aber ich komme aus der schweiz.

    bin seit mehr als 2 jahren in therapie, es hilft. muss ja nicht sein, dass du die diagnose depression erhältst, aber das mal abzuklären ist sicher nicht schlecht.
     
    #6
    Amian, 11 Oktober 2007
  7. aditú
    aditú (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    86
    0
    Es ist kompliziert
    Huhu,

    ich studiere Psychologie und denke dass was du suchst ist ein psychologischer Psychotherapeut. Das sind keine Ärzte, sondern eben Psychologen. Du kannst auch zu einem psychiatrischen Psychotherapeuten gehen. Der ist dann Arzt und darf dir auch Medikamente verschreiben. Nachteil ist dass er natürlich Medizin und nicht Psychologie studiert hat, also eventuell therapeutisch nicht ganz so gut ist. Wert legen solltest du auf jeden Fall darauf einen Therapeuten zu bekommen, ansonsten hast du bei einem reinen Psychiater oder Neurologen wahrscheinlich das Pech nur 15 Minuten Anamnese zu betreiben um dann ein Medikament seiner Wahl zu bekommen. Und das willst du ja nicht und das bekämpft letztendlich ja auch nur die körperlichen, nicht aber die seelischen Ursachen. Bei manchen Erkrankungen ist sowas sogar kontraproduktiv, bei anderen brauch man natürlich Medikamente. Das kann aber auch ein Psychologe abwägen, der spricht sich in dem Falle mit deinem Hausarzt ab.
    Du solltest dich aber darauf einstellen eventuell eine Weile auf einen Therapieplatz zu warten. Leider ist die Kassenplanung der Zulassungen nicht immer ganz am Bedarf orientiert. :zwinker:

    Grüße!
     
    #7
    aditú, 11 Oktober 2007
  8. magic
    Verbringt hier viel Zeit
    1.152
    121
    0
    vergeben und glücklich
    Nein ... für so etwas hat man(n) gute Freunde ...

    LG

    magic :zwinker_alt:
     
    #8
    magic, 11 Oktober 2007
  9. Renner
    Gast
    0
    Erst denken,dann schreiben.
     
    #9
    Renner, 12 Oktober 2007
  10. klatschmohn
    Meistens hier zu finden
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    Single
    Ich habe unter anderem auch eine depressive Störung. Ich habe damals, als es ziemlich massiv war, eine stationäre Gruppentherapie gemacht, am Anfang zur Stabilisierung mit Medikamenten, dann nach und nach abgesetzt.

    Hat mir geholfen, heute brauche ich, zumindest im Moment, keine mehr. Bin aber immer noch in psychotherapeutischer Behandlung. Wenn du Fragen hast, frag ruhig :smile:
     
    #10
    klatschmohn, 12 Oktober 2007
  11. Lou
    Lou
    Verbringt hier viel Zeit
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    4
    vergeben und glücklich
    ich habe eine verhaltenstherapie gemacht (27 sitzungen. mehr zahlte die kasse nicht) und eine halbe psychoanalyse (konnte die masse der termine, die die therapeutin für notwendig hielt, organisatorisch nicht bewältigen). wunder gab es keine. aber durch diese therapien wurde soviel in mir ausgelöst und angestoßen, daß ich mich selber mit hilfe von büchern quasi "weitergebildet" habe :zwinker: . 4 jahre nach der verhaltenstherapie ging es mir 1000 mal besser als vorher, und ich habe jetzt ein lockereres und liebevolleres verhältnis zu mir selber. das hat eine gute basis für mehr emotionale stabilität ergeben.

    mit den therapeuten ist es auch so ein bißchen wie mit einer liebschaft: es muß stimmen. gib also nicht auf, wenn du bei der ersten oder zweiten person kein gutes gefühl hast. menschen müssen zueinander passen. und therapeuten sind eben auch menschen. viiiiel glück bei der suche! (z. b. psychotherapie oder psychoanalyse in den gelben seiten)
     
    #11
    Lou, 12 Oktober 2007
  12. Renner
    Gast
    0
    Hi Lou,

    kannst du mir Bücher nennen welche Du empfehlen kannst?

    Hat es überhaupt einen Nutzen erst den Hausarzt aufzusuchen bzw. bringt mir das etwas in Bezug auf mögliche Behandlungskosten?

    Oder reicht es den entsprechenden Facharzt aufzusuchen und von diesem aus Kassenansprüche geltend zu machen?

    Gruß Renner
     
    #12
    Renner, 12 Oktober 2007
  13. Lou
    Lou
    Verbringt hier viel Zeit
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    4
    vergeben und glücklich
    den hausarzt mußt du aufsuchen - 1. station. der schickte mich dann zu einem psychiater (glaube ich), und der machte dann eine überweisung zur psychotherapie, die ich mir selbst aussuchen konnte.

    tja, meine bücher, die mir im anschluß (wohlgemerkt!) an die verhaltenstherapie und psychoanalyse geholfen haben, waren eher esoterischer natur. ich bin mir nicht mal so sicher, ob meine therapeutinnen damit konform gegangen sind. aber: sie waren sehr gut verständlich (was mir wichtig war) und im innersten kern ihrer botschaft eigentlich genau das, was mir diese wissenschaftlich geprägten menschen nur mit anderen worten verdeutlicht hatten.

    schlüsselbücher für mich waren: alle bücher von thorwald dethlefsen und rüdiger dahlke (psychosomatischer ansatz) und bücher über das sog. "innere kind" (z. b. erika chopich und margaret paul) und michael lukas möller (themen selbstliebe und paarleben). die gedanken und praktischen ansätze der autoren waren auf gewisse weise vernetzt und ergänzten sich. mir wurde sehr viel klar über meine selbstbeziehung und wie ich seelisch "funktioniere". und durchaus mit praktischen anwendungsmöglichkeiten, sofern ich sie auch "fleißig" geübt habe. eine therapeutische unterstützung, wenn sie gut ist, ist allerdings gold wert.

    nur allein mit meinen büchern war ich manchmal etwas halt- und orientierungslos. das konnte ich zwar abfangen, war aber sicher mühsamer als mit einem geschulten gesprächspartner.
     
    #13
    Lou, 12 Oktober 2007
  14. Renner
    Gast
    0
    Ne,passt schon Lou,ich werd wohl keine Selbstversuche mit Büchern machen denn mehr als Ergänzung.

    Danke für die Tipps
     
    #14
    Renner, 12 Oktober 2007
  15. Stonic
    Stonic (41)
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    Du solltest dir vieleicht erstmal Rat bei Freunden oder ein Hobby suchen das dich ausgleicht bevor du nach nem Seelenklempner schreist weil das was du schreibst nicht unbedingt nach Depressionen klingt.
    Zudem finde ich schreien junge Menschen inzwischen eh viel zu schnell nach nem Therapeuten obwohl ein bisserl gesunder Menschenverstand ihnen nicht schaden würde.
     
    #15
    Stonic, 15 Oktober 2007
  16. User 48403
    User 48403 (47)
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    nicht angegeben
    Da schreibst Du ein heikles Thema an. Ohne jetzt pauschalisieren zu wollen, bin ich da ähnlicher Meinung. Man muss schon selbst lernen, mit Problemen umzugehen, sofern sie nicht in der Art gravierend sind, dass es krankhaft ist. Besonders Depressionen empfindet ja jeder unterschiedlich. Es gibt Depressionen und "Depressionen". Ich hatte auch viele stark depressive Zeiten in meinem Leben gehabt, bin aber immer irgendwie selbst - und mit Hilfe sehr guter Freunde - da rausgekommen. Allerdings war ich auch nie auf den Gedanken gekommen, nen Psychotherapeuten aufzusuchen, denn da hatte ich noch die irrtümliche Meinung, wenn man zum Seelenklempner o.ä. geht, wird man gleich als Fall für die Klapse bezeichnet:schuechte
    Inzwischen bin ich überzeugt, dass einige Probleme leichter zu bewältigen gewesen wären, wenn ich nen Psychologen zu Rate gezogen hätte....
     
    #16
    User 48403, 15 Oktober 2007
  17. Stonic
    Stonic (41)
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    Ich hab nur die Erfahrung gemacht, daß man nicht selber merkt oder nur höchst selten selber merkt. Wenn man es schon selber merkt ist es nicht so tragisch das man wirklich nen Doc braucht und sich erstmal bei Freunden ausheulen sollte
     
    #17
    Stonic, 15 Oktober 2007
  18. aditú
    aditú (31)
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    Es ist kompliziert
    Hallo,


    ich persönlich sehe das ganz anders. Kein Therapeut löst deine Probleme. Wenn das so wäre, würden ich mich freuen, denn dann würde ich wohl nach meinem Studium echt reich werden. :zwinker: Die heutige Zeit läd einen irren Druck auf die Menschen, aber das muss ich keinem erzählen. Wir haben nun also die Möglichkeiten uns in vielfältiger Weise helfen zu lassen. Letztendlich lässt sich doch auch jeder helfen, der zu Freunden geht oder sich bei seiner Familie oder eben hier im Internet ausheult. Was ist verwerflich daran? Ein Therapeut ist nichts andres. Nur dass er das Helfen gelernt hat. Er hilft dir, zeigt dir Wege auf, die man selbst vielleicht nicht sieht oder sich nicht getraut sie allein zu gehen. Was ist denn gesunder Menschenverstand wenn nicht Hilfe annehmen, wenn man sie bekommen kann? Meiner Meinung nach ist alles andere falsch verstandene Stärke. Ein Grund warum viele eine solche Hemmung haben sich professionell helfen zu lassen sind eben solche Sätze. "Du bist doch nicht verrückt" Wer entscheidet denn ob etwas schwerwiegend ist? Wenn mich etwas stört versuche ich es zu beseitigen. Gelingt mir es nicht, suche ich jemanden der mir hilft. Man geht doch auch mit Grippe zum Arzt, obwohl man vielleicht auch nicht dran stirbt... :zwinker:
    Was ich allerdings nicht mag und wo ich geneigt bin dem zuzustimmen, dass man Probleme anders lösen kann ist der vermehrte und zu schnelle Griff zu Drogen. Sei es Alkohol, Medikamente oder das was allgemein hin als "Drogen" verstanden wird. Bei Medikamenten und speziell Psychopharmaka muss man dann natürlich differenzieren. Bei psychotischen Störungen hilft meist keine reine Gesprächstherapie.

    Grüße!
     
    #18
    aditú, 15 Oktober 2007
  19. Amian
    Amian (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    hätte ich es nicht selber gemerkt, dass ich ein problem habe, wäre ich jetzt noch im loch.

    ich finde es anmassend, was du schreibst.

    die idee meiner therapie ist, dass ich mich selber besser kennenlernen soll, mein leben in den griff kriegen soll, mich selber gern mögen soll. aber die arbeit machen, die muss ich selber. meine therapeutin nimmt mich bei der hand und zeigt mir durch gezielte fragen auf, wie ich auch noch denken könnte, so dass fixe muster durchbrochen werden.

    mir hilft es. ich weiss nicht, ob ich noch da wäre, wenn ich mich nicht entschlossen hätte, die sache anzupacken. für mich war es kein einfacher schritt, mir einzugestehen, ein riesen problem zu haben und den hörer in die hand zu nehmen, um eine therapeutin anzurufen.
     
    #19
    Amian, 15 Oktober 2007
  20. Renner
    Gast
    0
    Meine Lieben und Guten :

    Zum einen hab ich genug Hobbies und auch einige echte Freunde auf die ich bauen kann,zum anderen kann nur jeder selbst entscheiden ob einem professionelle Hilfe etwas bringt oder eben nicht.
    Desweiteren würde mich der Zusammenhang Menschenverstand und Alter interessieren sowie erklärt bekommen. Oder ist sachliches,logisches Handeln sowie "in sich hineinhören" eine Gabe des steigenden Alters?:ichstehim :anbeten:

    Einiges klingt schon ein wenig anmaßend und locker dahergesagt,aber mir geht´s nicht darum einen auf stark zu machen.Es hat nichts mit Stärke zu tun ewig Probleme mit sich herumzutragen welche einem kein Freund oder Freundin in stundenlangen Gesprächen lösen kann.Und das mit der Angst davor,es könnte jemand von Arztbesuchen erfahren:Nicht jeder muss es wissen,aber wer´s eben weiß...mir persönlich wurscht.

    Und nur weil der eine Probleme hat heißt das auch nicht,das man nicht lockere Sprüche auf den Lippen haben kann.
    Dafür kennt man einander hier zu wenig als das man jemanden wirklich einschätzen kann.

    In diesem Sinne...
     
    #20
    Renner, 15 Oktober 2007

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