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Hat sie eine "Alkoholiker-Phobie"?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von laddie, 14 Juni 2009.

  1. laddie
    laddie (36)
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    vergeben und glücklich
    Ich weiss nicht wie man es sonst nennen kann.

    Also meine Freundin und ich haben gestern darüber geredet das sich gedanken um ihre Eltern macht weil die so viel Alkohol trinken, ich habe sie dann gefragt wie viel sie trinken und wie oft. Da sagte sie das sie jeden Abend in der Woche ein Bier trinken. Also ihr Vater und ihre Mutter auch.

    Ich weiss nicht sicher, ich finde es sehr schön das sie das mir anvertraut ich denke es zeigt sie hat wirklich vertrauen in mich.

    Aber ich finde nicht dass es sehr viel ist. Mein Vater hat damals jeden abend 4 oder 5 getrunken.

    Ich habe ihr das auch gesagt, ganz normal das ich nicht finde dass es viel ist und das ich denke sie braucht sich keine gedanken zu machen.

    Aber sie macht sich schon gedanken darüber und es macht ihr denke ich auch sorgen.

    Ich kenne ihre Eltern ja auch und ich habe wirklich nicht den Eindruck das sie Alkoholiker sind mein Vater hingegen ich denke es gab Zeiten da war er nahe dran.

    Sie selbst trinkt übrigens normal fidne ich also sie trinkt unter der Woche nichts aber am Wochenende wenn wir mal auf einer Party oder so sind dann trinkt sie auch schon und dann auch viel.

    Ich frage mich woher ihre angst kommt das ihre Eltern vielleicht Alkoholiker sein könnten oder warum sie Angst hat.
     
    #1
    laddie, 14 Juni 2009
  2. brainforce
    brainforce (33)
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    nicht angegeben
    Hmm sie hat sich dir zwar mit ihren Sorgen anvertraut aber vielleicht nicht in allen Details?:ratlos: Jedenfalls kennt sie ihre Eltern wohl besser als du sie kennst...

    Andererseits könnten es schon überzogene Ängste sein, vielleicht weil sie schonmal im Bekannten-/Verwandtenkreis schlechte Erfahrungen gemacht hat bzw. Angst hat das ihre Eltern ebenfalls abrutschen!

    Es ist deine Aufgabe das herauszufinden und ihr evtl. zu helfen. Der größte Fehler den du machen kannst wäre das ganze von Vornherein als "Nichtigkeit" abzutun und damit deiner Freundin vor den Kopf zu stoßen.
     
    #2
    brainforce, 14 Juni 2009
  3. Sus@nic
    Sus@nic (32)
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    Single
    Na vieleicht liegt es an der Defination. Jeden Tag Alkohol, das gehört zu einem regelmässigen Verzehr und wird eigentlich auch als Sucht eingestuft?
    Wobei ich denke das bei einem einzigen Bier noch lange nicht von ner Sucht oder einer Krankheit zu reden scheint.
    Ich denke auch das es wohl tiefgründigere Dinge sind, die deine Freundin beschäftigen. Vielleicht war es im Kindesalter schlimmer gewesen oder Sie hat in Ihrem Verwandten oder Bekanntenkreis schon Alkoholkranke erlebt?
     
    #3
    Sus@nic, 14 Juni 2009
  4. laddie
    laddie (36)
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    vergeben und glücklich
    Danke erstmal für die Antworten.

    @Brainfocre

    Natürlich kennt sie ihre Eltern besser als ich sie kenne.

    Aber vielleicht kann ich auch genau dadurch das mehr objektiv betrachten.

    Wir reden eigentlich über so ziemlich alles und sie hat mri gegenüber nie so etwas erwähnt.

    Ich tue es auch nicht als nichtigkeit ab sie wird mir das nicht einfach so gesagt haben es beschäftigt sie sicher.

    @Sus@nic

    Sicher kann man schon sagen das jeden Tag Alkohol viel ist aber ich denke nciht das man sagen kann es ist eine sucht eine Sucht finde ich ist es dann wenn man nicht mehr darauf verzichten kann.

    Ich kann mir nicht vorstellen das es schlimmer gewesen sein kann als sie noch ein Kind war nach allem was sie und ihr Bruder mir erzählt haben und wie sie ist würde ich sagen das sie sehr behütet aufgewachsen ist.

    Ihre Mutter ist erzieherin ihr Vater hat eine eigene Firma.

    Ich finde das ihre Eltern manchmal etwas überreagieren vor allem wenn es um ihre Ausbildung geht. Sie sitzen ihr da manchmal sehr im Nacken.
    Aber ihre Eltern sind wirklich gute vernünftige Menschen.
    Ich kann mir wirklich nicht vorstellen das ihre Eltern ein Problem mit Alkohol haben.
     
    #4
    laddie, 14 Juni 2009
  5. User 53338
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    offene Beziehung
    Hey.

    Um Alkoholiker zu sein, muss man sich nicht bis zur besinnungslosigkeit besaufen oder mehrere Flaschen Bier trinken. Da reicht ein Bier jeden Tag die Woche aus - und ich finde das viel und ich kann deine Freundin absolut verstehen, dass sie sich da Sorgen macht. Es bringt auch nichts das zu verharmlosen oder herunter zu spielen, nur weil es sich vielleicht um Bier handelt oder weil die Eltern augenscheinlich nicht betrunken sind. :kopfschue

    Ich wuerde dir raten im Internet mal nach einem entsprechenden Forum zu googlen, vielleicht kann deine Freundin da auch mal ihre Sorge hinein schreiben. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Findet sich eigentlich sofort, wenn man "Alkoholiker" + "Forum" eingibt. :smile:

    Weisst du wirklich nicht woher ihre angst kommt oder kannst du ihre angst vielleicht einfach nicht verstehen? :confused:


    Und du erkennst hier die Sucht nicht? Wenn man jeden Tag Bier trinkt, trinken muss? :confused:
     
    #5
    User 53338, 14 Juni 2009
  6. laddie
    laddie (36)
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    vergeben und glücklich
    Hi Bondage danke für deine Antwort

    Nichts möchte ich weniger tun als ihre Sorge zu verharmlosen.

    Aber ja es fällt mir schwer ihre Angst zu verstehen was aber daran liegt das ich es schwer mit meinen Eltern vergleichen kann weil sie da eigentlich immer besser weg kommt mit ihrer Kindheit und es daher kein vergleich ist. Aber ich will es wirklich verstehen und mache mir wirklich gedanken darüber.

    Ich finde es wie gesagt auch ganz toll das sie das vertrauen zu mir hat und damit zu mir kommt.

    Und ich weiss auch nicht woher ihre ängste kommen.

    Ich glaube nicht das sie jeden Tag ein Bier trinken müssen. Ichw ar mit ihrem Vater Tennis spielen und danach haben wir noch etwas gegessen und er hat mich gefragt ob ich zurück fahren könnte damit er etwas trinken kann. Ich habe ihm gesagt das es mir lieber wäre wenn er zurück fährt und es war kein Problem für ihn nichts zu trinken.

    Vielen dank für den tip mit dem Forum auch das werde ich gleich an sie weiter geben. :smile:
     
    #6
    laddie, 14 Juni 2009
  7. brainforce
    brainforce (33)
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    nicht angegeben
    Denke der Tipp mit dem Forum ist sicher gut - ansonsten könnte deine Freundin z.B. noch bei Hilfsorganisationen um Rat fragen - z.B. Kreuzbund oder Anonyme Alkoholiker! Denke dort wird ihr sicher auch auf eine kurze Nachfrage kompetent geholfen.
     
    #7
    brainforce, 14 Juni 2009
  8. Martouf
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ob Bier, Wein, Sekt oder Wodka spielt vollkommen keine Rolle. Die wirksame Substanz in allen diesen Getränken ist Ethanol, ein Stoff aus der Gruppe der Alkohole, das, was man umgangssprachlich auch "den" Alkohol nennt. Und ob ich den jetzt mit Saft als Cocktail mische, Wein destilliere und härtere Sachen daraus mache, oder Bier mit Wasser verdünne spielt keine Rolle. Das Einzige, was sich ändert, ist die Konzentration des Alkohols in seinem Lösungsmittel (Wasser). Also die berühmten Prozente (Volumenprozente, vol.%).

    Ethanol ist und bleibt schweinemäßig gefährlich egal wie sehr man das herunterspielen will. Das Zeug macht die Leber genauso schnell kaputt wie Tabakrauchen die Lunge schwarz macht, und es ist dazu fähig eine Abhängigkeit zu erzeugen, die einem Heroinsüchtigen in praktisch nichts nachsteht. Die berühmten Klischee-Alkoholiker, die nach einigen Jahren an dem Punkt angelangt sind, wo sie schon ihr Frühstück flüssig einnehmen.

    Zur Erzeugung einer Abhängigkeit reicht der regelmäßige Konsum. Dabei spielt die Dosis nichtmal eine größere Rolle. Es reicht die Regelmäßigkeit, um eine physische (körperliche) Sucht auszulösen.
    Eine Abhängigkeit besteht aber natürlich auch aus einer psychischen (geistigen) Komponente. Da geht es dann nur noch darum, ob mit der eingenommenen Dosis der gewünschte Effekt erzielt wird. Das hängt vom Charakter des Menschen ab. Manche möchten sich ständig auf einem gewissen Alkohollevel halten (Spiegeltrinker), manche bleiben wochenlang nüchtern und saufen sich dann plötzlich auf einer Party hemmungslos zu (Komatrinker) und so weiter.

    Erwähnenswert ist da auch noch ein Effekt, den man Toleranzbildung nennt. Sprich, der Konsument hat die Tendenz, die eingenommene Menge an Ethanol zu erhöhen, da sein Körper eine zunehmende Toleranz gegen die Droge aufgebaut hat. Schließlich muss man sich vor Augen halten, dass es sich dabei um ein Zellgift handelt, das in höheren Konzentrationen toxisch wirkt. Die Leber versucht, das Zeug enzymatisch abzubauen, aber das klappt am Anfang nicht gut. Deswegen sind zu Beginn nur relativ geringe Mengen Ethanol nötig, um bewusstseinsverändernde Effekte hervorzurufen. Registriert der Körper, dass öfters größere Mengen Ethanol abgebaut werden müssen, gibt es eine negative Rückkopplung und als Folge dessen wird die Menge an Abbauenzymen erhöht. Je mehr Alkohol --> je weniger Alkohol. Ein einfaches Prinzip, mit dem der Körper sich vor einer Vergiftung schützen will. Aber die Konsumenten interessiert das nicht und so wird munter weiter gesoffen.
    In Extremfällen übergibt man sich dann, ob man will oder nicht, um die weitere Aufnahme des Zeugs zu stoppen. Das entspräche dann bereits einer Alkoholvergiftung. Aber selbst danach saufen manche auf der Party noch weiter.

    Somit ist es in meinen Augen völlig wurscht, ob jemand jetzt "nur" Bier trinkt oder nicht, oder ob es sich dabei "nur" um eine Flasche täglich handelt oder nicht. Ich bin jetzt keiner aus der straight edge-Ecke, aber trotzdem sei angemerkt, dass bei 4 vol.% und 0,5l pro Flasche jährlich stolze 7,3 Liter reines Ethanol pro Person konsumiert werden. Das ist immerhin ein knapp doppeltes Pinnchen von dem guten Gorbatschow jeden Abend. An sich nicht bedrohlich, aber man bedenke die Regelmäßigkeit und die Toleranzbildung.
    Laddie meinte hier im Thread, dass eine Flasche Bier ja nicht viel sei, und sein Vater jeden Abend 5 getrunken hätte. Das wären dann jährlich 36,5 Liter reines Ethanol und immerhin pro Abend dasselbe wie ein fast volles 0,2-er Glas Wodka!

    Aber ist ja nur Bier, das macht weder süchtig noch besoffen.

    Ich persönlich kann nur jedem der so ein Verhaltensmuster beobachtet raten, ein Auge darauf zu werfen und insbesondere auf die Situationen zu achten, in denen getrunken wird. Und vor allen Dingen darauf, ob die Mengen sich erhöhen und/oder auf stärkere Getränke umgeschwenkt wird.
    Niemand mutiert über Nacht zum Alkoholiker und nicht jeder Partylöwe endet gleich morgen in der Gosse, aber auf 10 Jahre betrachtet sind es durchaus einige davon.

    Ich würde niemals den Fehler machen und das herunterspielen. Es ist und bleibt eine Droge wie jede andere auch. Egal ob legal erhältlich und egal wie gesellschaftlich akzeptiert oder gar gefordert sie ist. Bei Jugendlichen, die sich zusammen mit Papa bei jedem Schützenfest einen saufen, und Erwachsenen, die sich nichtmal mit 'nem Glas Wasser dort an den Tisch stellen können ohne doof angeguckt zu werden (außer mit der Ausrede, sei müssten noch Auto fahren; das wird als notweniges Übel gesellschaftlich akzeptiert) frage ich mich ernsthaft, wie weit es mit unserer Kultur hier in Deutschland her ist. Stellenweise.

    Also lasst die Leute trinken aber macht euch klar, dass es in einigen Fällen böse ausgehen kann und dass Ethanol Risiken birgt wie jede andere Droge auch.
    Als Außenstehender zusehen zu müssen, wie ein geliebter Mensch sich dank Alkohol zugrunde richtet, kann prägend sein. Ich kann diesbezüglich nur den Tipp geben, sich nicht schuldig dafür zu fühlen und sich klar zu machen, dass man selbst das Trinkverhalten des Betroffenen nicht ändern kann.

    Martouf
     
    #8
    Martouf, 14 Juni 2009

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