Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  • xoxo
    Sophisticated Sexaholic
    20.852
    698
    2.619
    Verheiratet
    18 Dezember 2009
    #1

    Hausarbeiten online stellen und dafür Geld kassieren - Erlaubt ?

    Um mir Ideen für Hausarbeitsthemen zu holen, habe ich gegoogelt. Dabei bin ich auf eine Seite gestoßen, die dazu auffordert, eigene Essays und Hausarbeiten online zu stellen und für jeden erfolgten Download bekommt man Geld.

    Nun, ich bin mir bewusst, dass Lehrende es nicht schätzen wenn man sich an solchen Arbeiten orientiert noch ist es legal die Texte zu kopieren und sie als seine eigenen auszugeben, aber wie ist das denn mit dem Hereinstellen eigener Texte; ist es legal sein geistiges Eigentum so zu verkaufen? (Macht das vielleicht sogar jemand von euch?)
     
  • ülpentülp
    0
    18 Dezember 2009
    #2
    erlaubt.

    benutzen verboten.
     
  • User 92211
    Sehr bekannt hier
    2.135
    168
    322
    Verlobt
    18 Dezember 2009
    #3
    "Benutzen verboten"? Das würde ich so pauschal nicht sagen. Text rauskopieren und als seinen eigenen ausgeben ist natürlich verboten. Aber was spricht denn dagegen, sich ein paar Anregungen zu holen (evtl. zu benutzter Literatur, wenn man was zu einem ähnlichen Thema schreibt usw.)? In der Uni-Bibliothek kann ich mir schließlich auch Abschlussarbeiten von anderen ausleihen. Und wieso sollten Lehrende es nicht zu schätzen wissen, wenn man sich an anderen guten Arbeiten orientiert, sei es formal (Aufbau des Inhaltsverzeichnisses oder was weiß ich) oder auch - natürlich mit aller gebotenen Vorsicht - inhaltlich, was z. B. bestimmte Methoden angeht? Bei uns empfehlen die Lehrenden sogar: "Schauen Sie sich mal die und die Arbeit an, die war gut". Man kann nun mal nicht mit jeder wissenschaftlichen Arbeit das Rad neu erfinden... Und außerdem: Auch als Buch gedruckte und veröffentlichte Dissertationen sind ja einfach nur Arbeiten anderer Leute... Dann dürfte man ja gar keine Literaturrecherche mehr betreiben und irgendwas zitieren.

    Und wieso sollte es nicht legal sein, sein geistiges Eigentum auf diese Weise zu vermarkten...? Ist doch, wie die Bezeichnung schon sagt, mein EIGENTUM, also kann ich damit doch machen, was ich will. Oder meinst du, weil man andere damit zum Missbrauch desselben anstiften könnte?
     
  • ülpentülp
    0
    18 Dezember 2009
    #4
    ok. benutzen ist vielleicht zu eng gegriffen. aber du hast ohnehin erkannt, was ich meine > 1:1 übernehmen.

    sry.

    aber es stellt sich anhand vorhandener schriften, sei es im net oder der bibliothek, die frage , wer noch bezahlen würde für etwas, das er/sie auch umsonst bekommen kann. (?)

    @xoxo

    zu kurz gedacht - auch geistiges eigentum muss man sich zunächst schützen lassen, wenn man es als solches deklariert wissen will. und das kostet erstmal geld, ehe es welches einbringt :zwinker:
     
  • Tavis
    Tavis (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    26
    88
    2
    nicht angegeben
    18 Dezember 2009
    #5
    Nun ja, es kommt drauf an. Auf jeden Fall wäre es nicht erlaubt wenn die Arbeit eine längere Aufgabenstellung enthält und diese mit eingestellt werden würde.

    Sofern die Aufgabenstellung selber eine gewisse geistige Schöpfungshöhe erreicht, sprich nicht nur aus einem Themenwort o.ä. sondern einem längeren Text besteht, unterliegt diese dem Urheberrecht des Aufgabenstellers und darf nicht ohne Weiteres veröffentlicht und schon gar nicht verkauft werden.

    @ ülpentülp
    Urheberrechte entstehen in Deutschland mit der Schöpfung des Werkes und sind auch unveräußerlich, d. h. können auch nicht abgetreten bzw. verkauft werden. Man kann als Urheber anderen nur Nutzungsrechte einräumen.
    Da besteht ein massiver Unterschied zu Patenten, wo man sich gewisse technische Innovationen erst schützen lassen muß.
     
  • User 92211
    Sehr bekannt hier
    2.135
    168
    322
    Verlobt
    18 Dezember 2009
    #6
    Interessanter Punkt, der mir so nicht klar war. Aber solche Arbeiten habe ich eigentlich auch nie geschrieben.

    Müsste ich denn, wenn es so wäre, den Aufgabensteller um Erlaubnis bitten oder dürfte ich das selber gar nicht einstellen, oder wie?

    Ach so, und um auf noch eine Frage aus dem Ausgangspost zu antworten: Ich habe das noch nie gemacht, denke aber darüber nach, meine Masterarbeit auf diese Weise zu vermarkten.
     
  • Tavis
    Tavis (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    26
    88
    2
    nicht angegeben
    18 Dezember 2009
    #7
    @ Nina21
    Ja, genau, der Aufgabensteller (Urheber) müßte das explizit erlauben und hätte natürllich damit auch ein Anrecht am Gewinn.
    Das ganze ist bei Hausarbeiten aber wohl eher theoretisch, da kaum ein Dozent die kommerzielle Nutzung erlauben würde.

    @xoxo
    Es ist natürlich absolut legal sein geistiges Eigentum zu Geld zu machen. Man sollte allerdings aufpassen, daß man nicht die Rechte andere verletzt oder ein Plagiat von eines schon bestehenden Werkes gemacht hat. Letzteres passiert bei Texten eher seltener, aber kommt z.B. bei Musik schon vor.
     
  • dav421
    dav421 (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    909
    103
    7
    nicht angegeben
    19 Dezember 2009
    #8
    Dann solltest du dich informieren ob du nicht irgendwo unterschrieben hast, dass du der UNi exklusive Nutzungsrechte einräumst (z.B. um im Gegenzug deren Infrastruktur benutzen zu dürfen beim erstellen deiner Arbeit)

    Die andere Frage ist natürlich ob sich so eine Vermarktung tatsächlich lohnt
     
  • User 92211
    Sehr bekannt hier
    2.135
    168
    322
    Verlobt
    19 Dezember 2009
    #9
    Ich hab die Masterarbeit selber noch gar nicht geschrieben :zwinker:, aber danke für den Hinweis, das werde ich beachten. Aber da ich von einigen anderen an meiner Uni weiß, dass sie das auch gemacht haben, gibt es so was wohl bei uns so nicht. Fragen werde ich aber.

    Ob es sich lohnt? Keine Ahnung... Aber da ich auf so einer Seite mal gelesen habe, dass die alle Kosten für die Veröffentlichung übernehmen und man dafür eben prozentual an den Einnahmen beteiligt wird, dürfte es sich so gesehen schon ab dem ersten Download lohnen, auch wenn es nur ein paar Euro sind... Im Laufe der Zeit läppert es sich ja vielleicht. :zwinker: Man hat im Zuge der Erstellung der Arbeit ja auch einige Kosten (zumindest bei Abschlussarbeiten - Druck und Bindung, aber ggf. auch schon vorher Materialsammlung o. Ä.) und vielleicht kann man ja zumindest die wieder einigermaßen reinholen. Weiß ich aber nicht, vielleicht meldet sich da ja noch jemand, der das schon mal gemacht hat und kann dazu was sagen.
     
  • Vaughn
    Vaughn (34)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    22
    28
    5
    Single
    19 Dezember 2009
    #10
    Mh also ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen das dort ein Werk oft verkauft wird.

    Wer soll das denn überhaupt kaufen wollen? Und wofür? Kopieren wäre Betrug und zitiren für die eigene Arbeit wäre glaube ich mehr als lachhaft insofern es sich nicht um fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse handelt. Aber diese werden dann sicherlich nicht in FOrm einer Hausarbeit oder Diplomarbeit zu finden sein sondern in entsprechenden Papers.

    Bei uns an der Uni wird es sogar schon nicht gerne gesehn wenn man aus working papers zitiert... wenn ich da nun mit nem Zitat aus der Arbeit von hans Wurst aus Tackatuckaland ankomme - da lachen die mich ja aus?!
     
  • User 92211
    Sehr bekannt hier
    2.135
    168
    322
    Verlobt
    19 Dezember 2009
    #11
    Zitieren würde ich daraus auch nicht, auch nicht aus den von mir erwähnten Arbeiten, die man an der Uni selbst ausleihen kann. Ich selber würde übrigens so eine Arbeit wohl auch nicht gegen Geld runterladen... Aber wenn man ein sehr exotisches Thema hat, zu dem es allgemein wenig oder schlecht recherchierbare Literatur gibt, an der eigenen Uni nichts findet und dann aber in einem solchen Downloadshop eine Arbeit mit ähnlichem Thema findet, kann ich mir schon vorstellen, dass man sich daraus einige Anregungen holen will und es dann deshalb kauft. Allein z. B. wegen der benutzten Literatur.

    Ganz selten habe ich allerdings auch schon Dissertationen oder andere (als Buch veröffentlichte) Werke gesehen, in denen auch mal die Ergebnisse von Diplom- oder Magisterarbeiten zitiert bzw. erwähnt wurden. Wenn es sich wirklich um ein Nischenthema handelt, zu dem es noch nicht so viele "fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse" gibt, muss man ja irgendwo anfangen, wenn man vielleicht selber solche Ergebnisse entwickeln will. Diesen Anspruch hat eine einfache Seminararbeit naturgemäß viel weniger als eben z. B. eine Dissertation.
     
  • User 7157
    Sehr bekannt hier
    7.753
    198
    168
    nicht angegeben
    19 Dezember 2009
    #12

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
    Status des Themas:
    Es sind keine weiteren Antworten möglich.
    die Fummelkiste