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Haustier hat den 9., 10. und 11. Tumor - zum 5. Mal operieren lassen?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von VelvetBird, 21 Dezember 2009.

  1. VelvetBird
    Gast
    0
    Hallo,

    ich schreibe, weil ich gerade ziemlich traurig bin und mich in einem schrecklichen Zwiespalt befinde.

    Eine meiner Ratten, Nova, wurde vor weniger als 1 Monat zum 4. Mal operiert, ihr wurden gleich 3 Tumore an den Milchleisten entfernt. Insgesamt waren das Tumor Nr. 6, 7 und 8.
    Nun habe ich leider feststellen müssen, dass sie 3-4 (oder sogar 5?) neue Tumore hat. 2-3 davon lassen sich gut vom restlichen Gewebe abgrenzen, 1-2 sind dagegen sehr weich und und lassen sich kaum, bzw. nicht vom restlichen (gesunden) Gewebe abgrenzen (diese entfernen zu lassen ist erfahrungsgemäß schwierig).

    Nova ist jetzt ungefähr 25 Monate alt. Wer sich etwas mit Ratten auskennt, der weiß, dass die durchschnittliche Lebenserwartung von Ratten bei etwa 2 Jahren liegt, manche werden 3 oder auch ein bisschen älter, andere sterben schon früher.

    Von einigen Problemen abgesehen (sie hat starken Juckreiz ungeklärter Herkunft), ist sie kerngesund.
    Sie ist total fit, klettert viel, ist neugierig, frisst normal... man merkt ihr ihr Alter überhaupt nicht an.

    Und nun hat sie eben wieder neue Tumore :schuettel:.
    Vermutlich haben sich wieder Metastasen gebildet, denn es kommen in immer kürzeren Abständen immer mehr Tumore nach.
    Ich würde sie ja vom Prinzip her schon noch gerne operieren lassen, aber ich weiß, dass sie dann in spätestens 3-4 Wochen wieder neue Tumore hätte und ich kann das Tier noch nicht alle 3 Wochen unter's Messer legen.
    Zudem ist es auch irgendwann eine Kostenfrage. Als ich die Ratten aufgenommen habe, wusste ich, dass gerade Weibchen so anfälig für Tumore sind, aber ich hätte im Leben nicht damit gerechnet, sie ab einem bestimmten Alter jeden Monat operieren zu müssen.

    Einerseits sprechen schon einige Punkte gegen eine OP:
    - Nova ist "eh schon alt".
    - Es werden ganz sicher wieder Tumore kommen.
    - Es ist belastend für das Tier.
    - Es ist auf Dauer unglaublich teuer, ich müsste mir das Geld für die OP von einer Freundin leihen.


    Für eine OP sprechen folgende Punkte:
    - Nova könnte u.U. locker noch 1 Jahr leben (immerhin 1/3 ihres Gesamtlebens).
    - Nova ist noch so fit.
    - Ich bringe es einfach nicht über's Herz, sie nicht operieren zu lassen, ich würde mir Vorwürfe machen, sie im Stich gelassen zu haben, ihr nicht geholfen zu haben :frown:.

    Klar kann sie auch mit den Tumoren noch gut eine Weile leben.
    Aber Tumore "ernähren" sich quasi vom Tier. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass ein Tier frisst und frisst und dennoch "verhungert", weil der Tumor sich alles nimmt. Zudem kann ein Tumor platzen und schwere Blutungen verursachen und außerdem drückt er ja auch auf die inneren Organe, was auch scheiße ist.

    Ich weiß nicht, was ich tun soll.
    Wäre sie wenigstens krank, dann würde mir die Entscheidung leichter fallen. Aber sie ist noch so voller Lebensfreude :frown:. Wenn ich sie nicht operieren lasse, dann werde ich sie eines Tages wegen der Tumore einschläfern lassen müssen, auch wenn sie ansonsten noch Lebensfreude und -Kraft hat.
    Aber ich kann sie doch auch nicht alle paar Wochen aufschneiden lassen :frown:.
    Zumal sie nach den OPs immer starke Schmerzen hatte, das merkt man ihr deutlich an, trotz Schmerzmittel. Im Grunde hat sie dann von 30 Tagen 5-10 Tage lang Schmerzen, "nur" damit sie ein paar Tumore weniger hat. Und dann kommen wieder neue Tumore nach und das ganze Spiel beginnt von vorn :frown:.

    Ich musste das mal niederschreiben, weil ich versuchen musste, meine Gedanken zu ordnen.

    Ich freue mich natürlich über Beiträge, auch wenn mir am Ende ja doch niemand die Entscheidung abnehmen kann.
     
    #1
    VelvetBird, 21 Dezember 2009
  2. User 66223
    User 66223 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    398
    2.997
    Verheiratet
    Tut mir sehr das Tier selber und natürlich auch für dich, denn im Prinzip ist es deine Entscheidung was mit der Ratte geschieht.

    Ich würde, auch wenn es mir sehr schwer fallen würde, sie nicht mehr operieren lassen, einfach aus dem Grund weil sie auch nach der OP tagelang Schmerzen hat und das auf die Dauer auch nicht gut ist und auch an ihrer Kraft nagt. Wenn sie so schnell immer neue Tumore hat, macht es wenig Sinn, sie immer wieder operieren zu lassen, damits ihr vielleicht ein paar Wochen halbwegs gut geht. Nach so kurzer Zeit dann wieder eine OP wird ihrem Immunsystem sicher schwer zu schaffen machen...

    Schwere Entscheidung, ganz sicher, aber ich wäre für keine OP mehr. Sie sollte nicht leiden wenn sie stirbt... bzw. nicht noch mehr...

    Alles Gute für dich und die Ratte und dass du für dich die richtige Entscheidung triffst :smile:
     
    #2
    User 66223, 21 Dezember 2009
  3. Ambergray
    Ambergray (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    2.927
    123
    6
    nicht angegeben
    Ich würde sie nicht operieren lassen.

    Ich habe selbst Kleintiere und muss auch sagen, dass irgendwo (auch finanziell) eine Grenze ist.
    Klar ist es hart, wenn man mit Geld über das Leben eines Tieres entscheiden muss.

    Aber den ganzen Stress, den das Tier vor und nach der OP hat würde ich ihm wirklich ersparen.
    Ich würde sie so lange leben lassen, wie sie augenscheinlich beschwerdefrei ist.
    Wenn du aber merkst, dass sie nicht mehr selbstständig frisst oder offensichtlich Schmerzen hat, würde ich sie erlösen.
     
    #3
    Ambergray, 21 Dezember 2009
  4. kaninchen
    Gast
    0
    Das tut mir sehr leid für dich und die Kleine :knuddel:

    Letztlich ist es natürlich deine Entscheidung und du wirst dich ganz bestimmt für das Richtige - soweit es das in so Fällen überhaupt gibt - entscheiden... Meine Katze hatte (ist schon was her) das gleiche Problem, da wusste ich auch nicht, was besser ist, noch mal operieren oder "aufgeben"... Wir haben uns damals für letzteres entschieden, weil der Gang zum Tierarzt, Narkose, Wundheilung usw. eine einzige Qual für die Katze war und wir ihr das nicht mehr zumuten konnten... So hatte sie noch ein paar Monate, die hat sie dann aber wenigstens ohne Schmerzen verbracht.

    Von Ratten hab ich jetzt nicht so viel Ahnung, aber wenn die Tumore so schnell nachwachsen - ich glaube, solange die Tumore sie nicht sehr einschränken (am Mäulchen, so dass sie nciht mehr fressen kann zum Beispiel) würde ich ihr die OP-Tortur sparen...
     
    #4
    kaninchen, 21 Dezember 2009
  5. Larissa333
    Gast
    0
    Ich selbst war Mäusehalterin und habe fast alle meine Mäuse wegen Tumoren gehen lassen müssen.

    Bei Mäusen würde ich auf Grund der Größe Tumore eigentlich nie operieren lassen, denn sobald man ihn sieht, hat er vermutlich eh schon Metastasen gebildet. Und ab dann finde ich eine Op schon nicht mehr sinnvoll, da sich ja immer neue Tumore bilden werden.

    Auch bei Ratten würde ich sagen, dass es jetzt schon genug Ops waren für den kleinen Organismus, meiner Ansicht nach sogar schon zu viele, wobei ich es nachvollziehen kann, dass man halt einfach versucht, für das Tierchen zu kämpfen.
    Off-Topic:
    Bei einer meiner zwei einzigen Mäuse, die nicht wegen Tumoren eingeschläfert wurden, habe ich 5 verschiedene Antibiotika ausprobiert, bevor ich beschlossen habe, es nun sein zu lassen. Sie hatte aus dem Tierheim schon eine sehr schwere Lungenentzündung mitgebracht, es machte einfach keinen Sinn mehr für sie.


    Ich an deiner Stelle würde so vorgehen: Keine Op mehr, die Ratte nach allen Kräften verwöhnen mit allem, was sie gerne hat. Wenn es auch mal was ungesünderes ist, was sie deswegen nicht oder nur sehr selten bekommt, dann kann sie das nun auch bekommen. Ich würde die Zeit nutzen, michlangsam zu verabschieden. Dabei muss sie natürlich immer genau beobachtet werden.
    Sobald der Tumor anfängt, sie zu belasten oder zu behindern, würde ich mit ihr zum Tierarzt gehen und sie einschläfern lassen.
    Es kann auch nützlich sein, sich im Vorfeld bereits die Nummer eines Nottierarztes rauszusuchen, falls dieser Zeitpunkt, an dem ihr Leben nicht mehr so schön ist, eben nach den allgemeinen Öffnungszeiten ist.

    Off-Topic:
    Bei meiner ersten Tumormaus habe ich gemerkt, dass sie plötzlich anders ist, nicht mehr so vital. hab sie daher rausgefangen, um sie mir besser anzusehen, und in dem Moment ist der Tumor augeplatzt, um 22Uhr nachts. Bis zum nächsten Morgen warten hätte zu 90% bedeutet, dass sie langsam verbluten muss... also sofort meine Tierklinik angerufen, die glücklicherweise vor meiner Haustür ist, 10 Minuten nach dem Aufplatzen war die Maus bereits eingeschläfert.


    Ich wünsche euch beiden, dass deine Ratte noch eine schöne lange Zeit bei dir verbringen kann.
    Und dir wünsche ich die Kraft, im richtigen Augenblick für das Wohl des Tieres zu entscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass du sie einschläfern lassen musst.

    Lg
     
    #5
    Larissa333, 21 Dezember 2009
  6. User 505
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    2.784
    Verheiratet
    Je älter die Ratte wird, desto schlechter steckt sie OPs weg und auch die Chance, dass sie aus der Narkose nicht mehr erwacht, ist deutlich höher. Wenn der Tumor so schnell Metastasen bildet, kämpfst du mit jeder OP gegen Wildmühlen und die Chancen, dass bereits inoperable Tumore an inneren Organen sind, sind groß. Solche Eingriffe bedeuten großen Stress für die Tiere, der sie hinterher dann wieder anfälliger macht.

    Ich würde es lassen und denke nicht, dass du dem Tier einen Gefallen tun würdest.


    Wenn meine Ratten damals Tumore hatten, habe ich sie besonders beobachtet. Solange sie fit waren, habe ich sie in Ruhe gelassen, zeigten sie Anzeichen, dass es ihnen nicht mehr gut ging, habe ich sie einschläfern lassen. Auch wenn Tumore verletzt sind (z.B. weil sie am Boden schleiften), würde ich ein Tier erlösen.
     
    #6
    User 505, 21 Dezember 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  7. User 82687
    Meistens hier zu finden
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    128
    145
    vergeben und glücklich
    Hey,

    das tut mir so leid für dich und deine Ratte:frown:

    Rein rational kann ich Larissa333 und Serenity nur zustimmen, ermögliche ihr in der Zeit die ihr noch bleibt ein möglichst schönes Leben und tu ihr den Stress einer OP nicht mehr an.
    Andererseits wüsste ich wirklich nicht, was ich tun würde, wenn ich mit einer meiner Katzen in deiner Situation wäre...

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und noch eine schöne gemeinsame Zeit miteinander

    Lg
     
    #7
    User 82687, 21 Dezember 2009
  8. CrushedIce
    CrushedIce (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    806
    113
    53
    Single
    das tut mir leid zu lesen... :-(

    ich kann absolut verstehen, wie schwer dir die entscheidung gerade fällt. solche entscheidungen sind immer sehr belastend.

    ich selbst halte hamster und ermögliche ihnen auch jede nur erdenkliche medizinische versorgung und würde jetzt genau so abwägen wie du.
    aber ich weiß auich, dass man den kleinen auf dauer keinen gefallen damit tut, wenn man sie ständig operieren lässt.
    kleintiere sind meister im verstecken von schmerzen und krankheiten. und wenn man ihnen dann was anmerkt ist es meist schon recht schlimm für die kleinen. und alle paar wochen eine op wegstecken zu müssen ist doch auch keine wirkliche lebensqualität mehr.

    ich finde es toll, wie du dich um deine tiere sorgst und ich bin überzeugt davon, dass sie es bei dir gut haben.
    dazu gehört aber leider auch, sie irgendwann gehen zu lassen und ihnen die zeit bis dahin so schön wie möglich zu machen.
    ich kann nachvollziehen, dass du das gefühl hast, sie im stich zu lassen, wenn du sie jetzt nicht mehr operieren lässt.

    aber das ist nicht so. vier operationen hast du der kleinen ermöglicht, viermal hast du ihr ein längeres leben ermöglicht und dich um sie gekümmert.
    und machmal ist das leider so, dass der letzte dienst, den man seinen kleinen freunden erweisen kann, die erlösung ist.

    diese op jetzt wäre nur lebensverlängernd. die frage ist, wie ist dann die lebensqualität?

    vielleicht wieder 10 tage schmerzen, danach ist sie wieder fit, bekommt neue tumore....und dann? stehst du da, wo du jetzt auch stehst. und wieder wirst du dich fragen, wie du handeln sollst.
    das ist weder für die kleine maus, noch für dich gut.

    darum: verwöhne sie nach strich und faden und beobachte sie genau. und wenn du merkst, sie quält sich nur, dann lass sie erlösen.

    und denk daran! einschläfern bedeutet nicht im stich lassen, sondern du erweist ihr einen dienst, indem du sie vom leid erlöst!

    ich wünsche euch beiden viel kraft. ich weiß, wie verdammt schwer das ist. du wirst schon die richtige entscheidung treffen.
    fühl dich gedrückt!
     
    #8
    CrushedIce, 21 Dezember 2009
  9. Emilia16
    Emilia16 (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    284
    113
    28
    nicht angegeben
    Selbst bei einem Menschen würde man bei dieser Konstellation und immer wieder nachwachsenden Tumoren von einer infausten Prognose sprechen, d.h. selbst mit der besten Therapie kannst du den Krebs nicht vom Wachsen abhalten, da sich immer wieder Metastasen bilden.
    Wahrscheinlich würde man selbst einen Menschen nicht mehr weiter behandeln, sondern in mit Schmerzmitteln abdecken und versuchen die Lebensqualität bestmöglich zu erhalten.

    Du hast alles versucht was möglich ist, es ist Zeit zu akzeptieren, dass du nichts mehr tun kannst. Verwöhne deine Ratte bis sie beeinträchtig ist und dann warte nicht mehr ab, sondern lass sie erlösen.
     
    #9
    Emilia16, 21 Dezember 2009
  10. User 12900
    where logic cannot intervene
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    4.923
    nicht angegeben
    Hey,

    ich schließe mich der Mehrheit hier an und würde an deiner Stelle keine OP mehr machen.

    Ich habe selber erst seit Kurzem Ratten, war auch schon mit ihnen beim TA und habe keine Kosten und Mühen gescheut, aber dennoch würde ich einer über 2 Jahre alten Ratte keine erneute OP zumuten.

    Ebenso wie Serenity würde ich sie beobachten (auch wenn man es meistens leider erst zu spät erkennt), sie verwöhnen und, sollte es sich verschlimmern, sie ggf. erlösen lassen.

    Alle paar Wochen die Tortur einer OP zu erleben ist für eine Ratte auch nicht schön.

    1 Jahr wäre zwar 1/3 ihres Lebens, aber 1. wäre es schon arges Glück, wenn eine krebskranke Ratte 3 Jahre alt würde, und 2. sind diese 10 Tage (oder auch mehr, Ratten können das ja gut verstecken) voller Schmerzen nach der OP für eine Ratte dann auch eine verdammt lange Zeit.

    Alles Gute!
     
    #10
    User 12900, 21 Dezember 2009
  11. User 29904
    Beiträge füllen Bücher
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    248
    780
    nicht angegeben
    x
     
    #11
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 21 Dezember 2009
  12. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Gebe deiner Ratte das was sie verdient: ein würdiges Leben und einen würdigen Tot! Auch wenn es schwer fällt ein Tier gehen lassen zu müssen. Als Tierhalter ist es unsere Pflicht dafür zu sorgen, dass dem Tier an nichts fehlt.
    Das macht Dich zum Tierfreund – nicht das Du dein letztes Hemd gibt für die OP-Kosten gibst. Ich weiß selbst, dass man viel Geld für seine Tiere lassen kann – ich selbst habe in diesem Jahr 1000 Euro nur für die Kaninchen ausgegeben – und für jeden Langohr würde ich es wieder so machen – aber man muss auch Realist sein.

    Wenn die Ratte immer und immer Tumore zeigt, dann kann das ein Zeichen sein, dass er bereits gestreut hat. Dann ist das ganze nicht mehr zu kontrollieren. In diesem Fall kannst Du nur eines tun, dafür sorgen, dass sie keine Schmerzen hat und sie auf den letzten Weg begleiten soweit Du halt kannst. Es ist auch ein Segen ein Tier erlösen lassen zu können. So mancher Mensch würde es sich wünschen diese Möglichkeit des Todes bekommen zu können. Auch wenn Dich diese Worte nicht trösten können, dann horch in Dich hinein und frage Dich, ob Du deiner Ratte ein schönes Leben gegeben hast. Wenn Du die Frage mit „ja“ beantworten kannst, dann mache Dir keine Vorwürfe – das Sterben gehört zum Leben dazu, beides gehört untrennbar zusammen.
     
    #12
    Trauerklops, 21 Dezember 2009
  13. VelvetBird
    Gast
    0
    Hallo,

    danke für die vielen Beiträge und auch danke für die vielen tröstenden Worte. Das hilft wirklich. Danke. Ich hatte schon mit diesem Tenor gerechnet und ihr habt vermutlich alle Recht.

    Es ist einfach schwer für mich. Die letzten 3 Ratten musste ich erlösen, aber ihnen ging es wirklich sehr schlecht. Bei allen habe ich gekäpft, aber alle 3 fingen irgendwann an, nicht mehr zu fressen, die eine verschluckte sich ständig, sogar an Brei, wenn sie den mal aß. Sie wurden dünner und dünner, trotz Aufpäppeln meinerseits. Und als ich merkte, dass kein Antibiotikum, kein Schmerzmittel und kein sonstiges Medikament mehr half, wurden sie erlöst. Bei einer war es besonders schwer, da sie erst 5 Monate alt war. Aber leider so schlimm krank :frown:. Bei der letzten war selbst unser Tierarzt irgendwann so hilflos, man merkte ihm deutlich an, dass er auch traurig war. Und nun Nova.
    Vielleicht ist es so schwer, weil sie die letzte aus meinem allerersten Rudel ist. Wir haben sie mehrfach versucht, zu anderen Ratten zu integrieren (u.a. deshalb haben wir noch 2 andere Ratten, aber die sind in einem eigenen Käfig), aber sie hat auf jede fremde Ratte aggressiv reagiert und sie auch teilweise böse gebissen, so dass sie nun leider alleine sitzt. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, als ich sie zu mir holte, mit einer Lungenentzündung, die wir zum Glück sofort erkannten.
    Mit etwa 1 Jahr hatte sie dann nochmal schlimme Lungenprobleme und ich dachte schon, die Kleine gehen lassen zu müssen. Aber es ging ihr nach einiger Zeit wieder gut. Und mit etwa 1 Jahr kamen die ersten beiden Tumore, beide schnell wachsend. Ich bin sicher, hätten wir sie damals nicht operieren lassen, wäre sie heute nicht mehr hier. Aber als dann wieder was nachkam und wieder... da war mir dann klar, dass es nicht enden würde :frown:.
    Unser Tierarzt sagt, solange sie noch fit ist, sieht er eine OP als angemessen an, aber man müsse halt auch irgendwann schauen, ob es sich "lohnt", wenn so schnell Tumore nachkommen, da dem Tier so natürlich auch nicht geholfen wird.
    Sie bekommt immer eine Gasnarkose und das letzte Mal hat sie schon sehr stark dagegen angekämpft, als ihr dieser süßliche Geruch in die Nase gestiegen ist und ihre Lungen gefüllt hat. Stärker als sonst.
    Ich darf bei den OPs mittlerweile zuschauen, wenn ich das möchte und es werden halt auch immer längere Schnitte benötig, weil es immer mehr aneinanderhängende Tumore werden. Das ist ja auch schlecht für's Tier.
    Das Fell ist seit der letzten OP leider nicht mehr wirklich nachgewachsen, so dass sie noch einen nackten Bauch hat, die arme Kleine (ihr Fell wächst jetzt mit ihren knapp mehr als 2 Jahren immer schlechter nach).

    Ihr habt Recht. Würde es wenigstens noch 2-3 Monate dauern, ehe der nächste Tumor nachkommt und wäre es dann wirklich immer nur einer oder maximal 2, dann wäre die Entscheidung für mich klar. Aber so...

    Jetzt habe ich wieder so viel Text und so wenig Inhalt. Aber es hat gut getan, das mal niederzuschreiben.
    Ich spreche heute abend mit meinem Freund, denn obwohl die Mädels bei mir wohnen, sind es "unsere" Ratten, er hat also ein Wörtchen mitzureden. Aber ich glaube, er ist da emptional weiter als ich.
     
    #13
    VelvetBird, 21 Dezember 2009
  14. User 84434
    Sehr bekannt hier
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    178
    503
    nicht angegeben
    Vorneweg: ich hab mir die Antworten nicht durchgelesen, also mag es sein, dass ich jetzt genau das nochmal schreibe was eh schon gesagt wurde :zwinker:

    An deiner Stelle würde ich das Tier nicht mehr operieren lassen. Du sagst ja selbst, dass sie nach den OPs tagelang Schmerzen hatte, und das würde ich persönlich meinem Tier in dem Alter nicht mehr in regelmäßigen Abständen zumuten.
    Wenn sie jetzt - trotz der Tumore - noch fit ist, dass mach ihr ihre restliche Lebenszeit so schön wie möglich aber lass sie auch gehen, wenn du merkst, die Tumore zehren zu sehr an ihrer Kraft und quälen sie.

    Wie gesagt, meine persönliche Meinung :zwinker:
     
    #14
    User 84434, 21 Dezember 2009
  15. User 29904
    Beiträge füllen Bücher
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    780
    nicht angegeben
    x
     
    #15
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 21 Dezember 2009

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