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Heiraten / Kinder - Unsicherheit

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von hermann89, 12 Mai 2017.

  1. hermann89
    hermann89 (28)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    0
    vergeben und glücklich
    Hallo zusammen,

    ich bin seit ca. 4 Jahren mit meiner Freundin zusammen und muss erstmal vorab sagen, dass ich meistens sehr glücklich bin. Bei sehr vielen Dingen, Freizeitgestaltung, wo wir leben wollen usw. sind wir auf einer Wellenlänge. Wir können zusammen lachen, auch mal streiten uns uns hinterher wieder vertragen.

    Wir haben beide fertig studiert und stehen in Lohn und Brot. Wohnen seit 2 Jahren zusammen.

    Mittlerweile ist es so, dass in unserem Bekanntenkreis die Hochzeiten und Geburten zunehmen, so dass es auch bei meiner Freundin aktuell wird.
    Sie würde gerne heiraten und dann auch Kinder haben.

    Ich stehe dem Thema Heiraten + Kinder im Moment etwas kritischer gegenüber. Es klingt zwar vielleicht etwas doof, aber ich vermisse bei ihr ein wenig die "Hausfrauenqualitäten". Ich kümmere mich bei uns zu Hause um fast alles.
    Es fängt an mit dem Papierkram, Aufräumen, Putzen, Organisieren von Urlauben, und und und. Einkaufen macht sie ein wenig mehr, aber ich gehe auch oft einkaufen.

    Den Großteil des Geldes verdiene ich auch, da ich wesentlich mehr Gehalt habe. Ich bezahle auch den Großteil von unserer Lebenshaltungskosten.

    Meine Sorge ist einfach, dass wenn wir Verheiratet sind und Kinder haben, dass noch mehr an mir hängt.
    Ich kann es mir bildhaft vorstellen wie ich nach einem 10h Tag nach Hause komme und zu Hause alles chaotisch ist. So ist es jetzt schon, wenn sie mal Urlaub hat.

    Ich bin sehr gerne mir ihr zusammen, so wie es jetzt ist. Mich stört die Arbeitsteilung jetzt auch nicht so doll. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich es lieber ein bisschen ordentlicher mag, als viele andere Frauen. Und dass ich alle Sachen erstmal erledigen will, und mich dann lieber entspanne.

    Vielleicht bin ich da ein bisschen zu konservativ, aber irgendwie kommt da bei mir nicht so der "Heiratswille" auf. Ich habe aber irgenwie das Gefühl, dass wenn man "erwachsen" sein will und heiraten will, man ein wenig organisierter sein sollte.

    Könnt ihr mich da nachvollziehen?
    Wie war/ist es bei euch so?

    Gruß
    Hermann
     
    #1
    hermann89, 12 Mai 2017
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  2. Stonic
    Stonic (42)
    Grillkünstler
    7.689
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    1.813
    Verheiratet
    Jup das kenne ich. Ich stand in deinem Alter vor einer sehr ähnlichen Situation. Ich hab geheiratet ein Kind bekommen und ab da Hang bis auf Wäsche waschen nur noch alles an mir. Die Ehe ist aus anderen gründen gescheitert.
    Ich weiß nicht wie pingelig du bist und ob du dir ehe und Familie überhaupt vorstellen kannst mit ihr.
    Wenn es nur an den Rahmenbedingungen liegt würde ich mal das Gespräch suchen
     
    #2
    Stonic, 12 Mai 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  3. User 109511
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    Kannst du dir generell denn vorstellen, bald zu heiraten und mit ihr eine Familie zu gründen? Wenn dir viel an ihr liegt und du es dir grundsätzlich schon vorstellen kannst, dann würde ich mal das Gespräch mit ihr suchen und sie darauf hinweisen, dass es dich stört, wenn die meiste Hausarbeit an dir hängen bleibt. Ich finde es nur fair, dass die Aufgaben im Haushalt aufgeteilt werden wenn beide berufstätig sind.
     
    #3
    User 109511, 12 Mai 2017
  4. User 65998
    Meistens hier zu finden
    321
    148
    278
    nicht angegeben
    Ich persönlich hätte keine Lust auf eine Beziehung, in der ein Partner die Tendenz hat, sich auf dem anderen auszuruhen. Habt ihr denn mal darüber gesprochen, dass du in jeglicher Hinsicht ein Ungleichgewicht verspürst? Wie siehst du persönlich denn eure Zukunft? Meinst du, sie muss nur 'erwachsen' werden und dann klappt das alles von selbst oder wie muss man sich das vorstellen?

    Wir halten es so, dass wir uns an einem Abend unter der Woche verabreden und gemeinsam die Wohnung putzen. Das funktioniert wunderbar und kann ich nur weiterempfehlen, so als Tip.

    Im Übrigen: Ihr könntet die Familienplanung ja auch so gestalten, dass sie Vollzeit weiterarbeitet und du den Haushalt schmeißt bzw. Teilzeit arbeitest. Es muss ja nicht so sein, dass sie zuhause bleibt. Dein jetzt höheres Gehalt muss da auch nicht so das Argument sein, wenn euch das vom Prinzip her angenehmer wäre, sprich: ihr mit der Aufteilung glücklicher wärt. Und außerdem hat sie ja vermutlich auch noch die Möglichkeit eines Karriereaufstiegs und entsprechend mehr Gehalt. Wie wäre das?
     
    #4
    User 65998, 12 Mai 2017
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  5. hermann89
    hermann89 (28)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    26
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    vergeben und glücklich
    Ja, da haben wir schon öfter drüber gesprochen. Wenn wir dann z.B. zum Putzen verabredet sind ist sie fertig von der Arbeit, Kopfweh oder wie auch immer.
    Wenn Ich dann sag, dass wir es trotzdem machen, macht sie halt alles gaaanz langsam, so dass ich dann wieder fast alles mache.

    Ich komme mir immer vor, wie der Antreiber.
    Klar, es ist auch mein Fehler, dass ich dann mehr übernehmen, aber ich schiebe gerne ungern alles vor mir her.

    Wir hatten auch schon einmal eine Putzfrau, aber das löst das Problem generell nicht. Sondern nur beim Putzen. Eine Putzfrau macht nicht den Einkauf, die Wäsche, andere Dinge die erledigt werden müssen.

    Rory
    Deine Idee ist eigentlich gut, aber ich verdiene sehr viel mehr, so dass wir uns da schon sehr einschränken müssten. Außerdem bin ich selbstständig. :smile:

    Sie würde auch gerne eine Zeit zuhause sein und Mutter sein. Vom Grunde her ist das ja auch OK für mich, ich denke nur, dass ein Kind, welches sie in Anspruch nimmt, nur dazu führt, dass sie noch weniger macht.

    Und ich habe keine Lust dazu, Ernährer, Putzmann, Koch, Einkäufer, Wäscher und Organisator in einer Person zu sein.
     
    #5
    hermann89, 12 Mai 2017
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  6. showrunner
    showrunner (39)
    Ist noch neu hier
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    9
    nicht angegeben
    Also die Optionen sind doch eigentlich klar:

    1. Du arbeitest voll selbständig, sie ist zuhause kümmert sich um Kind und Haushalt

    oder

    2. Du reduzierst (als Selbständiger geht sowas ja auch in gewissen Teilen), sie bleibt am Anfang zuhause und geht dann zumindest Teilzeit arbeiten und ihr teilt Euch die Hausarbeit / Erziehung. Je nach Kita / Schule / Arbeitgeber kann das klappen oder eben auch nicht.

    Was IMHO nicht geht ist, dass du nach 10 Stunden noch den Haushalt macht. Es gibt dann immer noch genügend Aufgaben, die ihr Euch teilen müsst.

    Und auch bedenken, die Kindererziehung hört nicht auf, wenn das Kind in den Kindergarten oder Schule kommt! Gerade bei Kindern, die nicht sehr selbständig lernen oder sich schwer tun, muss man da noch sehr viel Zeit investieren.

    Auf alles Fälle vorher klar absprechen wie's gemacht werden soll und wer welche Aufgaben hat, sonst fährt das ganze gegen die Wand!
     
    #6
    showrunner, 12 Mai 2017
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  7. User 120063
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    ......
     
    #7
    Zuletzt bearbeitet: 15 Juni 2017
    User 120063, 12 Mai 2017
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  8. hermann89
    hermann89 (28)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    8
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    0
    vergeben und glücklich
    Ja, ich denke es gibt Männer die das erwarten, dazu gehöre ich aber nicht.
    Wenn ich mal anderen Frauen über ihre Männer/Freunde sprechen hören, scheinen die ja gar nichts zu machen zuhause. Wissen scheinbar nichtmal wie eine Überweisung geht.

    Meine Sorge ist halt nur, weil ich jetzt schon alles mache, wie es erst mit 1 oder 2 Kindern aussieht. Mir ist es eben klar, dass ein Kind ein 24/7 Job ist. Nur wenn jetzt schon die Aufteilung nicht gut klappt, wird sie mit Kind nicht besser klappen. Denke ich zumindest.
     
    #8
    hermann89, 12 Mai 2017
  9. User 120063
    Planet-Liebe Berühmtheit
    1.906
    348
    3.230
    vergeben und glücklich
    .........
     
    #9
    Zuletzt bearbeitet: 15 Juni 2017
    User 120063, 12 Mai 2017
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  10. User 114808
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    Finde ich durchaus berechtigt. Ich würde erstmal an ihrer Einstellung/Fähigkeit (wie auch immer du es nennen willst) für den Haushalt arbeiten. Unabhängig davon, wer wie viel verdient oder mal Elternzeit nehmen wird.

    Mein Baby ist drei Monate alt und ich wuppe den Haushalt so ziemlich alleine. Papierkram, Wäsche, Kochen, Putzen, einkaufen, ... das erfordert zum einen eine verdammt gute Organisation und Disziplin und zum anderen ein Baby, dass das überhaupt zulässt. Wenn man Pech hat, lebt das Baby 24/7 auf einem und lässt sich so gut wie nie ablegen.
    Mein Mann macht nach Feierabend, was er kann. Da er allerdings etwa 12 Stunden täglich außer Haus ist, versuche ich das meiste abzufangen (Wochenenden sind hier keine Option).
     
    #10
    User 114808, 12 Mai 2017
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  11. showrunner
    showrunner (39)
    Ist noch neu hier
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    9
    nicht angegeben
    Sicher muss man seine Ansprüche an die Haushaltsführung herunterschrauben und sich von Perfektionismus verabschieden. Solange das Kind kein Schrei- oder Kotzbaby ist, geht das sehr wohl.
     
    #11
    showrunner, 12 Mai 2017
  12. User 102673
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    Off-Topic:
    Noch witziger wird es, wenn ein zweites Kind da ist. Um mal mein Nähkästchen zu bemühen: ich habe zwei Kinder.
    Das erste ist ein totales "ich muss sofort alles auskippen", denn --> " "Bagger Arbeit!!!!" - Kind; keine Schranktür bleibt zu, ein auf dem Boden stehengebliebener Eimer Wäscheklammern wird ebenfalls sofort in die Spielzeug-Bauarbeiten miteinbezogen, die Gästetoilette wird komplett eingeseift - Türen, Waschbecken, die Eulenseifenschale ("Eule sauber! AAAAAAAA-PLAUS!"), denn Monsieur möchte gefälligst ALLEINE Hände waschen....



    Beim ersten Baby, deswegen zitiere ich Dich, Tischtaenzerin :zwinker:, lässt man sich auch tatsächlich kaum drauf ein, ein schreienes Baby einfach liegen zu lassen (beim zweiten hast Du schon keine Wahl mehr).
    Das wäre dann wohl erstmal Eure Situation. Totales Chaos überall. Und ich stimme Tischtaenzerin weiterhin zu - es ist tatsächlich eine organisatorisch herausfordernde Sache (für mich), fast den ganzen Haushalt zu schmeißen und dann noch das Kind / die Kinder zu versorgen. (ab Herbst wird's dann spannend, dann steige auch ich wieder ein in die Arbeitswelt :grin:)

    Seit dem zweiten Kind läuft es so, dass gewisse Aufräumaktivitäten erst nach dem Ins-Bett-Bringen (Papa ist dann schon da) laufen können. Alles andere wäre zweckslos.

    Gelernt haben mein Mann und ich Folgendes, und das bezieht sich sowohl auf "Streitkultur" als auch auf "Haushalt" und weitere Abläufe: was vor der Geburt (und bedenke: je schwangerer die Frau, desto unbeweglicher, vielleicht gibt es Komplikationen, sie muss liegen - was dann?) noch nicht saß, wird vor allem in den ersten drei Monaten danach schon gar nicht sitzen.

    In den ersten Wochen - so meine Hebamme - sollte der Haushalt ruhig links liegen bleiben. Da gibt es natürlich erstmal wichtigeres. Aber dann sollte man auf vorhandene Routinen zurückgreifen können.
    Sonst klappt es hinten und vorne nicht.

    Und das würde ich Deiner Freundin wirklich - wie andere hier auch empfohlen haben - in aller Ernsthaftigkeit bei einem Gespräch über Eure Zukunft sagen.

    Hilfreiche Stützen - auch wenn beide berufstätig sind, waren bei uns:
    - Einen Essensplan erstellen, damit entsprechend strategisch eingekauft werden kann. Haben wir den nicht, dann ist für mind. einen Abend nix Ordentliches zu Essen da.
    - warum nicht? Eine Putzhilfe hat Euch Erleichterung verschafft - für z.B. die Fußböden. Das löst vielleicht die anderen Putz-Baustellen nicht, aber ist es das wert, sich deswegen so zu streiten?
    - ein klares Konzept zur Zuteilung von Aufgaben: je nach Arbeitsbelastung (hat ebenfalls schon jemand über mir vorgeschlagen); und vielleicht auch feste Tage: Samstag Waschtag. Du Müll, ich Staubsaugen...
    - einen Blick für den anderen. Mein Mann hat auch schon abends das Wohn- und Esszimmer aufgeräumt, weil ich einfach alle war. Nach einem 10-Stunden Tag.

    Ich würde an Deiner Stelle noch ein Jahr ins Land wandern lassen, um das alleine mal zu erproben.
    Wenn sie momentan demonstrativ völlig überlastet, sich den Schweiß von der Stirn wischend, Abends noch unter großen Leiden staubsaugt - dann wird ein Kind sie total überfordern.

    Bedenke: wenn ein Kind da ist - entsprechend mehr, wenn es noch mehr Kinder sind - fühlen sich oft beide Partner am Rande ihrer Kapazitätsgrenze.
     
    #12
    User 102673, 12 Mai 2017
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  13. blondi445
    blondi445 (28)
    Meistens hier zu finden
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    143
    Verliebt
    Lieber TS,

    ich kann dich verstehen...für meinen Partner und mich war es, bevor es überhaupt konkret wurde zwecks Kinderplanung, dass wir erst einmal zusammen funktionieren müssen.

    Wir sind zusammen gezogen und haben recht schnell gemerkt, dass es bei uns einfach gut passt. Wir haben eine ähnliche Vorstellung von Sauberkeit und jeder trägt seinen Teil zum Haushalt bei. Jeder bisschen nach seinen Stärken. Und seit das klappt wissen wir auch wie wir es mit Kind handhaben wollen.

    Ich würde ein ganz offenes Gespräch mit ihr führen und ihr genau diese Dinge sagen, die du hier schreibst. Dass du Struktur brauchst und auch Sicherheit zusammen mit ihr im Alltag. Haushaltsplan etc. Dann muss sie sich einfach ein wenig mehr bemühen :smile: dann bekommt sie auch was wie will, das muss sie halt verstehen:zwinker:
     
    #13
    blondi445, 12 Mai 2017
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  14. User 102673
    Sehr bekannt hier
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    677
    Verheiratet
    Man wächst aber auch mit seinen Aufgaben. Ich bin auch ein Chaot wider Willen. Da ich aber meinen Kindern keinen Saustall als Lebensraum bieten möchte, und auch möchte, dass sie lernen Ordnung zu halten, räume ich natürlich auf, und binde das auch mit in die Erziehung ein. Es sieht jetzt viel ordentlicher aus als früher :grin:.
     
    #14
    User 102673, 12 Mai 2017
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  15. User 163532
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    43
    164
    nicht angegeben
    Es ist natürlich nicht verwerflich, nicht heiraten und kein Kinder haben zu wollen, aber kennt deine Freundin deine Einstellung dazu? Es wäre fair, deine Gedanken dazu mit ihr zu teilen. Wahrscheinlich wird sich ihr Bedürfnis nach Ordnung nicht wesentlich steigern und deines sich nicht reduzieren, oder? Wenn eure unterschiedlichen Bedürfnisse ein solches Problem für dich darstellen, würde ich ehrlich gesagt auch von weiteren Schritten absehen, die euch näher aneinanderschweißen. Dann würde ich mir vielleicht aber auch durch den Kopf gehen lassen, wie ich mir die Zukunft mit meiner Partnerin vorstelle - gibt es da, realistisch betrachtet, eine?

    Ist bei uns auch so, nur umgekehrt. Mein Mann hilft, wenn ich ihm konkret sage, was er tun soll. Ansonsten sieht er vieles nicht und hat auch kein so großes Bedürfnis nach Ordnung wie ich. Lebte ich alleine, so müsste ich auch alleine aufräumen, damit alles so ist, wie ich mir das wünsche, deshalb ist es für mich auch logisch, dass derjenige mit dem größeren Ordnungsbedürfnis auch mehr tut.
    Mir macht Planung mehr Spaß als ihm und liegt mir auch mehr. Wenn wir Urlaub planen, frage ich ihn z.B., ob er bestimmte Vorstellungen hat, treffe dann eine Vorauswahl und dann entscheiden wir das letzte Stück zusammen. Dabei habe natürlich ich mehr Arbeit, aber mir macht das echt gar nichts aus. So ist es auch mit Papierkram, das "verwalte" ich, weil er für so was einfach wenig Sinn hat und vieles ewig liegen lassen würde. Muss er was Bestimmtes erledigen, lege ich ihm den Papierkram hin und schreibe Zettelchen dazu, was er bitte tun soll. So funktioniert das bei uns und es macht mir auch nichts aus, dass es so ist.

    Das sehe ich als größtes Problem. Also nicht, dass es so ist, dass du wesentlich mehr verdienst, sondern die Tatsache, dass dich das offensichtlich stört, denn sonst würdest du es ja nicht zur Sprache bringen.
    Ist es in einer festen Partnerschaft wirklich wichtig, wer wieviel verdient und einbringt?
    Für mich spielt das in einer Parnerschaft oder Familie keine Rolle. Es ist ja nicht so, dass sie wenig verdient, weil sie wenig arbeitet, oder? Denn dann könnte ich nachvollziehen, dass dich das stört: Sie geht nicht oder wenig arbeiten, tut aber auch im Haushalt wenig. Aber es las sich so, als würde sie auch Vollzeit arbeiten und somit genauso viel oder wenig Freizeit haben wie du.

    Hmm... nein, hast du im Grunde nicht, sonst gäbe es diesen Thread wohl nicht, oder :zwinker:?

    Ich kann deine Gedanken nachvollziehen. Ich denke nur nicht, dass sich grundlegend etwas an der Situation ändern wird. Sie wird niemals die megaordentliche Hausfrau werden und dich wird Unordnung wahrscheinlich immer stören.
    Ihr könnt aufeinander zugehen, euch irgendwo in der Mitte treffen. Dabei muss aber jeder bereit sein, Abstriche bei seinen Bedürfnissen zu machen.
     
    #15
    User 163532, 12 Mai 2017
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  16. hermann89
    hermann89 (28)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    8
    26
    0
    vergeben und glücklich
    Nein, es stört mich nicht wirklich. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass unser Lebensstandard vielleicht mehr am meinem Gehalt hängt, als an Ihrem. Effektiv arbeite ich auch mehr Stunden also sie (Überstunden, Wochenende), aber das ist mein Problem. Wir haben beide sozusagen einen Vollzeit-Job.

    Mein Problem ist vielmehr , was ich mit "Ernährer, Putzmann, Koch, Einkäufer, Wäscher und Organisator in einer Person" meinte.
    Mein Pensum ist schon ziemlich ausgereizt. Bin mind. 12h am Tag außer Haus und jeden Abend fix und fertig. Ich versuche dann halt noch nebenher Wäsche anzumachen und durch effektive Zeitplanung mehr Zeit am Wochenende zu haben.

    Ich habe unter diesen Umständen wahrscheinlich einfach Sorge die Beziehung durch Heirat, Kinder weiter zu vertiefen.
    Und das wird mir jetzt klar, wo um mich herum alle anfangen zu heiraten und Kinder zu bekommen.
     
    #16
    hermann89, 12 Mai 2017
  17. User 114808
    Sehr bekannt hier
    712
    178
    677
    Verheiratet
    Hast du ihr das mal so klar und deutlich gesagt?
     
    #17
    User 114808, 12 Mai 2017
  18. User 116134
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.867
    348
    4.287
    nicht angegeben
    hermann89 Ich kann dich zwar verstehen, möchte aber trotzdem anmerken:
    Nicht der Partner, der es sauberer/ordentlicher mag ist automatisch im Recht.
    Nicht der Partner, der einen Haushalt weniger ordentlich führt, muss automatisch "an seiner Einstellung arbeiten" oder "erwachsen werden".

    In beiden Richtungen gibt es Extremfälle (Unordentlicher Messi vs. neurotischem Hygienefummel bspw.), aber alles dazwischen ist halt eine individuelle Grenze. Wenn dich etwas stört und sie nicht, ist es doch logisch, dass du mehr Motivation dazu hast, den Störfaktor zu beseitigen. Wenn du aber an ein Gespräch mit der Einstellung "du musst das halt noch lernen" gehst, dann wird das nichts.
     
    #18
    User 116134, 12 Mai 2017
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  19. hermann89
    hermann89 (28)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    8
    26
    0
    vergeben und glücklich
    Das weiß ich auch. Seit wir zusammen wohnen bin ich da auch schon entspannter geworden.

    Wie ich geschrieben hatte geht es mir ja auch nicht nur um Putzen/Haushaltsführung. Auch um andere Sachen wie Urlaub organisieren, Papierkram, Strom, Gas, Wasser, Sachen mit Vermieter klären.

    Man kann es ja mal als "Invest im Alltag" bezeichnen. Und das ist nicht unbedingt gleichmäßig verteilt.

    Bei vielen Sachen bin ich der Antreiber. Das muss ich auf der Arbeit schon den ganzen Tag sein.
    Ich will deshalb nicht zuhause immer so sein müssen, da ich weder ihr Vater noch ihr Vorgesetzter bin.
     
    #19
    hermann89, 12 Mai 2017
  20. User 163532
    Sorgt für Gesprächsstoff
    147
    43
    164
    nicht angegeben
    Warum bittest du sie nicht, bestimmte Dinge zu erledigen?
    Ihr müsst was mit dem Vermieter klären? "Kannst du bitte bei Herrn Meier anrufen und dich darum kümmern?"
    Sie soll öfter einkaufen gehen? "Du, ich bin lange arbeiten, kannst du schon mal einkaufen gehen, wenn du früher daheim bist?"
    Das sind Beispiele. Meiner Meinung nach ist sie vielleicht ein bisschen bequem geworden, weil du dich ja bisher um vieles gekümmert hast. Würde sie alleine leben, müsste sie diese Dinge selbst tun. Aber die letzten 4 Jahre hast du eben so viel gemacht, da hat sie wahrscheinlich den Blick dafür verloren, was du alles in eurem gemeinsamen Alltag erledigst.
    Selbst, wenn du sie also bittest, Aufgaben zu übernehmen, wärst du erst mal die treibende Kraft. Aber es wäre schon mal eine Entlastung und vielleicht geht es dir damit dann auch schon besser.
     
    #20
    User 163532, 12 Mai 2017
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