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Heiz- und Stromkosten senken :/

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von sum.sum.sum, 7 Juni 2008.

  1. sum.sum.sum
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    Grüß euch,

    einmal kurz zur Vorgeschichte: Seit mein Vater letzten Oktober gestorben ist, leb' ich mit meiner Mutter und meiner Schwester in einem relativ großen Haus (naja, wir haben da auch schon vorher gewohnt..). Ich kann die Wohnfläche nicht genau nennen, ich weiß lediglich, dass beim Verlegen von Estrich im 1. OG vor 2 Jahren etwa 170qm freifläche gespritzt wurden...

    Das Problem, was mich beschäftigt (naja, zum größeren Teil meine Mutter), sind die Heiz- und Stromkosten. Ich bin Berufstätig, meine Mutter auch - meine Schwester geht noch zur Schule. Wir haben zwar mehrere TVs und Computer, die sind jedoch nur Abends für vielleicht 2-3 Stunden an (manchmal auch 2 Parallel). Dazu eine Kühltruhe und einen Kühlschrank mit Gefrierfach. Geheizt wird mit Holz (Kachelofen) und Öl (Heizung schon um die 30 Jahre alt).

    Wir verbrauchen (!) 3000 l Öl, etwa 10-15 m³ Holz und über 8000 kw/h im Jahr [...]

    An den Heizkosten werden wir nicht viel machen können, ich brauch relativ wenig Heizung (im Winter abends vielleicht Stufe 2 von 6), meine Mutter noch weniger (spart wie der Teufel xD). Liegt wohl einfach am "großen Haus". Aber das mit dem Strom...?

    Wir haben keine Elektroheizung oder so, oder anderes, was viel Strom frisst. Zwar viele Standbye-Geräte (die DVD Player, Reciever, TVs, PCs, etc.) - aber das macht doch im Jahr sicherlich keine 3000-4000 kw/h im Vergleich zur ner normalen 4-Kopf-Familie aus?! Auch der Kühlschrank ist noch nicht sooo Alt, dass er 100 % weniger Wirkungsgrad hat wie ein moderner...

    Ich versteh's echt nicht :/ Woran kann das liegen, oder in wie weit könnte man da den ganzen Kosten auf die Schliche kommen?
     
    #1
    sum.sum.sum, 7 Juni 2008
  2. Koyote
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    Das Problem ist die 30 Jahre alte Ölheizung!

    Diese dürfte von den Abgasverlusten gerade noch so innerhalb des erlaubten Bereichs liegen.
    Das bedeutet, das alleine hier 10% direkt in den Schornstein gehen!
    Ein weiteres Problem ist, dass die alten Anlagen keine vernünftige Regelung besitzen, das bedeutet die Anlage heizt viel mehr als für die tatsächliche Heizung benötigt würdfe, daher sind die Verluste deutlich höher als Notwendig.
    Ausserdem ist die Heizung vermutlich viel zu groß (in den 70ern wurde viel Angstreserve eingeplant), dadurch muss die Anlage häufig ein und wieder ausschalten.
    Und in der Startphase ist der Wirkungsgrad besonders schlecht.

    Über das Jahr gerechnet kommen Anlagen aus den 70ern zu Jahreswirkungsgraden die zwischen 60 und 70% liegen, besonders schlechte Anlagen gehen bis auf 50% runter.
    Das bedeutet das ca. 1000l eures Ölverbrauchs nur den Schornstein wärmen!

    Ihr solltet euch an einen Energieberater wenden, oder, wenn du genügend technisches Wissen besitzt, dich mal auf in einem Forum über Haustechnik einlesen, dann wirst du feststellen dass selbst mit optimaler Einstellung an dieser Anlage nicht mehr viel zu retten ist.

    Bei meinem Bruder wurde im April die 20 jahre alte Ölheizung ausgetauscht, bisher ca. 30% Einsparung, das bedeutet durch die Einsparung finanziert sich die neue Anlage praktisch gerade selber.

    Ein anderes Problem dürfte die schlechte Wärmedämmung des Hauses sein, wenn es ebenfalls aus den 70ern ist, so solltest du wissen dass Dämmung in den 70ern ein Fremdwort war, die Energie war damals spottbillig.

    Der Stromverbrauch resultiert zum Teil auch aus der Heizanlage, Ölbrenner besitzen eine elektrische Ölvorwärmung, dazu das Gebläse, und die Pumpen.
    Insgesamt gehen so im Jahresschnitt 1-3kwh pro Tag nur für die Heizanlage drauf.
    Eine Moderne Heizung mit Hocheffizienzpumpe braucht nur noch höchstens ein Drittel davon.

    Aber auch ansonsten muss man mal auf die Suche gehen, 8000kwh bei drei Personen ist schon extrem.
    Es gibt im Baumarkt für 10 Euro so Zwischensteckermessgeräte.
    Damit lässt sich der Stromverbrauch einzelner Geräte recht gut bestimmen.
    Heimliche Energieschverschwender sind insbesondere Kühl- und Gefriergeräte älteren Baujahrs, gerade wenn diese im Keller einsam vor sich hinwerkeln merkt man oft gar nicht dass die Garäte sich im quasi Dauerbetrieb befinden weil der Thermostat kaputt ist.

    Hier hilft dann der Zwischenstecker um solche Übeltäter zu entlarven.

    Gruß
     
    #2
    Koyote, 7 Juni 2008
  3. Novalis
    Novalis (35)
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    nicht angegeben
    Warmwasserzubereitung läuft wahrscheinlich über die Ölheitzung?
    Das ist auf jeden Fall schonmal ein Punkt.
     
    #3
    Novalis, 7 Juni 2008
  4. sum.sum.sum
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    Hm, aber woher rührt dann der hohe Stromverbrauch? Ich mein... gnnaa -_-

    Ich besorg mir so n Strommessgerät...
     
    #4
    sum.sum.sum, 7 Juni 2008
  5. Koyote
    Koyote (38)
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    Bei solchen Ölheizungen sogar ein ganz entscheidender!
    Durch ungünstige Regelung wird den ganzen Tag ein meist viel zu kleiner Warmwasserspeicher alle ein-zwei Stunden wieder aufgeheizt, der Kessel ist aber während dieser Zeit schon wieder auf Raumtemperatur abgekühlt.
    Das bedeutet, der Ölbrenner springt an, heizt ca. 100-150l Kesselwasser von 25° auf 65° hoch (+ die Speichermasse des Kessels), beginnt dann den Warmwasserspeicher von 50 auf 60 hochzuheizen.
    Das Ganze Manöver passiert dann so ca. 10-15mal pro Tag.
    Und das den ganzen Sommer über.

    Im Winter ist das nicht ganz so kritisch, weil hier der Kessel selber auf Temperatur gehalten werden muss um zu heizen.

    Übrigens, wenn die Anlage in den 70ern nicht gerade das allerneueste war, was auf dem Markt verfügbar war, dann handelt es sich noch um einen sogenannten Konstanttemperaturkessel,
    das bedeutet der Kessel wird während der gesamten Heizperiode auf der für den kältesten Tag des Jahres nötigen Temperatur gehalten... durch die Oberfläche des Kessels (mehrere Quadratmeter) und den offenen Brennraum (Verbrennungsluftzufuhr + Schornstein) wird extrem viel Wärme verloren.
    Das ist wie ein mittlerer Heizkörper, der permanent auf einer Temperatur von ca. 70° gehalten wird...
    Das ist eine Verlustleistung die deutlich über 1kw liegt, das alleine bedeutet pro Tag ca. 2l Öl durch den Schornstein, dabei ist noch kein tropfen warmes Wasser in die Beheizung oder Warmwasserbereitung geflossen.

    Gruß

    Die Heizanlage hat vermutlich drei Pumpen!

    Eine für den Heizkreislauf, eine für die Warmwasserbereitung und eine für die Warmwasserzirkulation, dazu eben der Brenner.
    Die Pumpen haben Leistungsaufnahme von 30-100 Watt und zumindest die Zirkulationspumpe wird vermutlich ständig laufen...

    Wie gesagt, die Heizanlage hat 1-3 kwh pro Tag... also schon mal 1/8 eures Verbrauchs.
    Dann eben veraltete Haushaltsgeräte!
    Da sind 8000 kwh schnell erreicht.
     
    #5
    Koyote, 7 Juni 2008
  6. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Vergiss diese billigen Strommessgeräte wieder ganz schnell!
    Diese Messgeräte sind nur bei ohmschen Lasten halbwegs präzise. So bald du aber induktive oder kapazitive Lasten messen willst, stimmen die Messwerte überhaupt nicht.
    Das ist wirklich nur zum Fenster rausgeworfenes Geld.

    Zum Stromverbrauch:
    Erste Maßnahme, die kaum Geld kostet und bestimmt schon etwas bringt:
    Hänge alle Stand-By-Geräte an Steckdosenleisten mit Schalter und trenne die Geräte vom Stromnetz, wenn sie nicht benötigt werden.

    Ist eure Gefriertruhe schon ziemlich alt? - Das könnte auch ein ziemlicher Stromfresser sein.

    Und zum Thema Heizkosten: Hier gibt es 2 sinnvolle und effektive, aber nicht gerade billige Maßnahmen:
    - Gebäudedämmung (so alte Häuser sind teilweise überhaupt nicht gedämmt - da lässt sich eine sehr große Menge an Energie Einsparen)
    - Austausch des Heizkessels gegen ein modernes Modell. Ich würde mir derzeit einen Pelletheizkessel kaufen. In meinen Augen ist das (insbesondere in Anbetracht der immer weiter steigenden Preise für Öl und Gas) auf längerfristige Sicht die beste Lösung.

    Eventuell kann man die Heizungs- und Warmwasser-Anlage auch noch durch Solarthermie unterstützen (ist zumindest deutlich effektiver als Photovoltaik), allerdings ist das vor allem bei nachträglichem Einbau in einem Altbau doch ziemlich aufwändig und teuer.
     
    #6
    User 44981, 7 Juni 2008

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