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Heizkostenabrechnung

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Dirac, 4 Juli 2008.

  1. Dirac
    Dirac (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Oh Mann, hab vor kurzem meine Heizkostenabrechnung bekommen und bin total entsetzt-ich soll angeblich in fünf Monaten 621,72€ verbraucht haben und muss daher nun 371,72€ (+ 13,60€ für Strom, aber das kann schon hinkommen und ist kein Problem) nachzahlen. :eek: Ich kann kaum glauben, dass das hinkommen soll. OK, der Zeitraum ist von 01.12.07 bis 30.04.08, also der ganze Winter und somit die Zeit, die kalt war und ich viel geheizt habe (hat ja Ende März teilweise noch geschneit). Und da ich es gerne warm habe, also so 23C° oder so, und die Wohnung nachts hier total auskühlt (im Winter morgens meist so 16°C im Wohnzimmer gehabt) musste ich schon oft die Heizung voll aufdrehen und 100-150€ Nachzahlung hätten mich nicht überrascht, aber so viel bei einer ca. 40m² Wohnung? Kann das überhaupt sein?? :ratlos:

    Das Problem ist auch, dass diese Abrechnung unklar ist, deswegen hab ich mal ein paar Fragen dazu, an diejenigen die sich damit auskennen:

    - Ganz oben steht "Nutzungszeitraum 01.12.07 - 30.04.08" aber "Abrechnungszeitraum 01.05.07 - 30.04.08". Wurde dann also doch das komplette Jahr abgerechnet obwohl ich erst im Dezember eingezogen bin? :eek: Das Dumme ist ja auch, dass nirgends konkrete Zählerstände oder Verbrauchswerte in kWh stehen, ich weiß natürlich den aktuellen Zählerstand aber nicht den am 01.12., also kann ich auch gar nicht prüfen, was die abgerechnet haben. :angryfire Hab ich nicht ein Anrecht darauf, dass mir die genauen Zählerstände und der Verbrauch in kWh ausgewiesen werden?
    - Neben "Brennstoffkosten" sind noch "Abrechnungskosten" und "Miete HKVE" ausgewiesen (auf Grund der Höhe der Beträge aber anscheinend nur für das gesamte Haus und nachher wird dann der Anteil für mich irgendwie berechnet). Was hat es mit beideren letzteren auf sich und bin ich wirklich verpflichtet, sowas zu bezahlen? :ratlos:
    - Am tollsten finde ich die "Nutzerwechselgebühr" von fast 15€. :eek: Anscheinend soll ich dafür bezahlen, dass ich die Heizung vom Vormieter übernommen habe?? Das kann doch wohl nicht ernsthaft sein, dass ich das bezahlen muss? :ratlos:

    Ach so, im Schreiben von der Vermieterin steht ferner keine Zahlungsfrist, nur dass ich den Betrag auf das bekannte Konto überweisen soll. Wie lange kann ich die Zahlung hinauszögern, ohne dass sie mir was kann? Diesen Monat ist es nämlich dank GEZ und Rückmeldung für das neue Semester ein wenig ungünstig...

    Vielen Dank schon mal für jeden Tipp. :smile:
     
    #1
    Dirac, 4 Juli 2008
  2. Asti
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    nicht angegeben
    Darf ich nach deinem Abrechnungsunternehmen fragen?
    Mein Freund arbeitet in der Branche und dort ist es leider Gottes keine Seltenheit, dass die Ableser mal je nach Sympathie raufschlagen resp. nicht ganz korrekt ablesen.
    In den Heizkosten sind meistens auch noch Warmwasserkosten mit drin, und du musst bedenken, dass die Heizkosten auch wieder gestiegen sind, je nach Heizart kann das also schon arg teuer werden.
     
    #2
    Asti, 4 Juli 2008
  3. User 29290
    User 29290 (37)
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    So hoch erscheint mir das eigentlich nicht. Ich zahle fuer 50qm beheizte Flaeche umgerechnet 150€ fuer Gas und Strom im Monat. Ich wohne zwar in Schottland, aber der Gaspreis ist in etwa wie in Deutschland.
     
    #3
    User 29290, 4 Juli 2008
  4. Daucus-Zentrus
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    nicht angegeben
    Ich habe für 65m² im entsprechenden Zeitraum für Gas (im Durchschnitt) 275€ gezahlt. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass im Winter mehr geheizt wird. Wenn die 621€ nur den Gasbedarf darstellen sollen, ist das die Rechnung für das ganze Jahr. Ich würde noch mal nachfragen. - Also ist der Gaspreis offensichtlich nicht derselbe wie in Schottland.
     
    #4
    Daucus-Zentrus, 4 Juli 2008
  5. User 29290
    User 29290 (37)
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    Mein Vater zahlt 4,5 Cent pro KWh und ich zahle umgerechnet knapp 5 Cent pro KWh fuer Gas. Ich bekomme aber nur eine Rechnung fuer Gas und Strom und muss im Altbau ohne Isolierung und Doppelglas ganzjaehrig heizen (im Sommer ca. 12 Stunden taeglich und im Winter 20 Stunden taeglich).
     
    #5
    User 29290, 4 Juli 2008
  6. Dirac
    Dirac (34)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Warmwasser ist nicht mit drin, da es über einen Durchlauferhitzer geht, der mit Strom betrieben wird, das ist also in den Stromkosten mit drin. Daher hatte ich da eigentlich auch eine etwas höhere Nachzahlung erwartet und war positiv überrascht, dass es nur 13,60€ sind.
    Unternehmen ist "Ditschun Wärmemesstechnik", falls dir das irgendwie was sagt. :ratlos:
    Kannst du deinen Freund denn vielleicht mal fragen, was es z.B. mit dieser "Nutzerwechselgebühr" auf sich hat? Wäre echt nett! :smile:

    Und musst du noch nachzahlen oder kriegst du was zurück? :eek: Ich zahle 50€ im Monat für Gas (und 25€ für Strom).

    Im Sommer 12 Stunden täglich?! Ich dachte du wohnst in Schottland und nicht in Grönland... :eek: Wird es nie warm bei dir im Sommer? Bei mir läuft seit einigen Wochen schon nur hin und wieder mal ein Heizkörper (momentan sind alle aus), ich versuche jetzt mehr mit dem elektrischen Heizlüfter ein wenig aufzuheizen wenn's nötig ist, da der Strom hier anscheinend eher günstig ist. Im Winter ist das aber keine Lösung, zumal ich nur einen habe und auch nur einen Raum damit aufwärmen kann.

    Wichtig ist noch die Frage, wie lange ich mir mit dem Zahlen Zeit lassen kann wenn im Brief keine Zahlungsfrist angegeben ist. Würde wie erwähnt lieber erst nächsten Monat zahlen müssen...
     
    #6
    Dirac, 5 Juli 2008
  7. User 29290
    User 29290 (37)
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    Verheiratet
    Ich zahle alle 3 Monate das was ich wirklich verbraucht habe und der Durchschnitt in den letzten 2 Jahren waren 150€ im Monat (im Sommer etwas weniger, im Winter mehr).

    Wir haben vielleicht 5 Tage im Jahr mal 20-22 Grad, der Rest liegt im Sommer zwischen 15 und 18 Grad und Nachts ist es richtig kalt. Meine Wohnung kuehlt ohne Heizung innerhalb ein paar Stunden fast auf Aussentemperatur aus und 16 Grad Raumtemperatur am Tag sind mir im Sommer zu kalt.
     
    #7
    User 29290, 5 Juli 2008
  8. Daucus-Zentrus
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    nicht angegeben
    Also, ich versuche es mal mit ein wenig mehr Mühe, aber ohne verbindliche Rechtsauskunft mit Hilfe eines Mieterratgebers: :zwinker:

    Ja, dass dies da steht, ist korrekt. Das muss nichts mit dem Betrag zu tun haben, den du zahlen sollst.

    Die erste Frage lautet: Wie hoch ist der Anteil der Grundgebühr an den 50€? Das ist daher wichtig, weil die Betriebskostenabrechnung für ein ganzes Jahr erstellt wird und sich der Gesamtbetrag nicht einfach durch die Monate teilen lässt: Es wird ja nicht in jedem Monat gleich viel geheizt, deswegen wird nur der Grundbetrag monatsteilig umgelegt. Die Verbauchsanteil wird wohl für deine Monate folgendermaßen berechnet: 160%, 170%, 150%, 130% und 80%. - Damit müsstes du bei 10€ Grundgebühr mit ca. 326€ rechnen. Dies dient aber nur als Richtwert für dich, denn völlig richtig:

    Die Abrechnung ist nur korrekt, wenn die entsprechenden Einheiten angegeben sind, in deinem Fall Zählerstände 1.12.07 und Datum Ende des Abrechnungsjahres.

    Außerdem muss angegeben sein, wie sämtliche NK aufgeteilt werden, für die es nicht pro Wohnung eigene Zähler gibt. Dazu steht in der Regel die Zahl der in den Wohnungen lebenden Mieter und beisp. die Anzahl der Zimmer als Verteilungsschlüssel für solche NK in der Abrechnung. Dieser Abrechnungsschlüssel muss verständlich dargestellt sein.
    Die Abrechnungskosten musst du bezahlen. Die "Miete HKVE" sagt mir erst einmal auch nichts. Wenn es sie dabei um die Miete für technische Anlagen zum Verbrauchsermitteln (Heizkostenverteiler) handelt, musst du sie bezahlen, sofern die Kosten nur einen Bruchteil der eigentlichen Heizkosten ausmachen (was wohl auch der Fall sein sollte). Die Nutzerwechselgebühr musst du erst einmal nicht zahlen: Sie kann theoretisch auf alle Mieter umgelegt werden oder vom Vormieter eingefordert werden, die meisten Gerichte haben aber wohl entschieden, dass der Vermieter sie zahlen muss.

    Erst einmal solltest du ihr mitteilen, dass du mit der Rechnung nicht einverstanden bist, weil die Zählerstände bzw. der Gas-Verbrauch nicht angegeben sind. Bis du da Einsicht genommen hast, solltest du nicht zahlen. - Wenn du nach der Einsichtnahme und der neuen (korrekten) Abrechnung feststellst, dass der Betrag von dir nicht aufzubringen ist in diesem Monat, würde ich das mit der Vermieterin besprechen.
     
    #8
    Daucus-Zentrus, 5 Juli 2008
  9. Dirac
    Dirac (34)
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    Single
    Danke fuer die ausfuehrliche Antwort! :smile:

    Also da steht was von 30% Festkosten und 70% Verbrauchskosten. Meinst du das?
    Das mit den Prozenten verstehe ich nicht, wie soll das denn beruecksichtigt werden? Es wird ja nicht jeden Monat abgelesen. :ratlos: Oder meintest du damit den Festkostenanteil?

    Danke, dachte ich mir doch. Hab ich in dem Brief an die Vermieterin (geht heute noch raus) auch geschrieben.

    Ich kann da keinerlei Abrechnungsschluessel finden, hab ich auch in dem Brief erwaehnt.

    Ja, ist nur ein Bruchteil. Brennstoffkosten (immer fuer das gesamte Haus angegeben) sind 2408,31 EUR, Abrechnungskosten 121,26 EUR und Miete HKVE 75,74 EUR.

    Hab ich ihr auch geschrieben. Die sehe ich auch am allerwenigsten ein. :angryfire

    Hab wie gesagt heute einen Brief aufgesetzt in dem ich ihr die obigen Punkte darlege und mitteile, dass ich vorerst nur die Nachzahlung fuer den Stromverbrauch ueberweisen werde. Bin mal auf die Antwort gespannt... :eek: Mit sowas hab ich mich noch nie rumschlagen muessen-im Studentenwohnheim gibt es keine Heizkostenabrechnungen, man zahlt nur ne Pauschale. Und in der alten Wohnung hatte ich auch eine Pauschalmiete. Ist auch irgendwie besser so. :grin:
     
    #9
    Dirac, 7 Juli 2008
  10. Koyote
    Koyote (38)
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    Der Sachverhalt der anteiligen Abrechnung ist nicht ganz einfach wenn keine Zählerstände vorliegen.

    Da bei dir in der Abrechnung ein Posten Miete HKVE auftaucht, nehme ich an dass es sich um elektronische Heizkostenverteiler handelt.
    Da dieses Geräte sind, die nur einen relativen Verbrauch ermitteln können, ist hier die unterjährige Abrechnung nicht ganz einfach, es muss nämlich erstmal ermittelt werden wieviel in den betreffenden Nutzungsmonaten überhaupt verbraucht worden sein könnte.

    Zu der Abrechnung gehören immer auch die Gesamtkosten!

    Das bedeutet es ist irgendwo oben auf der Rechnung zunächst mal die Gesamtkosten der Heizanlage aufgelistet (also Brennstoff, Wartung, Grudngebühr, Schornsteinfeger, Betriebsstrom, Abrechnungskosten).
    Diese Gesamtsumme wird dann in zwei Teile aufgeteilt, in den Grundkostenanteil (30%) und den Verbrauchskostenanteil(70%).

    Jetzt wird der Grundkostenanteil anhand der Wohnfläche verteilt, hat also die Wohnanlage insgesamt 1000m² und deine Wohnung 40m², dann ist der Anteil deiner Wohnung 4% und du bezahlst entsprechend der Monate die du im Abrechnungszeitraum die Wohnung gemietet hattest.

    Der Verbrauchskostenteil wird jetzt anhand der Stricheinheiten der Heizkostenverteiler verteilt, dazu muss natürlich der Zählerstand bei Einzug erkennbar sein, zum Beginn eines Abrechnungszeitraums sind alle Zähler immer Null, nur bei dir wird natürlich nur der Teil ab Einzug berechnet.
    Auch hier muss wieder die Gesamtanzahl der Einheiten erkennbar sein.

    Sind die jeweiligen Gesamtwerte nicht auf der Abrechnung aufgeführt dann ist die Abrechnung verkehrt, denn es handelt sich eben immer um eine Verteilung anhand der Gesamtwerte, dies gilt übrigens auch für Wasser, die Wohnungswasserzähler dürfen nur für eine anteilige Verteilung genutzt werden.
    Sonst macht der Vermieter nämlich Gewinn mit der Wasserabrechnung, denn die Gesamtwasseruhr zeigt fast immer deutlich weniger als die Summe aller Einzelzähler an.

    Wenn dir in der Abrechnung was unplausibel erscheint, dann hast du auch das recht die Zahlen der Abrechnung zu überprüfen, der Vermieter muss dir also Gelegenheit geben in die Belege des Gasversorgers, des Stromversorgers, Schornsteinfeger, Heizungsfirma reinzusehen!

    Gruß
     
    #10
    Koyote, 7 Juli 2008
  11. Dirac
    Dirac (34)
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    So, nachdem die Vermieterin endlich aus dem Urlaub zurück ist, hab ich die Antwort auf den Brief erhalten: Sie kann "überhaupt nicht nachvollziehen" was ich geschrieben habe und beharrt auf der Korrektheit der Abrechnung und erwartet die Zahlung von mir. Darauf, dass die Zählerstände vom 1.12. nicht ausgewiesen sind ist sie gar nicht eingegangen. :kopfschue Und bei der Nutzerwechselgebühr meinte sie nur, das seien "umlagefähige Kosten" und vom Mieter zu tragen. Im Übrigen solle ich doch Unklarheiten mit der ablesenden Firma klären und nicht mit ihr. :ratlos: (Was hab ich mit der Firma zu tun, die Vermieterin schickt mir die Rechnung, da ist es doch wohl natürlich wenn ich mich erst an sie wende... :rolleyes: )

    Ich werde morgen mal bei der Firma anrufen, aber dass ich da viel mehr erreichen werde bezweifle ich irgendwie. Was die Nutzerwechselgebühr angeht, da beziehen sich alle Seiten, die ich über google zu dem Thema finde, auf ein Urteil von BGH, nach dem diese nicht auf Mieter umlegbar sind wenn das nicht explizit im Mietvertrag drinsteht. Allerdings wurde da ein Fall verhandelt, bei dem diese dem Vormieter aufgelastet wurden, ich weiß also nicht sicher ob das für mich auch gilt und ich mich darauf überhaupt berufen darf. :ratlos: (Im Mietvertrag steht da jedenfalls nichts darüber drin.) Ich weiß auch nicht ob es sinnvoll ist, sich weiter "querzustellen" denn sonderlich kooperativ ist meine Vermieterin offenbar nicht und ich hab keine Lust, dass sie mir kündigt weil ich mich weigere zu zahlen. :eek:

    Kann man bei sowas eigentlich erstmal "unter Vorbehalt" zahlen um unmittelbaren Ärger zu vermeiden und dann hinterher eben die unberechtigte Forderung zurückfordern zu können oder geht das bei sowas nicht und wenn ich zahle hab ich die Korrektheit der Abrechnung automatisch anerkannt und keine Chance zuviel gezahltes zurückzubekommen?

    Wäre echt nett, wenn da jemand der sich ein wenig auskennt was dazu sagen könnte. :zwinker:
    (Vom Mieterschutzbund kann ich wohl keine Hilfe erwarten, denn wenn ich das auf der Homepage richtig verstehe muss ich da beitragszahlendes Mitglied sein um Rechtsberatung zu bekommen, oder? :confused: )
     
    #11
    Dirac, 4 August 2008
  12. Daucus-Zentrus
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    nicht angegeben
    Ein Gastarif setzt sich immer aus Grundgebühr und Verbrauchszahlungen (Fachbegriff vergessen) zusammen, wie beim Handyvertrag. Wenn während des Ablesezeitraums ein Mieterwechsel stattfindet, zahlen beide Mieter jeweils für ihre Wohnmonate die Grundgebühr. Die Verbrauchszahlungen können aber nicht einfach durch die Zahl der Monate geteilt werden (Fall der jährlichen Abrechnung!), sodass keine einzelnen Verbrauchsdaten für deine Wohnmonate vorliegen. Weil man aber im Winter mehr heizt als im Sommer, wird der Durchschnittsverbrauch für die 12 Monate des Ablesezeitraums ermittelt und mit den entsprechenden Faktoren, die ich dir genant habe, multipliziert.

    Kündigen kann sie dir nicht, weil du im Recht bist. (Laienhafte Sicht!) - Es ist aber vll. nicht verkehrt, wenn man im Mieterschutzbund Mitglied ist... - Ich würde nichts zahlen, bis du die Abrechnung in der entsprechenden Form erhalten hast und Einsicht in die Grundlage der Abrechnung hattest. - Du solltest ihr aber ein entsprechendes Gespräch anbieten und nicht nur schriftlich mit ihr kommunizieren.
     
    #12
    Daucus-Zentrus, 4 August 2008
  13. Nabla
    Nabla (37)
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    vergeben und glücklich
    die 70% und 30% die kommen daher, daß damit ausgeglichen werden soll, daß Leute, die wenig heizen und in der Mitte des Hause mit wenig Außenwand wohnen bei den anderen mitheizen - meine eltern hatten das auch schon mal - Famile mit kleinem Kind links, wärmeliebendes Paar rechts und die meiste Zeit des Jahres ließen sich 19 Grad ohne Heizen halten :smile:
    Der hohe Verbrauch passt schon, wenn du 23 Grad möchtest, dann wirst du ordentlich stochen müssen gerade bei einer Wohnung, die schnell auskühlt. Begib dich doch mal auf die Suche nach irgendwelcher Zugluft, also am besten mit einer Kerze an den Fensterrahmen lang gehen oder auch Türen so prüfen, wo es weht. außerdem kannst du vielleicht versuchen, mit 22 oder 21 Grad zu leben, solltest ja wissen, daß die benötigte Heizleistung grob mit Temperaturdifferenz von innen nach außen hoch vier(!) geht.

    Zur Abrechnung: Verbräuche und Verteilungsschlüssel müssen sein, damit man das nachvollziehen kann. Und das Geld von dir will der Vermieter, nicht die Abrechnungsfirma. diese Firma hat der Vermieter beauftragt, für den macht die eigentlich dessen Arbeit, damit hast du mit dem Laden nichts zu tun.

    Zum Vergleich, ich habe viel Außenwand und Dach, und um die 50qm. Verbrauche im Jahr um die 350€ inkl. allem und das mit teurem Nachtspeicher - wobei ich wenn es so weiter geht mit dem Ölpreis mit meinen Atomstromöfchen bald nicht mehr am teuersten bin von allen Möglichkeiten
     
    #13
    Nabla, 5 August 2008
  14. Koyote
    Koyote (38)
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    Verheiratet
    Das ist auch völlig logisch, denn in den normalen Kosten für die Heizungsabrechnung ist ja bereits die jährliche Abrechnung enthalten. Diese zahlt der Mieter ja anteilig, für die Monate in denen er die Wohnung gemietet hat, würde er jetzt die Nutzerwechselgebühr tragen müssen, so bezahlt er eine zusätzliche Abrechnung...
    Die zusätzliche Abrechnung ist ja nicht notwendig weil er die Wohnung gemietet hat, sondern weil die Firma dem Vermieter eine zusätzliche Leistung in Rechnung stellt.
    Ebenso muss ja der Mieter die zusätzliche Leistung eines Zweittermins bezahlen wenn er am, rechtzeitig bekanntgegebenen, Ablesetermin keinen Zutritt zu den Zählern ermöglicht.

    Unabhängig davon erfolgt die Verteilung zwischen den beiden nutzern nach Gradtagszahlen, dieses muss in der Abrechnung auch erkennbar sein.

    Mit der Ablesefirma hat der Mieter nichts zu tun... schließlich hat die Firma einen Vertrag mit dem Vermieter, wenn es also probleme mit der Abrechnung gibt, dann ist der Vermieter der Ansprechpartner.

    Ausserdem muss die Vermieterin Einsicht in die Unterlagen ermöglichen, man kann sich also ansehen wie die Abrechnung zustande gekommen ist.
    Handelt es sich um preisgebundenen Wohnraum müssen Kopien der Abrechnungsunterlagen zur Verfügung gestellt werden (natürlich gegen Kostenerstattung)

    Wenn keine Abrechnung der Heizkosten nach Verbrauch erfolgt ist, dann kann der Mieter die Heizkostenrechnung um 15% kürzen!
    Vor einem solchen Schritt sollte man allerdings rechtlichen Beistand aufsuchen...

    Gruß
     
    #14
    Koyote, 5 August 2008

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