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Hilfe bei Geografie-HA!

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Motion, 11 Mai 2005.

  1. Motion
    Motion (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallöchen!

    Ich benötige mal wieder Hilfe bei ner Hausaufgabe!

    Und zwar geht es um den Bevölkerungsrückgang in Meck´Pom! Nun sollen wir Probleme darstellen, die sich aus dem Bevölkerungsrückgang ergeben! Sozial und gesellschaftlich! Hab aber im Moment keine Ahnung!
    Help, please!
     
    #1
    Motion, 11 Mai 2005
  2. SunsetLover
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    Ui, Geographie :gluecklic

    Ja, wie Draven schon sagt: Die ökonomische Gesamtlage für das Bundesland verschlechtert sich halt, da weniger Steuern einerseits und auch durch die Migration eben auch die sinkende Kaufkraft. Aber auch Arbeitsplätze gehen verloren, unter Umständen in allen drei wirtschaftlichen Sektoren, aber wohl wahrscheinlich am meisten eben im tertiären Sektor (Dienstleistungen usw.).
     
    #2
    SunsetLover, 11 Mai 2005
  3. User 5089
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    @Eric: Ich glaube Motion meint mit sozial eher in Bezug auf die sozialen Sicherungssysteme, während gesellschaftlich wahrscheinlich das allgemeine Zusammenleben referenziert. Zumindest ist mir diese (natürlich falsche) Auslegung schon einige Male begegnet. Wer sich einen Fleißpunkt verdienen will, schaut im Fremdwörterbuch nach dem Ursprung des Wortes "sozial".

    @Topic:
    Die Probleme begründen sich aus der allmählichen wirtschaftlichen Erosion der betroffenen Regionen. Denn die sozial Schwachen, Alten und Kranken ziehen nur sehr selten um, während junge und motivierte Menschen ihren Wohnort bevorzugt in wirtschaftlich starke Regionen verlegen.
    Somit ergibt sich ein ganzer Blumenstrauß von gegenseitig verstärkenden Problemen (in der alten Zeit auch als Teufelskreis bezeichnet :zwinker:):
    Der "brain drain" (neudeutsch u.a. für das Abwandern der jungen, qualifizierten Bevölkerung) nimmt der Region die Nachfolgergeneration, welche als abhängig Beschäftigte oder Selbstständige die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft erhalten können. Der zurückbleibende "Bodensatz" ist nur selten in der Lage, diese Lücke zu füllen. Somit finden Unternehmen keine fähigen Mitarbeiter oder Nachfolger, was gerade den Mittelstand als wirtschaftliches Rückgrat stark schwächt. Somit fallen weitere Arbeitsplätze weg, womit sich die wirtschaftliche Situation weiter eintrübt und die Abwanderungsbewegungen verstärkt wird.

    Außerdem sinkt damit die Attraktivität für Investoren (außer, es gibt schöne Subventionen...), denn qualifiziertes Personal ist Mangelware und ein regionaler Absatzmarkt kaum vorhanden (und es komme mir jetzt keiner mit der Logistikbranche oder Callcentern. Das sind eher niedrig qualifizierte, traurige Jobs. Außerdem gibt es hier regelrechten Subventionstourismus).

    Nebenbei führt der wirtschaftliche Niedergang zu einer Gettoisierung der Armut mit allen Folgen wie Kriminalität, weil den dagebliebenen Jugendlichen (Aussiedler, Hauptschüler, etc.) bereits vor der Volljährigkeit alle Perspektiven fehlen. Dies wird durch neue Regelungen im Gesetzeswerk "Hartz IV" noch verstärkt, weil nur eine "angemessene" Wohnung bezahlt wird. Da die Städte (gerade in Ostdeutschland) häufig kommunale Wohnungsgesellschaften besitzen, ist eine Massenumsiedlung in die bislang für die Gemeinden unrentable "Platte" (Plattenbauten) zu befürchten.

    Als letzter Punkt, den gerade Alt-68er-Lehrer mit einem freudigen, pavlovschen 1er-Reflex bedienen, ist der Aufstieg von radikalen politischen Gesinnungen (politisches Bewusstsein und so...). Denn die erheblichen Stimmengewinne der NPD in Sachsen lassen auf eine Protesthaltung der Bevölkerung schließen. Ob diese nun stramm rechts orientiert ist oder man die Politiker der etablierten Parteien nur ein bisschen wachschocken wollte, sei dahingestellt. Zumindest sind die Rahmenbedingungen in Sachsen und MecPom vergleichbar, was eine Analogiebildung gerechtfertigt erscheinen lässt.

    Soweit der allgemeine Überblick. Sollte die Untersuchung spezifischer Charakteristika einzelner Gemeinden verlangt werden, verweise ich Dich an google sowie die Stadtverwaltungen. Sie werden Dir (wahrscheinlich) die richtigen Ansprechpartner nennen und Dich mit detailliertem Zahlenmaterial versorgen (Verteilung der Erwerbsbevölkerung innerhalb der Sektoren, Betriebe, ...). Dies ist zumindest meine Erfahrung...

    [Die Perspektivlosigkeit Jugendlicher durfte ich an meiner Grundschule vier lange, harte Jahre lang (Gesamtschule) selbst erleben, ebenso die wirtschaftliche Stagnation. Und das in Westdeutschland...
    Außerdem möchte ich bitten, von Diskussionen wie "Ja, aber die Firmen können bei Bedarf doch Arbeitskräfte anwerben: Die Wohnungen sind billig und die Arbeitslosen willig!" abzusehen. Ein mir bekanntes Unternehmen sucht in ganz Deutschland händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern, findet aber keine! Dabei liegt sie faktisch in einem Kurort mit angenehmen Klima und niedrigen Lebenshaltungskosten und guter Infrastruktur. Trotzdem will aus unerfindlichen Gründen niemand hin...]
     
    #3
    User 5089, 12 Mai 2005
  4. User 5089
    Verbringt hier viel Zeit
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    4
    nicht angegeben
    *PING*

    Normalerweise diskutiere ich ungerne mit mir selber, aber wie ist die Sache weitergegangen?
     
    #4
    User 5089, 13 Mai 2005

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