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Hilfe, ich bin ein Nerd!

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von -Tobi-, 18 April 2008.

  1. -Tobi-
    -Tobi- (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Zugegeben, der Thread-Titel ist ziemlich blöd, aber wenn ich meinen Tagesablauf ansehe dann stimmt es einfach :frown:

    Ich bin 20 Jahre alt, habe vor einem Jahr in Bayern Abitur mit 2.6 gemacht und gerade meinen Zivildienst beendet. Ich habe noch keine Ahnung was ich in Zukunft machen soll, bin gerade dabei mich für verschiedene Ausbildungen zu bewerben und mich in Sachen Studium zu informieren.

    So weit so schlecht, aber warum bin ich ein Nerd? Mein typischer Tagesablauf sieht so aus: Schlafen, arbeiten (arbeite noch ein wenig in meiner ZVD weiter), heimkommen und surfen, zocken, Musik hören oder Filme schauen. Auch am Wochenende sieht es nicht viel anders aus, ich habe einfach schon vor der näheren Zukunft unglaublich Angst, da ich keine Ahnung habe wie es weitergehen soll. Außerdem weiß ich auch existenzielle Fragen wie den Sinn des Lebens keine Antwort. Also versuche ich Gedanken daran durch oben genannte Tätigkeiten zu unterdrücken, was meist erstaunlich gut gelingt, aber zwischendurch kommt man doch immer wieder an den Punkt, an dem einen alles überrollt.

    Ich weiß wie gesagt nicht wie es beruflich weitergehen soll, ich habe kaum Freunde und mit den wenigen die ich habe mache ich kaum was, und wenn dann ist es auch nur zocken oder Kino. Weibliche Kontakte? Guter Witz...
    Ich habe 10 Jahre lang sehr gut klassische Gitarre gespielt, mache ich kaum mehr. Ich habe sehr viel gelesen, mache ich kaum mehr. Ich fühle mich im Grunde total unwohl, finde aber keine Möglichkeit mich aus meinem Trott zu lösen. Wenn ich mit Freunden weggehe macht mir das kaum Spaß. Und alleine weggehen, wie bescheuert sieht das denn aus? Dazu kommt dass ich sehr schüchtern bin, wie soll ich da an neue Kontakte kommen. Vielleicht später mal im Studium, aber wer weiß.

    Einige werden jetzt wohl sagen Computer-Sucht, schmeiße deine gesamten Geräte weg. Aber das ist es nicht, ich kann durchaus Grenzen ziehen, aber ich sehe im Moment einfach nichts dass es wert ist aufzuhören. Ich würde wirklich gern was ändern, aber ich weiß nicht wie und wo ich anfangen soll, und so ertränke ich meine Selbstzweifel eben weitgehend in virtuellen Welten.

    Und ich kann anders sein, nach anfänglichen Problemen bin ich in meiner Zivildienststelle äußerst beliebt. Ich habe Zivildienst in einem Altenheim in der Pflege gemacht, die Bewohner lieben mich, die meisten Fachkräfte und vor allem meine Chefin mögen mich und attestieren mir sehr gute Leistungen.
    Wenn ich Personen gefunden habe mit denen ich mich verstehe, wenn die Chemie zwischen uns stimmt, kann ich auch offen sein und viel reden, aber solche Leute fehlen mir wie gesagt einfach.

    Ich weiß jetzt auch nicht was ich hören will, aber musste das einfach mal aufschreiben. Vielleicht ging es ja doch jemandem ähnlich oder jemand hat ein paar Ratschläge für mich.
     
    #1
    -Tobi-, 18 April 2008
  2. many--
    many-- (32)
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Ich versuche mal, mich auf einen kurzen, aber mir zentral erscheinenden Aspekt zu beschränken: du brauchst eine Aufgabe. Ein Ziel. Einen - Beruf.
    Ernsthaft: deine Lebensführung, deine Freizeitgestaltung, deine Hobbies, der Sinn des Lebens - vergiss das erst mal bzw stelle es hinten an. Was du machen musst, ist der wichtige Schritt vom Schüler zum Berufstätigen. Du musst sozusagen ins Leben hinaustreten, womit du nicht nur aus deinem häuslichen Trott heraus kommst, sondern im Idealfall auch eine Sinngebung für dein Leben erfährst.

    Du solltest also mit ganzer Kraft deine berufliche Entwicklung vorantreiben. Was willst du nach dem Zivildienst machen? Und wo? Welche Ausbildung brauchst du dafür? Wo bekommst du die Ausbildung? - Das sollten deine Fragen sein.

    Wenn du es geschafft hast, eine dich erfüllende Karriere einzuschlagen, wird der Rest von alleine kommen. Mit Menschen kannst du ja durchaus umgehen: du wirst also neue Leute kennenlernen, dadurch kann sich deine Lebensführung verändern. Wenn dich dein Beruf ausfüllt und dich anspornt, wird darüber hinaus der Computer als sinngebenden Element deines Lebens verdrängt werden. Wirst schon sehen! :zwinker:
     
    #2
    many--, 18 April 2008
  3. User 64931
    User 64931 (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    745
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    Verheiratet
    Da dir scheinbar, wie many schon sagte, die Perspektive fehlt, solltest du wirklich überlegen, was du beruflich zukünftig machen willst.

    Willst du zum Beispiel studieren, hättest du gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Du verfolgst ein Ziel, und du hast die Möglichkeit, die einen (neuen) Freundeskreis aufzubauen und Frauen kennenzulernen. Zum einen durch das Studium selbst, als auch durch die häufigen Parties, die es während dem Studium so gibt (bei uns an der FH gabs min. 2 Parties/Monat).

    Bei einer Ausbildung sieht es ähnlich aus, allerdings ist da meiner Erfahrung nach schwerer einen (neuen) Freundeskreis aufzubauen - man sieht sich zwar während der Arbeit, aber privat ist da eher weniger (ist aber wie gesagt nur meine Erfahrung, vielleicht ist es oftmals auch ganz anders).

    Aber was das Studium angeht, ich kenne viele Leute durchs Studium, treffe mich auch inzwischen och privat mit denen und kenne andere Leute, die auch durchs Studium neue Freunde (und teilweise auch die Frau/den Mann fürs Leben gefunden haben).
     
    #3
    User 64931, 18 April 2008
  4. Icoon
    Icoon (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    16
    86
    0
    vergeben und glücklich
    Ich habe die selbe Beobachtung bei meiner Schwester (21) gemacht. Sie war in meinen Augen zwischen der Abi und Studiumzeit eine Zeit sehr Lebensüberdrüssig. Okay eigentlich sollte man im Alter von 20 noch nicht von Lebensüberdruss reden. Aufjedenfall habe ich bemerkt das ihr das Studium was sie in Bochum begonnen hat plus der Umzug dorthin sehr verändert hat. Sie ist richtig aus sich herraus gekommen Lebt nun quasi ihr Junges Leben. Ich habe ihr früher immer vorgeworfen das sie ihre ganze Jugend verpasst aber damit ist jetzt Schluss. Das Studium hat ihr alles geboten: neue Freunde, neue Kerle und ein Berufliches Ziel :smile2: ich kann mir vorstellen das es bei einer Außbildung nicht anders läuft. Ich denke das diese Situation die du durchmachst sehr viele Junge Menschen durchmachen. Sobald man etwas Wichtiges wie Perspektive oder auch Freundin verliert fällt man in einen ungewohnten zustand indem man sich ersmal Orientieren muss. Das wird vorbei gehen.
     
    #4
    Icoon, 18 April 2008
  5. DelS
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    ..........
     
    #5
    DelS, 18 April 2008

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