Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Hitze

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von mubitsche, 2 Februar 2006.

  1. mubitsche
    mubitsche (35)
    Benutzer gesperrt
    434
    0
    0
    Single
    Hitze


    Es ist heiß.
    Es ist viel zu heiß. Wir verbennen. Nichts wird gut.- Alles brennt, einsam, in sich ein.
    Nichts wird besser. Immer nur diese Hitze. Von innen nach außen und zurück.
    Es ist heiß. Viel zu heiß.
    Die Häuser stehn verlassen da. Menschen schleichen um diese Häuser.
    Alles ist gelb. Wie Sand in der Wüste.
    Es ist viel zu heiß und alles klebt. Was nicht klebt, ist trocken. Staubtrocken.
    Die Hitze fliegt sie an und sie nimmt das abgehackte Bein eines Eichhörnchens.
    Auf dem Küchentisch. Im Bett.
    Das Bein stinkt schon.
    Aber es gibt nichts anderes.
    Und die Hitze vergeht nicht.
    Keine Sekunde der Befriedigung. Keine einzige.
    Keine Sekunde der Entspannung oder des Versinkens in sich selbst.
    Dinge, die wir bereuen. Fehler, die wir doppelt machen.
    Wenn es doch wenigstens Abend würde.
    Doch immer steht die gleiche Sonne am Himmel,
    die ewige Zeit rinnt und die Gedanken verfolgen dich
    pausenlos, lückenlos.
    Ohne Unterlass.
    Alles ist gelb und sie kann nicht mehr hinsehen.
    Doch die Augen sehen es,
    selbst geschlossen.
    Immer dieses Gelb, immer diese Hitze.
    Und wenn du dich gerade dran gewöhnt hast,
    wird es heißer.
    Bis nichts mehr da ist.
     
    #1
    mubitsche, 2 Februar 2006
  2. mubitsche
    mubitsche (35)
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    434
    0
    0
    Single
    Hitze


    Es ist heiß.
    Es ist viel zu heiß. Wir verbennen. Nichts wird gut.- Alles brennt, einsam, in sich ein.
    Nichts wird besser. Immer nur diese HItze. Von innen nach außen und zurück.
    Es ist heiß. Viel zu heiß.
    Die Häuser stehn verlassen da. Menschen schleichen um diese Häuser.
    Alles ist gelb. Wie Sand in der Wüste.
    Es ist viel zu heiß und alles klebt. Was nicht klebt, ist trocken. Staubtrocken.
    Die Hitze fliegt sie an und sie nimmt das abgehackte Bein eines Eichhörnchens.
    Auf dem Küchentisch. Im Bett.
    Das Bein stinkt schon.
    Aber es gibt nichts anderes.
    Und die Hitze vergeht nicht.
    Keine Sekunde der Befriedigung. Keine einzige.
    Keine Sekunde der Entspannung oder des Versinkens in sich selbst.
    Dinge, die wir bereuen. Fehler, die wir doppelt machen.
    Wenn es doch wenigstens Abend würde.
    Doch immer steht die gleiche Sonne am Himmel,
    die ewige Zeit rinnt und die Gedanken verfolgen dich
    pausenlos, lückenlos.
    Ohne Unterlass.
    Alles ist gelb und sie kann nicht mehr hinsehen.
    Doch die Augen sehen es,
    selbst geschlossen.
    Immer dieses Gelb, immer diese Hitze.
    Und wenn du dich gerade dran gewöhnt hast,
    wird es heißer.


    Hi!


    Ich hab "Hitze" nach ca. zwei Wochen jetzt wieder gelesen und finde den letzten Satz (siehe erstes Posting) eher einengend als nötig.
    Am intensivsten ist für mich der Text auch schon am Punkt: Wenn du dich gerade daran gewöhnt hast, wird es heißer...
    Der Punkt ergibt sich für mich auch ziemlich logisch aus dem Text. Es wird etwas beschrieben, was sich tot laufen könnte und weniger schlimm sein könnte, wenn es dabei bleibt... Doch es wird immer schlimmer, wenn man gerade denkt, angekommen zu sein.
    Wie bei Menschen, die sich immer ein Problem suchen, wenn sie keines haben. Jede Sorge, die man gerade hat, scheint irgendwie gerade die schlimmste und wichtigste zu sein. hat man eine Lösung fürs Problem, nimmt es andere, schlimmere Formen an oder ein anderes rückt nach.

    Schreibt mal was dazu:zwinker:

    LG
     
    #2
    mubitsche, 7 März 2006

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten