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HIV/AIDS in Deutschland

Dieses Thema im Forum "Aufklärung & Verhütung" wurde erstellt von Braintree, 8 Januar 2005.

  1. Braintree
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hi Leute!

    Hab letztens mal wieder gelesen das HIV/AIDS immer mehr auf dem Vormarsch ist, vor allem bei Jugendlichen und
    Heterosexuellen. Bin dann mal auf www.rki.de um mir mal die offziellen Zahlen anzusehen. Und ich muss sagen
    ich war mehr als überascht:

    im Jahr 2004 gab es:

    ~ 2000 HIV-Neuinfektionen
    ~ 300 Neuinfektionen auf hetersexuellen Weg
    ~ 700 AIDS-Tote

    Noch mal zur Erinnerung: in Deutschland leben ~ 80 Mio. Menschen.
    Wenn man sich die restlichen Zahlen ansieht merkt man schnell das weit über 99% der Deutschen von
    HIV/AIDS nicht direkt betroffen sind. Das nach 25 Jahren die Vorhergesagte Epidemie in Deutschland ausgeblieben ist.
    Das erklärt natürlich, warum AIDS aus dem Bewußtsein der Menschen mehr und mehr weicht und Politiker,
    Journalisten, Mediziener und Experten warnend den Finger heben, den AIDS-Hilfen das Geld gekürzt wird
    und man zwanghaft versucht AIDS wieder in die Köpfe zu kriegen. Das erklärt auch warum die Verhütungsplakate
    mit den lustigen Bildern versagen und in Deutschland nur ein Fünftel mit Kondom verhüten.
    Die Frage ist: warum ist die Epidemie ausgeblieben?

    http://www.rki.de/INFEKT/AIDS_STD/WADFOLIEN2004.PDF

    Hier gibt es wunderbare Statistiken zum Thema, welche 11 Jahre gesammelte Daten beinhalten.
    Wenn die Medien wieder mal melden, immer mehr Jugendliche sind (neu)infiziert wird man hier eines besseren belehrt:
    Nicht mal 5% der Neuinfektionen sind bei 15-19 jährigen verzeichnet. Das sind ungefähr genauso viel wie bei den
    60-69 jährigen.
    AIDS bei Jugendlichen gabs laut Statistik schon seit Jahren nicht mehr.
    Selbst die Gruppe der 20-25 jährigen kommt richtig gut weg bei den Graphiken.
    Soviel zum Thema vor allem junge Menschen sind gefährdet.
    Wenn man Diagramme so sieht fallen noch mehr interessante Sachen auf. z.B. das Frauen viel weniger betroffen sind von
    HIV/AIDS als Männer. Das nach wie vor hauptsächlich Risikogruppen wie Schwule betroffen sind. Das es eine nennenswerte
    Ausbreitung in die heterosexuelle Bevölkerung nicht gibt. Eine reine heterosexuelle Übertragungskette ist mit 3% (!) bei
    Männern und 8% (!) bei Frauen verschwindent klein.
    Noch sehr viel erstaunlicher ist das Modell mit HIV/AIDS Prävalenz und Inzidenz.
    Demnach hat sich von 1979 bis 1984 die HIVneuinfektionsrate von 0 auf über 7000 Fälle pro Jahr gesteigert, um dann genauso
    schnell wieder bis 1989 auf ein Level von 2000 Neuinfektionen zu sinken. Und dieses level hat sich bis heute,
    15 Jahre (!) später nicht wesentlich geändert. Frage: warum ist die Rate so aprupt wieder gesunken? Warum steigt sie nicht
    weiter an?

    Da gibts nur eine Erklärung: die vorbildliche Safer Sex Moral bei den Deutschen. Allerdings gab es 1984, das Jahr in dem
    die Rate wieder so schnell beginnt zu sinken noch keine Verhütungskampagnen, weil man zur der Zeit grade erst den
    HI-Virus entdeckt hatte. Bis die ersten ernsthaften Kampagnen starteten war die "Welle" der Neuinfektionen längst vorbei.
    Auch bezweifel ich, das die kampagnen das Verhalten der Deutschen nachhaltig verändert haben. Man legt ja nur selten
    und mit triftigen Grund seine Angewohnheiten ab. Und der triftige Grund, eine Epidemie in der Normalbevölkerung ist ja
    nachweislich bis heute ausgeblieben.

    2004 wurden ca. 190 Mio. Kondome verkauft. Das sind ein bisschen mehr als 2 pro Kopf.
    Zusätzlich muss man noch die Versagerquote von Kondomen einrechnen und die abziehen die gar nicht benutzt werden.
    Die Zahl verliert ihre Größe wenn man bedenkt das es jede menge Leute in Deutschland gibt die sexuell aktiv sind und
    einige von denen sind auf Kondome dringend angewiesen wie z.B. Prostituierte, Pornodarsteller, Leute mit häufigen
    Partnerwechsel. Das Prostituierte meist weiblich sind ist klar. Das oftmals nicht Safer Sex praktiziert wird kann man
    sich denken. Das laut Statistik trotzdem so wenige Frauen von HIV/AIDS betroffen sind ist erstaunlich. Prostituierte
    bilden noch nicht einmal eine Hochrisikogruppe wie z.B. intravenöse Drogenabhängige.

    Kondome sind anscheinend nicht der Grund warum sich HIV/AIDS so schleppend in Deutschland verbreitet, was ja häufig in den
    Medien verbreitet wird. Im übrigen besteht ja Safer Sex nicht nur aus Kondomen. Flüssigkeitsaustausch über winzige Wunden
    reicht ja theoretisch schon um sich zu infizieren.
    Wirklich Safer Sex bedeutet keinen Sex (ausser mit sich selber) oder Sex mit Ganzkörperkondomen.

    Hier noch mal ein paar Zahlen:

    ~ 190.000.000 verkaufte Kondome jedes Jahr
    ~ 40.000.000 sexuell aktive Deutsche
    ~ 3.000.000 Blutspenden jedes jahr
    ~ 850.000 Schwangerschaften jedes Jahr
    ~ 300.000 Prostituierte, Pornodarsteller usw
    ~ 130.000 Abtreibungen
    ~ 2.000 HIV-Neuinfektionen
    ~ 300 auf heterosexuellen Weg

    hoffe mal die Zahlen stimmen soweit.

    Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten: entweder in Deutschland gibt es eine riesige Dunkelziffer an HIV/AIDS Fällen, was
    allerdings bedeutet das es nach einer durchschnittlichen Inkubationszeit von 10 Jahren jedes Jahr immer mehr AIDS - fälle und
    Tote geben müsste. Was nicht der Fall ist. Das bedeutet das die Zahlen vom RKI die Situation in Deutschland widerspiegeln.
    Dann bleibt die Frage wo die Epidemie abgeblieben ist. Wieso immer noch die Risikogruppen am meisten betroffen sind.
    Trotz dem Versagen der Verhütungsstrategien.
    Und das, wo in anderen Teilen der Welt (die Industrienationen ausgenommen) die HIV/AIDS Zahlen laut Medien explodieren.

    Was haltet ihr davon?
     
    #1
    Braintree, 8 Januar 2005
  2. at5E
    Gast
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    Ich würde schätzen das die dunkle ziffer sehr hoch liegt! den nach der Statistik geht ja kaum ein Jugendlicher zum Arzt und amcht nen Aids test! Eines tages werden wir davon eingeholt passt mal auf.......... dumm gelaufen aber selber schuld.
    mfg
     
    #2
    at5E, 8 Januar 2005
  3. StolzesHerz
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    nicht angegeben
    Erst mal muss ich sagen, dass deine Ausführungen über die Präsenz von HIV/AIDS in Deutschland das ganze Ausmaß ein wenig herunterspielt. Die Zahlen und Informationen die du vom RKI hast sind natürlich völlig korrekt, denn immerhin ist das RKI (Robert-Koch-Institut) das führende Forschungsinstitut was Krankheiten und im Besonderen HIV/AIDS betrifft, doch wenn man sich die Zahl der Neuinfizierten vom letzten Jahr anschaut und weiß das circa 80% der Infektionen durch sexuelle Kontakte hervorgerufen werden, ist die Zahl von 2000 Neuinfizierten doch äußerst erschreckend. Das heißt circa 1600 der Neuinfizierungen hätten durch Safer Sex vermieden werden können. Abgesehen natürlich von Unfällen wie geplatzte Kondome oder ähnliches. In unserer heutigen EIGENTLICH aufgeklärten Zeit sind 2000 Neuinfizierte genau 2000 Neuinfizierte zuviel oder zumindest die 1600, die durch sexuelle Kontakte entstehen. Zum einen liegt die Problematik bei der fehlenden Aufklärung und das Unwissen über die verschiedensten Übertragungswege. Das Thema HIV/AIDS ist größtenteils aus der Öffentlichkeit verschwunden. Von den Plakaten fühlen sich die wenigsten angesprochen, was in meinen Augen daran liegt, dass die Aufmachung einfach zu „nett“ ist und keine Aspekte der Aufklärung beinhaltet, die dringend nötig sind.
    Und das Prostituierte zu keiner Hochrisikogruppe gehören finde ich persönlich nicht verwunderlich. Zumindest die legalen Prostituierten achten doch soweit auf ihre Gesundheit, dass sie alles menschenmögliche tun um das Risiko so gering wie möglich zu halten. Eine 100%ige Sicherheit wird es nie geben, auch nicht mit Kondom.
    Das die Epidemie zumindest in den Industrieländern ausgeblieben ist, liegt wohl vor allem an der weitfortgeschrittenen Forschung. Heute können Tests viel früher als noch vor einigen Jahren ein klares Ergebnis erzielen. Was bedeutet, dass Menschen deren Infektion somit frühzeitig erkannt werden kann, nicht wie früher vielleicht so ein hohes Risiko für deren Mitmenschen darstellen, weil sie früher von ihrer Infektion erfahren haben und somit in dieser zeit die Möglichkeit andere Menschen unwissend damit anzustecken geringer ist als vor einigen Jahren. Zum anderen ist es für immer mehr Leute selbstverständlich einen HIV-Test in gewissen Abständen durchzuführen. Und somit vielleicht auch früher in einer Beziehung auf Kondome verzichtet werden kann als noch vor einigen Jahren, als man einen verlässlichen Test vielleicht erst nach 6 Monaten machen konnte. Das erklärt vielleicht auch einen (kleinen) Teil von den zurückgegangenen Kondomverkaufszahlen. Den großen Teil erklärt vor allem die Verantwortungslosigkeit die einige (auch hier im Forum) an den Tag legen. Jeder macht mal Fehler in seinem Leben. Aber wenn einige Menschen die Einstellung haben, dass sie völlig auf Safer Sex verzichten können ist das erschreckend und alarmierend.
    Und das bei Heterosexuellen immer weitverbreitet ist, dass das Thema HIV/AIDS eh fast nur bei den Homosexuellen vorkommt, macht das ganze nur noch schlimmer. Die Zahl der heterosexuellen Menschen die sich neuinfizieren (durch sexuelle Kontakte) steigt jährlich, wenn auch nicht übermäßig.
    Aber alarmierend finde ich den „Trend“ der bei vielen homosexuellen Männern sich immer weiter ausbreitet, nämlich Barebacking (zu deutsch: Reiten ohne Sattel, unter den Schwulen: Ficken ohne Kondom). Es werden regelrecht Barebacking-Partys veranstaltet, bei denen dann nicht nur HIV-Positive mitmachen, sondern auch HIV-Negative, die den Kick suchen. Es gibt also welche die sich bewusst dazu entscheiden sich mit HIV anzustecken nur um ihr gewünschtes Sexleben (nämlich Sex ohne Kondom) ausleben zu können. Dieser Trend erklärt zum einen, dass vor allem die Risikogruppe Homosexuelle nach wie vor am meisten betroffen ist. Des weiteren auch weil es bei Homosexuellen viel leichter ist sexuelle Kontakte zu finden und viele Homosexuelle viele wechselnde Partner haben und somit das Risiko viel höher ist. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich absolut nichts gegen Homosexuelle habe und auch nicht damit aussagen will das ALLE Homosexuelle so sind.

    Lieben Gruß StolzesHerz
     
    #3
    StolzesHerz, 8 Januar 2005
  4. Braintree
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    @at5E nach welcher statistik geht ein Jugendlicher kaum zum arzt? Ausserdem warum werden wir erst eines Tages davon eingeholt? Warum sind wir nicht schon längst eingeholt worden? Das hören wir doch jetzt schon seit 20 Jahren aus dem Fernsehen und unzähligen Spiegelberichten.

    @StolzesHerz

    "..Präsenz von HIV/AIDS in Deutschland das ganze Ausmaß ein wenig herunterspielt.."

    nein das Glaube ich nicht. Ich glaube eher das die Medien das Ausmaß ziemlich hochspielen. Wie schon gesagt über 99% sind nicht betroffen. Es gibt keine Epidemie in Deutschland. Daher konzentriert man sich jetzt auf andere Länder/ Kontinente.

    "die Zahl von 2000 Neuinfizierten doch äußerst erschreckend"

    wieso? sie ist seit einem Jahrzehnt konstant (nicht etwa expontentiell, wie man erwarten müsste). Mag sein das 80% sexuell zustande kommen, aber nicht mal 15% rein heterosexuell, rein heißt das nicht irgendein eine Risiko wie Drogenkonsum/Bisexualität usw. im Spiel ist.
    Das wiederum bedeutet das sich in der Normalbevölkerung AIDS nicht ausgebreitet hat, nich mal ansatzweise wie man einst befürchtete. Somit ist AIDS damals wie heute vor allem ein Problem von Risikogruppen, wie eindeutig aus den Graphiken hervorgeht.

    "Zum einen liegt die Problematik bei der fehlenden Aufklärung und das Unwissen über die verschiedensten Übertragungswege"

    glaub ich nicht. Viele wissen um was es geht und machen sich einfach keine Platte. (Und das nicht erst seit heute)

    "Das Thema HIV/AIDS ist größtenteils aus der Öffentlichkeit verschwunden. "

    Warum hab ich ja schon oben begründet.

    "Zumindest die legalen Prostituierten achten doch soweit auf ihre Gesundheit, dass sie alles menschenmögliche tun um das Risiko so gering wie möglich zu halten."

    Ich wusste gar nicht das es legale und illegale Prostituierte gibt. Aber wenn es stimmt was du sagst, würden diese Prostituierten den Großteil des im Jahr verkauften Kondomvorrats aufbrauchen. Tatsächlich haben Prostituierte kein höheres Risiko als andere Heteros es sei denn sie konsumieren Drogen.

    "Eine 100%ige Sicherheit wird es nie geben, auch nicht mit Kondom."

    Grade unter diesem Aspekt ist doch das Ausbleiben der Epidemie verwunderlich.

    "Heute können Tests viel früher als noch vor einigen Jahren ein klares Ergebnis erzielen."

    heißt das vor einigen Jahren gab es noch unklare Ergebnisse die länger dauerten?

    "Was bedeutet, dass Menschen deren Infektion somit frühzeitig erkannt werden kann, nicht wie früher vielleicht so ein hohes Risiko für deren Mitmenschen darstellen, weil sie früher von ihrer Infektion erfahren haben und somit in dieser zeit die Möglichkeit andere Menschen unwissend damit anzustecken geringer ist als vor einigen Jahren."

    Vorraussetzung ist doch, das die Leute sich überhaupt testen lassen. Was bringen "schnelle klare" Tests wenn die Leute sie nicht nutzen? Von daher kann es nur am sich veränderten Testverhalten und nicht an den Tests liegen.

    "Zum anderen ist es für immer mehr Leute selbstverständlich einen HIV-Test in gewissen Abständen durchzuführen"

    Hat sich das Testverhalten geändert? Ich habe leider kaum Zahlen finden können, ausser das es ca. 3.000.000 Blutspenden jährlich gibt, welche gestestet werden. Im Prinzip bedeuten mehr Tests eine verbesserte Datenlage hinsichtlich der Ausbreitung von HIV. Je mehr sich also testen desto besser lässt sich die Situation einschätzen. Fakt ist aber das trotz alledem sich die Zahlen kaum ändern, von einer Epidemie ganz zu schweigen.
    Selbst wenn sich also die Leute mehr testen lassen und die Tests klarer sind was immer das bedeutet, dann hat das kaum Veränderung auf die Zahlen der Neuinfektionen, weder im positiven noch negativen.

    "Und somit vielleicht auch früher in einer Beziehung auf Kondome verzichtet werden kann als noch vor einigen Jahren,"

    ich kenne kein Pärchen, was 3 Monate wartet, den Test macht und erst dann auf Kondome verzichtet. Zahlen konnte ich leider nicht finden.
    Normalerweise ist es immer so, das die Leute (versuchen) bei One-Night- tands Kondome zu benutzen und in einer festen Beziehung bei Verwendung der Pille auf Kondome verzichten. Wenn überhaupt wird das Thema mal angeschnitten. 130.000 Abtreibungen sprechen eine klare Sprache das in Deutschland die Verhütung öfter mal daneben geht.

    "verlässlichen Test vielleicht erst nach 6 Monaten machen konnte"

    vielleicht? 6 Monate? soviel ich weiß hat sich an den Testmethoden nicht wirklich was geändert in den letzten Jahren. oder redest du von Tests aus den 80igern?

    "Das erklärt vielleicht auch einen (kleinen) Teil von den zurückgegangenen Kondomverkaufszahlen"

    die Verkaufszahlen haben sich seit Anfang der 80iger kaum verändert, jedenfalls nicht in dem Maß wie durch die Verhütungskampagnen erhofft.
    Sie sind im letzten Jahr zurückgegangen, aber das kann nächstes Jahr wieder anders sein. Ob sie wirklich durch das "Testen" sinken ist mehr als fraglich.

    "Aber wenn einige Menschen die Einstellung haben, dass sie völlig auf Safer Sex verzichten können ist das erschreckend und alarmierend."

    diese Leute gab es immer und wird es immer geben. Ein Grund mehr sich zu fragen wo die Epidemie bleibt. Der HI-Virus hat ja die gemeine Eigenschaft massenhaft weitergegeben zu werden bevor irgendwer sich mal testen lässt und alles auffliegt. In den Medien gab es ja schon die bösesten Geschichten
    von wild gewordenen Masseninfektoren, Sextouristen die tödliche Souvenire mit nach hause zu Mami bringen usw. Die RKI-Zahlen malen ein anderes Bild. Von einer explosionsartigen Ausbreitung kann keine Rede sein, vor allem nicht unter Heteros oder gar Jugendlichen.

    "Und das bei Heterosexuellen immer weitverbreitet ist, dass das Thema HIV/AIDS eh fast nur bei den Homosexuellen vorkommt, macht das ganze nur noch schlimmer"

    ist nicht ganz unbegründet. Schließlich sind homosexuelle Männder am meisten Betroffen von HIV und auch AIDS. 2004 gab es einen leichten Anstieg von Neuinfektionen in dieser Gruppe. In den Medien hieß es sofort "Zahl Neuinfektionen steigt dramatischer an.." usw.

    "Die Zahl der heterosexuellen Menschen die sich neuinfizieren (durch sexuelle Kontakte) steigt jährlich, wenn auch nicht übermäßig."

    tatsächlich sind es 3% Männer und 8% Frauen auf rein heterosexuellen Weg.
    Ansonsten ist ein Partner bi oder drogenabhängig oder aus einem der Risikoländer.
    Seit 1993 (!) haben sich ~ 500 Männer und ~ 380 Frauen laut Statistik auf diesem Weg angesteckt

    "Aber alarmierend finde ich den „Trend“ der bei vielen homosexuellen Männern sich immer weiter ausbreitet, nämlich Barebacking... Dieser Trend erklärt zum einen, dass vor allem die Risikogruppe Homosexuelle nach wie vor am meisten betroffen ist. Des weiteren auch weil es bei Homosexuellen viel leichter ist sexuelle Kontakte zu finden und viele Homosexuelle viele wechselnde Partner haben und somit das Risiko viel höher ist"

    dieser trend ist gar nicht mehr so neu und ich stimme hier überein das es die Zahlen erklären könnte. Aber das erklärt nicht den Rest. Und je mehr man drüber nachdenkt desto größer wird dieser unerklärliche Rest...
     
    #4
    Braintree, 8 Januar 2005
  5. fraktion89
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    vergeben und glücklich
    des ist alles schän und gut aber ich find man sollt weiterhin dabei bleiben werbung für saver sex zu machen nicht dass sich die menschen wieder sicher fühlen un dann die epedemie ausbricht die menschen sind vorsichtiger vld auch bei der partnerwahl und ich finde man sollt solange weitermachen bis es weniger als 100 neuansteckungen gehen
     
    #5
    fraktion89, 8 Januar 2005
  6. Braintree
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    nicht angegeben
    "weiterhin dabei bleiben werbung für saver sex "

    safer sex ist immer gut aber wenn die kampagnen versagen sollte man die strategien ändern

    "nicht dass sich die menschen wieder sicher fühlen"

    man sollte sie aber auch nicht unnötig verängstigen. das ist aber heutzutage das problem. bad news are good news. in allen bereichen. angst war und ist DAS mittel der Macht schlechthin. und die medien sind voll davon. Terror, Seuchen, Krieg, Tot, Elend, Angst

    "un dann die epedemie ausbricht"

    äusserst unwahrscheinlich. worauf hat sie denn die letzten 25 Jahre gewartet?

    "die menschen sind vorsichtiger vld auch bei der partnerwahl"

    tatsächlich?

    "und ich finde man sollt solange weitermachen bis es weniger als 100 neuansteckungen gehen"

    das wird man nie schaffen. das würde bedeuten den Mensch vernünftig zu machen
     
    #6
    Braintree, 9 Januar 2005
  7. Iya
    Iya
    Gast
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    Ich möcht mal anmerken dass es doch auch sein kann, dass in den medien so mit AIDS/HIV rumgewedelt wird weil man will dass die Leute verhüten. Und ich meine jetzt icht eine Infektion mit HIV (oder einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit, es gibt da noch andre nette Sachen) sondern auch eine Verhütung von Schwangerschaften.
    Vielleicht mag das unlogisch klingen, aber vllt wird AIDS so aufgebauscht weil die Verantwortlichen denken dass sich junge Menschen eventuell durch die Gefahr einer tödlichen Krankheit eher beeindrucken lassen als durch eine potentielle ungewollte Schwangerschaft.
     
    #7
    Iya, 9 Januar 2005
  8. StolzesHerz
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    nicht angegeben
    „nein das Glaube ich nicht. Ich glaube eher das die Medien das Ausmaß ziemlich hochspielen. Wie schon gesagt über 99% sind nicht betroffen. Es gibt keine Epidemie in Deutschland. Daher konzentriert man sich jetzt auf andere Länder/ Kontinente.“

    Das es keine Epidemie in Deutschland gibt wie es vielleicht irgendwann mal befürchtet worden ist, mag schon sein. Und das die Medien das Ausmaß ziemlich hochspielen, denke ich absolut nicht. Es gibt nach wie vor zu viele Menschen denen es an Wissen über die Risiken fehlt und wo es dann von Nöten ist, dass die Medien das ganze dramatisieren um den Menschen mal wieder die Augen zu öffnen. Und man muss immer das Gesamtausmaß sehen und nicht nur einen Teil davon.

    Zahlen laut RKI


    Menschen, die Ende 2004 mit HIV/AIDS leben: ~ 44.000
    Männer: ~ 34.000
    Frauen: ~ 9.500
    Kinder : ~ 300
    darunter Menschen, die mit AIDS leben: ~ 5.000

    Zahl der Neuinfektionen im Jahr 2004: ~ 2.000
    Männer: ~ 1.600
    Frauen: ~ 400
    Kinder : ~ 20

    Infektionswege (geschätzt):
    Männer, die Sex mit Männern haben: 55 %
    Herkunft aus Hochprävalenzgebiet 21 %
    Heterosexuelle Kontakte: 15 %
    i.v. Drogengebrauch: 8 %
    Mutter-Kind-Transmission: 1 %

    Neue AIDS-Erkrankungen im Jahr 2004: ~ 700
    Männer: ~ 550
    Frauen: ~ 150
    Kinder : < 5

    Todesfälle bei HIV-Infizierten im Jahr 2003: ~ 700

    Gesamtzahl der HIV-Infizierten seit Beginn der Epidemie: ~ 67.500

    Gesamtzahl der AIDS-Erkrankungen seit Beginn der Epidemie: ~ 28.000
    Männer: ~ 24.300
    Frauen: ~ 3.600
    Kinder: < 150
    Gesamtzahl der Todesfälle bei HIV-Infizierten seit Beginn der Epidemie: ~ 23.500

    “wieso? sie ist seit einem Jahrzehnt konstant (nicht etwa expontentiell, wie man erwarten müsste). Mag sein das 80% sexuell zustande kommen, aber nicht mal 15% rein heterosexuell, rein heißt das nicht irgendein eine Risiko wie Drogenkonsum/Bisexualität usw. im Spiel ist.
    Das wiederum bedeutet das sich in der Normalbevölkerung AIDS nicht ausgebreitet hat, nich mal ansatzweise wie man einst befürchtete. Somit ist AIDS damals wie heute vor allem ein Problem von Risikogruppen, wie eindeutig aus den Graphiken hervorgeht.“

    Die Zahl ist nicht konstant, sondern schwankt von Jahr zu Jahr. Aber darum geht es mir nicht. Es ist doch schlimm genug, dass die Zahl sich von Jahr zu Jahr nicht verringert, sondern entweder konstant bleibt oder leicht nach oben geht. Und das HIV/AIDS nach wie vor vor allem ein Problem von Risikogruppen ist, habe ich nicht bestritten, aber allein die Tatsache, dass 15% der Neuinfizierten 2004 aus heterosexuellen Kontakten entstanden sind, sollte man nicht außeracht lassen. Für dich scheint, dass eine unbedeutende Zahl zu sein.

    “glaub ich nicht. Viele wissen um was es geht und machen sich einfach keine Platte. (Und das nicht erst seit heute)“

    Also wenn ich heute noch höre, dass es Menschen gibt die glauben, dass die Pille vor HIV/AIDS schützt, muss ich doch annehmen dass es einen großen Bedarf an Aufklärung gibt. Und genauso gibt es viele, die zwar von der Existenz der Krankheit wissen, aber nicht über die genauen Übertragungswege. Musst dich nur mal hier im Forum umschauen oder in anderen.

    “Ich wusste gar nicht das es legale und illegale Prostituierte gibt. Aber wenn es stimmt was du sagst, würden diese Prostituierten den Großteil des im Jahr verkauften Kondomvorrats aufbrauchen. Tatsächlich haben Prostituierte kein höheres Risiko als andere Heteros es sei denn sie konsumieren Drogen.“

    Mit „legalen“ Prostituierten meinte ich, die die in einem Bordell arbeiten und „illegalen“, die die auf den Straßenstrich gehen! Und wer sagt dir nicht, dass Prostituierte den Großteil des im Jahr verkauften Kondomvorrats aufbrauchen?! Und das Prostituierte kein höheres Risiko haben als andere Heteros halte ich für ein Gerücht. Erstens haben sie viel mehr Sexualpartner als normale Heteros und somit ist die Gefahr, dass mal ein Unfall passiert (Kondom platzt) viel größer.

    “heißt das vor einigen Jahren gab es noch unklare Ergebnisse die länger dauerten?“

    Damit will ich sagen, dass die heutigen Test viel sensitiver (empfindlicher) und spezifischer sind als noch vor einigen Jahren. Heute werden vor allem Tests der 3. und 4. Generation verwendet. Und mit diesen Tests können Infektionen heute schon ab der 4. Woche nach einem Risikokontakt nachgewiesen werden.
    Siehe hier:


    Falls eine HIV-Infektion übertragen wird, fällt der Nachweis von Antikörpern nach 4 Wochen in ca. 60-65% der Fälle positiv aus, nach 6 Wochen sind ca. 80% der Infektionen nachweisbar, nach 8 Wochen etwa 90% und nach 12 Wochen etwa 95%. Wo zeitlich die Grenze für ein sicheres Testergebnis gezogen wird, ist in gewisser Weise willkürlich. Nach unserer Erfahrung ist es extrem selten, dass eine Infektion erst später als 12 Wochen nach dem möglichen Infektionsereignis nachweisbar wird und es ist durchaus denkbar, dass im einen oder anderen Fall, in dem längere Zeiten berichtet werden, es zwischenzeitlich doch noch ein neues Risiko gab, welches nicht angegeben wurde.(Quelle: RKI)

    Und mit dem sogenannten PCR-Test können Infektionen sogar knapp 2 Wochen nach einem Risikokontakt nachweisbar sein.
    Und all das war vor einigen Jahren eben noch nicht möglich
    .

    „Vorraussetzung ist doch, das die Leute sich überhaupt testen lassen. Was bringen "schnelle klare" Tests wenn die Leute sie nicht nutzen? Von daher kann es nur am sich veränderten Testverhalten und nicht an den Tests liegen.“

    Da gebe ich dir völlig recht. Nur verändert sich das Testverhalten der Menschen nicht, wenn die von dir so kritisierten Medien das Thema auch in Zukunft nicht weiter so „hochspielen“.


    “ich kenne kein Pärchen, was 3 Monate wartet, den Test macht und erst dann auf Kondome verzichtet. Zahlen konnte ich leider nicht finden.
    Normalerweise ist es immer so, das die Leute (versuchen) bei One-Night- tands Kondome zu benutzen und in einer festen Beziehung bei Verwendung der Pille auf Kondome verzichten. Wenn überhaupt wird das Thema mal angeschnitten. 130.000 Abtreibungen sprechen eine klare Sprache das in Deutschland die Verhütung öfter mal daneben geht.“

    Traurig genug, dass du keine kennst die das so handhaben.

    “vielleicht? 6 Monate? soviel ich weiß hat sich an den Testmethoden nicht wirklich was geändert in den letzten Jahren. oder redest du von Tests aus den 80igern?“

    Siehe oben

    “diese Leute gab es immer und wird es immer geben. Ein Grund mehr sich zu fragen wo die Epidemie bleibt. Der HI-Virus hat ja die gemeine Eigenschaft massenhaft weitergegeben zu werden bevor irgendwer sich mal testen lässt und alles auffliegt. In den Medien gab es ja schon die bösesten Geschichten
    von wild gewordenen Masseninfektoren, Sextouristen die tödliche Souvenire mit nach hause zu Mami bringen usw. Die RKI-Zahlen malen ein anderes Bild. Von einer explosionsartigen Ausbreitung kann keine Rede sein, vor allem nicht unter Heteros oder gar Jugendlichen.“

    Ich weiß gar nicht wieso du dich so darüber aufregst, dass man nun mal davon ausgegangen ist, dass eine Epidemie kommen wird. Freu dich darüber, dass es keine gegeben hat und hoffentlich auch nicht geben wird.

    “tatsächlich sind es 3% Männer und 8% Frauen auf rein heterosexuellen Weg.
    Ansonsten ist ein Partner bi oder drogenabhängig oder aus einem der Risikoländer.
    Seit 1993 (!) haben sich ~ 500 Männer und ~ 380 Frauen laut Statistik auf diesem Weg angesteckt“

    Genau 880 Menschen zuviel, die sich an HIV infiziert haben!

    “dieser trend ist gar nicht mehr so neu und ich stimme hier überein das es die Zahlen erklären könnte. Aber das erklärt nicht den Rest. Und je mehr man drüber nachdenkt desto größer wird dieser unerklärliche Rest...“

    Habe nicht behauptet, dass er neu ist. Welchen unerklärlichen Rest meinst du jetzt? Der unerklärliche Rest für dich der sich ja komischerweise nicht infiziert hat, obwohl das schlimmste befürchtet worden ist??
     
    #8
    StolzesHerz, 9 Januar 2005
  9. Braintree
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    "Vielleicht mag das unlogisch klingen, aber vllt wird AIDS so aufgebauscht weil die Verantwortlichen denken dass sich junge Menschen eventuell durch die Gefahr einer tödlichen Krankheit eher beeindrucken lassen als durch eine potentielle ungewollte Schwangerschaft."

    klingt unlogisch weil unlogisch.
     
    #9
    Braintree, 9 Januar 2005
  10. StolzesHerz
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    nicht angegeben
    http://www.rki.de/INFEKT/AIDS_STD/AKTUELL/DATA/00430449.PDF

    lies mal den Text. Sollte für dich aufgrund deiner ständigen Frage nach der fehlenden Epidemie ganz interessant sein.

    Und dieser Text der übrigens auch vom RKI stammt, sollte genauso interessant für dich sein. Dann siehst du mal, dass nicht nur die Medien das Thema "hochspielen".

    Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
    24.03.2004

    AIDS-Situation in Deutschland


    Die Hinweise darauf, dass die HIV-Epidemie auch in Deutschland eine neue Dynamik erhalten könnte, mehren sich. Die bereits im ersten Halbjahr 2003 zu beobachtende Zunahme an HIV-Erstdiagnosen bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten hat sich auch im zweiten Halbjahr weiter fortgesetzt. Parallel steigt in der gleichen Gruppe die Zahl der Syphilisinfektionen deutlich an. Die Gesamtzahl der in Deutschland neu diagnostizierten HIV-Infektionen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. In den sexuell aktiven Gruppen der Bevölkerung ist ein Rückgang im Schutzverhalten zu beobachten. Das zeigt sich vor allem an einer selteneren Kondomnutzung in riskanten Situationen. Auch sind sinkende Absatzzahlen bei den Kondomherstellern zu beobachten. "Diese Entwicklungen geben Anlass zur Sorge und müssen im Hinblick auf die zukünftige Verbreitung von HIV ernst genommen werden", betonen Reinhard Kurth, Präsident des Robert Koch-Instituts, und Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

    Der neue Halbjahresbericht des Robert Koch-Instituts zu HIV/AIDS in Deutschland zeigt, dass dem Institut zwischen dem 1.1.2003 und dem 31.12.2003 insgesamt 1.700 neu diagnostizierte HIV-Infektionen übermittelt wurden (Datenstand: bis zum 31.12.2003 in der Datenbank enthaltene Meldungen). Nach Aktualisierung des Datenstandes Ende Februar 2004 liegen dem RKI inzwischen 1958 Meldungen für im Jahre 2003 neu diagnostizierte HIV-Infektionen vor. Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), stellen mit 41 Prozent weiterhin die größte Gruppe. Die Zunahme der Meldungen von neudiagnostizierten HIV-Infektionen bei MSM konzentriert sich im wesentlichen auf die Großstädte Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt/Main. Der Anteil der Meldungen ohne Angaben zum Infektionsweg beträgt 22 Prozent und ist gegenüber den Vorjahren weiter angestiegen. "Es ist daher wichtig, im Gespräch mit dem Patienten nach dem wahrscheinlichen Infektionsweg zu fragen und die Antworten auf dem Meldebogen zu vermerken. Nur mithilfe dieser Angaben können verlässliche Aussagen zum Verlauf der HIV-Epidemie gemacht werden", appelliert Osamah Hamouda, im Robert Koch-Institut Leiter des Fachgebietes Sexuell übertragbare Infektionen, an alle meldenden Ärzte.

    Indizien für eine Veränderung des Risikoverhaltes von MSM sind die epidemische Ausbreitung der Syphilis unter MSM in allen größeren Städten Westeuropas und Nordamerikas in den letzten Jahren und die Zunahme anderer sexuell übertragbarer Infektionen, zum Beispiel der Gonorrhö, in dieser Bevölkerungsgruppe. Solche Veränderungen des Risikoverhaltens bei MSM werden auch durch entsprechende Untersuchungen in Deutschland, beispielsweise durch Wiederholungsbefragungen im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dokumentiert. So hatten 1996 76 Prozent der MSM keine Risikokontakte in den letzten 12 Monaten vor der Befragung, 2003 liegt der Anteil nur noch bei 70 Prozent, wie die Ergebnisse der Studie "Aids – wie leben schwule Männer heute" zeigen.

    Aber auch außerhalb der MSM-Gruppe mehren sich Zeichen eines nachlassenden Schutzverhaltens, wie die seit 1987 jährlich durchgeführte Repräsentativerhebung "Aids im öffentlichen Bewusstsein" der BZgA bestätigt. Die aktuellen Ergebnisse der Befragung 2003 zeigen, dass

    bei den unter 45-jährigen Alleinlebenden die Kondomnutzung vor allem in riskanten Situationen sinkt,


    Befragte mit mehreren Sexualpartnern im letzten Jahr nur noch zu 78 Prozent Kondome benutzen, 2001 waren es noch 83 Prozent,


    auch zu Beginn neuer Sexualbeziehungen nur noch 73 Prozent der Alleinlebenden unter 45 Jahren Kondome verwenden, im Jahr 2000 waren es noch 78 Prozent,


    nur noch 73 Prozent im Jahr 2003 bei Urlaubsbekanntschaften immer Kondome benutzen, 2001 waren es 79 Prozent.
    Die rückläufige Entwicklung beim Schutzverhalten kommt auch in sinkenden Absatzzahlen der Kondomhersteller zum Ausdruck. Nachdem im Jahr 2000 noch 207 Millionen Kondome verkauft wurden, sank diese Zahl im Jahr 2003 auf 189 Millionen.

    Diese Veränderungen vollziehen sich vor dem Hintergrund eines immer noch sehr hohen Informationsstandes der Bevölkerung über Aids und einer ausgeprägten Bereitschaft, sich bei Sexualkontakten mit Kondomen vor einer HIV-Infektion zu schützen. Wissen und Schutzverhalten sind die Folge eines breit gefächerten Informationsangebotes, das immer noch viele Menschen erreicht – insbesondere die nachwachsende Generation.

    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird die umfangreiche nationale Aids-Präventionskampagne fortsetzen und verstärkt junge Erwachsene ansprechen, die sich in riskante Situationen begeben.

    (Quelle: www.rki.de)
     
    #10
    StolzesHerz, 9 Januar 2005
  11. Braintree
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    nicht angegeben
    "Das es keine Epidemie in Deutschland gibt wie es vielleicht irgendwann mal befürchtet worden ist, mag schon sein. "

    vielleicht irgendwann? in den 80igern gab es eine riesige Panik....

    "Und das die Medien das Ausmaß ziemlich hochspielen, denke ich absolut nicht."

    gut das ist geschmackssache. Aber ich empfinde es so, vor allem wenn sie mit falschen Zahlen und Schätzungen um sich werfen.

    "dass die Medien das ganze dramatisieren um den Menschen mal wieder die Augen zu öffnen."

    naja. man sollte die ganze Aufklärungsstrategie einfach mal überdenken anstatt zu Dramatisieren. Und solange die Vorhersagen nicht mit den Beobachtungen übereinstimmen ändert sich gar nichts.

    "Und man muss immer das Gesamtausmaß sehen und nicht nur einen Teil davon"

    gut jetzt hast du nochmal alle Zahlen aufgeschrieben. Kummuliert sehen sie alle etwas bedrohlicher aus. Ändert aber nix an dem was ich oben schon über die Zahlen gesagt habe. Vielleicht kannst du ja nochmal erklären wieso die HIV - Rate 1984 so aprupt runter ging.

    "dass die Zahl sich von Jahr zu Jahr nicht verringert, sondern entweder konstant bleibt oder leicht nach oben "

    das stimmt nicht. seit Anfang der Neunziger gab es einen steten Abwärtstrend.

    "Für dich scheint, dass eine unbedeutende Zahl zu sein."

    nein, die Einzelschicksale sind immer grauenhaft und niemanden zu wünschen.
    Aber Objektiv gesehn ist diese Zahl geringer als so manch andere...

    "Also wenn ich heute noch höre, dass es Menschen gibt die glauben, dass die Pille vor HIV/AIDS schützt, muss ich doch annehmen dass es einen großen Bedarf an Aufklärung gibt. "

    Man muss klären ob das Einzelfälle sind und wenn nicht sich fragen, ob die Aufklärungsstrategie versagt hat.

    "Und wer sagt dir nicht, dass Prostituierte den Großteil des im Jahr verkauften Kondomvorrats aufbrauchen?! "

    Naja primitiv ausgedrückt heißt das dann für den "Rest" bleiben dann keine mehr übrig.

    "Und das Prostituierte kein höheres Risiko haben als andere Heteros halte ich für ein Gerücht"

    Scheint aber keins zu sein wenn man sich die Frauenquote ansieht.

    "Erstens haben sie viel mehr Sexualpartner als normale Heteros und somit ist die Gefahr, dass mal ein Unfall passiert (Kondom platzt) viel größer. "

    Das ist ja grade das was mich wundert. Ich stimme hier vollkommen mit dir überein. Aber anscheinend hat das auch nach 25 Jahren keinerlei Auswirkungen auf Prostituierte.

    " Heute werden vor allem Tests der 3. und 4. Generation verwendet."

    Davon hab ich noch nie was gehört, aber sehr interessant. Kann man irgendwo noch mehr über diese Generationen lesen?

    "Und mit dem sogenannten PCR-Test können Infektionen sogar knapp 2 Wochen nach einem Risikokontakt nachweisbar sein."

    Normalerweise wird der aber nicht eingesetzt soviel ich weiß. Als Bestätigungstest wird Western Blot verwendet.

    "Nur verändert sich das Testverhalten der Menschen nicht, wenn die von dir so kritisierten Medien das Thema auch in Zukunft nicht weiter so „hochspielen“."

    Wie gesagt, ich halte die Medien für völlig ungeeignet irgendwas zu ändern.
    Hat sich nun das Testverhalten nun geändert oder nicht?

    "Traurig genug, dass du keine kennst die das so handhaben."

    Das kann sicher daran liegen, das man über solche Sachen kaum spricht. Aber ich bin mir sicher das einer gewissen Anzahln von Leuten, die so etwas machen eine nicht minder grössere Anzahl gegenübersteht, welche sich nicht erst testen lässt. Ich hab hier mal in den Umfragen rumgeblättert. Viele behaupten ja da sie erst den test wollen usw. Aber die Realität sieht anders aus. 100% ige Sicherheit gibt es nicht. Und viele können mit (dem) Risiko leben.

    "Ich weiß gar nicht wieso du dich so darüber aufregst, dass man nun mal davon ausgegangen ist, dass eine Epidemie kommen wird. Freu dich darüber, dass es keine gegeben hat und hoffentlich auch nicht geben wird."

    Klar ist das erfreulich. Aber was mich dann als nächstes interessiert: WARUM gab es keine? Interessiert das hier niemanden? Es gibt ja offensichtlich keine Erklärung. Noch viel interessanter ist warum es in anderen Teilen der Welt sogar PANDEMIEN gibt.

    "Genau 880 Menschen zuviel, die sich an HIV infiziert haben!"

    stimmt. Aber in keiner Relation zu dem Wirbel um AIDS.
    Wenn man bedenkt weiviele jährlich an Krebs und anderen netten Krankheiten krepieren. Oder einfach nur an einer Blutvergiftung sterben. Im Auto, an Drogen usw.
    Aber bei Infektionskrankheiten haben alle Angst. Da wird immer Angst gemacht, vor tödlichen Vogelgrippen, Tropenviren, BSE, SARS, AIDS.

    "Habe nicht behauptet, dass er neu ist"

    hab ich dir auch nicht vorgeworfen. wollt nur sagen das das schon vor Jahren angefangen hat und erst jetzt erste Anstiege bei den Neuinfektionen zu verzeichnen sind.

    "Welchen unerklärlichen Rest meinst du jetzt"

    na z.B. die Kurve die einfach so abfällt ohne triftigen Grund (siehe oben). Wenn sie weitergestiegen wäre, hätte es vielleicht die Epidemie gegeben...
    Oder wie schon oben angesprochen das Ausbleiben der Epidemie hier und Stattfinden der Epidemie in der 3. Welt. Oder das eine sexuell übertragbare Infektionskrankheit sich nicht gleichmässig in der Bevölkerung ausbreitet. Sowas finde ich komisch. Auch das die regionalen unterschiede doch sehr gross sind. Und das, wo ein Virus kein Halt macht vor Grenzen und Ländern.
    Sowas darf einen doch wundern.

    keine angst das hab ich schon gelesen.
    Da drinne steht das, was wir auch schon einhellig festgestellt haben: das sich mehr Schwule infziert haben letztes Jahr. naja und das übliche geplänkel "..neue Dynamik..." sowas schreiben die gerne.
    Epidemie wäre für mich AIDS erst, wenn es die Liste der Tode durch Infektionskrankheiten anführt und zwar deutlich.
     
    #11
    Braintree, 9 Januar 2005
  12. StolzesHerz
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    nicht angegeben
    “naja. man sollte die ganze Aufklärungsstrategie einfach mal überdenken anstatt zu Dramatisieren. Und solange die Vorhersagen nicht mit den Beobachtungen übereinstimmen ändert sich gar nichts.“

    Das sie ihre Aufklärungsstrategie mal überdenken sollen, sehe ich auch so. Aber wie du selbst an dem oberen Artikel sehen kannst, spricht selbst das RKI von einer neuen Dynamik der Verbreitung von HIV. Ist also keine reine Dramatisierung der Medien, sondern durch Beobachtungen bzw. in dem Fall Fakten und Zahlen begründet.

    “gut jetzt hast du nochmal alle Zahlen aufgeschrieben. Kummuliert sehen sie alle etwas bedrohlicher aus. Ändert aber nix an dem was ich oben schon über die Zahlen gesagt habe. Vielleicht kannst du ja nochmal erklären wieso die HIV - Rate 1984 so aprupt runter ging.“

    Das erklärt sich vielleicht daher, dass es erst ab 1987 eine Labormeldepflicht verordnet worden ist und somit das RKI erst seit diesem Zeitpunkt fundierte Zahlen aufweisen konnte und des weitern könnte es sich auch über das Aids-Fallregister erklären, dass es auch erst seit 1982 gibt.
    Beides kannst du dir noch mal hier ansehen:


    http://www.rki.de/INFEKT/AIDS_STD/WADFOLIEN2004.PDF

    http://www.rki.de/INFEKT/AIDS_STD/EPIDEMIO/EPI.HTM

    “das stimmt nicht. seit Anfang der Neunziger gab es einen steten Abwärtstrend.“

    Stimmt nicht ganz. Siehe Grafiken im obengenannten Link.

    „Scheint aber keins zu sein wenn man sich die Frauenquote ansieht.“

    Es ging mir um deine Aussage, dass Prostituierte kein höheres Risiko haben als Heteros und das ist nun mal falsch. Das die Frauenquote so niedrig ist und vielleicht wenige Prostituierte sich mit HIV infizieren, KANN daran liegen, dass vor allem Prostituierte darüber aufgeklärt sind was zu machen ist, wenn mal ein Unfall passiert. Zum einen gibt es die Möglichkeit sich einer PEP zu unterziehen! Spätestens 48 Stunden nach dem Risikokontakt. Die Wirkung ist zwar umstritten, wird aber trotzdem angewandt um nach einem Risikokontakt eine HIV-Infektion zu verhindern.

    "Davon hab ich noch nie was gehört, aber sehr interessant. Kann man irgendwo noch mehr über diese Generationen lesen?"

    Wenn du genau recherchierst wirst du viel über das Thema finden.
    Der Test der 3. Generation ist der herkömmliche HIV-Antikörpertest (ELISA). Also kein direkter Nachweis des HI-Virus, sondern der Antikörper, die jeder Infizierte nach 4-12 Wochen nach einem Risikokontakt bildet.
    Der Test der 4. Generation ist ein Kombitest (Ag/AK-Kombitest) aus dem ELISA-Test und dem p24-Antigennachweis. Das sogenannte p24-Antigen ist schon kann nach circa 3 Wochen nach einem Risikokontakt nachgewiesen werden. Dann verschwindet dieses Gen nach ein paar Wochen wieder und ist dann erst wieder im Endstadium AIDS nachweisbar. Dieser Kombitest wird verwendet um die diagnostische Lücke zu verringern. Weiß nicht, ob dir diese kurze Erklärung jetzt ausreicht.
    Ach ja beide werden bei einem positiven ELISA-Test durch den Western-Blot bestätigt.


    “Normalerweise wird der aber nicht eingesetzt soviel ich weiß. Als Bestätigungstest wird Western Blot verwendet.“

    FALSCH! PCR-Tests werden auf Wunsch und nach einem begründeten Risikokontakt durchgeführt. Und das ab der 2 Woche. Das Problem sind die Hohen kosten. Glaube so ein Test kostet zwischen 100 und 200 €.

    Siehe hier:

    Bei der Bestätigungsstrategie wird der Schwerpunkt auf die Spezifität gelegt - somit gibt es immer eine Anzahl von positiven Proben aus der Frühphase der Infektion, die noch nicht von den Western-Blots bestätigt werden können. PCR-Testung und der p24-Antigen-Test sind bedeutend sensitiver und können Wesentliches zur Diagnose beitragen.

    “Das kann sicher daran liegen, das man über solche Sachen kaum spricht. Aber ich bin mir sicher das einer gewissen Anzahln von Leuten, die so etwas machen eine nicht minder grössere Anzahl gegenübersteht, welche sich nicht erst testen lässt. Ich hab hier mal in den Umfragen rumgeblättert. Viele behaupten ja da sie erst den test wollen usw. Aber die Realität sieht anders aus. 100% ige Sicherheit gibt es nicht. Und viele können mit (dem) Risiko leben.“

    Tja dann sollte mal damit anfangen darüber zu sprechen. Wieso das immer noch ein Tabu ist kann ich einfach nicht nachvollziehen. Wenn man mal offen mit seinen Freunden und Bekannten darüber sprechen würde, würde sich vielleicht oder bestimmt das Testverhalten und das Bewusstsein der Menschen bezüglich HIV grundlegend ändern.

    “Klar ist das erfreulich. Aber was mich dann als nächstes interessiert: WARUM gab es keine? Interessiert das hier niemanden? Es gibt ja offensichtlich keine Erklärung. Noch viel interessanter ist warum es in anderen Teilen der Welt sogar PANDEMIEN gibt.“

    Ähm eine Pandemie bezeichnet eigentlich „nur“ eine landübergreifende oder sogar weltweite Epidemie. Und das ist ja unumstritten bei HIV gegeben. HIV gibt es seit etwa 1980 und es kam zu einer weltweiten Ausbreitung mit insgesamt 20 Millionen Toten und 40 Millionen Infizierten bis heute.

    „stimmt. Aber in keiner Relation zu dem Wirbel um AIDS.
    Wenn man bedenkt weiviele jährlich an Krebs und anderen netten Krankheiten krepieren. Oder einfach nur an einer Blutvergiftung sterben. Im Auto, an Drogen usw.
    Aber bei Infektionskrankheiten haben alle Angst. Da wird immer Angst gemacht, vor tödlichen Vogelgrippen, Tropenviren, BSE, SARS, AIDS.“

    Es gibt aber nun mal Dinge die man vermeiden kann und andere Dinge die man größtenteils nicht vermeiden kann. Zu den vermeidbaren zählt nun mal HIV. Für eine Krebserkrankung kann man zum größten Teil nichts.

    “na z.B. die Kurve die einfach so abfällt ohne triftigen Grund (siehe oben). Wenn sie weitergestiegen wäre, hätte es vielleicht die Epidemie gegeben...
    Oder wie schon oben angesprochen das Ausbleiben der Epidemie hier und Stattfinden der Epidemie in der 3. Welt. Oder das eine sexuell übertragbare Infektionskrankheit sich nicht gleichmässig in der Bevölkerung ausbreitet. Sowas finde ich komisch. Auch das die regionalen unterschiede doch sehr gross sind. Und das, wo ein Virus kein Halt macht vor Grenzen und Ländern.
    Sowas darf einen doch wundern.“

    Das ist doch nicht verwunderlich. Zum einen ist es ja wohl logisch wieso HIV/AIDS vor allem in der dritten Welt weit verbreitet ist. Zum einen ist der gesundheitliche Zustand dieser Menschen äußerst bedenklich, was eine HIV-Infektion begünstigt. Durch ein schwaches Immunsystem wird das HI-Virus viel schneller übertragen. Des weiteren fehlt es dort an medizinischer Versorgung und vor allem Vorsorge. Und zu deiner Frage mit den regionalen Unterschieden steht hier eine logische Antwort.

    Siehe unter : Die Rolle sexueller Netzwerke


    http://www.rki.de/INFEKT/AIDS_STD/AKTUELL/DATA/00430449.PDF
     
    #12
    StolzesHerz, 9 Januar 2005
  13. Braintree
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    nicht angegeben
    "Die Hinweise darauf, dass die HIV-Epidemie auch in Deutschland eine neue Dynamik erhalten könnte..."

    Hinweise..Könnte...alles noch sehr vage. Sowas kann man immer schreiben, auch wenn es nur 10 Fälle mehr als sonst gibt.

    " auch über das Aids-Fallregister erklären"

    inwieweit? Ich schätze mal die haben einfach die vorhandenen AIDS-Fälle zurückgerechnet um die vermuteten HIV-Infektionen/Zeitpunkte zu bekommen und dann die Kurve eingezeichnet. Als Berechnungsgrundlage eignet sich hier die mittlere Inkubationszeit sicherlich am besten. Trotzdem erklärt das nicht den Verlauf der Kurve.

    "Stimmt nicht ganz. Siehe Grafiken im obengenannten Link."

    also meiner Meinung nach sinkt die Zahl der Neuinfektion von '89 bis ca. 2000 um dann wieder leicht anzusteigen. Alles in allem ein konstantes Level. Aber darüber muss man nicht unbedingt debattieren.

    "Es ging mir um deine Aussage, dass Prostituierte kein höheres Risiko haben als Heteros und das ist nun mal falsch. "

    Theoretisch hast du recht. Trotz alledem bleibt das Prostituiertensterben bis heute aus.

    "Zum einen gibt es die Möglichkeit sich einer PEP zu unterziehen! Spätestens 48 Stunden nach dem Risikokontakt. Die Wirkung ist zwar umstritten"

    und solange das so ist würde ich dem ganzen nicht allzuviel Bedeutung beimessen.

    " Das Problem sind die Hohen kosten. Glaube so ein Test kostet zwischen 100 und 200 €. "

    Wird er nun normalerweise durchgeführt oder nicht? ich glaube nicht das die Leute normalerweise soviel Geld löhnen...

    "Wieso das immer noch ein Tabu ist kann ich einfach nicht nachvollziehen. "

    von einem Tabu würde ich nicht reden. Es ist nur so das es keinen interessiert. Weil der persönliche bezug einfach fehlt. Und weil vorhersage und Beobachtung nicht übereinstimmen. Die Leute haben andere Probleme.

    "Wenn man mal offen mit seinen Freunden und Bekannten darüber sprechen würde, würde sich vielleicht oder bestimmt das Testverhalten und das Bewusstsein der Menschen bezüglich HIV grundlegend ändern."

    naja. möglich. Ich hab mit ein paar Leuten darüber geredet. Aber konstruktiv ist das nicht. Bei dem Thema informiert man sich lieber aus erster Hand.

    "Ähm eine Pandemie bezeichnet eigentlich „nur“ eine landübergreifende oder sogar weltweite Epidemie."

    da hab ich mich wohl falsch ausgedrückt. Interessant ist, das sich die Epidemien so unterschiedlich entwickeln. Und bei den Zahlen wär ich persönlich vorsichtig. Das können nur grobe Schätzungen sein, sobald man die durchdokumentierten Gefilde der Industrienationen verlässt.

    "Es gibt aber nun mal Dinge die man vermeiden kann und andere Dinge die man größtenteils nicht vermeiden kann."

    *hust* die Leute sollten mehr auf ihre Ernährung, achten, mehr Sport treiben, weniger Genussmittel konsumieren usw......dann ließe sich schon einiges vermeiden. Es geht mir ja auch eher um den Punkt das man Hepatitis zum Beispiel auch vermeiden kann. Es sterben sogar mehr an dieser Krankheit als an AIDS. Aber da hört man nix von.

    "Durch ein schwaches Immunsystem wird das HI-Virus viel schneller übertragen."

    wieso denn das? ich dachte es wird durch Flüssigkeitsaustausch übertragen.

    Diese Sexuellen Netzwerke sind ein sehr interessanter Aspekt der mir auch schon in den Sinn gekommen ist.
    Allerdings bin ich jetzt zu müde um das ganze zu durchdenken.....
     
    #13
    Braintree, 9 Januar 2005
  14. StolzesHerz
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    nicht angegeben
    „Hinweise..Könnte...alles noch sehr vage. Sowas kann man immer schreiben, auch wenn es nur 10 Fälle mehr als sonst gibt.“

    Besser man dramatisiert es als es zu verharmlosen um dann im nachhinein zu merken, dass die Leute durch eine verharmlosende Aussage noch lockerer mit dem Thema umgehen!

    “inwieweit? Ich schätze mal die haben einfach die vorhandenen AIDS-Fälle zurückgerechnet um die vermuteten HIV-Infektionen/Zeitpunkte zu bekommen und dann die Kurve eingezeichnet. Als Berechnungsgrundlage eignet sich hier die mittlere Inkubationszeit sicherlich am besten. Trotzdem erklärt das nicht den Verlauf der Kurve.“

    Na ja die Inkubationszeit beträgt 10-15 Jahre. Deshalb glaub ich nicht, dass diese anfangs als Berechnungsgrundlage genommen worden sind. So wie du manchmal argumentierst könnte man fast denken du gehörst zu den AIDS-Kritikern, die behaupten HIV/AIDS sei nur eine Erfindung der Pharma- und Medizintechnologieindustrie.

    “Theoretisch hast du recht. Trotz alledem bleibt das Prostituiertensterben bis heute aus.“

    Weil sie sich so gut es geht schützen!

    “Wird er nun normalerweise durchgeführt oder nicht? ich glaube nicht das die Leute normalerweise soviel Geld löhnen...“

    Ohne das du darauf bestehst wohl nicht. Im Normalfall wird der ELISA-Test durchgeführt, miest in der Kombination mit dem p24-Antigennachweis.

    “von einem Tabu würde ich nicht reden. Es ist nur so das es keinen interessiert. Weil der persönliche bezug einfach fehlt. Und weil vorhersage und Beobachtung nicht übereinstimmen. Die Leute haben andere Probleme.“

    Es ist vielleicht kein Tabu, aber drüber reden wollen die meisten doch trotzdem nicht drüber. Aber über jegliche Sexpraktiken kann man ja stundenlang reden, nee? Aber die damit verbundenen Risiken und dazu gehören nicht nur HIV/AIDS werden außen vor gelassen.

    “naja. möglich. Ich hab mit ein paar Leuten darüber geredet. Aber konstruktiv ist das nicht. Bei dem Thema informiert man sich lieber aus erster Hand.“

    Es geht darum, dass man durch Gespräche die Menschen dazu anhält mal wieder über dieses Thema nachzudenken. Und dass sie sich vielleicht im nachhinein darüber informieren und vielleicht auch ihr Testverhalten ändern. Wenn keiner seinen Mund aufmacht, ändert sich auch in 20 Jahren nichts.

    “!*hust* die Leute sollten mehr auf ihre Ernährung, achten, mehr Sport treiben, weniger Genussmittel konsumieren usw......dann ließe sich schon einiges vermeiden. Es geht mir ja auch eher um den Punkt das man Hepatitis zum Beispiel auch vermeiden kann. Es sterben sogar mehr an dieser Krankheit als an AIDS. Aber da hört man nix von.“

    Das liegt wohl daran, dass man sich zum Beispiel gegen Hepatitis A und B impfen lassen kann, gegen C wohl noch nicht und diese Krankheit behandelbar ist und nicht wie AIDS/HIV zwingend irgendwann zum Tode führt. Und bei vielen HIV/AIDS Patienten geht eine HCV einher.

    “wieso denn das? ich dachte es wird durch Flüssigkeitsaustausch übertragen.“

    Die Übertragung des Hi-Virus wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Zum einen kommt es auf die Viruslast des HIV+ Partners an (am höchsten bei Neuinfizierten), die Menge der übertragenden Flüssigkeit, die Art der Flüssigkeit, die „Verweildauer“ der Flüssigkeit im Körper oder an der jeweiligen Stelle und zu guter letzt auf das Immunsystem des HIV-Negativen Partners. Das erklärt auch, dass es einige Fälle gibt, in denen Paare jahrelang ungeschützten Sex miteinander hatten, der eine Partner aber unwissend Positiv war, es aber trotzdem zu keiner Infektion beim Partner geführt hat. In dem Fall haben diese Personen Glück gehabt. HIV kann aber 100% auch beim einmaligen Verkehr übertragen werden.
     
    #14
    StolzesHerz, 9 Januar 2005
  15. Braintree
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    "Besser man dramatisiert es als es zu verharmlosen um dann im nachhinein zu merken, dass die Leute durch eine verharmlosende Aussage noch lockerer mit dem Thema umgehen!"

    sowas zieht einfach nicht mehr.

    "Deshalb glaub ich nicht, dass diese anfangs als Berechnungsgrundlage genommen worden sind."

    gut und was dann?

    "fast denken du gehörst zu den AIDS-Kritikern"

    hab mittlerweile auch mitgekriegt. interessant das man erst durch zufall erfährt das es solche Leute gibt. Was mich betrifft ich stehe mittlerweile allem kritisch gegenüber.

    "die behaupten HIV/AIDS sei nur eine Erfindung der Pharma- und Medizintechnologieindustrie."

    soweit ich das beurteilen kann behauptet von denen niemand das AIDS eine Erfindung ist sondern ziehen nur andere Ursachen in Betracht.

    "Ohne das du darauf bestehst wohl nicht. Im Normalfall wird der ELISA-Test durchgeführt, miest in der Kombination mit dem p24-Antigennachweis. "

    also normalerweise nicht. sag ich doch.

    "Aber die damit verbundenen Risiken und dazu gehören nicht nur HIV/AIDS werden außen vor gelassen."

    Warum hab ich ja schon geschrieben.

    "Wenn keiner seinen Mund aufmacht, ändert sich auch in 20 Jahren nichts."

    Was soll sich denn ändern?

    "Das liegt wohl daran, dass man sich zum Beispiel gegen Hepatitis A und B impfen lassen kann, gegen C wohl noch nicht und diese Krankheit behandelbar ist und nicht wie AIDS/HIV zwingend irgendwann zum Tode führt. Und bei vielen HIV/AIDS Patienten geht eine HCV einher."

    und trotz alledem sterben mehr an Hepatits als an AIDS.

    "letzt auf das Immunsystem des HIV-Negativen Partners"

    das versteh ich nicht.
     
    #15
    Braintree, 9 Januar 2005
  16. StolzesHerz
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    nicht angegeben
    „sowas zieht einfach nicht mehr.“

    Wenn so was nicht mehr zieht, frage ich mich was dann bei den Leuten ziehen soll. Soll man ihnen AIDS-Kranke im Endstadium vor die Nase setzen, damit sie kapieren wohin diese Krankheit führt??!!

    “gut und was dann?“

    Man hat ganz einfach zu dem genannten Zeitpunkt angefangen, die HIV-Infizierten und AIDS-Kranken zu registrieren ohne genau zu wissen wie viele es in den vorangegangenen Jahren gab, das erklärt auch die niedrige Kurve Anfang der 80er Jahre.

    „soweit ich das beurteilen kann behauptet von denen niemand das AIDS eine Erfindung ist sondern ziehen nur andere Ursachen in Betracht.“

    Es gibt verschiedene AIDS-Kritiker mit jeweils verschiedenen Ansichten was das Thema betrifft. Du hast recht, dass die meisten eine andere Ursache in Betracht ziehen! Aber es gibt genügend andere die noch viel weiter gehen und es als eine Erfindung ansehen.

    Z.B. siehe www.aids-kritik.de

    AIDS-Kritik
    - HIV ist nicht die Ursache von AIDS -
    -Sämtliche HIV-Test- und -Nachweisverfahren sind unfähig eine HIV-Infektion anzuzeigen



    „Was soll sich denn ändern?“

    Was sich ändern soll?? Na die Leichtfertigkeit der Menschen mit der heute mit dem Thema umgegangen wird. Im Grunde genommen ist jeder für sich selbst verantwortlich, aber leider Gottes ziehen die meisten mit ihrer Verantwortungslosigkeit ihre Mitmenschen mit in den Tod.

    „und trotz alledem sterben mehr an Hepatits als an AIDS.“

    Woher haste das? Und vielleicht liegt es auch daran, dass HIV erst nach einigen Jahren zu Tode führt, wobei eine nichtbehandelte Hepatitis-Infektion wohl schneller zum Tode führt.

    “das versteh ich nicht.“

    Ist doch ganz einfach, wenn dein Immunsystem geschwächt ist, bist du automatisch anfälliger für Krankheiten. Deine Immunabwehr funktioniert nicht mehr und das Virus hat ein leichteres Spiel sich bei dir einzunisten. Dazu kommt noch, dass wenn du andere Geschlechtskrankheiten hast, das HI-Virus es noch leichter hat, dich zu infizieren.
     
    #16
    StolzesHerz, 9 Januar 2005
  17. Braintree
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    "Wenn so was nicht mehr zieht, frage ich mich was dann bei den Leuten ziehen soll."

    wie gesagt wenn vorhersage und beobachtung nicht übereinstimmen und ein persönlicher Bezug fehlt zieht gar nix. Da kann man eben nur versuchen Angst zu machen.

    "das erklärt auch die niedrige Kurve Anfang der 80er Jahre. "

    von welcher Kurve redest du jetzt

    "Aber es gibt genügend andere die noch viel weiter gehen und es als eine Erfindung ansehen."

    wie mans nimmt. eine andere sicht auf die Dinge kann aber nie schaden.

    "Na die Leichtfertigkeit der Menschen mit der heute mit dem Thema umgegangen wird."

    warum das so ist hab ich ja schon begründet

    "Im Grunde genommen ist jeder für sich selbst verantwortlich, aber leider Gottes ziehen die meisten mit ihrer Verantwortungslosigkeit ihre Mitmenschen mit in den Tod."

    genau. es gehören immer 2 (oder mehr, je nach dem) dazu.

    "Woher haste das?"

    http://www.gesundheit.com/gc_detail_3_gc01030312.html

    "Und vielleicht liegt es auch daran, dass HIV erst nach einigen Jahren zu Tode führt, wobei eine nichtbehandelte Hepatitis-Infektion wohl schneller zum Tode führt."

    gut. dann sterben dieses Jahr eben mehr leute an hepatits welche sich vor noch nicht allzu langer zeit angesteckt haben wie an AIDS wo die Infektion schon länger zurückliegt
     
    #17
    Braintree, 9 Januar 2005
  18. StolzesHerz
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    nicht angegeben
    „wie gesagt wenn vorhersage und beobachtung nicht übereinstimmen und ein persönlicher Bezug fehlt zieht gar nix. Da kann man eben nur versuchen Angst zu machen.“

    Dann sag Du mir doch bitte wie das Problem gelöst werden kann.

    “von welcher Kurve redest du jetzt“

    Von der Grafik der HIV-Infizierten seit Anfang der Epidemie bis heute.

    “wie mans nimmt. eine andere sicht auf die Dinge kann aber nie schaden.“

    Also wenn jetzt jeder Anfangen würde AIDS in Frage zu stellen, hätten wir in ein paar Jahren, die von dir so vermisste Epidemie!

    “warum das so ist hab ich ja schon begründet“

    Na ja wie mans nimmt!

    “genau. es gehören immer 2 (oder mehr, je nach dem) dazu.“

    Du solltest auch mal bedenken, dass es genügend Menschen gibt, die verantwortungsvoll mit dem Thema umgegangen sind, aber durch das Fehlverhalten des Partners sich infiziert haben. (Fremdgehen, Verschweigen der eigenen Hiv-Infektion)

    “gut. dann sterben dieses Jahr eben mehr leute an hepatits welche sich vor noch nicht allzu langer zeit angesteckt haben wie an AIDS wo die Infektion schon länger zurückliegt“

    Es geht nicht darum wie viele Menschen jetzt genau an dieser oder jener Krankheit sterben, sondern darum, dass es gegen HIV/AIDS nach wie vor keinen Impfstoff und auch keine Heilungschance gibt. Beides ist bei Hepatitis B gegeben. Siehe dein Link!
     
    #18
    StolzesHerz, 9 Januar 2005
  19. Braintree
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    "Dann sag Du mir doch bitte wie das Problemkann. gelöst werden"

    naja z.B. durch Glaubwürdigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit was weiß ich. Dinge welche in dieser Gesellschaft, auf diesem Erdenrund Mangelware sind

    "Von der Grafik der HIV-Infizierten seit Anfang der Epidemie bis heute."

    Die Rate der Neuinfektionen war laut dieser Grafik aber anfang der 80iger sehr hoch.

    "Also wenn jetzt jeder Anfangen würde AIDS in Frage zu stellen, hätten wir in ein paar Jahren, die von dir so vermisste Epidemie!"

    Das ist Quatsch. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

    "Du solltest auch mal bedenken, dass es genügend Menschen gibt, die verantwortungsvoll mit dem Thema umgegangen sind, aber durch das Fehlverhalten des Partners sich infiziert haben. (Fremdgehen, Verschweigen der eigenen Hiv-Infektion) "

    schon möglich. Das ist halt das Risiko des Lebens, was man nie komplett ausschließen oder minimieren kann. entweder man lebt und setzt sich diesem Risiko aus, oder man ist schon tot.

    "Beides ist bei Hepatitis B gegeben. Siehe dein Link"

    ja und trotzdem sterben mehr leute dran als an AIDS wo es weder eine vernünftige Behandlung, noch Impfung nch Heilung gibt. Und das bedeutet das man diese Hepatits toten viel eher vermeiden hätte können. Ist doch scheiße das die Leute an der Krankheit sterben wo man wirklich was hätte machen können.
     
    #19
    Braintree, 9 Januar 2005
  20. StolzesHerz
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    „naja z.B. durch Glaubwürdigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit was weiß ich. Dinge welche in dieser Gesellschaft, auf diesem Erdenrund Mangelware sind“

    Was heißt den Glaubwürdigkeit? Reicht es nicht aus von der Existenz von HIV/AIDS und deren Folgen zu wissen. Ob da nun die Medien vielleicht falsche Zahlen zitieren ist doch völlig egal. Das einzige was den Menschen fehlt ist das Verantwortungsbewusstsein, wie du selber sagst. Und genau da muss man ansetzen. Mir ist klar, dass wir nie in einer Welt Leben werden in der alle Menschen vernünftig und verantwortungsbewusst sein werden, aber ich habe die Hoffnung, dass wir irgendwann soweit sind, dass HIV/AIDS in Deutschland nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, aufgrund von sinkenden Neuinfizierungen.

    “Die Rate der Neuinfektionen war laut dieser Grafik aber anfang der 80iger sehr hoch.“

    Was wohl daran liegt, dass HIV/AIDS erst seit Anfang der 80er bekannt ist. Sich demnach in dem Zeitraum, wo es noch nicht in die Öffentlichkeit gedrungen ist, sich erheblich viele mit dem Hi-Virus angesteckt haben und nach bekannt werden von der Existenz von HIV/AIDS die Zahl der Neuinfektionen logischerweise rapide gesunken sind, da man jetzt von der Gefahr wusste!

    “ja und trotzdem sterben mehr leute dran als an AIDS wo es weder eine vernünftige Behandlung, noch Impfung nch Heilung gibt. Und das bedeutet das man diese Hepatits toten viel eher vermeiden hätte können. Ist doch scheiße das die Leute an der Krankheit sterben wo man wirklich was hätte machen können.“

    Gebe ich dir recht, ändert dass nichts an der Tatsache, dass AIDS nun mal gleich mit den Tod verbunden wird und Hepatitis aufgrund der medizinischen Möglichkeiten nun mal nicht. Ich finde es auch erschreckend, dass man so wenig über andere gefährliche Geschlechtskrankheiten hört und liest.

     
    #20
    StolzesHerz, 9 Januar 2005

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