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Homosexuelle dürfen kein Blut spenden - Diskriminierung?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von John R., 18 April 2008.

  1. John R.
    John R. (30)
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    hallo,

    auf unserer lokalen blutspendewebpage stand, dass homo- und bisexuelle sowie personen aus jenen "randgruppen" mit hoher hiv-rate wie prostituierte, menschen aus gewissen ländern, ... kein blut spenden dürfen.

    ist das diskriminierung?
     
    #1
    John R., 18 April 2008
  2. User 44981
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    Das ist keine Diskriminierung, sondern schlicht und ergreifend eine Schutzmaßnahme für die Empfänger des gespendeten Blutes.
    Auch wenn sich hier die entsprechenden Leute ausgegrenzt fühlen sollten, halte ich es für völlig gerechtfertigt, wenn man hier besondere Risikogruppen ausgrenzt.
    Warum sollte man hier ein größeres Risiko als absolut notwendig in Kauf nehmen, dass HIV-infiziertes Blut in Umlauf kommt? - Natürlich gibt es auch noch andere Kontrollmechanismen, aber auch diese sind bestimmt nicht 100%ig sicher.
     
    #2
    User 44981, 18 April 2008
  3. many--
    many-- (32)
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    Ich wusste nicht, dass es solche Schutzregelungen gibt. - Ich dachte aber auch, dass eigentlich jede Blutprobe getestet wird, bevor sie in Umlauf gebracht wird; in dem Fall wäre es ja nicht wirklich sinnig, gewisse Leute vor vornehinein auszuschließen.

    Davon mal abgesehen:
    1) Ist es wirklich (immer noch) so, dass die homosexuelle Population prozentual deutlich stärker von HIV betroffen ist, als die heterosexuelle?
    2) Wie wird das getestet? Werden die Leute vorm Abzapfen gefragt: "Schwul? Dann bitte durch die Hintertür raus, aber zack, zack!" - Das wäre für mich schon eine eigentlich unzulässige Form der Diskriminierung.
     
    #3
    many--, 18 April 2008
  4. User 505
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    Nein, Statistik. Die von dir genannten Gruppen sind nun mal statistisch gesehen häufiger infiziert als die "Standart-Hete" - auch wenn die sich scheinbar gerade einen Haufen Mühe geben, nachzuziehen.. Die Regel ist ziemlich alt, ob sie überholt ist, kann ich nicht sagen, ich habe keine genauen aktuellen Statistiken dazu.

    Außerdem darf jeder spenden, allerdings wird das Blut dann eventuell eben nicht einem Spender zugeführt, sondern der Wissenschaft - was auch seinen Zweck hat.

    Übrigens wird auch das Blut von Menschen mit häufig wechselnden Partnern keinem Spender zugeführt. Political Correctness her oder hin: eventuelle Spender müssen so weit es geht geschützt werden, das Heranziehen von Statistiken zum Aussieben von potentiell infizierten Konserven finde ich durchaus legitim.

    Oder magst du einem Frischinfizierten mitteilen, dass er das Blut des / der Matratzenkönigs / Königin von Frankfurt erhalten hat, weil es diskriminierend gewesen wäre die Spende abzulehnen?

    Klar wird getestet - aber die Verfahren heute haben keine 100% Quote, es kann immer einer durchrutschen.

    Quark mit Honig. Es gibt vor der Spende eine Bogen, der verdeckt ausgefüllt wird, da ist dann auch anzukreuzen, ob man zu einer Risikogruppe gehört. Auf diesen Zettel kommt ein Strichcode, der den Spender zugeordnet ist - und gespendet wird dann wie gesagt trotzdem, das Blut landet einfach nicht beim Patienten.
     
    #4
    User 505, 18 April 2008
  5. User 37583
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    nicht angegeben
    Diskriminierend wäre es, wenn man Blutspenden müsste und diese Gruppe ausgeschlossen wird.

    Und mal ehrlich wer Homosexuell ist und Spenden will, der wird es auch tun, niemand kann einen dazu zwingen die Wahrheit zu sagen ob Homo, Hetero oder Bi.
     
    #5
    User 37583, 18 April 2008
  6. Sheilyn
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    ich finde es schon diskriminierend...

    es wird ja jedes blut getestet. wo ist dann das problem?
    ist doch egal ob schwul oder nicht.

    der fragebogen muss einfach wahrheitsgetreu ausgefüllt werden.
    (wechselnde parter, wann das leztemal gv ungeschüzt etc)
     
    #6
    Sheilyn, 18 April 2008
  7. many--
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    Man nimmt also erst mal jedem das Blut ab, aber wenn er auf seinem Fragebogen die falschen Kästchen angekreuzt hat, wird das Zeug einfach nicht verwendet?

    Komisches System. Das setzt ja zunächst mal voraus, dass ich bei so einem Fragebogen ehrlich bin... wenn ich aber nun einer Risikogruppe angehöre und weiß, dass mein Blut dann nicht verwendet wird, aber unbedingt spenden will, weil ich für mich persönlich ausschließen kann, eine Krankheit zu haben... dann werde ich doch einen Teufel tun und bei dem dämlichen Fragebogen "[]Sind sie schwul, Swinger oder heroinabhängig?" ankreuzen...!
    Es wäre vielleicht sinnvoller, Leute aus Risikogruppen ohne Restriktion zum Spenden zuzulassen, wenn sie unabhängig von dem durchzuführenden Test an der entnommenen Spende schon mit einer frischen ärztlichen Unbedenklichkeitserklärung zur Blutabnahme erscheinen.
     
    #7
    many--, 18 April 2008
  8. sonnenbrille
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    Ja, das ist Diskriminierung. Es gibt genug notorische Fremdgänger etc, die auch HIV infiziert sind. Wird das Blut nicht getestet oder wie? Was macht denn jemand, der bi ist?
     
    #8
    sonnenbrille, 18 April 2008
  9. Schmusekatze05
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    Sagt wer? Wer will mir denn nachweisen, dass ich nicht die Wahrheit gesagt habe?
    Bei solchen Fragen darf man sogar im Vorstellungsgespräch lügen. Auf einem anonymen Fragebogen geht das doch sogar noch leichter.
     
    #9
    Schmusekatze05, 18 April 2008
  10. User 505
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    Der Fragebogen beruht auf Ehrlichkeit - ja. Das ist quasi eine Art "Vorabausschuss". Weil aber natürlich gelogen werden kann (und es immer noch genug Leute gibt, die die Spende als HIV Test missbrauchen), wird jede Spende auf einige Krankheiten getestet - unter anderem natürlich HIV.

    Aber: Der Antikörpertest für HIV schlägt nicht sofort nach der Infektion an, sondern erst einige Wochen später - da ist die Person aber schon infektiös! Deswegen können immer Spenden durchrutschen (von Fehlerquoten beim Test an sich mal abgesehen).


    Gegenfrage: Wie soll mans sonst machen? Soll jeder Spender einige Wochen vorher untersucht und ab da auf Schritt und Tritt überwacht werden, ob er auch ja keinen ungeschützten Sex mehr hat?

    Außerdem frage ich mich, wie viele Leute unbedingt Blut spenden wollen, wenn sie wissen, dass sie potentiell infiziert sein könnten.. Entweder man ist sozial eingestellt und will anderen helfen - dann spendet man nur dann Blut, wenn man sich sicher ist, dass man gesund ist - oder die anderen Menschen sind einem egal, dann spendet man auch kein Blut. Der Rest dürfte ziemlich klein sein..
     
    #10
    User 505, 18 April 2008
  11. Schmusekatze05
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    Dazu frage ich dann, warum dann potentiell bei einem Homesexuellen (der ja auch in einer festen Partnerschaft sein kann) das selbe Risiko angesetzt wird, wie bei einem Heterosexuellen, der wechselnde Partnerschaften hat.

    Meiner Ansicht nach ist die Frage nach Homo- oder Heterosexuell heute nicht mehr angebracht. Gefragt werden sollte lediglich nach feste Partnerschaft oder wechselnden sexuellen Kontakten. Dass bei jemandem, der jede Woche mit einer anderen/ einem anderen schläft das Risiko als höher anzusehen ist, dass kann ich nachvollziehen.

    Alles andere ist für mich Diskriminierung.
     
    #11
    Schmusekatze05, 18 April 2008
  12. wiler
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    #12
    wiler, 18 April 2008
  13. User 505
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    Wie gesagt: Statistik.

    Der Mann mit dem Bordell-Abo kann auch immer nur mit Kondom Sex gehabt haben, damit ist sein Risiko auch nahe 0, trotzdem darf er nicht spenden.

    Diese Regelung stammt aus einer Zeit, in der HIV fast ausschließlich unter diesen Risikogruppen zu finden war - das ist Tatsache und hat nichts mit Diskriminierung zu tun. In diesen Fällen ging die Sicherheit des Empfängers vor den Stolz eines Menschen aus der Risikogruppe. Der Spender kann höchstens einen Zacken aus seiner Krone verlieren - der Empfänger sein Leben.

    Ob das heute noch korrekt ist, weiß ich wie gesagt nicht - mir fehlen die Zahlen.
     
    #13
    User 505, 18 April 2008
  14. User 76373
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    Sehe ich auch so, wobei es ja auch genug Gehirnamputierte gibt die Krank sind und trotzdem Spenden gehen oder ungeschützten Sex haben.
     
    #14
    User 76373, 18 April 2008
  15. Samaire
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    nicht angegeben
    Nein, keine Diskriminierung, sondern Schutzmassnahme.
     
    #15
    Samaire, 18 April 2008
  16. Wowbagger
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    nicht angegeben
    Statistisch hat die kleinere Gruppe der Homosexuellen gegenüber der größeren Gruppe der Heterosexuellen einen weit höheren Anteil an HIV-Infektionen.
    64% der Neuinfektionen im Jahre 2007 fallen auf homosexuelle Männer, laut Wikipedia. Von 56.000 in Deutschland Infizierten sind 47.000 Männer, wie viele davon schwul, weiß ich nicht.

    Damit ist das Risiko einer HIV-positiven Blutspende eines Homosexuellen statistisch höher als die eines Heterosexuellen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person aus dieser Gruppe unwissend infiziert ist, dann auch noch Blut spendet und genau bei der Spende ein HIV-Test versagt oder falsch ist, ist vermutlich allerdings höchst gering.
    So mag es zwar politisch unkorrekt oder immer noch diskriminierend sein, Gruppen mit höherem Risiko von der Blutspende auszuschließen, wenn man dadurch aber noch immer genug Blutkonserven hat und auch nur eine HIV-Infektion verhindert, kann ich damit durchaus leben.

    Dass Homosexuelle in anderen Punkten eventuell gebrandmarkt, diskriminiert oder benachteiligt werden, ist ein anderes Thema.

    PS: Die Diskussion hat es hier glaub ich schon mal gegeben.
     
    #16
    Wowbagger, 18 April 2008
  17. Sheilyn
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    seh ich ja auch so! :zwinker:

    mit dem "muss" wahrheitsgetreeu ausgefüllt werden, ist halt schon eher "sollte" gemeint.

    kontrollieren kann das devinitiv ja am schluss keiner.




    na also.
    dann sollten laut statistik, ja die männer kein blut mehr spenden dürfen. nicht die schwulen.

    ich finds diskriminierung. so oder so.

    nicht jeder schwule hat aids.
    und das wird beim blutspenden ja getestet.
    (sofern fargebogen wahrheitsgetreu ausgefüllt und seit 3 wochen geschüzten sex, oder bleibender partner)

    wie gesagt, kann genau so gut ein hetero sein, der ungeschüzten GV hatte vor 2 tagen und auch blutspenden geht.
     
    #17
    Sheilyn, 18 April 2008
  18. User 29904
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    #18
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 18 April 2008
  19. Schmusekatze05
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    Bevor ich solche Aussagen akzeptieren kann hätte ich gerne erst mal eine aktuelle Statistik dafür, die nicht von Wikipedia kommt. Ich hab eben schon mal gegoogelt und etwas auf den Seiten vom Statistischen Bundesamt und beim Robert-Koch-Institut geschaut, aber nichts gefunden.
     
    #19
    Schmusekatze05, 18 April 2008
  20. Sheilyn
    Sheilyn (31)
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    sind homosexuelle krank? (klar hast du das nicht so gemeint, aber es klingt für mich so komisch, wenn man diese 2 gleichstellt)

    ich finde man kann homosexuelle nicht mit kronisch kranken gleichstellen.
    kronisch kranke, sind kronisch krank = tatsache.

    schwule sind aber NICHT gleich hiv infiziert, nur weil sie schwul sind!


    wie gesagt wäre eine aktuelle statistik interessant.
     
    #20
    Sheilyn, 18 April 2008

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