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Ich bekomm es nicht aus meinem Kopf...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von zwiebel, 9 Februar 2008.

  1. zwiebel
    zwiebel (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo ihr Lieben...

    Wo soll ich nur anfangen? Ich glaube ich hab heut meinen Sentimentalen Tag oder so...ich habe keine Ahnung..:geknickt:

    Ich hatte ja schonmal ein paar Threads über meine Tante und "ihren Krebs" geschrieben.

    Letztes Jahr hat sie uns verlassen...Es war so schrecklich...sie hatte letzten endes Leberkrebs...

    Ich kann mich noch so genau daran erinnern..ich hatte Praktikum, im Sommer. Es war so ein Scheißtag, in der Praxis nix zu tun und es hat geregnet. Da ruft mich meine Cousine auf dem Handy an, ganz verheult und wollte die Nummer von meiner Mam ihrer Areit haben. Ich gab sie ihr und fragte was los sei, doch sie legte auf. Die Arbeit meiner Mam war um die Ecke, und ich bat meinen Mentor zu gehen..Ich durfte.

    Ich bin zu meiner Mam, sie saß am Schreibtisch und meinte, wir sollen zu meiner Tante ins Krankenhaus fahren um uns zu verabschieden...So sind wir also hingefahren..
    Sie lebte zu diesem Zeitpunkt..aber ich denke sie hat nichts mehr mitbekommen...Ihre Hautfarbe war gelb...quittengelb...sie hatte überall blaue Flecke und schien verwirrt. Ich hab sie gesehen...sie sagte sie will nach Hause..ich musste sofort raus. Ich konnte nicht mehr. Dieser Anblick war so schrecklich...

    Am nächsten morgen bekamen wir den Anruf das sie morgens um 7 Uhr eingeschlafen sei...Wir sind hingefahren...sie sah so glücklich aus...ein Lächeln auf den Lippen, trotz der gelben Hautfarbe kam sie meiner Tante wieder näher (vom Anblick her) Ich kann das alles einfach nicht vergessen...Es tut so weh...
    Ich werde einen Satz von ihr nie vergessen, als es mir so schlecht ging..sie sagte "Krissi, du bist etwas besonderes, vergiss das nie, und sobald ich gesund bin, fahren wir weg, ganz weit, nur wir beide"

    Ich vermisse Sie so sehr...und ich bekomm das alles nicht aus dem kopf...sobald ich am Grab stehe wünsche ich mir nichts sehnlicher als bei ihr zu sein...Nur noch einmal umarmen....und das schlimmste, ich bereue es so, aus dem Zimmer gegangen zusein...ohne Lebe wohl zu sagen..ohne ihr einen letzten Kuss zu geben...

    Ich vermisse Sie so...

    Danke für's lesen, und ich hoffe ich bekomme ein paar Antworten...
    Liebe Grüße
     
    #1
    zwiebel, 9 Februar 2008
  2. Puschelchen
    0
    Hey, lass dich mal :knuddel:

    Einen geliebten Menschen zu verlieren ist nie leicht... und es wird mit Sicherheit noch einige Zeit dauern, bis du das richtig verarbeiten/akzeptieren kannst...

    Auch meine Tante ist an Krebs gestroben, Lungenkrebs... vor 3 Jahren... und ich bin bis heute nicht drüber hinweg...auch, weil ich ebenfalls keine Möglichkeit hatte, mich direkt von ihr zu verabschieden... fast alle Familienmitglieder waren dabei als sie einschlief, nur ich nicht, da ich zu dem Zeitpunkt in der Schule war...ich sah sie erst 3 Stunden danach... ein Anblick, den ich auch bis heute nicht vergessen habe... sie war ebenfalls gelblich angelaufen und etwas aufgedunsen, wegen Wasserablagerungen... ich weiß also sehr gut, was du durchmachst... deswegen würde ich dir gerne irgendwie Mut machen.

    Mir hat es in der Anfangsphase sehr geholfen, mit meiner Familie zu reden und mit meiner Trauer nicht alleine dastehen zu müssen...

    Mir war es nur immer sehr unangenehm das Grab meiner Tante zu besuchen... ich habe lieber hier zu Hause an sie gedacht oder speziell an Orten, die mich mit ihr verbunden haben... auf die ich auch mit Freude zurück blicken konnte und sie so in Erinnerung behielt, wie sie zu gesunden Lebzeiten war...
    Noch heute ziert ihr Foto meine Zimmertür, über die ich einen roten Stoff gehängt habe... es wirkt fast wie ein Altar und hilft mir ganz besonders in traurigen Momenten, da sie mir darauf entgegenlächelt und mich damit wieder etwas aufbaut.
    Klar kann ein Foto den Menschen nicht ersetzen und die Sehnsucht nach ihm ist groß, aber mir hilft es...

    Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Kraft!
     
    #2
    Puschelchen, 9 Februar 2008
  3. zwiebel
    zwiebel (28)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    vergeben und glücklich
    Vielen vielen Dank für deine Antwort

    Du sagtest, mit Familienmitgliedern sprechen bzw "gemeinsam trauern". Aber das geht leider nicht :frown:

    In meiner Familie ist es üblich, das alles totgeschwiegen wird und alles "Friede Freude Eierkuchen" ist..Es ist schwer an sie ranzukommen.
    Wenn sie mich fragen warum ich weine, und ich sage, dass es wegen ihr ist, wird auf den Boden geschaut und gesagt "Das wird schon.." Das wars...
    Der einzige, mit dem ich darüber reden kann, ist mein Bruder, er versteht mich, er brauch mich nur anschauen und weiß was ich denke...leider wohnt er weit weg, und ich sehe ihn im jahr max. 3-4 mal...uns bleiben lediglich Telefonate im Monat vll 1 mal...

    Und, der Typ der sich Freunden SO öffnet bin ich nicht. Sie denken, ich sei nie traurig, weil ich ständig ein Lächeln auf den Lippen habe..aber ein Lächeln kann bekanntlich viel überspielen.
    Sie würden mir, denke ich, schon zuhören...aber ich kann das einfach nicht...nennt es Angst oder "Feigheit"...Ich kann das Gefühl selbst nicht beschreiben. Ich würde gern mit meiner Familie darüber sprechen, aber, sie wollen nicht, daran kann ich nichts ändern.
    Deswegen hab ich diesen Weg gewählt...anonym einfach alles aufschreiben und vielleicht auf ein paar aufmunternden Worte warten...

    Liebe Grüße
     
    #3
    zwiebel, 10 Februar 2008
  4. User 70315
    User 70315 (28)
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    hallo du :frown: fühl dich mal geknuddelt! meine tante ist vor drei jahren an einer hirnblutung gestorben, unvorbereitet und so krass. noch immer weiß ich wie mich der anruf meiner oma erreichte, total aufgelöst, und ich einfach nur da stand und zusammengebrochen bin.

    ich will dir nur sagen wie wichtig es ist zu verarbeiten! mit jemandem drüber zu reden und sei es nur am telefon mit deinem bruder!

    meine cousine, also die tochter meiner tante is jetzt erst in psychiatrischer Behandlung. so lange(3 jahre) konnte sie sich niemandem wirklich öffnen und jetzt kommt alles hoch!

    wenn der mensch einen anderen geliebten menschen verliert, dann treten mehrere phasen ein meiner meinung nach.
    die trauerphase, und dann irgendwann die verarbeitung. es ist ganz doll wichtig, dass du all diese phasen durchlaufen kannst. es gibt auch bücher zu dem thema, und wenn du meinst, dass es dir wirklcih nicht gelingt dich jemandem zu öffnen, dann versuch dihc mit ihnen zu beschäftigen.
    in meiner familie wurde seitdem, wie man am beispiel meiner cousine jetzt sieht, auch alles totgeschwiegen :frown:

    ich selbst knabber auch noch . aber ich habe in meiner freundin den menschen gefunden der mir unglaublich geholfen hat.

    wenn du möchtest kannst du mir auch eine pn schicken in dem du einfahc all deinen kummer aufschreibst, all deine gedanken und gefühle.
    aber natürlich ist es immer noch schöner jemanden zu haben der dich dann gleich in den arm nehmen kann.

    liebe grüße
     
    #4
    User 70315, 10 Februar 2008

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