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Ich bin selbstmordgefährdet

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Rosèa, 7 Juni 2007.

  1. Rosèa
    Rosèa (29)
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Hallo liebes Forum.

    Ich weiß nicht, was ich mir erhoffe, aber vielleicht kann man mir den einen oder anderen Tipp geben, oder auch nur etwas Mut.

    Ich war nie glücklich in meinem Leben, nur sehr traurig, einsam und voller Schmerz und Sehnsucht.
    Ich hatte nie Freunde, jedenfalls keine richtigen, die für mich da waren.

    Ich habe in meinem Leben nichts erreicht. Ich wurde in der Schule jahrelang gemobbt, ausgegrenzt und fertiggemacht. Ich war immer ein Stück Dreck.
    Keiner hielt jemals zu mir, jeder schämte sich, mit mir gesehen zu werden.
    Mich begleitete ständige Angst vor Mobben. Hatte morgens Magenkrämpfe, weinte in der Schule.
    Am Ende konnte ich nicht mehr, ich brach die Schule ab. So hatte ich nur den Hauptschulabschluss.
    Das war vor 4 Jahren.

    Danach war ich die ganze Zeit einsam, und bin es immernoch. Saß nur Daheim. Keine Freunde, keine Freizeit, die ich mit ihnen teilte. Ich habe nie meinen Geburtstag gefeiert. Auch nicht meinen 18. Da saß ich alleine Zuhause.
    Ich ging nie groß weg, oder hatte besonderen Spaß. Ich kenne keine Momente des wahren Glücks.
    Ich kenne es nicht, wenn man mit Freunden was macht, die man seit Jahren kennt. Alle Bekannte verschwanden nach ein paar Treffen wieder, da der Kontakt verloren ging. Denn sie meldeten sich nie von alleine. Trotz allem wollte ich nie jemanden hinterherlaufen.

    Was ich endlich mal schaffen will, ist eine Ausbildung. Ein wichtiger Lebensbereich für mich alleine, mit dem ich mir die Zukunft sichern will. Ich hätte eine Aufgabe für mich, etwas zu schaffen und mir die Zukunft zu sichern.
    Aber niemand wollte mich haben. Ich wurde oft ausgenutzt. Oder über den Tisch gezogen. Erst gab man mir ein Praktikum, wo ich aufblühe und was mir Spaß machte, und dann hieß es, daß ich doch nicht taugen würde. Oder daß man den Eindruck hatte, ich wollte die Arbeit gar nicht lernen. Man kann sich nicht vorstellen, wie sehr mich das gekränkt hat. Ich gab doch alles.

    Ich habe keinen Freund. Ich werde nie jemanden finden, der mir so etwas geben würde. Wer will schon ein Mädchen, daß solch ein Siechtum mit sich rumschleppt, kein Selbstvertrauen hat, mit Depressionen und am Ende der Gesellschaft ist.

    Ich kann keinen Spaß mehr empfinden, ich denke nur noch an den Tod. Ich will nicht mehr an meiner Einsamkeit leiden, an dem Gefühl nichts wert zu sein, abstoßend zu sein. Ein Nichts zu sein.

    Ich habe mit 20 Jahren es nicht geschafft, von meinen Eltern loszukommen, die ich so sehr hasse. Ich hasse meine Eltern, weil sie mich psychisch fertig machen, weil ich ein Nichts bin. Weil ich nichts kann und nichts tauge.
    Sie sagen, es liegt in meinen Genen drinnen, daß ich so komisch bin. Ich wäre eine Mißgeburt. Ich liege auf ihrer Tasche.
    Es gibt niemanden auf der Welt, der mir Mut macht, mir Geborgenheit gibt. Der mir sagt, daß ich es wert bin, zu leben. Nein, ich bin ein Stück Dreck, das nicht zu leben braucht.

    In 4 Tagen werde ich 20, und meinen Geburtstag werde ich nicht feiern. Habe zwar ein paar Bekannte, aber viele haben keine Zeit. Ist ihnen zu aufwendig zu kommen. Da ließ ich es gleich platzen. Obwohl ich mich gefreut hätte, an dem Tag etwas zu grillen.
    Aber sowas darf ein Mensch wie ich anscheinend nicht erleben. Der letzte Funke an Freude war dahin.

    Ich war vor Wochen schon so fertig, daß ich mir fest vornahm, mich an meinen 20. Geburtstag zu erhängen. Wozu 20 Jahre gelebt? Unnötige Jahre. Nur Leiden und Siechtum. Und nochmal 20 Jahre will ich das nicht mehr erleiden.
    Es ist ein Kampf, den ich verloren habe. Ich habe keine Kraft mehr. Immer hatte ich Hoffnungen, aber es wurde zunichte gemacht. Ich kenne nur Enttäuschungen und Mißerfolge in meinem Leben. Ich habe keinen Willen mehr.

    Ja, ich bin bei einer Psychologin in Behandlung. Aber die hilft mir nicht, ich habe eine falsche Person erwischt, weil ich sie nicht mag. Ich kann mich ihr kaum öffnen, nicht fallenlassen. Ich will sie eigentlich wechseln, aber im Moment ist mir sowieso alles scheißegal. Habe keine Kraft, nochmal neu zu suchen und wieder ewig auf einen Termin zu warten.

    Sie machte mir den Vorschlag, in eine Reha-Klinik zu gehen. Da wo ich mal Abstand von allem bekomme, und mich selber zu finden. Daß ich den ganzen Druck versuche abzubauen, die ich nicht mehr ertragen kann. Ich hätte viele geschulte Psychologen als Ansprechpartner, wenn ich wieder nicht mehr kann. Es wäre immer jemand für mich da.
    Aber ich habe Angst davor. Ich weiß, daß sich unter Patienten auch Gruppen bilden, und da würde ich sicher ausgeschlossen werden, und dieses Gefühl kann ich nicht mehr ertragen. Genau das macht mir Selbstmordgedanken.

    Ich habe viel Angst. Vor der Zukunft, daß ich nie eine Ausbildung bekomme und abschließe, weil ich nichts wert bin. Weil ich ein Stück Dreck bin. Ich werde nie zur „anständig arbeitenden Gesellschaft“ gehören.
    Angst davor, einsam zu sterben. Ich will den Schmerz der Einsamkeit nicht mehr ertragen. Ich werde nie glücklich sein, niemals heiraten, nie ein Kind bekommen. Eine Mutter, wie ich es bin, würde ich einem Kind nie zumuten. Das Kind würde sich vor der eigenen Mutter ekeln.

    Wenn ich irgendwo unterwegs bin, und sehe Berufstätige bei ihrer Arbeit, frage ich mich, wie es nur soweit schaffen konnten und es durchhalten. Sie sind viel wertvollere Menschen als ich. Sie haben das, was ich nie bekommen werde. Einen Gesellschaftswert.
    Und bestimmt Freunde, mit denen sie in der Freizeit etwas machen. Und einen Partner, der Zuhause auf sie wartet und mit einem Kuss empfängt.

    Wenn es mir besonders schlecht geht, das ist jeden Tag so, denke ich daran, mich aufzuhängen oder Selbstmordpillen zu nehmen. Ich weine und sehne mich nach dem Tod. Dann ist alles zuende.

    Meine Psychologin fragte mich, warum ich mir noch nie das Leben nahm. Ich fing an zu weinen und sagte, mir fehlte immer der Mut. Aber der Wille war da. Und jetzt ist meine Verzweiflung schlimmer wie nie, und ich wünsche mir den Tod. Ich will ihn.

    Ich weine gerade bitterlich, während ich das schreibe. Aber so sieht es aus.
    Ich will meinen Tod. Es gibt nichts mehr für mich. Mir fehlt die Kraft und der Lebenswille. Ich vegetiere, bis ans Ende meines Lebens, wenn ich es so weitergehen lasse. Und das will ich nicht mehr ertragen.

    Ich habe Angst vor der Reha-Klinik. Dann werde ich mit noch mehr Abgründern der Gesellschaft zusammengepfercht und weiß, wo mein Platz ist. Da wo es kein Leben mehr gibt. Wo der Wunsch nach dem Tod liegt.
    Ich weiß, ich werde nie ein normales Leben haben. Freude zu haben, glücklich zu sein, keine Ängste vor Ablehnung und Verstoßung.

    In mir ist eine kaputte Seele, durch Leid und Schmerz. Ich habe Wünsche fürs Leben, aber sie werden nicht geschehen. Obwohl es ganz kleine Wünsche für die Zukunft sind:
    Ausbildung machen, Spaß dabei haben, darin aufgehen. Sich einen Boden für die Zukunft gesichert zu haben, und damit mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen. Einen Gesellschaftswert erlangt zu haben.
    Und Freunde zu haben, die für einen da sind.
    Aber all das gibt es nicht. Es ist nur ein Wunschdenken.
    An einen Partner darf ich nie denken, dafür bin ich zu wertlos. Ich bin nicht liebenswert, das zeigte man mir ein ganzes Leben. Und wer will so etwas schon haben. Es muß etwas zum Vorzeigen sein.

    Nur noch zu mir: Ich bin eine gute Schauspielerin. Das heißt, man merkt mir nicht an, wie es in mir aussieht. Ich will es verstecken, damit mein Leid nicht zum Vorschein kommt.
    Ich wirke auf andere sehr fröhlich, sehr lustig und humorvoll ... aber das ist eine Maske. In Wirklichkeit weine ich. Man sieht es nur nicht. Ich überspiele nur alles.
    Nie würde jemand denken, daß ich mich umbringen will. Aber so sieht es aus. Ich bin ein Mensch, der innerlich schon tot ist. Nur mein Körper funktioniert noch.

    Wer es bis hierher geschafft hat zu lesen, bewundere ich. Ich hätte schon längst abgebrochen, weil ich mein Inneres hier so präsentiere, wie es aussieht. Ohne zu verschönern.

    Ich weiß nicht, was ich von Euch möchte. Ich wollte mir eigentlich nur alles aufschreiben. Was niemand zu Gesicht bekäme.

    Ich kann auch kaum noch weinen, ich habe zu viele Tränen in meinem Leben vergossen. Ungeliebt und nichts wert zu sein. Eine Mißgeburt der Gesellschaft.

    Ich bedanke mich fürs Lesen. Wenn jemand findet, mein Text sei zu krass, darf er das ruhig machen.
     
    #1
    Rosèa, 7 Juni 2007
  2. erbsenbaby
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    hey
    also in den ersten zeilen hab ich gedacht "ohje, die arme". inzwischen denke ich, dass du vllt mit dem tag deines 20. geburtstages mal einen abschnitt setzen solltest und neu anfängst. du brauchst viel mehr selbstbewusstsein! is doch egal, was andere sagen! lies dir deinen text selbst mal durch! "mein kind würde sich vor mir ekeln" oder sowas hattest du geschrieben. das is doch nicht normal!! aufrecht gehen, nach vorne gucken und da wirkst du schon selbstbewusster. und sag deine meinung! schau den leuten in die augen, mit denen du sprichst! und stell dich aufrecht vor sie hin!
    scheinbar denken die ja, mit dir könne man alles machen.

    viel glück dabei
     
    #2
    erbsenbaby, 7 Juni 2007
  3. cuppycake
    cuppycake (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Ohje, ich hab jetzt richtig Herzklopfen bekommen als ich diesen Text gelesen habe..
    In dir scheint es wirklich sehr übel auszusehen.. Bitte wechsel doch deinen Therapeuten und sprich mit dem nochmal über alles.. du glaubst gar nicht wie schön das Leben sein kann!
    Es stimmt nicht dass du nichts wert bist. Manche Leute bekommen ihr GLück nunmal quasi "in den Schoß gelegt", manche müssen darum kämpfen. Das Leben ist oft nicht gerecht, aber du hast es doch in der Hand was zu ändern.
    Gib nicht auf!
     
    #3
    cuppycake, 7 Juni 2007
  4. C++
    C++
    Gast
    0
    Deine Geschichte erinnert mich mehr oder weniger an eine gute Freundin von mir.
    Auch wenn es schwer ist, du solltest wirklich Hilfe bei einem Psychologen suchen. Ich bin hier keine Expertin, aber du scheinst(ich weiß es nicht sichr, bin ja keine Expertin, aber bei meiner Freundin ist es ähnlich) an Borderline zu leiden. Dir kann aber geholfen! Glaube mir.
     
    #4
    C++, 7 Juni 2007
  5. waschbär2
    Beiträge füllen Bücher
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    218
    275
    vergeben und glücklich
    Das ist schon der erste Schritt.
    Nämlich sich anderen mitzuteilen.
    Ist natürlich im Inet leichter, als im RL. Klar.
    Aber es ist schon ein Anfang.

    Und alleine schon, dass du den Anfang geschafft hast, verdient Respekt.

    Du hast die Kraft zum Leben !!!
     
    #5
    waschbär2, 7 Juni 2007
  6. Rosèa
    Rosèa (29)
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Single
    Nabend.

    @erbsenbaby: Ohne es böse zu meinen, aber Leute, die sowas sagen, haben keine Ahnung, um was es geht.
    Sag das mal den Leuten, die in der Psychatrie hocken, weil sie sich sonst umbringen - denkst du, die gehen darauf allesamt geheilt nach Hause??
    Wenn es so einfach wäre, wie in deinem Vorschlag, dann hätte ich nicht diesen ellenlangen Text geschrieben, daß es soweit gekommen ist.


    @cuppycake: Ich kann daran nichts ändern. Ich bin 20, ich habe schon alles versucht, aber es hat nichts gebracht.
    Leben kann schön sein, aber mein Leben ist nicht schön. Und es wird sich nicht ändern.

    Ach ja ... letztens bei meiner Therapeutin habe ich geweint und gemeint, daß ich bisher nie etwas geleistet habe ...
    Da meinte sie "Doch, Sie haben Ihren Zettel mit roter Schrift ausgefüllt, daß ich ihn ganz schnell durchlesen konnte, das hat noch keiner gemacht."

    Ich habe dumm geguckt. Will die mich verarschen? Weil ich einen Zettel gut ausgefüllt habe, wertet sie das als gute Leistung ...
    Bin ich so krank, daß man mich wie ein Baby bei kleinsten Sachen verhätschelt?
    Hatte da keine Lust mehr auf das Gespäch.

    @C++: Borderline ist, wenn man sich selber verletzt. Das ist bei mir nicht der Fall. Ich habe mich noch nie selber verletzt, weil ich meinem Körper nichts antun kann. Jedenfalls nicht so.
     
    #6
    Rosèa, 7 Juni 2007
  7. Tischbein
    Tischbein (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    Mir ging es früher fast genauso wie Dir,auch ich wünschte mir oft,einfach einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen.

    Meine Kindheit verbrachte ich im Heim,wo es mir besser ging wie daheim,auch das mobben in der Schule kenne ich,ebenso wie Freundeslos zu sein.

    Eines Tages jedoch sagte ich mir,das damit Schluss sein muss,denn es ging mir auch noch so,als ich meine Kinder schon hatte.

    Ich habe einen Cut gemacht und jeden Tag aufs neue versucht nach vorn zu schauen...es war nicht immer leicht,zumal es sowieso schwerer ist,wenn man ganz allein da steht,aber ich habe es geschafft und ich gebe zu,ich bin stolz darauf.

    Mach einen Cut,lass die Vergangenheit hinter Dir,es ist Dein Leben und man sollte nie zulassen,das einem die Vergangenheit die Zukunft zerstört.

    Wenn Du es nicht allein schaffst,nach vorn zu sehen,einen Cut zu machen,zu vergessen...dann such Dir profesionelle Hilfe,denn so wie Du mometan lebst,das ist traurig,sehr traurig.

    Wenn Dir danach ist,dann schick eine PN,wenn Du mal reden möchtest.:smile:
    LG Tischbein
     
    #7
    Tischbein, 7 Juni 2007
  8. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    deine therapeutin wollte dir wohl eher sagen, dass man auch kleinigkeiten wertschätzen soll. da sie dich noch nicht kennt, wird sie andere beispiele nicht kennen, also was du schon so geleistet hast.

    woher weißt du, dass dein leben nicht schöner wird?

    wechsel die therapeutin!
    du hast anrecht auf mehrere probetermine bei verschiedenen therapeuten, das wird von der krankenkasse bezahlt.
    eine therapie bei jemandem, dem du nicht vertraust, bringt nicht viel.
     
    #8
    User 20976, 7 Juni 2007
  9. Rosèa
    Rosèa (29)
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Single
    @mosquito
    Sie weiß schon vieles von mir.
    Das mit den Kleinigkeiten ist so eine Sache. Aber damit hat sie mich angekotzt.

    Ich weiß es, daß mein Leben nicht schöner wird. Weil mir der Wille fehlt, weiterzumachen, und die Kraft. Was soll es bringen, ohne Wille und Kraft.



    Ich weiß nicht, ob die Reha mir was bringt.
    Die Therapeutin meinte, daß es mir sicher was bringt, und sie hätte da schon 2 Jahre selber gearbeitet und Bla.
    Ja, wenn es doch nur so wäre. Ich kenne mich besser, leider. Ich muß Anteilnahme mitbringen und den Willen, aber ich habe nicht mal den Willen, zu leben.

    Gut wäre höchstens, daß ich weg von meinen Eltern käme.
    Und die Ruhe, die ich für mich selber hätte. Vielleicht gibt mir das Kraft.

    Aber ich bin skeptisch. Was die Reha an sich angeht.
    Warum?

    Ich halte davon eigentlich überhaupt nichts, denn es finden sich dort Gleichgesinnte, die sich dann gemeinsam in eine Art Rausch steigern, anstatt sich Gedanken, um eine Lösung zu machen.
    Ich denke, dass sich dort Leute mit sehr ähnlicher trüber Stimmung wohl gegenseitig noch weiter runterreißen. Hilfe wäre dort wohl kaum zu erwarten.

    Generell ist es ja schön das es eine Form gibt, um sich zu unterhalten und auf Gleichgesinnte zu stoßen, aber ich halte es eben für gefährlich, da sich manche vielleicht auch gegenseitig anstacheln.

    Ich will nicht, daß mich dieser Besuch noch mehr resignieren läßt, weil es danach keine Hoffnung mehr gäbe - es wäre mein Todesurteil.
     
    #9
    Rosèa, 7 Juni 2007
  10. Tischbein
    Tischbein (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    Das alles liest sich sehr nach Depressionen und so kommt dann eins zum anderen.

    Den eigenen Willen zum *leben* den musst Du aufbringen,sonst bringt jede Therapie etc. nichts und ist für die Katz.Aber diesen Willen musst Du selbst aufbringen,da kann Dir niemand bei helfen.

    Nur wenn Du willst,dann schaffst Du es,aber so wie es scheint,hast Du nichtmal den Willen zu wollen und da kann man dann Mut machen,Hoffnung geben wie man will...vergebens.
     
    #10
    Tischbein, 7 Juni 2007
  11. Donnie_Darko
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Als ich selber in der Psychiatrie u.a. wegen Selbstmordgedanken war, war das mit dem Anstacheln der Fall. Aber nicht so wie Du es beschreibst - eher andersherum. Man hat sich dort angefreundet, Karten gespielt, gemeinsam darüber gesprochen was einen traurig macht, sich gegenseitig vomo grübeln abgehalten und gegenseitig geholfen, wo es nur ging!
    Aber das musst Du für dich selber mal ausprobieren.

    Ich war auch einige Wochen in einer Tagesklinik. Das was ich dort an Gemeinschaft und Zusammenhalt erlebt hatte, hatte ich noch nie zuvor gehabt. Endlich mal Leute, die einen verstehen, die auch Sorgen hatten wie ich selber und ich habe auch noch Kontakt zu einem und grüße immer wenn wir uns beim Psychiater im Warteraum treffen und unterhalten uns dort noch mal kurz miteinander....

    Ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Einblick darein geben, was ich so positives in der Psychiatrie erlebt habe.

    Gruß
    Donnie
     
    #11
    Donnie_Darko, 7 Juni 2007
  12. Dasmaedl
    Dasmaedl (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich würde den Tipp, den dir die Psychologin mit der Reha genannt hat wirklich in Angriff nehmen. Du wirst doch nicht ausgegrenzt werden, da es Gruppen- und Einzelthearapien gibt. Du wärst unter Gleichgesinnten und könntest zu deiner Familie, zu deinem früheren Leben Abstand gewinnen, da dich in der Klinik nichts an sie erinnern wird. Da ist es nicht so, wenn du eine Tür aufmachst, dass dan schlechte Erinnerungen auf dich warten. Wenn du allerdings zu Hause bist, wird dich alles an deine 19 Jahre davor erinnern. Du könntest aus der Klinik mit viel mehr Selbstbewusstsein und persönlichen Selbstwertgefühl gehen und könntest deine Lehrstelle anfangen, von der du schon so lange träumst
     
    #12
    Dasmaedl, 7 Juni 2007
  13. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    dass du der ansicht bist, dass dir die therapie nichts bringt, könnte auch an deiner depressiven stimmung liegen.

    denn da fehlt einfach der antrieb. nix geht. alles trüb und dir fallen allenfalls contra-argumente ein. und wenn du die therapeutin eh nicht magst, dann ist das ein ablehnungsgrund mehr gegen ihren vorschlag.

    es ist noch lange nichts verloren, auch wenn dir jetzt alles sinnlos scheint.

    ich halte deine signatur inhaltlich für nicht wahr.
    wer im leben nicht geliebt wird, wird auch nach seinem tod nicht wirklich vermisst und geliebt.
    kanns sein, dass du auch so denkst, dass dir mit einem suizid(versuch) aufmerksamkeit zuteil wird? das ist gefährliches denken! es ist schade, dass du dich ungeliebt fühlst. das ist sicher kein schönes gefühl. es kann aber auch gut sein, dass dir aufgrund deiner depressiven stimmung entgeht, dass man durchaus an dich denkt. und wenn du verbirgst, wie traurig du bist, wie soll sich dann jemand um dich sorgen?

    du bist für dein leben verantwortlich und kannst was draus machen. das ist deine chance.
     
    #13
    User 20976, 7 Juni 2007
  14. erbsenbaby
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    vergeben und glücklich
    ich wollte dir nur sagen, was ich mir in dem moment gedacht hab.
    aber natürlich hab ich auch keine ahnung. ich kenne sowas nicht. aber das is eines deiner probleme, da bin ich mir sicher..

    viel glück weiterhin
     
    #14
    erbsenbaby, 7 Juni 2007
  15. Beastie
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    das glaub ich dir nich.. wenn du keinen willen hättest, hättest du hier nichts geschrieben. du weißt nur nich wie....
    mach die reha und danach gehst du nicht mehr zurück zu deinen eltern.
    während der reha können die leute dir dort helfen, wo anders unterzukommen. eine eigene whg oder vll betreutes wohnen in einer wg.

    borderline hat übrigens nichts mit selbstverletzung zu tun (das kann zwar auch mit drinne hängen, gehört aber nicht zum krankheitsbild borderlinesyndrom)

    sie wollte dir ganz einfach sagen, dass du die einzige warst, die wirklich in der lage war, ihre situation einzuschätzen. und das ist wirklich viel wert!
     
    #15
    Beastie, 7 Juni 2007
  16. Rosèa
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    Danke für eure Antworten ...

    Ich habe vorhin mit meiner Mutter geredet, sie meinte, ich sollte mir Medkamente verschreiben lassen, so eine Art Aufpuschmittel.

    Aber das bringt es doch auch nicht auf Dauer.
    Ich will keine Medkamente nehmen, da komme ich mir noch kränker vor.

    Eine Bekannte von mir will eigentlich Tiermedizin studieren, aber sie hat ihr Studium wohl unterbrochen, weil sie selber schwer seelische Erkrankungen hat ... aber sie hat wenigstens ihre Freund, der Tag und Nacht für sie da ist. Ich bin alleine. Ich habe keinen.

    Ihr sagt, "Mach die Reha-Klinik".
    Ich sage, daß ich Angst habe. Angst vor den Leuten dort. Die Angst, was auf mich zukommt.
    Angst, daß ich es nicht schaffe. Daß man mich aufgibt.
    Und was wäre danach?? Wenn es nichts bringt? Dann ist alles aus. Mir kann dann keiner mehr helfen.
     
    #16
    Rosèa, 7 Juni 2007
  17. Beastie
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    und was is wenn du es nich machst?
     
    #17
    Beastie, 7 Juni 2007
  18. Rosèa
    Rosèa (29)
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Single
    Die Klinik?
    Ich weiß es nicht :cry: :cry: :cry:
     
    #18
    Rosèa, 8 Juni 2007
  19. Person
    Person (28)
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    vergeben und glücklich
    Erstmal: Als ich den text las, dachte ich "autsch!"

    Hört sich sehr sehr krass an, sorry.

    Das wichtigste:

    Sei du selbst und überzeuge erstmal dich selbst-. Du brauchst Selbstbewusstsein und jeder Mensch braucht das. Du bist mehr wert als dir vllt andere sagen. Du bist soviel wert wie du dir selbst Wert gibst. Hälst du dich selbst für wertlos werden es andere wahrscheinlich auch denken.#
    Du bist kein Opfer der anderen , und schon garnicht dein eigenes Opfer. Du bist ein Mensch mit gefühlen, mit Fähigkeiten!!!! Nicht jeder ist gut in allem,,, man muss seine Stärken finden, und du hast stärken.

    Zeig dass du eine Person bist, mit der man spaß haben kann, mit der es sich lohnt durch die welt zu gehen. Höre leuten zu, muntere sie auf und schon bald wirst du von ihnen geschätzt.

    Ändere dein Leben anstatt es zu beenden. Was deine Eltern sagen? Nimms als Ansporn ihnen und allen anderen zu zeigen: Hey ich bin hier und ich zeigs euch. Ich kann mehr als ihr denkt. Keine Ausbildung? Kein Abschluss? Mach was draus... hol den abschluss anch (wenn das möglich ist), zeig dass du motiviert bist dich zu ändern, und zu zeigen was du drauf hast.

    Du bist nicht nutzlos....das musst du erstmal selber wissen!!!



    Sage dir: ich werde zwanzig und ein neuer Mensch. Ich zeigs der Welt.

    Nimm dir was vor und halte dich dran. Nur konsequent kannst du etwas erreichen. Rede dir nicht ein, dass du es eh nicht schaffst, sondern dass du es besser schaffst als alle anderen.


    Ich wünsche dir viel Glück.


    Ps: ich kenn nicht viele menschen die sich trauen, ihr leiden zu offenbaren, hilfe zu suchen. Du hast den ersten schritt gemacht und dich an uns gewendet. Das ist ein erster schritt...nun mache den nächsten.
     
    #19
    Person, 8 Juni 2007
  20. Rosèa
    Rosèa (29)
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Single
    Ich wünschte, ich könnte es ... aber ich kann es nicht ... :cry:


    Wenn es wenigstens jemanden gäbe, der mir sagt "Das schaffst du, ich glaube an dich" , das würde mir schon so helfen, aber da gibt es niemanden.
    Ich bräuchte jemanden, der mich einfach in den Arm nimmt, mich tröstet, irgendwas. Einfach Nähe, Zuversicht.

    Woher soll ich die Kraft nehmen, die ich brauche, um anders zu leben? Der Wille reicht nicht. Ich habe keine Kraft mehr.
    Keiner gibt mir Kraft.

    Alles ist so schwarz und leer ... :cry:

    Ich habe Angst, vor der Zukunft. Mir ist ständig nach Weinen. Und Hoffnungslosigkeit.

    Ich habe Angst vor der Reha-Klinik.
     
    #20
    Rosèa, 8 Juni 2007

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