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Ich habe Angst, alles kaputt zu machen mit meiner Angst.

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von User 70345, 22 Juli 2010.

  1. User 70345
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Hallo ihr,

    ich habe sehr lange hin und her überlegt und bin nun sicher, dass ich endlich mein Kernproblem verstanden habe und suche nun Ratschläge, Tipps, vielleicht sollte ich zu einem Psychologen, wie auch immer.

    Ich denke der Thread wird sehr lang, ich hoffe irgendjemand kämpft sich bis unten durch. Danke schonmal ! :smile:

    Ich bin bisexuell und habe mich vor ca. 6 Jahren (mit 14) das erste mal in ein Mädchen verliebt, meine damalige beste Freundin.
    Nach sehr viel hin und her hatten wir etwas ähnliches wie eine Beziehung. es war quasi eine Beziehung, nur geheim und ohne das wir offen reden konnten. Sie wusste nicht das ich verliebt war und sie tat es (so sagte sie Jahre später mal) sie wollte nur ausprobieren. Ich klammerte mich sehr an sie, wollte sie jeden Tag sehen, jede freie Minute mit ihr telefonieren, immer aus Angst, ich könnte diese halbe Beziehung verlieren. Ich hatte ja nie Sicherheit, lebte in ständiger Angst, sie würde einfach einen Kerl finden und wäre dann weg.
    In diesen zwei Jahren in denen das mit ihr ging war ich sehr verschlossen, in mich gekehrt, hatte kaum Freunde. Ich war regelrecht auf sie fixiert und wenn sie 2 wochen im urlaub war, waren das für mich Höllenqualen.

    Diese Zeit hat mich verändert. Mit 15en war dann "Schluss" Ich brauchte über 1Jahr um mich zu fangen. Veränderte mich total. Ich wurde total Gefühlskalt aber suchte mir wieder Freunde, ging mit 16 in die Disco, trank viel, machte mit sehr vielen Mädchen rum. Ich war ein richtiges Arschloch geworden.

    Kurz nach meinem 16ten, im Herbst, verliebte ich mich nochmal in ein Mädchen. ich hatte noch mehr Gefühle als für das erste Mädchen. Auch dieses Mal hatte ich etwas mit ihr, fast 1 Jahr, aber immer nur dann, wenn wir Alkohol getrunken hatten, es reichte schon ein Bier. Hauptsache wir (sie) konnte sich hinter dem Spruch wir waren ja betrunken verstecken. Die "Trennung" hier war noch schrecklicher. Beim ersten Mal wusste ich ja noch, meine beste Freundin hatte einen Freund. Dieses Mal gab es keinen ersichtlichen Grund. Sie reduzierte den Kontakt einfach radikal und immer mehr, gab mir das Gefühl unerwünscht zu sein.

    Dieses Mal brauchte ich mehr als 2 Jahre um von ihr wegzukommen. Ich veränderte mich noch mehr, wurde immer mehr ein Arsch, betrog und belog Leute, vögelte mich auf gut Deutsch durch die Weltgeschichte. ich hatte kurze Beziehungen, 1-3 Monate, meinte es aber nie ernst.

    Kurze Zusammenfassung:
    Bei beiden Mädchen nur Unsicherheit, immer Angst sie zu verlieren, deswegen Fixierung. Abhängigkeit. Seit meinem 14ten Lebensjahr nur Liebeskummer. Ungeoutet.

    An meinem 18ten Geburtstag schwor ich mir, dem ganzen ein Ende zu setzen. Ich beendete alle Affären, Sexfreunschaften, usw. Ging nicht mehr in die Disco, nicht mehr auf Partys, beschränkte mich auf Schule, Studium und Freundem, war inzwischen auch ausgezogen, also komplett neues Umfeld.

    Nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, ging ich noch einmal in die Disco, ichhatte es einer guten Freundin versprochen.

    Da traf ich SIE.
    Am selben abend landeten wir im Bett. Aber dieses Mal war es anders. Sie war kein ONS für mich. Sie war was besonderes.

    2 Monate dateten wir uns, ich merkte sofort ich war mehr an ihr interessiert als sie an mir. Ich stellte alles mögliche an um ihr zu gefallen. Schließlich kamen wir zusammen.
    Der erste Monat war scheiße. ich ließ mich nicht richtig auf meine Gefühle ein, hatte Angst wieder enttäuscht zu werden, war nur ängstlich. klammerte dieses Mal aber nicht. Ich wusste tief in mir drin, dass sie noch Gefühle für jemand anderen hatte.

    Nach 3 Wochen Beziehung knutschte sie fremd. Ich erfuhr es nicht von ihr. Ich war am Boden zerstört. Sie war etwas besonderes gewesen. Das ich sie damals kennen gelernt habe war kein Zufall. (Das ganze zu erklären würde aber zu lange dauern) Ich überlegte hin und her, ließ mir Zeit sie damit zu konfrontieren. Und plötzlich merkte ich eine Veränderung.

    Sie begann, sich richtig in mich zu verlieben. Wir klärten das mit dem Kuss, auch ich knutschte noch einmal Fremd, das alles ist nun 8 Monate her. Wir sind seit 9 Monaten glücklich zusammen. Seit 5Monaten wohnen wir zusammen.

    Sie hat mich total verändert. Ich bin vernünftig geworden. Erwachsen. Führsorglich. Sie hat mir die Kraft gegeben mich zu outen. Es ist alles perfekt..

    ..bis auf die Angst. Die Angst auch sie zu verlieren auch wenn es mir ihr anders ist, schließlich sind wir offiziell zusammen und führen eine ernsthafte Beziehung.

    Ich habe Angst, dass sie sich in einen Mann verliebt, wie ihre beiden Vorgängerinnen, Angst ihr nicht zu reichen, Angst das sie Fremdgeht.

    ich brauche sehr viel Bestätigung und bin sehr Unsicher. Sie versteht das und es gab auch noch nie Streit deswegen, aber trotzdem will ich, dass sich das ändert. Ich will nicht immer Angst haben.

    Gerade ist sie 2 Wochen ihre Verwandten im Ausland besuchen und ich drehe fast durch vor Angst. Wahrscheinlich auch, weil beide Mädels davor nach ihrem Urlaub Schluss gemacht haben.

    Ich wünschte mir, ich hätte keine Angst, könnte ihr mehr Vertrauen. Ich wünschte, ich könnte ein ganz normales Leben haben, ohne sie nicht ganz eingehen. Die Sicherheit haben, dass wenn ich wieder Sport machen würde, sie Abends noch da ist wenn ich vom Training komme und alles gut ist.

    Ich will einfach ganz normal sein, keine Heulkrämpfe kriegen wenn sie sich mal nicht meldet. Ich will nicht immer gleich das schlimmste Denken.

    Was kann ich tun? Ich weiß schlie0lich, dass mein Denken und Handeln nicht normal ist...

    Verzweifelte Grüße sendet euch eure _Schlaflos_
     
    #1
    User 70345, 22 Juli 2010
  2. Maunz
    Maunz (32)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    33
    8
    Verliebt
    liebe schlaflos,

    jede neue Beziehung sollte ein neuanfang sein. sicher lässt es sich oft nicht verhindern, dass "altlasten" in form von negativen erfahrungen zurückbleiben. wie stark diese jedoch deine gegenwart beeinflussen, liegt in deinen händen. eine verständnisvolle partnerin, die dir keinen stress macht hast du offenbar. übersehe das nicht!

    meiner meinung nach ist es sehr mühselig eine alte liebe mit einer neuen zu vergleichen. um aus fehlern zu lernen ist dies vielleicht bedingt sinnvoll, jedoch läufst du ständig gefahr in die vergangenheit zu blicken und das was deine ex-partner falsch gemacht haben auf deinen jetzigen partner zu übertragen. dabei übersiehst du allerdings, dass dieser eine völlig neue person ist. eine eigenständige persönlichkeit. damit schürst du unnötiges misstrauen und nimmst deinem partner jegliche chance dir das gegenteil zu beweisen. du bist stets und ständig voreingenommen. er hat quasi keine chance dir deine angst zu nehmen. darüber hinaus raubst du dir selbst deine kraft. und du treibst sie gegenbenenfalls erst von dir, indem du ihr durch all diese unberechtigte angst die luft zum atmen nimmst.

    was bringt es dir in der vergangenheit zu wühlen und dir immer wieder die selben fragen zu stellen? die wände mit denselben befürchtungen wie seit jahren schwarz zu malen? sind das deine ex-lieben wirklich wert?

    selbst wenn es so wäre und dein misstrauen wäre berechtigt, könntest du es a) nicht verhindern indem du sie zwanghaft an dich bindest und b) weshalb bist du dann überhaupt mit ihr zusammen?

    überleg einmal woher diese unsicherheit kommt und was die ursachen dafür sind. offenbar waren diese zweifel ja bereits bei deiner allerersten liebe vorhanden.

    es mag vielleicht hart klingen, aber wenn du zu deinem partner kein vertrauen hast, ist eine beziehung völlig sinnfrei. vertrauen ist die basis auf der sich eure liebe entfalten sollte. ist es von anfang an nicht gegeben, solltest du dich dringend fragen wieso.

    alles gute für dich!
    kate.
     
    #2
    Maunz, 22 Juli 2010

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