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Ich hasse Geld :-/

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 91095, 11 Februar 2010.

  1. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Hallo,

    Kummerkasten trifft's eigentlich nicht wirklich, weil's Jammerei impliziert, die ich jetzt nicht bringen will :smile:

    Also zum Problem:

    Ich bin ein sparsamer wie gleichzeitig auch großzügiger Mensch. Ich kann in dem Sinne mit Geld umgehen, als dass ich nie wirklich knapp bei Kasse bin, aber auch nicht geizig bin. Jedoch habe ich ein Problem mit Geld, ich mag es nämlich nicht besonders.

    Das führt dazu, dass ich mich regelmäßig über den Tisch ziehen lasse, wenn es darum geht, Geld als Gegenleistung für bestimmte Dienste meinerseits zu bekommen. Mir ist es einfach nicht wichtig und ich möchte nicht drüber reden. Ich möchte und kann nicht über Gehälter verhandeln. Bisher habe ich meist Glück gehabt und da ich einfach gut bin in den Sachen, die ich mache, haben meine Auftraggeber immer voller Zufriedenheit gut gezahlt (denke ich jedenfalls), ohne dass ich irgendwas bestimmtes verlangt hätte.

    Hinzu kommt, dass ich für die Dinge, die ich gerne mache, eigentlich kein Geld verlangen will. Denn für mich ist Geld das Übel der Welt und ich habe das Gefühl, dass ich meine Beschäftigungen für mich selbst entwerte, wenn ich für sie Geld verlange. Es hätte für mich den Beigeschmack, dass ich es nur des Geldes wegen mache, obwohl viele Dinge mir einfach Spaß machen oder ich massenhaft Erfahrung mit ihnen sammle und ich mich schlecht fühle, wenn ich auch noch dafür bezahlt werde :rolleyes:

    Ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann. Meine Freunde meinen schon, ich würde mich selbst entwerten, wenn ich so weitermache. Im Prinzip weiß ich ja auch, dass sie recht haben. Trotzdem habe ich einen Knoten im Kopf, weil Geld=blöd so stark verhaftet ist.

    Geht's vielleicht anderen Leuten ähnlich oder können die Kapitalisten unter euch mir Geld und so weiter etwas schmackhafter machen? Ich hab keine Geldprobleme, aber da ich mich neulich bei einem Bewerbungsgespräch für ein Praktikum wiedermal denkbar ungeschickt angestellt habe ("Lohnvorstellungen? Ach, egal. Ich will eigentlich nur was lernen."), drängt sich die Frage eben auf...

    Hoffe auf schönen Input von euch :smile:

    lg
     
    #1
    User 91095, 11 Februar 2010
  2. Ob Geld blöd ist, oder nicht, ist erstmals egal. WEnn du nicht mit Geld umgehen kannst, werden viele Menschen das ausnutzen und dich schlechter dastehen lassen, als du wirklich bist. Wenn dir das ein schlechtes Gefühl bringt, dann musst du das ändern und dich soweit mit Geld beschäftigen, dass dies nicht passiert.

    Sollte doch Grund sein, oder? Du willst nicht, dass du dich schlecht fühlst. Ein guter Grund Geld zu lieben und den anderen zeigen, dass du dich nicht über den Tisch ziehen lässt.
     
    #2
    Chosylämmchen, 11 Februar 2010
  3. MrShelby
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    Wenn es dir darum geht, Leistung und Geld zu entkoppeln, kannst du natürlich ehrenamtliche Dinge nebenher machen, bei denen du kein schlechtes Gewissen haben musst.

    Da man natürlich auch Miete, Strom usw. zahlen muss, wird man um die Erwerbsarbeit nicht herumkommen. Um nicht "gierig" zu erscheinen, kann man sich bei Verhandlungen an den Summen orientieren, die branchenüblich sind. Dann wirst du schonmal nicht schlechter gestellt, weil du zu nachgiebig sein könntest. Und wenn dich das Geld so belastet, steht dem Spenden nichts im Wege.
     
    #3
    MrShelby, 11 Februar 2010
  4. brainforce
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    hmm schwierig schwierig - niemand wird dir auf Dauer mehr Geld "schenken" als du verlangst... d.h. früher oder später wirst du über den Tisch gezogen werden!

    Ich meine du erbringst eine Leistung und in der heutigen Zeit wird die eben mit Geld "aufgewogen". Das es da nicht immer gerecht zugeht ist wohl jedem klar - aber wenn du dich selbst "schlecht" machst bzw. dich entwertest tust du dir keinen Gefallen - auch nicht gegenüber zukünftigen Arbeitgebern etc.
     
    #4
    brainforce, 11 Februar 2010
  5. User 91095
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ja, mein Traum wäre es, dass jemand meine Fähigkeiten erkennt und so ehrlich ist, mich dementsprechend zu entlohnen. Irgendwie so, dass ich mir keine Gedanken drüber machen muss :tongue: Ich bin von Grund auf auch noch eher bescheiden und neige zum Understatement, obwohl ich weiß, was ich kann und wo ich gut bin. Bisher habe ich die Jobs immer durch Mundpropaganda bekommen, weil andere Leute mich "verkauft" haben und ich das nicht selbst machen musste...

    Ich habe mal irgendeinen Ratgeber geschenkt bekommen (Name vergessen), bei dem's um Bewerbung, Business, etc. ging, der komplett karriere-/geldfixiert war. Ehrlich, ich hab reingelesen und ich fand das ganze so abstoßend, dass ich nach 3 Kapiteln aufgehört hab. Wenn jemand empfehlenswerte Literatur weiß, dann freu ich mich über Tips :smile:
     
    #5
    User 91095, 11 Februar 2010
  6. MrShelby
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    Ok, hat mit dem Thema eher am Rande zu tun: Kennst du den Öff Öff? *g* Er ist der Begründer der Schenker-Bewegung, die ohne Geld auskommen möchte:

    [ame="http://www.youtube.com/watch?v=khnn3HybcQ8"]YouTube- öff öff bei maischberger 1/2[/ame]

    Möchtest du später in die Privatwirtschaft? Bei Gewerkschaften, Kirchen, NGOs etc. dürfte das Geld eine geringere Rolle spielen. Oder was willst du mal werden?
     
    #6
    MrShelby, 11 Februar 2010
  7. User 49570
    User 49570 (29)
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    vergeben und glücklich
    helfen kann ich dir da leider nicht, aber ich hab mich grad exakt in deinem beitrag wiedererkannt^^. ok, ich geh schon eher sparsam mit geld um, wenn es darum geht es für mich auszugeben, weil ich als studentin kaum was übrig habe. aber wenn es darum geht anderen eine freude zu machen, spielt das weniger eine rolle, dann stecke ich halt zurück. ich hatte neulich bei einer bewerbung um ein praktikum im ausland das gleiche problem mit den gehaltsvorstellungen wie du, ich mag nie etwas verlangen, weil ich es irgendwie als selbstverständlich ansehe, andererseits gehts leider auch nicht ohne geld. insofern würden mir Tipps auch gut helfen ;o)
     
    #7
    User 49570, 11 Februar 2010
  8. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Ich finde es hilft, wenn man Geld als das sieht was es ist: Universelles Tauschmittel.

    Es gibt Dinge im Leben, die du brauchst, ohne die kannst du schlecht überleben oder hättest große Einbuße: Essen, Trinken, Wohnung und so weiter. All das kostet Geld.

    Du möchtest Essen, also brauchst du Geld. Denn mit dem was du leisten kannst, wird der Bauer von dem du Milch möchtest nichts anfangen können (gehe ich jetzt mal von aus). Anderswo möchte jemand gerne das haben, bei dem du hilfst es zu produzieren (egal ob das jetzt ein Gegenstand ist oder nur Informationen), aber das was er kann, bringt dir wieder nichts, weil du nichts mit einem Motorradhelm anfangen kannst.

    In meinen Augen entwerdest du dich wirklich, da du bei einem geringen Gehalt selbst sagst, dass das was du leistest nicht mal so viel Wert ist wie eine halbe Couch. :smile:
     
    #8
    Subway, 11 Februar 2010
  9. User 91095
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
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    nicht angegeben
    :grin: ja, den Öff Öff kenn ich, aber find ich auch nicht unproblematisch :zwinker: Ganz so schlimm ist es bei mir nicht.

    Ich möchte nicht in die Privatwirtschaft gehen. Dazu bin ich gänzlich ungeeignet. Ich weiß noch nicht, was ich später mal machen will. Momentan studiere ich einen brotlosen Job und halte mich mit studentischen Projektarbeiten, die mit meinem Fachgebiet zu tun haben, über Wasser. Das funktioniert ganz gut und ich bin relativ unabhängig (bekomme vom Staat Unterstützung). So lange ich kein stetes Minus auf meinem Konto habe, will ich irgendwie auch nichts daran ändern, weil's eben ausreichend ist. Der Gedanke nach "mehr" ist nicht vorhanden, wobei ich weiß, dass es mehr sein könnte.

    Im Prinzip muss ich momentan nichts an meiner Einstellung ändern, allerdings kommt sie mir reichlich abnormal vor, wenn ich mich mit Kollegen und Freunden unterhalte, die aus jeder Kleinigkeit Geld scheffeln können und es auch tun.
     
    #9
    User 91095, 11 Februar 2010
  10. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Wenns Bafög ist, wirst Du Teile davon doch später zurückzahlen müssen.

    Generell nur mal zur Klarstellung: Du arbeitest, magst aber von Deinen Auftraggebern bzw. Arbeitgebern ungern Geld verlangen - aber vom Staat Geld anzunehmen, ist okay? Obwohl Du arbeitest und Deine Arbeit auch etwas wert ist und angemessen entlohnt werden könnte? Das erschließt sich mir nicht.

    Ich bin auch nicht gut darin, Gehalt oder Honorar auszuhandeln oder mich anzupreisen. Aber weil ich weiß, dass meine Arbeit eben etwas wert ist und dass dieser Wert in unserer Gesellschaft mit Geld ausgedrückt wird - zumindest zum Teil in Geld, ich denke, meine Leistung ist eigentlich unbezahlbar. :zwinker:
    Du musst ja nicht zum Finanzgenie und "Kapitalistenschwein" werden, aber Deine Leistung ist etwas wert - und da Du von lieben Worten und Dankbarkeit eben die Miete nicht bezahlen kannst, ist es schon sinnvoll, Deine Arbeit entlohnen zu lassen. Wenn Du dann mal mehr Geld verdienen solltest, als Du für angemessen hältst, könntest Du auch etwas spenden und so Gutes bewirken. Oder eben selbst zusätzlich ehrenamtlich arbeiten - für Auftraggeber im soziale Berezcih, die sich eine gerechte Entlohnung der Mithelfer oft nicht leisten können. Da darfst Du dann großzügig sein und Zeit investieren, ohne Geld zurückzubekommen.
     
    #10
    User 20976, 11 Februar 2010
  11. Maxx
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    Wenn man keine Geldprobleme hat und Geld einem tatsächlich nicht viel bedeutet, dann entwertet man sich selbst nicht durch ein antikapitalistisches Verhalten, da man in diesem Fall seine Einstellung zum Geld mit Würde und Selbstbewusstsein vertritt.

    Wenn man allerdings selbst entgegen seinem eigenen Willen zu grosszügig ist und ohne Widerworte Jobs für ein zu geringes Gehalt verrichtet und sich demnach ausgenutzt fühlt, weil man sich nicht durchsetzen kann, dann ist es allerdings naheliegend, dass man sich selbst entwertet und vor sich selber schlecht da steht.

    In diesem Fall schreibt aber die TS, dass sie hofft, dass jemand ihre Fähigkeiten entdeckt und sie auch dementsprechend entlohnt. Also deutet das darauf hin, dass ihr Geld eben doch nicht ganz so unwichtig ist oder dass sie zumindest viel Wert auf Gerechtigkeit im Allgemeinen legt, was dann auch eine gerechte Entlohnung für die geleistete Arbeit einschliesst. Abgesehen davon ob sie das Geld, das sie verdient nun alles benötigt oder nicht.
     
    #11
    Maxx, 11 Februar 2010
  12. Für wie lange? Wirst du immer im Plus sein? Was ist mit Haus, Eigentumswohnung, Kinder, Auto? Wirst da immer noch im Plus sein? Arbeitslosigkeit?
    Du scheinst hier nicht wirklich weit zu denken.

    Du hast ein Leben vor dir und das dauert unter Umständen lang.
     
    #12
    Chosylämmchen, 11 Februar 2010
  13. MrShelby
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Du könntest natürlich die Verantwortung in finanzieller Hinsicht "abgeben", wobei man natürlich fragen kann, ob das die richtige Entscheidung ist. Im öffentlichen Dienst gibt es feste Gehaltsstrukturen, und somit musst du hier nicht groß verhandeln.
    Falls du (akademisch) publizieren willst, geht das auch: Wenn du am Bücherverkauf beteiligt wirst, bekommt du das Geld indirekt, ohne vom Leser persönlich Geld verlangen zu müssen :zwinker:

    Off-Topic:
    Falls dich das Geld später belasten sollte, könnte ich dir ganz diskret per PM meine Kontodaten übermitteln :zwinker:
     
    #13
    MrShelby, 11 Februar 2010
  14. User 91095
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
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    nicht angegeben
    @mosquito: Nein, ist kein Bafög (bin aus Ö)

    Ich hab kein Problem damit, Geld anzunehmen, weder vom Staat noch von Arbeitgebern. Nur mit dem Verlangen hab ich ein Problem.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 18:45 -----------

    @Maxx: Ja, gut herausgelesen. Es verhält sich so, wie du schreibst.

    Nein, ich denke tatsächlich nicht weit. Ich denke bspw. nicht daran, dass ich arbeitslos sein könnte und setze (zu) großes Vertrauen in meine Fähigkeiten (auch wenn das wirtschaftlich betrachtet wohl unsinnig ist). Große Lebensziele, die nur mit einem Batzen Geld zu erreichen wären, habe ich nicht.

    Das käme mir dann schon entgegen. Und keine Sorge, solange das Geld irgendwo liegt und ich es nicht sehen muss, stört's mich nicht :tongue:
     
    #14
    User 91095, 11 Februar 2010
  15. ThirdKing
    ThirdKing (28)
    Benutzer gesperrt
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    offene Beziehung
    Bestimme Dienste... ja, ne is klar :grin:

    Bist du selbstständig oder wid der Halbstundenlohn von deinem, ich sach jetzt mal, "Chef" vorgegeben?

    Das ist relativ Jobunabhängig. In welcher Kategorie kassierst du denn? Wenn deine "Kunden" genug aufm Konto haben, dass Geld für sie an sich keine Rolle spielt, werden sie ordentlich zahlen. Wenn du aber im "normalen" Bereich arbeitest, wirst du immer weniger kriegen, als du könntest, weil ein normaler Mensch aufs Geld achten muss.
    Der Preis, den jemand für deine Dienstleistungen bezahlt, orientiert sich dabei meistens an der Konkurenz. Wenn du gut bist, also besser als deine Mitbewerber, solltest du mehr Verlangen. Wenn du Qualität bietest, solltest du dir diese auch bezahlen lassen.

    Schwerer Fehler! Wenn du schon Geld nehmen kannst, solltest du das auch tun.
    Gut, wenn du disch schlecht fühlst, Geld zu nehmen... ach nimm einfach die Kohle. Es ist nicht verboten Spaß bei der Arbeit zu haben. Mach dein Hobbie zum Beruf, wenn du die Möglichkeit dazu hast... zudem scheinst du ja schon ein bisschen Geld zu nehmen... und wenn schon, dann Richtig. Das hat Potenzial.

    Was selbst entwerten, wenn du kein Geld nimmst? Ich hätte das jetzt eher andersherum erwartet. Aber egal, höhr auf deine Freunde und nimm die Kohle.
    Was Geld betrifft du kannst nie genug haben!(okey, geht doch, ist aber nen anders Thema)

    In deinem Job absolut tödlioch. Wenn du arbeitest, dann nimm auch was dafür. Für ein "Praktikum" würd ich erstmal 75% normalsold ansetzen und dann auf mindestens 50% runterhandeln lassen. Weniger als 50% von einer festen Mitarbeiterin würd ich für nen Prakrikum nich nehmen.
    Wobei das auch immer gewerbe abhängig ist. In deinem Fall würd ich die vollen 100% fordern, oder eben die Preise selbst festlegen (müsste in deinem Fall besser sein).

    Edit: Öff Öff ist ne Kotzkrücke!
    Edit2: Wenn du in die Privatwirtschaft willst, kannste dich in deinem Gewerbe auch gut selbstständig machen.

    ThirdKing
     
    #15
    ThirdKing, 11 Februar 2010
  16. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Du hast das Gefühl, dass du deine Tätigkeit entwertest, wenn du Geld verlangst?
    Aber das Brötchen/Weckerl schmeckt dir doch genauso gut, obwohl du dafür Münzen hinlegst.
    Lächle doch das nächste Mal den Bäcker beim Kauf einfach freundlich an und sage dir, dass er auch Spaß bei der Arbeit hat, und dass das gar nichts mit dem Geld zu tun hat :zwinker:.
     
    #16
    BrooklynBridge, 11 Februar 2010
  17. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Ich weiß nicht, welche Art Unterstützung Du bekommst. Aber normalerweise bekommt man Unterstützung in dem Fall, dass man seinen Lebensunterhalt nicht selbst finanzieren kann. Wenn Du arbeitest, dann wäre es aus meiner Sicht schon aus dem Grund sinnvoll, im Gegenzug für Deine Zeit und Mühe angemessenes Gehalt zu erhalten, um auf das Geld vom Staat verzichten zu können. Wie gesagt, welche Art von Zuwendung das ist, weiß ich nicht. Es mag bequemer sein, vom Staat Geld überwiesen zu bekommen, weil Du da nicht "verhandeln" musst, sondern nach Aktenlage entschieden wird, Du musst Dich nicht anpreisen, weil nicht Deine Arbeitsleistung bewertet wird.
    Im Übrigen tätest Du auch Deinen möglichen Praktikumsnachfolgern Gutes, wenn Du für Deine Arbeit angemessen entlohnt wirst - man verlangt nie nur den Lohn für sich selbst, das hat in vielen Fällen auch Einfluss "auf den Markt".

    Und vielleicht wäre es nicht verkehrt, Dir dass längerfristige Denken anzueignen und eben etwas weiter vorauszuschauen, statt nur im Hier und Jetzt zu leben.

    Ich habe den Eindruck, dass Du nicht tatsächlich Geld hasst, Dir fällt das ANNEHMEN ja nicht schwer. Vielleicht ist es eine verkappte Form von Selbstwertproblem und Verhandlungsunsicherheit?
     
    #17
    User 20976, 11 Februar 2010
  18. User 91095
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
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    nicht angegeben
    Jop. Bisher war's wirklich so, dass meine Geldgeber genug Kohle hatten und vermutlich auch "wohlgesonnen" waren. Ich mach Projektarbeiten, meist eh im universitären Bereich. Mir ist auch bewusst, dass ich wohl irgendwie Preisdumping betreiben würde, wenn ich so weitermache, und das nicht "förderlich" für den Markt und die Konkurrenz ist.

    Ich bekomme meinen Teil der Familienbeihilfe von meinen Eltern überwiesen. Das hat nichts mit meinen sonstigen Finanzen oder denen meiner Eltern zu tun. Sonst lieg ich niemandem auf der Tasche.

    Nein, Selbstwertproblem ist es nicht. Verhandlungsunsicherheit bestimmt. Mir wäre es zum Beispiel lieber, wenn ich zuerst die Arbeit mache und dann die Leute mir hinterher sagen würden, wieviel ihnen das wert wäre. Natürlich ist das absolut utopisch, weil jeder dabei nur seinen eigenen Vorteil bedenken würde und weniger zahlen würde, als es tatsächlich "wert" ist.

    Ich weiß auch nicht. Längerfristig denken ist vermutlich das einzige, was helfen kann. Und, dass meine Träume sich nicht an meinen finanziellen Möglichkeiten orientieren sollten, sondern umgekehrt :ratlos:
     
    #18
    User 91095, 11 Februar 2010
  19. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
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    nicht angegeben
    Hast du vielleicht das Gefühl, den anderen auszunutzen, wenn du Geld verlangst? Oder so rüberzukommen?

    Da hilft dir sicher, wenn du dir selbst sagst, dass das (zumindest in unserer Wirtschaftsordnung) völlig normal ist, und es (solange du nicht übermäßig gierig bist) nur ein Geben und Nehmen ist.
     
    #19
    BrooklynBridge, 11 Februar 2010
  20. User 91095
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
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    nicht angegeben
    Mit ausnutzen hat es gar nichts zu tun. Es ist mir einfach komplett unangenehm. Über Geld zu reden oder darüber zu verhandeln, etwas zu verlangen, etc. Bah. Ich hasse es einfach.
     
    #20
    User 91095, 11 Februar 2010

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